Erster Einsatz der neuen Erika 85

Mafell Erika 85 Ec - Tischkreissäge mit Anbauteilen

Säge mit Anbauteilen

Meine bisherige Tischkreissäge, eine Mafell Erika 65 wurde durch eine neue Mafell Erika 85 ersetzt, oder besser gesagt ergänzt, denn die 65er bleibt nach wie vor bei Kursen im Einsatz.  Der Schiebetisch, die Halteschienen für die Tischverbreiterung, sowie der Parallelanschlag mit Feineinstellung wurden von der 65er an die neue Erika 85 übernommen. Die Tischverbreiterung selbst wird erst noch nachgeliefert. Die teilweise 20 Jahre alten Anabauteile passen problemlos an die neue Maschine. Ebenso passt der Multifunktionsanschlag der neuen Erika an die Erika 65 Baujahr 1993.

Mafell Erika 85 ec - Tischhöhe angleichen

Angleichen der Tischhöhen

Nach dem Aufstellen zeigte sich aber,  dass die Erika 85 mit einer Höhe von genau 890mm um 10mm niedriger ist, als der daneben stehende Festool MFT/3. Momentan habe ich einfach vier Stücke 12mm starkes Birke Multiplex untergelegt. Ich werde aber nach einer besseren Lösung Ausschau halten, die aber reversibel bleiben muss, da es sich ja um eine Leihmaschine handelt und nicht um mein Eigentum. Mit den unterlegten Klötzchen ist der Tisch der Erika nun 2mm höher, als der MFT, wodurch ich diesen wieder als Tischverlängerung nutzen kann. Und eben so wurde die Erika dann auch gleich genutzt.

Mafell Erika 85 ec - Erster Einsatz, amerikanischer Nussbaum

Das Ergebnis des ersten Einsatzes

Mit einem Kursteilnehmer habe ich in zwei Tagen die Teile eines sehr edlen, großen Bettes vorbereitet. Es wurden zwei Leimholzplatten (durchgehende Lamellen, 20mm stark)  1,2m x 2,75m aus amerikanischem Nussbaum, zwei 18mm Multiplexplatten und eine Verbundplatte MDF/ HPL in weiß hochglanz (durchgefärbt) geschnitten. Der Grobzuschnitt aller Platten erfolgte mit der Handkreissäge, alle anderen Schnitte haben wir auf der Mafell Erika 85 gemacht. Auch Gehrungsschnitte von über 2m Länge, sowie Gehrungsverbindungen von 120mm bzw. 250mm breiten Rahmenteilen.

Mafell Eriak 85 ec - Perfekte Gehrungsschnitte

Perfekte Gehrungsschnitte

Alle Gehrungen wurden sehr schön dicht. Die Eckverbindungen mussten lösbar sein und wurden mittels Clamex Verbindern realisiert. Diese ziehen die Gehrungen sehr schön dicht und sind leicht zu verarbeiten.

Sehr verwundert war ich aber darüber, dass die Absaugung der neuen Erika nicht gut funktionierte. das war ich anders gewohnt. Für eine genaue Fehleranalyse fehlte aber in den Zwei Tagen Bettbau die Zeit, das konnte ich erst am darauf folgenden Tag machen. Es stellten sich zwei simple Ursachen heraus, die für die schlechte Absaugung verantwortlich waren. Zum einen war der Schieber im Absaugkanal offen,  über den man den Kanal bei Verstopfung reinigen kann. Ein weiterer Punkt ist eine große Öffnung hinter dem Spaltkeil. Nach schließen des Schiebers und dem Abkleben der Öffnung am Spaltkeil ist die Erika nun stubenrein.

Mafell Erika 85 ec - Absaugkanal mit Wartungsklappe

Absaugkanal mit Wartungsschieber, Klebeband über offener Stelle

Beim Schneiden der Gehrungen für die Bettumrandung hat sich der MFA (Multifunktionsanschlag) direkt schon bewährt. Warum hier allerdings zwei verschiedene Alu- Profile verwendet werden erschließt sich mit nicht. Das Anlegen von Teilen mit einer angeschnitten Längsgehrung an den niedrigen Anschlag funktioniert leider nicht. Die Anschlaglineale am MFA mussten mehrmals umgesteckt werden. die Gehrungen selbst wurden sehr schön dicht und ohne irgend welche Justierungen auch sehr genau.

Mafell Erika 85 ec - Der Multifunktionsanschlag

Der Multifunktionsanschlag

Mit der Einstellung der Sägeblattneigung muss ich mich noch einmal auseinandersetzen. der 90° Winkel stimmt genau, aber die Einstellung für 45 ° muss ich noch einmal prüfen. Ich musste 45,5° einstellen um gut passende 90° Gehrungen an 2,2m langen Längskanten zu bekommen. Ob das nun an den  langen Bauteilen lag, oder ob ich nachjustieren muss weiß ich noch nicht.

Ein kleines Problem gibt es bei der Mafell Erika, wenn man den Schiebetisch montiert hat und zeitgleich den Multifunktionsanschlag, oder den Universalanschlag an dieser Tischseite nutzen will. Alle Anschläge sind dazu gedacht, auf das Schwalbenschwanzprofil aufgeschoben zu werden.

Mafell Erika 85 ec - Umbau MFA

Kleiner Umbau am MFA

Das funktioniert aber durch die Halteklammern des Schiebetisches nicht mehr. Die Lösung dieses Problems erscheint rabiat, funktioniert aber bestens: Am Klemmstück des Anschlages wird ein großer Schraubenzieher in der Klemmug angesetzt und man hebelt den dünnen Steg auseinander, der die beiden Klemmbacken verbindet. Wenn man nun die Klemmschraube etwa weiter als gewohnt herausdreht, kann man den Anschlag an jeder Stelle seitlich aufsetzen und muss ihn nicht seitlich einschieben.

Die Feuertaufe hat die neue Erika in meiner Werkstatt auf jeden Fall schon einmal bestanden, auch wenn noch Kleinigkeiten anzupassen sind. Neben dem MFA habe ich sehr schnell auch den langen Zugweg von 430mm zu schätzen gelernt. Die 85er wird mit Sicherheit öfter als Zugsäge genutzt werden, als die 65er. das liegt auch daran, dass die 85er kein nach hinten herausstehendes Rohr hat (siehe hier) wie die 65er.

Da mir die Firma Mafell auch noch einen passenden Werkstattsauger bereitgestellt hat, erfolgte auch noch ein kleiner Umbau der Verkabelung für die beiden Sauger, die nun die Tischkreissäge und den Frästisch absaugen. Die Verkabelung ist nicht fest installiert, so dass ich je nach Bedarf alle Elemte dieser „Maschineninsel“ verschieben kann.

Mafell Erika 85 ec - Neue Verkabelung

Verbesserte Kabelführung

Einen ausführlicheren Bericht, vermutlich auch mit Video wird es natürlich zu einem späteren Zeitpunkt noch geben,

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77 Kommentare zu Erster Einsatz der neuen Erika 85

  1. 26Zierni sagt:

    Servus Heiko,
    vermutlich wieder mal eine Anfängerfrage:
    Was ist der Unterschied zw. der Erika 85 E und der Erika 85 Ec?

    • 26Zierni sagt:

      Frage hat sich erledigt, da diese nun verkauft wurde… 🙁

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo,
        vielleicht für die nächste:
        EC bedeutet, dass die Säge mit einem sogenannten Cuprex-Motor ausgestattet ist. Der hat ein höheres Drehmoment als die herkömmlichen Motoren. Ältere Erika-Modelle haben diesen Motor noch nicht.

        Gruß

        Heiko

  2. Bernd sagt:

    Hallo Heiko,
    ich habe eine neue Erika 85 bekommen, und beim genaueren Inspizieren ist mir aufgefallen, dass der Tisch in der Mitte rund 3/10mm durchhängt. Wenn ich ein langes Lineal vorne von links nach rechts über den Tisch lege, ist keine Luft zu sehen. Wenn ich es in hinten von links nach rechts anlegen, ist ebenfalls alles ok. Aber in der Mitte, also genau da wo man sägt, hängt es wie gesagt durch.
    Irgendwo habe ich mal gehört, dass das normal wäre. Wie ist da bei deiner Säge?
    Sind die 3/10mm akademisch oder macht sich das bemerkbar?
    Besten Dank
    Bernd

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Bernd,

      auch bei meiner Säge gibt es so eine stelle. Das ist aber nicht weiter dramatisch. Die Erika ist immer noch eine Montagesäge. Wichtig sind die Ergebnisse. Diese kleine Abweichung von einem perfekt planen Tisch wird in der Praxis keinen Einfluss haben.

      Mein Tipp: Weniger messen, mehr sägen 🙂

      Gruß

      Heiko

  3. Helge sagt:

    Moin Heiko,

    du beschreibst, dass du, um die Absaugleistung zu verbessern, die Position des Schiebers über dem Reinigungsschlitz verändert hast? Oder hast du den Schlitz mit Klebeband einfach abgeklebt?

    Mein Schieber deckt nur einen Bruchteil der Öffnung ab. Ein hin- und herschieben, bringt daher keine Verbesserung. Aber vielleich habe ich auch nur nicht genau gelesen.

    Ein anderes Thema: Ich schlage mich gerade damit herum, dass ich den Frästisch der Tischverbreiterung der Erika mit meiner Oberfräse nutze (8mm). Eine zweite Oberfräse mit 12mm Spannzange, um längere Fräser nutzen zu können, möchte ich mir nicht kaufen (weil ich dann auch wieder neue Fräser brauche). So aber sind oft die Fräser zu kurz, insbesondere wenn ich eine Kopie von einem Werkstück erstelle. Der Fräser soll ja auch noch in der Spannzange halten. Eigentlich gefällt mir die Variante mit der Mafell-eigenen Halterung (und einem eigenem Anschlag ganz gut), aber sie scheint einfach für größere Oberfräse ausgelegt zu sein.

    Danke, Helge

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Helge,

      der Schieber war einfach nur offen. Er ist zweiteilig und reicht über etwa 3/4 der Länge. Das sieht man auf dem ersten Bild unter dem entsprechenden Abschnitt recht gut.

      Was dein Oberfräsenproblem angeht, könntest du eine Schaftverlängerung benutzen. Ich stehe diesen aber ein wenig skeptisch gegenüber. Man bringt damit schon recht hohe Kräfte auf die Spindellager, die eventuell der Belastung nicht dauerhaft standhalten.

      Gruß

      Heiko

  4. Chris sagt:

    Hallo Heiko,
    habe seit einigen Wochen die Erika 85 und u.a. den Parallelanschlag mit Feineinstellung. Mit diesem habe ich das Problem, dass die beiden Schenkel (der Kurze, der auf die Schwalbenschwanzführung des Sägetisches aufgeschoben wird und der Lange, der auf dem dem Sägetisch aufliegt und als eigentlicher Anschlag dient) keinen 90°-Winkel bilden, sondern einen spitzen Winkel. Somit steht der Anschlag nicht parallel zum Sägeblatt, sondern er läuft auf dieses zu. Die Abweichung beträgt auf die Länge des Anschlages gut 2 mm!
    Der wirklich freundliche Techniker von Mafell wich am Telefon meiner direkten Frage nach Rechtwinkligkeit des Anschlages aus und erklärte, dass das Sägeblatt ja auch nicht genau parallel zum Sägetisch stünde. Natürlich hätte ich die Möglichkeit, den Anschlag zur Überprüfung abholen zu lassen, aber um Hin- u. Herschicken zu sparen, würde er mir Befestigungsmaterial senden, mit dem ich das Meterlineal am Anschlag befestigen könnte und dann soll ich das vordere Ende des Lineals so positionieren und mit dem Klemmstück fixieren, dass Parallelität zum Sägeblatt gegeben ist!?!
    Ich denke der Anschlag hat einen Fertigungsfehler – obwohl die beiden Schenkel ja aus einem Gußstück bestehen.
    Hat Dein Anschlag `nen rechten Winkel ?
    Für eine Antwort wäre ich Dir sehr dankbar.
    Nette Grüße
    Chris

  5. Axel sagt:

    Hallo Dieter,

    da hast Du völlig Recht. Ich hatte ursprünglich auch vor, mir z. B. eine Holzsstar TKS 250 SC zuzulegen. Nur geht es mir genauso wie Heiko, ich muss auf meiner relativ kleinen Fläche von gut 24 m² absolut flexibel sein und meine Werkstatt immer an die aktuelle Aufgabe anpassen können. Und da ist die Erika m. E. in der Kombination Präzision und Flexibilität unschlagbar. Zusätzlich kann ich den Frästisch an ihr aufbauen und mit einem noch nach meinen Ansprüchen zu bauenden Multifunktionstisch konzeptionell verbinden.

    Grüße aus Mittelfranken bei wunderbaren Holzwerker- und Grillwetter.

    Axel

  6. Dieter sagt:

    Hallo Axel,

    ich kann mich dem Tipp von Heiko nur anschließen.

    Übrigens,für den Preis einer 85er Erika bekommst du auch eine kleine Formatkreissäge. Teilweise schon für weniger,neu.
    Nur so als Gedankenanstoß.

    Gruß aus Oberfranken

    Dieter, Möbelschreiner

  7. Axel Schläfke sagt:

    Hallo Heiko,

    Okay, danke. Werde ich beherzigen. Ich schwenke um auf eine aufgesattelte Treppe. Zur Bearbeitung der Holme und Stufen, sowie für den Ausbau des Raumes werde ich mir jetzt erst mal eine TS 55 RQ plus mit Zubehör-Set zulegen. In den fertigen Raum kommt die Erika dann aber auf jeden Fall rein.

    Grüße aus Mittelfranken, Axel.

  8. Axel sagt:

    Hallo Heiko,
    wie schon mal gesagt möchte ich mir, angeregt Durch deine Beträge und Videos, auch eine Erika 85 für meine zukünftige Werkstatt kaufen. Diese baue ich über der Garage auf, ich baue also vorher noch eine Treppe für einen komfortablen Zugang. Da ich derzeit eine Wangenkonstruktion bevorzugen würde, überlege ich mir den Innenradius des Krümmlings mittels eines geeigneten Sägeblattes (TFZ?) oder Hohlkehlfrässcheibe auf der Erika herzustellen.
    Kannst Du mir dazu einen Tipp geben?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Axel,

      mein Tipp ist: Lass es sein. Eine Kehlscheibe passt nicht auf die Erika und das Kehlen mit einem Sägeblatt sollte man seinlassen.

      Gruß

      Heiko

  9. Mathias sagt:

    Hallo Heiko,

    zunächst mal ein großes Lob für Deinen Blog und Deine Videos – beides ist mittlerweile eine feste Anlaufstelle für mich. Vielen Dank dafür 😉

    Auch ich habe mir eine Erika 85 gegönnt und bin seit zwei Jahren eigentlich sehr zufrieden damit. Allerdings habe ich die Zugfunktion bisher sehr selten benutzt. Als ich sie vor einer Woche das erste Mals gebraucht habe, war ich sehr überrascht, daß sich das Sägeblatt nur ungefähr zwanzig Zentimeter bewegen ließ.

    Leider finde ich in der Aneitung nichts dazu – aber in Deinem Video hast Du das Sägeblatt auf halbem Weg arretiert, und ich frage mich jetzt ob das bei mir versehentlich auch der Fall sein könnte. Nur wenn ja – wie löse ich diese Arretierung wieder ?

    Ich bin für jeden Tipp dankbar wie ich wieder in den Genuss der vollen 430mm kommen könnte … vielleicht hast Du ja eine Idee woran es liegen könnte.

    Auf jeden Fall schonmal danke im voraus ein schönes langes Wochenende

    Viele Grüße aus der Pfalz

    Mathias

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Matthias,

      es gibt neben dem Griff für die Zugfunktion einen kleinen Umschalter. Dreht man diesen, rastet das Sägeblatt in Mittelstellung ein. Löst man den Umschalter, fährt es wieder zurück.

      Mach mal die ganze Mechanik sauber, in der Regel funktioniert dann alles wieder. Wenn nicht, schau mal nach, ob die dünneSTange am Sägeaggregat, welche für das Einrasten in Mittelposition verantwortlich ist verbogen ist. Viel mehr kann da eigentlich nicht kaputt gehen.

      Gruß

      Heiko

      • Mathias sagt:

        Tatsache – das Leben kann so einfach sein… Ich habe alles sauber gemacht, aber es war tatsächlich der Umschalter. Ich hatte wohl wirklich Tomaten auf den Augen…

        Vielen Dank Heiko

        Viele Grüße

        Mathias

  10. Christoph sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank!

    Christoph

  11. Christoph sagt:

    Guten Abend Heiko,
    nachdem du im April meine letzten Unsicherheiten bezüglich der Erika ausgeräumt hast habe ich sie mir ebenfalls gekauft und den Kauf nicht bereut.

    Ein Problem habe ich jedoch:
    wenn ich das Anschlaglineal mit dem Multifuktionsanschlag am Schiebetisch befestige und so einstelle, dass ich auch das Lineal nutzen kann (so wie sie auf deinem ersten Bild des Artikel aufgebaut ist) komme ich mit dem Lineal nicht unter die Absaughaube.

    Auf dem ersten Foto kann man erkennen (wie auch gut in dem Video „Ablänganschlag der Mafell Erika genau einstellen“), dass dein Anschlagslineal genau in dem Bereich eine Aussparung hat. Hast du die selbst gemacht oder ist das das Anschlagslineal der Erika 60?

    Wenn du mir hier einen Rat geben könntest wäre ich dir dankbar, das ist eigentlich das einzige was mich wirklich stört.

    Viele Grüße
    Christoph

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christoph,

      die Ausklinkung habe ich selbst hineingesägt (mit der Erika). Ich glaube es gibt auch ein bereits ausgeklinktes Lineal, aber da bin ich mir nicht zu 100% sicher. Auf Anhieb habe ich im Katalog nichts gefunden. Das selbst ausklinken ist aber wirklich kein Problem.

      Gruß

      Heiko

  12. Roland sagt:

    Hallo Heiko,

    es wird immer wahrscheinlicher, daß demnächst auch in meiner Werkstatt eine Erika 85 mit ähnlicher Ausstattung stehen wird.
    Unschlüssig bin ich noch hinsichtlich der Notwendigkeit eines Schiebeschlittens.

    Da meine zu kappenden Werkstücke nie breiter als 30 cm sein werden (hoch gegriffen) kann das Ablängen ja über die Zugfunktion erfolgen.

    Würdest Du unter dieser Vorraussetzung trotzdem zu einem Schiebeschlitten raten und warum?

    Gruß
    Roland

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Roland,

      wenn es wirklich nur 30cm lange Kappschnitte sind, kannst du auf den Schiebetisch erst einmal verzichten. nachkaufen kannst du ihn ja immer noch.

      Gruß

      Heiko

  13. jan sagt:

    Hallo Heiko,

    was benutzt du für ein Sägeblatt für Längsschnitte auf deiner Erika ?

    Schöne Feiertage

    Gruß Jan

  14. Christoph sagt:

    Hallo Heiko,
    Sind deine Erfahrungen mit der Erika nach drei Monaten noch immer gut oder haben sich Schwachstellen gezeigt?
    Welches Zubehör würdest du für den Möbelbau als dringend notwendig empfehlen? Im vergangenen Jahr gab es ein Aktionsmodell so ziemlich in Vollausstattung, die scheint es aber nicht mehr zu geben.

    Vielen Dank für deinen Blog un deine Unterstützung schon beim Oberfräsenkauf!

    Viele Grüße

    Christoph

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christoph,

      was die Erika angeht, bin ich immer noch vollkommen von der Maschine überzeugt. Man darf eben nur nicht den Fehler machen sie mit einer schweren stationären Maschine zu vergleichen. die Erika ist meiner Meinung nach die beste Montagesäge auf dem Markt.

      Wenn man aber vernünftig mit ihr arbeiten will, braucht man fast die Vollausstattung. Tischverbreiterung, Parallelanschlag mit Feineinstellung und Schiebetisch sind Dinge, auf die ich nicht verzichten möchte.

      Gruß

      Heiko

      • Christoph sagt:

        Hallo Heiko,

        Danke für deine Antwort! Die Grenzen einer Montagesäge sind mir wohl bewusst, in der Zusammenschau ist eine Montagesäge für mich wohl die bessere Lösung für mich.
        Bezüglich der Ausstattung muss ich mir wohl entsprechende Angebote einholen! Dass Angebotspacket vom vergangenen Jahr scheint es nicht mehr zu geben.

        Viele Grüße
        Christoph

      • Andi sagt:

        Hallo Heiko,
        in englischsprachigen Foren liest man viel über sog. „cross-cut-sleds“, alle Konstruktionen die ich gesehen habe, setzen allerdings voraus, daß der Maschinentisch über T-Nuten verfügt, in welchen der Schlitten dann bewegt wird. Bei 2 T-Nuten (links und rechts des Sägeblattes) ist ein Winkelfehler infolge Hebelwirkung wohl ziemlich auszuschließen, sofern das Ganze einmalig justiert wurde.
        Nun zu meiner Frage: Leider verfügt die Mafell Erika ja über keine T-Nuten im Maschinentisch, sodaß diese Konstruktion hier nicht eingesetzt werden kann. Hast Du bei Deinen Arbeiten jemals diese Möglichkeit vermißt? Oder reichen die Anschlagmöglichkeiten der Erika aus, um wiederholgenaue Schnitte (in der Güte, die ein cross-cut-sled es erlauben würde) zu ermöglichen?

        vielen Dank,
        Gruß,
        – Andi

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Andi,

          in den USA sieht man kaum MAschinen mit Schiebetisch oder gar Formatkreissägen. Warum das so ist? Keine Ahnung. Bei uns sind solche Konstruktionen marktüblich und haben sich auch über viele Jahrzehnte hinweg etabliert. Die erika hat ein gutes Anschlagsystem, einen funktionierenden Schiebetisch und als Ergänzung noch eine Zugfunktion. Es macht daher keinen Sinn, diese gut funktionierenden Einrichtungen (wenn vorhanden) durch eine Cross-Cut-Sled zu ersetzen. Zumal bei vielen dieser Konstruktionen die Sägeblattabdeckung demontiert werden müsste. Da man diese bei den amerikanern aber auch sehr selten sieht fällt das dort nicht auf. Die Abdeckung des Sägeblattes ist aber eine wichtige Sicherheitsfunktion und die Absaugung wird auch verbessert.

          Wie die siehst, würde ich meine Säge durch den Einsatz eines Cross-Cut-Sled in keinster Weise verbessern, im Gegenteil.

          Gruß

          Heiko

          • Andi sagt:

            Hallo Heiko,
            vielen Dank für Deine Einschätzung und Deine schnelle Antwort. Wie Du vielleicht aufgrund meiner Fragen vermuten könntest, liebäugle ich mit der Anschaffung einer Erika 85 mit Schiebetisch. Bei der Tischverbreiterung verwundert mich, daß – aufgrund der Länge der Halteschienen – eine Lücke klafft. Ist hier angedacht, diese mit einem weiteren Tisch/Frästisch zu füllen? Oder kann man auch nur mit den beiden Halteschienen (es gibt 800er und 1000er) starten und sich die Einlageplatte selber schneiden, z.B. mit einer Erika ;-), aber dazu bräuchte man ja eine Tischverbreiterung 🙂

            Danke,
            Gruß,
            – Andi

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Andi,

              die Lücke hat keine großen Nachteile. Irgendwann werde ich sicherlich mal eine Platte dafür schneiden. Du kannst zwar nur mit den Halteschienen starten (ich würde die 1000mm Variante nehmen) aber dann hast du erst einmal keine Möglichkeit Anschläge an der Längskante zu fixieren. Das ist dann der Vorteil der original Tischverbreiterung.

              Gruß

              Heiko

  15. Alex sagt:

    Hallo Heiko,
    einen super Blog hast du da! Verfolge ihn schon länger und bin fast täglich auf deiner Seite um bloß nichts zu verpassen. Bin selbst gelernter Schreiner aber schon einige Jahre aus meinem Beruf raus…wenn ich deine Arbeit so verfolge, kommt aber vieles wieder!
    Zu meiner Frage: Habe mir nun auch die Erika 85 gekauft leider ohne Betriebsanleitung ( war eine gebrauchte Maschine) Hast du eine Idee, wie ich daran komme? Habe schon eine Mail an Maffel geschickt jedoch leider seit Tagen ohne Antwort!

  16. michael sagt:

    Ist ein größerer durchmesser besser? stellst du einen zyklonabscheider noch vor hab auf einem bild im Hintergrund einen gesehen 🙂

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,
      meiner Erfahrung nach ist es besser mit einem großen Durchmesser an die Maschine zu gehen. Den Zyklon teste ich für den Werkzeugkompass 2015 der Zeitschrift Holzwerken.

      Gruß

      Heiko

  17. michael sagt:

    Ich habe einen zyklonabscheider als absaugung.. bin am überlegen vor und nach dem Zyklonabscheider einen 60mm schlauch was bringt. Bislang hab ich einen 35mm schlauch. Hast du oder jemand anderer Erfahrung damit?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich gehe mit einem 49mm Schlauch an die Säge. Mit einem Zyklon an der Erika habe ich (noch) keine Erfahrung.

      Gruß

      Heiko

  18. michael sagt:

    Hallo heiko
    Ich hab eine kurze frage bei meiner mafell erika 85 hab ich das Problem das von der spannhaube fast nichts abgesaugt wird. Ist das normal? Dann könnte man ja gleich de absaugung oben weglassen. Und meine 2. Frage wie stabil ist der parallel anschlag bin am überlegen ihn mir anzuschaffen aber bin mir nicht sicher ob sich die Anschaffung lohnt. Schönen Gruß michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      zu Beginn hatte ich mit der Erika auch einige Probleme mit der Absaugung. Ich habe einen Rüttelsauger an der Maschine, der an Saugleistung verliert, wenn der Filter sich zusetzt. Dauerndes Abrütteln war erforderlich um die Saugleistung aufrecht zu erhalten. Das habe ich nun gelöst, indem ich diesen Sauger wieder mit Beuteln betreibe (Beutel werden in die große Absaugung entleert). Damit ist die Saugleistung nun auch an der Haube wieder in Ordnung.

      Der Parallelanschlag mit Feineinstellung sit sehr zu empfehlen. In 80% der Fälle kann er ohne die Zusatzklemmung genutzt werden. Er ist wirklich sehr stabil.

      Gruß

      Heiko

  19. moritz sagt:

    Hallo,

    brandspuren gibt es meist wenn man ein zu feines sägeblatt nimmt.
    versuch es doch mal mit einem gröberen.

  20. Andreas Lev sagt:

    Hallo Heiko,

    in meiner Werkstatt ist ja kürzlich, auch mit Deiner Hilfe, eine Erika 70 eingezogen und jetzt kommt sie bei dem ersten Projekt zum Einsatz.

    Es geht um den Bau eines Untergestells/Tischchen für ein Minigewächshaus/Anzuchthaus, das bisher immer nur auf Arbeitsböcken aufgestellt wurde.

    Die Tischbeine habe ich, so wie Du das hier schon öfter beschrieben hast, aus vier Teilen zusammengesetzt. Die Gehrungsschnitte haben sehr gut geklappt und ich bin mit den Ergebnissen bisher schon ganz zufrieden.
    Als Material verwende ich 20mm Buche Multiplex und bei den Gehrungsschnitten gab es Brandspuren an den Schnittstellen. Nach dem ich das Sägeblatt höher gestellt habe, wurde es besser. Als Sägeblatt verwende ich das Sägeblatt von Mafell 225 x 1,8/2,5 x 30 mm, Z 48, WZ, das ansonsten auch tadellose Schnitte erzeugt hat. Die Drehzahl der Maschine auf die höchste Stufe gedreht.

    Nun meine Frage: Wodurch kommt es bei den Gehungsschnitten zu den Brandspuren, mache bei der Zuführung des Materials noch einen Fehler oder sollte ich für diese Schnitte ein anderes Sägeblatt verwenden?

    Viele Grüße

    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      bei Multiplex sollte das feine Sägeblatt eigentlich funktionieren. Vorausgesetzt es ist scharf. Eine weitere Fehlerquelle kann der Parallelanschlag sein. Ist der richtig ausgerichtet, so dass er das Werkstück nicht einklemmt?

      Gruß

      Heiko

    • Heinz sagt:

      Hi,

      ich habe das gleiche Problem mit den Brandspuren. Führe ich einen normalen 90° Schnitt am Parallelanschlag aus, funktioniert das einwandfrei. Das Holz (ebenfalls Multiplex) kann einfach durchgeschoben werden und es enstehen keine Brandspuren. Sobald ich aber einen Gehrungsschnitt machen möchte kommt es zu den Brandspuren. Das Holz muss mit viel Kraft geschoben werden.
      Ich probiere auch mal aus, das Sägeblatt höher einzustellen, vielleicht hilft das ja schon.

      Schönen Gruß,

      Heinz

  21. moritz sagt:

    Hallo Heiko,
    wie lange bekommst du die Maschinen den ausgeliehen?

    sind die Geräte nächstes Jahr noch da wenn man da ein Kurs machen möchte.

    gr Moritz

  22. moritz sagt:

    hallo Heiko,
    was ist denn eine dauerleihmaschiene?

  23. Fabian Glänzer sagt:

    Hallo Heiko,

    Auch mit der Gefahr das du das schon 1000 mal gefragt wurdest aber warum nutzt du keine Formatkreissäge, die ja locker Platz bei dir hätte und preislich von deiner Erika nicht soweit entfernt liegt.

    Gruß Fabian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Fabian,

      das hat mehrere Gründe:
      1. Meine 65er Erika war aus einem Nachlaß, hat mich also nichts gekostet. Die 85er ist eine Dauerleihgabe von Mafell. Warum also in eine neue Säge investiereen?
      2. Meine Werkstatt ist vielleicht größer als eine typische Hobbywerkstatt, aber in einer typischen Hobbywerkstatt arbeiten am Wochenende auch nicht bis zu sechs Personen, was aber bei mir fast jedes Wochenende der Fall ist, wenn Kurse sind. Von daher ist der Platz ebi mir auch sehr begrenzt. Und auch beim Bau größerer Möbel, wird es schnell mal eng.
      3. Meine Kurse, in denen die beiden Erikas zum Einsatz kommen richten sich an Hobbyanwender. Also bin ich bemüht, in den Kursen Dinge zu zeigen, die meine Kursteilnehmer zuhause auch machen können. Auch das spricht gegen eine Formatkreissäge.
      4. Bisher konnte ich alles auf einer Erika machen, was notwendig war.

      Gruß

      Heiko

      • Fabian Glänzer sagt:

        Hallo Heiko,

        Das sind alles Gründe die nachzuvollziehen sind.
        Ich überlege mir, ob ich mir dieses Jahr eine Erika 85 kaufe oder eine Formatkreissäge, wobei ich befürchte das ich mit einer Formatkreissäge übers Ziel hinaus schieße da das ganze im Hobby Bereich bleiben soll.
        Seh ich das richtig das du die „Verkaufsversion“ mit Schiebeschlitten, Anschlaglineal und Klemmstück hast oder hast du noch mehr Zubehör für die Säge?

        Gruß Fabian

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Fabian,

          so wie die Maschine bei mir steht entspricht sie keiner genauen Verkaufsvariante. Ich habe die Grundvariante mit dem MFA und habe dann an die Maschine das vorhandene Zubehör der 65er montiert(Schiebetisch, die Halteschienen und den Parallelanschlag). Was derzeit noch fehlt ist die Tischverbreiterung. Die konnte ich von der 65er nicht übernehmen.

          Gruß

          Heiko

  24. Hannes sagt:

    Hallo Heiko,

    ich hab eine frage, wie hast du den die Absaugung von einer (alten) erkika 65 gebaut?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hannes,

      gebaut habe ich da nichts, das ist das original Zubehör. Lediglich den Schlauch zum Sauger habe ich an das Y-Stück mit Tape befestigt.

      Gruß

      Heiko

  25. Stefan sagt:

    Hallo,

    das mit der Wartungslücke im Absaugkanal wusste ich bis zu deinem Beitrag nicht. Da musste ich bei meiner Erika 70 auch gleich nachschauen.
    Den Tipp mit dem Klebeband werde ich mal ausprobieren.
    Das Problem mit der „großen“ Gesamtleistungsaufnahme von Kreissäge und Sauger habe ich mit einer selbstgebauten Einschaltautomatik gelöst.
    Als Eingang ein 16A-CEE Stecker und davon einen Außenleiter für die Kreissäge und Handkreissäge und einen Außenleiter für den Sauger.
    Somit verteilt sich die ganze Last und evtl. die Beleuchtung flackert dann auch nicht mehr beim Einschalten.
    http://imagizer.imageshack.us/v2/800x600q90/20/5j6o.jpg

    Gruß
    Stefan

  26. Roger sagt:

    Hallo Heiko
    Viel spass mit der neuen Erika . Ich finde es toll was du als Profi aus einer Montagesäge rausholst. Nach den Meinungen vieler Experten in einschlägigen Foren kann das eigentlich nicht funktionieren weil die Maschine nicht aus Guss ist und mindestens zwei Tonnen wiegt. :-)))))) Klar ist eine grosse schwere Gussmaschine unempfindlicher gegen Rempler und Vibrationen. auch stimmt es dass viele Chinamaschinen schlecht konstruiert und mit minderwertigen Teilen ausgeliefert werden. Aber nicht jede Holzberarbeitungsmaschine die keinen Gusstisch hat ist gleich minderwertig! Siehe Metabo-Magnumprogramm uvm. Ich selber (von Beruf Möbelschreiner) arbeite in meiner hobbywerkstatt mit einer 20-jährigen Scheppach Ts 4000 eine durch viele Foren verteufelte Maschine. genau justiert und mit einigen Modifikationen versehen lässt sich damit sehr genau und gut arbeiten. (auch wiederholgenau). Auch Rempler verträgt sie bei mir klaglos.
    Fazit: Auch mit Montagesägen oder sogenannten Kategorie 3 Sägen lässt sich sauber arbeiten.

    Gruss Roger






  27. Stefan sagt:

    Alles klar danke dir heiko und auch dir Stefan
    für die Informationen!

  28. Stefan sagt:

    ganz entspannt. theoretisch braucht der sauger und die säge zusammen 3600 watt plus minus.
    allerdinsg gelten diese angaben nur im lastbereich, also wenn sich beide Maschinen extrem anstrengen müssen.
    ausgehend von einer 16A vorsicherung in der unterverteilung wäre zwar ein grenzwertiger Bereich, jedoch fliegt so ein leitungsschutzschalter nicht gleich bei 16 Ampere, sondern kann erstmal kurzzeitig höhere ströme liefern.
    werß´s genau wissen will kann sich ja mal ein leistungsmessgerät, welches es für kleines Geld in einschlägigen onlineshops erhältlich ist, vor die beiden Komponenten schalten und sich dann über den Stromverbrauch wundern, da er mit Sicherheit unter den angegebenen werten liegen wird.
    die Sicherung in der unterverteilung kann das also durchaus ab, Gedanken würd ich mir da lieber um die verdrahtungsstärke machen. in der regel liegen in vielen kellern nur 1,5 Quadrat, für die oben genannte Anwendung (tischkreissäge und staubsauger) und ihres leistungshungers währen allerdings 2,5 Quadrat passender. aber auch die 1,5 Quadrat funktionieren in 1000-den von kellern zuverlässig und seit Jahrzehnten.

  29. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,
    danke soweit.
    ich habe in meiner Werkstatt einen festool ctl 26e meinst du ich könnte die erika auch an den sauger anschliesen?
    oder wäre dies nicht möglich?
    gr Stefan

  30. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,
    wie machst du es bei der neuen erika eig. mit der. Absaugung?
    die neue hat ja 2500 watt. Und diese kann man ja nicht einfach in einen staubsauger stecken oder?

    gr Stefan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      meine beiden Rüttelsauger haben eine Gerätesteckdose, an die man 2400 Watt hängen kann. Die Erika hat 2500 Watt. Da aber beide Maschinen über einen Sanftanlauf verfügen bleibt die Sicherung drin und auch dem Sauger werden die 100 Watt mehr Leistung nicht schaden. Ansonsten würde Mafell diese Kombination nicht schon seit vielen Jahren verkaufen. Da vertraue ich einfach mal dem Hersteller. Die angegebenen Wattzahlen sind nach meinem begrenzten elektrischen Verständnis ja auch die maximale Leistungsaufnahme und diese entspricht nicht dem regulär- oder Dauerbetrieb. Ich bin aber kein Elektriker. Vielleicht kann ein Elektriker ja das Ganze ein wenig besser erklären.

      Gruß

      Heiko

  31. Hannes sagt:

    an Heiko:
    Danke für den Trick mit dem Seitenanschlag, so stupid and so simple
    an Christian:
    einfach mal eine rote Einhell kaufen, dann lossägen und ein kleines Büchergestell (Massgenauigkeit, Wiederholbarkeit) und einen Bilderrahmen (Gehrung) herstellen. Wenn das zu ungenau oder zu gefährlich ist,
    verkaufen und einen MFT mit TS 55 kaufen. Wieder eine kleines Büchergestell und einen Bilderrahmen herstellen. Wenn Dir die Einstellungsfummelei zu mühsam und die Zutaten zu teuer werden, verkaufen und Dich fragen, was brauche ich, eine Formatkreissäge mit viel Guss, kg und Platzbedarf , weil ich ja 25 Büchergestelle und 150 Bilderrahemen p.a. herstellen will, oder einfach eine kleine und sichere Maschine für mein woodworking. Wenn Du genug Platz hast, kauf Dir ein schweres und stabiles Ding und besuche einen Kurs für Anfänger an Profimaschinen. Sonst hast Du noch 2 Möglichkeiten: Erika oder Precisio.
    Wegen Marc’s Kommentaren über die weiche Festool Precisio, meinen MFT/TS 55 Erfahrungen und hauptsächlich Heiko’s damaliger homepage, habe ich vor 3 Jahren die Erika 70ec gekauft. Zunächst 2 Jahre auf Füssen und seither eingebaut in einem Kombitisch auf Rollen, 85×130, mit Frästisch und Incra- Anschlag. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen. Was Heiko betreffend Qualität beschrieben hat kann ich als Laie unterschreiben, und vor allem, die Unterflurfunktionslität, da wird es für uns Laien „sicher und gut“.
    an Martin:
    das ist fast wie Äpfel und Birnen, eine Kiste vs Systembauteil, und Heiko vs Michael, da wird es schwierig. Ich meine, Erika ist eine Qualitätssäge, teuer, standalone, sehr robust, einfach einzustellen, kombinierbar mit Selbstbautisch.
    Precisio ist auch teuer, macht nur Sinn im System und hat nicht die Festigkeit, welche ich von einer TSK/FS/UFKS erwarte (kenne Precisio nur vom Anfassen)
    Schöner Abend und Gruss
    Hannes

    • Martin sagt:

      Hallo Hannes,

      Deine Einschätzung, dass Erika und Precisio nicht zu vergleichen sind, wundert mich etwas. Ich gebe zu, dass ich sowohl mit der einen, als auch mit der anderen lediglich Testschnitte gemacht habe und nicht wirklich vergleichen kann, aber dass die Erika bedeutend stabiler steht als die Precisio (bzw. die Pecisio wackelig sein könnte) hatte ich nicht bemerkt.

      Wie kann man die Precisio eigentlich pfiffig mit anderen Bauteilen von Festool verbinden? Ich hatte gedacht, dass die Precisio ebenfalls ein Stand Alone Gerät wäre…

      Danke + Gruß
      Martin

    • Heinz sagt:

      Hallo Zusammen,
      also ich habe eine CS 70. Ich stand vor etwa 1 Jahr auch vor dem Problem ob es denn nun eine Erika oder Festool werden soll. Für die Festool habe ich mich entschieden weil sie etwas weniger sperrig ist wenn die Anbauteile montiert sind. So kann man z.B. die Verbreiterung abklappen wenn man sie nicht braucht (falls ich sie mir mal zulege). Es sind halt die sehr beschränkten Platzverhältnisse die bei mir eine Hauptrolle spielen. Michael hat glaube ich irgendwo einmal geschrieben die Anschläge der CS 70 wären „weicher“ als die der Erika´s. Also das kann ich schon bestätigen aber das hat sich nie negativ ausgewirkt. Die CS 70 liefert saubere und genaue Schnittergebnisse sofern man mit etwas Gefühl an die Sache heran geht. Vor allem wenn man ein am Queranschlag anliegendes Teil mit der Zugfunktion kappen will sollte man das Sägeblatt mit Geführ durch das Material ziehen sonst kann es schon sein das der Anschlag 5/100 mm nach gibt. Klingt wenig kann aber schon ärgerlich sein wenn man es eben genau braucht. Aber wie gesagt, alles eine Frage des richtigen Umgangs. Ich habe mir damals die Mühe gemacht zu einem Händler zu fahren der bei Sägen in seiner Ausstellung hatte um mir einen Eindruck zu verschaffen. Beides sind hervorragende Sägen. Aus meiner persönlichen Sicht mit minimalen Vorteilen für die CS 70 und am Ende war die Festool Säge auch noch ca. 300,- Euro billiger. Das aber wäre kein k.o. Kriterium gewesen.

      Zum Thema macht nur im System Sinn machen soll erschließt sich mir nicht so ganz. Welches System ist denn da gemeint ? Für die CS 70 gibt es Zubehör ähnlich wie bei den Erika´s. Es gibt eine umlaufende V-Nut so das ich z.B. den Längsanschlag auch an meinem MFT/3 verwenden kann wenn ich möchte. Aus der Sicht handelt es sich schon um ein System. Vielleicht ist aber auch das CMS von Festool gemeint. Interessant ist vielleicht auch das die Tischhöhe des MFT/3 und der CS 70 gleich (900 mm) ist. Das hilft mir zumindest in meiner mini Werkstatt weil ich halt noch Arbeitsfläche dazu gewinne.

      LG
      Heinz

  32. Martin sagt:

    Hallo Heiko,

    als Maschinenbericht würde ich mir einen ausführlicheren Test der Maschine wünschen.
    Sowas wie: Was kann Sie gut? Wo kommt Sie an ihre Grenzen?

    Auch die grundsätzliche Funktionsweise einer Unterfluhr Zugkreissäge wäre spannend. Warum gibt es das? Vor und Nachteile etc…

    Wenn Du Dich dann noch mit Michael Hild triffst und ihr beide mal schaut wo bei der Precisio im ggs. zur Erika die Vor- & Nachteile liegen, dann sind wir in der Königsklasse 😉

    lieben Gruß
    Martin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,

      ich werde mal sehen, was sich da machen lässt.

      Gruß

      Heiko

      • Harald sagt:

        Lieber Heiko,

        Das wäre wirklich höchst interessant, ein Vergleich Precisio und Erika.

        Ist bei mir zwar eine eher mittelfristige Entscheidung, aber deine Meinung hätte sicher für viele Gewicht.

        Bitte dabei aber auch auf die Hobby Holzwerker achten, es sind ja nicht alle Profis.

        Lg
        Harald

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Harald,

          da muss ich dich und alle die darauf warten leider enttäuschen. Aus verschiedenen Gründen wird es diesen Vergleich von mir nicht geben.
          1. Ich kenne die Erika zu gut und die Festool zu schlecht.
          2. Mir fehlt die Zeit, denn so nebenher macht man das nicht.
          3. Es wird einen solchen Vergleich noch in diesem Jahr geben, aber eben nicht von mir 🙂

          Gruß

          Heiko

          • Harald sagt:

            Ja, das verstehe ich. Alleine die Arbeit für deinen Blog muss ja viel Zeit kosten.

            Aber der Vergleich wird natürlich sehr interessant, bin schon sehr gespannt. Ich hoffe, du informierst uns dann! Spitze wäre natürlich auch, wenn die Metabo PK 255 auch mitbetrachtet würde. Weiß ja nicht, ob die mit den beiden mithalten kann.

            Vielen Dank und schönen Abend Heiko!
            Lg Harald

  33. Gregor sagt:

    Hallo Heiko,

    ich arbeite sehr oft mit dem Multifunktionsanschlag. Der ist einfach genial. Auf die Einstellungen konnte ich mich bisher gut verlassen. Auch wenn ich damit nicht unbedingt Gehrungen säge. Aber die standardmäßig vorhandenen Anschläge sind wirklich sehr kurz. Aber die langen Universalanschläge (der Tipp, einen weiteren Universalanschlag zu beschaffen, kam ja von Dir), an denen auch die Ablängklappe vorhanden ist, passen auch am Multifunktionsanschlag. Ich mach das sehr oft! Und je nach Aufgabe, montiere ich diesen links oder rechts an der Maschine an. Ist auch gut als Parallelanschlag zu gebrauchen!
    Bei Gehrungen hinterschneide ich um ca. 0,5 Grad. Ich stelle also 44,5° ein. Oder 22° für 22,5° etc. Aber jede Maschine ist anders und man muss selbst herausfinden, welche Einstellungen am besten sind!

    So habe ich an meiner ’75 das Problem, dass senkrecht nicht gleich senkrecht ist, wenn man entweder links oder rechts sägt (vor kurzem habe ich das schon mal hier mitgeteilt siehe auch folgenden Link hierzu : Link). Damit fällt bei mir das Einstellen der 90° Rasterung weg. Ist nicht zu gebrauchen.

    Der Tipp mit dem Absaugen ist Gold wert. Hab mich auch schon gewundert, warum bei meiner erika die Absaugung nicht optimal ist!

    Also wie gehabt, wieder ein prima Beitrag.

    Gruß Gregor

    • Michael Hild sagt:

      Hallo Gregor,

      ich habe mir das gerade auf Deiner Seite angesehen.
      Sehe ich das richtig, Du nullst die Bevelbox auf der linken Tischhälfte, hängst sie links ans Sägeblatt und sie zeigt 90° an, hängst Du sie nun rechts ans Blatt zeigt sie keine 90° an.
      Das würde ja bedeuten das Stammblatt wäre nicht gleichmäßig gefertigt und beide Seiten nicht parallel zueinander. Das glaub ich irgendwie nicht und ich habe eher eine Ungenauigkeit der Bevelbox im Auge.

      Da Du ja bei beiden Messungen, nur die linke Tischhälfte als Referenz nimmst, kann das eigentlich nicht sein.
      Was zeigt die Bevelbox denn an, wenn Du sie auf der linken Seite lässt, sie aber so befestigst, dass die Anzeige nach hinten zeigt?

      Wenn Du wirklich Unterschiede bei Schnitten links oder rechts vom Sägeblatt in der Rechtwinkligkeit hast, würde ich mal schauen, ob der Maschinentisch durchgehend plan, bzw. in einer Ebene ist. Nicht das eine Seite schief montiert ist. Dann könnten solche Probleme auftreten.

      Grüße

      Michael

  34. christian sagt:

    Hallo Heiko,
    für eine Mafell Erika muss man ja schon ein paar Scheinchen hinlegen. Man bekommt für die gleiche Summe durchaus eine kleine Profimschaschine mit Gussgestell und ein paar Extras. Was begründet den Preis der Erika´s (auch Festool)? Was ist der Unterschied zu ähnlichen, aber billigeren Baustellen-Sägen, die es auch schon zwischen 300 bis 1.000€ gibt?

    Gruß
    Christian

    PS: was mich als Hobby-Tischler sehr interessieren würde wäre ein Video mit Sicherheitstipps zum Arbeiten Tisch-Kreissägen. Ich habe hier größten Respekt vor den rotierenden Blatt. Manchmal überlege ich mir sogar, ob ich mir überhaupt eine zulegen soll.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christian,

      die Unterschiede sind schon gewaltig. Für meine 20 Jahre alte Erika bekomme ich z.B. immer noch Teile und Zubehör. Die Maschine sägt nach 20 Jahren immer noch präzise. Es kann alles an der Maschine justiert werden, die Maschinen sind extrem robust, haben pfiffige Details, arbeiten genau, haben leistungsstarke Motoren, es gibt Zubehör wie Schiebetisch und Tischverbreiterung (und vieles mehr). Am besten schaust du dir mal eine Maschine wie die Erika oder auch die Festool an und dann schaust du dir eine 300 Euro Maschine mal genauer an.

      Bezüglich der Sicherheit und dem Umgang mit den Maschinen solltest du mal nach den Unterlagen der Holz-BG schauen, oder zu mir in einen entsprechenden Kurs kommen.

      Gruß

      Heiko

  35. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    sehr interessanter Beitrag. Aber auch amüsant, was man in Deinem Blog nicht gewohnt ist. Ich habe herzlich gelacht bei „Jetzt ist die Erika stubenrein“ 🙂

    Das schöne ist, das Du die Maschine an Ihre Grenzen bringen kannst, was Laie Woodworker wahrscheinlich gar nicht schafft. Und sonstige Profis, die Tagtäglich mit der Maschine arbeiten, keine Blog haben 🙂

    Ich freue mich über ein Video und über weiter ausführliche Berichte. Wie gesagt, die Grenzen sind interessant.

    Gruß Andi

  36. Michael Hild sagt:

    Nabend Heiko,

    Dein Problem mit der Sägeblattneigung kommt mir bekannt vor. Sowas ähnliches hatte meine Precisio ja auch, da musste ich ja auch „basteln“.
    Wenn ich das recht in Erinnerung habe, sind die Endanschläge der Erika und Precisio ähnlich aufgebaut und es gibt nur einen Anschlag gleichzeitig für 90° und 45°, sodass sich beide Winkel nicht separat justieren lassen. Verstellt man einen Winkel, ändert sich der andere mit.

    Hier steht etwas darüber wie es bei der 85ec geht:
    http://www.woodworker.de/forum/kalibrierung-erika-85-a-t60533.html

    Grüße

    Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      ich habe das noch nicht weiter geprüft.
      Es ist aber oft so, dass man zwei Gehrungen genau auf 45° schneidet und dann mit Klebeband so zusammenzieht dass die Ecke dicht wird, aber dennoch kein exakter rechter Winkel zustande kommt. Ich habe einfach ein wenig hinterschnitten und mittels Probeschnitten dann eine genaue Gehrung eingestellt. Bei Teilen von 250mm breite machen sich da ja schon 1/0tel Grad bemerkbar.

      Ich werde sobald ich Zeit habe ein paar Testschnitte machen.

      Gruß

      Heiko

  37. Christopher sagt:

    Hallo Heiko

    Ich habe mir auch letzte Woche eine Gebrauchte Erika 85 gekauft, mich stört das auch wenn ich den schlitten drauf habe und will Kleinteile schneiden kann ich den MFA nicht befestigen, ich muss erst den schlitten abbauen weil der MFA aufgeschoben werden muss.

    Was mir als Leihe auch aufgefallen ist wenn ich nur den schlitten benutze mit einem Langem Linial und säge auf mass, habe ich 0.2mm zwischen oben und unten, hatte aber auch das linial ohne Klemmstück benutzt.(es wurde erst eine Seite sauber gesägt und anschließend auf die gespannt).

    Bin auch noch am Kennenlernen der Maschine ist meine erste Tisch Säge aber die Verarbeitung finde ich gut und auch den Zugweg der Maschine. Am Wochenende werde ich auch mal Gehrungsschnitte Versuchen. Die Absaugung habe ich noch nicht getestet da ich noch kein Adabter für einen Festool Sauger habe.

    Artikel wie immer Top warte auf mehr Erfahrungsberichte mit der Maschine.
    Freue mich immer auf spannende Artikel von dir immer sehr sehr hilfreiche Artikeln.

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