Eine Leimflasche? Echt jetzt?

Ein Blogartikel über eine Leimflasche? Muss das sein? Hat eine schnöde Leimflasche denn so viel Aufmerksamkeit verdient? Nein, das hat sie nicht. Aber es geht ja auch nicht um eine normale Leimflasche, wie es sie schon seit was weiß ich wie vielen Jahren gibt. Es geht um den GlüBot von Fastcap.

Den Glübot gibt es in zwei Größen

Den Glübot gibt es in zwei Größen

Das ist sozusagen die konsequente Weiterentwicklung der Leimflasche. Denn an so einer Leimflasche gab es ja doch einiges zu verbessern, wenn wir mal ehrlich sind. Wer kennt das nicht: das Einfüllen des Leims mit allen möglichen Tricks und Kniffen, damit nichts danebengeht. Oder die ewig verstopften Düsen. Und wenn man auf die Düse einen Stöpsel macht, geht er irgendwann verloren. Und haben Sie schon mal versucht Leim direkt aus der Flasche aufzutragen, ohne dabei die Flasche nach unten zu halten?

Es wurde also höchste Zeit für eine gründliche Überarbeitung der althergebrachten Leimflasche. Seit einiger Zeit gibt es den oder die GlüBot schon in den USA, wo man sie oder ihn auch anscheinend erfunden hat. Seit vorgestern(13.09.2016) gibt es diese Leimflaschen nun auch ganz regulär in Deutschland zu kaufen. Dieter Schmid (http://feinewerkzeuge.de) verkauft die Flaschen und vor allem auch das Zubehör. Denn zur Flasche, die es in zwei Größen gibt, kann man noch ein paar nette Kleinigkeiten dazu erwerben. Zum Beispiel Spitzen in unterschiedlichen Größen und Formen. Deckel und Kappen und sogar eine Führungshilfe. Eine Leimflasche mit System! Tolle Sache. Natürlich gehört das Zubehör dann auch in einen (Mini)Systainer. Der stand bei mir ohnehin noch ungenutzt herum.

 

All das ist nicht teuer und in der Praxis auch wirklich nützlich. Der GlüBot (ich bleibe jetzt bei „der“) ist wirklich sehr einfach und praktisch in der Anwendung. Er kann aus einem großen Gebinde sehr leicht nachgefüllt werden, da die Öffnung groß genug ist. Aus der großen Kammer läuft der Leim dann in eine kleinere Kammer, in der dann auch immer frischer Leim ist. Man kann den GlüBot wie eine normale Leimflasche benutzen, aber auch nach oben gerichtet. Drückt man auf den großen Behälter, kommt aus der Düse Leim heraus – egal in welcher Lage sich die Flasche gerade befindet. Wenn man nicht mehr auf die Flasche drückt, hört auch der Leimfluss direkt auf. Der Leim tropft nicht  nach. Eine Saubere Sache.  Die breiten Düsen erleichtern das Beleimen von Kanten enorm. Das braucht man beispielsweise bei der Herstellung von Leimholz. Da kann der Leimpinsel dann in der Schublade bleiben.

Unterschiedliche Düsen erlauben unterschiedliche Anwendungen.

Unterschiedliche Düsen erlauben unterschiedliche Anwendungen.

Da ich immer wieder mit verstopften Düsen kämpfe, finde ich es gut, dass man für wenig Geld Düsen nachkaufen kann. Ist eine Düse verstopft, wird sie ausgewechselt. Das geht schnell, so dass man auch fix mal eine schmale Düse gegen eine breite ausgetauscht hat. Die verstopfte Düse legt man kurz in Wasser ein und dann kann man sie reinigen und wieder benutzen. Damit die Düsen aber gar nicht erst  eintrocknen gibt es Verschlusskappen. Die landeten bei mir mehr als einmal im Staubsauger, nachdem sie heruntergefallen und erst nicht mehr auffindbar waren. Sie kennen das sicherlich ebenfalls zu Genüge. Auch damit sollte nun Schluss sein, da der Verschluss am Bändel hängt und nicht verloren gehen kann. Damit er nicht unkontrolliert im Weg herumhampelt steckt man den Stöpsel beim Leimen auf den Deckel des GlüBot. Da hat sich wirklich mal jemand Gedanken gemacht. Und wenn doch mal ein Stöpsel verloren geht, macht das nichts Auch die Verschlüsse kann man nachkaufen – oder besser gleich als Ersatz mitbestellen.

Mich hat der GlüBot auf Anhieb überzeugt, so dass ich gleich noch welche nachbestellt habe. Sie ersetzen ab jetzt meine herkömmlichen Leimflaschen und machen mir und meinen Kursteilnehmern das Leimen in Zukunft hoffentlich leichter. Diese Leimflasche hat also definitiv einen Blogartikel verdient.

Bezugsquelle: Dieter Schmid – Feine Werkzeuge

Hinweis: Dieser Blogartikel wurde nicht gesponsert und der GlüBot wurde mir auch nicht kostenlos zur Verfügung gestellt.

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19 Kommentare zu Eine Leimflasche? Echt jetzt?

  1. Thoralf sagt:

    Hallo Heiko,

    könntest du vielleicht mal einen kruzen Artikel über Leimarten und der Anwendungsgebiete machen.
    Ich habe bisher 3 d Leim benutzt, auch für Leimholz. In deinem Video über Leimholzherstellung auf dem MFT benutzt du Pu-Leim. Was ist der Grund dafür?
    Gruß Thoralf

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thoralf,

      der Grund weswegen ich damals den PU-Leim benutzt habe ist ganz einfach: Er hat nur eine begrenzte Haltbarkeit und musste weg. Einen Artikel über die von mir verwendeten Leime zu schreiben lohnt nicht. Ich benutze PU-Leim für den Außenbereich und einen einfachen D2 Leim für alles Andere. Das wars schon.

      Gruß

      Heiko

      • Thoralf sagt:

        ok, danke.
        Ich dachte es gibt noch mehr Gründe. Ich habe am WE zum erstem mal Leimholz selbst gemacht und es wurde etwas streßig auf der Zeitschiene.
        Aber dann werde ich wohl für den Innenbereich mit meinem D3 Leim weiterhin gut hinkommen.

  2. Klaus sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe den Gluebot nun auch daheim. Meine Frage: Kann ich den handelsüblichen Holzleim aus dem Baumarkt verwenden (der erscheint mir recht dickflüssig) oder benötige ich bestimmte Leime?

    Beste Grüße,

    Klaus

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Klaus,

      du kannst dort ganz normalen Weißleim einfüllen.

      Gruß

      Heiko

      • Klaus sagt:

        Danke für die schnelle Antwort!!

      • Klaus sagt:

        Hallo nochmal,
        habe in meinen GlueBot nun Pokal Holzleim eingefüllt. In der kleinen Kammer wandert selbst bei starkem Druck kaum Leim nach oben. Halte ich die Flasche mit dem Deckel nach unten, kann ich unter stärkstem Druck irgendwann Leim auspressen – bequem ist das nicht. Muss ich beim Einfüllen was beachten? Du lässt auf dem Foto beim Einfüllen den Deckel für die Düse zu?

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Klaus,
          hast du die Düse aufgeschnitten? Im Lieferzustand sind die nur minimal offen, das reicht zum Arbeiten nicht.

          Gruß
          Heiko

  3. Lukas Sandkühler sagt:

    Auch ich habe diese Leimflasche bei Dieter Schmid bestellt und wurde umgehend enttäuscht: Beim Versuch, den Leim aufzubringen, lief dieser halb zur dafür vorgesehenen Öffnung und halb zur undichten Dichtung heraus. Eine kurze Mail an Dieter Schmid und schon kam ein Rücksende-Etikett mit der Bitte, das Teil zurückzuschicken. Sie werden sich das ganze einmal ansehen. Ich für meinen Teil werde wieder auf die gute alte Leimspritze zurückgreifen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Lukas,

      ich bin mit meinen nach wie vor zufrieden. Ich habe insgesamt fünf Stück gekauft und keine von diesen zeigt den von dir beschriebenen Fehler. Und alle waren schon einige Male im Einsatz. Aber natürlich gibt es immer wieder mal Ausrutscher.

      Gruß

      Heiko

    • Lukas Sandkühler sagt:

      Nachdem ich meine Leimflasche an Dieter Schmid zurückgeschickt und mit einer sehr freundlichen Mitarbeiterin dort gesprochen habe, konnten wir das Problem gemeinsam klären. Mir wurde umgehend Ersatz zugeschickt, welcher einwandfrei funktioniert, Dieter Schmid sei Dank!

  4. Nico sagt:

    Danke für diesen Artikel.
    Beziehe nun diesen Leim auch und für mich gibt es keinen besseren Leim mehr als GlüBot. Er erleichtert mir die Arbeit und die Frustration um ein vielfaches.
    LG

    • Heiko Rech sagt:

      Lieber Mitarbeiter von rpsoftware.de,

      üblicherweise lösche ich solche Werbekommentare sofort. Aber ich denke ich kann ja mal eine Ausnahme machen und meinen Lesern was zum Schmunzeln geben. Deinen Werbelink habe ich jedoch entfernt.

      Mach dir doch beim nächsten Mal bitte die Mühe und lies zumindest den Beitrag flüchtig, bevor du deinen Werbemüll hier lässt.

      Gruß

      Heiko

      • Henning sagt:

        Danke Heiko:)

      • Wolfram sagt:

        Der gleiche „Fachmann“ hatte auch bei meinem Blogpost „Ketchup oder Mayo“ so einen sinnfreien Kommentar hinterlassen. Ich hatte den nur gleich gelöscht…

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Wolfram,

          ich lösche täglich mehrere solche Kommentare. Aber einige sind so unterhaltsam, dass man sie ruhig (ohne den Werbelink) freigeben kann.

          Bewundernswert finde ich das Durchhaltevermögen einiger, die es immer wieder versuchen 🙂

          Ich habe mal ein wenig aus dem Spam-Ordner herausgesammelt und werde auch weiter sammeln. Dann mache ich mal ein „Best off“ der dümmsten und unsinnigsten Werbekommentare. Wird sicherlich sehr amüsant.

          Gruß

          Heiko

  5. Achim Fink sagt:

    Ich benutze den Glübot auch schon einige Zeit und bin sehr zufrieden damit. Super, dass er jetzt hier in Deutschland zu beziehen ist. Danke für den Hinweis.
    Gruß Achim

  6. Gilbert sagt:

    Das sind ja mal gute nachrichten. Wie lange versuche ich schon den GlüBot zu einem vernünftigen Preis zu beziehen

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