Kleine Helfer – Dübelsäge

Dübelsäge - Ansicht

Eine englische Dübelsäge

Es kommt recht oft vor, dass man Dübel oder andere kleine Holzteile bündig zu einer anderen Holzfläche abschneiden muss. Ein solcher Fall wäre auch das Abschneiden eines Keiles in einer verkeilten Schlitz und Zapfenverbindung.

Mit einer herkömmlichen Handsäge wird das oft schwierig. Sägen mit Rücken können nur verwendet werden, wenn der Rücken nicht auf der Fläche aufliegt. Aber auch wenn der Rücken nicht stört, oder man eine Säge ohne Rücken verwendet, ärgert man sich oft über die Spuren, die eine solche Säge auf der Fläche hinterlassen kann.

Legt man etwas dünnes, also ein Stück Karton, oder Furnier,  unter das Sägeblatt, vermeidet man zwar diese Beschädigungen, muss aber mehr Überstand entfernen. Normale Handsägen sind demnach nicht das ideale Werkzeug für diese Aufgabe.

Dübelsäge - flexibles Sägeblatt

Das Sägeblatt ist sehr flexibel

Der Hauptgrund hieffür ist die Schränkung der herkömmlichen Sägen. Was für das normale Sägen unabdingbar ist, stört beim bündigen Abschneiden. Die Schränkung, also das wechselseitige herausbiegen der Sägezähne ist für die Beschädigungen in der Holzoberfläche verantwortlich.

Dübelsägen sind, wenn überhaupt nur einseitig geschränkt. Dadurch sägen sie langsam, aber ohne Schrammen und Riefen in der Fläche zu hinterlassen, auf der sie aufliegen. Einen Rücken, der stören könnte besitzen diese Sägen ebenfalls nicht. Durch den fehlenden Rücken ist das Blatt einer Dübelsäge auch sehr flexibel und man kann das Blatt so weit biegen, dass auch der Griff der Säge nicht stört wenn man weit in der Fläche arbeitet. Der fehlende Rücken ist dann auch der Grund dafür, dass Dübelsägen auf Zug arbeiten. Ansonsten würde das dünne Sägeblatt zu schnell verbiegen.

Dübelsäge - Schneiden mit der Dübelsäge

Schneiden mit der Dübelsäge

Mit einer Dübelsäge arbeitet man am besten ohne Druck in Richtung des Schnittes. Der Griff sollte jedoch leicht von der Fläche weg gehalten werden, so dass sich das Blatt leicht durchbiegt. Diese Durchbiegung sorgt dafür, dass das Sägeblatt gut auf der Fläche aufliegt. Wenn Platz vorhanden ist, sägt man am besten von mehreren Seiten, statt nur von einer Seite den Schnitt komplett durchzuführen. Eile ist hier fehl am Platz. Mit Vorsicht und ohne Hast erzielt man die besten Ergebnisse und erspart sich viel Nacharbeit. Denn auch eine Dübelsäge ist kein Garant dafür, dass man keine Kratzer und Riefen ins Holz macht. Denn eine falsch angewendete Dübelsäge beschädigt das Holz dennoch.

Dübelsäge - Abgeschnittener Dübel

Ein abgeschnittener Dübel

Wenn man aber richtig mit der Säge umgeht, werden Überstände bündig, sauber und ohne jegliche Beschädigungen der Fläche abgeschnitten. Das nebenstehende Bild zeigt eine Nahaufnahme eines 8mm Dübels, den ich mit einer Dübelsäge bündig abgeschnitten habe. Eine Nachbearbeitung ist noch nicht erfolgt. Das Bild zeigt den Dübel direkt nach dem Abschneiden.

In Anbetracht des recht günstigen Preises, für den solche Sägen angeboten werden, sollte eine Dübelsäge in keiner Werkstatt fehlen.

 

 

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Ein Kommentar zu Kleine Helfer – Dübelsäge

  1. Heiko Fischer sagt:

    Also ich habe mir bei Dick eine Dübelsäge vor Jahren aus Neugier gekauft. Die Säge kostete rund 11.- Euro. Soweit so gut, also probierte ich das Abschneiden von Dübeln aus. Die Säge klemmte nach 3mm Schnitttiefe und machte Kratzer ins Holz. Die Kratzer bekam ich mit einer Behandlung des Sägeblattes mit einem feinen Abziehstein weg. Das Klemmen jedoch nicht. Vor kurzem bestellte ich bei Dieter Schmid und kam auf die Seite mit den Sägen, eine Dübelsäge für 35.- Euro wurde angeboten, nichts für Anfänger stand dort, bin ich nicht also leistete ich mir, wieder aus Neugier ob die wohl besser ist, jene Säge. Was soll ich sagen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. .das ist eine Dübelsäge!!!!!!!! Wie das Geld so die Ware….die äge st eine HISHIKA Kugihiki.

    MfG
    Heiko Fischer

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