Verbesserungen an meiner Tischkreissäge

An meiner Tischkreissäge haben mich immer wieder zwei Dinge gestört, die ich nun aber behoben habe. Der Lohn der Arbeit ist mehr Komfort bei der Arbeit mit der Säge (Mafell Erika 65).

Mafell Erika Verbesserungen - Langes Rohr

Der Originalzustand

Der erste Punkt, der mich immer wieder störte war das Späneleitrohr. Durch den Zugmechanismus ist dieses sehr lang. (nur bei älteren Modellen)

Befindet sich das Sägeblatt in der hinteren Position, steht dieses Rohr, samt Verteilerstück sehr weit über. Das macht das rangieren der Maschine in meiner kleinen Werkstatt sehr schwierig. So konnte ich die Maschine auch nicht dicht an der Wand stehend in Betrieb nehmen. Dadurch wurde der Durchgang zwischen dem Werkstattofen und dem Holm des Schiebetisches immer sehr eng. Da ich das Rohr auch immer demontieren musste, hatte ich dieses anders als vom Hersteller gedacht montiert. so musste ich dann auch das Verteilerstück wie auf dem Bild zu sehen ist falsch herum montieren. Das wiederum war für die Strömungsverhältnisse nicht optimal.  Abhilfe schafft nun ein zweites, viel kürzeres Späneleitrohr.

Mafell Erika Verbesserungen - Kurzes Rohr

Mit kurzem Rohr

Da ich die Maschine meist mit Schiebetisch betriebe und die Zugfunktion nur selten nutze, bleibt das gekürzte Späneleitrohr in der Regel montiert. Das lange original Rohr hingegen wird nur dann montiert, wenn ich die Zugfunktion nutze.

So kann ich nun auch das Verteilerstück richtig herum einsetzen, was für die Luftströmung besser ist.

Wenn die obere Absaughaube nicht montiert ist, wird dieser Schlauch auf einen zum Innendurchmesser passenden Gummistopfen gesteckt. Das hielt nicht sonderlich gut. Verbesserung schaffte hier ein Stück Plastikrohr als Abstandhalter. So hält nun der Schlauch auf dem stopfen, wenn er nicht benötigt wird. So geht keine Absaugleistung verloren.

 

Mafell Erika Verbesserungen - Maschine dicht an der Wand

Maschine dicht an der Wand

Ein zweiter Punkt, der mir nicht gefallen hat, war das Anschlaglineal des Schiebeschlittens. Das Lineal konnte bei abgesenktem Sägeblatt nicht dicht an das Sägeblatt herangeschoben werden und die Skala stimmte nicht mehr.  Der Grund hierfür war die Schraube zur Befestigung der Spanhaube. Diese stieß nur dann nicht an das Anschlaglineal, wenn das Sägeblatt auf volle Schnitthöhe eingestellt war. Das wiederum sollte man nicht tun, wenn die volle Schnitthöhe nicht benötigt wird. Die Schnitthöhe sollte 5mm mehr als die Materialstärke betragen. Das führt meist zum besten Schnittbild und ist sicherer, als ein voll herausgedrehtes Sägeblatt.

Mafell Erika Verbesserungen - Anschlaglineal

Ausgeklinktes Anschlaglineal

Hier war die Verbesserung sehr einfach herbei zu führen. Das Anschlaglineal wurde einfach 40mm breit und bis auf die Höhe des untersten Querstegs im Profil ausgeklinkt.

Das Ausklinken ging sehr gut auf der Tischkreissäge. Ich abe mehrere Schnitte nebeneinander gemacht, bis die 40mm erreicht waren. Noch ein wenig Nacharbeit mit der Feile und die Ausklinkung war fertig. Diese Ausklinkung habe ich auf beiden Seiten des Anschlaglineales gemacht um den Queranschlag in allen Positionen so nutzen zu können. Wenn ich nun das Ende des Anschlaglineales mit der Kante des Schlitzes für das Sägeblatt bündig einstelle stimmt die Skala genau.

Diese beiden Verbesserungen kosteten kaum Geld und nur wenig Zeit. Sie erhöhen den Nutzwert der Maschine jedoch enorm. Ich kann nun die Maschine dicht an die Wand stellen und so steht sie nun meist einsatzbereit in der Werkstatt, ohne den Durchgang zu versperren.

 

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3 Responses to Verbesserungen an meiner Tischkreissäge

  1. Philip sagt:

    Hallo Heiko,

    ein wenig off-Topic, aber ich hoffe, dass es ok ist…

    Ich stehe vor der selbstauferlegten Entscheidung zwischen dem Kauf einer Mafell Erika 60 und 70. Der Preisunterschied hinsichtlich Gesamtpreis mit Schiebeschlitten ist letztlich zwar vorhanden, aber verschmerzbar (€500,-).

    Wo genau liegen denn dann die Vor- und Nachteile? Mein Werkstatt ist eher klein, und wenn die Säge verstaubar wäre, dann wäre das ein echtes Plus…

    Gruß

    Philip

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Philip,
      beide Sägen kannst du zusammenklappen. Mit der 60er habe ich nie gearbeitet, aber du solltest dir mal die maximale Schnittbreite/ Querschnittlänge ansehen und das verfügbare zubehör (Es gibt z.B. keinen Parallelanschlag wie bei der 70er) und dich dann entscheiden ob dir die 60er reichen würde.
      Gruß
      Heiko

    • Friedrich sagt:

      Hallo zusammen
      vor wenigen Monaten habe ich mir die Erika 85 ec zugelegt, im Austausch einer Festool Kapex 120 und der TKS Bosch GTS 10XC Prof.
      Ich wollte Platz sparen in meiner 8 qm großen Werkstatt. Leider war das ein Trugschluß und ich würde die Erika nicht noch einmal kaufen. Die Erika 70 hat nur 70 mm Schnitttiefe und das ist beim Trennen manchmal ein Problem. Bei der 60er noch schlimmer. Die Bosch hatte auch 85 mm und schnitt alles einwandfrei.
      Auch die Kappsäge vermisse ich, denn das Ausklinken war mit der Säge ein „Klacks“. Bei der Erika ohne Schiebeschlitten bekommt man lange Arme.
      Der Kaufpreis einer KS 120 und einer Bosch GTS ist wesentlich günstiger als die Erika mit gleichwertigem Zubehör, wie Tischverbreiterung und Längsanschlag (ohne Schiebeschlitten). Die Absaugung bei der Bosch GTS war aus meiner Sicht auch besser.
      Auch ein Verstauen der Erika 70 inkl. Schiebeschlitten stelle ich mir sehr umständlich vor, wenn man diesen nicht jedes mal abbaut.
      Gruß
      Friedrich

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