Fügen mit der Handkreissäge (mit Video)

Vor kurzem gab es bei woodworking.de eine sehr interessante Diskussion zum Thema Fügen von Brettkanten. Daraus erwuchs auch eine Unterhaltung über das Herstellen einer verleimfähigen Fuge mit der Kreissäge. Da ich auch schon mehrmals mit der Handkreissäge gefügt und dann direkt verleimt hatte, beschrieb ich diese Vorgehensweise mit einem Verweis auf mein Video “Leimholz herstellen mit dem Festool MFT/3

Mit HKS Fügen - Kante von Bernhard

Von Bernhard geschnittene Kante

Bernhard hat dies dann ausprobiert und kam mit der Handkreissäge zu keinem befriedigenden Ergebnis:

http://holzzeitung.blogspot.de/2012/07/fugen-mit-hks-und-tks-22072012.html

Er bot mir an, mit dem gleichen Holz den Versuch zu wiederholen. Das habe ich heute auch getan. Das Ergebnis ist in diesem Video zu sehen:

 

Mein Fazit:

Mit HKS Fügen - Meine Kante

Von mir geschnittene Kante

Man kann auf diese Weise Leimholz herstellen und für denjenigen, der keine Hobelmaschine hat und nicht alles von Hand machen möchte, ist das auch ein gangbarer Weg. Die Methode funktioniert noch besser, wenn man mit einem Handhobel nacharbeitet. Dann sind die Sägespuren weg und die Fuge wird noch dichter.

Woher die doch sehr großen Unterschiede in der Schnittgüte zwischen Bernhards Versuch und meinem liegen kann ich nicht sagen. Leider trennen uns sehr viele Kilometer, so dass wir das nicht einfach mal zusammen ausprobieren konnten.

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12 Kommentare zu Fügen mit der Handkreissäge (mit Video)

  1. Henning sagt:

    Hallo,
    mir scheint die Video Variante deutlich einfacher sehe ich das richtig?

    Henning

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Henning,

      ich würde nicht behaupten, dass es einfacher ist. Es kommt ja immer auch darauf an, welche Werkzeugausstattung vorhanden ist. Am schnellsten geht das Fügen mit Sicherheit auf einer großen Abrichthobelmaschine, die ganz genau eingestellt und schön scharf ist.

      Gruß

      Heiko

  2. Jakob sagt:

    Sehr empfehlenswert ist eine andere Vorgehensweise: sägeraue Bretter mit Säge Fügen und dann durch die Dickte lassen -> perfektes Ergebniss

    • Dieter sagt:

      Hallo Jakob,

      bevor man die Schiene der Säge auf die Bretter legt, sollte die Fläche aber schon erst gehobelt sein, damit diese eben nichtmehr sägerauh ist.
      Erst dann die Kante mit der Säge fügen!

      Da eine verleimfähige Kante immer leicht hohl gefügt werden sollte und dies mit der Dickte nicht, oder nur schwer zu machen ist, würde ich doch die Nachbearbeitung mit dem Hobel, wie von Heiko beschrieben, vorziehen.

      Bei kurzen Werkstück kann es mit der Dickte gutgehen, bei längeren sehe ich Probleme.

      Gruß

      Dieter, Möbelschreiner

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo Dieter,

        über den Sinn und Zweck der Hohlfuge gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Ich selbst verwende sie nicht bewußt und in keinem Betrieb in dem ich tätig war, wurde sie angewendet. Ich komme ohne Hohlfuge sehr gut zurecht.

        Ich schneide sehr oft eine rechtwinklige Kante an eine bereits flächig gehobeltes Brett an und lasse das Werkstück dann hochkant durch die Dickenhobelmaschine. Auch das ist eine Vorgehensweise, die ich aus anderen Bertieben kenne und mit der ich bisher keine Probleme hatte.

        Gruß

        Heiko

        • Dieter sagt:

          Hallo Heiko,

          ich verwende eine leichte Hohlfuge,hergestellt auf der Abrichte.

          In allen Betrieben, in denen ich tätig wahr wurde es ebenfals so gemacht.
          Auch in der Ausbildung lernt man es so.

          Ausnahme: Weniger hochwertige Produkte. Hier wurden auch nur gesägte Kanten verleimt.

          Das mit der Dickte geht auch, der Nichtfachmann sollte hier allerdings aufpassen, daß es nicht zu einer Spitzfuge kommt. Besonders bei langen Werkstücken.

          Gruß

          Dieter, Möbelschreiner

          • Heiko Rech sagt:

            Hallo Dieter,

            die Arbeitsweise ist doch am Ende vollkommen egal, Hauptsache die Fuge wird beim Verleimen dicht und bleibt es auch.

            Gruß

            Heiko

  3. Stefan sagt:

    Hallo Heiko,

    na ich denke Mal, der Unterschied liegt im verwendeten Sägeblatt. Bei dem Versuch von Bernhard wurde ein Schnellschnittblatt (Panther, 12 Zähne) verwendet und kein Feinschnittblatt (48 Zähne). Besitze auch bei Blätter und da ist bei mir auch ein deutlicher Unterschied in der Qualität der Kanten zu sehen.

    Viele Grüße,
    Stefan

  4. Jonas sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für die ausführliche Dokumentation und die genauer Erläuterung deiner Vorgehensweise.
    Ich denke mit ein paar Hobelstrichen ist durchaus mit der Handkreissäge sehr gutes Leimholz herstellbar.
    Würdest du dafür den Veritas Fügeanschlag verwenden oder empfehlen?

    Schönen Gruß
    Jonas

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