Tauchsäge vs. Pendelhaubensäge

Tauchsäge vs. Pendelhaubensäge - Tauchsäge

Tauchsäge

Der Unterschied zwischen einer Tauchsäge und einer klassichen Handkreissäge mit Pendelhaube ist der, dass die Tauchsäge die Funktion bietet, die Säge an beliebiger Stelle im Werkstrück abzusenken. Dies ist sinnvoll, bei Ausschnitten und ausklinkungen. Typisches Beispiel wären die Ausschnitte in einer Arbeitsplatte für die Küche. Einweiterer Unterchied zwischen Tauchsäge und Pendelhaubensäge ist die Abdeckung des Sägeblattes. Bei einer Pendelhaubensäge sind nur die Zähne des Sägeblattes durch die Pendelhaube unten und einen Schutz im oberen Teil der Säge abgedeckt. Der Rest des Sägeblattes ist frei zugänglich Bei der klassischen Tauchsäge, ist das komplette Sägeblatt, bis auf einen kleinen Teil, der die Spannmutter zugänglich macht abgedeckt.  Dies verbessert die Absaugung und auch die Sicherheit des Anwenders. Nur beim eigentlichen Sägen, wird das Sägeblatt durch das Abtauchen in das zu sägende Werkstück zugänglich gemacht.

Tauchsäge vs. Pendelhaubensäge -  Pendelhaubensäge

Pendelhaubensäge

Während man bei einer Pendelhaubensäge die Schnittiefe einstellt und fixiert, wird bei der Tauchsäge nur der Tiefenanschlag eingestellt, die Säge aber nicht auf dieser Schnittiefe fixiert. Man muss zum Schneiden eintauchen und die Säge auf dieser Tiefe halten. Tauchsägen sind so konstruiert, dass das Halten der Maschine auf der entsprechenden Schnittiefe ohne Mühe funktioniert. Die schräge Anordnung des Griffes führt dazu, dass man beim Vorschieben der Säge automatisch nach unten drückt.

Bei Tauchsägen haben sich zwei unterschiedliche Mechaniken zum Eintauchen der Säge in das Werkstück durchgesetzt. Entweder wird die Säge über einen Drehpunkt, der sowohl vor, als auch hinter dem Sägeblatt liegen kann, eingetaucht, oder über zwei Führungssäulen, genau senkrecht nach unten. Beide Systeme erfordern zu Beginn ein wenig Übung und man sollte nicht unbedarft an das Eintauchen ins Werkstück herangehen. Zu empfehlen ist die Benutzung eines Rückschlagstopps. Dieser kann ein spezielles Zubehör für die Führungsschiene sein, oder ein mit Schraubzwingen befestigtes Stück Holz, dass verhindert, dass die Säge beim Eintauchen nach hinten geschoben wird, was einen Rückschlag der Säge verursachen kann.

Wie man einen einfachen Rückschlagstopp selbst herstellt zeige ich hier:
Rückschlagstopp für die Handkreissäge selbst herstellen

 

Hinweis:

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6 Antworten auf Tauchsäge vs. Pendelhaubensäge

  1. Hanno sagt:

    Hallo Heiko,

    dein Blog ist echt eine super Informationsquelle und macht Lust auf mehr Werken…

    Eine Frage bzgl. der „Emissionen“ von Tauchsägen, die vielleicht auch weitere Anfänger interessieren könnte:

    Ich habe bisher hier und da mal mit einer geliehenen Stichsäge gearbeitet. Da ich keinen Platz für eine Werkstatt habe war das nur in der etwas größeren Diele oder auf dem Balkon machbar.
    Danach muss man halt mal gründlich saugen – aber ansonsten hält sich das mit der Sägemehl/Staubverteilung ja noch in Grenzen.

    Wie sieht das beim Einsatz einer Tauchsäge aus? Ist der Einsatz in der Wohnung mit entsprechender Absaugung noch realistisch?
    Kann man die auf dem Balkon ggf. auch ohne Absaugung nutzen, ohne dass die Nachbarn direkt im Holzstaub versinken?

    Ich stehe gerade vor der Entscheidung Tauchsäge vs. Stichsäge. Vom Einsatzgebiet her (überwiegend gerade Schnitte, Regalbretter/Schrankteile, später ggf. nochmal Laminat, ggf. mal rechteckige Ausschnitte) würde die Tauchsäge wesentlich mehr Sinn machen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hanno,

      meine Empfehlung het ganz klar in Richtung Tauchsäge. Eine Stichsäge ist für das was du vorhast ungeeignet. Ganz ohne Staub und Späne geht es aber auch bei einer gut abgesaugten Tauchsäge nicht. Meiner Erfahrung nach hat die Mafell MT55 eine sehr gute Absaugung. Zumindest ist sie besser als an allen anderen Maschinen, die ich bisher testen konnte.

  2. SELLI sagt:

    Hallo Heiko,

    bin schon seit längerem ein großer Fan von dir und sehe deine Videos mit Genuss an.

    Ich hätte da eine Frage. Ich will mir gerne einen Band – und Tellerschleifer Kombi zulegen, allerdings kein überteuertes Produkt, da ich diese nicht so oft brauche. Allerdings will ich auch keines, das nach dem dritten Gebrauch kaputt geht. Leider gibt es entweder nur zu teuere oder zu günstige, wie von Einhell, Holzmann usw. ( günstig ), Scheppach, Holzstar ( teuer ) Hast du evtl. Erfahrungen mit diesen Maschinen gemacht?

    Würde mich über eine kurze Antwort sehr freuen.

    Vielen Dank

  3. Lucas sagt:

    Hallo Heiko,

    Was für eine Tauchsäge empfiehlst du?

    Festool ts 55 redq
    Bosch gkt 55 gce
    Mafell ts55

    Danke

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Lukas,

      das kommt ganz auf deine Ansprüche an. Alle drei Sägen sind sehr gut. Aber jede hat auch Vor- und Nachteile. Es kommt immer auf die eigenen Anwendungen, Ansprüche und den Geldbeutel an. Ich habe für die Zeitschrift HolzWerken sechs Tauchsägen getestet. Der Testbericht ist in der kommenden Ausgabe zu finden. Vielleicht wartest du ja noch bis dahin.

      Gruß

      Heiko

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