Wochenrückblick KW50 – 2015

Wochenrückblick KW50 - 2015

Wochenrückblick KW50 – 2015

Die Zeit rast! Schon wieder ist eine Woche vorbei und der Wochenrückblick ist schon bei KW50. Wo ist dieses Jahr nur hingegangen? Diese Woche war sehr bürolastig. Wenn man viel im Sitzen arbeitet, tun ein paar Stunden in der Werkstatt aber sehr gut. Daher ging es mit meinen Schubladen ein kleines Stückchen weiter.

Nachdem ich ja in der vergangenen Woche den Zuschnitt komplett ohne Tischkreissäge gemacht habe, wurde die Mafell Erika in dieser Woche aber beim Schubladenbau eingesetzt. Zunächst einmal bei der Herstellung der Nuten für die Schubladenböden. Das geht in vielen Fällen einfacher, als mit dem Frästisch. Außerdem hat man bei dieser Vorgehensweise den Vorteil, dass man die Nuten von der Oberkante der Schubladenteile aus erstellen kann. Eventuelle Toleranzen werden somit In Richtung Schubladenboden verschoben und wirken sich nicht auf die Oberkante der Schubladenteile aus. Die sind dann später schön bündig.

Das Nuten an der Tischkreissäge funktioniert sehr gut.

Das Nuten an der Tischkreissäge funktioniert sehr gut.

Erst nachdem die Seitenteile genutet sind, habe ich die Schubladenböden passend geschnitten. Das Längenmaß konnte ich direkt an einem Seitenteil abgreifen. Beim Zuschnitt der Böden habe ich mich wieder über den störenden Absaugschlauch an der Abdeckhaube meiner Säge geärgert. Wenn ich große Teile schneide, muss ich den Schlauch immer abmachen. Es wird Zeit für eine bessere Lösung.

Nach dem Zuschnitt aller Teile kam das erste Anprobieren. Eine Prüfung zwischendurch beruhigt das Gemüt und kann einem richtig viel Ärger ersparen.

Alles passt wie geplant. Alle Teile können jetzt geschliffen werden. Erst danach wird es mit den Eckverbindungen weitergehen. Ich habe mehrere Verbindungssysteme zur Auswahl. In diesem Fall ist meine Wahl mal wieder auf Flachdübel gefallen. Es geht schnell und einfach.

Ich nehme zum Fräsen von Flachdübeln sehr gerne meinen Werkbankwinkel. Er wird in den T-Nut-Schienen meiner Werkbank befestigt und bietet guten Halt für die Werkstücke. Ich habe diesen kleinen Helfer hier auch schon einmal näher beschrieben:

Ein Werkbankwinkel – HolzWerken.net

Bei den schmalen Schubladen funktioniert die Verbindung mit 20er Flachdübeln noch gerade so. Die schmalen Teile sind nur 70 Millimeter breit.

Zum Verleimen habe ich vier Korpuszwingen von Bessey und vier Uniklamp, ebenfalls von Bessey, verwendet. Das reicht aus um jeweils zwei Schubladen zu verleimen. Nach je einer halben Stunde können die Zwingen geöffnet werden. Mit einigen kleinen Pausen waren die Schubladen also nach etwas zwei Stunden alle verleimt.

Verleimen mit Bessey Korpuszwingen

Verleimen mit Bessey Kopruszwingen

Nach dem Verleimen habe ich dann schon einmal die Böden eingeschraubt und die Schienenmontage vorbereitet. Konkret bedeutet das, den hinteren Zapfen einbohren und die vordere Aufnahme anschrauben.  Für das Einbohren der hinteren Zapfen gibt es eine Bohrschablone. Die braucht man aber nicht unbedingt. Es geht auch wie folgt:

  • Schubladenführung auf den Schubladenboden auflegen
  • Ein leichter Schlag auf das Ende des Beschlages
  • Die Position für die Bohrung ist markiert
  • Die Tiefe auf dem Bohrer mittels Klebeband markieren
  • Vorsichtig bohren
  • Fertig!

Für weitere Arbeiten an den Schubladen hat die Zeit in dieser Woche dann leider nicht mehr gereicht. Kommende Woche werde ich dann die Schubladen einmal in den Schränken montieren, danach erfolgt die Oberflächenbehandlung mit Wasserlack. Ende kommender Woche sollten sie dann fertig sein – bis auf die Frontblenden und Griffe. Aber zumindest kann ich die Schubladen dann schon mal benutzen und einräumen.

Zum Abschluss noch ein Gruppenbild

Zum Abschluss noch ein Gruppenbild

Eine weitere Art Schubladen zu bauen habe ich vor einiger Zeit auch mal in einem Video dokumentiert:

 Festool rockt!

Handlich ist es ja, das Sysrock von Festool

Handlich ist es ja, das Sysrock von Festool

Ob das neue Festool Baustellenradio mit dem Namen „Sysrock BR10“ ein Verkaufsschlager wird? Ich weiß es nicht. So ganz konnte es mich aber nicht überzeugen. Wenn Sie meine Meinung und weitere Informationen zu diesem Radio mit Bluetooth für kabellose Musikübertragung interessiert, dann lesen Sie doch einfach meinen Artikel darüber:

Festool Sysrock BR10

Er ist seit Dienstag online und es wurde bereits rege in den Kommentaren diskutiert.

Passt das?

Ebenfalls seit Dienstag ist ein Artikel zum Thema „Was passt zu was“ auf meinem Blog bei HolzWerken.net online. Da geht es darum, welches Tauchsäge auf welcher Schiene läuft und welches Zubehör wo passt.

Den Artikel finden Sie hier:
Schienen, Adapter, Sägen. Was passt wo?

Populäres Holzwerken

Vorige Woche kam mein erstes Exemplar der amerikanischen Zeitschrift „Popular Woodworking“ bei mit per Post an. Einige Wochen zuvor stand es aber schon als PDF Download für mich bereit.  Die vorangegangene Ausgabe konnte ich auch bereits als PDF herunterladen. Den Inhalt kannte ich also schon. Dennoch mag ich sehr gerne Papier. Ich sitze ja viel vor dem Bildschirm, da will ich gelegentlich einfach mal ein Buch oder eine Zeitschrift lesen. Ich finde das viel angenehmer, als am Bidschirm zu lesen. Daher habe ich bei beiden amerikanischen Zeitschriften, die ich abonniert habe auch die gedruckte Ausgabe mit bestellt.

Die Zeitschrift „Popular Woodworking“ ist preisgünstig. Das Abo kostet im Jahr so um die 30 Euro inkl. Versand und Online-Abo. Dafür bekommt man keine üppige Zeitschrift, aber einige interessante Artikel, die sich zwischen viel Werbung tummeln. Die Papierqualität entspricht dem, was man hierzulande für Werbeinlagen in der Wochenzeitung verwendet. Das ist für deutsche Leser mit Sicherheit eher ungewohnt.

Viel Werbung und nur mäßige Papierqualität.

Viel Werbung und nur mäßige Papierqualität.

Sehr nervend ist übrigens die Menge an Newslettern und Angeboten, die man nach Abschluss des Abos per E-Mail bekommt und erst einmal abbestellen muss. Das können nämlich bis zu vier Mails pro Tag sein. Nach dem Lesen der ersten Ausgaben von „Popular Woodworking“ und „Fine Woodworking“ finde ich letztere besser. Weniger Werbung und irgendwie seriöser.

Un da es so langsam zur Tradiotion wird, gibt es auch in diesem Wochenrückblick eine kleine Umfrage. Heute zum Thema Zeitschriften:

Welche Holzwerker oder Heimwerkerzetschriften lesen Sie?

Ergebnisse anzeigen

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Vielleicht haben Sie ja auch Lust in Form eines Kommentares kurz zu schreiben, wie für Sie die ideale Zeitschrift für Holzwerker aussehen würde. Und sollten sie bei der Umfrage den Punkt „Sonstiges“ gewählt haben, raus mit der Sprache, um welche Zeitschrift handelt es sich?

… und ganz viel Kleinkram

Kennen Sie das auch, es gibt Dinge, die stören einen und man kann sie erst einmal wunderbar ignorieren. Oft erledigen sie sich von selbst. Der Fachbegriff dafür nennt sich Prokrastination. Wer das richtig professionell machen möchte, dem kann ich das Buch „Dinge geregelt kriegen ohne einen funken Selbstdisziplin“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo empfehlen.

Dummerweise funktioniert Prokrastiation nicht immer, oder ich habe das im Buch geschriebene noch nicht konsequent genug umgesetzt. Also wurden diese Woche doch die seit einigen Monaten flimmernden Lampen in meinem Büro gegen neue LED-Röhren ausgetauscht. Nach und nach werde ich dann nun doch die vorhandenen Röhren gegen LED tauschen. Der Umbau ist ja nun wirklich sehr leicht.

Und dann habe ich ein neues Stativ für die Kamera angeschafft, nachdem das alte fast auseinandergefallen ist. Nicht, dass das Bestellen eines Statives viel Arbeit ist oder gar anstrengend. Es lag dann doch eher daran, dass ich mich erst einmal intensiv mit der Thematik auseinander setzen musste. Was ist gut, was ist schlecht. Bei Werkzeugen macht mir das irgendwie mehr Spaß. Am Ende wurde es ein sehr stabiles Video-Stativ, obwohl ich keine schwere Videokamera nutze. Es ist aber erstaunlich, der Stativkopf des neuen Statives wiegt mehr, als mein altes Stativ komplett!

Und zu guter Letzt habe ich nach mehrmonatiger, erfolgreicher Zwischenlagerung in der Garage, die Verpackung meiner Bandsäge zur Entsorgung gebracht.

Es ist schon erstaunlich, was man so alles auf die lange Bank schieben kann. Aber immer kurz vor Jahresende verspürt man dann den Drang, Dinge fertig zu bekommen.

Kurstermine

Und damit war es am Dienstag noch nicht genug, auch der Kurskalender für April 2016 ist am Dienstag fertig geworden. Es findet am 09.04.2016 auf vielfachen Wunsch wieder ein eintägiger Oberflächenkurs statt.

Alle weiteren Termine sind im Kurskalender zu finden:
Kurswerkstatt-saar.de – Kurskalender

 

Links:

Schienen, Adapter, Sägen. Was passt wo?
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Schienen-Adapter-Saegen.-Was-passt-wo

Artikel zum Festool Sysrock:
http://holzwerkerblog.de/2015/12/08/festool-baustellenradio-sysrock-br10/

Werkbankwinkel:
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Einfach-nuetzlich-Ein-Werkbankwinkel

 

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15 Kommentare zu Wochenrückblick KW50 – 2015

  1. Andreas sagt:

    Hallo Heiko,
    danke für den Hinweis auf den Artikel zur Passung von Schienen etc. zwischen verschiedenen Herstellern. Da hab ich den entscheidenden Tipp für eine Schienenführung meiner Makita-Oberfräse auf den Bosch-Führungsschienen gefunden – super!
    Dein Werkbankwinkel ist auch wieder mal eine tolle Idee. Danke fürs Teilen!
    Herzliche Grüße,
    Andreas

  2. Ulf sagt:

    Hallo Heiko,

    Kurze Frage was für eine Stärke hast du für die Schubkästenseiten und den Boden ausgewählt?

    Gruß Ulf

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ulf,

      Die Materialstärke für die Schubladen ist 15 Millimeter. Die Böden sind aus 6,5mm starkem Multiplex.

      Gruß

      Heiko

  3. Gregor sagt:

    Hallo Heiko,
    oben bescheibst Du, dass der Absaugschlauch an der Schutzhaube der erika zu kurz ist. Dies Problem habe ich dadurch gelöst, dass ich den Absaugschlauch von oben (von der Decke) zugeführt habe. Dann ist der Absaugschlauch bei großen Platten nicht im Weg!
    Allerdings benutze ich auch eine zusätzliche Absaugung, um die Saugleistung zu verbessern! Und nicht über die Absaugverzweigungung von mafell mit einer Absaugmaschine.

    Gruß
    Gregor

  4. Matthias sagt:

    Hallo Heiko,

    wieder einmal ein interessanter Artikel.

    Das Problem mit dem Absaugschlauch von der Erika kenne ich. Ich schaue mich auch schon länger nach einer Alternative um, die dringend notwendig ist. Aber Mafell scheint da auch keinen längeren Schlauch anzubieten. Falls ich vor dir eine Lösung finde, teile ich sie dir mit 😉

    Schönen Gruß,

    Matthias

  5. Andreas Lev sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich finde das neue Wochenformat sehr ansprechend, vielen Dank, das Du uns an Deinem Werkstattleben so teil haben läßt.

    Ich habe eine Erika 70 und benutze diese auch gelegentlich zum nuten. Ärgerlich finde ich dabei, dass sich die Höheneinstellung nicht fixieren lässt. Besonder wenn man die Zugfunktion nutzt, verstellt sich gerne die Höhe .

    Hast Du dazu eine Lösung?

    Viele Grüße

    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      ich muss gestehen, dass ich noch nie mit der Zugfunktion genutet habe. Aber das könnte in der Tat problematisch sein. Im Betrieb ohne Zugfunktion hat sich bei mir bisher die Sägeblatthöhe noch nie von alleine verstellt. Eine Fixierung der Höhe habe ich bis jetzt auch noch nicht vermisst.

      Gruß

      Heiko

      • Andreas Lev sagt:

        Hallo Heiko,

        vielen Dank für Deine Antwort. Ich benutze die Zugfunktion gerne bei kleinen Teilen, weil sich dann eine Schmalseite nicht sicher am Anschlag führen lässt. Mit der Zugfunktion geht das dann sehr gut und schnell, nur eben mit dem beschrieben Problem.

        Vielleicht frage ich mal direkt bei Mafell nach, die sind ja immer sehr freundlich.

        Schönen 3. Advent!

        Viele Grüße

        Andreas

  6. Eberhard sagt:

    Obwohl ich eigentlich Holzwerken öfter lese, habe ich doch meine Stimme an „Popular Woodworking “ vergeben, denn ich bin ein großer Fan von Chris Schwartz. Seine Projekte in „Popular Woodworking “ enthalten oft ganz pfiffige Lösungen (für einen Bastel-Holzwerker wie mich).

    Aber seine Arbeit als Verleger und Autor bei „Lost Art Press“
    http://lostartpress.com/
    finde ich wirklich beeindruckend.

    Prima ist auch, dass man bei „Popular Woodworking “ einzelne PDF-Ausgaben kaufen kann. Wenn man dann ein Projekt nachbauen will kann man den Artikel ja immer noch ausdrucken.

  7. Axel Schläfke sagt:

    Ich habe die HolzWerken abonniert und die Selbst ist der Mann. Da man aber nur eine Zeitschrift anklicken kann, habe ich die für wichtigere, die HolzWerken angeklicktl.
    In der Selbst ist der Mann sind des öfteren auch Artikel, welche abseits des Holz-Hobbys für mich interessant sind. Da ich ein Haus mit Garten habe und auch da einiges so rummache, finde ich hier schon mal was. Für das Holz-Hobby selbst bringt sie mich eigentlich nicht mehr weiter….

    Axel, mit Grüßen aus Mittelfranken.

  8. Benjamin sagt:

    Hallo Heiko,
    ich verfolge deinen Blog schon seit einiger Zeit und bin immer wieder begeistert über die Qualität deiner Artikel. Vielen Dank dafür.
    Bezüglich deiner kleinen Umfrage: Ich habe sowohl die „Holzwerken“ als auch die „Fine Woodworking abboniert“ und finde beide sehr gut. In der Holzwerken ist deutlich weniger Werbung als beim amerikanischen Pendant, was mir gefällt. Bei der Fine Woodworking gefallen mir vorallem die ausführlichen Baupläne/Zeichnungen (meist über eine Doppelseite) und, dass häufiger mal über die Werkstätten einiger Holzwerker-Kollegen berichtet wird.
    Sehr interessant finde ich auch den dazugehörigen (kostenlosen) Podcast „Shop Talk Live“ der alle zwei Wochen erscheint. Gibt es eigentlich etwas verleichbares in deutscher Sprache?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Benjamin,

      ich glaube nicht, dass es so etwas in Deutsch gibt. Es gab ja bei der HolzWerken mal eine Livesendung mit Guido, ich kann dir aber nicht sagen, ob es so etwas nochmal geben wird.

      Gruß

      Heiko

      • Thomas Götz sagt:

        Hallom
        die Livesendung fand ich echt gut (vorallem das auf Leser Fragen eingegangen wurde), man sagt zwar „Bilder sagen mehr als Worte“ aber bei diesem Thema ist ein Video schon sehr viel aussagekräftiger, da man manche Handgriffe auf einem Foto nicht rüberbringen kann.
        Thomas G.

  9. Hans-Joachim Neubauer sagt:

    Hallo Heiko,

    diese Form der Berichterstattung gefällt mir ausserordendlich gut.
    Jedesmal ist etwas Interessantes dabei.
    Dieses mal habe ich eine Frage, welche Schubladenauszüge verwendest du da?
    Die sehen irgendwie anders aus wie bisherige die du gezeigt hast.
    Das Clipteil das vorne montiert wird ist mir so garnicht geläufig.

    Viele Grüße
    Hans-Joachim

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hans Joachim,

      im Wochenrückblick der KW49-2015 habe ich die Auszüge bereits vorgestellt, es sind Movento von Blum. Dort findest du am Ende des Artikels auch eine Bezugsquelle.

      Gruß

      Heiko

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