Oberfräse Bosch GOF 1250 LCE

Bosch GOF 1250 CE

Bosch GOF 1250 LCE

Das auffälligste Merkmal der Bosch Oberfräse GOF 1250 LCE ist wohl die Digitalanzeige, mit deren Hilfe die Frästiefe sehr genau und einfach eingestellt werden kann. Das ist aber eigentlich nur das i-Tüpfelchen. Denn einige sehr interessante Details sind nicht ganz so offensichtlich, aber nicht weniger nützlich. Welche Details das sind, zeigt Ihnen dieser Artikel. Ich versuche ebenso die Frage zu beantworten, inwiefern die Bosch GOF 1250LCE eine Alternative zu den Platzhirschen Festool OF1010, sowie Festool OF1400 ist.

Die Oberfräse Bosch GOF 1250LCE ist nicht ganz neu auf dem Markt. Erste Modelle wurden bereits auf der Messe „Holzhandwerk“ in Nürnberg im Frühjahr 2014 gezeigt. Aber so richtig ist die GOF 1250 LCE noch nicht im großen Oberfräsenmarkt angekommen. Zumindest sieht und hört man nur sehr wenig von ihr. Ich wurde aber von meinen Kursteilnehmern immer wieder mal nach der Maschine gefragt. Ein Artikel in der Zeitschrift HolzWerken (Ausgabe 54) machte mich dann noch einmal neugieriger. Das Ende vom Lied war dann die Bestellung der Maschine. Die Neugier hatte gesiegt. Immerhin kann ich mich ja damit herausreden, dass die Maschine in Kursen genutzt wird und ich aus beruflichen Gründen auch immer auf dem Laufenden sein möchte.

Zwei Dinge fallen bei der Bosch GOF 1250LCE direkt ins Auge: das Design der Griffe und das LCD Display. Die Griffanordnung kennt man in dieser Form wohl am ehesten von den Oberfräsen der Marke Festool. Das legt dann auch einen direkten Vergleich mit diesen Maschinen nahe. Das LCD Display findet man derzeit aber bei keiner mir bekannten Oberfräse.

Digitale Spielerei oder sinnvolle Funktion?

Ich gebe zu, als ich die Maschine zum ersten Mal sah dachte ich mir „Was soll die Spielerei mit dem Display?“ Inzwischen sehe ich das anders. Die Messeinrichtung mit Display erleichtert die Bedienung enorm. Man kann die Anzeige an jedem Punkt nullen und somit auch sehr einfach Korrekturen an der Einstellung vornehmen. Das funktioniert bei der GOF 1250 LCE deswegen so gut, weil Oberfräsen von Bosch meist über eine sehr präzise Feineinstellung verfügen, die auch in geklemmtem Zustand funktioniert. Die Feineinstellung, die digitale Messeinheit, sowie der Revolveranschlag ohne merkliches Spiel bilden eine Einheit mit perfektem Zusammenspiel. Mir ist keine Oberfräse bekannt, die eine solch einfache und präzise Frästiefeneinstellung bietet. Gegenüber anderen Fräsen von Bosch, kann man bei der GOF 1250 auch sehr gut erkennen, an welcher Stelle sich die Feineinstellung für die Frästiefe befindet. Denn nichts ist ärgerlich, wenn eine Feineinstellung am Ende des Einstellweges ist und keine Korrektur mehr möglich ist. Stellen Sie die Feineinstellung am besten immer auf die mittlere Stellung, bevor Sie mit der Einstellung der Frästiefe beginnen. So stellen Sie sicher, dass Sie in beide Richtungen ausreichend Spielraum für die Korrektur der Frästiefe haben.

Die Frästiefeneinstellung mit LCD Display und Feineinstellung.

Die Frästiefeneinstellung mit LCD Display und Feineinstellung.

Die Funktionsweise der digitalen Messeinheit ist simpel. Es gibt einen Ein-Aus-Taster, einen zum Umstellen von Millimeter auf Zoll sowie einen Taster zum Nullen der Position. Man kann also an jeder Stelle von einer absoluten Messung auf eine relative Messung umschalten. Die Messeinheit wird von einer 3-Volt-Knopfzelle mit Strom versorgt. Man sollte sich eine solche Batterie immer als Reserve bereit legen. Zwar funktioniert die Maschine natürlich auch ohne diesen Stromspender, aber die Tiefeneinstellung kann dann nur noch sehr unkomfortabel bedient werden.

Es gibt auch eien Variante dieser Maschine ohne digitale Anzeige. Dann trägt sie die Bezeichnung GOF 1250 CE, also ohne „L“.

Schräg und mit Feineinstellung

Dass große Verbesserungen manchmal sehr einfach in der Umsetzung sind und kein Hightech benötigen zeigt ein anderes Detail der Bosch GOF 1250. Montiert man den Parallelanschlag, so steht dessen Anschlagkante schräg zur Giffposition. Das führt zu einer wesentlich entspannteren Haltung. Darüber hinaus drückt der Anwender nun automatisch nach vorne und gegen den Anschlag. Wer andere Oberfräsen gewohnt ist, lernt diesen Umstand sehr schnell zu schätzen. Der Parallelanschlag selbst ist kein Neuling. Es ist der Anschlag mit Feineinstellung, den Bosch auch für andere Oberfräsen der blauen Serie verwendet. Er bietet eine Feineinstellung und seitlich verschiebbare Anschlagbacken. In dieser Preisklasse ist das keine Selbstverständlichkeit. Der Anschlag ist robust, kann gut eingestellt werden und es gibt eine passende Absaughaube, die unter dem Anschlag befestigt werden kann. Leider ist diese aber in der Serienausstattung der Maschine nicht enthalten. Bei anderen Bosch-Oberfräsen liegt dieses transparente Kunststoffteil bei.

Bei der Befestigung des Parallelanschlages findet sich auch eine Verbesserung, die zwar nur klein ist, aber dennoch längst überfällig war: Statt schlecht zu bedienender Flügelschrauben, verwendet Bosch bei der GOF 1250 große, flache Rändelschrauben. Damit kann der Parallelanschlag viel besser an der Maschine befestigt werden. Ist kein Anschlag montiert, ist es ratsam, diese Schrauben anzuziehen. Ansonsten können Sie sich durch Vibrationen lösen und verloren gehen.

Griffig abtauchen

Die Griffe der GOF 1250 erinnern an die Festool OF1010, die OF 1400 oder die Mafell LO50e. Der sogenannte Pistolengriff erlaubt die Bedienung und das Führen der Maschine mit einer Hand. Mich hat diese Griffposition für das Arbeiten mit dem Parallelanschlag nie überzeugen können. Bei der GOF 1250 ist das aber anders. Durch die zum Parallelanschlag schräg gestellte Griffachse und die stärkere Neigung des Pistolengriffes entsteht eine, meiner Meinung nach, sehr gute Ergonomie. Da Ergonomie aber eine sehr individuelle Angelegenheit ist, kann das bei Ihnen wiederum ganz anders aussehen.

Bei der Dewalt D26204 habe ich bereits eine Säulenklemmung kennengelernt, bei der man den Klemmhebel drücken muss, um die Fräse in das Holz einzutauchen. Lässt man den Hebel los, greift die Klemmung und die Frästiefe ist fixiert. Bosch macht das bei den meisten Fräsen ebenso. Viele Hersteller gestalten diese Funktion genau anders herum oder realisieren sie durch einen Drehknauf. Inzwischen gefällt mir die Dewalt/ Bosch Funktionalität viel besser. Meine Perles OF9e und die Makita RT0700 haben zum Beispiel eine Klemmung, bei der man in getauchtem Zustand den Hebel fest anziehen muss. Da verwackelt man gerne mal beim Eintauchen. Der Hebel für die Säulenklemmung ist bei der Bosch GOF 1250 LCE sehr gut positioniert. Das Eintauchen und Fixieren der Frästiefe wird so zum Kinderspiel.

Eintauchen und Feststellen - Einfach und sicher

Eintauchen und Feststellen – Einfach und sicher

Fräser wechsel dich

Der Fräserwechsel an einer Oberfräse kann schnell und einfach gehen, oder ein nerviger Vorgang mit elendem Gefummel sein. Letzteres verdirbt einem schnell den Spaß an einer Oberfräse. Bosch hat sich hier auch ein paar Gedanken gemacht. Die Spindelarretierung muss zum Beispiel nicht permanent gedrückt werden. Man legt einen Hebel um und wechselt den Fräser, während die Maschine auf dem Kopf steht. Zwar kann die GOF 1250 LCE in diesem Punkt nicht ganz mit der Festool OF1400 und deren Ratschenfunktion für den Fräserwechsel mithalten, aber im Vergleich zu einer Spindelarretierung, die gedrückt gehalten werden muss, ist die Bosch-Variante schon mal um einiges bequemer. Allerdings sollte man nicht vergessen die Spindelarretierung vor dem Einschalten der Maschine wieder zu lösen. Denn eine Einschaltsperre bei betätigter Arretierung gibt es nicht.

Die Spannzange ist hochwertig und mehrfach eingeschlitzt. Das sorgt für einen sicheren Halt des Fräsers in der Spannzange, ohne dass man als Anwender enorme Kräfte beim Anziehen und Lösen der Mutter aufbringen muss. Praktsch ist auch die flache und gummierte Oberseite der Maschine. Zum Werkzeugwechsel kann man die GOF 1250 LCE dann einfach auf den Kopf stellen.

Beim Fräserwechsel muss man darauf achten, dass der Schieber der Tiefeneinstellung komplett abgesenkt ist. Tut man das nicht, läuft man Gefahr diesem beim Öffnen der Mutter mit dem Maulschlüsel sehr hart zu treffen. Auf Dauer wird er das sicherlich übel nehmen. Auch die Führungssäulen nehmen einen zu häufigen und heftigen Kontakt mit der Schlüsselkante Übel. Dagegen hilft aber das Umwickeln mit weichem Klebeband.

Saubermann oder Dreckschleuder?

Eine Oberfräse ist nicht immer leicht abzusaugen. Das ist auch bei der Bosch GOF 1250 nicht anders. Ein Teil der Späne wird nun einmal nicht in Richtung des Absaugstutzens befördert, der schräg von oben kommt. Vor allem bei Arbeiten an der Kante entstehen viele Späne, die nicht in die Absaugung kommen. Bei einer Oberfräse muss der Hersteller auch immer einen Kompromiss zwischen guter Absaugung und ordentlicher Sicht auf den Fräser eingehen. Ein zu stark eingekapselter Fräser bedeutet immer auch schlechte Sicht auf den Fräser. Vor allem beim Fräsen nach Anriss ist Letzteres wichtig. Bei der GOF 1250 ist die Sicht auf den Fräser hervorragend und die Absaugung ausreichend.

Auf den Absauganschluss der GOF 1250 LCE passen die 27 mm messenden Schläuche von Festool und Mafell/ Starmix problemlos. Der Anschluss ist so gestaltet, dass er seitlich, schräg nach oben weggeht. Das verhindert, dass man mit dem Absaugschlauch am Werkstück hängen bleibt.

Zur Montage an den Parallelanschlag gibt es einen sogenannten Adapter, der eine Absaughaube mit Schlauchanschluss darstellt. Der Adapter mit der Bosch- Nummer 2 610 997 123 kann laut erster Aussage vom Bosch Kundendienst als Zubehör (nicht als Ersatzteil) bestellt werden. In diversen Onlineshops wurde ich bisher nicht fündig. In den Bedienungsanleitungen anderer Bosch-Fräsen ist dieses Teil nicht aufgeführt. Im Ersatzteilshop wird das Teil beim Parallelanschlag aufgeführt, kann in den Warenkorb gelegt werden, aber bei der Bestellung erscheint eine Meldung, dass das Teil nicht identifiziert werden kann. Zwei Bosch-Händler, bei denen ich angefragt haben konnten dieses Teil ebenfalls nicht beschaffen, da es die Nummer angeblich nicht gibt. Derzeit warte ich auf einen Rückruf seitens Bosch bezüglich dieses Teiles. In einem englischen Ersatzteilshop wird das Teil aln nicht Lieferbar angezeigt. Momentan habe ich wenig Hoffung, an dieses Teil heran zu kommen. Sollte jemand mehr Informationen haben, oder eine Bezugsquelle für dieses Teil kennen, schreiben Sie es bitte in die Kommentare.

Für die reine Kantenbearbeitung, ohne Parallelanschlag, kann man sich aber sehr einfach einen passenden Absaugadapter selbst bauen. Ich habe solche Adapter für Oberfräsen mit 84 mm Stangenabstand gebaut. Wie das genau funktioniert habe ich hier beschrieben:

Alles im System: Seitliche Absaughaube

Wenn man also den Parallelanschlag nicht benötigt, aber dennoch von unten absaugen möchte, ist eine selbst gebaute Haube eine gute Alternative.

Transparenz mit Nachteil

Immer mehr Hersteller rüsten Ihre Maschinen mit einer LED-Beleuchtung aus. Das verbessert die Sicht auf den Fräser deutlich. Im Zuge dessen werden Gleitsohlen aus transparentem Kunststoff verwendet. Von der Grundidee her nicht schlecht, aber mit einer nicht zu verachtenden Nebenwirkung. Bei allen Fräsen, mit transparenter Gleitsohle, die ich in den letzten Monaten testen konnte, hatte ich das gleiche Problem: Diese Gleitbeläge gleiten nicht gut. Die Gleiteigenschaften harter Kunststoffe sind in der Regel besser. Die altbekannten Sohlen aus braunen Filmplatten haben hervorragende Gleiteigenschaften. Man kann dem Problem der schlecht rutschenden Sohlen durch die Anwendung eines Gleitmittels wie Silbergleit begegnen.

Auf der Grundplatte sind einige Markierungen angebracht. Diese weisen wie ein Fadenkreuz zum Mittelpunkt der Frässpindel hin. Das erleichtert das Fräsen nach Anriss. Im Gegensatz zu den Markierungen an anderen mir bekannten Fräsen sind die Linien recht dünn. Das ist auch gut so, denn dadurch kann man eine sehr hohe Genauigkeit beim Fräsen nach Anriss erreichen. Die Markierungen sind alle 45° in die Gleitsohle eingebracht und funktionieren daher auch, wenn die Maschine mit dem Parallelanschlag betrieben wird.

Die LED-Beleuchtung der GOF 1250 LCE ist immer an, wenn die Maschine am Stromnetz angeschlossen ist. Wenn Sie also am Abend die Werkstatt verlassen, müssen Sie nun eventuell noch ein Licht mehr ausschalten. Der Stromverbrauch ist jedoch sehr gering. Die Einschaltautomatik eines Werkstattsaugers wird dadurch nicht aktiviert. Dazu wären schon 50 Watt notwendig.

Schneller Kopieren

Bei der Befestigung des Kopierringes greift Bosch auf Bewährtes zurück. Das SDS- System, welches bei Bosch Oberfräsen zum Einsatz kommt, erlaubt den schnellen Einsatz und Wechsel von Kopierringen. Ein Schnellverschluss, der per Hebel bedient wird, öffnet die Aufnahme, die in die Gleitsohle montiert werden muss. In der Regel erfolgt die Montage des SDS-Adapters in die Gleitsohle der Oberfräse nur einmalig. Es gibt kaum einen Grund, den Adapter nach der Montage noch einmal zu entfernen.

die Montage ist sehr einfach. Der Adapter wird mit den beiliegenden Schrauben in der Gleitsohle montiert. Der im Lieferumfang enthaltene 17 mm Kopierring wird eingesetzt. Die Befestigungsschrauben der Sohle werden gelöst und statt eines Fräsers wird der mitgelieferte Zentrierstift eingesetzt. Löst man die Säulenklemmung, drückt sich der Kopierring in den Konus des Zentrierstiftes und zentriert somit den Kopierring zur Mitte der Frässpindel hin, mitsamt des angeschraubten SDS- Adapters und der Gleitsohle. Nun muss man nur noch die fünf Befestigungsschrauben anziehen. Der Zentrierdorn wird wieder aus der Spindel genommen. Die Zentrierung ist abgeschlossen.

Konkurrenten?

Es liegt nahe, die GOF 1250 LCE mit den Fräsen von Festool zu vergleichen. Zumindest mit der OF 1010 und der OF 1400. Da ich beide Festool Maschinen habe und einsetze, ist mir ein direkter Vergleich auch möglich.

Im Vergleich zur OF1010 ist die Bosch größer und schwerer. Dafür bietet Sie mehr Leistung, als die kleine Festool, aber weniger als die OF 1400. Der Parallelanschlag der GOF 1250 ist um Längen besser, als bei der OF 1010. Der Parallelanschlag für die OF1400 ist ebenso gut, wie der von Bosch. Die Positionierung des Absauganschlusses ist bei der Bosch- Maschine besser gelöst, als bei beiden Festool Maschinen. Bei der OF1010 bleibt man doch sehr oft mit dem Schlauch an der Werkstückkante hängen und bei der OF1400 wäre mir ein seitlicher Anschluss auch viel lieber. Die Absaugleistung ist bei beiden Festool Maschinen aber besser. Das wird durch den optional zu nutzenden Spanfänger und eine bessere Abkapselung des Fräsers erreicht. Beides erschwert aber die Sicht auf den Fräser und die Frässtelle.

Was die schon sehr gute Einstellung der Frästiefe bei den Festool Maschinen angeht, setzt Bosch mit der digitalen Messeinheit auf jeden Fall noch einen drauf. Ich habe bisher keine Oberfräse mit einer so durchdachten Einstellung gesehen. Das gilt auch für die Ergonomie der ganzen Maschine und Ihrer Bedienelemente. Vor allem gegenüber der doch schon in die Jahre gekommenen Festool OF1010 bietet die Bosch GOF 1250 doch so einiges.

DIe Bosch GOF 1250 liegt in vielen Belangen zwischen den beiden Festool Fräsen.

DIe Bosch GOF 1250 liegt in vielen Belangen zwischen den beiden Festool Fräsen.

Ein klarer Vorteil der Festool OF1400 gegenüber der Bosch GOF 1250 ist die Möglichkeit Fräser mit einem Schaftdurchmesser von 12 mm aufzunehmen. Das nutze ich trotz der Aufnahmeleistung von „nur“ 1400 Watt sehr gerne. Allerdings steht Bosch mit der Entscheidung für einen maximalen Schaftdurchmesser von 8 mm bei der GOF 1250 nicht alleine dar. In der Regel findet man solche Aufnahmen erst bei Maschinen mit mehr als 1400 Watt Aufnahmeleistung.

Bei der viel beschworenen Systemkompatibilität hat Bosch in den letzten Jahren stark aufgeholt. Parallelanschläge und Kopierringe sind bei den mir bekannten Bosch-Oberfräsen der blauen Serie gleich und somit kompatibel. Ein Schienensystem mit viel Zubehör steht auch für alle Maschinen inklusiver der Tauchsäge zur Verfügung. Einzig spezielle Zubehörgeräte wie ein Zinkenfräsgerät oder einen Frästisch sucht man bei Bosch vergebens. Da bietet der Markt aber einige gute Alternativen.

Es gibt viel Zubehör. Das passt praktischerweise auch in die L-Boxx

Es gibt viel Zubehör. Das passt praktischerweise auch in die L-Boxx

So gesehen schließt Bosch mit der GOF 1250 (und der GMF 1600) meiner Meinung nach, wieder in die Oberliga bei den Oberfräsen auf. Die GOF 1250 würde ich daher schon als Konkurrenten der Festool OF1010 und der OF 1400 ansehen. Dummerweise liegt die GOF 1250, was Größe, Gewicht und Leistung angeht, genau zwischen diesen beiden Maschinen. Das dürfte eine anstehende Kaufentscheidung wieder erschweren.

Für’n Tisch?

Eine Frage, die mir eigentlich zu jeder Oberfräse gestellt wird, ist die nach dem Tischeinbau. Viele Anwender suchen eine Maschine, die sowohl für den Handbetrieb, als auch für den Tischeinbau geeignet ist. Die Bosch GOF kommt an diese Anforderungen schon näher heran, als so manch andere Fräse. Der Hub ist ausreichend, die Aufnahmeleistung gerade eben auch. Die Tiefeneinstellung ist auch „tischgeeignet“, ebenso der Fräserwechsel. Spaß kommt am Frästisch aber eigentlich erst ab 2000 Watt und Fräsern mit 12 mm Schaft auf. Für die ersten Gehversuche oder den gelegentlichen Einsatz im Tisch ist die GOF 1250 aber durchaus geeignet. Angesichts der guten Ergonomie und der einfachen Handhabung würde ich sie dennoch eher als handgeführte Maschine nutzen. Denn im Tisch liegen so viele tolle Funktionen brach, es wäre schade darum.

Und nun?

Binnen weniger Tage in der Werkstatt hat es die GOF 1250 LCE geschafft, mich restlos zu überzeugen. Na ja, nicht ganz restlos. So ein paar Verbesserungsvorschläge hätte ich schon noch. Die Absaughaube für den Parallelanschlag sollte unbedingt in den Lieferumfang. Es ist nervig ein so wichtiges Teil für ein paar Euro extra beschaffen zu müssen, falls man es überhaupt bekommt. Die LED Beleuchtung könnte sich nach dem Motorstillstand irgendwann (nach 5 Minuten?) selbst abschalten. Das sind dann aber auch schon die einzigen Kritikpunkte, die mir bisher aufgefallen sind. Die Motorleistung reicht für die üblichen Aufgaben, für die man eine solche Maschine einsetzt, vollkommen aus. Die Bedienung ist aufgrund der vielen durchdachten Details sehr einfach. Für einen Preis von derzeit unter 400 Euro bekommt man eine sehr gute und vielseitige Oberfräse, die keinen Vergleich mit anderen professionellen Maschinen scheuen muss.

Wie lange die Elektronik den Werkstatteinsatz aushalten wird, muss sich noch zeigen. Da aber die restliche Verarbeitung der in der Schweiz hergestellten Maschine tadellos ist, habe ich auch in die Elektronik erst einmal das notwendige Vertrauen. Andere, digitale Messgeräte halten in meiner Werkstatt auch schon recht lange durch. Und in Zeiten von wasserdichten Handys sollten staubdichte Digitalanzeigen doch keine Herausforderung mehr sein.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass die GOF 1250 LCE eine der meist benutzten Oberfräsen bei mir sein wird. Mal sehen wie die Teilnehmer des nächsten Oberfräsenkurses mit der Maschine zurecht kommen werden.

Ihre Meinung ist gefragt

Beenden möchte ich diesen Artikel mit einer kleinen Umfrage. Es ist nur eine einzige Antwort möglich, was die Sache interessanter macht. Sie können Ihre Antwort auch gerne noch durch einen Kommentar ergänzen.

Die Frage lautet:

Was ist für Sie das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Oberfräse?

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Links

Bosch- Seite

Festool OF 1400

Unterschiedliche Spannzangen (HolzWerken.net)

Alles im System – Absaughaube

Eine weitere Vorstellung der Maschine (mit Video) bei Holzwurm Tom

Absuaghaube im Selbstbau

Bezugsquellen:

Fa. Sauter
Bosch GOF 1250 LCE im Sautershop

Update vom 15.10.2016

Nachdem ich eine Absaughaube für den Parallelanschlag selbst „gebastelt“ habe, stellte sich heraus, dass die original Absaughaube nun bestellt werden kann. Die Bestellung und Lieferung klappte reibungslos.

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63 Kommentare zu Oberfräse Bosch GOF 1250 LCE

  1. Lemmi sagt:

    Hallo Herr Rech,

    habe mir auch im September 2016 die GOF 1250 LCE gekauft. In der Anwendung bin ich damit sehr zufrieden. Die Maschine funktioniert tadellos. Habe einen Vergleich zu einem billigen No-Name Produkt und da sind wirklich Welten dazwischen.
    Leider funktioniert seit letzter Woche die Spindelarretierung nicht mehr und zwar aus folgendem Grund (Bilder im Anhang): Wenn man den Arretierhebel öffnet, drücken zwei Federn das Klemmstück gegen die Spindel. Wenn man die Spindel dann mit der Hand dreht rastet das Klemmstück ein. Soweit so gut. Der Klemmhebel hat einen kleinen Butzen, welcher ständig auf das Klemmstück drückt. Der gesamte Klemmhebel besteht aus Aluminium und das Klemmstück ist aus Stahl. Durch das ständige Andrücken des Klemmstücks auf den Butzen und die Fräserwechsel, ist dieser total abgenützt worden sodass der Arretiermechanismus seine Funktion nicht mehr erfüllt. Die Fräse rattert ständig da das Klemmstück nicht mehr vollständig in die Endposition geschoben wird. Das Ganze ist natürlich ein Fall für den Bosch Kundendienst. Mich würde aber trotzdem interessieren ob sie auch eine solche Abnützung erkennen können oder ob das eh bereits ein bekanntes Problem ist.

    Vielen Dank und Gruß

    Lemmi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Lemmi,

      das ist dann in der Tat ein Fall für den Kundendienst. Ich möchte jetzt ungern meine Maschine öffnen nur um nachzusehen. Bisher funktioniert die Spindelarretierung bei mir aber problemlos.

      Gruß

      Heiko

  2. Jonathan sagt:

    Hallo Herr Rech,

    Ihr Test der GOF1250 deckt sich mit vielen anderen, ist aber viel ausfuehrlicher. Herzlichen Dank fuer Ihre Muehe und den Bericht.

    Bei naeherer Betrachtung ist mir bspw. aufgefallen, dass Bosch das A-Lager des Ankers nicht als Einzelteil in der Explosionszeichnung listet. Auf Nachfrage bekomme ich vom Serviceteam die Aussage, dass dieses nur mit dem Gehaeuseteil zusammen getauscht werden kann (66 Euro). Ein Lager ist nunmal ein Verschleissteil und eigentlich schnell gewechselt.

    Von daher bin ich leicht irritiert. Haben Sie schon mal eine GOF1250 zerlegt/Lager getauscht oder naehere Kenntnis ueber die Tauschbarkeit des A-Lagers?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      bisher musste ich bei keiner meiner Oberfräsen ein Lager wechseln. der Verschleif der Lager bei einer Oberfräse ist in der Regel sehr gering. Auch im Schreinerbetrieb kommt das nur bei sehr langen Laufzeiten vor. Diese Laufzeiten werden im Hobbybereich nur sehr selten erreicht. Daher ist die Art und Weise, wie Ersatzteile verkauft werden für mich kein Auswahlkriterium bei einer neuen Maschine. Ich gehe auch davon aus, dass dort Normlager verbaut werden, die man auch im freien Handel beziehen kann. Geprüft habe ich das allerdings nicht, es ist nur ein Vermutung.

      Gruß

      Heiko Rech

  3. Gianluca Santoro sagt:

    Hallo Heiko, hallo alle zusammen,
    hat jemand Erfahrung mit der alten GOF 900? Was ist eure Meinung dazu? Ist sie preiswertig?
    Vielen Dank
    Gianluca

  4. Marcel sagt:

    Vielen Dank für diesen Test. Er war einer der Gründe, warum ich mich vor ca 6 Monaten für diese Fräse entschieden habe.
    Ich habe in den letzten Wochen aber etwas an ihr festgestellt, von dem ich nicht weiss ob das normal ist oder ich einmal überprüfen lassen muss. Und zwar muss ich den Hebel der Säulenklemmung um mehr als 90° betätigen, damit ich die Höhe „ruckelfrei“ verändern kann. Und wenn ich die Säulenklemmung auf einer bestimmten Höhe arretiere, taucht die Säule an dieser Seite noch etwas ein und ich Fräse dann natürlich etwas tiefer und schräg.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Marcel,

      im vorderen Handgriff versteckt sich in einer Bohrung eine Inbusschraube. Mit dieser Schraube kann die Klemmung eingestellt werden. Man kann sie auch lösen und die Klemmung greift dann garnicht mehr (Sehr praktisch für Lochreihen). Versuch mal an dieser Einstellung etwas zu ändern.

      Gruß

      Heiko

      • Marcel sagt:

        Vielen Dank Heiko,

        das war der Tipp. Jetzt geht das Verstellen der Höhe butterweich.
        Habe jetzt nur noch das Problem mit der Säule auf der Pistolengriff Seite. Wenn ich bei angezogener Säulenklemmung die Fräse am Pistolengriff festhalte und unter der Säule auf die Sohle drücke merkt man, dass die Sohle noch etwas nachgibt bzw. die Säule noch etwas eintaucht.
        Dies ist nicht wirklich viel, aber man sieht es in den Fräsungen und merkt es natürlich auch.

        Hast do da noch eine Idee, ob man da noch etwas justieren oder überprüfen kann?

        Viele Grüße

        Marcel

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Marcel,

          ein leichtes Spiel hab fast alle Oberfräsen mit einseitiger Klemmung. Wenn es allerdings zu viel ist, solltest du mal den Kundendienst kontaktieren.

          Gruß

          Heiko

  5. Bastian sagt:

    Hallo und vielen Dank für den tollen Test der GOF 1250 LCE.
    Weil ich bisher ganz gut mit Bosch Blau fahre und auch in diesem System bleiben möchte, will ich mir die hier getestete Fräse zulegen. Für die Kanten habe ich bereits eine Makita RT0700C, auf die ich auch durch deinen Blog aufmerksam geworden bin … ein Superteil.
    Jetzt zur eigentlich Frage: Für Zinkenverbindungen möchte ich eigentlich das Verbindungssystem VS 600 von Festool mit der dazugehörigen Fingerzinken-Schablone verwenden. Bei der Schablone ist nun ein Festool Kopierring Ø 13,8 mm beinhaltet, den es so nicht von Bosch gibt. Hat jemand Erfahrungen ob man den Kopierring auch mit der GOF 1250 LCE verwenden kann oder ob es da eine alternative Einsatzmöglichkeit gibt?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Bastian,

      Festool und Bosch Kopierhülsen sind absolut nicht kompatibel. Bosch bietet keine Kopierhülse mit dem benötigten Maß an. Von Trend gibt es eine Hülse mit 14mm Außendurchmesser, die man mit Sicherheit modifizieren kann. Die müsstest du dann mittels Adapterplatte auf die Bosch GOF montieren können. Das dürfte aber eine ganz schöne Bastelei werden.

      Gruß

      Heiko

      • Bastian sagt:

        Hallo Heiko,
        und vielen Dank für deine Antwort. Ich habe eine Bosch Kopierhülse in Ø 13 mm gefunden. Wenn ich die etwas »auffütter« klappt es damit vielleicht. Mal schauen …

  6. Johannes sagt:

    Hallo Heiko,
    liebe Mitleser,
    ich habe mir inzwischen auch die 1250 gegönnt und versuche seit einiger Zeit die besagte Absaughaube (2610913647) zu finden.
    Bisher leider vergeblich.
    Ich fände es klasse, wenn Du (oder ein Mitleser) eine Bezugsquelle für Privatanwender empfehlen könntest.

    Danke und Gruß
    Johannes

    P.S.: schicke Aufsatzzange

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Johannes,

      ich habe die Hoffnung inzwischen leider aufgegeben. Bosch ist bisher nicht in der Lage dieses Teil als Ersatzteil zu liefern. Auch über Händler habe ich es nicht bekommen. Laut Bosch Hotline kann es einfach nicht ausgewählt werden. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich einfach um einen dummen EDV-Fehler handelt, der aber bisher nicht behoben wurde. Schade, aber so ist es nun einmal.

      Ich werde demnächst mal versuchen die Haube einer anderen Oberfräse an den Bosch Anschlag zu adaptieren. Sollte das Funktionieren, werde ich das auf dem Blog auch zeigen.

      Sollte jemand inzwischen eine Möglichkeit finden die Bosch- Haube irgendwie zu beziehen, ich bin ebenfalls interessiert.

      Gruß

      Heiko

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Johannes,

      ich hatte ein wenig Zeit zum basteln und konnte eine Festool-Absaughaube (Bestellnummer 445497) an den Anschlag der GOF 1250 adaptieren. Dabei wird am Fräsanschlag der GOF nichts geändert, nur an der Festool Haube. So hat man immer noch die Möglichkeit die originale Haube zu montieren, falls sie mal lieferbar sein sollte.

      Ich habe Bilder vom Umbau und werde schnellstmöglich einen kleinen Artikel dazu veröffentlichen. Die Lösung ist zwar nicht die eleganteste, aber besser als nix.

      Gruß

      Heiko

  7. Felix sagt:

    Hallo Heiko,
    auf die Gefahr hin, dass dies schon beantwortet wurde, frage ich trotzdem, ob die getestete Bosch OF mit der Festool Führungsschiene kompatibel ist.
    Auf jeden Fall ist der Bericht klasse und die getestete Oberfräse wird wahrscheinlich bald in meiner Werkstatt zum Einsatz kommen.

    Viele Grüße
    Felix

  8. Andreas sagt:

    Hallo Heiko,

    auch ich bin im Besitz einer GOF 1250 und vollauf zufrieden. Es gibt lediglich eine Sache zum Thema Oberfräse allgemein,
    die ich offensichtlich noch nicht verstanden habe und bisher keine zufriedenstellende Antwort gefunden habe, daher mein Kommentar nun hier.

    In der Literatur (Guido Henn, Bill Hylton, http://holzwerkerblog.de, …) wird generell der Einsatz von Kopierringen mit Frässchablonen sehr empfohlen, was ich durchaus nachvollziehen kann.
    Das Problem, das ich dabei allerdings habe, ist, dass sich durch den Einsatz von Kopierring und Frässchablone die Frästiefe drastisch reduziert. Beispiel: Durch den SDS-Adapter an der GOF 1250 kann diese bereits nicht mehr voll eintauchen, es gehen einige Millimeter verloren. Die Frässchablone reduziert die Nettoeintauchtiefe nochmals um 9mm. Der Fräser selber muss bis zur aufgeprägten Markierung in die Frässpindel geschraubt werden. Bei einem typischen 20mm-Fräser mit 20mm Nutzlänge verlieren sich dadurch bereits insgesamt 10..15mm an Nutzlänge. Tiefe Fräsungen lassen sich damit also nicht mehr realisieren. Den 35mm-Beschlagbohrer von Festool kann ich zum Beispiel nicht zusammen mit einer 9mm-Frässchablone einsetzen, da sich nicht mehr die 14mm Tiefe für die Töpfe der Topfscharniere erreichen lassen.

    Deshalb meine Frage: Was mache ich falsch? Wo liegt der Fehler? In der oben genannten Literatur ist es offensichtlich möglich, mit Schablonen sogar (ausreichend tiefe) Zapfenlöcher zu fräsen. Kommen da spezielle Fräser mit extra großer Nutzlänge zum Einsatz?

    Viele Grüße,
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      das stimmt in der Tat, der SDS Adapter ist nicht ganz glücklich gelöst und man büßt damit Frästiefe ein. Das liegt aber weniger am SDS Adapter, sondern mehr an der Spindelarretierung, die den Platz braucht.

      Die Lösung sind längere Fräser. Die meisten Fräser in Fräsersets sind recht kurz. Kauft man die Fräser nach Bedarf einzeln nach, sollte man darauf achten Fräser mit 30 Millimetern Nutzlänge zu nehmen.

      Was den Festool Bechlagbohrer (und auch vergleichbare Werkzeuge) angeht, davon halte ich nicht viel. Das Problem mit der kurzen Nutzlänge hast du bereits erkannt. Ein weiteres Problem ist, dass der Bohrer sehr empfindlich auf falsche Drehzahlen reagiert. Mich hat dieses Werkzeug nicht überzeugen können. Ich fräse Topfscharniere inzwischen mit einem Bündigfräser mit obenliegendem Kugellager. Als Schablone dient ein Brettchen, in das ich mit einem ganzu billigen 35 Millimeter Forstnerbohrer ein Loch gebohrt habe. Auf diese Weise wurden auch in meinen Kursen schon sehr viele Topfbandbohrungen erstellt. Das klappt prima.

      Gruß

      Heiko

      • Andreas sagt:

        Hallo Heiko,

        vielen Dank für die rasche Antwort und die Tipps! Das heißt, es liegt bei mir kein Verständnisproblem vor – auch gut. Vor dem Kauf teurer Spezialfräser lohnt es sich also, lieber den Profis über die Schulter zu schauen…

        Gruß,
        Andreas

      • Andreas sagt:

        Hallo Heiko,

        eine Anschlussfrage habe ich noch: Wenn man z.B. eine Planfläche mit Schablone und Kopierring fräst und hierzu aufgrund des Fräser-Durchmessers mehrere Durchgänge nötig sind, was ist hierbei das sinnvollste Vorgehen? Bisher versuchte ich stets, die Fläche innerhalb der Schablone frei Hand zu fräsen. Allerdings fühlt sich das nicht besonders professionell an, da es frei Hand schwer ist, die Fräse parallel zu führen, was jedes mal zu einem ziemlichen herumgerühre innerhalb der Schablone führte. Für jeden Fräsvorgang jedoch nochmals eine zusätzliche Hilfsvorrichtung anzubringen, erscheint mir ebenfalls etwas viel Aufwand zu sein.

        Gruß,
        Andreas

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Andreas,

          bei größeren Ausfräsungen gehe ich immer so vor, dass ich von innen nach außen im Gegenlauf die Fläche ausräume und erst zum Schluss an der Schablone entlang fräse. Wenn die Ausfräsung so groß ist, dass die Oberfräse nicht mehr auf der Schablone aufliegen kann, lege ich Material in gleicher Stärke wie die Schablone ist ins innere der Schablone. Ich verkleinere damit das Innere der Schablone also soweit, dass die Fräse wieder aufliegt.

          Gruß

          Heiko

          • Andreas sagt:

            Hallo Heiko,

            eine verblüffend einfache aber sehr effektive Vorgehensweise – abermals besten Dank für diesen wertvollen Tipp!

            Gruß,
            Andreas

  9. Rene sagt:

    Hallo Heiko,

    wieder einmal ein Klasse geschriebener Bericht von dir! Vielen Dank. Ich habe mir nun auch die GOF1250LCE zugelegt, da mir die RT0700 bei manchen Fräsungen einfach zu schwach auf der Brust war und manche Werkstücke für den Frästisch einfach zu unhandlich sind. Ich bin auch sehr überzeugt von der Bosch. Dennoch möchte ich noch den einen oder anderen kleinen Kritikpunkt einbringen. Bei geöffnetem Spannhebel für den Fräserwechsel ist leider kein Anlaufschutz integriert, der Spannhebel für die Tiefenverstellung muss ständig an der kleinen Inbussschraube im Griff nachjustiert werden (ich hoffe das gibt sich mit der Zeit), da dieser sich nicht ganz in die Anfangsposition zurückbewegt und leider wie du mir in einem anderen Kommentar schon geantwortet hattest sind die Parallelanschläge (Makita – Bosch) nicht kompatibel, das wäre gerade bei Fräsungen an schmalen Werkstücken ein klasse Nebeneffekt gewesen. Aber ich denke damit kann man leben, denn alle anderen Features sind einfach Spitze!

    Gruß René

  10. ufg sagt:

    Hallo Heiko,
    ich habe mir gerade die Oberfräse Triton MOF001 (1400 W) angeschaut und dort sind einige interessante Ideen eingeflossen. Hast du geplant die mal zu testen?
    Die Frage ist, ob man da einen gescheiten Parallelanschlag dranbekommt, einen Führungsschienenadapter und wie es mit Kopierschablonen/hülsen aussieht…

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo ufg,

      ich hatte mal die kleine Triton getestet und die fand ich nicht sonderlich toll. Die MOF001 hatte ich mir mal angesehen. Da ist jetzt nichts dran, was mich zum Kauf verleiten würde. Im Frästisch mag so manche Funtkion an den Tritons ganz nett sein, dafür bieten sie im Freihandbetrieb zu viele Einschränkungen. Den Parallelanschlag halte ich für unbrauchbar und für den Einsatz von Kopierhülsen muss ich eine Erweiterung kaufen. Das ist mit Sicherheit alles machbar, aber schön ist sowas nicht.

      Es gibt mit Sicherheit bessere Maschinen für den möglicht universellen Einsatz.

      Gruß

      Heiko

      • Hans-Joachim sagt:

        Hallo Heiko, Hallo ufg,

        ich nehme an der Gedankengang geht in Richtung Fräse für den Tisch und Handgeführt.
        Da hat die Triton ein kleines zusätzliches Manko.
        Ich habe die MOF, und ich habe sie ausschliesslich zum Einsatz im Tisch gedacht.
        Triton empfiehlt die Feder zur Tauchfunktion im Tischbetrieb auszubauen, um die Mechanik nicht zusätzlich zu belasten. Gegen die Schwerkraft wird ja eh schon gekurbelt.
        Als ordentlicher Anwender habe ich das natürlich gemacht. Mir wäre es jetzt zu blöd die Fräse erst aus dem Tisch auszubauen, dann die Feder einzubauen. Nur um sie Handgeführt zu verwenden. Wozu sie sie auch nur bedingt brauchbar ist.
        Heiko hat ja alles gesagt, das gesammte Zubehör ist mehr oder weniger unbrauchbar. Fremdhersteller passen nicht.

        Im Tisch ist sie allerdings eine günstige Alternative mit ihren Funktionen.
        Viele Grüße H.-J.

      • Rene sagt:

        Hallo,

        ich habe die Triton MOF001 in meinem Frästisch verbaut und bin damit sehr zufrieden (Höhenverstellung über Kurbel von oben, automatische Spindelaritierung beim Fräserwechsel, mit 1400 Watt gerade noch ausreichend für den Frästisch), im Freihandbetrieb möchte ich aber von dem Gerät abraten, zum einen weil die Maschine trotz Ihrer 1400 Watt recht globig ausfällt zum anderen weil auch den mitgelieferten Parallelanschlag kein schönes arbeiten ist. Die Tiefeneinstellung über das Drehrad an der Machine ist auch recht gewöhnungsbedürftig.

        Gruß René

  11. Henrik sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe die GOF 1250 LCE unterm Baum gefunden und natürlich sofort ausgepackt.
    Leider ist mir gleich etwas unangenehmes aufgefallen. Die Auflagefläche der Maschine scheint nicht eben aufzuliegen. Es ist möglich etwas zu kippeln. Nimmt man die transparente Unterseite ab scheint alles eben aufzuliegen. Mit Abdeckung leider nicht.
    Ist das bei mit ein Einzelfall, oder haben auch andere das Problem?

    Gruß
    Henrik

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hendrick,

      bei meiner MAschine kann ich das nicht beobachten. Wenn du Glück hast ist nur irgendwo ein Grat am Kunststoff. Ansonsten würde ich dir empfehlen bei Bosch anzurufen und nach einem neuen Teil zu fragen.

      Gruß

      Heiko

  12. Rene sagt:

    Hallo Heiko,

    kannst du mir bitte sagen ob der Makita Parallelanschlag mit Feineinstellung, den du bei der RT0700 vorgestellt hattest auch an die Bosch GOF 1250 montiert werden kann?

    Danke und Gruß René

  13. ma_woid sagt:

    Adapter Bosch FSN OFA für Führungsschiene

    Ich musste unbedingt sehr präzise Fräsungen vornehmen. Ging daher nur in Verbindung mit einer Führungsschiene. Genauer gesagt mit den Führungsschienen von Festool in Verbindung mit dem Bosch Oberfräsenadapter FSN OFA (Artikelnummer 1600Z0000G) und der Oberfräse Bosch GOF 1250. Hat sehr gut funktioniert, der Adapter läuft sowohl auf Festool als auch neuen Bosch Führungsschienen. Auf den Schienen von Festool lief der Adapter erst recht streng, noch ein paar Fräsmetern + Teflonspray geht das nun besser. Die Oberfräse steht in Verbindung mit dem Adapter bei beiden Fabrikaten senkrecht auf den Führungsschieben und läuft auch bei den Festool Führungsschienen nicht schief so dass die Fräskante auch ca. 90° hat.

    Mit dem Adapter kann die Oberfräse seitlich bis zu 3 cm versetzt werden ohne die Führungsschiene verschieben zu müssen, wobei die Einstellung mittels Drehrad recht genau vorgenommen werden kann. Wichtig ist die Fixierung mit dem zweiten Drehknopf.
    Gut ist, dass der Adapter eine recht große Auflagefläche an der Unterseite hat, das gibt zusätzliche Stabilität und Präzision, anders als bei den Führungsschienenadapter von Makita Wobei die Auflagefläche für meinen Geschmack sogar noch größer sein dürfte.

  14. ma_woid sagt:

    Absaugadapter für Parallelanschlag

    Mittlerweile hab ich die Bosch GOF 1250 LCE im Einsatz. Und ich bin schwer begeistert von der Handhabung. Was nicht so gut war ist, dass es keinen Absaugadpter für den Parallelanschlag gab, was bei der Kantenbearbeitung immer für mehr Schmutz als nötig in der Werkstatt gesorgt hat. Herr Rech hat das im Testbericht auch geschrieben. Ich hab den Bosch Absaugadapter mittlerweile im Internet kaufen können. Und zwar nicht unter der Artikelnummer die in der Bedienungsanleitung zu finden ist sondern unter der Artikelnummer 2610913647. Dieser Absaugadapter ist eigentlich für die Oberfräse Bosch GOF 900 CE, nur ist der Parallelanschlag sehr ähnlich bis identisch. Von daher passt auch der Absaugadapter bei mir zumindest wie angegossen. Bild habe ich beigefügt. Verständnis, warum der Absaugadapter nicht schon mit der Oberfräse ausgeliefert wird oder noch eklatanter nicht mal unter der Artikelnummer in der Bedienungsanleitung lieferbar ist hab ich trotzdem nicht.

  15. Patrick sagt:

    Hallo Heiko,
    ich konnte mich ja jetzt auch von dieser wirklich guten Oberfräse überzeugen und hab auch meinen Eindruck niedergeschrieben. Geniale Maschine. Wegen dem Maulschlüssel habe ich noch eine andere Idee zum Schutz gehabt. Habe einfach ein Stück Gartenschlauch genommen.

    Toller Bericht, Danke dafür.

    Gruß Patrick 

  16. Christian sagt:

    Hallo Heiko,

    danke für den Test. Ich habe mir die GOF 1250CE jetzt gekauft, nachdem meine grüne Bosch nach nur 3 Monaten mit einer defekten Spindelarretierung kaputt ging.
    Bin nach den ersten Fräsübungen auch sehr zufrieden. Vor allem die Spindelarretierung und der Parallelanschlag ist im Vergleich zur grünen Bosch super!
    Eine Frage habe ich dennoch. Ich habe die Maschine bei mir im Frästisch eingebaut. Wenn ich das Gerät einschalte und den Einschaltknopf feststelle ist alles OK. Dann nehme ich über meinen Sicherheitsschalter den Strom weg. Beim nächsten Start (Strom wird über den Sicherheitsschalter wieder zugegeben) muss ich den Einschaltknopf lösen und wieder neu feststellen damit die Maschine läuft. Das war bspw. bei der grünen Bosch nicht so.
    Kann das an meinem Sicherheitsschalter liegen? Hattest du das mal getestet?

    Danke & Liebe Grüße
    Christian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christian,

      die GOF 1250 hat einen Wiederanlauf-Schutz. Das Verhalten ist also normal. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass du dir den Sicherheitsschalter im Frästisch sparen kannst.

      Gruß

      Heiko

  17. Flo AT sagt:

    Hallo Heiko,

    ich verfolge als leidenschaftlicher Hobby-Tischler schon länger deinen Blog. Meine alte Bosch Oberfräse hatte leider vor einigen Monaten einen Motorschaden. Habe zwar den Rotor neu wickeln lassen aber das arbeiten ist nicht mehr das Selbe.

    Daher bin ich seit einigen Minuten stolzer Besitzer ein Bosch GMF 1600 CE und freu mich schon aufs Wochenende wenn ich das Teil ausprobieren kann 😉

    Seit Wochen bin ich verzweifelt auf der Suche nach einem guten Frästisch in Europa auf dem der Kopieraufsatz von unten auf den Tisch geschraubt wird. Habe so gut wie nichts preiswertes, das nicht schon beim anschauen auseinanderfällt, gefunden und Systeme wie Festool CMS ist für meine Anwendungen einfach übertrieben.

    Hätte von Trend CRT einen Kompromiss gefunden.

    Kennst du diesen Hersteller und hat der Qualität?

    Liebe Grüße aus Österreich

    Flo

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Flo,

      ich habe mal einige Frästische für den Werkzeugkompass der Zeitschrift HolzWerken getestet. Da war auch der Trend CRT dabei, sowie der größere PRT. Die Verarbeitung beider Tische ist tadellos. Funktioniert haben sie auch beide sehr gut. Bedenke bitte, dass der CRT ein kleines Untergestell hat und auf der Werkbank stehend recht hoch ist. Der Vorteil ist aber, wenn du dir mal einen größeren Frästisch bauen willst, kannst du die einzelnen Komponenten des kleinen CRT dafür benutzen.

      Gruß

      Heiko

  18. Tobias D. sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin derzeit auf der Suche nach einer Oberfräse für die Hobbywerkstatt. Eigentlich hatte ich mich bereits für die OF 1400 entschieden. Aufgrund deines tollen Artikels bin ich noch einmal zu einem gut sortierten Händler hier in Hamburg gefahren und habe beide Geräte dort verglichen. Die Bosch ist von der Ergonomie wirklich super – man könnte fast sagen, eine Generation weiter als die Oberfräsen von Festool. Eines jedoch fiel mir auf, was in deinem Artikel unerwähnt ist. Die Buchsen der Bosch-Kopierringe sind länger als die von Festool, was doch bedeutet, dass die Schablonen ziemlich dick sein müssen und so etwas Hub verschwendet wird, oder? Frage mich, worin da der Sinn liegt.
    Die Frage, inwieweit eine 12mm-Spannzange den Mehrpreis und die schlechtere Ergonomie aufwiegt, bleibt für mich leider auch unbeantwortet. Dazu habe ich zu wenig Erfahrung mit Oberfräsen. Wann kommen die 8mm an ihre Grenzen?

    Viele Grüße

    Tobias

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tobias,

      die hohen Kopierhülsen sind Bosch-Typisch. Aber das finde ich nicht so dramatisch. Die sind schnell gekürzt. Das Material aus dem die Hülsen sind ist nicht sher hart und kann gut bearbeitet werden. Für mich wäre das nicht kaufentscheidend.

      Was die Fräser, oder besser den Schaft angeht, finde ich es schon gut, wenn man Fräser mit 12mm Schaft nutzen kann. Vor allem dann, wenn die Maschine einen großen Hub hat, so wie es bei der OF1400 der Fall ist. Mit dieser Kombination, also großer Hub und 12mm Spannzange kann man dann auch mal längere Nutfräser einsetzen. Was ich auch mit der OF 1400 mache sind Gratnuten. Mit einem 25mm Gratfräser, ohne Vorfräsen hat die Maschine kein Problem. Mit einem 14mm Gratfräser schon garnicht. Den 25mm Fräser gibt es aber nur mit 12mm Schaft. Man kann sich also mit der 12mm Spannzange noch so manche Option offen halten. Ob man diese nutzen will ist wieder eine ganz andere Sache. Ich finde es schade, dass es so wenig Fräsen in der unteren Leistungsklasse gibt, die das Nutzen von 12mm Fräsern erlauben. Vielleicht haben die Hersteller auch einfach Angst, die Nutzer können den Maschinen zu viel abverlangen.

      eine konkrete Empfehlung kann ich dir an dieser Stelle nicht geben. Du musst schon selbst abwägen, ob eine 12mm Spannzange für dich wichtig ist.

      Gruß

      Heiko

      • Tobias D. sagt:

        Hallo Heiko,

        Danke für die schnelle Antwort. Dass die 12mm-Frage für mich unbeantwortet blieb, bezog sich nicht auf deinen Artikel, sondern auf den Besuch beim Händler. Deine Beispiele zu den Grenzen einer 8mm-Spannzange haben mir meinen Entscheidung jedoch vereinfacht. Ergonomie- und Preisdifferenz zum Trotz folge ich ich meinem ersten Bauchgefühl und werde bei Festool zuschlagen. Und daran, zu lang gekaufte Kopierhülsen zu kürzen, habe ich auch keine Freude 😉

        Viele Grüße

        Tobias

  19. RainerQ sagt:

    Hallo Heiko und Mitleser,

    zunächst vielen Dank für deinen Blog; ich lese schon länger mit und habe bereits viel lernen können.

    Als Einsteiger habe ich mir kürzlich die GOF 1250 LCE geleistet. Nach den ersten eigenen Eindrücken kann ich mich den fast ausschließlich positiven Berichten anschließen. Die Leistung ist ausreichend, das Handling super, die Verarbeitungsqualität ebenfalls (wobei ich nicht viel Vergleichsmöglichkeiten habe). Und die Tiefeneinstellung mit der Digitalanzeige macht echt Spaß. Insgesamt bin ich froh, das Geld für eine anthrazit-hellgrüne Maschine gespart zu haben.

    Ein kleiner Minuspunkt ist in meinen Augen die Stellung des linken Halteknaufes: wenn dieser etwas nach vorne geneigt wäre, wäre der Feststellhebel für die Tauchfunktion wohl besser zu bedienen. So muss zur Betätigung das Handgelenk recht stark nach vorne gekippt werden. Aber das gilt vielleicht auch nur für die eigenen rel. „zierlichen“ Hände.

    Die Nichtlieferbarkeit eines Pfennigartikels wie der Absaughaube für den Parallelanschlag empfinde ich allerdings fast als Frechheit. Gerade so einfache Dinge sollten selbstverständlich sein; so zeigt sich m.E eine gewisse Nachlässigkeit im Umgang mit den Kunden. Selbstbau ist schön und gut, aber viele möchten ein Werkzeug auch einfach nur auspacken und loslegen.

    Gruß Rainer

  20. Siggi Ch. sagt:

    Hallo Heiko,
    wie in Deinem Artikel zur Festool OF 1400 ja schon angemerkt, bin ich auch am überlegen wegen Zweit-Fräse……
    Die Bosch hatte ich auch schon mal ins Auge gefasst – von daher ist Dein Artikel nun ganz zeitig und aufschlussreich.
    Wie sieht es denn bei der Bosch mit dem Fräsen auf der Führungsschiene aus? Hast Du das schon mal mit „FSN OFA“ gemacht? So wie ich den sehe, habe ich da ja nicht die Möglichkeit, die OF auf der Schiene noch zu verschieben (Feinjustierung) – sondern da müsste ich immer die ganze Schiene versetzen.?

    Ich denke, meine Entscheidung werde ich erst nach dem Kurs Anfang April treffen – dann kann ich ja alle nochmal „in die Hand nehmen“.

    Liebe Grüße,
    Siggi

    PS: Ich bring zu dem Kurs übrigens noch jemand mit; Klaus hat sich ja auch schon angemeldet 🙂

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Siggi,

      das Fräsen mit der Führungsschiene sehe ich inzwischen als stark überbewertet an. So oft kommt das ja nicht vor. Mit dem Bosch Zubehör für die Schienenführung habe ich noch nicht gearbeitet. Ich bevorzuge inzwischen die selbst gebaute Schiene:
      http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Fraesen-wie-auf-Schienen

      Funktioniert bestens, meiner Meinung nach sogar besser, als mit der normalen Führungsschiene.

      Gruß

      Heiko

      • Siggi Ch. sagt:

        ……stimmt: den Selbstbau hatte ich auch schon auf meiner to do-Liste!
        Also, die Entscheidung wird wohl beim Kurs bei Dir in der Werkstatt fallen.

        Gruß, Siggi

  21. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,

    danke für den interessanten Beitrag. Ich bin gespannt ob sich Displays bei Oberfräsen durchsetzen. Wenn man sie erst mal auch kopfüber ablesen kann, ist denke ich der gravierendste Nachteil beseitigt. Der größte Vorteil ist dabei wohl die vereinfachte Höheneinstellung.

    Zum Schluß möchte ich nochmal klugscheissen: „LCD Display“ ist doppelt gemoppelt, denn LCD steht für Liquid Crystal Display.

    Viele Grüße
    Stefan

  22. Johannes sagt:

    Hallo Herr Rech,
    wie viele vor mir, lese ich schon seit einiger Zeit mit.
    Auf einen Kurs bei Ihnen, darf ich mich erst später im Jahr freuen.
    Als Einsteiger in das gesamte Thema beschränkt sich mein Maschinenpark bisher im wesentlichen auf Akkuschrauber, Tauschsäge und diverse Handwerkzeuge. Ein Discounterfräse hat mir erste Fräsversuche ermöglicht, hat aber auch schnell gezeigt, wo ihre Grenzen liegen.

    Zum Thema Empfehlung Einsteigerfräse habe ich den Eindruck, dass eine Entwicklung stattgefunden hat.
    Zu Beginn schien mir dies die Perles OF9 zu sein, als Allrounder.
    Danach mit Fokus auf Handlichkeit für Einsteiger die Dewalt D26204K. Später könnte für den Frästisch etwas großes den Maschinenpark ergänzen.

    Ich hatte selber mal von der GMF 1600 als eine für alles und alle Zeiten geträumt, aber das nur am Rande.

    Ich weiss das jeder andere Anforderung und Geschmäcker hat.
    Trotzdem die Frage, wie reiht sich die GOF 1250 hier ein?
    Hat sie das Potential der „Geheimtipp“ als Allrounder für Hobbyisten zu sein, die erst einmal auf absehbare (oder zumindest die nähere) Zeit einer Fräse auskommen wollen?

    Danke für die Antwort und die tolle Arbeit im Blog

    Johannes

    P.S.: zum Thema Abstimmung habe ich auch den Einsatzzweck auf Prio 1, allerdings ohne vernünftige Einstellmöglichkeiten nützt der breiteste Einsatzzweck wenig.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Johannes,

      das mit den „Einsteigermaschinen“ ist immer so eine Sache. Es gibt einige Oberfräsen, die ich als solche bezeichnen würde. Die GOF 1250 würde ich auch darunter fallen lassen, da sie in der Handhabung sehr einfach ist. Natürlich hat jeder Einsteiger andere Anforderungen. Wer zum Beispiel direkt mit einem Frästisch beginnen möchte, dem würde ich eher zu zwei Maschinen raten, einer großen für den Tisch und einer sehr kleinen für den Freihandbetrieb. In diesem Fall wäre also die GOF 1250, oder die Perles OF9e nicht zu empfehlen. Wer erst einmal keinen Frästisch will, oder bei wem dieser eine eher untergeordnete Rolle spielen wird, der sollte eher zu einer Fräse im Bereich von 1000 – 1400 Watt greifen. Man kann das einfach nicht pauschalisieren.

      Gruß

      Heiko Rech

  23. ci sagt:

    Hallo!
    Di e Oberfräse stand auch ganz oben auf der Liste, da mir die OF1400 von Festool zu teuer, mir die OF1010 aber nicht hochwertig (Parallelanschlag) genug ist.

    Eine Frage hätte ich: Bekommt man einen anderen Führungsschienenadapter, wie beispielsweise den von Makita, an die Bosch?

    Vielen Dank!
    Grüße

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      der Adapter von Makita passt nicht an diese Maschine und auch nicht an andere Oberfräsen aus der blauen Bosch- Linie. Es gibt nur einige aus der grünen Serie, an die er passt. Für die blauen Maschinen bietet Bosch ein eigenes Führungssystem an.

      Gruß

      Heiko

  24. Thomas sagt:

    Hallo Heiko,
    schöner und sehr ausführlicher Bericht. Deine Erfahrungen decken sich zum großen Teil mit meinen. Ich habe auf meinem Blog und auf dem Youtube Kanal ebenfalls Berichte zu dieser Maschine geschrieben bzw. gedreht.
    Ich finde es interessant, dass Deine Maschine scheinbar etwas anders ausgeführt ist als meine. So hat meine beispielsweise keine mm/inch Umschalttaste.
    Ausserdem hat meine Fräse keine Markierungen in der Grundplatte, dafür aber eine automatische Abschaltung der LCD-Anzeige.
    Meine Maschine war aber auch eine der allerersten 🙂

    Viele Grüße
    Thomas (HolzwurmTom)

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      dein Video kenne ich natürlich und ich gehe mal davon aus, dass die Leser dieses Blogs das auch kennen. Für alle Fälle habe ich deinen Artikel aber noch verlinkt. Bei der Abschaltung der Anzeige war ich scheinbar zu ungeduldig. Ich habs gerade noch einmal probiert. Irgendwann schaltet sie sich dann doch ab. Ich habe nicht gestoppt, aber einige Minuten vergehen schon bis zur Abschaltung. Ich habe meinen Artikel dahingehend gerade geändert.

      Gruß

      Heiko

  25. Werner aus Österreich sagt:

    Hallo Heiko,

    das ist wirklich ein hervorragender Bericht. Hat Spaß gemacht ihn zu lesen.
    Doch eine Frage hab ich noch:
    Läßt sich das Display eigentlich irgendwie umschalten oder vielleicht umdrehen sodaß man es auch lesen kann wenn die Maschine angenommen in einem Frästisch eingebaut wäre?

    Gruß

    Werner

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Werner,

      vom Hersteller ist das Drehen des Displays nicht vorgesehen. Ob es mit fundierten Löt- und Elektronikkenntnissen nicht doch machbar ist, kann ich allerdings nicht sagen.

      Gruß

      Heiko

      • Werner aus Österreich sagt:

        Hallo Heiko,

        alles klar, wie Du schon in deinen Bericht erwähntest,
        würden beim Tischeinbau gewisse Vorzüge der Maschine, die sie im Handbetrieb hat, verloren gehen. Aber interressiert hat es mich trotzdem.
        Vielen Dank!

        Gruß

        Werner

  26. Arie sagt:

    Hallo Heiko,

    Danke für den Bericht. Dein Bericht bestätigt meine Recherchen nach ein neuen OF. Ich bin nach dein Bericht noch mehr davon überzeugt das ich mit der GOF 1250 den richtigen OF gekauft habe.

    Ich kann nicht warten bis meine, diese Woche zum einsatz kommen wird.

    Gruß,
    Arie

  27. Achim Fink sagt:

    Hallo Heiko,
    na das nenn ich doch mal einen Werkzeugtest. Sehr informativ. Ich glaube die Bosch wird auch meine neue Oberfräse. Zumal man bei Bosch, habe ich jetzt erst wieder bei meiner Tischkreissäge gesehen, jedes noch so kleine Ersatzteil online bestellen kann.
    Gruß Achim

  28. ma_woid sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Bin gerade auf der Suche nach einer neuen Oberfräse, die für viele Einsatzzwecke passen soll. Meine Vorauswahl war inzwischen auf die Bosch GOF 1250 LCE und die DeWalt 622 K geschrumpft. Es gab bisher für die genannte Bosch nur relativ wenige Informationen. Von daher kam Ihr Bericht genau zu richtigen Zeitpunkt!

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