Welchen Hobel als erstes kaufen? (langes Video)

Der Handhobel steht wie kaum ein anderes Werkzeug für das Schreinerhandwerk. Daher verwundert es nicht, dass jeder, der mit der Holzbearbeitung anfängt sich früher oder später mit dem Thema Handhobel auseinandersetzen möchte.  Da die wenigsten gleich zu Beginn einen kompletten Satz Handhobel inklusiver aller benötigten Schärfwerkzeuge anschaffen werden, stellt sich sehr schnell die Frage, welcher Hobel denn als erstes Angeschafft werden muss.

Spätestens nach dem Blick in die einschlägigen Onlineshops wird aus dieser einfach wirkenden Frage ein ganzer Fragenkatalog für den ambitionierten Einsteiger. Denn die Vielfalt der angebotenen Handhobel ist enorm. In diesem über 30 Minuten langen Video werde ich versuchen einige dieser Fragen zu beantworten und einige Tipps zum Kauf von Handhobeln zu geben.

Video:

Probleme mit der Anzeige des Videos? Dann schauen Sie sich das Video direkt bei Youtube an: http://www.youtube.com/watch?v=KLyQuPUr1U0

Ich beschränke mich dabei auf die von mir verwendeten Hobel. Auf japanische Hobel gehe ich nicht ein, da ich mit ihnen keinerlei Erfahrungen habe. In erster Linie geht es um die von mir verwendeten Hobel aus Eisenguss. Holzhobel verwende ich kaum, weswegen ich darauf auch nur am Rande eingehen werde. Sowohl dieser Artikel, als auch das Video beziehen sich auf meine persönlichen Erfahrungen und Vorgehensweisen. Daher kann es durchaus sein, dass anderenorts Dinge und Vorgehensweisen auch anders beschrieben werden. Das bedeutet dann nicht, dass diese oder jene Aussage falsch ist. Es gibt halt immer mehrere Herangehens- und Sichtweisen.

Dieser Beitrag wurde unter Handarbeit, Werkzeuge abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

36 Kommentare zu Welchen Hobel als erstes kaufen? (langes Video)

  1. Felix sagt:

    Hallo Heiko,

    dein Video und deinen Bericht zum Thema Hobel habe ich mir schon vor längerer Zeit angeschaut. Gefällt mir sehr gut! Bisher habe ich mich nicht so richtig mit Hobeln beschäftigt. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass ich eher der maschinenlastige Holzwerker bin. Da aber Weihnachten vor der Tür steht und ich im kommenden Jahr einige größere Projekte in Angriff nehmen möchte, soll/muss ein erster Hobel her. Ich möchte Leimholz herstellen. Um die Leimkannten abzurichten und im Nachgang die entstandene Platte aufzuhübschen soll der Hobel verwendet werden. Die finale Oberflächenbehandlung wird dann eher durch Schleifen gemacht werden.
    Welcher Hobel wäre aus deiner Sicht der richtige für dieses Einsatzspektrum?
    Habe auch schon im Dictum Katalog geschaut. Meine Preisspanne bewegt sich zwischen den Dick und Veritas Hobeln, wobei ich auch die Kunz Hobel interessant finde, aber keine Ahnung habe, wie die qualitativ einzuschätzen sind. Vielleicht kannst du dazu ja auch noch etwas sagen.
    Danke und viele Grüße
    Felix

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Felix,

      für dein Einsatzgebiet wäre ein No.62 ganz gut zu gebrauchen. Das wäre entweder der Lie Nielsen No. 62 oder der Veritas Low Angle Jack. Beide sind nicht billig, sondern preiswert 🙂

      Es gibt auch günstigere, aber die sind eben nicht so gut. Wenn du bereit bist ein wenig mehr zu investieren wird sich das mit Sicherheit lohnen. Die Hobel werden mit einem 25° Eisen ausgeliefert, da solltest du dir mindestens noch ein weieres Eisen dazu kaufen und es auf 35° oder 40° schleifen.

      Einen Kund No. 62 habe ich hier zum Testen liegen, aber noch nicht wirklich ausprobiert. Dazu kann ich also derzeit nichts sagen.

      Bitte geh aber nicht davon aus, dass es mit dem Kauf des Hobels getan ist. Er muss geschärft werden und man muss den Umgang damit erlernen. Daher empfehle ich auch sehr oft einen Einhandhobel für den Einstieg. Damit kannst du die angedachten Aufgaben zwar nicht erledigen, aber du kannst damit sehr gut das Schärfen und Hobeln üben. Und gebrauchen kann man ihn auch immer.

      Gruß

      Heiko

      • Felix sagt:

        Hallo Heiko,

        danke für die schnelle Antwort! Deine Hilfestellung bei dem unterschiedlichen Themen ist wirklich klasse!
        Ich schaue mir die Hobel mal an und überlege dann, welcher es wird.

        Grüße
        Felix

  2. Karl Müller sagt:

    Hallo Siggi,
    Bei Deko-Artikeln mit Teelichtloch habe ich die Erfahrung gemacht, daß die Teile
    je nach Holz stark verziehen. Das kann soweit gehen, daß das Teelicht bei einer 40 mm Bohrung nicht mehr passt, oder mit Gewalt rausgebrochen werden muss.
    Am stärksten war der Effekt im Zwetschgen-Hirnholz.
    Bei Buche hatte ich weniger Verzug.
    Seither lasse ich die Teile nach dem Bohren 2 Wochen liegen, schleife sie nochmals plan, spanne sie fest und bohre das Teelichtloch am Bohrständer nochmals nach (Vorsichtig ansetzen).
    Mit einem guten Forstnerbohrer geht das ohne Rattermarken.
    Dannach ist Ruhe am Werkstück.
    Zwischenzeitlich bohre ich ein 45mm Loch und verwende flache Weck Teelichtgläser. Die sind leicht konisch und klemmen nicht. Wachsreste lassen sind dadurch gut entfernen und die Dekoteile verrusen nicht.
    Die Teile sehen dann wertiger aus und mit ca 15€/ 144 Stück auch noch bezahlbar.
    Gruß,
    Karl

  3. Siggi Ch. sagt:

    Danke Micha, für Deine Antwort!
    Spätestens wenn ich meinen Juuma N0. 5 habe, werde ich wohl mal eine Bohle aus dem Sägewerk mitbringen und ein bisschen ausprobieren.

    Gerade eben beschäftige ich mich aber noch mit Spanplatten ………ein Eckkasten unter der Küchendecke zum Einbau von LED-Spots über der Arbeitsfläche ……

    Dir auch noch ein schönes WE, Gruß, Siggi

  4. Siggi Ch. sagt:

    Heiko, in dem Zusammenhang mal eine Frage, die mich schon länger – aber seit dem letzten Kurs noch mehr beschäftigt: kannst Du eine Aussage dazu machen, bis zu welcher Stärke und Breite in etwa ich ein Teil einer Massivholzbohle nutzen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass sich da zu sehr verzieht? z.B. für Dekoartikel, Teelichthalterung o.ä…………
    Oder geht das gar nicht? Oder nur mit Rahmen o.ä.?
    Mit sowas habe ich noch nie gearbeitet …fände ich aber mal sehr spannend …….und wenn Micha auf seinem Blog z.B. Massivholzbohlen verarbeitet hat, hat er m.E. immer Leimholz draus gemacht ……..

    Gruß, Siggi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Siggi,

      es wäre schön, wenn es da pauschale Regeln gäbe aber die gibt es nicht. Es kommt auf die Holzart und den Wuchs an. Ein Mittelbrett kannst du gefahrlos breiter lassen, als ein Seitenbrett. Eiche verhält sich ruhiger als Buche etc. Da spielen sehr viele Faktoren eine Rolle. Dazu kommt auch noch die Gesamtkonstruktion des Werkstückes.

      Ich habe durchaus schon Platten aus 20cm breiten Streifen zusammengesetzt und es gab keinen Verzug.

      Auch das Raumklima beim Verarbeiten und am Bestimmungsort spielt eine Rolle.

      Wie die siehst, ist das nicht so einfach und eine gewisse Portion Bauchgefühl gehört auch dazu.

      Gruß

      Heiko

      Gruß

      Heiko

      • Siggi Ch. sagt:

        Ich hatte es fast befürchtet ………

        Also einfach mal ausprobieren ………oder beim (gekauften) Leimholz bleiben ……

        Danke für Deine prompte Antwort (wie immer)!

        Gruß,
        Siggi

    • Michael Hild sagt:

      Hallo Siggi,

      ich habe, wenn nötig Leimholz draus gemacht, aber eigentlich nur, weil die einzelnen Bretter zu schmal waren und wenn habe ich die Platten nicht aus Streif(ch)en wie bei gekauftem Leimholz hergestellt, sondern die Lamellen so breit wie möglich gelassen. Mir war eine schöne Optik mit möglichst durchgehender Maserung wichtiger, den möglichen Verzug habe ich halt mit einer geeigneten Konstruktion aufgefangen.
      Ich habe gerade mal gemessen. Die schmalsten Lamellen an den Badmöbeln sind um die 120mm und die breitesten 230mm.

      Bei kleinen Dekoartikeln sehe ich eigentlich keine Bedenken. Selbst wenn ein Teelichthalter leicht schüsselt, fällt das bei der Größe sicher nicht auf.

      Grüße und schönes WE

      Micha

  5. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    ich kann Dir nur zustimmen. Ich habe an Bankhobel einen Clifton No. 5 und einen kleinen Veritas SBUS. Der Clifton hatte anfangs eine zum Hobelmaul nicht parallele Schneide, das musste ich selber tunen, mein freundlicher Händler hat mich da auch im Regen stehen lassen. Für so einen teuren Hobel ist das beides nicht in Ordnung! Gut jetzt ist alles parallel, super Teil, der Veritas sowieso. Ich bekomme die Dinger auch mittlerweile gut scharf und dann macht das echt Spaß. Hobelspäne wo man durchgucken kann!

    Ich ärgere mich z.B. nicht mehr über nicht rechtwinklige Schnitte meiner Festool Tauchsäge, ich füge sie mit Winkelanschlag mit dem Hobel, klappt super.

    Allerdings ist mein Einsatzgebiet für die Hobel etwas eingeschränkt da ich quasi nur Leimholz verarbeite. Hier würde ich gerne Leimkanten o.ä. mit dem Hobel glätten. Mit dem Exzenter dauert das ewig. Ich habe zwar auch eine Rotex, aber da muss man zu sehr aufpassen.

    Ich habe beide Hobel mittlerweile auf so 55 -60 Grad geschliffen, das lässt sich noch so gerade drücken und ergibt in Buche und Ahorn ausrißarme Flächen, die ich mit dem Exzenter gut glätten kann. Ausrißfrei bekomme ich allerdings auch bei engem Maul mit dem SBUS nicht hin. Und mit der Faser hobeln ist bei Leimholz halt nicht.

    Meine Frage an Dich ist wie Du das mit Hobeln und Leimholz hälst. Im Internet findet man dazu i.Ü. überhaupt nichts.

    Gruß aus der Eifel ins Saarland.

  6. Joe sagt:

    Hallo

    Habe mir das Viedeo noch nicht angeschaut. Werde ich aber schnellstens machen. Aber dazu hätte ich vorab eine Frage.
    Für was wird denn ein Hobel benötigt? Offensive Frage :-). Ich bin auch Hobbyholzwerker und habe schon einige Möbelstücke gebaut. Hatte aber nie das Gefühl dass ich jeh einen Handhobel vermisst habe.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Joe,

      natürlich kann man ohne Handhobel Möbel bauen, aber einerseits macht das Hobeln von Hand sehr viel Spass, andererseits geht vieles mit einem scharfen Handhobel schneller, als mit Schleifpapier. Zum Beispiel Kanten glätten. Bis ein Schwingschleifer angeschlossen und Einsatzbereit ist, hat man eine Kante mit dem Handhobel schon fertig geglättet.

      Gruß

      Heiko

    • Siggi Ch. sagt:

      Hallo Joe,

      ich habe auch schon einige Möbelstücke etc. ohne Hobel gebaut – aber: mach mal den Kurs „Grundlagen Handwerkzeuge“ …..ich wette, dann hast Du auch ganz schnell einen …….
      Ich habe mir jetzt eine Woche nach dem Kurs den ersten Hobel meines Lebens bestellt: einen Einhand-Simshobel …..meine Frau meinte, ich solle mir den gewünschten Nr. 5 doch auch gleich mitbestellen …..aber da warte ich wenigstens noch solange mit, bis das nächste Gehalt da ist ….;-)

      Gruß, Siggi

  7. Janusz Bukartyk sagt:

    Hallo Herr Rech,
    Super Video „Holzoberflächen mit Öl behandeln“.
    Ich habe aber noch eine Frage:
    Ich habe für meine Treppe Holzbrette (Fichte und Tann) gekauft (kein Leimholz) und diese Bretter habe ich schon schön glatt geschliffen. Jetzt stelle ich mir die Frage: Sollte man Treppenstufen lackieren oder ist die Ölbehandlung völlig ausreichen. Vielen Dank für Ihre Antwort.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich persönlich würde ein Parkettöl nehmen, das ist einfacher zu verarbeiten als ein Lack und ist auch für Treppen geeignet.

      Gruß

      Heiko

  8. Tobias Reith sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich hab auch noch eine vielleicht dumme aber für mich als Anfänger wichtige Frage.
    Nämlich besteht bei mir folgendes Problem und zwar ,dass ein nach deinem (sehr guten) Video gekaufter Juuma Hobel Rostflecken ansetzt und ich nicht weiß, wie ich diese wieder wegbekomme ohne den Hobelkörber zu verkratzen?
    Ich denke mal, dass der Rost daran liegt weil ich Eumel den Hobel zwar sorgfältig eingeölt hatte aber ihn wieder im Karton liegend gelagert habe, was auch erklären würde warum der Hobel nur auf der Seite rost hat wo er imKarton auflag. jetzt werde ich ihn wohl besser draußen lagern, oder?

    Gruß

    Tobias

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tobias,

      den Rost kannst du mit einem feinen Schleifvlies oder Stahlwolle entfernen, je nachdem, was du gerade zur Hand hast. Aber nicht trocken verwenden, sondern in einem leichten Öl getränkt. Um Rost zu vermeiden solltest du den Hobel, wie du es gemacht hast leicht einölen. Ich habe beste Erfahrungen mit Kamelienöl gemacht. Die Lagerung im Karton kann die Rostbildung beschleunigt haben, wenn der Kartin feucht war, oder der Raum in dem du Hobel und Karton lagerst sehr feucht ist. Ich selbst habe den subjektiven Eindruck, dass die Lagerung in einem Holzschrank die Rostbildung verlangsamt, habe aber dafür keinen echten Nachweis.

      Gruß

      Heiko

  9. andreasB sagt:

    Hallo Heiko,
    eine Frage zur Feineinstellung bei Eisenhobel: hat die Klappe die Aufgabe das Hobeleisen auf dem Frosch, sowohl in der vorgegebenen Tiefeneinstellung als auch in der seitlichen Einstellung zu halten ? Wenn ja, muß dann bei Verstellung der Tiefe oder der Lateralverstellung die Klappe (leicht) geöffnet werden (was zur Folge hätte, daß sich das Eisen wohl in der Höhe oder seitlich verstellen könnte) oder ist das Gewinde der Feststellschraube ausreichend stark, die entsprechende Bewegung gegen den Festpressdruck der Klappe auszuführen ? Wenn nein, wie stark sollte dann diese Schraube angezogen werden ?

    mit freundlichem Anfängergruß
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      die Klappe sollte so fest angezogen sein, dass die Tiefeneinstellung noch ohne Gewalt anzuwenden verstellt werden kann. Dann ist der Anpressdruck auch hoch genug, dass sich das Eisen nicht verstellt.

      Gruß

      Heiko

  10. Michael sagt:

    Hallo Heiko,

    dank Deiner Anleitung zur Herstellung von Schwalbenschwanzverbindungen habe ich mich an ein solches Projekt gewagt und suche nun einen Hobel zum Verputzen der Verbindung. Da meine Werkstücke eher handlich sind (Gehäuse f. Gitarrenverstärker) würde meine Wahl nach Sichtung Deines Videos auf einen Einhand-Hobel aus Metall fallen, wobei ich Modelle von Kunz (110, 220) und von Juuma in Betracht ziehe.
    Beide bieten ein normales Modell und eines für die Bearbeitung von Hirnholz m. flacherem Schnittwinkel an. Es sollte für obige Aufgabe geeignet sein, aber natürlich auch möglichst vielseitig.
    Zu welchem Modell, und vielleicht auch zu welchem Hersteller würdest Du tendieren?
    Vielen Dank für Deine Mühe und für Deine gelungenen Beiträge.

    Gruß aus Nürnberg,
    Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      wenn es ein Hobel sein soll, würde ich den Flachwinkel- Blockhobel von Dick oder Juuma (sind nahezu baugleich) nehmen. Dazu ein zweites Eisen. Denn das ist der Vorteil der Flachwinkler. Du lässt ein Eisen auf 25° für Hirnholz, bei dem anderen schleifst du die Microfase auf beispielsweise 35° und hast dann einen steileren Schnittwinkel. Es ist nicht notwendig die ganze Fase umzuschleifen, die Microfase reicht. So könntest du dir mehrere Eisen für verschiedene Aufgaben schleifen. Bei Bedarf tauschst du einfach das Eisen deines Hobels aus und kommst so mit nur einem Blockhobel aus.

      Gruß

      Heiko

  11. andreasB sagt:

    Hallo Heiko,
    einen für mich sehr interessanten Bericht hast Du da eingestellt. Ich besitze ein Dutzend diverser „Holz“hobel und seit kurzem einen Einhand“eisen“hobel, dessen Vorteile in der Benutzung, wie Du sie auch in Deinem Video schilderst, mich umdenken lassen. Ich will nun nach und nach meine hölzernen Hobel gegen „Heavy Metall“ – zumindest die oft benutzten – austauschen. Von daher gesehen, kam Dein Video genau zum rechten Zeitpunkt und hat mich in meiner Planungsabsicht bestärkt. Vielen Dank dafür.

  12. Jens Freudenberg sagt:

    Hallo Heiko, habe das Video noch nicht gesehen und bin gespannt was mich gleich erwartet, denn am Donnerstag war ich bei Dieter in Berlin und habe mir meinen ersten Eisenhobel gekauft, einen Juuma No. 4. Jetzt bin ich gespannt ob Du das auch empfohlen hast. Ich bin jedenfalls von den ersten Hobelzügen sehr beeindruckt. Ansonsten noch ein dickes Dankeschön für Deine andauernde Mühe all diese Beiträge zu erstellen. Viele Grüße aus Brandenburg Jens

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jens,

      einen No.4 habe ich nicht, ich hatte mal einen, aber da ich einen No.5 und einen No.3 habe, benötige ich nicht auch noch einen No.4. Ich finde einen No.5 einfach universeller, als den No.4. Aber das ist meine persönliche Meinung und soll deine Begeisterung für den No.4 in keinster Weise abmildern. Viel Spass mit dem Hobel.

      Gruß

      Heiko

      • Hallo Heiko, jetzt habe ich mich mit meiner langsamen Internetleitung auch durchgehangelt. Sehr schönes Video. Du hast genau die Fragen beantwortet die sich auch nach dem Kauf in Bezug auf die Handhabung ergeben haben. Toll! Prima, das gleiche für die Sägen würde ich auch toll finden und noch mit der Anschaffung warten und erst sehen, was Du dazu meinst. In diesem Sinn weiterhin viel Energie und Freude für viele tolle Beiträge. Viele Grüße Jens

  13. Thorsten sagt:

    Hallo Heiko,

    wirklich ein super Video, hat mir sehr geholfen. Vielen Dank dafür.
    Ein letzte Frage hab ich für mich aber noch nicht 100%tig beantwortet: Kann ich mit einem Hobel auch ordentlich die Kanten von Multiplex und Tischlerplatte bearbeiten (Brandspuren entfernen), oder macht mir hier der Aufbau des Holzes einen Strich durch die Rechnung?

    Gruß,
    Thorsten

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thorsten,

      Multiplex und Tischlerplatten Hobeln geht, es verlangt aber nach einem sehr scharfen Hobel, der dabei auch wieder schnell stumpf wird. Es macht also nicht wirklich Freude. Am besten einen flachen Schnittwinkel wählen, da du immer Hirnholz mit dabei hast. Wenn du oft Brandspuren beim Sägen hast, solltest du auch mal nach der Ursache für dieses Problem suchen.

      Gruß

      Heiko

      • Dirk sagt:

        Hallo Heiko,

        sehr vielen Dank für Dein Video.

        Darf ich zunächst eine Bitte an Dich richten: So ein langes Video bitte besser in Mehrere aufteilen. Ich habe auf dem Land eine zwar moderne LTE-Verbindung, die jedoch leider von der Telekom volumenmäßig gedeckelt ist. Durch das häufige Aufrufen so langer Videos ist da, wie in guten alten Zeiten, schnell zur Monatsmitte der Monat zu Ende 😉 Danach nur noch im Schneckentempo.

        Betreffend so einer Ausführlichkeit hätte ich aber dennoch gleich eine zweite Bitte: So eine Einführung bitte auch zum Thema Handsägen. Ich denke das wird auch einige interessieren. Insbesondere dann die Rolle der „Hybrids“, ich glaube von Veritas, die westliche Rückensägen mit den Eigenschaften der japanischen Sägen vereinen.

        Aber nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Gehen wir mal davon aus, dass der Einsteiger sich nicht über das Handwerk, sondern über das Ziel einfacher Möbel der Holzbearbeitung nähert. Dann bräuchte er sicher weniger den Schlichthobel, da er sich wahrscheinlich gute, d.h. z.B. plane, Platten besorgt. Dann bleibt ihm anfangs die Bearbeitung (Glättung) der Kanten (abgesehen von der Oberflächenbearbeitung der Flächen).

        Würdest Du aus dieser Sicht einen Flachwinkel Nr. 5 (z.B. Veritas Flachwinkel-Bankhobel) gepaart mit einem Flachwinkel Blockhobel für den Einstieg empfehlen oder bei der Empfehlung eines normalen Schlichthobels und normalen Blockhobels bleiben?

        Wenn Du Kanten bearbeitest sieht man Dich ja immer mit der Rauhbank und Fügeanschlag arbeiten.

        Ich denke das geht auch in Richtung der Frage von Torsten.

        Ich habe bislang auch keinen Hobel, weil ich da in jeder Hinsicht bislang unsicher war. Aber allein bei Dir zu sehen, dass ein Fügeanschlag auch an die anderen als eine Rauhbank passt, hat mich jetzt schon offener gemacht, da ich sonst eine solche Rauhbank für den Einstieg auch nicht ganz passend hielt. So habe ich die Kanten bislang per Hand geschliffen.

        Vielen Dank und beste Grüße

        Dirk

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Dirk,

          das das Video so lang werden wird, habe ich erst beim Schneiden bemerkt- Ich selbst stehe so langen Videos auch eher skeptisch gegenüber. Ich wollte es erst splitten, aber ich wusste nicht mehr, wie ich das Inhaltlich so hinbekommen konnte, dass es nicht so aussieht, als fehlte irgendwas. Die kommenden Videos werden sicher wieder kürzer werden.

          Bezüglich der Handsägen bin ich nicht komplett genug ausgestattet, um das Thema umfassend zu behandeln. Aber mal sehen, was sich da machen lässt.

          Wenn du mit Platten arbeitest, kannst du in der Regel die Fläche nicht wirklich gut mit einem Handhobel bearbeiten, da die Wuchsrichtung bei verleimten Platten in der Regel quer Beet verleimt wurde. Da würde ich schleifen. Bei der Kantenbearbeitung gibt es zwei Aspekte. Einmal das reine Glätten, dafür reicht ein Einhandhobel. Zum Anderen aber auch das begradigen einer nicht geraden Kante. Da ist ein langer Hobel natürlich besser. Das ist auch der Grund, weshalb ich das gerne mit der Rauhbank mache. Der No. 5 ist hierbei ein guter Kompromiss. Und ein No.5 von Dick oder Juuma ist preislich noch im Rahmen. Ich bleibe daher bei meiner Empfehlung, für den Einstieg einen EInhandhobel und einen No.5 zu wählen. Wenn du nur einen kaufen möchtest, nimm erst einmal einen Einhandhobel.

          Einen Flachwinkel No.5 habe ich nicht, da ich mit meinem normalen No.5 sehr zufrieden bin und derzeit keinen echten Bedarf habe. Ich kann also zu genau diesem Hobel wenig sagen.

          Bei den Fügeanschlägen musst du den mit Magneten nehmem, der zum Schrauben passt nur an die Veritas Rauhbank. Den Artikel zu den Fügeanschlägen findest du hier:
          http://holzwerkerblog.de/werkstatt-2/hobeln/veritas-fugeanschlage/

          Gruß

          Heiko

  14. Michael Hild sagt:

    Hallo Heiko,

    sehr gutes Video, mit verständlichen Erklärungen.
    Sowas hatte ich vor 2 Jahren gebrauchen können.

    Auf das Vid. zum Thema Schärfen bin ich jetzt schon gespannt.

    Grüße

    Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      die Hobelauswahl hast du doch auch so gut hinbekommen und scharf sind sie doch auch. Ich glaube für dich wird das Schärfvideo nicht viel neues bringen.

      Gruß

      Heiko

      • Michael Hild sagt:

        Hallo Heiko,

        jo, nur am Anfang stand ich da und hatte nur Fragezeichen auf der Stirn, da wäre so ein Video sehr praktisch gewesen. Über ein paar Umwege bin ich aber auch am Ziel angekommen.

        Ob das Schärfvideo jetzt viel neues bringt oder nicht, ich bin trotzdem gespannt drauf.

        Ach was ich vergessen habe, die Messingteile an Deinen Hobel sind immer noch so schön glänzend, meine sind nicht mehr so ansehnlich.

        Grüße

        Michael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bild einfügen (Nur JPG Datei möglich)