Handgezinkt fürs kommende Projekt

In den letzten Tagen wurde ein Projekt fertig, das in der Dezember Ausgabe der Zeitschrift HolzWerken zu sehen sein wird. Eine Kommode. Die Schubladen für diese Kommode habe ich von Hand gezinkt. Dabei kamen einige neue Werkzeuge zum ersten Mal richtig zum Einsatz.

Werkzeuge fürs Zinken

Werkzeuge fürs Zinken

Vor allem die Lie Nielsen Zinkensäge hat sich wirklich bewährt. Es sägt sich damit viel besser, als mit den Veritas Zinkensägen. Das heißt jetzt nicht, dass die Veritas Sägen schlecht sind, aber die Lie Nielsen ist einfach um Längen besser.

Zinken Sägen mit der Lie Nielsen Zinkensäge

Zinken Sägen mit der Lie Nielsen Zinkensäge

Ein Lie Nielsen Einhandhobel (No. 60 1/2 wartet noch auf seinen ersten Einsatz. Die Fertigen Schubladen wurden mit einem Veritas Flachwinkel-Bankhobel verputzt. Das Einspannen in die Hobelbank erfordert aber ein wenig Unterstützung durch zwei Eiche- Kanthölzer. Vorbereitet wurden die Holzteile für die Schubladen ebenfalls mit dem Veritas Hobel, aber auch mit einem Lie Nielsen No.62. Mehr kann ich dazu aber momentan nicht sagen. Details zu diesen und anderen Hobeln wird es zu gegebener Zeit geben.

Nicht neu aber lange nicht benutzt: Die Laubsäge von Grobet. Bei dem eingesetzten Holz (Yellow Poplar) und der Materialstärke von 15mm kann man die Zwischenräume der Zinken problemlos mit dieser Säge grob entfernen. Das spart dann auch viel Arbeit beim Stemmen.

Verputzen der fertigen Schubladen

Verputzen der fertigen Schubladen

Grobes aussägen der Zwischenräume beim Zinken

Grobes aussägen der Zwischenräume beim Zinken

Das Zinken von Hand hat mal wieder so richtig Spaß gemacht. Insgesamt habe ich sechs Schubladen gezinkt. Das war fast schon eine Kleinserie.

Die gezinkten Einzelteile

Die gezinkten Einzelteile

Die Zinken sind recht gut geworden

Die Zinken sind recht gut geworden

Dieser Beitrag wurde unter Wochenrückblick abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Kommentare zu Handgezinkt fürs kommende Projekt

  1. Friedel sagt:

    Hallo
    anfangs hatte ich das VS 600 und habe mal damit gearbeitet. Gab mir nicht so viel und habe es wieder verkauft.
    Doch jetzt habe ich auch Lust so gute Zinkenverbindungen hinzubekommen. Per Hand! Der Bericht spornt an.
    Gruß
    Friedel

  2. Jürgen sagt:

    Sehr geehrter Herr Rech,
    vielen Dank für ihre herrlichen Artikel!
    Tatsächlich gehe ich seit einiger Zeit schon schwanger mit dem Gedanken, mir auch so eine vielgelobte Zinkensäge zu kaufen. Aber die Auswahl überfordert mich. 0,35 vs. 0,5 mm; Schultersäge oder Zinkensäge; Standardblatt oder verjüngtes Blatt…
    Was ist ihre Einschätzung dazu? Welche Säge nutzen Sie (wenn ich ihre Aussagen richtig interpretiere, dann die 0.35 verjüngte Zinkensäge?).
    Vielen Dank,
    Jürgen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich habe mich für die 0,35mm tapered entschieden, da ich eine reine Zinkensäge wollte. Bisher bin ich mit der Säge überaus zufrieden. Das trapezförmige Blatt ist sehr praktisch, man schneidet auf der Rückseite nicht versehentlich zu tief. Man sollte jedoch keine zu großen Hände haben, denn der Griff ist relativ klein. Für mich passt er aber.

      Gruß

      Heiko Rech

  3. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    Du hast den Besen von Lie Nielsen vergessen zu erwähnen. Geht doch nicht ohne 🙂

    Tolle Schubladen. Sehr schöne Arbeit.

    Gruß Andi

  4. Thomas sagt:

    Hallo Heiko,

    Vielen Dank für den neuen Werskstattbericht. Du schreibst, daß die Lie-Nielsen Zinkensäge viel besser funktioniert als die entsprechende Veritas-Säge. Kannst du das etwas näher ausführen ? Hast du eine Idee, woran das liegen kann ?
    Danke und viele Grüße,
    Thomas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      die Lie Nielsen ist insgesamt feiner verarbeitet, hat ein dünneres Blatt, das noch dazu trapezförmig ist (man schneidet hinten nicht versehentlich zu tief). Sie ist für mein Empfinden auch besser ausbalanciert. Sie schneidet bei nahezu gleicher Zahnanzahl schneller, ohne aggressiv zu wirken und ist viel leichter zu starten. Bei Lie Nielsen schärft man noch mal von Hand nach, das macht sicherlich auch noch etwas aus. Meine nachgeschärften Veritas Sägen laufen auch besser, als im Neuzustand. Es kann sein, dass man bei Lie Nielsen auch andere Winkel an der Bezahnung hat, das kann ich so aber nicht wirklich vergleichen.

      Ich würde mal behaupten, dass es die Summe der vielen Kleinigkeiten ist und nicht zuletzt auch das dünne Blatt, was die Lie Nielsen zur besseren Säge macht. Wenn man Spaß an handgemachten Zinken hat, lohnt sich die Investition meiner Meinung nach auf jeden Fall.

      Nach dem Kauf kann man sich aber auch nicht mehr vor dem Schärfen drücken!

      Gruß

      Heiko

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bild einfügen (Nur JPG Datei möglich)