Schrauben und Bohren ohne Akku

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Liest man im Internet in einschlägigen Foren und schaut man sich die Herstellerseiten an, bekommt man unweigerlich dem Eindruck, dass der Mittelpunkt einer jeden Werkstatt ganz klar der Akkuschrauber ist. Liest man in Onlineforen, wird es noch schlimmer. Da wird eine Wissenschaft aus der Wahl eines Akkuschraubers gemacht. Akkus bestimmen derzeit den Markt der Elektrowerkzeuge, Akkus sind die Zukunft und alles wird mit Akkus betrieben. Kabel sind altmodisch und gehören in keine Werkstatt und schon gar nicht auf die Baustelle. Akkus sind überall. Klar, ich habe auch einige Akku-Geräte: Handy, Tablet, E-Book-Reader, Headset, Computermaus etc. Alle von unterschiedlichen Herstellern. Aber im Gegensatz zu Werkzeugakkus hat sich hier ein gewisser Standard etabliert, so dass ich alle diese Geräte mit einem einzigen Ladegerät betreiben kann.

Es geht doch: Alle Geräte werden mit dem gleichen Ladegerät betrieben,

Es geht doch: Alle Geräte werden mit dem gleichen Ladegerät betrieben,

Das gibt es bei Werkzeugakkus auch, solange man alle Geräte von einem Hersteller kauft. Und dann muss man zum Teil noch darauf achten, dass man beim Hersteller im System bleibt. Gleiche Voltklassen, gleiche Bauformen. Natürlich darf man nicht erwarten, dass man da in einigen Jahren noch passende Akkus bekommt. Die Systeme sind einem ständigen Wandel unterworfen. Nach einigen Recherchen fühlte ich mich an Handytarife erinnert. Entscheidet man sich einmal, ist man dem Anbieter die nächsten Jahre auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. So zumindest war mein Eindruck bei der Wahl eines neuen Akkuschraubers. Dabei will ich eigentlich nur Schrauben und bohren. Zwei total simple Arbeitsgänge. Ist das wirklich so schwer? Scheinbar schon, will man das mit einer Akku-Maschine erledigen.

Ich habe mir dann mal einige Gedanken dazu gemacht, ob es denn wirklich ein akkubetriebener Schrauber sein soll. Ich bin dann recht schnell zu dem Schluss gekommen, dass eine kabelgebundene Maschine für den Werkstatteinsatz doch vollkommen in Ordnung sein sollte. Ich habe Steckdosen genug in der Werkstatt. Daher habe ich erst einmal einen kleinen Feldversuch gemacht. Die vorhandenen Akkuschrauber blieben in der Schublade und die kleine Kress BS500 kam zum Einsatz für alle Schraub- und Bohrarbeiten. Und das funktionierte erstaunlich gut. Ging ja früher auch, man ist es nur nicht mehr gewohnt. Die Vorteile eines kabelgebundenen Bohrschraubers liegen auf der Hand:

  • Man muss sich niemals über leere Akkus ärgern.
  • Bohrschrauber haben oftmals höhere Drehzahlen als herkömmliche Akkuschrauber.
  • Sie sind günstig in der Anschaffung.
  • Sie sind langlebig. Egal was ein Hersteller verspricht, ein Akku ist ein Verschleißteil.
  • Man ist keinem System unterworfen.

Aber es gibt auch Nachteile:

  • Herkömmliche Bohrschrauber sind größer als kompakte Akkuschrauber.
  • Das Netzkabel kann schon mal im Weg sein.
  • Der Werkzeugwechsel ist in vielen Akkuschraubern einfacher, als bei herkömmlichen Bohrschraubern.
  • Eine Drehmomentvorwahl bietet kaum ein netzgebundenes Gerät.

Sucht man nach Geräten, bei denen die genannten Nachteile nicht so sehr zum Tragen kommen, stößt man schnell auf de Quadrill von Festool. Das ist im Prinzip ein starker Akkuschrauber, der aber keinen Akku hat, sondern kabelgebunden arbeitet. Ich konnte diese Maschine vor einiger Zeit testen, fand sie aber immer noch recht groß. Was ich auch testen konnte war die Kress 600 BS QuiXS. Das ist ein Bohrschrauber mit abnehmbarem Bohrfutter und einigen netten Funktionen, die man sonst bei Bohrschraubern und Bankbohrmaschinen nicht findet. Ich entschied mich für diese Maschine, da sie um einiges günstiger und auch handlicher ist, als die Festool Quadrill.

KRESS 600 BS QuiXS mit Zubehör

KRESS 600 BS QuiXS mit Zubehör

Was macht die kleine Kress so interessant?

Die 600 BS hat ein abnehmbares Bohrfutter. Bei abgenommenem Futter kann man ein Schrauberbit direkt in die Spindel stecken. Dadurch ist die Maschine beim Schrauben sehr kompakt. Bei eingestecktem, kurzem Bit kann das Bohrfutter dennoch aufgesteckt werden. Lässt man einen Bohrer im Futter, kann man sehr schnell zwischen Schrauben und Bohren wechseln. Kress hat es bei dieser Maschine geschafft die 600 Watt Aufnahmeleistung in ein sehr kompaktes und meiner Meinung nach auch sehr ergonomisches Gehäuse zu verpacken. Die Kress 600 BS hat für die meisten anfallenden Bohr- und Schraubarbeiten ausreichend Kraft.

Es gibt einen Winkelkopf, der direkt auf die Maschine aufgesetzt werden kann. Damit kommt man in nahezu jede Ecke. Auf den Winkelkopf kann man das Bohrfutter aufsetzen, oder einfach nur ein Bit einsetzen. Solche Winkelvorsätze kennt man bei anderen Herstellern nur für Akkuschrauber. Futter und Winkelkopf passen auch auf den Kress ASL 108 Akkuschrauber, den ich seit einiger Zeit einsetze. Für mehr Reichweite habe ich mir ein sechs Meter langes Netzkabel mitbestellt. Bei Kress gibt es schon sehr lange ein System, bei dem die Netzkabel sehr einfach abgenommen werden können. Was die Handhabung angeht finde ich dieses Stecker sogar wesentlich besser, als das manchmal recht fummelige PlugIt System von Festool.

Was die Kress 600 BS QuiXS nicht hat, ist eine Drehmoment-Vorwahl. Ich kann darauf aber auch bei Akkuschraubern gut verzichten. Sicherlich, weniger geübte Holzwerkern macht eine solche Einstellung das Leben etwas leichter. Aber wenn man mal ein wenig Gefühl für Maschine und Schrauben bekommen hat, nutzt man sie ohnehin nicht mehr. Warum also nicht gleich darauf verzichten? Was nicht an der Maschine dran ist, kann auch nicht kaputt gehen. Erwähnen sollte man noch, dass die Kress 600 BS ebenso wie die Kress BS 500 über ein einhülsiges Bohrfutter mit automatischer Spindelarrettierung verfügt. Das macht den Werkzeugwechsel sehr einfach und schnell.

Problemfall Bit- Direktaufnahme

Bei all den guten Eigenschaften, die man der Kress anlasten kann, gibt es aber auch einen Punkt, der durchaus verbesserungswürdig ist: Die Bitaufnahme in der Spindel. Es gibt Probleme mit der Bit-Direktaufnahme in Verbindung mit langen Bits, beispielsweise von WERA. Das ist in der Tat Grenzwertig. Kress verwendet einen Federring um die Bits zu halten und keinen Magneten. Zumindest bei meiner jetzigen Maschine und der Testmaschine, die ich vor zwei Jahren hatte war das so. Lange Bits und Bithalter mit tiefer Kerbe werden extrem fest gehalten und lassen sich nur sehr schwer wieder herausnehmen. Nachdem ich etwas Teflonspray in die Aufnahme gesprüht habe ging der Wechsel dieser Bits deutlich leichter. Manchmal aber auch nur nachdem ich ein wenig gewackelt und kräftig gezogen habe.

Bits mit solchen Vertiefungen werden zu fest gehalten

Bits mit solchen Vertiefungen werden zu fest gehalten

Ich halte diesen „Fehler“ dennoch für Verkraftbar. Wenn ich mit einer solchen Maschine schraube und die Direktaufnahme benutze, nehme ich keinen Bithalter und keine langen Bits – Warum auch? Wenn mit der Direktaufnahme arbeite, geht es mir darum eine kompakte Maschine zu haben, darum nehme ich auch keine langen Bits. Für meine Arbeitsweise stellt dieses Problem daher keine Einschränkung dar.

Erstes Fazit zur Kress 600 BS QuiXS

 Es fällt mir recht leicht ein Fazit über die Maschine abzugeben, da ich sie ja schon einmal ausgiebig testen konnte (Werkzeugkompass 2015). Sie wurde damals Testsieger. Für einen Straßenpreis von etwa 120 – 140 Euro bekommt man eine wirklich tolle handliche Maschine sowohl fürs Schrauben als auch fürs Bohren. Man muss aber bedenken, dass diese Maschine nicht dafür gedacht ist mit langsam drehenden Forstnerbohrern zu arbeiten. Dafür fehlt ihr einfach das Drehmoment. Dafür sind Maschinen mit zwei Gängen die bessere Wahl. Im Bohrständer kann die Kress übrigens nicht eingesetzt werden, da sie keinen sogenannten Eurohals hat.

Ich finde es ein wenig schade, dass Kress als Hersteller ein solches Schattendasein führt. Sicherlich hat diese relativ kleine Firma es in der heutigen Zeit nicht einfach am Markt zu bestehen. Die letzten Jahre waren für Kress auch nicht einfach. Mich konnten die Produkte bisher aber immer überzeugen. Made in Germany mit einem sehr angenehmen Preis-Leistungs-Verhältnis und zum Teil wirklich pfiffige Lösungen.

Es muss nicht immer die Maschine sein.

Es muss aber nicht für jede Schraube eine Maschine ausgepackt werden. Trotz Akku- und Maschinenwahn gibt es immer noch die althergebrachten Schraubendreher. Da setze ich aber nur zum Teil auf die herkömmlichen Modelle. Ich habe für mich die Handhalter für Bits von WERA entdeckt. Das ist ein Griff, in den man unterschiedliche Bits einsetzt. Man hat die Wahl zwischen kurzen Bits, langen Bits mit etwa 150 Millimetern Länge und mittellangen von 90 Millimetern Länge. Ich bevorzuge eine Länge von 90 Millimetern. Der Vorteil einer solchen Lösung ist der, dass man vor allem für selten benutzte Antriebe jederzeit die passenden Bits einfach nachkaufen kann. Und das recht günstig. Darüber hinaus kann man alles auch sehr platzsparend unterbringen. Die Bits kann man zudem im Akku- oder Bohrschrauber nutzen. Der Handgriff hat den sogenannten „Rapidaptor“ Halter von WERA. integriert. Das ist der meiner Mainung nach beste Bithalter, den man derzeit bekommen kann. Er baut sehr kurz, hält das Bit sicher fest und der Wechsel ist sehr einfach, da er das (oder den ???) Bit beim Wechsel nach vorne herausdrückt.

WERA Handhalter für Bits.

WERA Handhalter für Bits.

Der Nachteil der Stecklösung als Ersatz für herkömmliche Schraubendreher ist aber, dass die langen Bits im Griff ein wenig Spiel haben. Für richtig schwere oder festsitzende Verschraubungen ist das dann schon mal grenzwertig.

Und was ist mit dem Akkuschrauber?

Das alles soll jetzt aber nicht bedeuten, dass Akkuschrauber total überflüssig sind. Ich möchte nicht gänzlich auf einen Akkuschrauber verzichten. Ich habe einen zuhause und drei in der Werkstatt. Ich sehe diese Geräte aber inzwischen fast schon als Verbrauchsmaterial an. Denn egal wie gut die Akkutechnik in den letzten Jahren geworden ist, irgendwann sind die Akkus schlapp und der Ersatz in der Regel unwirtschaftlich. Das zieht auch Umweltprobleme hinter sich her. Daher macht es meiner Meinung nach schon Sinn, sich über den Einsatz von Akkugeräten Gedanken zu machen. Mit Sicherheit wird eine gute kabelgebundene Maschine eine längere Lebenserwartung haben, als ein Akku-Gerät. Mehr als 200 Euro würde ich derzeit nicht für einen Akkuschrauber nebst Ladegerät und zweitem Akku ausgeben. Akkuschrauber in der Preisklasse über 500 Euro halte ich persönlich für den Holzwerker im Hobbybereich für total übertrieben. Einer meiner Akkuschrauber in der Kurswerkstatt wird nicht mehr lange durchhalten. Ich werde ihn dann auf jeden Fall durch eine Netzgebundene Maschine ersetzen und nicht gegen einen neuen Akkuschrauber.

Fazit

Bei meiner Art Möbel zu bauen muss ich nicht hunderte von Schrauben eindrehen. Ich glaube auch, dass die wenigsten Holzwerker, Heimwerker und Hausbesitzer das tun. Ich werde mich daher nicht dem Akkuschrauber-Hype unterwerfen. Ich werde mal wieder öfter zum Schraubendreher greifen und auch die Kress 600BS QuiXS wird mir sicherlich viele Jahre lang gute Dienste leisten. Ich sehe den Schritt weg vom Akku nicht als Rückschritt, sondern als einen Schritt in Richtung Vernunft. Akkus da wo es Sinn macht, sind eine tolle Sache. Ich will Akkus nicht gänzlich verteufeln, das wäre absoluter Unsinn. Aber ich finde, dass man überlegen sollte, wo ein Akku wirklich Sinn macht und wo nicht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. Die vorgestellten Werkzeuge wurden mir auch nicht kostenlos zur Verfügung gestellt.

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8 Kommentare zu Schrauben und Bohren ohne Akku

  1. Horst Entenmann sagt:

    An meinem Bohrhammer von Kress habe ich auf genau dieser Art ein längeres Kabel angebracht. Den Originalstecker konnte ich problemlos aufschrauben, nur hatte ich die Crimpkontakte nicht, dafür habe ich eins Stück der alten Adern stehen lassen und daran das neue Kabel sauber angelötet und mit Schrumpfschlauch stabilisiert und isoliert.
    Ich habe ein Kabel von einer kaputten Kabeltrommel aufgearbeitet, war also ganz billig. Auf der Seite der Fa. Kress kostet ein 6m-Kabel €22,61 da wird sich das basteln im Normalfall nicht lohnen.

  2. Tom sagt:

    Hallo Heiko,
    vielen Dank für Deinen pragmatischen Blick auf das Thema. Ich finde es gut, dass Du Dich mit deiner eigenen Meinung und Erfahrung von den permanent zu hörenden Netzmeinungen absetzt!
    Mit der BS500 hatte ich auch schon einige Zeit lang geliebäugelt. Jetzt nachdem ich Deinen Bericht über die 600 BS gelesen habe, frage ich mich ob denn die 500 BS einen Vorteil gegenüber der 600BS hat. Mein Hauptanwendungsfall ist das Bohren, aber der Aufpreis ist ja gering und manchmal macht das Winkelbohrset durchaus Sinn.
    Danke und schöne Grüße

    Tom

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tom,

      die BS500 ist halt ein wenig günstiger. Ich würde aber zur 600BS raten. Der Winkelkopf kann schon manchmal sehr praktisch sein.

      Gruß

      Heiko

  3. Peter Meißner sagt:

    Moin Heiko,
    Das mit Akkuschraubern sehe ich ähnlich. Nach Jahren mit günstigen Baumarktschraubern hatte ich mir vor ca. 10 Jahren eine Makitamaschine mit 18V Lipo geleistet. Ich war und bin immer noch sehr zufrieden mit ihr. Seit einiger Zeit spielte ich mit dem Gedanken, mir eine 2. zu kaufen. Zufällig hatte mein Nachbar sich auch eine gekauft und ich stellte fest, das Akkus ein neues System sind. Scheinbar seit 1-2 Jahren?… Eigentlich war mit ein Grund, eine teure Maschine zu holen, zuverlässig etwas nachkaufen zu können und nun dies…. Wäre das System zumindest abwärts kompatibel! Keine Ahnung, wie es bei anderen großen Herstellern ist oder war, aber man kommt dann wieder ins Grübeln. Kann man sich ja dann auch wieder was billiges holen? Irgendwie aber auch nicht der richtige Weg. Ideal wäre ein Hersteller übergreifendes System. Bei den Systainern hat es ja auch funktioniert!

  4. Peter S. sagt:

    Ich besitze selbst die Kress 500 BS. An sich eine feine Maschine, jedenfalls fürs Bohren. Zum Schrauben kann ich sie sogut wie gar nicht nutzen, weil:

    – sie läuft sehr schnell an, die Minimaldrehzahl ist viel zu hoch um damit gefühlvoll zu schrauben. Außerdem muss man tunlichst aufpassen den Taster nicht zu fest zu drücken, da man sonst schnell in hohe Drehzahlbereiche kommt

    – sie hat keine Bremse, sondern läuft wie die meisten anderen Bohrmaschinen eine Zeit lang aus. Zum präzisen Schrauben muss der Antrieb aber nach Loslassen der Bedientaste sofort stoppen, sonst dreht die Schraube weiter als ich möchte.

    – das Drehmoment ist bei niedriger Drehzahl nicht hoch genug, so dass z.B. festsitzende Schrauben oft nicht gelöst werden können. Mit einem Akkuschrauber im 1. Gang geht das schon, da man gefühlvoll und drehmomentstark starten kann.

    Mir ist es daher ein Rätsel, dass du mit dieser Maschine schon viele Schraubarbeiten erledigt hast. Vielleicht kannst du mir und den Lesern eine kurze Rückmeldung geben. Sind die von mir erwähnten Nachteile bei der 600er Maschine auch noch vorhanden?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Peter,

      die Ausführungen auf meinem Blog beziehen sich in der Regel auf den Möbelbau. Da braucht man meiner Meinung nach keine langen Schrauben, die eine kräftige Maschine erfordern. Ich verwende selten Schrauben die größer sind, als 4,5 x 60mm. Richtig vorgebohrt drehen sich diese Schrauben sehr leicht ein, was auch mit den kleinen Kress Bohrschraubern geht.

      In der Werbung für Akkuschrauber und in Onlineforen liest und sieht man immer, dass riesige Schrauben ohne vorzubohren ins Holz gedreht werden. Das sieht beeindruckend aus und zeigt, welche Drehmomente so mancher Schrauber aufbringt. Fachlich ist das aber total falsch. Schrauben sollten vorgebohrt werden und mit wenig Kraft ins Holz gedreht werden. Die Schraube soll sich das Gewinde ins Holz schneiden und dadurch halten.

      Was das Anlaufen und abbremsen angeht, ist das reine Übungssache. Ich komme da sowohl mit der 500er, als auch mit der 600er klar.

      Wie so oft, muss das Werkzeug zur eigenen Arbeitsweise passen. Eventuell arbeitest du ja ganz anders als ich, dann kann es natürlich sein, dass die Kress-Maschine für dich eben nicht das richtige Werkzeug ist.

      Gruß

      Heiko

  5. Wolfram sagt:

    Schöner Bericht. Kann es sein, dass die KRESS 600 ohne ein Netzkabel geliefert wird und man dieses daher separat dazu bestellen muß? Das wird mir aus den Beschreibungen nicht so ganz klar…
    Bei den Kress Fräsmotoren von denen ich auch zwei Stück habe, sind die Kabel mit dabei.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Wolfram,

      das Kabel in vier Metern Länge ist immer dabei. Nur längere Kabel muss man nachkaufen. Die Stecker sind aber bei Kress nur verschraubt und nicht verschweißt. Es sollte also auch machbar sein selbst ein längeres Kabel an der Maschine anzubringen.

      Gruß

      Heiko

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