Fahrbarer Schubladenschrank für die Werkstatt

Auch wenn es sich bei diesen Schrank um ein Projekt für die Werkstatt handelt,gehört er dennoch in den Bereich „Meine Möbel“ Denn ich möchte anhand dieses Projektes einige Grundlagen des Möbelbaus vermitteln. Alle Konstruktionsprinzipien, Verbindungen und Gestaltungselemente lassen sich problemlos auch auf ein Möbel für den Wohnraum übertragen. Beginnen möchte ich die Dokumentation mit der Planung.

Die Planung:

Werkzeugschrank - 3D Ansicht mit offener Schublade

Ansicht mit offener Schublade

Bevor man mit den ersten Skizzen beginnt, sollte man sich unbedingt überlegen, welche Aufgaben ein Möbelstück erfüllen soll. Bei einem Stauraummöbel, wie diesem Schubladenschrank, bedeutet dies in erster Line „Was soll in dem Möbelstück Platz finden?“ . Die zweite wichtige Frage lautet „Wieviel Stellfläche kann dem fertigen Möbelstück zufallen“ Ausgehend von diesem Bedingungen legt man nun die Grundmaße fest. Bei meinem Werkzeugschrank richtet sich das Breitenmaß nach einer Rauhbank, die in der obersten Schublade Platz finden soll. Die Tiefe richtet sich zum einen danach, dass auf den Schrank noch eine Werkzeugkiste gestellt werden soll und nach bereits vorhandenen Schubladenauszügen. Glücklicherweise passen beide Anforderungen zusammen. Die Höhe richtet sich nach der Gesamthöhe der Kombination Werkzeugschrank und daraufstehender Werkzeugkiste.

Neben den Maßen muss natürlich auch das Material festgelegt werden. Ich habe mich dafür entschieden, für die sichtbaren und stark belasteten Teile Buche Leimholz in 19mm Stärke mit durchgehenden Lamellen zu nehmen. Rückwand und Schubladenböden werden aus 10mm Buche Sperrholz hergestellt und die Schubladen selbst aus preisgünstigem, Leimholz Tanne/ Fichte.

Bevor man die genaue Konstruktion festlegen kann, müssen die Beschläge ausgewählt werden. Die Schubladenführungen sind bereits vorhanden. Ausgehend vom Innenmaß konstruiere ich nach Außen. So ergibt sich die Korpusbreite. Außer den vier Lenkrollen, die unter den Schrank kommen werden, benötige ich keine Beschläge. Die Höhe der Lenkrollen muss von der Gesamthöhe des Schrankes abgezogen werden.

Konstruktion

Erst wenn dies alles feststeht, geht es an die Konstruktion selbst. Im Falle des Schubladenschrankes ist es sinnvoll, den Boden durchgehen zu lassen und die Seiten auf den Boden zu stellen. Somit wird das Gewicht von den Schrankseiten auf den Boden und somit auf die Rollen übertragen. Setzte man den Boden zwischen die Seiten, würde das komplette Gewicht des Schrankes und der Werkzeugtruhe darauf, sowie der komplette Inhalt auf die Verbindung zwischen Schrankseite und Boden lasten. Das wäre eine zu hohe Belastung.

Bei der Konstruktion des Deckels ist dies anders. Der Deckel des Korpus kann problemlos zwischen die Seiten gesetzt werden, da der Korpus wiederum eine Deckplatte erhalten wird. Dadurch wird die Gewichtsbelastung wiederum über die Seiten, auf die Rollen übertragen. Die Rückwand ist eingenutet und gibt dem Schrank die notwendige Steifigkeit. Im Boden darf diese Nut jedoch nicht durchgehen, da sonst ein sichtbares Loch entstehen würde.

Werkezugschrank - 3D Ansicht Schublade

3D Ansicht der Schublade

Die Schubladen werden sehr einfach ausgeführt. Es gibt zwei verschiedene Schubladenhöhen: 120mm und 140mm. Der Schubladenboden wird in die Schubladenseiten (auch Zargen genannt) eingenutet. Im Vorderstück sitzt er ebenfalls in einer Nut. Am Hinterstück wird der Schubladenboden angeschraubt, daher ist dieses um das Maß der Bodendicke und des Überstandes schmäler.

Werkzeugschrank - 3D Ansicht Schubladenaufschlag

Ansicht der Schublade

Die Schubladenfronten sind auf die Kante des Korpus aufschlagend. Die Fronten werden in der Planung ohne Luft zwischen den einzelnen Schubladen gezeichnet und auch so zugeschnitten. Am fertigen Möbel wird dann eine sehr dünne Fuge, nicht breiter als Notwendig mit dem Handhobel erzeugt. Somit sind die Spaltmaße so gering wie möglich und es dringt kaum Staub in die Schubladen. Überstehende Griffe sind oft störend an Werkstattmöbeln. Daher bekommen die Schubladenfronten ein Profil an der Oberkante, welches bequemes Greifen ermöglichen soll.

Bei einem solch  einfach gehaltenen Möbel, ist die Grundkonstruktion hiermit bereits abgeschlossen.

Materialbedarf und Beschaffung

Werkzeugschrank - Zuschnittplanung

Planung des Zuschnittes

Als letzten Schritt, bevor es in der Werkstatt an den Zuschnitt geht, steht die Planung des Zuschnittes und der entsprechende Materialeinkauf. Die Leimholzplatten kann ich von meinem Holzhändler in verschiedenen Abmessungen bekommen. Bei einer Plattengröße von 2200mm x 1200mm ergibt sich ein geringer Verschnitt und ich bekomme alle benötigten Teile für den Koprus und die Schubladenfronten heraus. Für die Schubladen wird Keilgezinkes Leimholz in den Maßen 1200mm x 300mm eingekauft. Aus einer Platte kann jeweils eine Schublade geschnitten werden. Also werden 5 dieser Leimholzplatten benötigt. Für die Rückwände und die Schubladenböden kaufe ich eine  ganze Platte Buche Sperrholz in den Abmessungen 2200mm x 1200mm.

Werkzeugschrank - Holzliste erstellen

Holzliste erstellen

Den Zuschnitt erleichtert man sich, indem man eine Holzliste erstellt, in der alle benötigten Maße enthalten sind. Für die Verwendung in der Werkstatt habe ich mir angewöhnt, einen Schnellhefter mit allen Skizzen, Beschlagzeichnungen und der Holzliste anzulegen.

Diesen Schubladenschrank können Sie mit einem Sockel, statt Rollen auch für die Verwendung im Wohnbereich bauen. Für den Fall, dass Sie den Schrank nachbauen möchten, stelle ich nach Abschluss des Projektes alle benötigten Dateien zum Download bereit.

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45 Kommentare zu Fahrbarer Schubladenschrank für die Werkstatt

  1. Dirk Federlein sagt:

    Hallo Heiko,
    auch wenn die Beschreibung zu Deinem Werkzeugschrank schon etwas älter ist: Richtig KLASSE!!! Habe fest vor, etwas Ähnliches nachzubauen 🙂

    Habe mir alles genau durchgelesen und auch die Kommentare nicht vergessen… dennoch stellt sich mir eine Frage:
    Du setzt auf „Seite“ 6 einen Deckel auf den Korpus, der etwas übersteht…den Sinn dieses Deckels verstehe ich (hast Du ja auch geschrieben), aber: könnte man – wenn man sowieso einen massiven Deckel „draufschraubt“, nicht den oberen Teil des Korpus‘ „sparen“?

    lG
    Dirk Federlein.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dirk,

      das könt eman machen. Ich würde aber zumindest vorne und hinten eine jeweils 10cm breite Traverse einsetzen. Das erleichtert den BZusammenbau enorm.Diese können auch aus Resten hergestellt werden.

      Gruß

      Heiko

  2. Schedl Karl sagt:

    Hallo Heiko,
    möchte gerne deinen fahrbaren Schubladenschrank nachbauen, dabei wäre mir die Spannvorrichtung für die Werkstücke wie im Bild Seite 5 , fräsen der ersten Dominos sehr hilfreich. Leider kann ich den Hersteller nicht ausfindig machen.
    Wäre dir sehr dankbar, wenn du mir den Hersteller oder Lieferanten von der Spannvorrichtung mitteilen könntest. Vielen Dank im voraus, auch für deine wertvollen Tips die ich immer gerne lese bzw. anwende.
    Gruß Karl

  3. Tobias Richter sagt:

    Hallo Heiko,

    ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr wünsche ich Dir und Deiner Familie und ein großes Lob für deinen tollen Blog, den ich nun schon seit einigen Jahren begeistert verfolge!
    Im Artikel über das Ölen ist die Kommentarfunktion nicht verfügbar, deshalb schreibe ich dir hier, ggf. bitte verschieben.

    Ich habe einen Hundeschlitten übernommen, der dringend etwas Pflege braucht. Er ist aus Esche, teilweise mehrschichtig verleimt. Er muss mal lasiert worden sein, wobei gerade im unteren beanspruchten Bereich davon fast gar nichts mehr zu sehen ist. Der Vorbesitzer sagte mir er hat ihn früher mit Leinölfirnis und später mit einer Ölpflegeemulsion für Gartenmöbel namens Holzwunder behandelt. Aber wie gesagt, das Holz ist grau und davon inzwischen nichts mehr zu sehen.

    Nun zu meiner Frage: Ich möchte den Schlitten gerne wieder herrichten und vor der harten Beanspruchung im Schnee mit Tau und Frost schützen. Welche Behandlung kannst Du mir dafür empfehlen?

    Eine weitere Frage habe ich zu einer evtl. farblichen Gestaltung: Ist es möglich das Holz schwarz und blau zu beizen und anschließend mit einem Ölauftrag zu schützen? Wenn ja, in welcher Reihenfolge gehe ich da vor und was sollte ich als Vorarbeit mit den Bereichen machen, wo die Lasur noch vorhanden ist?

    Eine Lackierung scheidet wegen der hohen mechanischen Beanspruchung und Verformung des Holzes im Gebrauch wohl aus oder?

    Für den Holzschutz und den Erhalt des Schlittens scheint mir die Pflege mit Öl auch logischer oder?
    Kann das Öl durch die Beize noch genauso tief in das Holz eindringen?
    Eine Nachbehandlung mit einem frischen Ölauftrag sollte zumindest dann für die Zukunft eine einfache, schnelle und effektive Möglichkeit des Holzschutzes sein oder?

    Mit bestem Dank für Deine Mühen und liebe Grüße

    Tobias Richter

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tobias,

      die Kommentarfunktion ist dort absichtlich deaktiviert. Ich habe den Artikel nun auch um einen entsprechenden Hinweis erweitert. Deine Fragen werden in den 164 Kommentaren zu diesem Artikel bereits beantwortet, da schon ähnliche Fragen gestellt wurden. In der Regel verfügen Webbrower über eine Suchfunktion, mit der du die Kommentare dann auch nach Worten wie „Beizen“ und „Außen“ durchsuchen kannst.

      Gruß

      Heiko

  4. Michael Kämper sagt:

    Hallo Heiko,

    erst mal vielen Dank für deinen sehr informativen Block. Ich habe mir schon viele Anregungen geholt und auch von von deinen Werkzeugvorstellungen schon profitiert.

    Besonders lehrreich ist für mich gewesen, dem Massiv-/Leimholz konstruktiv Platz zum Arbeiten zu lassen. Das führt mich zu meine aktuellen Frage. Gibt es eine Korpusgröße, ab der die Führungen für Schubkästen nicht mehr direkt an die Korpusseite aus Leimholzplatte Buche geschraubt werden können?
    Bei dem Rollcontainer hast du das ja so gemacht. Ich plane einen Schubladenschrank mit drei Schubkästen. Die Korpusaußenmaße sind ca. 107 cm × 50 cm × 50 cm. Kann ich an die Außenwand die Schienen direkt anschrauben oder brauche ich eine (möglichst unsichtbare) Unterkonstruktion, an die die Schienen kommen?

    Viele Grüße
    Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      bisher hat das Anschrauben der Schienen keine negativen Auswirkungen gezeigt. Bei 50cm Breite würde ich es einfach mal probieren. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass sich beim arbeiten des Holzes die Schiene leicht verbiegt. Wenn also die Schublade beginnt zu klemmen, kannst du immer noch reagieren.

      Es gibt bei den meisten Schienen auch die Möglichkeit sie an der vorderen Position fix zu verschrauben und an anderer Stelle sind dann Langlöcher in den Schienen. Wenn du also auf Nummer sicher gehen willst, befestige die Führungsschienen mit Langlöchern. Wenn keine drin sind, kannst du die vorhandenen Löcher ganz schnell mit der Bohrmaschine und einem passenden Metallbohrer aufweiten.

      Gruß

      Heiko

      • Michael Kämper sagt:

        Hallo Heiko,

        vielen Dank für die prompte und gute Antwort. Das mit den Langlöchern hört sich gut an. Dann fange ich mit meinen Materialbestellungen mal an.

        Gruß
        Michael

  5. Daniel Wilhelm sagt:

    Lieber Heiko,

    vielen Dank für die saubere Arbeit! Das gibt wieder neue Motivation zum Tischlern. 🙂

    Hast Du die Eckverbindungen des Korpus auch mit Dominos gebaut?

    Viele Grüße aus Würzburg,

    Daniel.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Daniel,

      ja, auch die Eckverbindungen am Korpus sind mit Dominos gemacht worden.

      Gruß

      Heiko

  6. michi hirczy sagt:

    hallo, heiko!

    Du schreibst in der Baudokumentation, dass du Korpus und Schubladen zuerst verleimt und dann geölt hast.
    Bist du da gleich vorgegangen wie im Zweiteiler zum Ölen? Dort liegen die Werkstuecke schön am Tisch auf, beim Korpus stell ich mir das schwieriger vor (Vorder- und Rückseite).
    Hast du bei der Rückwand die Leimstellen beim ölen abgeklebt (die wurde ja schon vorher geölt), oder sitzt die lose in der Nut?

    Vielen, vielen Dank für deinen tollen Blog und die sensationellen Videos!

    lg
    michi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      auch an einem Korpus kann man genau so vorgehen. Wenn der Platz nicht ausreicht mit einer Maschine zu polieren (wenn man polieren will) kann man das auch gut von Hand machen. Einen Korpus zu lackieren wäre wesentlich schwieriger. Bei Öl kann man den Schrank viel besser abstellen, nochmal umdrehen etc.

      Die Rückwand ist, wie du vermutet hast nicht eingeleimt und wurde vor dem Verleimen des Korpus geölt.

      Gruß

      Heiko

      • michi hirczy sagt:

        Hallo, Heiko!

        Vielen Dank für die schnelle Antwort!
        Dann werd ich mich mal dran machen, das zu probieren, Material liegt schon in der Werkstatt 😉

        lg
        michi

  7. Thomas sagt:

    Hallo Heiko,

    saubere Arbeit.
    Was ist das für ein Plattenwinkel90°halter auf Seite 7 oben?
    Bild heisst „Bau der Einteilungen“.
    Genauso ein Teil suche ich schon lange.

    LG Thomas

  8. Fabian Glänzer sagt:

    Hallo Heiko,

    Jetzt muss ich dich doch mal fragen weil es mich brennend interessiert und ich ja auch noch am lernen bin.

    Ich bin momentan dabei deinen Schubladenschrank nachzubauen.
    Die ersten Probleme traten auf, als ich versucht hatte die Schubladenfronten zu Fräsen, da ich egal mit welchem Fräser, Grat und auch Nutfräser (beide von ENT und neu) in Längsrichtung bis zu 2mm große Ausrisse beim ersten Fräsgang an der Aussenkante hatte, was mich wahnsinnig ärgerte.

    Das Problem gelöst hatte ich, indem ich das Brett hochkant stellte und in die Stirnseite in Längsrichtung mit der Tauchsäge eine schmale Füge sägte um dann den Rest normal auszufräsen. So hatte ich dann rundherum eine saubere Kante.

    Jetzt würde mich interessieren was ich wohl falsch gemacht habe bzw. warum es bei dir anscheinend nicht ausgerissen ist.

    Das Holz ist ordentliche A/B Qualität von meinem Holzhändler.

    Vielen Dank,
    Und Gruß aus dem verschneiten Taubertal 😉

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Fabian,

      ich habe nichts groß anders gemacht als du, Ich habe allerdings einen sehr großen Gratfräser benutzt, der natürlich ein besseres Ergebnis liefert. Es kann eigentlich nur daran gelegen haben.

      Gruß

      Heiko

      • Fabian Glänzer sagt:

        Hallo nochmal,

        Ich hatte einen mit 14mm Durchmesser genommen. Den Nutfräser mit dem ich es auch probiert hatte, hatte 16mm.
        Das einzige was ich mir im Nachhinein noch vorstellen könnte ist, das ich vielleicht versucht habe zuviel abzutragen. Im ersten Durchgang waren das 8mm.
        Genutzt habe ich die OF1010.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Fabian,
          der Fräser, den ich nutze hat einen Durchmesser von 25,4mm, also ein Zoll. Ich habe direkt auf Tiefe gefräst, die Breite der Fräsung jedoch in zwei Schritten. Versuch es mal mit weniger Abtrag und im letzten Durchgang nur noch sehr wenig abzutragen.

          Gruß

          Heiko

          • Fabian Glänzer sagt:

            Da ich ja nun das Problem mit der Tauchsäge gelöst habe, hatte ich auch keine Ausrisse mehr. Aber für die Zukunft werde ich das mal probieren.
            Vielen Dank für deine Zeit und deine Hilfe, bis dahin.

            Gruß Fabian

  9. Heinz sagt:

    Hallo Heiko,

    zum Reste verwerten ist das ein prima Projekt. Auch ich habe noch genügend Buche Leimholz gefunden um diesen Rollschrank nach zu bauen. Eine prima Idee von Dir und ich könnte mir vorstellen das so ein Teil inzwischen in vielen Bastle- und Heimwerkerkellern und Werkstätten steht. Da mich ohnehin immer ein bisschen geärgert hat das der MFT/3 und die CS 70 nicht die gleiche Höhe haben habe ich die Maße ein bisschen abgeändert so das der Schrank am Ende die 90 cm des MFT/3 in der Höhe aufweist.

    Aber eine Frage habe ich doch noch. Gibt es irgend einen Trick auf einfache Art die Abstände der Rollschubführungen zueinander anhand der Anzahl bzw, der Höhe der Schubladen zu ermitteln ?

    Gruß

    Heinz

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Heinz,

      die Schubladenhöhe ist zweitrangig, interessanter ist die Höhe der Fronten. Bei den Auszügen, oder im Katalog des Herstellers sollte es eine Maßzeichnung geben, anhand derer du die Abstände bestimmen kannst. Du brauchst eigentlich nur das Maß, welches die Führung unter dem Schubkasten benötigt. Soviel Luft musst du mindestens zwischen den einzelnen Kästen lassen. Lieber ein paar Millimeter mehr. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, zeichne dir alles erst einmal genau auf.

      Gruß

      Heiko

      Gruß

      Heiko

  10. M. Gottschalk sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank erst einmal für die tolle Dokumentation deiner Arbeiten!
    Da ich noch blutiger Anfänger bin, wollte ich diesen Schubladenschrank als Grundlage für eine Kommode in der Wohnung nehmen.
    Könntest du mir vielleicht sagen, was du ca. für das Holz bezahlt hast, bzw. was ein nicht Gewerbetreibender für diese Menge Holz bezahlen müsste?
    Vielen Dank bereits im Voraus, auch schon für die Dokumentation weiterer Projekte!

    Grüße
    Marcel

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Marcel,

      mit Preisen ist das so eine Sache. Sie schwanken regional sehr stark und sind auch von Händler zu Händler sehr unterschiedlich. Daher macht es sicher wenig Sinn, dass ich dir genaue Preise nenne. Aber rechne einfach mal mit ca. 50-60 Euro je m² Buche Leimholz mit durchgehenden Lamellen als Preis für Endverbraucher.

      Gruß

      Heiko

      • M. Gottschalk sagt:

        Hallo Heiko,

        Vielen Dank für die Antwort. Der Preis kam ziemlich genau hin, mein Holzhändler wollte jetzt das selbe haben.

        Eine Frage hätte ich noch zu der Schablone für lose Zapfen die du in dem Artikel verlinkt hast:
        Macht es dort Sinn einen Nutfräser mit Grundschneide zu haben wegen des häufigen Eintauchens oder reicht ein normaler Nutfräser aus?

        Vielen Dank, Grüße
        Marcel

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Marcel,

          wenn du einen Fräser zum Eintauchen nehmen willst, muss dieser über eine Grundschneide verfügen.

          Gruß

          Heiko

  11. Moritz Tiemann sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich möchte mir für meine Werkstatt einige Rollcontainer bauen. Da ich aber möglichst die gesamte Tiefe der Werkbank, unter die die Container kommen, ausnutzen möchte (in meinem Fall: Werkbank 90 cm, Container ca.80 cm)
    brauche ich ausreichend lange Schubladenführungen ( die Länge ist auch kein Problem) die aber preisgünstig und mit mehr als den üblichen 25kg belastbar sind. Schwerlastführungen sind mir dann auch wieder zu teuer.
    Wüsstest du eventuell eine günstige Alternative ?

    MfG
    Moritz

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Moritz,

      mir ist da auch keine Bezugsquelle bekannt. Deine Ansprüche sind schon recht hoch, da wird es vermutlich nichts wirklich preisgünstiges geben. Aber vielleicht hat ja einer der Lesen einen ultimativen Tipp.

      Gruß

      Heiko

  12. stefan sagt:

    Hallo Heiko

    Kann es sein,dass in deiner Holzliste du dich vertippt hast und du drei Schubladen in der Stückliste vergessen hast?
    Du hast 1x Schublade hoch in der Stückliste mit ihren vier Seiten.
    Du hast 1x Schublade niedrig in der Stückliste mit ihren vier Seiten.
    Diese niedrige Schublade gibts aber doch öfters,oder?

    Entweder hab ich einen Denkfehler oder woanders ist der Wurm drin.
    Meld dich bitte.

    Gruß
    stefan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Stefan,
      so gesehen hast du Recht. In der Liste sind alle Maße für die einzelnen Schubladen und die benötigten Mengen für nur je eine Schublade enthalten. Je nach dem, wie du deine Schubladenaufteilung machen willst, musst du natürlich die Mengen ändern.

      Gruß

      Heiko

  13. Dominik sagt:

    Hallo Heiko,

    könntes du mir bitte den Link zu der Firma Grass schicken? Scheinbar stell ich mich a bisl blöd an, ich find die Firma nicht.

    Vielen Dank und schönen Gruß,
    Dominik

  14. Arnold sagt:

    Hallo Heiko

    Wo bekommst du die Beschlagzeichnungen her? bei hettich finde ich nichts.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      Bei Hettich und Häfele gibt es die Zeichnungen nur, wenn man ein Benutzerkonto dort hat. Das gibt es offiziell nur für gewerbliche Anwender. Bei Grass kannst du dich einfach so anmelden und bekommst dort dann die CAD- Zeichnungen.

      Gruß

      Heiko

  15. Hallo Heiko!

    Leider funktioniert das Video hier im Beitrag nicht direkt bei mir, aber auf Youtube konnte ich es dann direkt finden.

    Bei 0:51 verwendest du so spezielle Klemmen um die Zwischenwände auf 90 Grad zu halten. Kannst du verraten, wie die heißen und wo man die bekommt?

    Danke und schöne Feiertage!
    Tobias

  16. Tobias Richter sagt:

    Hallo Heiko,
    ich verfolge schon länger deine Projekte und finde es klasse, wie Du hier Dein KnowHow und Erfahrungen weiter gibst.
    Ich fange mit dem Möbelbau gerade erst an und einige Anschaffungen sind auch noch nötig dafür.
    Dazu auch gleich zwei für meine Entscheidungen und Überlegungen zwei wichtige Fragen, die mir zu deiner Verwendung deiner Werkzeuge gekommen sind:
    1. Wann verwendest Du die TS mit FS und wann die TKS?
    Oder besser gefragt, warum beides? Ist der Zuschnitt mit der Handkreissäge auf der Führungsschiene nicht genau genug oder was stecken da für Überlegungen dahinter?
    (Mein Zuschnitt und Werkeln erfolgt derzeit noch mit Festool PS400 und Adapter für Führungsschiene am MFT. Und ich bin (weil mir die konstruktionsbedingte Grenzen der Maschiene bewusst sind) damit schon recht zufrieden, dachte aber bisher auch, dass mit der Anschaffung einer TS das dann für mich schon die perfekte Lösung sein könnte und ich hätte beste Ergebnisse im Zuschnitt (vielleicht später noch die Erweiterung mit dem Einbau in einen CMS Tisch für kleinere Teile und um die Oberfräse auch auf dem Tisch verwenden zu können, aber dann Punkt.)
    Ich bin da zum ersten Mal bei deiner Herstellung von Leimholz stutzig geworden, weil du die Kanten nach hobelst, ich dachte die werden mit der TS winkelgerecht und plan, nicht ?!
    2. Ich habe bisher nur einige kleine 20cm Spindel-Zwingen und möchte mir noch Zwingen, vor allem für das Verleimen von Korpussen und Leimholz kaufen. Zunächst vielleicht 4 bis 8 Stück. Welche Längen sind wohl am sinnvollsten? (Ich arbeite auch auf dem MFT und plane zukünftig Möbelbauprojekte in der Größenordnung, wie Du sie betreibst.) Hast Du Erfahrung mit den UK-Zwingen von Bessey, ist die Spannkraft da schon ausreichend oder sind die nicht zu empfehlen und ich sollte lieber gleich zu den Revos greifen?
    Vielen Dank für Deinen Rat und Deine Sicht der Dinge!
    Liebe Grüße
    Tobias Richter

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tobias,

      ich kann dir jetzt erst auf deine Fragen Antworten, da ich einige Tage keinen funktionierenden Internetanschluss hatte.

      Zu 1)
      Wenn die Teile zu groß sind, nehme ich die Handkreissäge. Wenn man alleine Arbeitet und Platten auf der Tischkreissäge hantieren soll, ist das einfach angenehmer, wenn das Werkzeug zum Werkstück kommt. Zum Besäumen und Auftrennen von Massivholz nehme ich auch die Handkreissäge. Sollen aber mehrere Gleiche Teile geschnitten werden, oder schmale Leisten, ist die Tischkreissäge wieder im Vorteil. Ich würde ungerne auf eine der beiden Maschinen verzichten. Sie ergänzen sich bestens.

      Wenn man sauber arbeitet, bekommt man mit der Handkreissäge und der Führungsschiene schon verleimfähige Kanten hin. Aber wenn man sie noch ein wenig nachhobelt, wird das Ergebnis nochmal besser. Es kostet kaum Mühe, daher hobele ich in der Regel von Hand nach.

      Zu 2)
      Die Uniclamp sind eher leichte Zwingen. Ich habe mir sie mal angesehen, sie konnten mich für meine Einsatzgebiete aber nicht so 100%ig überzeugen. Ich würde dir eher zu etwas schwereren Zwingen raten. Seit ich die REVO habe, nehme ich diese sehr gerne. Ich werde mir auch noch weitere REVO Korpuszwingen anschaffen. Bei den Längen finde ich persönlich, dass man mit 4Stk. von 80cm und 4 Stk von 120cm schon sehr viel machen kann. Dazu noch ein paar Kleine Schraubzwingen und vielleicht noch zwei oder vier Einhandzwingen und man ist für die ersten Projekte gut gerüstet.

      Ich hoffe das hilft dir weiter

      Gruß

      Heiko

  17. Axel Wuppermann sagt:

    Hallo Heiko,

    als erstes meinen Respekt für all deine Projekte, welche ich seit geraumer Zeit verfolge.
    Bei mir hat es mit dem Bau eines Wickeltisches ( wie bei einem Freund auch ) angefangen, da dieser nicht in der benötigten Größe zu beschaffen war oder für furniertes Pressholz ein unverschämter Preis verlangt wurde.

    Seither nennt mich meine Frau liebevoll Holzwurm und behauptet so gemeine Sachen, dass jeden Tag, wenn Sie nach Hause kommt ein neues Möbelstück von mir angefertigt wurde, was allerdings nicht stimmt.

    Ich wollte mich auch mal persönlich bedanken, da ich mich an viele Sachen als Laie nicht ran getraut habe, nachdem ich aber vieles auf Youtube bei Dir verfolgen konnte,
    war die „Angst“ verflogen und so manche Anschaffung, wie ein Hobel und die passenden Schleifutensilien wurden ausprobiert. (Bin aber noch in der Anfangsphase und noch etwas unzufrieden)

    Mein nächstes Projekt wird auch der Bau eines Werkstattwagens, welcher unter meinen Frästisch passen soll, werden, nachdem ich wieder wertvolle Anregungen bekommen habe.

    Bitte nicht mit dem Bauen aufhören, damit ich mir weiteres Wissen aneignen kann und ich werde deine Videos wie gewohnt weiter verfolgen, da ich gerne mit den „Augen“ klaue, wie man bei uns im badischen sagt.

    Ach ja, eine Sache noch, dass mit dem falsch setzen der Domino Dübel kann ich leider nach empfinden, ist mir auch passiert.

    viele Grüße

    Axel

  18. Welsch Bernhard sagt:

    Hallo, auch for mich kommt derr Plan genau richtig. Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Werkzeuge, Material usw. angesammelt, die irgendwie in Kisten, Kästen, ja teilweise sogar Kartons verstaut waren. Schon lange denke ich an so eine Aufbewahrungsart und habe ich auch mit dem Bau einzelner Schränke nach dem Schema Küchenunterschränke begonnen. Aber irgendwie, nicht zuletzt wegen anderer Verpflichtungen, ist mein Projekt wieder zum Erliegen gekommen. Der Beitrag spornt mich geradezu an, mein Projekt weiterzuführen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Bernhard,

      ich habe mich auch sehr lange über Dinge geärgert, die keinen richtigen Platz haben und immer irgendwo zugestaubt lagen. Inzwischen habe ich alles in Schränken und hinter staubschützenden Türen. Da hat man sehr viel mehr Ordnung und Platz in der Werkstatt. Solltest du dich an meiner Zeichnung und an der Holzliste orientieren wollen, achte darauf, dass sich die Maße nach 15mm breiten Schubladenführungen richten.

      Gruß

      Heiko

  19. Stefan sagt:

    Hallo Heiko, dein Projekt kommt genau zur richtigen Zeit da ich mich auch schon seit längerem plane endlich einen derartigen Werkzeugschrank zu bauen. Ich bin schon gespannt wie das Projekt weiterläuft. LG Stefan

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