Werkstatterweiterung – Teil 5: Fast fertig

In den vergangenen Wochen ging ich es etwas ruhiger an, man muss ja auch mal Urlaub machen. Aber untätig war ich dennoch nicht. Der Werkstattumbau ist ein gutes Stück vorangegangen. Das Wichtigste war der Bau einer Trennwand. Ich musste ein paar Quadratmeter meiner Werkstatt opfern. Ein Flur ist entstanden. So können nun alle drei Mieter des Gebäudes, in dem auch meine Werkstatt ist, die Toiletten erreichen, ohne bei dem Anderen durch zu müssen. Die Firmenräume sind also nun komplett eigenständig.

Die Trennwand, von der Werkstatt aus gesehen

Die Trennwand, von der Werkstatt aus gesehen

Da man einmal vorhandenen Platz nun einmal nicht gerne abgibt, versuchte ich den Flur so schmal wie möglich zu halten. Gleichzeitig sollte noch Stauraum entstehen. Die Trennwand ist also nicht bis zur Decke geschlossen, sondern bietet im oberen Teil noch Stauraum für Material und Dinge, die nur selten gebraucht werden.

Die Grundkonstruktion besteht aus Kanthölzern 90x90mm, flurseitig mit 19mm OSB belegt und nochmals mit 12,5mm Gipskarton beplankt. Werkstattseitig ist die Wand offen, das schafft Stauraum für flache Dinge. Alles wurde weiß gestrichen. Demnächst wird die Werkstattseite noch mit Türen versehen, so wird aus der Trennwand auch noch ein schmaler Wandschrank.

In die Trennwand wurde eine Tür mit einer Breite von 98,5cm eingesetzt. Die Tür zur ehemaligen Küche wurde auch erneuert. Dahinter befindet sich jetzt ein Lagerraum.

Nach der Trennwand und den Türen war die Beleuchtung dran. Der neu entstandene Werkstattbereich bekam eine komplett neue Beleuchtung, bestehend aus sechs Wannenleuchten mit 2×58 Watt. Dieser Bereich hängt an einer eigenen Leitung und kann getrennt vom Rest der Werkstatt geschaltet werden.  Die vorhandene Beleuchtung wurde noch mit einer Wannenleuchte ergänzt, die jetzt den MFT/3 besser beleuchtet. Im Flur habe ich eine flache LED Lampe und einen Bewegungsmelder installiert.

Auf der Werkstattseite der neuen Trennwand habe ich einen 150Watt Strahler mit Bewegungsmelder installiert. Kommt man nun am Abend vom Büro in die Werkstatt, geht der Strahler beim Öffnen der Tür an. Ich muss also nicht im Dunkeln durch meine Werkstatt. Ein schöner Nebeneffekt: dieser Strahler ist an einem eigenen Stromkreis, unabhängig vom Rest der Beleuchtung angeschlossen. Sollte also mal die Beleuchtung ausfallen, schaltet sich der Strahler ein. Also eine Art Notbeleuchtung.

Der neu entstandene Flur

Der neu entstandene Flur

Vor der Werkstatttür habe ich ebenfalls einen Strahler mit Bewegungsmelder angebracht. Er beleuchtet den Hof, wenn ich am Abend zur Werkstatt komme oder im Dunkeln aus der Werkstatt komme. Was die Beleuchtung angeht, so bin ich mit dem jetzigen Stand erst einmal zufrieden.

Die neue Außenbeleuchtung für die dunkle Jahreszeit

Die neue Außenbeleuchtung für die dunkle Jahreszeit

Die Maschinen wurden ein wenig umgestellt und auch die roten Schraubenregale stehen nun im Bereich der Werkbänke, was auch sinnvoller ist. Material für Kurse, sowie eine fahrbare Restekiste finden jetzt zwischen Trennwand und Oberfräsenschrank einen Platz.

Ein Erste-Hilfe-Koffer hängt jetzt griffbereit in der Werkstatt und ein kleines Systainer hält Pflaster, Schere und Pinzette bereit. Und damit die Werkstatt besser gefunden wird, habe ich noch neue Firmenschilder machen lassen.

Was ist noch zu tun?

Ganz fertig bin ich noch nicht. Die Trennwand wird auf der Werkstattseite noch Türen und Verblendungen bekommen. Es steht noch der Bau eines neuen Schärfplatzes an, mit Oberschrank und Unterteil mit Schubladen. Dann werde ich noch einen fahrbaren Schrank bauen, der sowohl als Ablage, Montageplatz und auch als Tischverlängerung der Kreissäge dienen wird. Dann soll an einer Wand der Werkstatt noch eine komplett neue 380V Installation gemacht werden. Das lasse ich aber den Profi machen. Im Zuge der Installation eines Brandmeldesystems wird auch noch das Alarmsystem auf den neuesten Stand gebracht. Damit habe ich selbst aber kaum etwas zu tun.

Achja: Irgendwann bekommt mein Schreibtisch auch noch Schubladen!

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9 Kommentare zu Werkstatterweiterung – Teil 5: Fast fertig

  1. Norbert sagt:

    Hallo Heiko,
    deine Werkstatt hat sich stark verändert, danke für die vielen Bilder die du in letzter Zeit von der Veränderung eingestellt hast, toll. Da ich noch nie in deiner Werkstatt gewesen bin fehlt mir leider der Zusammenhang der einzelnen Fotos, vielleicht kannst du ein Panoramabild von den Räumen einstellen oder ein kleines Video das einen „Durchlauf“ zeigt.
    MFG Norbert

  2. Axel sagt:

    Hallo Heiko,

    na, das sieht ja alles schon ganz toll aus. Ich finde viele Anregungen für meine eigene kleine Werkstatt, die ich gerade aufbaue. Z. B. hast 2x58W-Wannenleuchten verwendet, ich würde 70W-LED-Leuchten verwenden, weil die angeblich viel heller sind. Warum hast Du Dich so entschieden?
    Besonders gespannt bin ich ja auf den mobilen Schrank, der als Tischverlängerung für die Erika verwendet werden kann, da ich mir ja auch eine kaufen werde.

    Wieder mal schöne Grüße aus Mittelfranken,

    Axel.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Axel,

      privat habe ich fast alle Leuchtmittel durch LED ersetzt. Für die WErkstatt waren mir die Anschaffungskosten zu teuer. Schließlich hängen inzwischen 18 Doppelröhren an der Decke. Die von mir verwendeten Leuchten sind sehr preisgünstig. LEDs mit entsprechender Lichtausbeute sind wesentlich teurer. Nach und nach werde ich allerdings die vorhandenen Leuchtmittel durch LED-Röhren ersetzen. Nach allem, ws ich gesehen habe liegen die Röhren noch bei ca. 30-40 Euro das Stück. Ich denke ich werde demnächst mal eine der Lampen mit solchen Röhren bestücken und diese testen.

      Gruß

      Heiko

      • Karl Müller sagt:

        Hallo Heiko,
        Die Wahl Leuchtstoffröhren als Beleuchtung zu nutzen ist so schlecht nicht.
        Hochwertige Leuchtstoffröhren mit Leuchten mit elektronischem Vorschaltgerät erreichen gleiche Lichtausbeuten wie LED-Röhren.
        Beide bringen ca. 100 Lumen/W.
        Der momentane Vorteil bezieht sich nur auf den Abstrahlwinkel, da die LED-Röhre nicht rundrum ihr Licht streut sondern nur 135°.
        Die Lebensdauer der Leuchtstoffröhren in Leuchten mit EVG ist gegenüber den alten KVG auch deutlich höher. (ca. 15000 Stunden entspricht schon der halben Lebensdauer der LED)
        Aus meiner Sicht rechnet sich der Austausch durch gute LED-Röhren nicht.
        Wenn nach mehreren Jahren defekte Röhren ausgetauscht werden müssen, werden wir sehen wie dann die Technik aussieht.

        Um nicht falsch verstanden zu werden, ich bin für den Einsatz von LED-Technik beim Ersatz von Glühlampen, Halogenbeleuchtung und billigen Energiesparlampen, wenn eine Brenndauer von 2 Stunden/Tag oder mehr erreicht wird.
        Gruß
        Karl Müller

  3. Christoph sagt:

    Servus,

    mit was hast du denn die OSB Platten des Flures gestrichen?
    Meine Werkstatt ist auch komplett mit OSB beplankt, daher möchte ich diese weißeln um mehr Lichtausbeute zu haben.
    Ich habe allerdings Bedenken, dass normale Wandfarbe nicht hält.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christoph,

      ich habe ganz normale Wandfarbe genommen. An einigen stellen schimmert ein dunkler Fleck des OSB durch, aber das ist für die Werkstatt in Ordnung. In meiner alten Werkstatt habe ich die OSB Platten auch irgendwann gestrichen (siehe hier:http://holzwerkerblog.de/2012/06/28/raus-aus-der-kiste-teil-2/) und kann das nur jedem empfehlen. Das OSB mag ja gemütlich aussehen, aber es schluckt unheimlich viel Licht.

      Gruß

      Heiko

      • Martin sagt:

        Ich würde vorher Haftgrund aufbringen. Wandfarbe auf OSB kann sonst irgendwann abbröseln.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo MArtin,
          in meinem Keller hält das inzwischen mehrere Jahre sehr gut ohne Haftgrund. Es kann aber auch daran liegen, dass ich hochwertige Farbe verwende und die Platten vorgeschliffen sind.

          Gruß

          Heiko

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