Couchtisch aus Meranti – Teil 2

Kleiner Couchtisch aus Meranti - Gehrunsschablone

Die Montierte Vorrichtung

Der Bau der Rahmenteile für den Couchtisch erfordert das Schneiden von Gehrungen über 45°.  Das funktioniert ohne Hilfsmittel nicht auf der Tischkreissäge. Jedoch bedarf es keiner sehr aufwendigen Hilfsmittel um solche Schnitte sicher und genau zu machen. Eine einfache, am Parallelanschlag befestigte Vorrichtung reicht hierzu aus.

Meine Tischkreissäge bietet für solche Schnitte ideale Voraussetzungen, Es handelt sich um eine Zugsäge und der Parallelanschlag kann auf beiden Seiten des Sägeblattes montiert werden. Ich benötige daher nur einen Anschlag, an dem ich die zu schneidenden Rahmenteile befestigen kann.

Kleiner Couchtisch aus Meranti - Funktion der Gehrungsschablone

Funktionsweise der Vorrichtung

Die Vorrichtung besteht lediglich aus einigen Reststücken. Sie ist nur für den einmaligen Gebrauch beim Bau dieses Möbelstückes bestimmt. Wichtig ist, dass der aufrechte Anschlag genau im 90° Winkel zum Maschinentisch steht. Die Befestigung der Vorrichtung erfolgt am Parallelanschlag.

Das Werkstück wird mit einer Klemmzwinge aufrecht an der Vorrichtung fixiert. Der Parallelanschlag ist so eingestellt, dass das Sägeblatt genau an der Kante der Vorrichtung entlang läuft. Somit wird das Werkstück immer auf Null geschnitten. Beim Schneiden der Gehrung ist das Werkstück fixiert, das Sägeblatt wird durch das Werkstück gezogen. Mit dieser Vorrichtungen können sehr spitze Winkel geschnitten werden begrenzt wird der Winkel lediglich durch die Schnitthöhe der Säge.

Kleiner Couchtisch aus Meranti - Spitze Gehrung, Musterstück

Leimprobe

Die so geschnittenen Gehrungen sind sauber und dicht. Sie werden später stumpf verleimt. Statt mit Schraubzwingen zu verleimen, nehme ich Klebeband. Dies ist  vollkommen ausreichend.

Da eine stumpf verleimte Gehrung, bei der nur Hirnholz miteinander verleimt wird nicht stabil ist und bereits bei geringen Belastungen brechen würde, muss diese Verbindung verstärkt werden. Momentan bin ich mir noch nicht sicher, auf welche Art ich die Verstärkung der Ecken realisieren werde.

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5 Antworten zu Couchtisch aus Meranti – Teil 2

  1. Silke sagt:

    Hallo Heiko,

    das ist ja schon mal eine super Idee. Ich brauche haargenau solche Zuschnitte mit einem 18° Winkel. Jedoch ist mein Problem, dass meine Kreissäge ein feststehendes Blatt hat und ich das Werkstück zwischen dem Parallelanschlag und dem Sägeblatt schieben muss.

    Hast Du da auch eine Idee, so, dass alle Finger dran bleiben?

    Danke und Gruß
    Silke

  2. Sebastian sagt:

    Hallo Heiko,
    ich lese mitlerweile regelmäßig deinen Bolg und es sind auch jede Menge hilfreiche Tipps dabei für einen Hobbyhandwerker! Finde ich toll. dass du auch immer an den „Garagenschrauber“ zu Hause denkst!!!
    Ich baue gerade ein Regal / Wickelkommode aus Leimholzplatten Kernbuche mit durchgehenden Lamellen. Hier möchte ich die beiden Seitenteile und den Deckel, wegen der der durchgehenden Maserung, mit Gehrungen verbinden. Hier stößt dann Hirnholz an Hirnholz. Nur Weiß ich nicht, wie genau ich es machen soll…
    – 3-4 Runddübel rein
    – mit Pocketholes
    – ??

    Du hast hier eine schöne Methode gezeigt für Gehrungen über 45°, aber die Lösung des Problems ist noch offen geblieben. Kannst du da etwas neues zu berichten was ich vielleicht für normale Gehrungen ansetzen kann?
    Danke und mach weiter so.
    Sebastian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sebastian,

      entweder du setzt wie beim Couchtisch gezeigt falsche Federn von Außen ein, oder du nimmst Verbinder für in die Fuge. Da kommt es darauf an, welche Werkzeuge du hast. Runddübel in Gehrungen ist, wenn es genau passen soll, sehr anspruchsvoll. Flachdübel sind einfacher. Bei Pocket Hols verschieben sich die beiden zu verbindenen Teile schnell. Mein Favorit sind derzeit die Clamex von Lamello:

      http://holzwerkerblog.de/2014/02/05/lowboard-hifimobel-teil-2-mit-video/

      Gruß

      Heiko

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