Telefonbaord – Die ersten Späne fliegen

Telefonboard - Abrichten der Zuschnitte

Abrichten mit zwei Hobeln

Zwei Dinge geschehen beim Bau des Telefonboards derzeit parallel. Zum einen habe ich die ersten Holzteile grob zugeschnitten und mit dem Abrichten von Hand begonnen. Zum anderen zeichne ich gerade die Konstruktion in 2D, mit allen Details.

Warum schon Zuschneiden und Aushobeln, wenn die Zeichnung, also die Planung noch nicht abgeschlossen ist? Das kommt daher, dass ich noch einige Reststücke verarbeiten möchte. Diese Reststücke habe ich bereits aufgetrennt und verleimt. Ich musste sie ein wenig kürzer machen, als geplant. Das wirkt sich nun natürlich auch auf die Konstruktion aus. Hätte ich schon vorher alles detailliert gezeichnet, müsste ich nun alles wieder ändern.

Das Abrichten der Holzteile erfolgt von Hand, da ich in Zukunft auf das maschinelle Abrichten verzichten möchte (siehe auch : Ein Experiment beginnt). Ein Teil habe ich direkt nach dem Zuschnitt von Hand abgerichtet. Das ging sehr gut und auch recht zügig. Beim Zweiten Teil wird die Kamera mitlaufen, so dass ich zu diesem Thema ein Video machen kann. Vorweg sei aber schon einmal gesagt, dass sich das gerundete Eisen in meinem Juuma No.5 sehr gut macht. Das Schruppen geht damit sehr leicht von der Hand und es kommt zu keinerlei Ausrissen. Die Teile des Telefonboards sind bisher die längsten Teile, die ich von Hand abrichte.

Etwas verwundert war ich darüber, dass ich beim Arbeiten mit dem Veritas Bevel Up Jointer mit einem 25° Eisen bessere Ergebnisse erzielen konnte, als mit einem 38° Eisen. Es zeigt sich aber, dass es durchaus Vorteile bringen kann, verschiedene Schnittwinkel zu nutzen.

Telefonboard - Draftsight

2D CAD Draftsight

Wie bereits erwähnt, werde ich lediglich Skizzen in Sketchup machen. Die eigentliche Planung der Konstruktion erfolgt im 2D CAD. Mir fehlen bei Sketchup einfach zu viele elementare Konstruktionsfunktionen. daher bevorzuge ich meist ein „echtes“ CAD. Ich verwende seit einiger Zeit das Programm „Draftsight“. Der Funktionsumfang und die Bedienung entsprechen in etwa AutoCAD LT 2006. Vielleicht fehlen einige Features der  aktuellen AutoCAD  Version, aber als veraltet kann man Draftsight bei weitem nicht bezeichnen. Das Programm ist schnell und braucht nur wenige Ressourcen. Wenn Sie  sich einmal näher mit dem Thema CAD beschäftigen möchten, sollten Sie sich das Programm auf jeden Fall ansehen. Wer keine Probleme mit der englischen Sprache hat, findet in einer sehr großen Community des Herstellers Dassault (ja, das ist der französische Flugzeugbauer) eine Vielzahl an Informationen und Tutorials. Das Programm darf sogar gewerblich genutzt werden und ist Kostenlos.

Mehr Infos und den Download finden Sie hier:
Draftsight Herstellerseite

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3 Kommentare zu Telefonbaord – Die ersten Späne fliegen

  1. Marc Koch sagt:

    Oh ja, die Sketchup Pro Version mit den dynamischen Komponenten u.v.m. Das wäre nicht schlecht. Aber ich gehe gerne deinem Tipp nach und schaue mir DraftSight genauer an weil Sketchup immer so den Eindruck von „wollte gern, kann aber nicht“ hinterlässt. Oder ich krame mein altes DIN-A3 Zeichenbrett aus Schulzeiten heraus, das kann alles ;-)!

  2. Marc Koch sagt:

    Welche Konstruktionshilfen fehlen dir in Sketchup die du in Draftsight oder anderen 2D CAD Programmen hast? Ich habe seinerzeit auch vieles ausprobiert und bin trotzdem bei Sketchup hängen geblieben, wahrscheinlich weil es für mich als Gelegenheitsnutzer überschaubar bleibt. Mich scheut auch die Arbeit die drei Standard Ansichten „manuell“ zeichnen zu müssen oder gibt es dafür Hilfen?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Mark,

      Ich führe dir mal einige Funktionen auf, die ich bei Sketchup vermisse und die mir mein 2D CAD bietet:
      – Spiegeln entlang beliebiger Achsen und Punkte
      – Abrunden
      – Ordentliche Bemasungen, die auch auf dem Ausdruck lesbar sind
      – Verschiedene Linienarten und Stärken
      – Layersteurung mit Linienarten etc.
      – Layoutbereich für den Ausdruck
      – Kopieren in Reihe und Raster
      – Einzelne Linie im Versatz zu einer bestehenden (Sketchup macht immer die ganze Kontur)
      – Schraffuren
      – uvm.
      – Layoutbereich fr die Druckausgabe

      Sketchup ist nicht Schlecht, aber wie der Name schon sagt ist es eben ein Programm für Skizzen. Das kann es auch richtig gut.Ich habe einen entsprechenden beruflichen Hintergrund, daher gehe ich natürlich auch anders an die Sache heran. Ich arbeite täglich mit 2D CAD und komme daher dort auch recht schnell ans Ziel. Das Zeichnen von mehreren Ansichten kann auch Vorteile haben, da man hier ganz bewußt auch Details weglassen kann, die in dieser Ansicht nicht wichtig sind. Und man findet auch Fehler in der Konstruktion meiner Meinung nach schneller, als in Sketchup.

      Programme, die Ansichten Ableiten gibt es natürlich. Dann bist du aber bei ausgewachsenen 3D Lösungen, mit entsprechend langer Einarbeitung.

      Vieles was mir in der kostenlosen Sketchup Version fehlt, ist in der PRO Version enthalten. Aber die kostet auch derzeit knapp 400 Euro. Draftsight ist Kostenlos. Das gibt es im übrigen auch für den Mac. Aber wenn du mit Sketchup klarkommst und es dir ausreicht, dann bleib natürlich dabei.

      Wenn die dir Draftsight ansehen möchtest, schau mal bei Youtube, da gibt es einge gute Videos dazu.

      Gruß

      Heiko

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