Wochenrückblick KW 45 – 2015

Sicher haben Sie es schon bemerkt, in letzter Zeit tut sich zwar noch so einiges hier, aber es ist anders geworden. Schon lange gab es keine ausführliche Projektdokumentation mehr. Auch das letzte Video ist schon lange her. Die Gründe dafür sind Ihnen sicherlich bekannt. Ich habe viel zu tun. Die Kurse in der Kurswerkstatt müssen vorbereitet werden. Dann schreibe ich meinen wöchentlichen Blog bei Holzwerken.net und auch sonst bin ich für die HolzWerken recht aktiv. Leser der Zeitschrift wissen, dass ich nicht untätig bin. Im Gegenteil. Derzeit arbeite ich an Artikeln und Bauprojekten für die kommenden Monate. Dennoch soll es auch hier auf dem Blog für Sie als Leser interessant bleiben. Und was liegt da näher, als den Blog als das zu nutzen, als das er eigentlich gedacht ist. Als virtuelles Tagebuch. Ich werde also in Zukunft öfter mal einen kleinen Rückblick über die Ereignisse der vergangenen Tage, oder auch mal Wochen geben, je nachdem, was so passiert in meiner Werkstatt. Und damit fange ich jetzt gleich an.

Unter (Stark)Strom

Seit einigen Tagen habe ich nun auch Starkstrom in der Werkstatt. Ursprünglich war meine Werkstatt mal eine Kantine. Da wurde kein Starkstrom benötigt. Fragen Sie mich nicht, warum der Herd in der Werkstattküche keinen 380V Modell ist. Das war lange vor meiner Zeit. Jetzt habe ich aber die Idee, im kommenden Jahr einige größere Maschinen anzuschaffen. Diese brauchen Starkstrom.

Ich kann eine einfache Installation mit 220V machen, auch eine Wechselsschaltng bekomme ich gerade so noch hin.  Aber am Sicherungskasten arbeiten? Etwas an einen Zähler anschließen oder auch Sicherungsautomaten verdrahten? Davon lasse ich dann doch die Finger. Dafür ist mir Strom dann doch zu unheimlich (Man sieht ihn nicht, er kann einem aber dennoch wehtun!) Die Installation der Starkstromleitungen und Anschlüsse habe ich dann doch einem Fachmann überlassen. Die haben das zu zweit innerhalb von einigen Stunden sehr sauber und ordentlich erledigt. Nun habe ich drei Anschlussdosen an einer Werkstattwand. Jede ist mit einer eigenen Leitung und mit passenden Sicherungen angeschlossen. Ich könnte nun also drei Formatkreissägen zeitgleich betreiben. Soweit wird es aber sicherlich nicht kommen.

An diese Wand sollen die neuen Maschinen

An diese Wand sollen die neuen Maschinen

Testweise laufen auch die ersten LED Röhren in der Deckenbeleuchtung. Noch in der falschen Lichtfarbe, aber sonst machen sie einen guten Eindruck. Auf ein Angebot für eine Komplettumrüstung warte ich noch. Der Elektriker ist auf jeden Fall sehr geschäftstüchtig.

Fine Woodworking

Man muss ja auch mal sehen, was die Konkurrenz so macht. Also habe ich mich vor einigen Wochen dann doch entschlossen, zwei amerikanische Zeitschriften zu abonnieren. Einmal die Fine Woodworking und einmal die Popular Woodworking. Vor einigen Tagen war dann das erste Exemplar der Fine Woodworkinn in der Post. Der erste Eindruck ist nicht schlecht. Die Themen sprechen eher den versierten Holzwerker an und nicht den Einsteiger. Auf den ersten Seiten wird auch klar, warum die Zeitschrift recht preiswert ist. Es gibt viel mehr Werbung darin, als zum Beispiel in der HolzWerken. Natürlich bleibt dann weniger Platz für Inhalte. Die Zeitschrift erscheint sieben Mal im Jahr, also ist die Ausbeute an interesanten Themen pro Jahr auch begrenzt.

Überrascht war ich, dass auch in der Fine Woodworking das Thema Drechseln behandelt wird. Scheinbar kommt eine solche Zeitschrift einfach nicht ohne dieses Thema aus. Alles in allem gefällt mir die Fine Woodworking recht gut. Natürlich ist die HolzWerken besser, keine Frage :-). Aber man kann ja durchaus mehrere Zeitschriften lesen, um auf dem Laufenden zu bleiben und Neues zu lernen. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Ausgaben und auch auf die Popular Woodworking.

Fingerzinken

Für ein Möbelprojekt für die Zeitschrift HolzWerken habe ich zum ersten Mal mit meinem Trend Zinkenfräsgerät Fingerzinken gemacht. Nun habe ich dieses Gerät schon so lange, aber ich habe immer nur halbverdeckte Zinken gefräst. Und wie soll es anders sein, wenn man sie braucht, ist die Anleitung weg. Es dauerte ein wenig, bis ich die Informationen über die richtige Anordnung der Anschläge auf der englischen Seite von Trend gefunden hatte. Dann aber ging das Fräsen der Zinken recht unproblematisch. Das Einstellen ist einfacher, als bei den halbverdeckten Zinken. Allerdings gestaltet sich das dichte Verleimen dann schwieriger. Zu kämpfen hatte ich auch mit Ausrissen. Die konnte ich aber mit einem Streichmaß eliminieren. Das Ergebnis sind sehr gut passende und sauber gefräste Fingerzinken.          Und viele Reststücke mit Zinken daran.

Gefräste Fingerzinken in Kirschbaum. Noch nicht verleimt!

Gefräste Fingerzinken in Kirschbaum. Noch nicht verleimt!

Gespiegeltes Verleimen

Für das erwähnte Projekt habe ich französischen Kirschbaum genommen. Ein gut zu verarbeitendes Holz, aber von nicht ganz so guter Qualität wie der Amerikanische. Der europäische hat mehr Äste. Dafür ist er ein wenig günstiger und nicht so dunkel. Damit das Holz richtig zur Geltung kommt, habe ich das Massivholz hochkant aufgetrennt und wieder verleimt. Das Thema habe ich für meinen Blog bei HolzWerken.net aufgearbeitet. Den Artikel finden Sie hier:

http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Spieglein-Spieglein

Und um eines gleich vorwegzunehmen,  meine neue Bandsäge ist zum Auftrennen von 150mm Massivholz nicht geeignet.

Sägeblätter falten

Apropos Bandsäge: Ich habe bei der Firma HEMA einige Sägeblätter für meine Bandsäge bestellt. Ein wenig enttäuscht war ich über die Verpackung. Die Bänder lagen alle zusammen in einem Karton. Ein wenig mehr Schutz für die Zähne hätte ich schon erwartet. Ein paar Bogen Zeitungspapier würden ja schon reichen. Beim Ausprobieren der Bänder ist mir dann aufgefallen, dass es schon verdammt lange her ist, dass ich ein solches Band zusammengelegt habe. Wie war das noch gleich? Auch nach mehreren Versuchen ein Band kompakt zusammenzulegen, gelang es mir nicht. Ich hatte schlichtweg vergessen wie es ging, Aber man muss ja nicht alles können, man muss nur wissen, wo man es nachlesen kann. Nämlich in meinem neuen gekaften Buch zum Thema Bandsägen. Anhand der Bilder im Buch klappte das Zusammenlegen der Bänder dann wunderbar. Auch sonst macht dieses Buch einen sehr guten Eindruck.

Nun müssen Sie aber nicht unbedingt das Buch kaufen, um zu erfahren, wie ich meine Bandsägeblätter zusammenlege. Es reicht, wenn Sie sich dieses Video ansehen, in dem ich zeige, wie es geht.

Ärgern mich Kommentare?

Ein Kursteilnehmer fragte mich vor Kurzem, ob mich manche Kommentare ärgern. Konkret ging es um die Diskussion zum Thema Holzhobel und warum sie hier auf meinem Blog so wenig vorkommen. Die Diskussion selbst können Sie hier nachlesen:

http://holzwerkerblog.de/werkstatt-2/hobeln/#comment-7708

Nein, mich ärgern solche Kommentare eigentlich nicht, solange ich nicht persönlich angegriffen werde. Auch in Zukunft werde ich nur in Ausnahmefällen Kommentare zensieren oder löschen. Es sei denn, es bestünde die Gefahr, dass durch den Kommentar der Autor oder ich in eine rechtlich bedenkliche Situation geraten könnten. Ist dies der Fall, versuche ich den Autor des Kommentars auch zu kontaktieren und schreibe ihm, warum sein Kommentar nicht freigegeben wurde. Natürlich geben ich auch keine Kommentare frei, die nur den Zweck haben einen Werbelink hier zu platzieren.

Neues Kursthema steht fest.

Entwurf des Beistelltisches für einen Kurs

Entwurf des Beistelltisches für einen Kurs

Und damit wären wir auch schon beim Thema Kurse (An den Überleitungen arbeite ich noch). Ich habe vor einigen Wochen gefragt, welche Kurse denn für Sie interessant wären. (siehe auch hier: Umfrage: Welche Holzbearbeitungskurse wären für Sie interessant)Die Umfrage zeigte erst einmal einen deutlichen Trend in Richtung „Kleines Möbelbauprojekt“. Inzwischen ist der Spitzenreiter „arbeiten mit Stationärmaschinen“. Auch das Thema „Holzverbindungen mit Maschinen“ scheint Sie zu interessieren. Da es noch eine Weile dauern wird, bis die stationären Maschinen alle da sein werden (ich rechne mit Ende kommenden Jahres) werden die beiden neuen Kursthemen die Holzverbindungen und das Möbelprojekt sein. Die ersten Vorbereitungen für das Möbelprojekt laufen schon. Es wird ein Beistelltisch werden. In diesem Kurs wird dann eine Leimholzplatte hergestellt, Tischfüße werden verjüngt, es gibt einige Einzinker und als Clou: eine geschwungene Zarge, mit einem sogenannten „Beading“. Dazu werden dann Schabhobel und das Veritas „Beading Tool“ zum Einsatz kommen.  Insgesamt wird das ein schönes Projekt, bei dem Hand- und Maschinenarbeit perfekt kombiniert werden können.

Das Thema „Holzverbindungen mit Maschinen“ wird ebenfalls ins Kursprogramm aufgenommen. Da wird es dann um Lamello, Domino und Duodübler gehen. Die letzten Beiden werden aber nur Nebendarsteller. Denn auch mit der Oberfräse, der Tischkreissäge und der Bohrmaschine kann man tolle Holzverbindungen herstellen.  Einige Wochen werden noch vergehen, bis ich die Termine für diese beiden Kurse bekannt geben kann.

Genau messen

Im Laufe des bereits erwähnten Möbelprojektes musste ich ein Stück Sperrholz auf genau 217,5 mm zuschneiden. Ich kann meine Tischkreissäge sehr genau einstellen, aber am Ende hapert es doch manchmal mit dem Ablesen der Skala oder eines Lineales. Ich messe während des Baus eines Möbelstückes auch oft einfach mit einem Stahllineal nach. Ganze Millimeter lassen sich da gut ablesen, aber halbe, oder gar viertel Millimeter? Das wird schon schwieriger. Da ist mir eine Lupe eingefallen, die ich mal als Werbegeschenk bekam. In Kombination mit einem Stahllineal kann man dann sehr genau messen und vor allem ablesen. Damit Lineal und Werkstück auch genau bündig liegen habe ich mir einen Bankhaken in die Hobelbank gesteckt, an dem ich dann beides anlegen konnte. Auf diese Weise lassen sich nicht nur halbe Millimeter ablesen, sondern noch viel kleinere Werte. Da man solch genaue Zuschnitte nur selten braucht, reicht diese Lösung für mich vollkommen aus und ersetzt teures Messwerkzeug sehr gut.

Multitasking

Normalerweise mag ich ja kein Multitasking. Ich mag es lieber seriell, also immer ein Projekt nach dem anderen. Momentan geht das leider nicht. Derzeit laufen viele Dinge parallel, andere Projekte werden mal zwischendurch fertiggemacht. In erster Linie arbeite ich an einem Bauprojekt für die HolzWerken. Das wird noch einige Tage in Anspruch nehmen, da ich dabei lange Wartezeiten beim Verleimen habe. Diese kann ich nutzen, um einige kleinen Schränkchen fertigzumachen, die beim Kurs „Möbelbau mit Leimholzplatten“ übrig geblieben sind. Die Schubladen für meinen Schreibtisch will ich auch unbedingt fertigmachen. Bei den Schränkchen und den Schubladen kann ich dann sehr gut Material für mein Buch sammeln, an dem ich auch mit Hochdruck arbeite.

Auch wenn Sie momentan noch wenig davon sehen, langweilig ist es in meiner Werkstatt nicht.

Beenden möchte ich diesen Beitrag mit einer Frage an Sie:

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Links:

Bandsägenbuch:
Bandsägen Einrichten – Beherrschen – Ausreizen von Roland Johnson

Gespiegeltes Verleimen
Blogbeitrag auf HolzWerken.net: Spieglein, Spieglein …

Zeitschriften
Fine Woodworking

Popular Woodworking

HolzWerken

Zinken mit der Oberfräse
Trend Zinkenfräsgerät (mit 2 Videos)

Umfage
Welche Holzbearbeitungskurse wären für Sie interessant?

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30 Kommentare zu Wochenrückblick KW 45 – 2015

  1. Dieter sagt:

    Hallo Heiko,
    hallo Özi, Andreas und Philipp

    Danke für Eure ehrlichen Antworten.
    Schön zu lesen, daß ich doch nicht der Einzige hier bin, der noch Interesse an den einheimischen Hobeln aus Holz zeigt.
    Leider findet man im Netz nur sehr wenig darüber.

    Über den Vorschlag eines Gastbeitrages werde ich nachdenken, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe. Im Moment herrscht hier in der gesamten Schreiner und Möbelbaubranche Hochsaison.
    Wer will kann mich auch auf Facebook anschreiben. Ich werde vesuchen die Fragen zu beantworten.

    Gruß
    Dieter, Möbelschreiner

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dieter,

      entschuldige das späte Freigeben deines Beitrages. Aus irgend einem Grund stuft mein WordPress deine Kommentare als Spam ein. Eventuell liegt es an der E-Mail Adresse, sowas kommt hier und da schon mal vor. Wenn du wieder einen Kommentar schreibst, lass mal die E-Mai Adresse weg. Meist funktioniert es dann.

      Wegen des _Gastbeitrages kannst du dich ja dann bei mir melden.

      Gruß

      Heiko

  2. Florian sagt:

    Hallo Heiko,
    was mir bei deinem Fingerzinkenbild auffällt und ich mich schon länger frage: Beim Zinken (ob Fingerzinken oder Schwalbenschwanz) wir oft empfohlen mit einem Streichmaß anzureißen. Anschließend bleibt beim nicht ausgestemmten Teil der Anriss sichtbar. Wird dieser Anriss durch verputzen beseitigt, oder ist er später noch sichtbar? Das würde doch sicher zumindest an der Außenseite das edle Aussehen etwas beeinträchtigen, oder fällt es später nicht mehr auf?

    Viele Grüße
    PS.: Du hast wirklich einen tollen Blog aufgebaut, man kann hier sehr viel lernen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Florian,

      ebi Fingerzinken lässt man die Fläche etwas über das Hirnholz überstehen, damit man beim Verleimen die Verbindung auch dicht bekommt. Daher muss die Fläche so oder so noch mit dem Hirnholz plan geschliffen oder gehobelt werden. Dabei wird dann auch der Anriss verschwinden. Der Anriss mit dem Streichmaß darf aber nicht zu tief sein.

      Gruß

      Heiko

  3. Andreas sagt:

    Hallo Heiko! Was für grössere Maschinen gedenkst du dir anzuschaffen?

  4. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    ich finde diesen Tagebuch Stil sehr gut, weil es gehört schon zu meinem Tagesablauf mindestens einmal pro Tag bei dir vorbei zu schauen 🙂

    Gott sei Dank gibt es noch den Holzwerken Blog, da gibt es dann am Dienstag noch einen festen Termin. Allerdings finde ich dort die Kommentarfunktion blöd. (Man benötigt ein extra Konto, ein Google Konto reicht nicht)

    Die „Neuen Stationärmaschinen“ werden ja noch einige Spekulationen aufwerfen. Auch ich bin mal gespannt. Ich tippe mal auf FKS und größeren Hobel………aber ist nur so ein Gedanke.

    Bis demnächst und vielen Dank für Deine Mühe, die Du Deinen Lesern immer noch kostenlos anbietest.

    Gruß Andi

    P.S. Hast Du schon mal über einen „Video Fernunterricht“ nachgedacht ? So etwas gibt es im Musik Bereich. (Paul Sellers bietet sowas auch an)
    Man bekommt per Video Aufgaben, die man dann dem Fernlehrer einreicht.
    (Machen die wenigsten)

    Ist zum Start sicher ein Mega Aufwand. Aber wenn der Abonnenten Stamm mal steht.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andi,

      ich glaube ich habe es auch schon irgendwo geschrieben, es wird auf eine größere Hobelmaschine und eine Formatkreissäge, eventuell als Säge/ Fräse- Kombi hinauslaufen. Die Idee mit dem Videounterricht schwirrte mir auch schon im Kopf herum, aber das ist mir momentan eine viel zu große Baustelle. Mein Tag hat ja jetzt schon zu wenige Stunden um alle meine Projekte umzusetzen.

      Gruß

      Heiko

  5. Achim Buehrle sagt:

    Hallo Heiko,

    Dein Bericht wieder sehr gut.
    Auch ich habe Starkstrom in meiner Werkstatt verlegt.
    Als Elektromeister für mich keine Sache.

    Allerdings habe ich 16A Automaten mit C-Karakteristik ( 5-10 facher Nennstrom ) gewählt.
    Der hier verbaute B-Automat ( 3-5 facher Nennstrom ) kann je nach Maschine und Anlaufstom auslösen.

    Bitte bespreche das mit Deinem Elektrobetrieb.

    Gruß Achim

  6. Hannes sagt:

    Hallo Heiko,
    vielen Dank für das Video zum Zusammenlegen der Sägebänder!
    Ich hab das immer nach anderen Anleitungen / Methoden probiert, aber mir das nie richtig reproduzierbar einprägen können.
    Die gezeigte Methode ist ja wirklich super einfach und schnell. Jetzt hab ich wieder mehr Ordnung an der Bandsäge. 🙂
    Danke!

    Viele Grüße
    Hannes

  7. Andreas sagt:

    Hallo Heiko,
    ich mag das Format ebenfalls: Kurz einen Abriss verschiedener Themen, da kann man sich rauspicken, was gerade interessiert.

    Beim Thema Diskussionen und Kommentare habe ich den verlinkten Kommentarverlauf nachgelesen und musste an einen Artikel beim Deutschlandfunk denken, den ich vor einigen Tagen gelesen hatte. Einige der dort behandelten Vorwürfe an die Nachrichtenredaktion kommen auch in den Kommentaren von Dieter zum Vorschein.

    Es ist ein spannendes Phänomen, dass die Informationsfülle, auf die man heutzutage zugreifen kann, insgesamt nicht zu einem umfassenderen Gesamtbild führen muss, sondern viele Leute auch überfordert, so dass sie zu Verschwörungstheorien neigen („Die sind doch alle gekauft“ etc.).

    • Dieter sagt:

      Hallo Andreas,

      als gelernter Schreiner, der diesen Beruf seit 29 Jahren ausübt, freut es mich immer zu lesen, daß Jemand wie Du als Lehrer, Freude an der Holzbearbeitung hat.

      Ich kann schon verstehen, daß es am Anfang schwieriger erscheint, einen Holzhobel einzustellen.

      Auch wenn hier U.A. Metallhobel vorgestellt werden, habe ich nichts einzuwenden.
      Da hier allerdings seit Jahren NUR Metallhobel vorgestellt werden und die im Holzhandwerk und in der Ausbildung üblichen Holzhobel der einheimischen Hersteller (die Du sicherlich aus Deiner Ferienarbeit in der Schreinerei kennst) komplett fehlen, habe ich mir erlaubt, die Hersteller Ulmia
      und ECE zu benennen.

      Wie soll beim Leser ein “umfassenderes Gesamtbild“ entstehen, wenn ihm ein wesentlicher Teil davon konsequent vorenthalten wird ?

      Daß Du hier einen Artikel des Deutschlandfunks verlinkst, in dem geschrieben steht:
      Willy Brandt sei in den 1980er Jahren Bundeskanzler gewesen, hat mich dann schon sehr verwundert.

      Gruß
      Dieter, Möbelschreiner

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo Dieter,

        auch wenn die Antwort an Andresas gerichtet ist, möchte ich abschließend zu dem ganzen Thema noch etws schreiben:

        Ich sehe meine Aufgabe hier nicht darin, ein umfassendes Gesamtbild zu zeigen. Das ist nicht der Sinn eines Blogs.

        Gruß

        Heiko

      • Özi sagt:

        Das ständige Metallhobel vs. Holzhobel Gelaber bringt doch nichts. Als Blog-Betreiber darf man sich ja aussuchen über was man schreiben möchte. Wenn ich mir einen Urlaubs-Blog durch lese aber der Blogger nur in Asien Urlaub verbringen möchte schreib ich ja auch nicht andauernd in seinen Blog das er doch mal die einheimischen Orte erkunden soll^^(wenn ich etwas darüber wissen möchte suche ich mir einen anderen Blog). Ich würde mich sehr freuen wenn du selbst einen neutralen Bericht in schriftlicher oder visueller Form erstellen würdest. Den kannst du ja zum Beispiel bei Youtube hochladen und dass würde bestimmt auch vielen Einsteigern helfen die sich noch nicht entschieden haben.

        Gruß Özi

      • Andreas sagt:

        Hallo Dieter,

        danke für Deine Antwort und die „Hintergrundrecherche“. Zunächst mal: Im Internet kennt man sich erstmal nicht, daher ist es schwierig, jemanden auf der Basis eines Kommentars einzuschätzen. Ich wollte Dich nicht in die Verschwörungstheoretiker-Ecke stellen noch sonstwie abtun. Mein Verweis beruhte wirklich nur auf den beiden Eindrücken beim Lesen von Heikos Blog und dem Artikel im DLF, dass da ein ähnliches Phänomen vorliegt, z.B. bei Deiner Aussage

        du glaubst doch nicht im Ernst was dieses “Fachmagazin“ schreibt, oder ???
        […]
        Bei Tests von Zeitschriften kommt es einerseits darauf an wer den Test durchführt, andererseits vor allem, wie stark der jeweilige Hersteller oder Händler die Zeitung finanziell unterstützt. (Werbung etc.)

        Natürlich ist es sinnvoll, kritisch zu hinterfragen, aber Pauschalurteile scheinen mir nicht angebracht.

        Wie soll beim Leser ein “umfassenderes Gesamtbild“ entstehen, wenn ihm ein wesentlicher Teil davon konsequent vorenthalten wird ?

        Das Gesamtbild entsteht nicht beim Lesen eines Blogs, das schon dem Medium entsprechend persönlich, individuell und auch zumindest teilweise subjektiv ist. Es kann entstehen, weil man im Netz eben auf sehr viele verschiedene Quellen ohne großen Aufwand zugreifen kann. Wenn Heiko Metallhobel bevorzugt, ist das eben seine Meinung, die er auch umfassend begründet. Wenn ich von den Vorzügen von Holzhobeln erfahren möchte, suche ich mir die Quellen, die diese umfassend begründen. Weißt Du welche (ernst gemeinte Frage)?

        Daß Du hier einen Artikel des Deutschlandfunks verlinkst, in dem geschrieben steht:
        Willy Brandt sei in den 1980er Jahren Bundeskanzler gewesen, hat mich dann schon sehr verwundert.

        Das ist sicherlich ein Fehler, den man beim DLF nicht erwarten würde. Er entwertet aber den Rest des Artikels meines Erachtens nicht, den ich nach wie vor sehr lesenswert finde. Außerdem ist die Stelle nicht ganz eindeutig formuliert und es wird deutlich, dass es sich um eine nur mündlich überlieferte Geschichte handelt. Wie dem auch sei scheint mir die Zeitangabe nicht das Wichtigste daran zu sein.

        Beste Grüße,
        Andreas

      • Philipp sagt:

        Hallo Dieter,

        Ich würde mich sehr freuen wenn Du Deine Erfahrungen mit uns allen teilen würdest. Ich finde es spannend von euch „beiden“ zu lernen. Allerdings finde ich es hat ein bisschen einen faden Beigeschmack hier „nur“ zu erwähnen was Dir nicht passt. Daher meine ernst gemeinte Bitte: Teile dein Wissen, bau dir eine Webseite / Blog / etc! Hier teilt Heiko seine Sicht der Dinge, und das sollte auch jedem klar sein!

        MfG
        Philipp

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Philipp,

          Dieter muss nicht unbedingt einen eigenen Blog eröffnen.
          @Dieter: Ich kann gerne auf meinem Blog einen Gastbeitrag von dir veröffentlichen. Dazu musst du mir aber Texte und Bilder zuschicken.

          Gruß
          Heiko

  8. Werner sagt:

    Hallo Heiko,

    wie fast alle deiner Arikel gefällt mir diese Art ebenfalls sehr gut. Bei der Vielfalt der Themen ist immer was dabei, was einem mehr oder weniger interessiert.

    Am interessantesten für mich sind, wie Felix auch schon schrieb, natürlich die Projekte, die mit halbwegs „leistbaren“ Maschinen und Werkzeugen für uns Hobbytischler zu bewerkstelligen sind.

    Vielen Dank für Deine Mühe

    Werner

  9. Axel Schläfke sagt:

    Servus Heiko,

    ich lese, dass Deine Bandsäge – eine Holzprofi SBW 3501 – nicht zum auftrennen von 150 mm Massivholz geeignet ist. Ich würde gerne wissen warum, denn die maximale Schnitthöhe ist ja 200 mm. Hast Du sie vielleicht in der 230 V – Version und dadurch fehlt die Durchzugskraft?

    Grüße aus Mittelfranken, Axel

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Axel,

      die 200mm sind die makimale Durchlasshöhe, das stimmt. Aber so hohe Teile ordentlich zu trennen ist wieder was ganz anderes. Ich habe die 220V Variante, die wird auch für meine Belange ausreichen. Solche Auftrannarbeiten kann ich ja auf der Tischkreissäge machen. Die Bandsäge käme vermutlich durch die 150mm durch, würde sich aber quälen und vielleicht auch im Schnitt verlaufen. Da ich ja eine Alternative habe, nutze ich diese dann auch gerne. Die Bandäge ist in erster Linie für Kurvenschnitte angeschafft worden. Das darf sie heute auch erstmalig im Kurs tun.

      Gruß

      Heiko

  10. Axel Schläfke sagt:

    Servus Heiko,
    ich lese so einen Artikel gerne, erfährt man doch aktuell und praxisnah Geschehnisse zu verschiedenen typischen Abläufen in der Werkstatt. Für mich ist das sehr interessant.
    Auch ich bin wie Felix gespannt, wie Deine Werkstatt in einem Jahr ausschauen wird, wenn Du vermutlich eine Formatkreissäge und einen ADH hast.
    Ich werde nächstes Jahr aber meine Erika 85 und wohl auch einen Dickenhobel, (Makita oder Metabo) wie Du ihn heute einsetzt, beschaffen, da ich meine Fläche immer wieder flexibel umgestalten können muss.
    Insofern wäre ich froh, weiterhin bei Dir Projekte zu sehen, welche mit diesen Maschinen hergestellt werden. Aber auch der Einsatz von größeren Stationärmaschinen ist für mich interessant, man kann ja selber Ideen entwickeln, interessante Methoden / Ansätze auf den eigenen Maschinenpark zu adaptieren.
    In diesem Sinne also Grüße aus dem schönen Mittelfranken,
    Axel.

  11. Patrick sagt:

    Hallo Heiko,
    find diese Art von Beitrag auch gut. Wenn mal was nit funktioniert kann man das auch erwähnen. Lerneffekt. Was mich interessieren würde, ist die LED Beleuchtung. Bei uns im Baumarkt bekommt man jetzt auch solche ein Röhren LEDS. Mich würde interessieren wie hell die im Vergleich zu den anderen sind. Vielleicht kannst eine grobe Einschätzung geben.

    Gruß und Danke
    Patrick

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Patrick,

      es ist ja im Moment nur eine Leuchte umgerüstet und die auch noch in der falschen Lichtfarbe. Subjektiv würde ich sagen, dass sie gleich hell sind. LAut meinem Elektriker haben sie auch den gleichen LUX-Wert wie die zuvor verbauten. Der Abstrahlwinkel sollte auch passen.

      So richtig kann ich mich mit diesem Thema erst im kommenden Jahr beschäftigen. Vorher sind einfach noch zu viele andere Dinge zu erledigen.

      Gruß

      Heiko

      • Christoph Meyer sagt:

        Hallo Patrick,
        Hallo Heiko,

        es gibt auch LEDs die in der Leuchte festverbaut sind. Die sind im Gegensatz zu den wechselbaren LED Tubes besser, dar
        – die Elektronik mehr Platz hat, dies wirkt sich (hoffentlich) auf die Haltbarkeit aus
        – die Effizienz bei den guten Leuchten besser ist
        – Wärme der einzelnen LEDs besser abtransportiert werden kann, was sich positiv auf die Haltbarkeit auswirkt.

        Nachteil ist ganz klar, man muss die komplette Wannenleuchte wechseln.

        Wenn du heute aber schon die klassischen Leuchtstoffröhren verbaut hast muss man schon sehr genau rechnen um mit den LEDs günstiger zu fahren, sofern man nicht aus Überzeugung den Tausch vornimmt.

        Grüße
        Christoph

        PS: Heiko, das Artikelformat finde ich gut, sogar besser wie mehrere kleine Berichte.

  12. Felix sagt:

    Hallo Heiko,

    ich finde das Artikelformat auch gut. Ich sehe dass du deine Werkstatt aufrüstest und ich bin gespannt wie deine Werkstatt in einem Jahr aussehen wird.
    An deinem Blog schätze ich sehr, dass du mit Maschinen und Werkzeug arbeitest welches auch in einer Hobbywerkstatt stehen könnten. Statt einer großen Fortmatkreissäge nutzt du eine Montagesäge. Du hast eine Hobelmaschine die mit Lichtstrom betrieben wir ohne Abrichtfunktion u.s.w. D.h. vieles von dem was du tust, kann man unmittelbar in einer einfach ausgestatteten 10 m2 Heimwerkstatt übernehmen.
    Ich hoffe, dass du bei all den Veränderungen die du planst dies nicht aus dem Auge verlieren wirst. Das würde mich sehr freuen.

    Gruß Felix

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Felix,

      bei den neuen Maschinen geht es darum, ein möglichst breites Spektrum der Holzbearbeitung abdecken und zeigen zu können. Im kommenden Jahr sind große Massivholzprojekte geplant. Da komme ich mit der Makita 2012NB einfach zu langsam voran. Auch die Erika wird da zu schnell und immer wieder an die Grenzen kommen. Außerdem habe ich auch vor Kurse auf Stationärmaschinen anzubieten. Dennoch bleibt die Erika erhalten und vermutlich auch die Makita Dickenhobelmaschine. die kann ich ja komplett wergräumen, wenn ich sie nicht brauche. Vor allem für die Kurse und für die HolzWerken Artikel ist eben auch wichtig, dass alles auch mit einfachen Mitteln umgesetzt werden kann. Eben so, wie du es auch schreibst.

      Ich werde, wenn man so will, zweigleisig fahren. Zu viel kann ich da auch nicht verraten. Man soll ja nicht zu über ungelegte Eier reden. Das sind aber alles Pläne für das ganze kommende Jahr. Denn auch im Saarland wächst das Geld leider noch nicht auf Bäumen 🙂 So werden also auch die Maschinen nach und nach angeschafft.

      Gruß

      Heiko

  13. Achim Fink sagt:

    Hallo Heiko,
    natürlich ist so ein Artikel sehr interessant. Man hört auch mal was so rund herum passiert. Gefällt mir gut. Ich würde auch gerne mal was lesen was nicht so funktioniert hat. So als Lerneffekt.
    Der Kurs mit dem Beistelltisch und auch das mit den Holzverbindungen würde mich sehr interessieren. Bin auf die Termine gespannt.
    Gruß Achim

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Achim,

      auch wenn ich hoffe, dass immer alles funktioniert, werde ich deiner Bitte gerne nachkommen. Sollte mal was gründlich schief gehen, oder auch nur ein kleines Missgeschick passieren, zeige ich das auch.

      Gruß

      Heiko

  14. Patrick K sagt:

    Hallo Heiko,

    ich mag das Artikelformat.
    Falls es Dich oder die Leser interessiert. Die von Dir vorgestellte Lupe nennt sich Fadenzähler. Durch den fixierten Abstand von Lupenglas und Objekt ist die Brennweite immer korrekt eingestellt und alles ist scharf dargestellt.

    Viele Grüße,

    Patrick

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