Ansichtssache: Onlineforen und Blogs

Ich wurde kürzlich gefragt, ob ich nicht an diesen Blog noch ein Forum angliedern möchte. Die Antwort ist schnell gegeben und lautet „Nein“. Ein Forum braucht viel Aufmerksamkeit und dafür fehlt mir die Zeit. Ein weiterer Grund ist der, dass ich derzeit die beiden großen, deutschen Holzwerkerforen als recht anstrengend empfinde und wenn ich mir vorstelle ein solches Forum zu betreiben…

Als Anstrengend empfinde ich die Art und Weise, mit der inzwischen dort Diskussionen geführt werden. Ich bin schon sehr lange in Internetforen, ja früher sogar in Newsgroups (die älteren Leser erinnern sich vielleicht noch) unterwegs. Nu könnte ich schreiben „Früher war das alles besser“, aber das ist glaube ich Unsinn. alles verändert sich ständig, nicht nur die Plattform, sondern auch die Nutzer ändern sich.  Es ist dann eher das eigene Empfinden, dass einem das „Früher war alles besser“ vorgaukelt.

Ich schreibe weniger in Onlineforen als es noch vor einem Jahr der Fall war. Das hat mehrere Gründe. Natürlich fehlt oft die Zeit, andere Dinge sind wichtiger. Aber ich habe in letzter Zeit auch dazugelernt. So zum Beispiel, dass Spekulationen niemandem nutzen. Daher halte ich mich z.B. bei Werkzeugbewertungen, die auf Vermutungen basieren einfach raus und schreibe nur noch über selbst gemachte Erfahrungen. Auch lasse ich mich nicht mehr auf Forengeplänkel ein, oder ziehe mich frühzeitig aus Diskussionen zurück, bei denen ich merke, dass meine Beiträge bewusst falsch interpretiert werden, oder eine weitere Diskussion einfach nichts mehr bringt.

Was mich etwas nervt sind Forenteilnehmer, die Meinungen, Arbeitsweisen oder Werkzeugvorlieben anderer nicht akzeptieren können. Das empfinde ich inzwischen als Albern. In Holzforen wird in regelmäßigen Abständen die „Beste“ Schärfmethode diskutiert, die „Beste“ Hobelbank, und man soll doch gefälligst alles von der Pieke auf lernen und jegliche Hilfsmittel vermeiden. Der Weg ist schließlich das Ziel. Meiner Meinung nach und die Gespräche mit meinen Kursteilnehmern bestätigen das, verleidet das vielen Einsteigern das Hobby ein wenig und es verunsichert. Auch aus solchen Diskussionen halte ich mich inzwischen meist heraus.

Ich glaube, inzwischen findet ein großer Teil des Austausches auch in Blogs statt. So findet man inzwischen weniger Projektdokumentationen in Foren und mehr in Blogs. ein Trend, der kaum noch aufzuhalten ist. Ich lese viele Blogs und finde die dortige Diskussionskultur wesentlich angenehmer, als in Foren. Ich weiß nicht, wie viele Kommentare in anderen Blogs „zensiert“ oder nicht veröffentlicht werden, aber von meinem Blog kann ich behaupten, dass die Kommentare zu 99,9% ungefiltert freigegeben werden (Werbung mal außen vor), weil es keinen Grund gibt sie nicht frei zu geben. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die meisten Leser, die Kommentare in Blogs schreiben wissen, dass diese moderiert werden und nicht direkt online gehen. Eventuell ist eben das der Grund für eine, in meinen Augen, angenehmere Atmosphäre, als in Foren.

Es bedarf also keines weiteren Forums für Holzwerker, sondern nur ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Medium selbst. Man sollte das alles nicht so ernst nehmen. Es irritiert mich immer ein wenig, wenn Menschen, die in Foren aufeinander los gehen persönlich werden, ja sogar den anderen persönlich beleidigen und verbal angreifen. Das sind in aller Regel Menschen, die sich nicht persönlich kennen. Also sich  vollkommen fremde Menschen. Man weiß ja oft nicht einmal, ob das was der Gegenüber schreibt wahr ist, oder erlogen, übertrieben, selbst erfahren oder aus der Wikipedia kopiert. Vielleicht fehlt es einigen am notwendigen Abstand zwischen Realität und dem was online passiert.

Mich interessiert natürlich Ihre Meinung zu Onlineforen für Holzwerker und Schreiner. Wie ist Ihre eigene Erfahrung mit diesem Foren. Lesen Sie nur oder sind sie aktiv. Wie empfinden Sie die Stimmung und wie schätzen Sie die Hilfe bei fachlichen Fragen ein? Schreiben Sie mir Ihre Meinung als Kommentar. Lassen Sie sich auch nicht davon abhalten auf Kommentare anderer Leser zu reagieren. Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

 

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43 Kommentare zu Ansichtssache: Onlineforen und Blogs

  1. Hallo Heiko,
    so habe mich mal dran gegeben. Musste ein wenig tüffteln aber so könnte man eine Blogliste machen:

    http://patrick-holzwerker.de/holz-und-heimwerkerblogs-2/

    Da jetzt Weihnachten vor der Türe steht, werden vieleicht erst mal nicht neue Links dazu kommen.

    Gruß
    Patrick

  2. Patrick sagt:

    Hallo Heiko,
    ich werde da auch mal was machen. Das mit der fiktiven Email ist gut, hab ich mir direkt gedacht aber da war der Kommentar schon raus.

    Gruß
    Patrick

  3. Hallo Heiko und an die anderen,
    bin auf diesen Artikel jetzt zufällig gestoßen. Man das waren aber sehr Interessante Kommentare und Meinungen. Das mit der Blog und YouTube Liste finde ich eine gute Idee. Wenn man dir da helfen kann mit zusenden von Blog und YouTube Links, musst das nur sagen. Eine Email kann hier glaub ich jeder verschicken. Das ist jetzt auch kein Aufruf für Sofort, hast momentan bestimmt wichtigeres zu tun aber zwichendurch vielleicht.

    Vorschlag:
    Bei Strato vieleicht eine Seperate Email Adresse einrichten dann kann man das da hinschicken.

    Eine Übersicht kann man evtl. nach Themen und Kategorien sortieren.

    Wenn ich es mir recht überlege sollten alle Blogger im Holz und Heimwerksbereich das machen. So kann die Holzwerker Gemeinde in Deutschland nur wachsen.

    Gruß Patrick

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Patrick,

      ich habe dahingehend für kommendes Jahr was vor, das dann aber auch atomatisch die RSS Feeds liest und entsprechend anzeigt.Momentan habe ich aber dafür keine Zeit. Also bitte keine E-Mails mit Adressen schicken. (Patrick: Ich habe die fiktive Adresse in deinem Beitrag gelöscht)

      Aber nur weil ich momentan keine Zeit habe, heißt das ja nicht, dass nicht jemand anderer diese Liste auf seinem Blog führen kann.

      Gruß

      Heiko

  4. DoXer sagt:

    Hallo,
    hier stehen sehr viele Kommentare von Bloggern. Gerne würde ich noch ein paar mehr kennen lernen. Posted doch mal ein paar.

    Ich kenne diese hier:
    http://holzzeitung.blogspot.de/
    http://domholzblog.blogspot.de/
    http://michael-hild.blogspot.de
    http://www.ich-bin-heimwerker.de/
    http://www.heimwerker-tipps.net/


    Gruß
    Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      danke für die Links.

      Ich bin schon lange am überlegen, ob ich nicht eine Liste mit Blogs und Youtube Kanälen im Holzbereich machen soll. Ich bin aber noch nicht sicher wie das Aussehen soll. Das ist aber noch ein Projekt, das ich irgendwann mal angehen will.

      Gruß

      Heiko

  5. Ralph sagt:

    Hallo Heiko,

    als Wiedereinsteiger im Hobby Holzwerken bin ich recht glücklich mit Deinem Blog, so wie er ist. Über die „Holzforen“ kann ich nicht viel sagen, da ich nur mitlese. Allerdings wird der Ton, wie in anderen Foren auch, ab und zu schon mehr als rauh. Aus eigener Erfahrung weiß ich wieviel Arbeit in so einem Forum steckt. Mit den Kommentaren zu Deinen Videos (die schon eine Menge Arbeit machen) bei YouTube oder Deinem Block hat jeder die Möglichkeit Fragen zu stellen oder zur Diskusion beizutragen. Ich finde es gut, daß Du bei Deiner graden Line bleibst. Mir gefällt Dein Blog so wie er ist. Passt.

    Gruß Ralph

  6. Markus sagt:

    Hallo,

    ich bin derjenige, der Heiko nach dem Forum gefragt hat.

    Heikos Meinung kann ich natürlich akzeptieren, aber die Antworten hier widersprechen sich ganz schön. Einerseits jammern so gut wie alle über die schlechter werdende Forenkultur, andererseits wollen sie aber alle kein neues Forum.

    Doch genau DESHALB habe ich Heiko den Vorschlag gemacht. Aus Fehlern lernen und besser machen heißt die Devise. Wollt ihr nicht alle wieder ein Forum haben, das ähnlich kultiviert läuft wie zu Anfangszeiten des Internets? Wo, wenn nicht hier, sollte das funktionieren?

    Auch ich bin mit Newsgroups und Konsorten groß geworden, damals wurde noch ordentlich gegrüßt, es wurden Satzzeichen gesetzt und es wurde vor allem auf den Inhalt geachtet. Das geht in der heutigen Zeit alles den Bach runter, trotzdem gibt es noch Foren (in anderen Bereichen) die gut funktionieren. Dort muss man sich durch die Bank mit vollem Namen und Adresse registrieren und wird erst nach Prüfung durch einen Mod freigeschaltet. Sobald man nämlich nicht mehr anonym ist, gehts auch mit den Umgangsmethoden steil bergauf. Klar erfordert das auch eine strenge Moderation, aber freiwillige Mods finden sich relativ schnell, das stellt eigentlich kein Problem dar.

    Ich will Heiko hier keinesfalls was einreden, sondern nur generell dazu Stellung nehmen. Über die Forenkultur zu jammern und deshalb auf Foren generell zu verzichten halte ich für den falschen Weg. Blogs sind schön und gut, aber Blogs sind keine Diskussionsplattform, sondern in erster Linie eine Informationsplattform. Auch Kommentare sind recht und schön, aber immer auf ein bestimmtes Thema limitiert. Außerdem kommt ein Beitrag nicht mehr „nach oben“, nur weil ich einen Kommentar mit einer interessanten Frage dazu verfasst habe. So verläuft dann vieles im Sand, Blogs sind wiegesagt keine Diskussionsplattform und sollen es auch nicht sein.

    Ich glaube nicht, dass sich Heikos Zeitaufwand mit einem Forum wesentlich vergrößern würde, wenn sich eine stattliche Anzahl an Mods findet – wovon ich ausgehe.

    Also dann…

    LG,
    Markus

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Markus,

      meine Antwort bleibt auch nach diesen ganzen Kommentaren ein klares „Nein“. Ein Hauptgrund ist der, dass mir schlicht und ergreifend die Zeit fehlt. Auch mit freiwilligen Moderatoren bleibt da zu viel Arbeit an mir hängen. Ich muss schließlich auch noch irgendwann Arbeiten und Geld verdienen. Und nicht zuletzt trage ich als Betreiber die komplette rechtliche Verantwortung für alle Inhalte. Ich wäre derjenige, der haftbar gemacht werden kann für die Inhalte.

      Was ich sehr erstaunlich finde ist, und das beobachte ich ebenfalls in Foren immer wieder, dass viele Leser/ Teilnehmer/ Mitglieder Vorschläge machen, was man so alles auf die Beine stellen könnte. Lieferantenlisten, Wikis, Artikelsammlungen, Sammelbestellungen etc. Seltsam ist aber, dass immer die Anderen die Arbeit machen sollen. Das geht jetzt nicht gegen dich persönlich, sondern ist auch wieder eine meine Beobachtungen. Viele Schreiben dann, was man an einem solchen Projekt noch besser machen kann. Aus einer ursprünglichen Pfütze wird dann ein Swimmingpool, schleißlich muss ja alles richtig gemacht werden und jeder ist plötzlich wieder Fachmann aus der IT und weiß über Programmierung, HTML, PHP, Datenbanken etc. Bescheid. Da entstehen binnen Tagen komplexe „Pflichtenhefte“. Meist enden diese Projekte ganz abrupt, weil am Ende zwar jeder Ideen und Lösungen hat, aber keiner die Zeit oder den Willen überhaupt mal damit anzufangen, geschweige denn ein solches Unterfangen langfristig zu betreuen.

      Ich bleibe bei meiner Meinung, dass kein neues Forum gebraucht wird, sondern dass der Umgang mit den Foren die da sind gelassener werden sollte. Da kann jeder für sich seinen kleinen Teil beitragen. Keiner muss die Arbeit alleine machen.

      Sollte jemand ein neues Forum aufsetzen wollen, kann er das gerne tun. Ein Forum ist mit wenigen Mausklicks eröffnet und kostet, wenn überhaupt nur wenige Euro für den Webspace. Man braucht auch keine Programmierkenntnisse, bei Strato z.B: kostet der entsprechende Webspace 6,90 Euro und die Forensoftare wird automatisch installiert und vorkonfiguriert. Das Einrichten ist also wirklich nicht schwer. Mit Sicherheit findet sich ein Werbepartner, der die Unkosten übernimmt. Ich bin auch gerne Bereit das neue Forum über meinen Blog ein wenig zu bewerben, alles kein Problem. Mehr aber nicht.

      Gruß

      Heiko

      • Markus sagt:

        Hallo Heiko,

        ein Forum zu eröffnen und ein Forum zu eröffnen sind aber zwei paar Schuhe. 🙂

        Ein gutes Forum braucht a) spezifischen Traffic und b) fachliche Kompetenz dahinter. Beides kann man sich nicht aus den Ärmeln schütteln. Mal schnell bei Strato ein Forum zu eröffnen wird also nicht funktionieren, das weißt du selbst sicher auch.

        Ich betreibe mehrere unkommerzielle Blogs, aber auch kommerzielle Seiten usw. (zu ganz anderen Themen) und kann deine Einwände nur zu gut nachvollziehen. Keinesfalls wollte ich dir Arbeit zuschanzen! Ich kenne ja deine Ziele mit dem Blog nicht, aber man kann von sowas auch ganz gut leben – gerade in einer Nische, die du für dich ganz gut nutzt. Der nächste logische Schritt im Falle einer gewünschten Expansion wäre also ein Forum gewesen. Da du das scheinbar nicht wünschst, ist das auch völlig ok. War ja eigentlich nur ein Gedanke, den ich gar nicht so sehr „eskalieren“ lassen wollte.

        Die Kommentare hier finde ich aber nach wie vor etwas gehrungsgeschnitten (um nicht zu sagen schräg) und – oh du liebe Nessel, ich komme um mich reinzusetzen – typisch deutsch 😉

        MfG und weiter so!
        Markus

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Markus,

          nun tritt genau das ein, was ich eben beschrieben habe…

          Nimm es mir nicht übel, aber von einem deutschsprachigen Holzwerkerblog leben? Entweder überschätzt du die Größe Zielgruppe total, oder du weißt nicht, welchen Umsatz ein Unternehmer pro Monat machen muss, um seine Famillie zu ernähren. Glaub mir, das funktioniert derzeit nicht. Auch nicht mit Forum.

          Gruß

          Heiko

          P.S. an dieser Stelle tue ich nun das im Artikel beschriebene 🙂

          • Markus sagt:

            Naja Heiko, bitte auch nicht böse sein, aber ich weiß aus eigener Erfahrung sehr gut wovon ich spreche. Nur um davon leben zu können bedarf es eben einer Reihe weiterer Schritte, ein Forum ist nur ein möglicher davon. Ist aber auch egal, das soll hier nicht das Thema sein, gehört hier eigentlich auch gar nicht hin und soll keinesfalls das Betriebsklima zerstören.

            Mach bitte weiter so mit deinem wirklich tollen Blog, das ich regelmäßig und gerne lese und schaue.

            Danke nochmals für dein großes Engagement!

            MfG,
            Markus

  7. Gregor sagt:

    Hallo Heiko,

    kurz und bündig ….. Dem ist nichts hinzuzufügen. Punkt!
    Gruß
    Gregor

  8. Andreas sagt:

    Keine Sorge Kai, ich habe dich so verstanden wie du es meintest.

    Dann sage ich jetzt Michael.
    Hallo Michael, kennen wir uns ? Nein
    Ich kenne deinen Block und habe, so klaube ich zu mindestens, dir dort auch schon mal geschrieben.
    Du hast aber recht, mansche Menschen fragen lieber 10 mal dumm anstelle für 5 min das große Orakel Google zu befragen. Ich muss aber gestehen das ich in meiner Anfangs zeit auch hier und da was dummes gefragt habe.

    Hier hast du ja ein Thema angeschnitten Heiko, ich hoffe das sich wenigstens so mansch einer nun Gedanken macht wenn ehr in einem Forum was fragt oder beantwortet.

  9. Dirk_W sagt:

    Ich will mit meinem Beitrag mal nicht die offenkundig zutage tretenden menschlichen Defizite in den Mittelpunkt stellen, sondern die Reife der Online-Kommunikationsplattformen.

    Zunächst aber möchte ich mal klarstellen, dass ein Blog eine Plattform eines Individuums (das kann auch ein Institut sein) ist sich mitzuteilen, verbunden mit der Einladung mit diesem in einen Dialog zu treten (eine 1:n Beziehung). Ein Forum ist dagegen ein Marktplatz der Dialoge zum Austausch von Meinungen und Wissen (eine n:n Beziehung). Beide Angebote sind im Grunde gute Ideen fremde Menschen miteinander in Kontakt treten zu lassen. Das allgemeine Angebot an Dialogplattformen ist darüber hinaus sehr vielseitig (ohne jetzt ein einzelnes weiteres aufzählen zu wollen – und dazu zählen nicht nur die sozialen Netzwerke).

    Dialoge (hier die n:n-Beziehungen) werden aber nicht nur auf solchen Plattformen ermöglicht, sondern auch bspw. auf Marktplätzen die originär für einen ganz anderen Zweck eingerichtet wurden, z.B. Online-Kaufhäuser.

    Wir leben also in einer Welt der permanenten Einladung dazu sich mitzuteilen. Gerade das aber ist nicht immer gut, können doch viele mit diesem Angebot (noch) nicht umgehen. Die Probleme dabei sind allgemeine Kommunikationsdefizite, ein wenig geschultes Verständnis diese Angebote gewinnbringend zu nutzen und schließlich auch die gefühlte Anonymität. So sind sie leider auch ein Spiegel vieler Defizite und für viele Nutzer wenig ergiebig.

    Aber nicht nur viele „Nutzer“ dieser Dialog-Marktplätze können mit diesen Angeboten (noch) nicht umgehen, auch die Betreiber sind zumeist überfordert. In eine sinnhafte und gewinnbringende Moderation ihrer Marktplätze investieren fast alle viel zu wenig. Tatsächlich bedarf es auf Seiten der Betreiber von n:n-Dialog-Marktplätzen eines intensiven und intelligenten Dialog-Marktplatz-Managements und wahrscheinlich die Moderation durch echte Experten.

    Aus dieser Perspektive sind aus meiner Sicht heute also weder die Nutzer noch die Anbieter reif genug für die gewinnbringende Nutzung dieser Kommunikationsform.

    In der Folge ist es aus meiner Sicht heute also nicht nur aus der Erfahrung heraus konsequent ein Forum in einem privaten Blog abzulehnen, sondern in Anbetracht der völlig unterschiedlichen Voraussetzungen, Ziele und Anforderungen auch geradezu geboten.

    Aus dem oben gesagten erschließt sich mir aber auch warum es in einem guten fachbezogenen Blog wahrscheinlich besser funktioniert. Weil eben ein Experte eine überschaubare 1:n Kommunikationsbeziehung managt.

    In diesem Zuge möchte ergänzend Heiko meinen Respekt dafür aussprechen, dass er die Größe hat klar Stellung zu beziehen. Das ist nicht selbstverständlich.

  10. Philipp sagt:

    Bitte kein Forum!!!!
    Der Aufwand ist es nicht Wert, leider. Wenn ich heute in Foren schauen kann man meistens schon nach dem zweiten Post voraussagen wo es endet. Ich meine damit Sprüche wie:

    – Benutze die Suche
    – Hinweis auf Rechtschreibung
    – Wenn man keine Ahnung hat …
    – Ist das denn nicht logisch

    Das führt dazu das wenn man die Suche benutzt man mittlerweile mehr Einträge mit dem Verweis auf die Suche findet als echte Lösungen. Fällt einem echt ein Zacken aus der Krone wenn man die Lösung weiß einen Link dahin zu schreiben oder die Lösung selbst?
    Muss man auf 100% korrekter Rechtschreibung bestehen? (Ja ich habe eine schreib schwäche) Ich dachte es ginge um Holz und nicht um einen Deutsch Unterricht. Es wird sich beschwert das die Fragen nicht sauber/ordentlich/über freundlich/etc gestellt werden aber antwortet mit Phrasen „Wenn man keine Ahnung hat ….“. Ich habe mal gelernt wie man in den Wald ruft so schallt es heraus …. Das gilt auch für die Antworten die manchen vom Himmel gefallene Meister geben ….

    Wenn jeder Lehrer/Professor/Meister/Ausbilder so denken/handeln würde gute Nacht. Ich stelle mir gerade vor wie diese Personen im Unterricht/Vorlesung/Schulung jedes neue Jahr damit beginnen würden „Stellen sie keine Fragen benutzen sie die Suche“. Und bitte Stellen Sie Fragen so wie nach Vollendung der Schule/Studium/Ausbildung/etc ….

    Ich schreibe hier absichtlich überspitzt aber es handelt sich hier bei der Großzahl der Menschen um ihr Hobby. Das soll Spaß machen und wenn einem eine Art der Fragestellung nicht passt ändert man es nicht in dem man es mit gleicher Münze heimzahlt.

    just my2cent

    Cheers
    Philipp

  11. NiRo sagt:

    Hallo Heiko,

    dein striktes „Nein“ zu einem angefügten Forum kann ich aufgrund der damit verbundenen Arbeit nachvollziehen.
    Deine gewachsene Abneigung gegen Foren sehe ich differenziert. Du hast recht mit deiner Feststellung, dass der Ton immer rauer wird, sowohl in Foren als auch in der Gesellschaft. Aber eigentlich hast du meiner Meinung nach schon die Entwicklung zum „idealen Forenmitglied“ vollzogen, nämlich nur noch etwas zu schreiben, wenn man etwas zu sagen hat und sich wenn einem die Diskussion nicht mehr gefällt zurückzuziehen.
    Ich empfinde da ähnlich wie du, weiß aber auch die enormen Vorteile der Geschwindigkeit und des Wissensfundus eines Forums zu schätzen!

    Man muss, wie so oft, abwägen ob es Sinn macht sich zu beteiligen.

    Viele Grüße und danke für deinen tollen Blog!
    NiRo

  12. David sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe mich als Neuling häufiger auf dem woodworking.de Forum rum getrieben, hauptsächlich lesend. Am interessantesten fand ich solche Themen, bei denen es um konkrete Projekte ging, bei denen man auch ein Ergebnis sah. Die sind allerdings rar. Den meisten Input habe ich von diesem Blog und von Heikos alter(?) Seite (heiko-rech.de) bekommen und tue dies noch.

    Die von Michael angemerkte Qualität der Fragestellung ist zwar richtig, leider ist das auch kein Garant dafür, dass man eine Antwort bekommt. Von daher bin ich auf dem Forum auch nur noch selten Unterwegs.

    Das ganze ist aber kein Phänomen von Holz-/Heimwerkerforen, sondern auch auf anderen Themenforen zu beobachten. Ich denke das liegt auch daran, dass die Forensoftware in der Entwicklung weitgehend stehen geblieben ist. Ein interessantes neueres Konzept geht da das Stackexchange-Netzwerk, in dem es den Fokus auf konkrete Fragen und Gute Antworten gibt. Die Site für Heimwerkerfragen (https://diy.stackexchange.com/) führt allerdings noch eher ein Nischendasein, wenn man das mit den IT-Sites vergleicht.

    Einen großen Vorteil an dem Medium Blog finde ich die weite Verfügbarkeit durch verschiedene Formate (RSS, HTML) und die Archivierung/Katalogisierung von Know-How. Das bringt mich gleich zu einer Frage an Heiko: Ist es gewollt, dass der RSS-Feed hier nur die Textanrisse, anstatt den ganzen Text beinhaltet?

  13. Jan sagt:

    Hallo Heiko,

    das sehe ich ähnlich!! Es muss auch kein weiteres Forum geben!! Ich sehe an Deinem Blog das man hier meist bessere Antworten bekommt, da hier die Interessen durch die Beiträge entstehen.

    Gruß aus HH
    Jan

  14. Andreas sagt:

    Wenn die Wurst schon auf dem Brot liegt, will ich auch noch meinen Senf dazu geben. Meine Haare sind noch nicht grau, aber Windeln trage ich auch schon länger nicht mehr, demnach bin ich schon alt genug meine eigenen Schwächen zu kennen. Und eine davon ist und bleibt nun einmal meine Rechtschreibung. Und genau wegen diser Schwäche konnte ich mir schon so einiges in den Foren anhören, ich bat auch schon um Verzeihung aber nein, Lieber mit der Hacke die Kartoffel klein schlagen anstatt sie so zu nehmen wie sie ist.
    Denn, und jetzt urteile ich mal über mich selber, ist aus mir ein guter Handwerker geworden der mit Freuden sich an alles ran gibt, und so durch eigene Fehler erkannt hat das es anders besser geht. Dieses Wissen wollte ich teilen und das Ergebnis waren nun ja nicht direkt Beleidigungen aber immerhin noch Worte die mir nicht gefallen haben. Da ich aber nicht Nachtragend oder beleidigt bin schreibe ich hier und da schon noch Kommentare.

    Herr Hild ich klaube es gibt genug Menschen die jetzt gerade den Kopf wegen meiner Rechtschreibung schütteln, wen diese Person nun ein Lehrer oder Staatsanwalt ist der gerne Auch mal was mit seinen Händen machen würde, sich aber nicht draut (“Brauche Hilfe, will Bett bauen, bin für jeden Hinweis dankbar”, “Will Schrank bauen, mit klassichen Holzverbindungen, habe keine Ahnung und kein Werkzeug, wie mach ich das?” “Ich will was verschrauben aber keine Schrauben verwenden…”) Fehler zu machen weil ehr noch nie einen Hammer in der Hand hatte muss hallt so Fragen.
    Für diese Fraktion gilt es dann aber auch Legasthenikern wegen ihrer Behinderung nicht zu diskriminieren.

    • Kai Rücker sagt:

      Hallo Andreas,

      es tut mir leid, wenn ich mit meinem Beitrag dich verletzt habe, denn du warst nicht gemeint. Bei deinem Beiträgen merkt man, dass du dir Gedanken gemacht hast, auch wenn da ein paar Rechtschreibfehler dabei sind. Mich stören vielmehr die zunehmenden Kommentare wo überhaupt nicht ersichtlich ist, was die Person will in Kombination mit vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Meist ist dann im Verlauf der Diskussion ersichtlich, dass die Person durchaus besser schreiben bzw. präziser formulieren kann, sich aber beim ersten Kommentar nicht wirklich Mühe gegeben hat, aber Hilfe von anderen Forumsteilnehmern erwartet. Dennoch finde ich es auch dann nicht richtig beleidigend zu werden, wie leider in vielen Diskussionen geschehen.

      Grüße
      Kai

    • Michael Hild sagt:

      Hallo Andreas,

      Du brauchst nicht Herr Hild zu sagen. 😉
      Kennen wir uns aus einem Forum? Ich kann mich nicht daran erinnern, jemand mal wegen seiner Rechtschreibschwäche dumm angemacht zu haben. Wegen strikter Verweigerung von Kommas und Groß-und Kleinschreibung vielleicht, aber nicht wegen sowas.

      Möglich, dass mein Kommentar falsch rüber gekommen ist. Ich habe natürlich kein Problem wenn völlige Neueinsteiger Fragen stellen. Bis 2009 hatte ich ja selbst nichts mit Holz am Hut. Was mich stört ist die Tatsache, dass sich diese Personen, so scheint es zumindest, vorher absolut keine Gedanken gemacht zu haben. Sondern sie melden sich im Forum an, schreiben, dass sie ein Bett bauen wollen und ERWARTEN dann, dass sie eine 1:1 Zeichnung, eine komplette Werkzeug- und Materialliste bekommen und eine Schritt für Schritt Anleitung. Bekommen sie das nicht, wird gemault. Und das sind dann oft diejenigen, die sich beleidigt fühlen, wenn man ihnen sagt, sie sollen sich zuerst Gedanken machen und dann konkrete Fragen stellen. Und bei solchen konkrenten Fragen wird selten einer komisch von der Seite angemacht.

      Wenn ich mich in komplettes Neuland begebe, dann schau ich in ein passendes Buch oder drehe das Internet mittels Google auf links um mich mit den Grundsachen zu beschäftigen und zu informieren.
      Wenn das dann erledigt ist, sind viele Grundsätzlichkeiten geklärt und ich kann in einem Forum Fragen stellen, über Sachen die noch offen sind, die man auch ohne bei Adam und Eva anfangen zu müssen beantworten kann. Und das wird dann zu 90% auch gemacht, ohne dass ein dummer Kommentar fällt.
      Das es immer mal User gibt, die jede Möglichkeit nutzen zu stänkern, das ist leider so.

      Ein Beispiel was mir da gerade noch einfällt:
      Vor ein paar Wochen/Monaten kam die Frage „Was ist der Unterschied zwischen Exzenter und Schwingschleifer?“. Das ist dann wieder so ein Ding, da braucht man sich nicht zu wundern, wenn man auf die Suchfunktion verwiesen wird. Es dauert vielleicht ne viertel Stunde, inkl. Videos gucken und ich weiß per Suchmaschine wie ein Exzenter und wie ein Rutscher funktioniert. Und bei solchen Fragen kommt halt das Gefühl auf, die Leute sind einfach nur zu faul um sich selbsttätig um Informationen zu bemühen.

      Grüße

      Michael

  15. Jürgen sagt:

    Hallo Heiko!
    Ich bin froh das es deinen Blog gibt und lese ihn auch gerne.
    Wenn ich Fragen zu einem Thema im Bereich Holzwerken hatte,
    hast du immer geantwortet und das gibt einem Sicherheit. Vor allem wenn man mit der Marterie nicht so vertraut ist.
    In vielen Foren geht es nur im ersten drittel um das eigentliche Thema und dann schweifet alles in weite Ferne ab. Von mancher Klugscheißerei oder persönlicher Selbsbeweihräucherei ganz zu schweigen. Das verunsichert einen manchmal und hilft gar nicht weiter.
    Mach einfach mit deinem Blog und deinem Youtube-Kanal so weiter wie bisher und ich werde dir treu bleiben.

    Gruß

    Jürgen

  16. Anonymous sagt:

    Hallo Heiko,

    das ist in der Tat eine Entwicklung, die mir auch aufgefallen ist obwohl ich erst seit gut einem Jahr diese Foren intensiv nutze. Ein Aspekt der mir besonders in den letzten Monaten aufgefallen ist die Veränderung von einem Austausch unter Holzfreunden zu einem „Dienstleistungsforum“. Viele neue Themen drehen sich um Beratung, Kostenvoranschläge oder auch die Wertschätzung von Holz/ Maschinen. Dabei hat man bei vielen Beiträgen das Gefühl etwas ausgenutzt zu werden, vor allem wenn sich wirklich keine Mühe mit der Frage bzw. Rechtschreibung gemacht wird. Gerade in der Rubrik Neuling fragt Profi im Forum woodworker.de sind die meisten neuen Themen mittlerweile „Frage und Antwort“ Threads. Ich hoffe ihr versteht das richtig, denn ich habe zu Beginn meines Holzwerken auch jede Menge Fragen gestellt, aber auch versucht mir Mühe zu geben und nach einiger Zeit auch Antworten zu formulieren.
    Ich kann daher einige etwas unfreundliche Kommentare durchaus nachvollziehen, wobei hierbei ein nicht beachten sicherlich die bessere Alternative wäre bzw. eine höfliche Antwort. Beleidigungen oder persönliche Angriffe sind auch im Falle solcher Threads nicht angebracht.

    Beste Grüße aus Hessen
    Kai

  17. Bernhard Heitkämper sagt:

    Hallo Heiko,
    ich darf mich meinen „Vorrednern“ anschließen.

    Wenn man nicht gerade zu den Insidern zählt, stellt man in den Foren am besten keine Frage; da wird man von diesen selbsternannten Spezialisten sehr oft niedergemacht. Ich habe in der letzten Zeit immer öfter den Eindruck gewonnen, da geht es einigen nur um die Selbstdarstellung! Nichtzuletzt um eine „Leistungsschau“ der teuren Maschinen und Werkzeuge.
    In diesem Zusammenhang möchte ich auf Guido Henns Frästisch verweisen, in dem eine grüne Bosch verbaut ist. Es muss also wohl nicht immer eine Festool, Makita, Dewalt Protool, etc. sein. Auch mit einfacheren Maschinen und Werkzeugen lassen sich ganz anständige Dinge herstellen. Unsere Altvorderen hatten früher nur bedingt Maschinen und sonst nur Handwerkszeuge und sie haben damit einiges geschaffen.

    Deine Seite und Videos sind insofern für mich immer von Nutzen, als dass ich immer wieder schauen kann, wie machst du etwas, wie löst du das Problem.

    In diesem sinne hoffe ich, dass du deine seite weiter betreibst und viele Dinge in Fom von Videos oder Schriftform vor- und darstellst.

    Grüße aus Mainz
    Bernhard Heitkämper

    Wenn ich den Blog von jemanden verfolgen kann, bringt mir das im Endeffekt mehr. Ich sehe da schon sehr gut, ob derjenige „was kann“. Habe ich dann noch Fragen, kann ich den Betreffenden direkt anschreiben.

  18. Michael Hild sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe mir die Kommentare contra Foren durchgelesen und mir erscheint die Sichtweise etwas einseitig. Es ist schon richtig, dass der Umgangston in den letzten Monaten in beiden Foren nachgelassen hat. Nur ich weiß nicht, ob es richtig ist, die „Schuld“ immer nur bei den Antwortenden zu suchen. Ich denke es liegt auch oft daran, wie und was und wie oft schon gefragt und wie auf Antworten reagiert wird. Es kommt ja nicht selten vor, dass jemand mit 0,0 Ahnung, die Antworten von erfahrenen Holzwerkern ablehnt oder in Frage stellt, weil die Tatsachen ihm nicht in den Kram passen.
    „Brauche Hilfe, will Bett bauen, bin für jeden Hinweis dankbar“, „Will Schrank bauen, mit klassichen Holzverbindungen, habe keine Ahnung und kein Werkzeug, wie mach ich das?“ „Ich will was verschrauben aber keine Schrauben verwenden…“
    Jetzt mal überspitzt ausgedrückt.
    Was soll man dazu denn vernünftig anworten? Ich denke es gehört zu einer konkreten Frage schon dazu, sich vorher wenigstens ein paar Gedanken zu machen und dann die Frage auch konkret zu formulieren, nur so kann man dann auch vernünftig antworten und helfen.
    Dazu gibt es dann noch die zig Anfragen über Werkzeugkäufe, bei denen man sofort merkt, derjenige will sich nicht selbst informieren sondern alles auf dem Silbertablett haben und dann noch ne die Ergebnisse einer Profimaschine benötigen, aber nichts zahlen wollen. Wirklich anstrengend wird es dann, wenn solche Fragesteller noch zu der beratungsresitenten Sorte gehören.
    Die Sorte Mensch, die innerhalb eines Threads, egal ob es jetzt um Werkbänke oder Tischkreissägen geht, dreimal ihre Meinung um 180° ändern gibt es ja auch noch.

    Von daher sehe ich „das Problem“ auf beiden Seiten.
    Bleibt die Frage, warum es in den letzten Monaten so zugenommen hat.

    Grüße

    Michael

    • Sebastian sagt:

      Hallo Michael,

      du hast sicher vollkommen recht mit deiner Aussage, dass die Ursache für die momentane Entwicklung auf beiden Seiten zu suchen ist. Nach der 25. Frage, welche Formatkreissäge für 200€ zu empfehlen ist, würde mir auch irgendwann die Geduld fehlen. Ich kann natürlich auch nur die Sichtweise eines Neu-Nutzers diverser Holzwerkerforen widergeben.

      Auch wenn mein Beitrag die Foren doch eher negativ bewertet nutze ich sie dennoch und bin dankbar für geduldige Antworter wie Dich, die immer wieder kompetent auf die verschiedensten Fragen eingehen. Der Punkt mit der schwammigen bis hin zur haareraufenden Fragestellung ist mir allerdings oft aufgefallen beim Mitlesen.

    • Andi sagt:

      Hallo Micha,

      auch ich kann Dir 100 % zu stimmen. lächel ……die besten Threads sind die „hab kein Werkzeug, keine Werkstatt und keine Ahnung“

      Und das mit der 180 Grad Kehrtwende ist mir sicher auch schon das ein oder andere Mal selber auch schon passiert. Liegt aber daran, 20 Diskutierende, 30 Meinungen und Werkzeugbeteuerungen die dann meist auf Premiumwerkzeug heraus laufen. Aber einem „Keine Ahnung Typ“ ständig was von einem Lie Nielsen Hobel zu erzählen bringt keinen Weiter von Beiden.
      Wie gesagt, ich habe selber einmal nach einem Hobel gefragt, nach 5 Tagen war man fast der einhelligen Meinung, das nur ein selbst geschmiedetes Hobeleisen das wahre ist. 🙂 Da stand ich als Anfänger aber ziemlich blöd da. Woher jetzt noch einen Hochofen herbekommen, hatte ich doch schon keinen Hobel.

      Verzeiht mir den Zynismus.
      Gruß Andi

  19. Frank sagt:

    Für mich ein sehr interessanter Beitrag. Denn ich merke in den Foren, wie die „gehaltvollen“ Beitragenden weniger werden, was natürlich die Qualität der Antworten und damit das Niveau leiden lässt.

    Ich denke, beides hat seine Daseinsberechtigung. Wenn Du zu einer Detailfrage eine schnelle Antwort willst, dann ist das Forum gut. Da sollten die „Wissenden“ auch antworten und nicht auf die Suche verweisen. Wenn es um ein Thema geht, dann hat der Blog Vorteile, da von vorn herein die Anmerkungen unter dem Thema gefasst sind.

    Das Forum ist auch breiter gestreut. Du kannst Dich unmöglich an allen möglichen Blogs beteiligen. Eine Frage im Forum wird also von mehr Leuten gelesen und beantwortet. Dadurch kommen oft auch sehr unkonventionelle Ratschläge an, oder Infos von Wissen aus einem ganz anderen Kulturkreis.

    Projekte und Themen sehe ich im Blog also besser aufgehoben. Einzelfragen, spontane Infos, durchaus auch Diskussionen, finde ich im Forum besser platziert.

    Grüße aus Frangn

    Frank von Natural-Farben.de

  20. Sebastian sagt:

    Hallo Heiko,

    auch ich habe versucht, meinen Einstieg über diverse Foren zu erleichtern. Genau wie deine Kursteilnehmer habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass man als Neuling oft nicht für voll genommen und verunsichert wird, ob das denn überhaupt zu schaffen sei.

    Mittlerweile lerne ich lieber über diverse Blogs, da ich hier Projekte zusammenhängend und Schritt für Schritt verfolgen kann, was in Foren oft unmöglich ist durch die zwischendrin fast unvermeidlichen Grundsatzdiskussionen. Durch die vielen Videobeiträge und die ausführlich bebilderten Projektvorstellungen der vielen Blogs habe ich mir schon sehr viel abschauen können. Sei es der Profi-Tip von Dir oder der Bericht über einen Fehlschlag eines Hobby-Heimwerkers, aus beidem kann ich für mich wertvolle Erfahrung ziehen.

    Auch begrüße ich deine Einstellung sehr, nur Maschinen und Werkzeuge zu kommentieren, die du selbst getestet hast. Wergzeugempfehlungen abseits von Festool, Altendorf & Co. kann man sich in Foren nicht mehr einholen, da sowieso alles „China-Schrott ist“, aber jeder etwas dazu sagen muss, ohne es auch nur einmal in der Hand gehabt zu haben. Hier fehlt mir in Foren sehr oft die Zurückhaltung nach dem Motto „Wenn man nichts zu sagen hat…“.

    Gruß,
    Sebastian

  21. Stefan Ruschak sagt:

    Hallo Heiko,

    ich kann mich deinem Kommentar zu 100% anschließen. Ich finde es schade dass sich die Teilnehmer inzwischen schon mehr auf Werkzeugansichten versteifen als auf die eigentlichen Projekte. Es scheint als wäre inzwischen das Werkzeug wichtiger als das fertige Möbel.
    Bitte mach mit deinem Blog weiter wie bisher. Es ist meine tägliche Lektüre und hilft mir bei meinen Projekten ganz ungemein!
    LG

    Stefan

  22. Klaus Brandtscheit sagt:

    Hallo Heiko,
    ich muss mich den Vorgängern komplett anschließen. Deine Vidio’s sowie die Beiträge verfolge ich mit einer großen Begeisterung,selbst in meinem Urlaub in
    Thailand.Ich habe schon sehr viel Tipp’s und Trick’s aus Deinen Beiträgen
    umsetzen können.Dafür möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen.
    Weiterso,mit Deinem wirklich sachlich-kompotenten Blog.
    Gruß-Klaus

  23. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    auch ich möchte meine Meinung zu diesem Thema gerne bei Dir äußern. weil in den beiden Foren möchte ich mich eigentlich nicht mehr zu Wort melden, weil ich nun ein paar Mal schlechte Erfahrungen mit dem Umgangston dort gemacht habe.

    In meiner Anfangszeit waren die beiden Foren aber für mich oft sehr hilfreich und ich war auch nicht überdrüssig, zum 100 ersten Mal über Tischkreissägen zu lesen, zum 100 ersten Mal die Antwort zu bekommen, das nur im Mondschein gehärteter Stahl für ein Hobeleisen tauglich ist und das an einer Ulmia Hobelbank eh kein Weg vorbei führt, sollte man es ernst meinen, mit dem Holzwerken. Auch wenn Letztere totaler Schrott aus den 80 ern ist, versägt und verhämmert und 200 Stunden Aufarbeitung und 800,- € Einsatz bedarf. Holzwerken, so die einhellige Meinung, funktioniert nicht auf einem Werktisch, Campingtisch und schon gar nicht auf einer Werkbank aus Fichte.

    Ich bin ja ein Internet Kind und schon seit den frühen 90 ern im Internet unterwegs. Auch war ich schon in einigen Foren unterwegs, zu Themen, die mich zur damaligen Zeit beschäftigt haben. Allerdings ist mir dort, in keinem dieser Foren, so ein rauer Ton entgegen geschwappt, wie es bei den beiden Holzwerker Foren des öfteren der Fall ist. Aber nun ja, auf dem Bau herrscht ein rauer Ton, und die sogenannten Profis, die sich dort Tummeln, wahrscheinlich genervt sind, sich über so lapidare Dinge wie Maschinen unterhalb der Festool Grenze zu unterhalten. Mein Haus, Mein Auto, Mein Boot etc. pp

    Diese Entwicklung ist sehr schade, weil die netten Holzwürmer in den Foren in diesen Verallgemeinerungen mit hinein gezogen werden. Meiner Ansicht nach funktioniert das nur, wenn ein Forum sehr straff geführt wird, sprich stark kontrolliert, was viel Zeit in Anspruch nimmt, die man als „Allein Betreiber“ überhaupt nicht hat. Und sehr schnell wäre Dein „guter Ruf“ dahin 🙂

    Ich für meinen Teil, veröffentliche auch 99,9 % der Kommentare in meinem Blog. Was ich allerdings ganz klar abgeschaltet habe, ist das „Anonyme“ Posten. Da habe ich zu Anfang ein paar unfreundliche und vor allem unqualifizierte Kommentare bekommen. („Hey Alter Sprüche“) Das hat aufgehört, weil jeder zumindest mit seiner Richtigen oder Online Identität hinter den Kommentaren steht. So wurde die Zensierungsrate auf meinem Blog gegen „Null“.

    Also Heiko, bitte mach einfach so weiter. 🙂 Und lass Dir kein Forum ans Bein binden………

    Gruß Andi

  24. Tom B. sagt:

    Hallo Heiko,

    … Du sprichst mir sehr aus der Seele – Danke dafür!

    Ich habe ähnliche / gleiche Erfahrungen gemacht wie Du. Vielleicht war mir das noch gar nicht so bewußt, aber Du hast natürlich Recht. Der heutige, „echte“, fachlich fundierte Austausch findet offenbar nicht mehr, wie noch vor ca. 1 Jahr in Foren statt – sondern in Blogs.

    Mir ging / geht es ähnlich wie Dir. Ich habe eigentlich gar keine Lust mehr, im Forum was zu schreiben – vor allem in „dem einen“. In dem anderen (das, mit der älteren Software) geht’s noch besser. Gut ist es aber leider auch nicht (mehr). Aber dort sind wenigstens noch einige von denen, die „wirklich“ Ahnung & Erfahrung haben – und nicht nur so tun, als ob.

    Womöglich ist auch das ein Grund, warum ich nun seit rd. 2,5 Monaten einen „eigenen“ Blog habe. Mir macht das mehr Spaß und bringt mir mehr.

    Herzliche Grüße

    Tom

  25. stefan sagt:

    auch von mit Zustimmung. mach mit deinem block so weiter wie bisher.
    auch ich lese in den genannten foren fast täglich mit, allerdings schreibe ich nur noch selten.
    der Umgangston ist immer rauher geworden, wobei da immer die selben Personen aufffallen.
    auf gezielte fragen kommen erstmal wieder die obligatorischen antworten: hatten wir schon, nutz die Suchfunktion (die allerdings eine Katastrophe ist), ….
    von 20 beiträgen sind oftmals nur 2-3 brauchbar, und auch hier sind es dann oftmals die gleichen leute, die wirklich weiterhelfen. spontan fällt mir da ein Heiko rech 🙂 und ein Michael hild ein.

  26. Christian sagt:

    Hallo Heiko,
    wenn ich eine Frage zum Holzwerkeln habe, gebe ich diese oft in Google ein und werde dann zu den Foren weitergeleitet (auch zu allgemeinen Foren wie gutefrage.de usw.). Meine Erfahrung ist, dass eine von fünf Antworten
    brauchbar und etwa eine von zehn Antworten sehr brauchbar und fachlich sehr fundiert ist. Die restlichen Beiträge halte ich meist für Gefasel und Blabla. Oft lassen sich solche unnützen Beiträge an Gegenfragen wie „Was genau willst du denn machen…“ oder an höchst allgemeinen Ratschlägen wie „Da würde ich einen Fachmann fragen…“ erkennen. Manchmal entwickelt sich, vorzugsweise bei halbwissenden „Experten“, ein emotionsgeladener, ping-pong-artiger Disput darum, wer denn nun Recht habe.
    Ich finde es nervend, mich durch solche Nonsens-Beiträge zu kämpfen, um dann endlich noch den hilfreichen Post zu finden.
    In deinem Blog gibt es m.E. nur hilfreiche Beiträge. Daher schätze ich ihn sehr.

    Viele Grüße
    Christian

  27. Fabian Glänzer sagt:

    Hallo Heiko,

    Da stimme ich dir auch 100%ig zu.

    Ich muss allerdings sagen das ich manchmal etwas scheu habe dir gezielte Fragen zu Themen fremden Dingen zu stellen, da es ja dafür eigentlich die Foren gibt und ich dich nicht damit belästigen will 😉
    Aber da ich weiß das man von dir immer eine freundliche und konstruktive Antwort bekommt ringe ich mich dann doch immer wieder durch.

    Gruß Fabian

  28. Tobi sagt:

    Hi Heiko,

    ich kann dir ebenfalls nur zustimmen und begrüße deine Absage an ein eigenes Forum. Sofern du keine eiserne Hand in der Moderation führst, wird sich dort früher oder später das Gleiche abspielen, wie bei den Woodwork*-Foren. Zu Beginn dachte ich, dass das kleinere Woodworking-Forum verschont bleiben würde (kleiner Mitgliederkreis, alte Software, etc), aber auch dort lesen ich inzwischen immer weniger und beteiliger mich immer seltener.
    Die beiden großen Foren haben für mich seit einem halben Jahr kontinuierlich an Reiz verloren. Habe ich zu Beginn meiner Holzwerkerzeit (vor einigen Jahren) noch täglich mehrmals dort gelesen, gehe ich inzwischen nur einmal pro Woche dort online.
    Klar, zu Recherchezwecken sind sie immer noch brauchbar, aber die Wahrscheinlichkeit im „Vorbeilesen“ etwas Nützliches mitzunehmen ist gegen Null gesunken.
    Die Schwemme an Beiträgen, die dort inzwischen täglich eingeht und sich meistens zum x-ten Male wiederholt, macht für mich die großen und kleinen Blogs zu viel interessanteren Seiten.
    Dort finden sich Beiträge, die in einem großen Stück alle wichtigen Informationen zusammenfassen und man muss sich nicht stundenlang durch eine Unzahl von Beiträgen lesen, um evtl. noch eine zusätzliche Erkenntnis zu gewinnen. Außerdem kann man nach ein paar Artikeln des Autors abschätzen, wohin die Reise in Zukunft geht und so noch einmal nach persönlichen Vorlieben filtern.
    Natürlich kann man auch argumentieren, dass durch die vielen Blogs, die Projektvorstellung in den Foren noch weiter abnehmen, aber aus eigener Erfahrung finde ich es ziemlich ärgerlich, wenn der mühevoll verfasste Beitrag hinter einer Masse „nutzloser“ Themen verloren geht.

    Ich selbst bereue es bisher zu keiner Minute meine Projekte ausschließlich in meinem Blog in ganzem Umfang zu veröffentlichen.

    Liebe Grüße und weiter so
    Tobi

  29. Volker sagt:

    Hallo Heiko,
    deinen Worten ist aus meiner Sicht grundsätzlich nichts hinzuzufügen!

    Gott sei Dank gibt es aber auch einige kleine Foren, in denen ein harmonischer und hilfsbereiter Tonfall herrscht. Ich bin glücklich, in einem solchen Forum Mitglied zu sein und andererseits auch von Deinem tollen Blog zu profitieren.

    Vielen Dank
    Volker

  30. Siggi Ch. sagt:

    Hallo Heiko,

    Dein klares „Nein“ auf die Anfrage nach einem Forum finde ich gut und kann sie gut verstehen; dafür müsstest Du dann Abstriche bei anderen Sachen machen, die sehr gut laufen und wovon ganz offensichtlich sehr Viele profitieren.

    Mit dem woodworking.de-Forum habe ich relativ wenig Erfahrung – ich finde das Layout einfach zu anstrengend. Allerdings habe ich auch dort schon gezielt nach etwas gesucht und meist auch gefunden. Mehr kann ich aber dazu nicht sagen.

    Bei woodworker.de bin ich am Anfang meiner Holzwerkenzeit sehr intensiv gewesen – habe sehr viel gelesen und auch sehr viel theoretisch gelernt oder Antworten auf Fragen gefunden.
    Das hat sich dann verändert, nachdem ich Deine Seite entdeckt hatte und unglaublich viel von den vielen Videos profitiere – ebenso von den Blogbeiträgen – und auch von manch anderem Blog oder auch von der ein oder anderen Seite im Netz.
    Was mich auch immer wieder bei woodworker gestört hat, war, dass ich heute letztmalig z.B. gelesen habe: „Dies hier ist ein Profiforum……….“. Klar ist es schön, wenn mal als Neuling echte Profis fragen kann ……..aber am Anfang habe ich schon hin und wieder überlegt, ob ich dort auf eine gestellte Frage überhaupt eine Antwort geben darf – weil schließlich bin ich ja kein Profi ….und werde auch nie einer werden.
    Und auch wenn es vermutlich immer nur Einzelne sind – aber der Umgangston war teilweise schon mehr als unfreundlich; aber das kann man wohl bei keinem Forum ausschließen.

    Gruß,
    Siggi

    • F. sagt:

      Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich aud woodworker.de nur einen einzigen Post gelassen um auf meine Seite aufmerksam zu machen. Als Antwort gab es nur Beleidigung und Vorwürfe für Festool Werbung zu machen. Auf das Niveau solcher „Holzwerker“ möchte ich nicht zurück fallen. Damit ist woodworker.de für mich abgehakt….

  31. AlGe sagt:

    Das unterschreibe ich so.

    Meine Forenbeiträge sind inzwischen sehr selektiv und zumeinst auch nur dann, wenn ich den Fragesteller „kenne“. Aus den im Beitrag genannten Gründen habe ich mich aus einem Forum, in dem ich recht aktiv war zurückgezogen und lese jetzt nur noch. Mich ödet das gelebte Fanboytum und die überzogenen (Heimwerker-)Egos (die das Geschrieben oft genug konterkarieren ohne dass die Schreiber das wahrnehmen) zunehmend an. Dafür werden die abonnierten Themenblogs wieder mehr.

    Und, last but not least, kann man die gesparte Forenzeit ja auch für aktives Werkeln ganz gut einsetzen…

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