Werkzeugschrank- Nuten und Abplatten

Werkzeugschrank mit Schubladen - Nuten fräsen

Die Nuten werden mit der Oberfräse erstellt

Um den Bau des Werkzeugschrankes so einfach wie möglich zu gestalten, habe ich die Nuten in den Korpusteilen, welche die Rückwand aufnehmen, sowie die Nuten in den Schubladenteilen. mit identischen Maßen geplant. Postion, Nutbreite und Nuttiefe sind also bei allen Teilen gleich. Die Nuttiefe wird an der Oberfräse auf 10mm eingestellt, die genaue Nutbreite ergibt sich durch den verwendeten Fräser. Die Position der Nut wird lediglich durch Messen mit dem Zollstock eingestellt. Es ist in diesem Fall nicht notwendig einen exakten Abstand zur Kante einzustellen. Ob die Nut 10mm von der Kante ausgehend gefräst wird, oder 9,5mm spielt keine Rolle.

Werkzeugschrank mit Schubladen - Nut im Boden

Die Nut im Boden ist nicht durchgehend

Ein kleiner Unterschied zu den restlichen Teilen ergibt sich bei der Rückwandnut im Boden. Da der Boden durchgeht und die Schrankseiten auf dem Boden stehen, darf hier die Nut nicht einfach durchgefräst werden. Ich tauche daher ca. 5mm von der Brettkante mit der Oberfräse ein und beende das Fräsen der Nut ebenfalls ca. 5mm vor dem Brettende. Auch hier muss nicht auf den Millimeter genau gearbeitet werden. Weniger als 5mm sollten jedoch nicht stehen bleiben.

Die Rückwand, sowie die fünf Schubladenböden bestehen aus 10mm dickem Sperrholz. Sperrholz hat immer gewisse Toleranzen in der Dicke. So kommt es vor, dass eine als 10mm stark gekaufte Sperrholzplatte bis zu 11mm dick sein kann, aber auch nur 9mm dünn. Damit nicht genug,  es kommt auch vor, dass die Stärke innerhalb der Platte noch zusätzlich variiert. Es ist daher zu empfehlen, vor dem Fräsen der Nuten die Plattenstärke noch einmal zu prüfen.

Werkzegschrank mit Schubladen - Abplatten der Rückwand

Nutfräser beim Fräsen der Abplattung

Um die vorhandenen Toleranzen Auszugleichen, platte ich alle Sperrholzteile dort ab, wo sie später in der Nut sitzen sollen. Zum Abplatten nehme ich sehr gerne einen Scheibennutfräser mit Anlaufkugellager. Mit diesem Fräser kann ich 12mm tief Nuten. Für eine Abplattung in einer 10mm tiefen Nut ist dies gerade richtig.

Ein Nachteil der Scheibennuter ist, dass die Absaugung von oben nicht wirklich gut funktioniert. Eine Absaughaube, die direkt seitlich am Fräser absaugt schafft hier Abhilfe. Das Nebenstehende Bild zeigt im Detail, wie das Abplatten funktioniert.  Der Nutfräser läuft unten. Die Frästiefe ist so eingestellt, dass der Abgeplattete Teil der Sperrholzplatten genau in die Nuten passen. Da man von der Rückwand und den Schubladenböden immer nur eine Seite sieht, spielt hierbei die Optik keine Rolle.

Werkzeugschrank mit Schubladen - Probeweiser Zusammenbau

Probeweiser Zusammenbau

Nach dem Fräsen der Nuten und dem Abplatten aller Sperrholzteile erfolgt ein erster Zusammenbau zur Probe. Alle Teile werden einmal zusammengesteckt. Hierbei prüfe ich, ab alles passt, oder ob noch an der einen oder anderen Stelle ein wenig Nacharbeit erforderlich ist. Es zeigt sich hierbei, dass die Rückwand ca. 1mm zu lang ist. Mit einem scharfen Handhobel ist dies jedoch schnell korrigiert. Eine Schublade setze ich  lose, aber mit Schubladenführung in den Korpus ein. Die Abstände passen. Dem Verleimen von Schubladen und Korpus steht nun nchts mehr im Wege.  Natürlich müssen vor dem Verleimen noch die Eckverbindungen hergestellt werden. Dies geschieht mit Festool Dominos. Dies sehen sie im nächsten Teil der Dokumentation.

Video:

Das Video zeigt das Fräsen der Nuten und das Abplatten der Sperrholzteile.

Hier gehts zum Anfang der Baudokumentation:
Schubladenschrank für die Werkstatt

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