Einfache Schubladen bauen – Video

Im Video „Aus der Werkstatt – Folge 2“ habe ich ja bereits erwähnt, dass es ein Video zum Bau einfacher Schubladen geben wird.  Hier nun das fertige Video:

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46 Kommentare zu Einfache Schubladen bauen – Video

  1. Albrecht sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für Dein lehrreiches Video. Ich plane gerade einen an der Wand hängenden Waschbeckenunterschrank mit einer Breite von 130cm. Dafür will ich zwei Schubladen (40 Tief x 30 hoch) für Handtücher u.ä. bauen. Dein Tipp in der Mitte ein Stabilisierungsbrett einzubauen, leuchtet mir sehr ein.

    Ich frage mich noch,
    a. Wie groß ist die Gefahr, dass sich eine Schublade dieser Länge ständig verkantet bzw. wie kann ich das am besten vermeiden?
    b. Welche Holzarten/-stärken sollte ich verwenden, damit die Schublade möglichst leicht, aber auch ausreichend stabil ist?

    Besten Dank für Deinen Ratschlag!
    Albrecht

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Albrecht,
      gegen das Verkanten helfen entsprechende Beschläge. Ich verwende sehr gerne Unterflurauszüge wie z.B. Blum Movento. Da ist eine Materialstärke von 15mm ideal. Ich nehme in letzter Zeit sehr gerne Yellow Poplar für Schubladen. Das ist leicht, stabil und gut zu verarbeiten.

      Gruß

      Heiko

      • Johannes sagt:

        Hallo Heiko,
        wenn Du von Yellow Poplar redest, nehme ich an, dass es sich um Leimholzplatten handelt. Im Video hattest Du Kiefersperrholz verwendet, wenn ich mich recht erinnere.
        Danke für die Aufklärung und gutes Neues.
        Johannes

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Johannes,
          Yellow Poplar gibt es meines Wissens nach nicht als Leimholz, das muss man selbst aushobeln. Im Video habe ich Pappel-Sperrholz verwendet.

          Gruß

          HEiko

  2. Die Holzwürmer sagt:

    Hi, ein sehr gutes Video….wir sind dabei meine Küche zu bauen. Die Schränke sind fertig und in einen 100 cm Unterschrank möchte ich gern Schubladen bauen, worin mein Geschirr untergebracht werden soll. Getragen werden sie von Schwelastschienen (45kg Traglast pro Paar) . Aufgrund der großen Länge und Gewicht würde ich mich freuen über einen Tipp fürs bauen der Lade und vor allem beim Boden und welches Material wir verwenden können.
    Viele Grüße
    Die Holzwürmer

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      bei einer Breite von 100 Zentimetern wird das mit den 45 Kg. Knapp, da würde ich auf 60 Kg. gehen. Als Material kannst du beschichtete Spanplatte 16mm nehmen. Den Boden solltest du mindestens 12mm dick machen und die Schublade noch einmal quer Teilen, Die Querteilung wird mit dem Boden verschraubt. Schau aber unbedingt beim Beschlaghersteller nach, ob der angedachte Beschlag für diese Schubladenbreite passt.

      Gruß

      Heiko

  3. Henrik sagt:

    Hi,

    super Video mit vielen wertvollen Tipps.
    Ein Frage habe ich trotzdem…
    …in vielen Bauvorschlägen (wie auch im gezeigten Video) werden die Böden in eine Nut eingesetzt und verschraubt. Ist es nicht einfacher den Boden auch mit Flachdübeln zwischen (oder unter) den Seitenteile einzuleimen? Das müsste doch auch sehr stabil sein und das fräsen der Nuten würde entfallen…
    …Voraussetzung ist natürlich, dass der Boden ausreichend dick ist.

    Gruß
    Henrik

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hendrik,

      würde man den Boden fest mit Lamellos einleimen hätte das folgende Nachteile:
      – Der Boden muss dicker sein als notwendig
      – Der Boden darf nicht aus Massivholz bestehen
      – Der Boden muss sehr genau eingepasst werden
      – Die Oberflächenbehandlung ist schwieriger als bei Einzelteilen
      – Das Verleimen ist schwieriger.

      Es spricht also vieles dafür einen Schubkasten wie gezeigt zu konstruieren.

      Gruß

      Heiko

  4. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    mein Schrank mit den Schubladen ist seit einem Jahr fertig, jetzt soll er in neuer Wohnung zum Einsatz kommen. Beim Öffnen der Schubladen und Türen kommt mir immer noch ein derart säuerlicher Geruch entgegen dass der Schrank so nicht zu gebrauchen ist. Der Schrank ist aus Buche Leimholz und innen nicht geölt. Es liegt vermutlich am Pappel-Sperrholz aus dem Baumarkt, daraus sind Schubladenböden und Rückwand gemacht. Ich hatte die gleichen Sperrholzplatten kürzlich im Arbeitszimmer gelagert und mich über einen komischen säuerlichen Geruch gewundert: Das Sperrholz war’s.

    Abgesehen davon dass ich Rückwand und Schubladenböden austauschen muss (wie auch immer) weiß ich nicht was ich denn besser machen kann. Meinen Recherchen nach ist Pappelholz geruchsfrei, kann also nur an der Verleimung liegen. Dann nützt es ja auch nichts Buche o.ä. zu nehmen. Dummerweise richt man an der Platte direkt wenig, fahre ich also zum nächsten Baumarkt ist das Holz vermutlich vom gleichen Lieferanten. Hast Du einen Tipp für mich?

    Gruß Ralf.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      dass das Holz so stark riecht hängt sicherlich damit zusammen, dass es nicht ausdünsten kann. Du kannst das Sperrholz entweder gut auslüften lassen, oder noch besser, du lackierst es. Ein Wasserlack, oder eine Schellakmaskierung sollten den Geruch einsperren, ohne selbst einen starken Geruch zu erzeugen.

      Gruß

      Heiko

  5. Sylvia Perleberg sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für das eingestellte Video. Ich möchte gerne Schubladen bauen, die dorthin sollen, wo der meiste Platz in der Küche verschenkt wird: unter den Küchenschränken. Ich dachte mir, dass ich einfache Schubladen baue und Rollen darunter befestige. Leider fehlt mir das richtige Werkzeug, um eine Nut für den Boden in die Seitenwände zu fräsen. Hast Du vielleicht eine Idee für eine andere Möglichkeit, um den Schubladenboden zu befestigen?

    Lieben Gruß
    Sylvia

  6. Dennis sagt:

    Hallo Heiko und alle anderen Holzwerker,

    Ich bin gerade dran mir eine Werkbank zu bauen, bzw. diese ist schon soweit fertig und soll jetzt noch einige Schubladen bekommen.
    Da ich mir das ganze kurzfristig für das Osterwochenende vorgenommen habe, hab ich bei meinem Holzhändler das an Material genommen was gerade da war und für diesen Zweck bezahlbar war. Die Schubladen werden jetzt also aus 15mm Lauan WBP Sperrholz. Ich habe nun alle Bauteile auf Mass gesägt, und muss nun feststellen dass einige Bretter sich stark werfen. Die Seiten der kleinsten Schublade haben z.B. 100x650mm, wenn ich diese „hohl“ auf einen Tisch lege, hab ich in der Mitte etwa 4-6mm Luft. Ich habe jetzt bedenken dass die Schubladen überhaupt was werden wenn sich das Material so wirft. Von Sperrholz bin ich das so nicht gewohnt, allerdings habe ich Lauan bisher auch nicht verarbeitet. Ich habe jetzt ersteinmal alle Bretter mit etwas Luft dazwischen gelagert, mal schauen wie es morgen aussieht.
    Eine andere Sache noch zu dem Boden: Hast du diesen nur vorne und hinten Verschraubt, oder auch auf der Seite?
    Gruß

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dennis,

      ich sehe da kein Problem. Beim Verleimen des Kastens ziehst du einiges wieder gerade, der Rest wird beim Verschrauben des Bodens und der Montage der Schubladenschienen auch wieder gerade. Wenn also keine Verbesserung durch die Lagerung eintritt, ist das kein Beinbruch.

      Die Schubladenböden verschraube ich nur vorne und hinten, denn in den Seiten werden sie ja durch die Nut gehalten.

      Gruß

      Heiko

  7. Manne sagt:

    Hallo Ralf,
    versuchs mal hier http://www.beschlaghandel-online.eu/shop/index.php kaufe schon seit Jahren hier meine Beschläge usw.
    Ist hier oft fast die Hälfte billiger als im Baumarkt.

    Gruß

    Manfred

  8. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    Wo kaufst Du Deine Schienen für Schubladen und die Türscharniere? Außer im Baumarkt habe ich die Teile noch nirgends gesehen. An Qualitätsbeschlägen kenne ich nur Hettich. Sollte man die nehmen oder gibt es Alternativen? Gibt es einen guten Versandhändler?

    Gruß Ralf

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      ich kaufe meine Beschläge in der Regel bei Würth. Da kann man aber nur als gewerbetreibender einkaufen. Es gibt aber viele Onlineshops, die mit Sicherheit günstiger sind, als der Baumarkt. Bisher habe ich nur bei „Lignoshop“ bestellt. Dort war ich mit dem Preis und der Lieferung sehr zufreiden.

      Gruß

      Heiko

  9. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    Mein Beitrag passt irgendwie nicht so richtig hierhin, habe aber keine besseren Ort gefunden.

    Ich baue gerade meinen ersten Schrank mit Schubladen und Türen mit Füllung aus Buche Leimholz. Hatte gedacht zur Übung mache ich erst mal Schubladen ohne Beschläge. Wenn ich genau arbeite sollte das doch gehen.
    Die Schubladen liegen auf einem Zwischenboden auf und ich habe dann links und rechts unten zwei ca drei cm breite Führungsleisten gehobelt. Da ist dann so 1-1,5mm Spiel zur Schublade drin, es muss ja ein bisschen Luft sein.
    Ziehe ich die Lade so bis 60% auf geht das alles ganz gut, ziehe ich mal 80% auf dann brauche ich lange um das Ding wieder parallel zu kriegen. Das hakt sich regelrecht wie ein Keil ein und man muss x-mal links und rechts drücken bis es wieder rutscht. Mit etwas Wachs geht das evtl. etwas besser.
    Ich bin ziemlich enttäuscht von meinem Ergebnis, zumal ich alles sehr genau gemacht habe, die Schubladen sind exakt im Winkel und liegen gut auf. Nur mit den Führungsleisten und dem richtigen Spiel das weiss ich nicht.
    Habe ich was falsch gemacht oder ist das bei Holzführungen eben so?

    Gruß Ralf

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      bei der klassischen Schubladenführung hat man drei Leisten. Einmal die Laufleisten unter der Schublade, dann die Streifleisten seitlich und noch einen Satz Kippleisten oben. Die Schublade wird möglichst genau eingepasst Über das erste Jahr der Nutzung hinweg kann es vorkommen, dass man nacharbeiten muss, weil das Holz arbeitet. Deine 1,5mm Luft könnten da einfach zu viel sein. Bei meiner Werkzeugtruhe habe ich die Schubladen im Shaker-Stil gemacht, also einschlagend, direkt im Korpus laufend. Diese musste ich auch in der ersten Zeit zweimal nachhobeln und nun laufen sie sehr gut.

      Wachs hilft auf alle Fälle schon einmal die Laufeigenschaften zu verbessern. Allerdings wirst du eine Schublade mit klassischer Führung (je nach Schubladenformat) nie so gut zum Laufen bekommen, wie mit einem modernen Beschlag. Vor allem wenn die Schubladen breit, aber nicht sehr tief sind, wird es auf die klassische Art sehr schwierig werden.

      Gruß

      Heiko

      • Ralf sagt:

        Hallo Heiko,

        So nun habe ich heute das Schubladenprojekt gerade gebogen. Die Schubladenseiten gerade gehobelt, auf exakte Parallelität gebracht, die Leisten abgehobelt und neu aufgedoppelt und gehobelt. Ich wollte ja nun mal meine Erfahrung mit einer Holzführung sammeln und da bin ich nun froh das alles nochmal sehr genau gemacht zu haben um zu sehen was geht. Der Spalt ist jetzt einen halben mm. Und das geht auch schon viel besser, man darf die Lade nur nicht zu weit rausziehen.

        Auf jeden Fall eine lehrreiche Lektion. Ich werde sicher irgendwann nochmal eine Holzführung machen, aber für Möbel die für den täglichen Gebrauch gedacht sind sicher nicht.

        Vielen Dank für Deinen Rat, Ralf

  10. Reinhard sagt:

    Heiko,
    das ist ein sehr schönes Video. Besondern gefallen hat mir das „Bild im Bild“, wo zu Deinen Erklärungen parallel zwei kleine Videos laufen. Wahrscheinlich sehr aufwändig beim Videoschnitt, aber ein schönes Ergebnis!
    Reinhard

  11. Michael_ZZ sagt:

    Vielen Dank für dieses interessante Video. Mir steht demnächst ein ähnliches Projekt bevor.

    Bezüglich Deines Lamello-„Dilemmas“ frage ich mich, ob es nicht einfach gewesen wäre, zunächst alle Laden zu verleimen und dann die Dübel-Überstände wegzustemmen?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      das Nachschneiden hat keine 5 Minuten gedauert. Das Nachstemmen hätte mehr Zeit in Anspruch genommen.

      Gruß

      Heiko

  12. Thomas Blank sagt:

    Hallo Heiko,

    danke für die Tipps zum Bau einer Schublade. Mich würde noch interessieren, nach welchen Kriterien Du die Schienen selbst auswählst und worauf dabei zu achten ist.
    Mir ist eine Kleinigkeit aufgefallen:
    Ab 9:58 setzt Du die Zwingen auf. Eigentlich sollten diese so gesetzt sein, dass die Auflage der Zwinge nur Druck auf die Leimstelle ausübt. Bei 10:00 sieht man sehr gut, dass sich das Seitenteil ein wenig durchbiegt.
    Spielt in diesem Beispiel aber wohl keine Rolle.

    Viele Grüße,
    Thomas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      die Kriterien sind recht simpel. Ein Kriterium ist die Belastung, die auftreten wird, also das zu erwartende Gewicht in Kg. Dann natürlich ob Voll- oder Teilauszug, wobei ich schon lange keine Teilauszüge mehr verwende. Dann die Optik, also ob der Auszug sichtbar sein darf oder nicht. Am Ende dann noch, b der Auszug besser unter der Schublade Platz kostet, oder seitlich.

      Das leichte Durchbiegen der Seiten beim Verleimen ist in der Tat kein Problem.

      Gruß

      Heiko

      • Thomas Blank sagt:

        Hallo Heiko,
        bitte verrate mir noch kurz, welche Zwingen Du bei Minute 10 verwendest.
        Gruss, Thomas

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Thomas,

          das sind zum einen die Eihandzwingen von Bessey (Typ EZS) und auch noch Einhandzwingen (Pro) von Wolfcraft, allerdings in rot, da ich diese bei Würth gekauft habe.

          Gruß

          Heiko

  13. Martin sagt:

    In der Berufsschule hätte man einen auf den Deckel bekommen bei der Einstellung deines Parallelanschlages bei 2.20min in deinem Video.

    Soll nur ein kleiner Scherz sein und keine Kritik 😛

    Wie immer eine Klasse Video. Weiter so!!!!

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,

      ich komme mit dieser Einstellung bei dieser Anwendung prima klar und eine Rückschlaggefahr besteht auch nicht. Gut dass ich schon aus der Berufsschule raus bin 🙂

      Gruß

      Heiko

  14. Tobi sagt:

    Der Exkurs zu den Toleranzen ist wirklich schön. Und auch, deine Kanten mal in groß zu sehen — die fertigen Möbel sehen ja überlichweise absolut perfekt aus, da sind diese Zwischenschritte und die Überlegungen, wo etwas Spiel sein muss, doch sehr beruhigend.

    Tobi

  15. Gustav Kraftschik sagt:

    Hallo Heiko
    Ein sehr gutes Video. Warte auf die Füllungstüren. Welche Dicke / Stärke verwendest Du für Laden.
    Gruß Gustav

  16. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich wollte fragen wie du anfangs von dem Video das Anschlag Lineal rechts von der erika fest gemacht hast.
    So das man mit dem schiebeschlitten einfach die gewünschte schnittlänge Sägen kann.

    Gr Stefan

  17. Tobi sagt:

    Hi Heiko,

    eine geschickte Schubladenkonstruktion, die sich sehr schnell und effizient herstellen lässt. Gefällt mir! Wäre dieses Video letztes Jahr erschienen, hätte ich für meine Werkzeugschränke die Schubladen so gebaut. Besonders die Gedanken zur Schnitttoleranz haben mir einen guten Denkanstoß für die Planung meiner nächsten Projekte gegeben.

    So sehr ich deine Videos schätze und dankbar für deine kompetenten Erklärungen bin, über ein paar Bilder deiner Arbeiten würde ich mich trotzdem noch freuen. Diese kann ich auf der Festplatte als Erinnerung speichern und so schneller unterschiedliche Konstruktionen (evtl. auch gedruckt) vergleichen. Vielleicht könntest du bitte mal überlegen neben dem Video auch noch eine kleine Fotogalerie mit den wichtigsten Bauzuständen und dem fertigen Objekt in die Beiträge mit aufzunehmen.

    Beim Herstellen des Falzes für den Boden sagst du, dass die Arbeit so durchgeführt werden muss, dass sich die ausgetrennte Leiste nicht zwischen Blatt und Anschlag verklemmen kann.
    So weit stimme ich dir zu. Allerdings kann ich nicht erkennen, wie die Arbeit sehr sicher ist, wenn du mit beiden Händen auf Knöchelhöhe über einem ungeschützten Sägeblatt arbeitest, dich also quasi über das Sägeblatt hinweg beugst, um dein Werkstück zu schieben. Ich habe mal irgendwo als pauschale Regel zum Arbeitsschutz gelesen, dass die Finger niemals die Schnittlinien der Werkzeuge queren, selbst wenn Holz dazwischen ist.
    Ich denke eine bessere Variante wäre eine Hilfsleiste am Parallelanschlag gewesen, die eine Führung des Bodens am Anschlag gewährleistet, aber darunter Raum für die ausgetrennte Leiste bietet.

    Ich habe auch gesehen, dass du für die Verleimung die Flachdübel bereits in die Fronten, bzw. Rückseiten vorab eingeleimt hast. Hast du dabei schon mal Probleme gehabt, durch aufgequollene Flachdübel das zweite Teil der Verbindung aufzustecken? Leimst du die Flachdübel direkt vor der Montage der kompletten Schublade ein, oder liegt eine gewisse Zeitspanne (wie lang ungefähr?) dazwischen?

    Weiter so, deine Seite mit deinem Youtube-Kanal ist eine wirkliche Bereicherung für die deutschsprachige Holzwerker-Gemeinschaft.

    Viele Grüße
    Tobi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tobi,

      Videos und noch Bilder schaffe ich leider nicht immer. Das ist alles sehr zeitintensiv. Du kannst aber problemlos Bilder aus dem Video machen. Einfach das Video auf Vollbild stellen, an gewünschter Stelle anhaten und die Tastenkombination ALT+DRUCK drücken. Dann ist das Bild in der Zwischenablage (Windows und Linux, Mac weiß ich nicht) Dann kannst du es entweder in ein Textdokument setzen, oder in einem Grafikprogramm öffnen.

      Was die Sicherheit angeht, gibt es natürlich immer noch Verbesserungspotential. Aber die gezeigte Methode ist schon sehr sicher wie ich finde. Natürlich geht ein Neuling anders an solche Maschinen, als jemand, der schon lange Jahre Erfahrung hat, daher bin ich für Verbesserungsvorschläge immer dankbar.

      Das Einleimen der Lamellos macht bei mir keine Probleme. Zumindest nicht im Bezug auf das Quellen. Man muss nur darauf achten, die Flachdübel recht genau in die Mitte des Schlitzes zu leimen, sonst nimmt man unter Umständen das gewünschte Spiel in der Verbindung schon raus.

      Gruß

      Heiko

  18. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für das Video. Es ist sehr Anwenderfreundlich gestaltet. Vor allem das Nuten Hochkant von der Platte hätte ich mich so nie getraut, weil ich immer dachte, das mein Anschlag zu wenig Anschlaghöhe hat und das Brett dann so schräg kommt, das es mir um die Ohren fliegt.

    Dieses Wissen wird in Zukunft für mich vieles vereinfachen. Eröffnet es mir die Welt der Falze und Nuten 🙂 per TKS. Klar, keine 50 mm tiefen Nuten, aber so kleine Sachen…..

    Lustig war, als Du die FS zusammen geschoben hast. Mein Gesicht hättest Du sehen sollen 🙂 Hey das sind doch Mafell Schienen war mein Ausruf, was macht Der denn da ? Dann viel mir ein „Achso neue Zusammenarbeit mit Mafell“ 🙂

    Da war ja auch ne Säge dabei……..bei der Vorstellung.

    Klasse 🙂 Die Oberndorfer machen ein gutes Bild in Deinen Videos,

    Gruß Andi

  19. Jürgen sagt:

    Hallo Heiko !
    Ich habe schon mal auf Youtube gepostet aber mir ist noch was eingefallen.
    Welche Sperrholzarten kann man für Schubladen verwenden?
    Gibt es da Arten die zu weich sind oder zu instabil für solche Sachen.
    Ich gehe von Schubladen aus die so ca. 2-5kg Gewicht tragen müssen.
    Danke und viele Grüße

    Jürgen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jürgen,

      im Prinzip kannst du jedes Sperrholz nehmen. Hölzer wie zum Beispiel Pappel sind aber sehr weich und auch die Oberflächen sind hier nicht so toll. Da gibt es durchaus besseres. Für höher belastete Kästen nehme ich gerne Buche Sperrholz. Aber bei nur 2-5Kg Belastung kannst du rein nach optischen Aspekten gehen. Das hält jedes Sperrholz ab 12mm Stärke aus.

      Gruß

      Heiko

  20. Steven sagt:

    Moin,

    erstmal vielen Dank. Auch und besonders für Videos die Einsteigerfreundlich sind. Dennoch habe ich noch zwei Fragen:
    1. Werden die Fronten dann einfach davor geschraubt? Falls dem so ist, wie kann ich vermeiden das man die Schrauben sieht (falls das geht)?
    2. Wieso wird hier eine Schubladungführung verwendet die man „einfräsen“ muss und nicht eine zum Unterschrauben? Wäre es möglich mir kurz die Vor- und Nachteile zu nennen?

    Vielen Dank!
    PS: Ich kommentiere nicht so oft wie ich sollte (Schande über mein Haupt), obwohl die Videos es echt verdienen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Steven,

      die Fronten werden mit doppelsitigem Klebeband fixiert und dann von innen her verschraubt. Dann sieht man von Außen keine Schrauben.

      Ob man Führungen zum Einnuten oder Unterflur Führungen verwendet hängt vom jeweiligen Einsatzzweck ab. Die Führungen zum Einnuten kosten wenig Platz, sind aber bei ausgezogener Schublade sichtbar. Unterflur Führungen kosten Einbauhöhe, sind dafür nicht sichtbar.

      Das Einnuten der Führungen ist nicht zwingend notwendig. Aber es bringt auch wieder etwas Platz und die Last wird besser aufgenommen. Auch die Montage ist bei eingenuteten Führungen einfacher.

      Gruß

      Heiko

      • Steven sagt:

        Vielen Dank, jetzt sind mir der Nutzen beider Systeme deutlich geworden!
        Holz ist bestellt und nun kann ins neue Jahr hinein gewerkelt werden.

  21. Fabian sagt:

    Hallo,

    wie symphatisch und angenehm zu sehen, dass auch Profis mal solche Fehler passieren wie die Sache mit der Nut und dem Flachdübel.
    Der kleine Exkurs zum Thema Toleranzen hat mir auch gefallen. Ich bin da auch immer hin und her gerissen: Ich gebe mir diesbzeüglich immer Mühe und scheitere regelmäßig an meinen Möglichkeiten. Allerdings fällt mir dann auch immer auf, dass andere diese Ungenauigkeiten, die in meinen Augen riesig sind, von niemandem gesehen werden. Ich sollte auch mehr mit der Einstellung ans Werk gehen, dass sich das nicht verhindern lässt, das reduziert den „Stressfaktor“ dann doch sehr 🙂

    Tolles Video.

    Liebe Grüße,
    Fabian

  22. Christoph sagt:

    Hallo,

    Warum hast du die Nuten an den Seiten nicht auch mit dem Fraestisch gemacht, sondern mit der Kreissaege?

    Christoph

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christoph,

      der Grund dafür ist ganz einfach: Mein 4mm Scheibennuter für den Frästisch war stumpf und ich wollte keine Ausrisse. Daher habe ich die Nuten dann lieber gesägt.

      Gruß

      Heiko

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