Werkstatterweiterung – Teil 2: Ein Platz für zwei Monitore

Der Aufsatz mit montierten Monitoren

Der Aufsatz mit montierten Monitoren

Im Rahmen der Werkstatterweiterung benötigte ich auch einen neuen Schreibtisch. Die Anforderungen sahen wie folgt aus: Möglichst wenige sichtbare Kabel, gute Ergonomie, leicht zu reinigen, möglichst groß, viel Stauraum.

Der erste Schritt beim Schreibtischbau, war ein Katen, an dem ich zwei Monitore mit entsprechenden Halterungen montieren konnte. In diesem Kasten sollten auch einige Kabel verschwinden. Eine Schwierigkeit stellte ich jedoch heraus: Ich wusste nicht, was die optimale Höhe für die Monitore ist. Daher dachte ich mir eine Konstruktion aus, bei der ich jederzeit die Höhe der beiden Bildschirme ändern konnte.

Zunächst einmal mussten aber die benötigten Maße ermittelt werden. Dazu habe ich die vorhandene Situation ausgemessen und als Mindestmaß genommen.

Als Material für den aufgesetzten Kasten kommt eine Tischlerplatte mit Esche Furnier zum Einsatz. Der komplette Zuschnitt erfolgt mit der Handkreissäge. Die Vorritzfunktion der Mafell MT55 erweist sich bei den Querschnitten als enormer Vorteil. Die Schnitte gelingen absolut ausrissfrei. Die Mafell MT55cc ist die einzige mir bekannte Handkreissäge mit einer „echten“ Vorritzfunktion.

Zuschnitt der Platte mit der Handkreissäge

Zuschnitt der Platte mit der Handkreissäge

Der Kasten selbst wurde aus drei Teilen, stumpf auf Gehrung, mit Klebeband verleimt. Am fertigen Kasten wurde dann die Position der beiden Monitorhalter ermittelt.  In den fertigen Kasten habe ich Schlitze eingefräst, die groß genug waren um die beiden Monitorhalterungen aufzunehmen. Das Fräsen erfolgte ähnlich der hier gezeigten Methode: Nuten perfekt fräsen.

Die beiden Monitorhalter selbst wurden an einer Trägerplatte befestigt. Die Trägerplatte ist auf der Innenseite des Kastens verschraubt. Die beiden Halter ragen durch die gefrästen Schlitze hindurch. Will man die Monitore in der Höhe verschieben, wird die Platte gelöst hochgeschoben und wieder von hinten verschraubt. Für die Kabel musste noch ein Loch mit einem Durchmesser von 40mm in die Trägerplatte gebohrt werden. Zwei seitliche Führungsleisten erleichtern das Verschieben der Trägerplatte.

Eim montierter Monitorhalter mit Kabeldurchlass

Ein montierter Monitorhalter mit Kabeldurchlass

Die Oberfläche wurde geschliffen und geölt. Der Kasten, oder die Monitorwand, wie immer man diese Konstruktion auch nennen mag, ist mit dem Schreibtisch von unten verschraubt.

 

Der Aufsatz mit montierten Monitoren

Der Aufsatz mit montierten Monitoren

Eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz sorgt für Sicherheit und Ordnung.

Eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz sorgt für Sicherheit und Ordnung.

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8 Kommentare zu Werkstatterweiterung – Teil 2: Ein Platz für zwei Monitore

  1. Marcus Nistahl sagt:

    Hallo Heiko
    nach wie vor ne tolle Seite mach weiter so
    und ich nehme mir mal jetzt die Zeit um meinen nachgebauten Monitorhalter dir zu zeigen
    ich habe dafür eine beschichtete Weise Multiplex platte genommen um mit Overheadprojektor
    Stifte drauf zuschreiben
    das geschriebene geht dann mit trockenen Lappen wieder weg so war mein Gedanke ist aber nicht möglich man muss schon mit Glasreiniger dran
    deswegen schreibe ich nicht mehr auf die Multiplatte
    so das war’s
    Gruß Marcus

  2. steffen-net.de sagt:

    Hallo,
    seit wann besitzt du denn die Mafell-Säge? Ein vergleich zu der Festool und der Scheppach würde mich interessieren.
    lg
    Steffen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Steffen,

      die MT55 habe ich schon etwa 1,5 Jahre im Einsatz. Einen direkten Vergleich mit der Scheppach zu machen wäre sicherlich unfäir. Mit der aktuellen Festool TS55 kann ich sie nicht vergleichen, da ich das alte Modell dieser Säge habe. Es wird aber noch in diesem Jahr einen Tausägenvergleich in der Zeitschrift Holzwerken geben, da sind die drei Sägen und noch weitere Modelle mit von der Partie.

      Gruß

      Heiko

  3. Matthias sagt:

    Hallo Heiko,
    ich freue mich schon auf die neue Werkstatt und würde mich auf ein Werkstattvideo freuen.

    Gruß
    Matthias und frohes schaffen

  4. Joel sagt:

    Cooler Artikel. Vor allem die Verstellbarkeit der Monitore ist ausgefuchst, obwohl ich die schon fast etwas hoch finde, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen:) Willst du die Wand noch lackieren, diese plane große Fläche ist wie eine Leinwand, sie muss verziert werden:) Ansonsten sieht alles sehr edel aus, gereade wegen der versteckten Kabel.
    Jetzt fehlt nur noch der Rechner an der Wand – Ich habe meinen auf Korkparkett gepackt und dann an die Wand. Allerdings nicht so edel mit versteckten Kabeln wie bei dir… Deine Version würde bestimmt besser aussehen – siehe Bild

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      mein PC ist in einem schwarzen Standard- Gehäuse und soll möglicht unauffällig seine Arbeit verrichten. Deine Lösung stelle ich mir sehr staubanfällig vor.

      Gruß

      Heiko

      P.S. üblicherweise gebe ich keine Kommentare mit Links auf „Testseiten“ frei. Bitte lass den Link bei weiteren Kommentaren daher einfach weg.

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