Besser nuten – Ein Update

Im Beitrag „Besser nuten“ habe ich bereits die Scheibennuter von Sistemi Klein vorgestellt. In diesem Beitrag geht es um eine Variante dieser Nuter, mit denen man auch in einem Falz eine Nut fräsen kann.

EIne Nut im Falz

Eine Nut im Falz

Zugegeben, oft benötigt man einen solchen Fräser nicht. Anderseits ergeben sich aber vielleicht ganz neue Konstruktionsmöglichkeiten durch das richtige Werkzeug. Ich verwende diese Fräser zum Erstellen von Nuten in überschobenen Füllungen. Das funktioniert sehr gut. Ein Beispiel für eine solche Konstruktion finden Sie hier:
Schrank aus Birke – Die Füllungen

Anwendungsbeispiel überschobene Füllung

Anwendungsbeispiel überschobene Füllung

Bei solchen Fräsungen darf natürlich keine Mutter überstehen, wie es bei den anderen Scheibennutern der Fall ist. Daher muss die oberste Scheibe eine Senkung haben. Groß ist diese Senkung nicht, aber ohne Senkung steht die Befestigungsschraube einfach zu weit über.

Leider muss man derzeit gesonderte Scheiben für diese Fräservariante nehmen. Es wäre für den Hersteller aber problemlos möglich alle Nutfräser über 3mm Nutbreite mit dieser Senkung auszustatten. Nutzt man den Nutfräser im herkömmlichen Schaft stört die Senkung nicht.

Derzeit werden lediglich Fräser bis zu einer Nutbreite von 5mm mit Senkung angeboten. Ich benötigte jedoch eine Nutbreite von 6mm. Das funktioniert problemlos, wenn man eine Scheibe mit 5mm Breite und eine mit 2mm Breite untereinander montiert. Die Schneiden können so weit überlappen, dass eine 6mm breite Nut eingestellt werden kann. Man muss darauf achten, dass die Schneiden sich nicht berühren und auch nicht auf den Grundkörpern der Fräser aufliegen. Mit entsprechenden Distanzringen und Fräserkombinationen ist auf diese Weise jede beliebige Nutbreite möglich.

Mehrere Nutscheiben können zu beliebigen MAßen zusammengesetzt werden.

Mehrere Nutscheiben können zu beliebigen Maßen zusammengesetzt werden.

Am Schaft kann bei dieser Version ein Maulschlüssel mit einer Weite von 14mm angesetzt werden. Das erleichtert den Zusammenbau und Umbau der Fräser enorm. Leider bieten die Schäfte der Version mit Spannmutter am Ende dieses schöne und nützliche Detail nicht.

Am Schaft kann ein Maulschlüssel (SW14) angesetzt werden.

Am Schaft kann ein Maulschlüssel (SW14) angesetzt werden.

Im Einsatz zeigt sich auch diese Variante der Sistemi- Klein- Scheibennuter absolut problemlos. Mit einem scharfen Fräser gelingen saubere Nuten. Das stapeln mehrere Frässcheiben funktioniert sehr gut, die Fräser verdrehen sich beim Fräsen nicht.

Alles in allem ist auch diese Variante der Scheibennuter sehr zu empfehlen, sofern man entsprechende Anwendungsfälle hat.

Links:

Scheibennuter von System Klein vorgestellt
Besser nuten

Bezugsquelle:

feinewerkzeuge.de
Sistemi Klein Scheibnnnuter für Nuten in Fälzen

Dieser Beitrag wurde unter Fräsen abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Kommentare zu Besser nuten – Ein Update

  1. Komihaxu sagt:

    Welchen Schneidenüberstand haben die HM-Einsätze über dem Grundkörper?
    Anders ausgedrückt: Welche Distanzscheibendicke ist nötig, um mit 2+5 auf 6 mm zu kommen?

    Generell:
    Wird wohl am sinnvollsten sein, sich ca. 6 Stück 1mm Distanzscheiben zu bestellen, anstatt zum Beispiel 1+3+6 mm zu kaufen.

    Die Distanzen sind bei Dieter übrigens auf einer anderen Seite geführt:
    http://www.feinewerkzeuge.de/scheibennutfraeser.html

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      die Schneidenüberstände sind je nach Fräser unterschiedlich. Je dicker der Nutfräser ist, umso größer der Überstand. Das reicht von 0,3mm bis 0,7mm. Welche Ringe ich bei dem Beispiel mit den 6mm genau zwischen den Scheiben hatt, weiß ich nicht mehr. Inzwischen ist der Fräser wieder ein wenig umgebaut, auf ein anderes Maß. Ob du nun den benötigten Abstand aus 1mm Ringen, oder dickeren aufbaust, speilt am Ende keine Rolle. Nicht zu unterschätzen sind Ringe mit 0,1mm Stärke. Damit kann man eine Nutbreite sehr gut, beispielsweise eine Füllung aus Sperrholz anpassen.

      Gruß

      Heiko

  2. F. sagt:

    Hallo!
    exakt das, was ich gerade jetzt brauche! Danke für den Tipp.
    Grüße
    Friedel

  3. Sven Müller sagt:

    Hallo Heiko.

    Lassen sich auf diesen Schaft auch die Frässcheiben vom anderen Schaft einsetzen? Da Du eine Scheibe mit 2mm verwendet hast, vermute ich mal: Grundsätzlich ja.
    Aber ginge es auch nur mit einer solchen Scheibe?
    Mal davon abgesehen, dass die Schraube etwas über stehen würde, man also nicht in einer Falz fräsen könnte.

    Ciao,
    Sven

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sven,

      die oberste Scheibe sollte eine Senkung haben, da ansonsten die Schraube nur auf einer winzigen Fläche aufliegt. Das wäre mir zu riskant. Bei Fräsern, die mit über 20.000 Umdrehungen laufen sollte man keine Experimente machen.

      Gruß

      Heiko

      • Hans-Joachim sagt:

        Hallo Heiko,

        es müsste doch machbar sein, die Senkkopfschraube
        gegen eine passende Sechskant- oder Inbusschraube zu ersetzen, um die nicht gesenkten Fräser zu nutzen.

        Grüße H.-J.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Hans Joachim,

          es kann sein, dass sich da was passendes findet, aber da der andere Schaft nur 10 Euro kostet, sehe ich da keinen Grund zu experimentieren. Oder siehst du darin Vorteile, die ich bisher nicht erkannt habe?

          Gruß

          Heiko

          • Hans-Joachim sagt:

            Hallo Heiko,

            ein Vorteil wäre lediglich das kleine Detail das dem anderen Schaft fehlt.
            Das ansetzen eines Gabelschlüssels am Schaft. Die 10 € wären vernachlässigbar, da hast du Recht.

            Grüße H.-J.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bild einfügen (Nur JPG Datei möglich)