Bau einer neuen Werkbank – Teil 1

Bau einer Werkbank mit Sandfüllung - Der Zuschnitt

Der Zuschnitt

Nachdem der Entwurf für die Werkbank soweit fertig war, ging es an den Bau. Als Material kommt Birke Multiplex in einer Stärke von 18mm zum Einsatz.

Meine große Werkbank ist aus Seekiefer Platten entstanden, da zu dieser Zeit Multiplex sehr teuer war. Derzeit sind die Multiplexpreise recht gut und ich habe mich dafür entschieden. Es ist robuster als Seekiefer und lässt sich noch besser verschrauben. Die Oberfläche ist auch schöner.

Insgesamt habe ich zwei Platten mit 1,5m Breite und 3m Länge verbraucht. An dieser nur 1,5m langen Werkbank ist also mehr Material, als an der ersten Werkbank, die immerhin 2,4m lang ist.

Die großen Teile habe ich mit der Handkreissäge zugeschnitten, die kleineren Teile mit der Tischkreissäge.

Bei den Seitenteilen bin ich etwas vom ursprünglichen Entwurf abgewichen. Statt sechs aufrechter Streben habe ich nur fünf eingesetzt. Die komplette Konstruktion ist verschraubt, nicht geleimt. somit habe ich immer noch die Möglichkeit die Bank umzubauen.

Bau einer Werkbank mit Sandfüllung - Die Füsse

Bau der Seitenteile

Die Bankplatte besteht aus einer unteren Platte, diese liegt auf den Seitenteilen auf, den Verstrebungen und der oberen Platte. Das Alles zusammen ergibt eine enorm verwindungssteife Konstruktion.

Bau einer Werkbank mit Sandfüllung - Die Plattenkonstruktion

Das Innere der Platte

Beim Zuschnitt der Streben ist Präzision gefragt. Alle Streben müssen exakt gleich breit sein, da diese dafür verantwortlich sind, dass die Werkbankplatte eben bleibt. Insgesamt sind 9 Streifen Multiplex in der Platte als Streben eingebaut. Die beiden Außenstreben sind aus zwei Streifen, die mittlere aus drei Streifen zusammengesetzt. Die Streifen wurden mit Schrauben und Leim verbunden.  an allen Stößen, an denen sich Streben, Platten und Seitenteile treffen ist die Konstruktion verschraubt. Es sind mehrere hundert Schrauben in dieser Werkbank und halten alles wirklich bombenfest zusammen.

Und so sieht der Rohbau der neuen Werkbank aus:

Bau einer Werkbank mit Sandfüllung - Der Rohbau

Der Rohbau

Die T-Nut Schienen sind auch schon da. Die Werkbank ist in diesem Zustand schon sehr schwer. Die Sandfüllung ist ja noch nicht in der Bank und ich werde auch aufgrund des jetzigen Gewichtes weniger Sand als geplant einfüllen. Damit die Hohlräume aber dennoch etwas gefüllt sind, werde ich einen Teil des Bankinneren auch mit Styropor füllen. Erst wird aber noch der Unterbau fertig gestellt. Unter der Bank soll Stauraum entstehen, eine Ablagefläche und ein Platz für den Sauger und den Schlauch. Dazu aber mehr im nächsten Teil.

 

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54 Kommentare zu Bau einer neuen Werkbank – Teil 1

  1. Moritz Wendling sagt:

    Hallo Herr Rech,

    ich würde gerne wissen, ob Sie auch OSB für ein verwendbares Material für die Werkbank halten.
    Als Schüler ohne Einkommen will ich versuchen, so wenig Geld wie möglich auszugeben, von daher fällt Birke MPX für mich schon einmal raus, aber auch Seekiefer MPX, wie Sie es in der ersten Bank verwendet haben, ist im Vergleich zu OSB Platten immer noch teuer.

    Dass OSB nicht die gleiche Steifigkeit wie Schichtholz besitzt, erscheint mir logisch, aber ist der Unterschied bei einer so steifen Bauweise vielleicht vernachlässigbar, wenn es vor allem darum geht den Preis niedrig zu halten, oder sind die Nachteile doch zu gravierend ?
    Als Tischplatte hatte ich aber allein wegen der Planheit schon MDF verwenden wollen.

    Vielen Dank schon einmal für Ihre Einschätzung!

    Beste Grüße

    Moritz Wendling

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      OSB geht, ist aber meiner Meinung nach nur eine Notlösung. Es kann nicht sehr gut verschraubt werden und ist nicht so stabil. Wenn es halt nicht anders geht ist OSB für die erste Werkbank in Ordnung, aber eben nicht als dauerhafte Lösung.

      Gruß

      Heiko Rech

      • Moritz Wendling sagt:

        Lieben Dank für die blitzschnelle Antwort!

        Ich hatte vorgehabt, die Bank sowieso zu verleimen, sie muss nicht anpassbar oder erweiterbar sein, damit wäre das Problem des Verschraubens immerhin gelöst.
        Ist denn die Maßhaligkeit von OSB ansatzweise so gut wie die von Multiplex, sodass sich die Werkbank auch nicht verzieht?

        Vielen Dank für die tolle Hilfe,

        Moritz

  2. Johannes sagt:

    Hallo Heiko,
    in den Kommentaren hast Du schon mal angedeutet, dass Du Birke gegenüber Buche MPX bevorzugst. Ich habe in Anlehnung an den bei Dir im Kurs gebauten Schrank bisher in Birke gebaut und fange jetzt gerade an mit dem Bau von (einfachen) Werkstattmöbeln begonnen.
    Spontan hätte ich Buche MPX als geeigneter da härter eingeschätzt.
    Was ist deine Empfehlung als Material für Werkstattmöbel (Schränke/Schubladen) aus Plattenmaterialien und warum Buche MPX gerade nicht?
    Danke für die Info und Gruß
    Johannes

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Johannes,

      Buche Multiplex verzieht sich gerne mal und ist meist unnötig schwer. Bei meinem Holzhändler ist es zudem auch noch teurer als Birke. Daher nehme ich für Werkstattmöbel meist Birke Multiplex. Oft sogar nur in 15mm Stärke.

      Gruß

      Heiko

  3. Arne Kühl sagt:

    Hallo Herr Rech,

    Ihre Werkbank sieht wirklich sehr gut aus, ich will nun meine alte Hobelbank entsorgen und diese Bank nachbauen. Da meine Werkstatt recht beengt ist, habe ich überlegt, die Stützen hohl auszuführen und ggf. hinterher Schubladen rein zu bauen (Ich hatte mal einen IKEA-Küchentisch der so ähnlich gebaut war).

    Eine Planungszeichnung habe ich an meinen Kommentar gehängt, da Multiplex 18 mm zu 21 mm im Moment kein großer preislicher Unterschied ist, würde ich die Bank gern in 21 mm bauen.

    Nun hätte ich gern Ihre Einschätzung, ob meine Variante ausreichend stabil ist.
    Meine Planmaße sind 1500 x 1000 für die Arbeitsfläche.
    Schon einmal vielen Dank im Voraus, Arne Kühl.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Arne,

      die Kosntruktion sieht gut aus, aber die Streben in den zwie Bankbeinen würde ich hochkant laufen lassen und nicht horizontal. Das bringt meiner Meinung nach mehr Stabilität. Du kanst dann allerdings keine Schubladen mehr einbauen. Das würde ich sowieso nicht tun. Bei jedem Hammerschlag auf die Bank wird es in den Laden scheppern. Mich würde das nerven.

      Gruß

      Heiko

      • Arne Kühl sagt:

        Hallo Heiko,

        das mit dem Scheppern ist ein sehr guter Einwand, vielen dank dafür.

      • Hans-Peter Meibert sagt:

        Hallo Herr Rech, ich habe aus diversen Anleitungen eine Werkbank gebaut. Das Material ist durchweg MDF. Als „Werkplatte“ habe ich eine 40mm Buche Leimholz Platte gewählt, in die ich u.a. T-Nut-Schienen einlasse. Die Buche Platte weist ganz leichte Unebenheiten (ist ja Naturholz) auf. Meine Frage: Soll ich zwischen die Platten (MDF-Buche) etwas legen, z.B. Papier, Pappe, Filz oder ähnliches? Ich möchte die Platten nur verschrauben (sollen demontierbar bleiben) und nicht leimen. Vielen Dank für den kurzen Hinweis.
        Gruß
        Hans-Peter

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Herr Meibert,

          eine groß dimensioniert Buchenplatte fest mit einem MDF Untergestell verbunden klingt erst einmal sehr problematisch. Die Platte wird stark arbeiten, das Untergestell fast nicht. Bei einer 40mm Buchenplatte besteht die Gefahr, dass die Platte durch die feste Verbindung mit dem Untergestell krumm wird und vermutlich auch das Gestell aus der Form zieht. Kleine Unebenheiten werden dann noch das kleinere Übel sein. Sie sollten die Materialkombination noch einmal überdenken. Wenn Sie die Werkbank dennoch so bauen wollen und die Platte mit dem Untergestell verbunden wird, dann so, dass die Platte ungehindert schwninden und quellen kann. Das erreicht man zum Beispiel über eine Verschraubung durch Langlöcher hindurch. Wenn die Verschraubung die Platte nicht gerade ziehen kann, nutzen auch untergelegte Filzstreifen nichts. Die können Sie sich also sparen.

          Gruß

          Heiko Rech

          • Hans-Peter Meibert sagt:

            Hallo Herr Rech,

            vielen Dank für die Rückmeldung.
            Leider kann ich das nicht mehr überdenken, die Werkbank ist fertig und die Buchenholzplatte ist geschnitten. Die Maße der Platte sind 110 x 65. Ich werde die einfach verschrauben und „hoffen“, dass es klappt 🙂
            Beim Bau der zweiten Werkbank, auch 110 x 65, werde ich das noch mal überdenken. Die Grundkonstruktion mit MDF und 80×80 Leimbinder als Füße, durchgehend von der oberen Platte bis zum Boden, finde ich allerdings sehr stabil. Die Arbeitsplatte aus Multiplex habe ich nicht gewollt, da bei kleinsten „Einschnitten“, die Platte sehr unschön – durch das darunterliegende „Schwarze“ aussieht? Was eignet sich denn als Arbeitsplatte wirklich gut?
            Vielen Dank.
            Liebe Grüße Hans-Peter

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo,

              ich bin mit meinen Arbeitsflächen auc Multiplex sehr zufrieden. Wenn man eine Opferschicht aufschraubt, kann man diese bei BEdarf austauschen.

              Gruß

              Heiko Rech

  4. Matthias sagt:

    LIeber Heiko,

    werde mir meine Werkbank nach deinem Vorbild bauen. Ich wollte nur fragen, da mein Budget mehr als klein ist, ob nicht auch ausschließlich Rohspanplatten in Frage kämen? Falls nicht, welche Eigenschaften stehen dagegen?
    LG

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Matthias,

      mit einer Bank aus Spanplatten wirst du nicht lange Freude haben. Sie lassen sich nicht stabil miteinander verschrauben. Nimm lieber das billigste Sperrholz, das du bekommen kannst. Das ist allemal besser als Spanplatten.

      Gru0

      Heiko

  5. Sascha sagt:

    Hallo Heiko,

    danke für den Tipp, ich werde die Werkplatten aus 30mm Birkemultiplex und den Bankaufsatz aus 21mm Birkemultiplex bauen.
    Was würdest du denn für ein Öl für die Oberfläche verwenden (hätte noch Möbelhartöl von Natural)? Kann man den Bankaufsatz aus 21mm Multiplex auch nur außen ölen, oder wird das krumm?

    Danke und viele Grüße

    Sascha

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sascha,

      für Werkstattmöbel nehme ich das was gerade da ist und verarbeite Reste. Bei den Werkbänken war das glaube ich Parkettöl von Natural. du kannst aber jedes beliebige Öl nehmen. Bei meiner Werkbankkonstruktioon ist es ausreichend nur außen zu ölen, da kann nichts krumm werden.

      Gruß

      Heiko

  6. Sascha sagt:

    Hallo Heiko,

    ich schon wieder. Welche Maße haben denn die Löcher in der Platte des MFT/3 bzw. welche Stärke hat die Platte ? Ich überlege gerade, den Werkbank-Aufsatz so zu konstruieren, dass ich die Festool-Zwingen von oben durch die Löcher stecken kann (ähnlich wie das im MFT geht).

    Vielen Dank und viele Grüße

    Sascha

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sascha,

      Lochabstand jeweils 96mm, Lochdurchmesser ist 20mm, Plattenstärke 19mm.

      Gruß

      Heiko

      • Sascha sagt:

        Hallo Heiko,

        danke für die Info. Sorry, wenn ich nochmal dumm nachfrage: Die 96 mm von Lochmitte zu Lochmitte oder zwischen den Löchern (also 116 mm von Lochmitte zu Lochmitte) ?

        Viele Grüße

        Sascha

  7. Sascha sagt:

    Hallo Heiko,

    ich plane gerade, meine Werkstatt etwas zu modifizieren. Ich habe dort zwei Werkbänke mit Metalluntergestell und Buche-Leimholzplatten als Werkplatte. Da meine Werkstatt leider nicht zentral beheizt ist, konnte ich es trotz regelmäßiger Oberflächenbehandlung nicht vermeiden, dass sich die Leimholzplatten minimal verziehen. Ich überlege daher, die Platten gegen Buche-Multiplexplatten zu tauschen. Würde das Problem nach deiner Einschätzung hierdurch vermieden / vermindert ? Ich überlege außerdem, mir für eine der Werkbänke einen Aufsatz zu bauen (mit Profilschinen für die Festool-Zwingen und Löchern analog zum MFT/3 von Festool. Wäre hier auch Buche-Multiplex ein gutes Material ? Ziel ist es u.a., eine ebene Fläche mit guten Befestigungsmöglichkeiten für das Verleimen von Werkstücken zu haben.

    Besten Dank und viele Grüße

    Sascha

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sascha,

      Buche Multiplex würde ich dafür nicht nehmen. Dann schon lieber Birke Multiplex. Aber auch das wird bei wirklich hocher Luftfeuchte irgendwann ein wenig gammeln, wenn man nicht regelmäßig pflegt, z.B. nachölt. Wenn du eine dauerhaft ebene Fläche willst, dann wirst du um einen Kastenförmigen Aufbau, wie bei meinen neuen Werkbänken wohl nicht herum kommen.

      Gruß

      Heiko

      • Stephan sagt:

        Hallo Heiko,
        erstmal vielen Dank für Deinen Blog. Wenn Saarbrücken nicht so weit weg wer, würde ich sofort einen Kurs besuchen!
        Warum ist ein kastenförmiger Aufbau wie Deiner wichtig? Geht es um das Material (Holz vs. Metall) oder der engmaschigen Unterfütterung der Arbeitsplatte?
        Ich plane gerade einen Tisch mit etwa denselben Maßen, hatte aber vor aus 40*40mm Item Profil einen Rahmen zu bauen und eine MDF-Platte auf diesen aufzulegen. Ich würde dann von der Unterseite der Platte in der Mitte eine Nut fräsen und über die ganze 1500mm Breite eine Alu T-Schiene einlassen. Durch die Nut würde der T-Träger nicht auftragen und die Verwendung von Spannzangen (durch 20mm Löcher) nicht behindern. Der Item Rahmen seinerseits würde auf Item-Profil Beinen stehen die ich auf der kurzen Seite mit waagrechten
        Ist diese Unterfütterung zu wenig?
        Schnappsidee im Allgemeinen?
        Gruß, Stephan.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Stephan,

          die hier beschriebene Werkbank verfolgt ein vollkommen anderes Konzept, wie das was du planst. Deine Konstruktion kommt dem Festool MFT sehr nahe, den ich ja auch habe. Für eine Werkbank, die leicht und transportabel sein soll ist diese Konstruktion in Ordnung. Wenn du aber die Werkbank nicht mobil halten musst, mach sie schwer. Ich habe dazu Sand verwendet. Der bringt Gewicht und schluckt Schall. Es arbeitet sich hervorragend auf diesen Bänken. Das Hohe Gewicht und die Sandfüllung sind auch der Grund für den gezeigten Aufbau. Wenn man an diesen Bänken arbeitet, scheppert nichts und es gibt auch nichts nach. Mit den eingelassenen Nutschienen konnte bisher alles gespannt werden. Das ist viel flexibler, als ein Lochraster.

          Wenn du also nicht mobil sein musst, vergiss das mit den Alu Profilen und bau richtig stabil und schwer.

          Gruß

          Heiko

  8. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,

    ich lese seit einiger Zeit gerne Deine Ausführungen hier und greife auch noch auf dem einen oder anderen älteren Beitrag Deiner ehemaligen Website zurück. Ich würde mich nicht als Holzwerker bezeichnen, so weit bin ich noch nicht, wenn ich’s denn jemals werde. Mein Focus ist momentan auch ein anderer, ich habe ein Haus aus dem Jahr 1928 gekauft, das an erstaunlich vielen Stellen noch original ist und versuche, es zu verstehen und behutsam im Zusammenspiel mit Handwerkern, „die nicht nur austauschen“ können, zu sanieren. So viel zur länglichen Vorbemerkung.

    Mir steht eine organisch gewucherte Kellerwerkstatt zur Verfügung, die beizeiten in einen frisch hergerichteten Nebenraum umziehen soll. Neben einer alten Herkules-Hobelbank (mit Glück über einen Arbeitskollegen aus einer traditionsreichen Tischlerei übernommen) soll sich an einer Wand eine Werkbank / stabile Arbeitsfläche entlangziehen. Vor dem Hintergrund der maximalen Raumausnutzung schwebt mir ein Eigenbau vor. Von daher fand ich Deine Ausführungen zur Werkbank als auch zum „Simplel-Möbelbau“ (top!) spannend. Ich wollte es eher einfach, aber stabil und dennoch ordentlich halten. Als Arbeitsplatte denke ich an eine 30 mm Mutiplexplatte, als Unterkonstruktion an Leimholzbalken (oder wie ist der terminus technicus?) als Material im Bereich von ca. 60 mm x 60 mm Kantenlänge, je nachdem was der Holzhandel bietet.

    Bei der Konstruktion an sich wollte ich mich am Unterbau der Hobelbank orientieren. Konkret einen Balken mit Auflageflächen unten quer (hier als Schmalseite gedacht), dann senkrecht zwei „Tischbeine“ in die Höhe und wieder einen Balken quer. Es entsteht eine Art Rahmen. So etwas vier mal über die Breite verteilt, in der Mitte, wo ein recht schwerer Maschienschraubstock hin soll, enger beieinander als in den Außensegmenten. Zwischen diesen Segmenten verstrebt werden soll das Ganze auch noch, incl. Regalböden.

    Was mich aber umtreibt, ist die Verbindung der Vierkanthölzer. Der Profi mag jetzt berechtigt von Zapfen, Dübeln, Zinken usw. beginnen, aber das habe ich (im Detail noch) nicht ‚drauf. Durchaus beeindruckt bin ich von den Schraubverbindungen im Zimmereibereich (Schlagwort Spax Hi-Force), also die Kombination von langen Tellerkopfschrauben und im Winkel angebrachten Vollgewindeschrauben. Das Konzept wurde von der Zeitschrift „selber machen“ (April 2013) als Verbindungsalternative zu Dübeln für einen Esstisch vorgestellt.

    Schlussendlich, hast Du Erfahrungswerte mit dieser Art von Schraubverbindungen etwas abseits von Carports, Dächern usw.? Unter Berücksichtigung der in den technischen Merkblättern gegebenen Hinweisen zu Abständen und Dimensionen sollten die Verbindungen doch recht stabil werden. Ordentliches und präzise abgelängtes Holz vorausgesetzt.

    Herzlichen Dank!
    Viele Grüße
    Stefan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Stefan,

      so wie sich das anhört ist die Belastung für diese Werkbank ja überschaubar. Da würde ich einfach Sechskant- Holzschrauben ca. 8x 150 nehmen. Mit dicken und großen Unterlegscheiben unter dem Schraubenkopf und richtig vorgebohrt halten diese Schrauben sehr gut. Der Vorteil, du bekommst sie in jedem Baumarkt oder besser noch im Baustoffhandel. die Schrauben werden beim vor dem Eindrehen nocch ein wenig eingefettet, sonst besteht die Gefahr, dass der Widerstand bzw. die Reibung zu groß wird und die Schrauben abreißen.

      Gruß

      Heiko

  9. Andreas Hollesen sagt:

    Hallo Heiko,
    erstmal vielen Dank für Deine Präsentation. Es ist immer wieder sehr motivierend Deine Projektie zu verfolgen.
    Eine Frage zu den Verschraubungen. Welche Schraubengröße hast Du verwendet?
    Du schraubst einfach in die Stirnseite des Multiplex. Ich, als Leihe, hätte Angst das sich das Multiplex bei Belastung aufspaltet. Gibt es Anhaltswerte für das Verhältnis Schraubendurchmesser zu Plattenstärke? Muss ich bei Vorbohren etwas besonderes beachten?
    Gruß
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      die Bank ist mit Schrauben 4,5 x 55 verschraubt. Wenn man nicht zu nah am Rand schraubt, platzt nichts auf. Es kommt aber auch darauf an, wlche Schrauben verwendet werden. Es gibt Schrauben mit und ohne Bohrspitze, mit dicken Kern und mit dünnem. Das musst du vorher ausprobieren. Sollte es aufplatzen musst du hal mit dem Kerndurchmesser der Schrauben vorbohren.

      Gruß

      Heiko

  10. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,
    Danke für die Infos,

    Wäre es möglich in einem Video oder ein extra Video über die fertige Bank zu machen/Berichten oder zeigen. Um in dem Video eben anderen und noch besseren Überblick auf das fertige Projekt zu haben.
    Vielleicht auch ein Feedback zum Projekt oder ähnliches.

    Wäre toll wenn dies möglich wäre.
    Würde mich und evtl. Auch andere Leser interessieren.

    Gruß Stefan R.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Stefan,

      wie ich in der letzen Zeit schon öfter erwähnt habe, wird es im Moment mit Videos nichts werden.

      Gruß

      Heiko

  11. Rupert sagt:

    Hallo Heiko

    Ich finde deine neue Werkbank sehr gut und die gefällt mir sehr !!!!
    Du eine frage hast du die große werkbank auch noch ? Brauchts du die andere Bank Für deine kurse ??? Ich habe sie damals nach gebaut bin sehr zufrieden und habe sie nach meinen gebrauch verfeinert !!! Sie ist sehr gut !!!

    Grüß Rupert

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Rupert,

      die große Werkbank ist nicht schlecht, aber ich möchte leiber zwei kleine haben. Bei mir arbeiten in den Kursen ja mehrere Leute und da ist der Lärm, en die Bank verursacht einfach störend. Das umgehe ich mit der Sandfüllung. Ich werde noch eine solche Bank bauen, die große kommt dann raus. Dann habe ich bessere Arbeitsplätze für die Kurse und natürlich auch für mich.

      Gruß

      Heiko

  12. Hannes sagt:

    Hallo Heiko
    Habe auch die MT55 mit dem Aerofix System. Das funktioniert super und ich habe daher in meiner einfachen Werkbank, 2 Platten im Abstand 7cm übereinander, auch 2 Vakuum Einheiten abgetrennt. Oben 2oer Löcher für die Ansaugung, seitlich 1 35er Loch für den Sauger. Das hält die Werkstücke erstaunlich gut, sägen, fräsen, bohren, schleifen etc kein Problem. In der neuen Werkbank könnte das einfach gebaut werden, die hat ja viele Hohlräume und der Sauger ist unter dem Tisch.
    Gruss Hannes

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hannes,

      den Sauger würde ich auf diese Art nicht betreiben, da es ihn im Dauerbetrieb so zerstören kann. Ein Sauger ist ja keine Vakkumpumpe und für diese Belastung nicht ausgelegt. Desweiteren sind in der neuen Werkbank ja keine Hohlräume mehr, die sind alle ausgefüllt.

      Gruß

      Heiko

  13. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,

    Hast du von dem Holz der Werkbank kostenkalkulation?

    Oder kannst du mir einen ungefähren Preis nennen das ich eine grobe Vorstellung habe was denn die Werkbank listen würde.

    Stellst du auch einen material liste von den Zuschnitten rein?

    Gr Stefan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Stefan,

      Meine Preise werden dir nichts nutzen, da die Preise regional sehr unterschiedlich sind. außerdem bin ich Gewerbekunde. Rechne mal mit Kosten von ca. 250 Euro für das Holz und nochnal ca. 70 Euro für Schienen, 50 Euro für Sand und Styropor.

      Eine Materialliste werde ich nicht einstellen. Die Konstruktion ist ja so einfach, das sollte man mit ein wenig Rechnen locker hinbekommen.

      Gruß

      Heiko

      • Stefan sagt:

        Hallo Heili,
        Danke erstmals für die Info.

        Ich habe überlegt deine neue Werkbank nur 2,4m wie die erste zubauen.
        Doch welches spann System kannst du mir epfehlen? Die löcherigen oder die schienen?

        Frage: wie viel Platz hast du bei der neuen Werkbank mit den 2 Fächern? Passen da die systainer rein? Wenn ja wie viel?
        Wo bringst du denn die Steckdose an und wie?

        Freundliche Grüße

        Stefan R.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Stefan,

          diese Bank würde ich nicht in 2,54m Länge bauen, das wird viel zu schwer, wenn sie mit Sand gefüllt wird. Das kann man dan nicht mehr handhaben. Als Spannsystem habe ich nur die Nutschienen drin. Das reicht mir aus, da ich ja noch andere Arbeitsplätze mit anderen Spannsystemen habe. Was für dich passt musst du schon selbst heraus finden, aber Bohrungen sind in einer sandgefüllten Bank nur mit sehr viel Aufwand zu realisieren. Wo genau die steckdosen angebracht werden probiere ich kommende Woche erst aus. Die festen Unterschränke habe ich erst einmal verworfen. Die Bank ist jetzt schon so schwer, dass ich sie mit Unterschränken nicht mehr verschieben könnte. Ich werde wohl einen Rollcontainer mit Schubladen bauen.

          Gruß

          Heiko

          • Stefan sagt:

            Alles klar danke,

            Meine Idee war gar nicht mit Sand zu füllen sondern ohne zulassen, da sie nicht mal so schwer sein muss. Das ich sie so auch evtl mal verschieben kann.meinst du das dann eine Länge von 2,4m gehen würde oder realistisch ist?
            Mein Ziel ist es auf der Werkbank Verschraubungen,Verleimungen,Schleif und ölarbeiten zu tätigen. Hobeln tue ich eher auf der Hobelbank. Und für etwas längere Werkstücke ist mir 1.5m zu wenig.
            Was kannst du mir für unter die Werkbank empfehlen das ich Maschinen,Werkzeug oder systainer abstellen kann?
            Ohne ein rollkontainer zu bauen oder drunter stellen muss.

            Danke das du dir für die Kommentare zeit nimmst.
            Wäre toll wenn du mir bei diesem Projekt ein paar Ideen oder Vorschläge schreiben könntest.

            Freundliche Grüße Stefan r.

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Stefan,

              ohne Füllung wird eine so konstruierte Bank auch in 2,4m Länge stabil werden. Bezüglich der Systainer (ich bin kein Freund von den Dingern in der Werkstatt) kannst du es ja so lösen wie bei meiner „alten“ Werkbank.

              Gruß

              Heiko

  14. Marco sagt:

    Hallo Heiko
    Hab mal eine ganz andere frage und zwar wie anspruchsvoll hast du den Meisterbrief empfunden? War für dich die Theorie anspruchsvoller wie die Praxis? Wie schwer war das Fachrechnen. Hast du dir vielleicht etwas Unterstützung geholt? Und zu guter letzt, wie ging es den bei dir aus? Was
    war den dein Meisterstück? Sorry das ich das in den Kommentaren nachfrage!

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Marco,

      die Meisterschule ist schon anspruchsvoll. Was jetzt für mich das anspruchsvollste war kann ich dir nicht mehr genau sagen, das sit jetzt schon zu lange her. mein Meisterstück war ein Büroschrank mit Schreibtisch in massiv Buche.

      Gruß

      Heiko

  15. Bernd sagt:

    Hallo Heiko,
    wofür willst du denn die Hohlräume mit Styropor füllen?
    Falls du die Schalldämpfung im Sinn hast, würde ich dir eher zur Mineralwolle raten. Die Schall dämpfenden Eigenschaften sind bei Styropor, entgegen der landläufigen Meinung, nämlich sehr bescheiden.
    Viele Grüße
    Bernd

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Bernd,

      dass Styropor keine dämmenden Eigenschaften hat ist mir klar. Es geht nur darum die großen Hohlräume möglichst leicht zu füllen. Die Höhe von 100mm (innen) der Platte und der Seitenteile ist notwendig, damit sich nichts durchbiegt. Würde ich diese Hohlräume komplett mit Sand füllen, würde die Bank viel zu schwer werden. Ich schätze mal, dass dann gute 300Kg. Sand oder gar noch mehr in der Bank wären. Mineralwolle funktioniert nicht, da sich diese unter dem Sand zusammendrückt.

      Gruß

      Heiko

  16. Patrick sagt:

    Hi Heiko,
    ich hab die fast Baugleiche Bosch. Möchte diese gegen nix tauschen, hat ja auch das gleiche Schienensystem. Wenn Mafell/Bosch jetzt noch sowas wie einen Rapid Spanner raus bringt ist es Perfekt. Sind die T-Nut Schienen von Incra.

    Gruß Patrick

  17. Patrick sagt:

    Hallo Heiko,
    sieht wirklich gut aus. Es ist immer wieder interessant zu sehen, das doch während des Baus eines solchen Projektes sich der Ursprünglichen Bauplan anpassen muss. Man sieht die Mafell im Einsatz. Und bist zufrieden mit der Maschine.

    Gruß Patrick.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Patrick,

      ja es ändert sich immer was kleines beim Bau.

      Mit der MT55 bin ich sehr zufrieden vor allem das Schienensystem hat mich sehr schnell überzeugt. Es ist sehr einfach zwei Schienen zu verbinden. Auch die Absaugung der Maschine ist sehr gut.

      Gruß

      Heiko

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