Tipps und Tricks zum Sägen

Ein Rückschlagstopp für die Handkreissäge selbst hergestellt

Rückschlagstopp für die Handkreissäge - Rückschlagstopp montiert

Der montierte Rückschlagstopp

Tauchsägen sind eine praktische Sache. Jedoch ist das Eintauchen mit dem laufenden Sägeblatt auch nicht ganz ungefährlich. Beim Eintauchen besteht die Gefahr, dass die Säge sich nach hinten versetzt. Das führt dann im günstigsten Fall zu einem Schnitt an der falschen Stelle. Im ungünstigsten Fall geschieht dieses Versetzen nach hinten mit einem heftigen Ruck, die Säge springt, in dem Moment, in dem das Sägeblatt in Kontakt mit dem Werkstück kommt, regelrecht aus dem Schnitt heraus. Das ist alles andere als ungefährlich. Abhilfe kann ein Rückschlagstopp für die Führungsschiene schaffen.

Von einigen Herstellern gibt es dies als Zubehör für die Führungsschienen fertig zu kaufen. Man kann sich so einen Rükschlagstopp aber auch leicht selbst herstellen. Die hier vorgestellte Variante funktioniert bei allen Führungsschienen, die eine entsprechende Zubehörnut haben.

Rückschlagstopp für die Handkreissäge - Detailansicht

Der Rückschlagstopp im Detail

Der Rückschlagstopp ist nichts weiter, als ein Holzbrettchen mit Nuten, passend zur Führungsschiene. Dieses Brettchen wird mit einer passenden Schraubzwinge auf der Führungsschiene befestigt. Vor dem  Eintauchen wird die Tauchsäge an dieses Brettchen geschoben. Das fest montierte Holzbrettchen verhindert wirkungsvoll, das die Säge beim Eintauchen nach hinten geschoben wird. Das Sägen wird sicherer und genauer.

Dieses kleine Hilfsmittel kann ebenso als Führungsbegrenzung beim Sägen von Ausschnitten, oder bei der Arbeit mit der Oberfräse genutzt werden.  Fertigen Sie sich einfach zwei dieser Brettchen an und montieren eines am Anfang und eines am Ende ihres Schnittes, oder Ihrer Fräsung.

Nächter Tipp: Lange Bretter mit der Mafell Erika schneiden.

21 Kommentare zu Tipps und Tricks zum Sägen

  1. Ralph Berger sagt:

    Hallo Heiko,

    erstmal vielen Dank für die ganzen nützlichen Tipps und Informationen die du hier auf deiner Seite zur Verfügung stellst.

    Mir sind beim Planen eines neuen Bettgestells zwei Fragen aufgekommen die ich trotz intensiver Recherche bisher nicht beantworten konnte, vielleicht hast du ja einen Tipp für mich 🙂

    Ich habe noch einige Kanthölzer die ich gern verwenden würde (58 x 58 und 44 x 72 x 2000). Das 72 x 44er würde ich gerne längs auftrennen (in zwei ~35 x 44), dazu habe ich allerdings nur eine Handkreissäge. Ich habe solch einen Schnitt noch nicht gemacht und bisher auch keine Informationen dazu gefunden. Gibt es etwas zu beachten/steht dem etwas entgegen? (Schnitttiefe der HKS ist ausreichend. Parallelanschlag als Führung? Wie am besten Einspannen?)

    Die zweite Frage betrifft die Montage des Bettgestells. Das derzeitige Gestell (1,40m x 2m) habe ich auch selbst gebaut und gedenke daraus zwei 2m x 1m Betten zu bauen die dann an Beinen (58 x 58 x 300) und der „Mittelstrebe“ mit Sechskantschrauben aneinander befestigt werden sollen. Wie du vielleicht erkennst bin ich kein Fachmann und mir nicht ganz sicher ob diese Verbindung ausreichend ist. Ich möchte halt keine dauerhafte Verbindung da man ein 2m x 2m Gestell nicht mehr durch die Tür kriegt aber auch kein Wackelgestell 😉

    Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und freue mich schon auf eine Antwort 😀

    Beste Grüße,
    Ralph

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralph,

      das Auftrennen mit der Handkreissäge wird nicht gut gehen. Dafür ist die Handkreissäge einfach nicht gemacht. Ich würde damit zu einem Schreiner gehen und mir das holz dort auftrennen lassen.

      Was die Verbindung angeht, geht auch heute noch nichts über die altbewährten Berliner Betthaken. Stabil, zerlegbar, unsichtbar und spottbillig.

      Gruß

      Heiko

      • Ralph Berger sagt:

        Danke für die rasche Antwort.

        Das mit dem Auftrennen hatte ich befürchtet, gut das ich jetzt Gewissheit habe und nicht ein schönes Holz kaputtmachen muss.

        Die Betthaken sehen auf den ersten Blick auch sehr vielversprechend aus. Mal gucken ob mir die Stabilität dadurch alleine ausreichen wird, auf jeden Fall ein guter Tipp.

        Bin momentan sehr begeistert vom Heimwerken und freue mich riesig über die Fülle an wertvollen Infos im Netz. Vielen herzlichen Dank für die ganze Arbeit !

  2. Michael Büll sagt:

    manch einer sollte auch mal auf die Rechtschreibung achten.
    Aber es gilt auch, ein guter Handwerker muss kein guter Schüler sein.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      hätest Du auf die richtige Rechtschreibung geachtet, hättest Du das erste Wort im ersten Satz großgeschrieben. Eine Anrede und eine Grußformel hätten deinem Kommentar auch gut gestanden. In Onlineforen ist es inzwischen leider üblich, auf den Rechtschreibfehlern und Tippfehlern der Schreiber herumzureiten. Oft sind das dann Kommentare, die zur Sache nichts beitragen. Ich hoffe, dass diese Unsitte hier nicht Einzug hält. Die deutsche Rechtschreibung gehört meines Wissens nach zu den komplexesten überhaupt und die letzte Reform hat daran nicht viel geändert. Ich mache auch Fehler, meist dumme Tippfehler. Das passiert jedem einmal.

      Und dass ein guter Handwerker kein guter Schüler sein muss, zeigt mir, dass du ein absolut falsches Bild des Handwerks hast. Die meisten Handwerksberufe sind inzwischen so anspruchsvoll, dass ein Schulabgänger mit einem guten Hauptschulabschluss Probleme hat, eine Lehrstelle zu finden. Mittlere Reife ist meist besser. Man denke nur an die Anforderungen, die heute an einen Elektriker gestellt werden, oder den Heizungsbauer, der sich mit sehr komplexen Steuerungen für Heizungsanlagen zu plagen hat. Der Beruf des Autoschlossers ist nahezu verschwunden, weil auch dort die Technik immer mehr Einzug hält. Beim Schreiner sind es computergesteuerte Maschinen, komplizierte Beschläge, neue Materialienund ein komplexes Normenwerk für die Bautischler. Einfach mal ein Fenster festschrauben und Schaum drum ist Vergangenheit.

      Vielleicht solltest du dir einfach mal einen modernen Handwerksbetrieb genauer ansehen.

      Gruß

      Heiko

      Anmerkung: Dieser Text wurde mit Softmaker Office 2016 und Duden Korrektor auf Rechtschreibfehler geprüft.

    • Axel sagt:

      Mein lieber Hr. Büll,
      mangels geeigneter Informationen Ihrerseits entzieht es sich der Kenntnis der aufrichtigen Fans dieses Blogs, was Sie beruflich so verantworten. Aufrichtigen Herzens darf ich Ihnen jedoch sagen: Arbeiten Sie mit vergleichbarem Sachverstand und ebensolcher Leidenschaft in Ihrem Metier wie Heiko Rech in seinem, braucht uns sicherlich nicht bange sein. Dann allerdings wäre Ihr Verlangen, an anderen Personen zu einer für diese anderen Personen randständigen Thematik herum zu kritteln eher untypisch. Ich denke, den Umkehrschluss können Sie ziehen…
      An Heiko:
      Mach bitte weiter so, für mich ist Dein Blog ein steter Quell an Erkenntnis und täglich verschlungene Lektüre!

      Axel, mit Grüßen aus Mittelfranken.

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo Axel,

        Danke für deinene Kommentar. Aber ich denke die Diskussion zum Thema Rechtschreibung und Bildung von Handwerkern sollte nun an diesem Punkt auch enden.

        Gruß

        Heiko

  3. Wolfgang Schnitzler sagt:

    Hallo Herr Rech

    Ich beschäftige mich Hobbymäßig mit der Restauration von antiken Möbeln baue aber auch selber welche aus Massivholz.

    Nun meine Frage

    Ich bräuchte eine neue Säge nun weiß ich nicht ob normale Kreissäge oder eine Tauchsäge anschaffen soll.
    An Marken käme nur Bosch (blau) oder Makita in Betracht, die Maschine sollte 1.400 Watt oder mehr Leistung haben und sehr sauber arbeiten.
    Bei eigener Recherche bin ich bei den Tauchsägen GKS 55 und SP 6000 hängen geblieben.
    Welche würden sie empfehlen und wo liegen die Stärken und Schwächen?

    MfG
    Schnitzler

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Wolfgang,

      ich kenne von Bosch nur die GKT55 und die ist sehr gut. Ich würde sie der Makita vorzeihen. Ich habe für die Zeitschrift „HolzWerken“ einige Tauchsägen getestet. Wenn es also nicht zu sehr eilt, warten Sie doch den Artikel in der Dezember Ausgabe ab.

      Gruß

      Heiko Rech

  4. Christoph sagt:

    Hallo Heiko,

    Danke für die hilfreichen Beschreibungen. Meine Frage kommt mir zwar blöd vor, aber ich stelle sie trotzdem. Du schreibst, dass man das vorritzen mit 2mm Schnitttiefe rückwärts machen soll. Meinst Du damit, dass man rückwärts sägen soll (d.h. die Säge ist in Betrieb)? Oder nur, dass man einmal rückwärts mit dem Sägezahnblatt entlang rutscht, ohne die Säge einzuschalten?

    Besten Dank und viele Grüße,
    Christoph

  5. Uwe Willems sagt:

    Hallo Heiko;

    ich verfolge jetzt schon eine geraume Zeit deinen Block und konnte schon sehr viele Tipps von dir anwenden. Mein letzten Projekt waren zwei Vorratsschränke aus Kunststoff beschichteter Spanplatte. Sollte halt möglichst günstig sein. Ich habe alles mit meiner TS 55 REBQ auf dem MFT3 und einer Führungsschiene zugeschnitten. Alle Führungsschienen und das Sägeblatt (W48Zähne) waren absolut neu. Auch wurde ein neuer Splitterschutz an der Säge montiert
    Zu Beginn waren die Schnitte auch fast ohne Ausrisse sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite der Bretter. Für mein Gefühl sehr schnell wurden die Ausrisse, vor allem an der Unterseite größer, waren aber auch nach dem Zuschnitt der beiden Schränke an der Oberseite sehr merklich.
    Kann es sein, dass bereits nach ein paar Schnitten das Sägeblatt so viel stumpfer wird? Oder gibt es vielleicht eine andere Ursache (schlechte Qualität der Spanplatte)?
    Gibt es außer einem möglichst scharfen Sägeblatt und den Dingen die ich ja bereits angewendet habe noch weitere Möglichkeiten die Ausrisse zu verringern? evtl. das Sägeblatt TF48 oder eines von einem anderen Hersteller?
    Wo lässt du deine Sägeblätter schärfen?
    Ich weiß viele Fragen auf einmal 🙂 Ich werde wohl erst einmal auf beschichtete Spanplatten möglichst verzichten und mit Leimholz oder Multiplex die nächsten Bauvorhaben realisieren.

    mit den Besten Grüßen aus der Eifel

    Uwe

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Uwe,

      Spanplatte stumpft die Sägeblätter sehr schnell ab. Du kannst das Schnittergebnis durch den Einsatz eines Dach-Hohlzahn- Blattes verbessern.

      Meine Sägeblätter lasse ich bei Leitz schärfen.

      Gruß

      Heiko

      • Uwe Willems sagt:

        Danke für die schnelle Antwort. Gibt es Dach-Hohlzahn Blätter denn auch für die Tauchsäge ???
        Konnte bisher nur welche für die Tischkreissäge finden.
        Gruß Uwe

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Uwe,

          die Blätter gibt es auch für die Tauchsäge. Zumindest hatte ich mal eines für eine Mafell KSP55.

          Gruß

          Heiko

      • Andreas sagt:

        Hallo Heiko,

        gibt es da eine Niederlassung bei uns im Saarland oder schickst Du die Sägeblätter ein zum Schärfen?

        Danke
        Andreas

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Andreas,

          Leitz kommt in die Firmen, holt die stumpfen Blätter ab und bringt die Scharfen wieder. Aber leider nur für Gewerbetreibende.

          Gruß

          Heiko

    • Tom Gansor sagt:

      Hallo Zusammen,
      ich hatte das gleiche Probleme, beim Tiefenkürzen von IKEA Küchenmöbeln, also auch rel. preisewerte Spanplatte.
      Meine „Heimwerker“-Lösung sah dann so aus, dass ich die Spannplatten jeweils zwischen zwei „Opfer“-OSB Platen gespannt habe, so wurde das Schnittergebnis nahezu einwandfrei,
      nach einigem Experimentieren hab ich dann bei passender Schnitttiefe und Geschwindigkeit auf die obere OSB-Platte verzichtet, die (nicht sichtbare) Innenseite der Spanplatten ist dann immer noch ok, wenn man die Schnittkante leicht bricht, die sichtbare Außenseite ist einwandfrei, Schnitttiefe bei mir Plattenstärke +3mm.
      VG Tom

      • A.R. sagt:

        toller Tip, jetzt wo ich es lese, ist mir wieder eingefallen, dass ich das früher selbst schon so mit Erfolg gemacht hatte, war mir aber über die Jahre wieder weggerutscht.
        Vielen Dank.

  6. M.Parchettka sagt:

    Hallo,
    ich habe 2 Fragen:
    a) Ich möchte aus Eschebohlen einen massiven Wohnwimmertzisch herstellen. diese Eschebohlen sind 3,20m lang 5,5cm dich und 8 cm breit. Es sind also wahre Goldstücke. Mit dem Restarieren von Möblen beschäftige ich mich schon seit 30 Jahren, jeoch mehr mit furnierten Biermeiermöbeln. Bei den Bohlen gibt es noch einbe Besonderheit. Es sind immer drei Bohlen miteinander verbunden, dazwischen ist eine Nut von ca. 2 cm.
    Ich möchte jetzt die Bohlen so schneiden, dfass der Haupttisch eine Länge von 2m erhält und rechts und links jeweils 60cm „angebaut“ werden sollen. Da die Bohlen aus einem Stamm sind, muss ich also rechts und links die 60 cm abschneiden, und das ohne Ausriss. Die einzige Holzbearbeitungsmaschine, vor der ich einen Riesenrespekt habe, ist die Kreissäge. Ich wolle mir jetzt von Bosch die stärkste kaufen. Welches Sägeblatt verwende ich?
    b) Da ich von diesen Bohlen genügend habe, möchte ich auch die Beine daraus sägen. Dazu möchte ich 2 Bohlen zusammenschrauben/leimen, die jeweils die Beine hergeben sollen. Dabei soll eine der beiden Boden um die Stärke einer Bohle verkürzt werden. Auf dieser kürzeren Bohle soll die Tischplatte liegen. Die andere soll plan mit der Tischkante sein. Dazu muss ich aber eine „Tischplattenbohle“ aussägen. wie schaffe ich es, eine gerade Vorderkante zu sägen, wenn ich keine Stichsäge habe?
    Für Tipps wäre ich sehr dankbar
    M.Parchettka

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich kann deinen Ausführungen bezüglich der Konstruktion leider nicht ganz folgen, aber ich denke mit einer Handkreissäge mit Führungsschiene solltest du die Schnitte machen können. Als Blatt würde ich dir zu einem Zuschnittblatt, also wenige Zähne, Flachzahn- Geometrie raten.

      Gruß

      Heiko

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