Viel Holz und neue Werkzeuge

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In knapp zwei Wochen startet zum ersten Mal der Kurs „Beistelltisch mit viel Handarbeit„. Da wird es so langsam Zeit mit den Vorbereitungen zu beginnen, vor allem dafür das Holz für die Tische vorzubereiten. Das Holz habe ich beim Händler ausgesucht und es wurde am nächsten Tag geliefert. Neben dem Holz für die Tische (Yellow Poplar) habe ich gleich noch etwas Eiche für ein bald startendes Möbelbau-Projekt bestellt. Auch eine Leimholzplatte aus der Schneidbretter für den Oberfräsenkurs werden, habe ich mit liefern lassen.

Yellow Poplar wird in Form von besäumten Brettern gehandelt. Das erleichtert den Zuschnitt enorm. Die Bretter wurden mit der Mafell KSS300 mit montierter Kappschiene in passende Stücke zerlegt.  Ich mache solche Arbeiten inzwischen sehr gerne mit dieser kleinen, handlichen Maschine.

Das Ergebnis war dann ein ordentlicher Stapel Bretter, der vor der Weiterverarbeitung noch mehr als eine Woche in der Werkstatt akklimatisieren kann.

Daraus werden einmal sechs Beistelltische

Daraus werden einmal sechs Beistelltische

Für die Längsschnitte an den Eiche-Bohlen mit einer Stärke von 40 Millimetern ist die kleine KSS aber zu schwach. Das habe ich dann mit der Mafell MT55 in Kombination mit einer Führungsschiene erledigt. Auch dieses Holz hat nun erst einmal Zeit, um zu akklimatisieren. Das ist wichtig, da es zuvor zwar trocken, aber nicht in einer geschlossenen Halle gelagert war.

Neben viel Holz wird für diesen Kurs auch einiges an Werkzeugen benötigt. Da einige Handwerkzeuge bisher nur einmal vorhanden waren, musste ich hier aufstocken.

Der Bestand an Handwerkzeugen wurde speziell für diesen Kurs um Folgendes ergänzt:

  • Veritas Schabhobel mit gerundeter Sohle
  • Veritas Flachwinkel-Schabhobe
  • Neuer Veritas Nuthobel
  • Eisen für den Nuthobel
  • Veritas Beading Tool

Zum Veritas Nuthobel und was man mit ihm inzwischen machen kann, werde ich bald noch einen gesonderten Artikel schreiben. Denn das hat er schon verdient. Denn inzwischen kann man mit ihm auch breite Nuten erstellen, Profile hobeln und Federn hobeln.

Das ganze Holz muss jetzt noch aufgetrennt und ausgehobelt werden, die neuen Werkzeuge müssen noch geschärft werden, aber dann kann es mit dem Tischbau losgehen.

Der Kurs im Dezember ist bereits komplett ausgebucht. Freie Plätze für diesen Kurs gibt es aber noch im März 2017. Die aktuellen Kurstermine bis einschließlich Anfang Mai 2017 finden Sie hier:

Kurswerkstatt-saar.de – Kurskalender

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10 Kommentare zu Viel Holz und neue Werkzeuge

  1. Marc Greter sagt:

    Hallo Heiko,
    Ich hab ne Frage die vielleicht gar nicht hierhin passt, trotzdem möchte ich sie dir stellen. Mir gelingen einfach keine perfekten Gehrungen, wenn ich die Gehrung in 45° schneide, bleibt manchmal an der äusseren Kante ein nicht sehr schön anzusehender kleiner Spalt. Die Gehrung passt dort nicht 100%ig zusammen.
    Würde es was bringen, wenn ich die Gehrungen mit 45,5 oder 46° zuschneiden würde? Du hast womöglich den besten Tip für mich. Schneiden tue ich die Gehrungen mit einer Festool Tauchsäge TS55.Kleine Gehrungen sind eher unproblematisch, schwieriger wird es wenn die Kanten etwas länger sind.
    Was mache ich falsch?
    Vielen Dank für deinen tollen Blog !!
    liebe Grüsse und schöne Feiertage gewünscht
    MG

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Marc,

      das Schneiden von solchen Gehrungen mit einer Tauchsäge und Schiene wird immer grenzwertig sein, egal was die Hersteller das versprechen. Abhilfe schafft das leichte Hinterschneiden der Gehrung, wobei mir da 46° schon zu viel wären. Mit 45,5° sollte die Gehrung außen dicht werden, ohne dass im Inneren eine nennenswerte Fuge entsteht. Für ein besseres Ergebnis sollte das verwendete Sägeblatt auch nicht zu fein sein. Vor allem wenn man Massivholz auf Gehrung schneidet funktioniert ein Universalblatt (ca. 32 Zähne) meist besser, als ein Feinschnittblatt (48 Zähne).

      Gruß

      Heiko

  2. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    auf das Yellow Polar bin ich durch diesen Post aufmerksam geworden. In Deinem Post, in dem du das Holz dediziert vorstellst, schreibst Du das es ziemlich günstig ist…..so bei Ta/Fi…..

    Also bei meinem Händler (kein Grampelhuberladen) gibt es wie hier beschrieben, Besäumte Bretter in Stärken 33 mm / 52 mm /78 mm.

    Allerdings liegt der Kubikmeterpreis bei den 33 mm Bretten (ca. 4 – 5 m lang, 30 – 35 cm breit) bei 1166,- inkl Mwst. Das heißt pro Brett ca. 54,- € Allerdings natürlich 33 mm stark.

    Wenn ich das auf den Quadratmeter umrechne komme ich auf ca. 38 €/qm

    Was bekommt man im Schnitt aus so einer Bohle raus. 18mm und 10 mm Bretter ? oder sind 5 mm Hobelverschnitt zu optimistisch ?`

    Welche Stärke bevorzugst Du ?

    Vielen Dank fürs aufklären.

    Gruß Andi

    P.S. Buche mit Waldkante 30 mm stark liegt bei 975,- inkl. Steuer /qm

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andi,

      Holzpreise schwanken und sind lokal auch sehr unterschiedlich. Momentan zahle ich hier für den Kubikmeter etwa 850 inkl. Steuer für wirklich gute Qualität. Wieviel du da rausbekommst ist davon abhängig, wie gerade oder krumm das Holz ist. Meine letzte Lieferung habe ich heute ausgehobelt und da bekam ich aus einer Stärke von 27mm bei einer Länge von 1,2m eine Fertigstärke von 21mm heraus. Bei den nur 700mm langen Teilen waren es 22mm.

      Hast du eine Bandsäge? Wenn nicht, wird das mit den 18 und 10mm aus den 33mm starken Bohlen ohnehin nicht funktionieren. Wenn du mit der Tischkreissäge auftrennen würdest, verlierst du wenn es richtig gut funktioniert 3mm zusätzlich. In der Regel werden solche Auftrennschnitte aber etwas krumm, also rechne lieber mit 5mm für das Auftrennen.

      Nach dem Auftrennen in der Stärke wird sich das Holz vermutlich auch noch stark verziehen. Dann musst du es einige Tage bis zwei Wochen sauber aufgestapelt mit Stapelleisten liegen lassen und erst dann aushobeln.

      Gruß

      Heiko

  3. Robert Kalff sagt:

    Hallo Heiko,
    Glückwunsch zu deinem gelungenen und äußerst sachkundigen Blog.
    Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit 6 Bohlen Eiche 500x40x6 cm3 zu erstehen und habe nun das Problem der Unterbringung …
    Wie würdest du sie quer ablängen, da ich nur maximal 3m-Längen unterbringe ?
    Die Waldkante würde ich jetzt noch „dran lassen“ und erst später besäumen.
    Danke und Grüße,
    Robert

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Robert,

      wenn du konkret weißt, was du mit dem Holz mal vorhast solle sich die Aufteilung daraus ergeben. Wenn du noch nichts konkretes hast, wird vermutlich jede Aufteilung falsch sein. Dann würde ich die Bohlen in der Mittel teilen. Dann werden die Chancen am größten sein, dass du sie sinnvoll verwenden kannst.

      Gruß

      Heiko

  4. David sagt:

    Hallo Heiko,

    hat die MT 55 einen Spaltkeil? Wenn nicht, hattest Du schon mal Probleme beim Besäumen solcher starken Bohlen?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo David,

      die MT55 hat, wie viele andere Handkreissägen auch, keinen Spaltkeil mehr. Probleme hat mir das bisher nie bereitet. Wenn sich der Schnitt mal verklemmt schaltet die Säge einfach ab.

      Gruß

      Heiko

  5. Jens sagt:

    Hallo Heiko, das ist ja eine ganze Menge Arbeit für die Vorbereitung. Respekt. Eine Frage: Du schreibst, das Du Leimholzplatten für Schneidbretter bestellt hast. Ich möchte zu Weihnachten mit meinen Söhnen auch Schneidbrettchen bauen. Zuerst dachte ich ich suche Buche mit stehenden Jahresringen da ich bisher Angst hatte, das die Verleimung nicht hält, in der Küche und bei häufigen Gebrauch. Hast Du da spezielle Leimholzplatten oder wie ist Deine Erfahrung dazu? Danke für eine kurze Antwort. Und weiter viel Erfolg. Grüße aus Brandenburg Jens

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jens,

      die Bretter, die wir im Kurs machen sind eher als Servierbretter gedacht. Zum Beispiel für Käseplatten. Aber ich habe zuhause ein etwa acht Jahre altes Schneidbrett aus 40mm Buche Leimholz. Ich wische es nass ab, reinige es mit Zitrone oder halte es auch schon mal kurz unter den Wasserhahn. Die Verleimung hat bisher tadelos gehalten. Du musst dir da glaube ich keine Sorgen machen.

      Gruß

      Heiko

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