Video „Abrichten mit Handhobeln“ ist fertig

Wie bereits angekündigt habe ich beim Abrichten des Holzes die Kamera mitlaufen lassen. Das Video zeigt meine persönliche Arbeitsweise beim Abrichten des Holzes. Der MFT/3, den ich benutze kommt dabei an seine Grenzen, dass kann man einfach nicht leugnen. Er ist einfach keine Hobelbank und er wird auch keine.

Inzwischen reifen meine Pläne bezüglich Hobelbank und Dickenhobel weiter. Ich habe mich dazu entschlossen im Herbst das Thema Hobelbank ernsthaft anzugehen. Die ersten Ideen sind schon vorhanden, aber noch ist nichts spruchreif.

Inzwischen ist das Holz für das Telefonboard ausgehobelt und teilweise zu Leimholz verleimt. Ganz ohne Hobelmaschine. Den ganzen Vorgang, bis zum Verleimen werde ich natürlich dokumentieren.

Die letzten Tage haben mich auf jeden Fall darin bestätigt, in Zukunft nur noch einen Dickenhobel zu nutzen und keine Platzraubende Abrichte. Ich denke ich werde meine vorhandene Hobelmaschine entsprechend umbauen. Für kleine Werkstücke brauche ich keine Maschine mehr. Für wirklich große Mengen habe ich inzwischen Zugriff auf eine Vierseitenhobelmaschine, sowie auf eine große Abrichte und ein große Dickenhobelmaschine. Für ein paar Euro kann ich in einem Sägewerk im Nachbarort also binnen kürzester Zeit auch große Mengen hobeln. Das muss ich mir also in meiner kleinen Werkstatt nicht mehr antun. Die Dickenhobelmaschine wird also auch nicht mehr so oft zum Einsatz kommen.

Im Video erwähne ich meinen mit einem verrundeten Hobeleisen ausgerüsteten Juuma No.5. Wie ich das Eisen verrundet habe, können Sie sich hier ansehen:

Juuma No.5 als Schrupphobel

Die im Video erwähnten Peillleisten habe ich hier näher beschrieben:

Der Trick mit den zwei Leisten

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10 Antworten zu Video „Abrichten mit Handhobeln“ ist fertig

  1. volker steger sagt:

    Hallo Heiko,

    habe viel gelernt aus deinem Video – Danke! Eine Frage hab ich, und die hat nur indirekt mit dem Abrichten zu tun: Ich hab den selben Festo Werktisch – wie hast du dein en so stabil bekommen, dass der zum Hobeln taugt? an die Wand geschraubt? Andere Idee ?

    Grüsse!

    Volker

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Volker,
      ja, der war an der Wand befestigt. Anders bekommt man ihn nicht so stabil.
      Gruß
      Heiko

  2. Dirk sagt:

    Hallo Heiko,

    ich schlage mich mit dem Gedanken einer „Hobelmaschine“ rum. Wenn Gewicht und Platz keine Rolle spielen würden, wäre eine Hammer A3 31 meine Wahl. Leider schreckt mich aber vor allem das Gewicht ab (Meine Werkstatt ist nur gemietet und es ist abzusehen das ich auch noch einige male umziehen muss in meiner hoffentlich noch langen Zukunft).

    Daher reift immer mehr die Idee es ähnlich wie du es machst anzugehen. Dickenhobel und mit Hand abrichten. Darauf zielt auch die Frage ab.

    Wie genau muss eingentlich bei dem manuellen Abrichtvorgang gearbeitet werden? Kann man „relativ“ schlampig arbeiten und nur die größte Krümmung weghobeln oder muss es schon relativ genau machen? Also was gleicht nachher der Dickenhobel wieder aus?
    Wie ist in etwa der Zeitaufwand für das Handabrichten anzusehen wenn man mal eine krumme Bole erwischt?
    Was ist von „Jigs“ zum Abrichten auf der Dickte zu halten (aka „Planer Sled“)?

    Danke für deine Hilfe / Antworten
    Dirk H.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dirk,

      das Abrichten von Hand muss nicht ganz genau erfolgen. es reicht aus, wenn das Holz ohne zu kippeln auf dem Maschinentisch liegt. Mehr muss man nicht machen. Der Zeitaufwand ist schwer einzuschätzen. Ich denke mal so um die 5-10 Minuten bei einem 1,5m langen Brett.

      Gruß

      Heiko

  3. Uwe Adler sagt:

    Hallo Heiko,

    mit großem Interesse habe ich Dein Video gesehen, da es fast zeitgleich zu meinem Projekt, einer Sitzbank aus Esche, passt. Dazu sind sägeraue Eschebretter und -bohlen im Einsatz. Wie bereits früher mit Dir ausgetauscht, habe ich zum Schruppen den Veritasschrupphobel. Um den Effekt der gerundeten Hobelschneide auch auf dem längen Hobel Nr. 6 zu haben, ist das dazubestellte zweite Eisen minimal gerundet worden. Dadurch sind die scharfkantigen Überstände minimiert worden. Der nächste Schärfvorgang wird noch eine stärke Abrundung beinhalten. Der Veritas Bevel-Up wird auch von mir als Rauhbank eingesetzt. Da Deine Videos im gleichen Zeitraum wie meine erfolgten Schritte der Holzbearbeitung veröffentlich werden, kann ich so meine Holzbearbeitung immer wieder überprüfen und es macht einen großen Spaß nicht weit von dem Inhalt der gezeigten Videos zu liegen. Du leistest für mich einen unschätzbaren Dienst, dafür vielen Dank!

    herzlichen Gruß

    Uwe

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Uwe,

      es freut mich, dass die die Videos gefallen. An diesem Wochenende gibt es auf jeden Fall noch einen Nachschlag.

      Gruß

      Heiko

  4. Christofer König sagt:

    Hallo Heiko,

    danke für das sehr informative Video. Da habe ich auch glatt mal wieder was dazugelernt 😉
    Ein Verweis auf „Jumma No.5 als Schrupphobel“ und „Der Trick mit den zwei Leisten“ hier in Deinem Blog – oder sehe ich die nur nicht? – wäre hilfreich. Ich habe es dann über Youtube gefunden.

    Gruss

    Christofer

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christopher,

      die beiden Artikel waren in der Tat schwierg zu finden. Das ist der Nachteil eines Blogs, wenn man nicht konsequent auch die Menüs pflegt. Nun sind aber beide Artikel im Menü „Holz bearbeiten – Hobeln“ zu finden. Und auch in diesem Artikel hier habe ich die Links eingefügt.

      Gruß

      Heiko

  5. Mike Hirt sagt:

    Hallo Heiko,

    echt super Video ! Bin mittlerweile ein großer Fan deines Blog´s und besuche ihn nahe zu jeden Tag.

    In dem Video ist ein sehr interessanter Werkzeugkasten zu sehen . Würde mich sehr freuen wenn du ihn mal näher vorstellen könntest da er sehr interessant und funktionell aussieht .

    MFG Mike

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Mike,

      schön, dass dir das Video gefällt. Die Werkzeugtruhe im Hintergrund wird in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift Holzwerken als Bauprojekt zu finden sein. Si ist in der Tat sehr funktionell und hat sich in den vergangenen Monaten in meiner Werkstatt gut bewährt.

      Gruß

      Heiko

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