Festool MFT schnell und genau justieren – immer wieder

Festool MFT mit abgesenkter Schiene

Festool MFT mit abgesenkter Schiene

Der Festool MFT/3 ist eine feine Sache und besonders bei Holzwerkern mit kleinen Werkstätten sehr beliebt. Einmal justiert liefert er rechtwinklige und wiederholgenaue Schnitte. Der Nachteil ist aber, dass die Justierung mitunter ein wenig fummelig ist und man daher das Anschlagsystem nur sehr ungerne umbauen möchte. Eine schnellere Justierung und ein einfacher Umbau der Schiene an eine andere Position wäre jedoch eine große Erleichterung und würde das Arbeiten an diesem Tisch oftmals vereinfachen. Leider hat der Hersteller hierzu keine einfache Möglichkeit vorgesehen. Aber es geht.

20mm Bolzen zur Nutzung im Festool MFT

20mm Bolzen zur Nutzung im Festool MFT

Sie benötigen dazu vier Bolzen, die in die 20mm Bohrungen der Tischplatte passen. Je besser die Bolzen passen, umso präziser kann das Anschlag-Schienensystem eingestellt werden. Die hier gezeigten Bolzen hat mir vor einiger Zeit ein Leser zugesendet, der sie selbst angefertigt hat. Man kann sie aber auch fertig kaufen, sie nennen sich Parfdogs und sind bei feine-werkzeuge.de zu bekommen. Diese Bolzen sind nicht nur für die Justage sinnvoll, nein, man kann sie auch auf andere Weise sehr vielfältig einsetzen. In diesem Artikel soll es aber um die Justage des MFT mit Hilfe der Bolzen gehen.

Die Justierung mittels Bolzen macht sich die Tatsache zu Nutze, dass die Bohrungen in der Tischplatte sehr genau ausgeführt sind. Die Abstände sind alle gleich und das Raster im rechten Winkel ausgeführt. Im ersten Schritt der Justage werden zwei niedrige Bolzen hinter den Längsanschlag gesetzt. Dieser wird dann fest an die Bolzen geschoben, ruhig mit etwas Spannung. Er wird fixiert und liegt nun genau an den Bolzen an, ist also präzise an der Lochreihe ausgerichtet. Ein weiterer Vorteil ist nun der, dass man die Zusatzklemmung nicht mehr benötigt. Bei meinem MFT mit Verlängerung konnte ich diese ohnehin nicht mehr vernünftig nutzen. Mit den Bolzen hinter dem Anschlag ist es auch möglich mit den Exzenterspannern gegen den Anschlag zu spannen, da dieser nun nicht mehr nachgeben oder sich verstellen kann.

Dank der Bolzen hinter dem Anschlag kann man jetzt problemlos mit den Exzenterspannern gegen den Anschlag drücken

Dank der Bolzen hinter dem Anschlag kann man jetzt problemlos mit den Exzenterspannern gegen den Anschlag drücken

 Jetzt kann man zwei Weitere, im Idealfall längere Bolzen im rechten Winkel zum Anschlag in den Tisch einsetzen. Die Führungsschiene wird an die Bolzen herangeschoben, die Schienenhalter befestigt, fertig. Die Schiene ist jetzt genau im Rechten Winkel zum Längsanschlag positioniert. Das funktioniert an jeder Position der Tischplatte. Sie sind dann nicht mehr an die vom Hersteller vorgegebene Schienenposition gebunden und können nach bedarf Ihren MFT auch mal anders einrichten.

Zwei Bolzen zum genau rechtwinkligen Ausrichten der Führungsschiene- an jeder Position

Zwei Bolzen zum genau rechtwinkligen Ausrichten der Führungsschiene- an jeder Position

Um nach einem Umbau oder der Demontage des Schienensystems den Tisch wieder in den Lieferzustand zu versetzen, benötigt man eine Art Schablone. Diese fertigt man sich an, bevor man die Nutensteine, welche die Ursprungsposition der Schiene vorgeben löst. Die Schablone ist nichts weiter, als ein Sperrholzstreifen. Dieser wird zwischen Bolzen und Schienenkante genau eingepasst. Möchte man nach einem Umbau die Originalposition der Schiene wieder herstellen, steckt man die Bolzen neben die Schiene, legt den Sperrholzstreifen daran an und schiebt die Schiene an die Kante des Sperrholzstreifens. Werden die Schienenhalter in dieser Position fixiert, ist der MFT auch wieder rechtwinklig ausgerichtet.

Inzwischen habe ich die kurzen Bolzen hinter dem Längsanschlag permanent im Tisch. Sie stellen in meinen Augen einen enormen Komfortgewinn dar. Die Möglichkeit die Schiene schnell und rechtwinklig an einer anderen Position zu befestigen nutze ich inzwischen ebenfalls sehr gerne. Alles in allem sind diese Bolzen eine sinnvolle Ergänzung zum Festool MFT.

Dieser Beitrag wurde unter Arbeitsplatz, Ausstattung abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

31 Kommentare zu Festool MFT schnell und genau justieren – immer wieder

  1. Karsten sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin nach wie vor Hobbyholzwerker und habe auch schon das ein oder andere Projekt mit den mir zur verfügung stehenden Werkzeugen umgesetzt.

    Heute stehe ich erneut vor einer Entscheidung, aber kurz die aktuelle Situation.

    Ich nutze hier unter anderem eine Hobby – Tischkreissäge Bosch PTS 10. Ja auch mit dieser Säge kann man(n) winklige Schnitte hinbekommen aber eben nicht immer. Und wenn ich ein Brett schon dreimal nachgeschnitten habe um dann festzustellen das es immer noch zu kurz aber ohne rechten Winkel ist, so ist das mehr als ärgerlich. Am Parallelanschlag mit sorgfältiger Einrichtung geht es ganz gut, aber am „Schiebetisch“ ist es selbst mit viel Geduld ein wahres Glücksspiel.

    Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Lösung mit welcher ich reproduzierbar, vor allem genaue Schnitte und Winkel hinbekomme.

    Da ich schon viel im Netz und auch auf deinem Blog gelesen habe, habe ich schon zwei Favoriten für mich gefunden, bin aber dennoch für weitere Vorschläge offen.

    Ich durfte auf einer Hausmesse mal die von dir benutzte Erika 85 begrapschen und auch die Festool TS 55 mit Schiene und MFT anfassen. Beide Sägen haben ihren Reiz.

    Das sind sicherlich zwei gänzlich unterschiedliche Systeme und beide haben ihre Vor- und Nachteile aber mit beiden sollten doch gleiche Ergebnisse erzielt werden können?

    Die Erika 85 in ihrer einfachsten Ausführung liegt bei etwa 2000,-€. Durch ihre Zugfunktion könnte man schon viel erschlagen aber wenn noch ein Schiebetisch und eine Verbreiterung sowie diverse Anschläge hinzukommen so wären das noch mal knapp 1000,-€ extra. Aber sie hinterlässt einen hochwertigen Eindruck und bleibt dennoch mobil.

    Die Festool TS 55 REBQ mit Schiene, der MFT mit Anschlag und zusätzlichen Spannset kostet nicht mal ganz die Hälfte macht ebenso einen hochwertigen Eindruck. Außerdem könnte man damit auch größere Platten teilen (auch ohne Tisch). Auch das Set währe sehr mobil und auch erweiterbar.

    Die Zeit spielt nicht eine so wichtige Rolle für mich, so das es nicht davon abhängt wie schnell ich zu meinem Ergebnis komme. Für mich ist wichtig das die Ergebnisse immer wieder genau sind.

    Mein persönlicher Favorit der beiden genannten Systeme ist die Festool mit MFT und Zubehör.

    Jetzt zur Eigentlichen Frage.

    Mit welcher der beiden Sägen könnte ich bessere Ergebnisse erzielen?

    Sorgfalt beim einrichten natürlich vorausgesetzt.

    Ich hoffe das war nicht zu viel. Schreibe halt gerne Ausführlich.

    Gruß Karsten

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Karsten,

      der MFT und das ganze Zubehör zur Tauchsäge wird dir niemals eine Tischkreissäge ersetzen. Früher oder später kommt doch der Wunsch nach einer vernünftigen Tischkreissäge. Mein Rat wäre daher, nicht zu viel Geld in die Handkreissäge nebst Zubehör zu stecken, dann bleibt mehr für die Tischkreissäge. Überleg dir, ob du nicht besser mit einer Mittelklasse- Handkreissäge und einem Zuschnittbrett (google kennt sich damit aus) startest. Die Bosch Säge kannst du ja behalten und damit dann Leisten und Kleinkram schneiden. Später kannst du dann in eine bessere Tischkreissäge investieren. Die Handkreissäge wirst du dann immer noch brauchen können.

      Gruß

      Heiko

      • Karsten sagt:

        Hallo Heiko,

        danke für deine schnelle Antwort.

        Was genau meinst Du mit „der MFT und das ganze Zubehör zur Tauchsäge wird dir niemals eine Tischkreissäge ersetzen“?

        Geht es hier um die Genauigkeit welche zu erreichen ist oder viel mehr um das Handling was die Tischkreissäge gegenüber der Tauchsäge bietet?

        Gruß

        Karsten

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Karsten,

          die Tischkreissäge ist eine der vielseitigsten Maschinen in der Holzwerkstatt und viel zu schade um damit nur Zuschnitte zu machen. Man kann mit ihr Fälzen, Nuten, Fasen schneiden, Mit Schablonen kopieren, präzise Gehrungen sogar über 45° schneiden, schmale Teile bearbeiten, Klötzchen schneiden und vieles mehr. Das kann dir der MFT und eine Handkreissäge nicht bieten. Genauer und einfacher in der Handhabung ist die Tischkreissäge (je nach Modell) auch noch.

          Gruß

          Heiko

          • Karsten sagt:

            Hallo Heiko.

            Ok, das ist angekommen. Als Tischkreissäge wäre die, auch von dir benutzte, Mafell Erika 85 ganz oben auf der Wunschliste. Da du ja wohl beide Maschinen kennst, kannst du bestimmt auch sagen ob die Erika gegenüber der Tauchsäge mit MFT genauer ist oder nicht.

            Gefallen würde sie mir schon, ist halt auch ne Hausnummer mit Schiebetisch und Verbreiterung.

            Gruß

            Karsten

          • Karsten sagt:

            Danke, das hilft mir sehr bei meiner Entscheidung.

            Für mich heißt das sparen und die „Regierung“ von der Notwendigkeit zu überzeugen.

            Schönen Abend noch und Danke nochmals für Deine Hilfe

            Gruß Karsten

        • Daniel sagt:

          Hallo Karsten,

          schau dir ruhig auch mal die blaue Bosch (GTS 10xc) an. Die ist um Welten (!) besser als deine PTS, hat mit 79mm Schnitthöhe durchaus ein gewisses Einsatzspektrum und gute Anschläge. Ist immer noch keine (große) Erika, aber kostet halt auch nur ein Drittel.

          Seit ich die GTS habe mache ich nur noch sehr selten Schnitte mit MFT und Tauchsäge. Mit einer (gute) TKS geht das einfach schneller und genauer.

          • Karsten sagt:

            Hallo Daniel,

            die GTS hatte ich bisher nicht auf dem Schirm. Optisch ähnelt sie meiner PTS.

            Wie schaut es mit dem Spiel am Ablänganschlag und dem Schiebetisch aus?

            Gibt es für die GTS Tischverbreiterungen oder Verlängerungen?

            Gruß

            Karsten

  2. F. sagt:

    Hallo
    Den MFT/3 habe ich jetzt seit 3 Jahren. Am Anfang konnte ich eh nicht viel damit anfangen, da ich ja kein Schreiner bin. Aber im Laufe der Zeit konnte ich diesen ausreizen. Musste ich eh, da ich keine Tischsäge hatte. Auf diesem Tisch habe ich alle Möbel gebaut! Es gibt Tricks um das Wechseln der Platte zu sparen. Bspw. des Fräsen der Schnittlinie und Einlegen eines passenden Hartholzes. Schon kann es weiter gehen. Wenn mein Tisch schmutzig ist (Farbe, Beize,…) schleife ich den Tisch mit zunächst 100er und mit 220er hinterher. Sieht immer wieder wie neu aus.
    Gruß
    Friedel

  3. Stephan sagt:

    Hi Volker,

    Ich habe einen alten MFT 1080 und überlege auf MFT3 umzusteigen – aber wenn ich bei Dir lese, dass sich die Rechtwinklingkeit mit Parf Dogs signifikant verbessert – woran liegt das? der Winkel ist doch an zwei Stellen verschraubt. Hat der trotzdem noch so viel Spiel während des Sägens?

    Viele Grüsse
    Stephan

  4. Wolfram sagt:

    Das Problem mit dem Winkelanschlag von Festool liegt darin, dass dieser ein wenig zu weich ist, d.h. unter Last gibt die Schiene schnell 0,5-1mm nach mit der Folge dass Winkelschnitte nicht so präzise werden wie sie eigentlich sein könnten.
    Auf der Tischkreissäge gibt es das gleiche Problem – mit einer Zusatzklemmung kann man es aber beheben und alles wird gut 🙂

  5. Nick Weaver sagt:

    Wenn man auf feine-werkzeuge.de such sollte man parf dogs eingeben anstatt alles in einem Wort. Bankhaken als Begriff tut’s auch.

  6. Volker sagt:

    Hallo zusammen.
    Ich verwende jetzt auch diese Bolzen zum Justieren des MFT.
    Die kurzen hinter dem Anschlag und die langen Bolzen an der Führungsschiene, ich lege zwischen die Bolzen und die Führungsschiene eine Wasserwaage, damit ist der Abstand zwischen Lochreihe und Führungsschiene so, dass die Schiene fast in „Originalposition“ liegt.
    Die Rüstzeit verkürzt sich dadurch sehr und vor allem erhöht sich die Genauigkeit beim Sägen signifikant.

    Früher hatte ich bei drei zueinander rechtwinkligen Schnitten um eine Platte herum am Ende eine Abweichung von fast 1mm. Obwohl der Tisch sauber mit großem Winkel eingerichtet war.
    Ich habe festgestellt, dass ich bei hinter dem Anschlag steckenden Bolzen eigentlich keine Abweichung mehr habe.

    Fazit: Die Bolzen sind beim Rüsten sehr hilfreich und beim Sägen oder Fräsen mit der FS eine absolute Verbesserung der Qualität.

  7. Robin sagt:

    Bei feinewerkzeuge.de gibt es die auch und ich glaube wesentlich billiger, allerdings sind die großen noch bis Mitte April ausverkauft.

  8. Martin sagt:

    Hallo,
    ich habe im Netz die „Benchdogs“ gefunden. Preislich hoch aber machen einen guten Eindruck.
    http://marxing.de

  9. Thomas Götz sagt:

    Hier ist noch ein Bild zum meinem Kommentar von 25.1.

  10. Robin sagt:

    Hallo zusammen,

    also die Teile sind echt genial!
    Nach dem Video (https://www.youtube.com/watch?v=sQJhVMUYmmQ) fragt man sich schon ob der MFT das Geld wert war – war er natürlich trotzdem aber das ist einfach klasse.
    Der gute Mann legt einfach seine Dübelfräse mal links mal rechts an und es paßt zusammen. Gerade die Idee mit den 3 Löchern in einer großen Tischplatte (ab der Hälfte des Videos) finde ich genial, da der MFT in der Tiefe ja leider etwas beschränkt ist.

    Klasse Tip von Dir Heiko!

  11. Thomas Götz sagt:

    Hallo,
    erstmal wollte ich mich für den super Block bedanken, es immer wieder was neues das ich für meine Werkstatt umsetzen kann.
    Zu den Parfdogs, ich find die Teile super, und hab eine kostengüstige Lösung, ich fand bei noch einen Rest 20mm Edelstahlrohr aus dem Installationbereich, die passen so genau in den MFT dass man nicht mal einen Bund braucht um das durchrutschen zu verhindern. Und noch einen Vorteil hat die Lösung man kann die Höhe je nach Bedarf justieren.

  12. Jochen sagt:

    Hallo Heiko,

    speziell was das Thema Zuschnitte angeht, sieht es in meiner bescheidenen Werkstatt noch ziemlich düster aus. Mit Pendelhauben-HKS und My-Tool Führungsschiene kommt man da doch in Sachen Möbelbau schnell an die Grenzen. Eine Schrankwand möchte ich damit nicht bauen. 😉

    Beim MFT/3 hat mich bisher immer der Preis abgeschreckt. Nicht allein für den Tisch, aber mit dem dann allerlei noch zugehörigen Festool Zubehör und Werkzeug kommt man da doch relativ schnell in Bereiche, die weit jenseits meiner Planungen als angehender Hobby-Handwerker liegen. Und eine Tischkreissäge kann der Tisch ja dann letztendlich auch nicht vollständig ersetzten, oder?

    Reproduzierbare Zuschnitte allein ließen sich wahrscheinlich auch mit einer guten Tauchsäge mit fixierter Führungsschiene und fixierbarem Anschlag (z.B. durch T-Nut-Schienen) hinbekommen … quasi als SB-MFT bzw. Zuschneidetisch. Das wäre natürlich nicht so flexibel und vielseitig wie das Original, aber doch deutlich günstiger.

    Viele Grüße
    Jochen

  13. Andreas Schneider sagt:

    Frage am Rande: Kann ich den Festool Modulträger CMS-TS 55 R zusammen mit meiner TS55 in recht unaufwendig in eine Siebdruck-Multiplexplatte einbauen und dann damit eine günstige Tischkreissäge aufbauen?

    Beste Grüße
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      kann sein, dass das funktioniert. Ich kenne den Modulträger aber nicht, kann dir daher nicht genaues dazu schreiben. Vielleicht weiß aber jemand anderer mehr.

      Gruß

      Heiko

    • Holger sagt:

      Nicht wirklich, einmal benötigst Du natürlich einen eckigen Ausschnitt und das auf exakter tiefe. Dann funktioniert die Befestigung in der Grundeinheit auf runden Profilen mit excentern. Das geht in einer Holzplatte natürlich nicht, da müsste man das fest verschrauben und mit Blechen nivellieren.
      Dafür müssen dann natürlich eventuell Schraublöcher in die sündhaft teure CMS-TS-Platte.
      Anschläge funktionieren auch nur in dem original-Festool-Profil.
      Und das Ergebnis ist eine Popelige Kreissäge, ein weniger nutzbarer MFT und eine nicht unerheblicher Ein-Ausbauaufwand für die Säge zum Preis von um 350€ ohne Arbeit und Multiplexplatte.
      Ich halte ehrlich gesagt wenig von den CMS-TS-Einlegern, ich finde gegenüber den Alten sind die extrem beschnitten. Zugfunktion weg, Hub wird ähnlich einer Pendelhaubensäge verstellt statt mit Kurbel, Winkeleinstellung weg,…

      Such Dir besser die Gebrauchte Basis Plus mit einem Kompletten! Basis 1 A/T Einsatz (das T ist wichtig!) Und eine alte ATF55E (EB unnötig funzt eh nicht mit dem Nullspannungsschalter) Das sollte sich komplett um 450€ bewegen und bietet zusätzlich die Zugfunktion. Mit viel Glück findet man dafür auch die CS50.
      Alternativ kann man in Basis 2 und 2A mit wenig Aufwand jede Pendelhaubensäge einbauen, die auf der Festoolschiene läuft. u.a. die Bosch mit G im Namen, manche Makitas und die Protool 56 und 68, usw. Und hat dann dieselbe Funktion wie beim CMS-TS fürs gleiche Geld inklusive Säge.

  14. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich arbeite seit drei Jahren auf einem Eigenbau MFT. Ich habe nur die Platte gekauft, ein Gestell gebaut, und mir von einem Freund Alu Bolzen drehen lassen, je vier Stück in drei verschieden Höhen, die passen genau in die Löcher. Das Werkstück lege ich längs direkt an zwei kurzen Bolzen an, die Schiene quer dazu an längeren Bolzen. So wie Du, nur die Schiene habe ich ja nicht. Für eine Optimierung wollte ich eigentlich einen Bolzen etwas dünner drehen lassen, damit es ganz genau wird. Habe ich aber nicht gemacht, die Lochung der Platte ist so gleichmäßig dass es mir rechtwinklig genug war. Für die meisten Anwendungen. Wenn ich eine Rahmentür mache dann ist es mir nicht genau genug, die Querfriese bearbeite ich auf einer Stosslade.

    Gruß Ralf

  15. Stefan sagt:

    ich hab auch die genannten bolzen im Einsatz. was mich allerdings immer gestört hat: die beiden bolzen, an denen die Führungsschiene anliegt, sind für die ts55 z.b. zu hoch. die motoreinheit bleibt häufig an den bolzen hängen, besonders wenn man etwas breitere Werkstücke sägen möchte. die materialdicke ist dabei nicht von bedeutung. ich hab meine bolzen mittlerweile abdrehen lassen, denn plattenstärken über 40mm säge zumindest ich eh nicht (wie gesagt, ts55).

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Stefan,

      beim Festool MFT braucht man sie ja nur zum Einrichten, danach ja nicht mehr. Ich hatte aber mal die original Parfdogs zum Testen, das hat mit der TS55 (altes Model) noch gerade so funktioniert.

      Gruß

      Heiko

  16. Jan sagt:

    Hallo Heiko,

    hast du eigentlich den Höhenunterschied zwischen dem MFT und der Erika immer noch mittels Sperrholz-Stücken gelöst, oder ist Dir dafür schon etwas anderes eingefallen?

    Gruß Jan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jan,

      die untergeschraubten Sperrholzplttchen tun immer noch ihren Dienst. Es funktioniert gut, also werde ich daran so schnell nichts ändern.

      Gruß

      Heiko

  17. Harald Kisser sagt:

    Hallo Heiko!

    Erstklassiger Artikel. Genau deswegen schaue ich hier jeden Tag vorbei.

    Habe vor mir den MFT in einigen Monaten zuzulegen.
    Jetzt klarerweise mit den Parfdogs.

    Mit den besten Grüßen
    Harald

  18. Andreas W. sagt:

    Hallo,

    ja, sehr interessant. Hab schonmal was darüber gelesen, bei dem Beitrag waren aber auf dem ganzen Tisch lauter Einsägspuren. Bei Dir ist das nicht der Fall. Legst Du da nochmals was unter dem Schnittgut oder stellst du die Tiefe Millimeter genau ein?

    Viele Liebe Grüße
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      ich nutze den MFT nur noch sehr selten zum Sägen, aber sehr gerne zum Fräsen. Daher hat er kaum Sägespuren. Die Platte habe ich aber auch schon einmal gedreht, die Rückseite sieht daher nicht mehr ganz so gut aus.

      Gruß

      Heiko

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bild einfügen (Nur JPG Datei möglich)