Festool Rotex RO 150 FEQ

Festool Logo kleinDie Vorgestellte Maschine wurde mir zum Test von Festool bereitgestellt. Details zu diesem Thema finden sie hier: Testgeräte von Festool

Ein Gerät mit drei Funktionen

Festool Rotex RO 150 FEQ - Lieferumfang

Festool RO 150 FEQ

Der Festool Rotex ist ein Getriebe- Exzenterschleifer für Grob- und Feinschliff. Über einen Schalter kann zwische diesen beiden Betriebsmodi gewechselt werden. Im Feinschliff- Modus entspricht die Abtragsleistung einem „normalen“ Exzenterschlieifer. Schaltet man den Rotex in den Grobschliff- Modus, erhöht sich die Abtragsleistung um ein vielfaches.

Im Rotationsmodus kann der Rotex nicht nur für den Grobschliff eingesetzt werden, sondern auch zum polieren.

Es gibt mehrere Rotex Modelle, von denen der RO 150 FEQ der mit dem größten Schleifteller ist (150mm Durchmesser).

Für kaum ein anderes Schleifgerät gibt es ein so großes Zubehörprogramm. Für jeden Anwendungsfall gibt es das passende Schleifpapier und den passenden Schleifteller. Auch für die verschiedensten Polierarbeiten gibt es das passende Zubehör. Mit dem Rotex in der Grundausstattung kann man jedoch bereits sehr vielseitig arbeiten.

Lieferumfang

Im Set enthalten ist die Maschine selbst, der seitliche Zusatzhandgriff, der Protector, sowie ein Starterpack Schleifpapier bestehend aus je 5 Scheiben Korn 80, 120, 180, 220 und 320. Das Plugit Kabel ist natürlich auch dabei. Alles ist in einem T-Loc Systainer größe 3 verstaut.

Der Systainer ist groß genug für die Maschine und das mitgelieferte Zubehör. Es bleibt auch noch Platz für weiteres Zubehör und Schleifmittel.

Die Bedienungsanleitung ist ausreichend bebildert und erklärt die Funktion der Maschine gründlich. Wie bei Festool üblich ist am Ende der Bedienungsanleitung eine Explosionszeichnung der Maschine mit allen Ersatzteilnummern enthalten.

Lediglich der Wechsel des Schleiftellers sollte besser beschrieben werden. Versucht man nämlich wie in der Anleitung erklärt, den Knopf zur Arrettierung einfach hinein zu drücken, so gelingt dies nicht. Der Knopf muss zunächst ein wenig nach oben gedrückt werden und kann dann erst eingedrückt werden. Das macht auch Sinn und verhindert, dass man ihn bei laufender Maschine versehntlich betätigt.

Der erste Eindruck

Festool Rotex RO 150 FEQ - Der Rotex

Rotex RO 150 FEQ

Der Rotex ist sehr gut verarbeitet und macht einen extrem robusten Eindruck. Beim ersten Entnehmen fällt aber das relativ dicke Motorgehäuse auf. Der 720 Watt starke Motor muss aber irgendwo untergebracht werden. Menschen mit sehr kleinen Händen könnten hier Schwierigkeiten bekommen, da das Motorgehäuse bei vielen Arbeiten auch als Griff dient.

Beim ersten Einschalten fällt das sehr laute Motorgeräsuch erst einmal negativ auf. Der Motor ist nicht nur ungewohnt laut für eine Schleifmaschine, sondern er hört sich auch sehr rau an. An der Lautstärke, die systembedingt ist und im Vergleich zu anderen Schleifern dieser Bauart durchaus im üblichen Bereich liegt ändert sich nichts. Der raue Lauf verschwindet jedoch nach einigen Betriebsstunden, wenn sich das Getriebe eingelaufen hat. Da man bei Schleifmaschinen möglichst immer mit einer Staubabsaugung arbeiten sollte, die ebenfalls laut ist, trägt man bei der Arbeit einen geeigneten Gehörschutz und die Lautstärke spielt nur noch eine untergeordnete Rolle.

Temperatur am Getriebegehäuse

Festool Rotex RO 150 FEQ - Handhaltung

Ungünstige Position der Lüftungsschlitze

Man liest oft, dass der Rotex am Getriebegehäuse sehr warm wird. Eine gewisse Temperaturentwicklung ist durch das Getriebe nicht zu vermeiden. Zwei Faktoren führen jedoch dazu, dass die Maschine fast schon unangenehm warm wird. Der erste Faktor ist eine niedrige Drehzahl. Bei niedriger Drehzahl dreht auch die Lüftung des Motors langsamer, welches den Motor und das Getriebe mit Luft kühlt. Es wird demnach weniger Kühlluft zugeführt. Ein zweiter Faktor ist die Anordnung der Abluftschlitze im Gehäuse. Die Form des Gehäuses verleitet dazu genau so zu greifen, dass man mit den Fingern die oberen Luftschlitze verdeckt. Auch dies verschlechtert die Kühlung des Getriebes.

Um ein zu starkes Erwärmen zu vermeiden sollte man daher besonders bei niedrigen Drehzahlen die Luftschlitze nicht noch zusätzlich verdecken.

Handhabung

Besonders beim Grobschliff ist die Handhabung des Rotex am Anfang sehr schwierig. Man neigt dazu, den Schleifer auf das Werkstück zu drücken, in der Annahme dass man die Maschine dann besser im Griff hat. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Der Rotex braucht keinen Druck. Er muss lediglich geführt werden, was mitunter schon anstrengend genug ist. Denn im Grobschliff mit grober Körnung und hoher Drehzahl verlangt er nach einer starken Hand. Daher kann es sinnvoll sein, die Drehzahl beim Grobschliff zu reduzieren um die Maschine leichter führen zu können. Im Feinschliff- Modus lässt sich der Rotex hingegen mühelos führen. Lediglich die flache Bauform ist am Anfang ungewohnt. Nach ein paar Stunden hat man sich aber so daran gewöhnt, dass man die Maschine sogar mit einer Hand führen kann.

Beim Grobschliff ist es wichtig, dass man das Werkstück sicher befestigt. Mit einer Hand ist der Rotex in diesem Modus kaum zu führen. Eine Hand am Schleifer und eine am Werkstück funktioniert daher nicht. Eine Rutschhemmende Unterlage oder sogar Schraub- oder Klemmzwingen zur Sicherung des Werkstückes sind daher notwendig.

Zusatzgriffe

Festool Rotex RO 150 FEQ - Zusatzgriff

Zusatzgriff (Poliergriff)

Im Lieferumfang des Rotex ist ein Zusatzgriff, der an beiden Seiten, wie bei einem Winkelschleifer angebracht werden kann. Zum Schleifen ist dieser Griff eher ungeeignet, da man dazu neigt zuviel Druck an diesem Griff auszuüben, was dazu führt, dass sich der Schleifer verkantet. Dieser Griff ist sinnvoll, wenn der Rotex an der Wand oder gar über Kopf benutzt werden soll.

Wesentlich nützlicher ist der vordere Zusatzgriff, der als Zubehör angeboten wird. Dieser Griff wird anstelle des Protectors vorne aufgesteckt. Er sitzt ohne Schrauben und Klemmen sehr fest und erleichtert die Handhabung des Rotex enorm. Eine Nutzung des Protectors zusammen mit diesem Handgriff ist allerdings nicht möglich. Der Griff hat zwei kleine Laschen, die das Abnehmen des Griffes erleichtern.

Der Protector

Festool Rotex RO 150 FEQ - Protector

Der aufgesteckte Protector

Der Protector wird vorne auf die Maschine aufgesteckt. Er verhindert, dass der Schleifteller anstößt. Dies kann passieren, wenn man beispielsweise Treppen oder Fußböden schleift. Der Protector verhindert dann Beschädigungen an angrenzenden Bauteilen (wie z.B. den Fußleisten). Gleichzeitig schützt der Protector auch den Schleifteller vor Beschädigungen. Daher ist es empfehlenswert den Protector möglichst immer zu benutzen, da er den Teller auch bei unvorsichtiger Handhabung beim normalen Flächenschliff schützt.

Voraussetzung dafür, dass der Protector seine Aufgabe erfüllt, ist aber, dass das Schleifpapier passgenau auf dem Schleifteller befestigt ist und nicht zu viel übersteht,

Absaugung

Festool Rotex Ro 150 FEQ - Effektive Absaugung

Effektive Absaugung

Festool Maschinen werden auf möglichst staubarmes Arbeiten optimiert. Natürlich hat auch der Rotex einen Anschluss für einen Absaugschlauch. Das Jetstream Prinzip mit der speziellen Luftführung im Schleifteller sorgt dafür, dass der Rotex sehr effektiv abgesaugt wird. Ein weiterer Vorteil dieses Prinzips gegenüber herkömmlichen Absaugungen ist, dass der angeschlossene Sauger nicht in seiner Saugleistung reduziert werden muss. Bei den meisten Schleifmaschinen muss dies geschehen, damit sich die Schleifmaschine nicht am Werkstück festsaugt. Durch das Jetstream Prinzip saugt sich der Rotex nicht fest.

Betreibt man den Rotex im Grobschliff- Modus auf Werkstücken, die schmaler sind, als der Schleifteller, so tut sich die Absaugung schwer. Ein geringer Teil des Schleifstaubes wird dann nicht mehr von der Absaugung erfasst.

Der Absaugkanal kann werkzeuglos abgenommen werden. Dies ist beim Polieren sehr sinnvoll, da hier keine Absaugung benötigt wird und die Maschine mit abgenommenem Absaugkanal handlicher ist.

Erstes Fazit

Der Rotex ist eine Maschine mit der man sich erst einmal beschäftigen muss. Die Handhabung ist, wenn man „normale“ Exzenterschleifer gewohnt ist erst einmal sehr anders. Vor allem der Grobschliff verlangt nach ein wenig Übung. Es ist daher zu empfehlen sich erst einmal an ein paar Abfallstücken zu versuchen.

Hierbei kann man dann auch ein wenig mit Grob- und Feinschliff, Drehzahl und Körnung experimentieren. Denn durch Kombinationen aus Grob- und Feinschliff kann man auch auf sehr kleine Schritte zwischen den Körnungen verzichten und dennoch ein sehr gutes Schleifbild erhalten.

Ich habe auch einige Musterstücke mit Oberflächenbehandlung erstellt. Ich habe von Korn 80 bis Korn 220 geschliffen, Hartwachsöl aufgetragen, dieses mit einem Vlies eingeschliffen und den zweiten Auftrag dann poliert. Alles mit dem Rotex. Das Ergebnis war sehr gut. Man kann wirklich mit nur einer Maschine vom Grobschliff über den Fein- und Zwischenschliff, bis hin zur abschließenden Politur alle Arbeiten durchführen.

Beim Schleifen der Bretter für den Gartenzaun hat mir der Rotex gegenüber einem Exzenterschleifer ohne Grobschliff Funktion viel Zeit und mit Sicherheit auch viel Schleifpapier gespart.

Dennoch ist der Rotex als einzige Schleifmaschine in der Werkstatt nicht ausreichend, da man mit ihm nur schwer Kanten und Kleinteile bearbeiten kann. Ein kleiner Schwingschleifer ist meiner Meinung nach immer noch als Ergänzung notwendig.

Große Unterschiede bei Schleifpapieren

Festool Rotex Ro 150 FEQ - Verschiedene Schleifpapiere

Verschiedene Schleifpapiere

Der erste richtige Einsatz des Rotex war das Schleifen von Douglasienbrettern und Pfosten. Douglasie ist aufgrund seines hohen Harzgehaltes sehr dauerhaft im Freien. Dieser hohe Harzgehalt macht das Schleifen dieses Holzes jedoch sehr problematisch. Normales Schleifpapier, in diesem Falle „Rubin“ von Festool setzte sich sehr schnell zu. Abhilfe schaffte ein offen gestreutes Schleifpapier, das für den Lackschliff konzipiert ist. Es handelt sich um „Cristal“ von Festool.

Das nebenstehende Bild verdeutlicht sehr schön, den Unterschied der beiden Schleifpapiere. Das „Rubin“ (rechts) ist komplett zugesetzt. Es wurden mit dieser Scheibe 8 Meter Douglasie Bretter mit einer Breite von 140mm geschliffen. Daneben sieht man das „Cristal“ Schleifpapier. Die Abgebildete Scheibe hat 40 Meter geschafft und ist noch immer nicht ganz zugesetzt.

Ein weiterer Versuch mit Festool „Granat“ brachte ca. 56 Meter Bretter, bevor das Papier stumpf war. Das „Granat“ hatte sich noch weniger mit Harz zugesetzt, als das „Cristal“.

Es lohnt sich also verschiedene Schleifpapiere für verschiedene Arbeiten und Holzarten einzusetzen. Auch wenn die speziellen Schleifpapiere ein wenig teurer sind, sparen sie am Ende doch sehr viel Geld und auch Zeit.

Videos

Funktionen und Zubehör

In diesem Video werden die Grundfunktionen des Rotex, wie Beispielsweise der werkeuglose Tellerwechsel gezeigt. Auch die Befestigung des Zubehörs, sowie die Umschaltung von Grob- auf Feinschliff wird gezeigt.

Festool Rotex RO 150 FEQ bei den ersten Einsätzen

Der Rotex kam beim Bau des Gartenzaunes zum ersten Mal richtig in den Einsatz. Geschliffen wurden die grob gehobelten Pfosten (Querschnitt 80x80mm) und die Zaunbretter, sowie die Querlatten. Der erste Schliff erfolgte jeweils im Grobschliff- Modus mit Schleifpapier Korn 80. In einem zweiten Arbeitsgang wurde im Feinschliff- Modus und Korn 120 geschliffen.

 

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26 Kommentare zu Festool Rotex RO 150 FEQ

  1. Tobias Ernst sagt:

    Hallo Heiko ,

    Ich habe dein Video mit der Festool Rotex 150 bei YouTube gesehen kannst du mir sagen wo ich die Grünen Klettverschluss streifen her bekomme die du um das Kabel und den Schlauch hattest ?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tobias,

      die Bänder sind aus dem Baumarkt. Die habe ich dort bei den Elektromaterialien (Steckdosen, Verlängerungskabel etc.) gefunden. Die grüne Farbe ist eher ein Zufall.

      Gruß

      Heiko

      • Tobias Ernst sagt:

        Ok danke , wie heißt der Baumarkt vielleicht gibt es den bei mir in der Gegend auch.

        Gruß

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Tobias,

          das war glaube ich „Hela Baumarkt“

          Gruß

          Heiko

        • Tommy1961 sagt:

          Hallo Tobias,

          kleiner Zusatz Tipp:

          Hela Baumärkte sind räumlich begrenzt in ihrer Verbreitung, aber sie gehören zur Globus Gruppe.

          Die sind weiter verbreitet, in der BRD und das Sortiment ist deckungsgleich mit Hela.

          Vielleicht hilft das ja etwas weiter.

          Gruß Tommy

  2. Jenny sagt:

    Hallo Heiko,

    der Polierteller lässt sich bei mir nicht auf die Maschine Ro-150 montieren. Die „Schienen“ am Polierteller scheinen zu dick zu sein. Bei dem Schleifteller funktioniert es einwandfrei.

    Grüße
    Jenny

  3. Detleff sagt:

    Hallo Heiko,
    im HolzWerken – Werkzeug-Kompass 2014 wurde der Deros-Schleifer vorgestellt.
    Kann dieser Schleifer mit dem Rotex hinsichtlich der Abtragsleistung und der Oberflächenqualität verglichen werden? Durch das geringere Gewicht ergibt sich doch sicherlich eine gute Hanhabung im Einhandbetrieb.

    viel Grüße
    Detleff

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Detlef,

      der Deros ist ein guter Schleifer, aber was den Abtrag angeht kann er es nicht mit einem Rotationsschleifer wie dem Rotex aufnehmen. Was das Schleifbild angeht liegen beide gleich auf.

      Gruß

      Heiko

  4. Marcel sagt:

    Hallo Heiko,

    ich will demnächst ein paar Eichendielen verarbeiten, welche aktuell noch Sägerau sind. Kann man den Rotex auch nutzen um die Sägerauen Dielen so glatt zu schleifen, dass man diese Dielen als Fußboden nutzen kann?

    Beste Grüße von Marcel

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Marcel,

      die Dielen kannst du problemlog glatt schleifen, aber du sie werden danach uneben sein. Für einen Fußboden also eher ungeeignet. Du solltest die Dielen in einer Schreinerei erst einmal auf gleiche Dicke hobeln lassen und dann den verlegten Boden schleifen. Das geht theoretisch mit dem Rotex, ist aber je nach Fläche sehr viel Arbeit. Normalerweise nimmt man dazu spezielle Maschinen.

      Gruß

      Heiko

  5. Sascha Peter sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
    Warum kann ich nur vermuten, Ich habe eine Fläche abgeschliffen, welche ich 2 Wochen zuvor geölt hatte, nun ist der Rotex oberhalb der Absaugung leicht zugesetzt.
    Den Polierteller von Festo nutze ich schon, der Dreck fällt oberhalb des Tellers raus.
    Na wahrscheinlich muss ich wohl doch nach so kurzer Zeit zum Service um in Reinigen zu lassen.

    Viele Grüße
    Sascha

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sascha,

      es sollte ausreichen vor dem Polieren das Gerät unter dem Teller abzusaugen und auch durch die Lüftungsschlitze eventuellen Staub abzusaugen. Aber auch das mache ich in der Regel bei meinem Rotex nicht, da er, wenn er abgesaugt wird wirklich sehr sauber arbeitet und auch im Inneren der Maschine kaum Staub zu finden ist.

      Gruß

      Heiko

  6. Sascha Peter sagt:

    Hallo Heiko,
    zunächst einmal vielen Dank für die zahlreichen Anregungen, deine Tipps haben mir an vielen Stellen weitergeholfen und zum Leid meiner Frau den Kaufrausch angeregt ;-).
    Ich habe nun auch seit 2 Wochen den RO 150 FEQ, und habe damit jedoch ein Problem, dass er immer wieder Schleifstaub oder ‚Klumpen‘ beim Polieren oder Öl einschleifen auswirft. Unterm Teller habe ich alles ausgepinselt soweit ich rankomme. Ich könnte nun natürlich den Staubsauger dran lassen, damit laufe ich aber Gefahr, dass er innen (weiter?)verkleben könnte.
    Kennst du das Phänomen? Kann man den Kopf/Exzenter, problemlos entfernen? Man sieht ja gleich unter dem Teller eine Inbusschraube, bin mir aber nicht sicher ob diese vielleicht mit einem Schraubenfix/kleber fixiert wurde.
    Ich weiß du bist nicht die Festool Helpline, aber vielleicht kannst du ja auch hier helfen.

    Viele Grüße
    Sascha

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sascha,

      mir erschließt sich nicht, warum da Krümel herausfallen. Wenn beim Schleifen abgesaugt wir, sollte das Innere des Schleifers sauber sein. Beim Polieren kannst du einen geschlossenen Teller verwenden. Entweder den von Polirteller von Festool, oder aber ein Zwischenklett und die Vliese von Naturalfarben.de.
      Siehe hier:
      http://holzwerkerblog.de/werkstatt-2/oberflachenbehandlung-mit-ol/

      Gruß

      Heiko

  7. Ralf Ademes sagt:

    Hallo Heiko,

    wo wir schon beim Thema Abtrag sind und ich nicht weiß ob ich mit dem Ro 150 klar komme. Du hattest doch mal einen Bericht zum Mafell 115 geschrieben. Du hast ihn ja nun schon etwas länger im Gebrauch. Ist das eine Alternative für eine Rotex? Oder ist der eher fürs Feine? Da hätte ich nun nicht die Verwendung, weil ich kann mir schwer vorstellen ein besseres Ergebnis im Feinschliff als mit dem ETS 150/3 zu bekommen.
    Wie ist der Mafell von den Virbrationen her? „Praktisch keine“ habe ich mal gelesen, aber das ist ja ein dehnbarer Begriff. Kann man die Virbrationen mit denen eines ETS vergleichen (die sind ja auch gering)?

    Gruß Ralf.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      der Mafell Schleifer ist mit Abranet schon richtig gut. Mit dem Rotex im Grobschliffmodus kann er es aber nicht aufnehmen. Wenn richtig viel runter soll, nehme ich den Rotex. Ansonsten sehr gerne den Mafell, weil er wenig vibriert und dennoch ausreichend Abtrag hat. Die wenigsten Vibrationen spürt man, wenn man ihn oben „am Kopf“ greift. Am Zusatzhandgriff vorne vibriert er schon, aber den benutze ich so gut wie nie. Taube Finger bekomme ich beim Rotex nach einer Stunde schleifen, nicht aber beim Mafell. Auch nicht nach sehr langen Einsätzen. Das Schlefbild des Mafell ist besser, als das des Rotex. Daher nehme ich den Mafell UVA auch für den sprichwörtlich letzten Schliff.

      Gruß

      Heiko

      Den Vergleich zum ETS kann ich nicht ziehen, da ich diese Maschine nicht habe.

  8. Fabian Glänzer sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich habe vor mir den Rotex 125 zu kaufen. Nun wollte ich nochmal deine Meinung dazu hören, ob du den 125er auch empfehlen kannst oder ob es einen Grund gibt wieso es ,wenn schon ein Rotex, der 150er seinen sollte.
    Des Weiteren wollte ich dich fragen welche Schleifmittel du für deinen verwendest und woher du diese beziehst.
    Vielen Dank und mach weiter so!

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Fabian,

      ich habe mich für den großen entschieden, weil ich oft Leimholz, teils gekauft, teils selbst gemacht damit schleife. Die Unebenheiten lassen sich mit einem großen Teller besser ausbügeln, als mit einem kleinen. Der Kleine Teller läuft den Unebenheiten nach, der große überbrückt sie. Ähnlcuh wie beim Hobeln. Die Rauhbank ebnet besser ein, als ein kleiner Putzhobel. Der direkte Vergleich zum 125er fehlt mir allerdings.

      Al Schleifmittel nehme ich in der Regel Granat, steige jetzt aber bei den feinen Körnungen auf Abranet um. Bei Abranet kommt eine Schutzauflage zwischen Schleifmittel und Teller, das macht den Teller weich. Für den Grobschliff mag ich das nicht. Daher bleibe ich dort bei Granat. Meine Schleifmittel beziehe ich in der Regel von einem lokalen Händler.

      Gruß

      Heiko

      • Ralf Ademes sagt:

        Hallo Fabian,

        ich holzwerkle erst seit 3 Jahren und das auch nur hobbymäßig. Habe also nicht so viel Ahnung, teile Dir aber trotzdem meine Erfahrung mit. Bitte nicht zerreissen wenn ich was Falsches von mir gebe, lieber berichtigen. Danke.

        Habe den ETS 150/3, tolles Teil, wenn was weg muss ist der abend gähnend langsam. Hatte mir den Ro 125 gekauft. Ich habe mich mit dem Gerät nicht anfreunden können. Verstanden habe ich nicht warum er auch im Feinschliff seinen „eigenen Kopf“ hat, der gleitet nicht wie der ETS, er will immer mal hierhin mal dahin. Zudem macht er natürlich im Grobschliff Schleifriefen die er selber im Feinschliff durch seine 3,6 mm Hub schlecht wegbekommt, ich habe dafür den ETS genommen. Und ich hatte alle Schleifmittel doppelt zu besorgen. Habe das Gerät wieder verkauft.

        Dachte ich wäre damit Rotex geheilt. Habe aber immer noch keine Lösung für schnelleren Abtrag. Habe noch den ETS 150/5 mit Abranet versucht, das geht deutlich schneller, aber auch nicht so wie ich mir das gewünscht hatte. Und ich mußte auch festellen dass das Zwischenpad für Abranet den Teller ganz schön weich macht. Also letzter Versuch: Bekomme bald den Ro 150 und versuche es damit nochmal. Ich hoffe mich an die Bockigkeit einer Rotex zu gewöhnen. Da ich überwiegend Platten horizontal bearbeite und das Gewicht somit keine Rolle spielt denke ich dass der Ro 150 für mich in jedem Falle besser geeignet ist als der Ro 125. Weil er eine grössere Fläche hat und auch im Feinschliff mit den 5mm Hub eine Bereicherung ist, die 3,6 mm des Ro 125 hat mein ETS 150/3 ja auch.

        Schau mal bei werkzeugstore24.de. Der hat in Sachen Festool Verbrauchsmaterial und Zubehör super Preise. Habe da schon einiges Material und auch einige Maschinen bestellt, alles top!

        Gruß Ralf.

        • Fabian Glänzer sagt:

          Hallo Ralf,

          Vielen Dank für deine Erfahrungen.
          Ich bin die letzten Tage auch noch einmal in mich gegangen und denke das ich mir ersteinmal den ETS 150/3 besorgen werde, da warscheinlich die meisten schleifarbeiten sich auf den Zwischen und Endschlief begrenzen.
          Sobald ich feststelle, das ich öfters viel abtragen muss, werde ich wohl um einen Rotex 150 nicht drumherum kommen. Aber das wird dieses Jahr nicht mehr passieren.

          Gruß Fabian

  9. Ulrich sagt:

    Hi zusammen,

    ich besitze einige „Festos“ und was speziell den Rotex angeht, habe ich mich an dieser Stelle schon über Festo geärgert: nämlich zum Thema Schleifpapier. Hier scheint Festo ausschließlich an die Profis zu denken und verkauft seine Papiere in Monsterpackungen, die für den Hobbywerker absurd groß sind.

    Anstatt auch „Mischungen“ mit allen möglichen Körnungen anzubieten, oder ma auch mal 5 oder 10 Blatt einer Sorte kaufen könnte, stehen die Megapackungen im Regal.

    Trotzdem hätte ich an dieser Stelle eine Frage: ich beabsichtige die Küchenfronten auf Hochglanz zubringen, wofür es ja 9000er, ja sogar 11.000 Flüssigschleifmittel gibt.
    In einem Festo-Video (HP) wird das auch schön gezeigt.
    Hat damit jemand Erfahrung hier? Herzlichen Dank für Info!

    PS: tolle HP!

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ulrich,

      es gibt bei Festool auch Packungen mit nur 10 Blättern. Wenn der Händler die nicht hat, liegt es am Händler, nicht aber am Hersteller.

      Das Hochglanz Polieren habe ich einmal bei einer Anwenderschulung ausprobiert, mehr aber noch nicht. Vielleicht kann ja jemand anderes mehr dazu sagen.

      Gruß

      Heiko

  10. Lukas sagt:

    Hallo Heiko,

    ich habe mir letzte Woche eine FESTOOL ROTEX RO 150 FEQ gekauft.
    Du schreibst im Lieferumfang wären 25 Schleifpapiere dabei, bist du dir da sicher, oder liegt das im Ermessen von FESTOOL, wieviel Schleifpapier sie dazu packen. Bei mir war lediglich ein Schleifpapier P80 dabei!

    Gruß

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      es kann natürlich sein, dass der Lieferumfang inzwischen geändert wurde. Aber als ich den Rotex bekommen habe, waren noch von mehreren Körnungen Schleifpapier je ein paar Scheiben mit im Lieferumfang.

      Gruß

      Heiko

  11. Lukas sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin mir unsicher, ob man die Schleifmaschine beim Schleifen mit Exzenterschleifer auf dem Werkstück absetzt und dann einschaltet, oder umgekehrt. D. h. zuerst die Maschine einschaltet und dann mit rotierendem Schleifteller auf das Werkstück fährt. Wie machst du das bzw. kannst du hier Tipps geben?

    Gruß

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Lukas,

      in der Regel schalte ich zuerst ein und setze die laufende Maschine auf. Dabei hilft es, die Maschine nur mit geringem Abstand über dem Brett zu halten und dann einzuschalten.

      Gruß

      Heiko

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