Tischbau in zwei Tagen

Esstisch aus Kernbuche - Sketchup Modell

Der Entwurf

Begonnen hat dieses für mich sehr interessante Projekt mit einer Anfrage per E-Mail. Thomas B. fragte mich, ob ich mit ihm zusammen einen Esstisch aus Buche bauen würde. Da ich für alles offen bin, habe ich zugesagt, obwohl zwischen seinem und meinem Wohnort 300 Kilometer liegen.  Der Plan war der, dass er mit einem Kleintransporter ins Saarland kommt, in der Nähe übernachtet, wir den Tisch in zwei Tagen bauen und Thomas am zweiten Tag, am Abend, samt Tisch auf der Ladefläche wieder die Heimreise antritt.  Nach einigen Telefonaten und E-Mails stand die Planung, sowohl für den Tisch selbst, als auch für den Ablauf des Tischbaus. 

Einen Tag vor dem Beginn des Tischbaus habe ich bereits aus vom Holzhändler gelieferten Leimholzplatten die Teile grob herausgeschnitten, vorgeschliffen und die Teile für die Tischfüße mit der Rauhbank gefügt. Die Restliche Arbeit sollte dann innerhalb der nächsten beiden Tage erfolgen. Wohlgemerkt, inklusive der Oberflächenbehandlung. Ein straffer Zeitplan!

Esstisch aus Kernbuche- Tischfüsse

Die vorverleimten Tischfüße

Der erste Tag begann mit dem schneiden der Gehrungen für die Einzelteile der Tischfüße. Denn diese sind innen hohl. Sie wurden aus 20mm starkem Leimholz gefertigt. Zwei Längskanten wurden auf 45° geschnitten und jeweils zwei solche Teile wurden dann zu einem Winkel verleimt. Das Verleimen erfolgte ohne Schraubzwingen, nur mit Klebeband. Damit es schneller ging, haben wir PU- Leim verwendet. Der PU- Leim bindet schnell ab und die Verleimung ist bereits nach einer Stunde voll belastbar.

Während dieser Stunde wurden die Zargen mit der Rauhbank abgerichtet. Die Zargen wurden aus der 40mm starken Leimholzplatte geschnitten, welche auch für die Tischplatte verwendet wurde. Die 1250mm breite und 2000mm lange Platte reichte genau für diese Teile aus. Es gab kaum Verschnitt. Dies gilt auch für die 20mm starke Platte 1250mm x 1600mm), aus der die Tischfüße und die Unterkonstruktion geschnitten wurde. Alles in allem also ein Bauprojekt, mit wenig verschnitt und dadurch optimierten Kosten.

Esstisch aus Kernbuche - Zargenverbindung

Eckverbindung

Eine Besonderheit bei der Konstruktion des Tisches sind die Tischfüße und die Verbindung der Füße mit den Zargen.

Die Tischfüße werden nicht komplett verleimt, sondern erst als Winkel gefertigt. Mit Dominos und Wurzelschrauben werden die Zargen dann mit diesen halben Tischfüssen verleimt. Sollte sich einmal (was sehr unwahrscheinlich ist) eine solche Verbindung lockern, kann man nach Abnehmen der Tischplatte die Schrauben von oben mit einer kleinen Ratsche noch nachziehen. Damit die Schrauben auch ordentlich Druck aufbauen wurden noch Unterlegscheiben verwendet. So wurden die vier Tischbeine mit den Zargen verbunden. Schraubzwingen waren keine Notwendig. Diese wurden erst gebraucht, um die anderen Hälften der Tischbeine aufzuleimen.

Esstisch aus Kernbuche - Tischfuss verleimen

Tischfuß verleimen

Am Ende des Ersten Tages waren die Tischfüße mit den Zargen verbunden. Während des Abends habe ich dann nacheinander die jeweils zweite Hälfte der Füße aufgeleimt. Hierbei Kamen fast alle meine kleinen Klemm- und Schraubzwingen zum Einsatz.

Vor dem Verleimen des Tischgestelles wurden natürlich alle Teile geschliffen und mit einem Radius von 2mm abgerundet.

Am kommenden Morgen hatte der Leim an allen Verbindungen abgebunden und alle Gehrungen waren dicht verleimt.

Esstisch aus Kernbuche - Dominos fräsen

Dominos fräsen

Thomas ging es bei diesem Tischbau auch darum etwas zu lernen und auch einige Maschinen und Werkzeuge auszuprobieren. Daher hat er tatkräftig mitgeholfen, wenn es um das Schleifen der Teile, das Abrunden mit der Oberfräse, oder das Setzen von Dominodübeln ging. Zu zweit ging der Tischbau dann auch zügig voran.

Alleine ist der Bau eines solch großen Tisches nicht zu realisieren. Das hantieren des großen Tischgestells oder das bewegen der schweren, 40mm starken Tischplatte erfordert schon mindestens zwei kräftige Personen. Eine Schwierigkeit beim Bau des Tisches waren auch die Platzverhältnisse in meiner kleinen Werkstatt. Die Lösung dieses Problems war jedoch sehr einfach: Nachdem das Tischgestell fertig geölt war, wurde es von der Werkstatt ins Wohnzimmer umgelagert. Nun konnte der Bau der Tischplatte beginnen.

Die Tischplatte wurde zugeschnitten, die Kanten mit dem Handhobel geglättet und dann wurde wieder geschliffen. Alle Teile des Tisches wurden bis zu einer Körnung von 180 geschliffen und dann, wie in diesem Beitrag beschrieben, geölt. allerdings wollte Thomas keine polierte Oberfläche. Dies könnte er jedoch noch jederzeit nachholen.

Esstisch aus Kernbuche - Gratleisten

Leisten mit Langlöchern

Bevor es nun in die letzte Phase des Tischbaus ging, musste noch die Unterkonstruktion angefertigt werden. Aus 40mm starkem Material haben wir vier Leisten angefertigt. Zwei davon wurden gefälzt, da diese in eine Nut in der Querzarge greifen. Die anderen beiden blieben einfach eckig. Diese vier Leisten erfüllen die Funktion von Gratleisten und werden unter die Platte geschraubt. Damit die Platte unabhängig von den Leisten arbeiten kann, müssen die Befestigungsschrauben in Langlöchern stecken. Diese Langlöcher wurden mit der Dominofräse (Festool DF 500) erstellt, indem die Maschine auf die größtmögliche Tiefe eingestellt wurde und das Langloch von beiden Seiten gefräst wurde.

Esstisch aus Kernbuche - Der Zusammenbau

Der Zusammenbau

Nun konnte endlich der Tisch zusammen gebaut werden. Dazu haben wir die Tischplatte auf niedrige Böcke gelegt und erst einmal die Rückseite geölt. Nun legten wir das Tischgestell auf und ei vier Leisten wurden montiert. Wichtig ist, dass man die Schrauben nicht zu fest anzieht. Zwischen Schraubenkopf und Holz wurde je eine große Beilagscheibe gelegt. Die Schraube wurde soweit angezogen, dass sich die Scheibe nicht mehr leicht drehen ließ. das reicht aus.  So kann die Platte arbeiten. Um die Platte auch in Längsrichtung gerade zu halten, wurden noch zwei kleine Klötzchen an die Zarge geschraubt. Die Klötzchen sind ebenfalls mit einem Langloch versehen, in das eine Schraube kommt, die in die Platte greift. Auch die Leisten der Unterkonstruktion wurden noch geölt.

Nachdem der Tisch umgedreht war, konnte die Tischplatte auf der Oberseite geölt werden.  Nun war der Esstisch fertig.

Esstisch aus Kernbuche - Der fertige Tisch in der Werkstatt

Der fertige Tisch in der Werkstatt

Wie schwer so ein massiver Tisch ist, merken wir dann erst richtig, als es darum ging ihn von der Werkstatt in den Kleintransporter zu schaffen. Aber auch das gelang ohne Zwischenfälle und der Tisch konnte sicher verzurrt die 300km weite Reise zu seinem neuen Bestimmungsort antreten.

Mir hat dieser Tischbau sehr viel Spaßgemacht, obwohl es eine große Herausforderung war diesen Tisch in der kurzen Zeit zu bauen.

Update:

Hier finden Sie einen Artikel darüber, wie sich der Tisch über einen Zeitraum von über zwei Jahren verhalten hat:

Update zum „Tischbau in zwei Tagen“

Und hier nun noch weitere Bilder vom Bau und vom fertigen Tisch

 

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92 Kommentare zu Tischbau in zwei Tagen

  1. Jan sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für Deinen super Blog, Deine Arbeit und all Deine sehr hilfreichen Tipps!!!

    Wir sollen als Team für das Büro einen 4×1 Meter Esstisch aus drei langen Eichenbohlen (4-5 cm stark) anfertigen. Die Eichenbohlen wollte ich mit Dominos versehren und zusammenleimen. Was meinst Du?

    Wie siehst Du die Gefahr des Durchhängens? Sind Füße nur an den äußeren beiden Seiten auf 4 Meter Länge realistisch?

    Wäre eine geschweißte Unterkonstruktion aus Vierkantstahlrohren (25 x 25 mm) möglich, um das Durchhängen und Verziehen zu reduzieren? Die Kollegen wollen unbedingt stylische Stahlfüße. Wenn in die Vierkantstahlrohre Langlöcher gefräst werden, wäre es doch mit einer geschraubten Gratleiste vergleichbar, oder was meinst Du?

    Als Holzer wäre mir persönlich eine reine Massivholzkonstruktion lieber, die Wünsche aus dem Team sollen eben bestmöglich unter realistischen Bedingungen berücksichtigt werden. Daher bin ich sehr auf Deine Rückmeldungen gespannt, was zwingend vermieden werden sollte, dass der Tisch reißt oder sich aufgrund der Länge stark durchbiegt.

    Ich freue mich von Dir zu hören.

    Herzliche Grüße

    Jan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jan,

      ich habe noch nie einen so großen und schweren Tisch gebaut. Ich würde mich ehrlich gesagt auch nie an so eine große Platte herantrauen. Zum einen fehlen mir die Maschinen dafür und zum Anderen die Erfahrung. Bevor du nun an das Projekt herangehst stelle dir mal selbst folgende Fragen:

      – Kann ich die langen und schweren Massivholzteile perfekt abrichten und fügen, so dass dichte Leimfugen entstehen?
      – Habe ich ausreichend Zwingen, die den benötigten Pressdruck erzeugen?
      – Wie schwer wird der Tisch, kann er noch problemlos hantiert und transportiert werden?
      – Bin ich in der Lage abzuschätzen, wie die Unterkonstruktion dimensioniert werden muss?

      Wenn ich mir diese Fragen stellen würde, müsste ich sie alle mit „Nein“ beantworten. Käme ein Kunde zu mir mit einem solchen Wunsch, würde ich ihn zu einem Kollegen Schicken.

      Du siehst, ich kann dir da leider nur den Rat geben, dieses Projekt nicht zu unterschätzen und genau zu überlegen, ob du in der Lage sein wirst einen Tisch mit solchen Dimensionen zu bauen.

      Gruß

      Heiko

  2. Sven Reuter sagt:

    Hallo Heiko

    ich baue gerade einen Eichentisch aus Eichenbohlen 2000mmx1000mmx45mm.
    Nun die Frage reichen 40mmx60mm für die Gratleiste aus und wie lang müssten die Holz bzw. Wurzelschrauben sein bei 45mm Bohlenstärke?? Reichen 90mm aus??
    Vielen Dank im voraus
    Gruß
    Sven

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sven,

      ich würde zu 80mm hohen Zargen und 70mm geschraubten Gratleisten raten. Die Schrauben sollten 25 – 30mm ins Holz gehen. Also 100mm und 110mm lang sein.

      Gruß

      Heiko

  3. Robert sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank erstmal für Deinen gesamten Blog… ich habe mich herrlich inspirieren können und jede Menge Tipps erhalten… absolut klasse!

    Ich plage mich schon seit längerer Zeit mit der Thematik herum, welche Verbindungsvariante ich für einen selbstgebauten Tisch aus Eiche verwenden soll. Komischerweise finde ich hier auch sehr wenig im Internet.Vielleicht kannst Du mir einen Rat geben.

    Ich plane den Bau eines massiven Eichentisches in den Maßen 1,80m x 0,85m. Für die Unterkonstruktion möchte ich auch Zargen verwenden. Nun ist meine Idee, die massiven Eichenbeine (10 x 10 cm) mit den Tischzargen mittels einer Grat- (Zapfenverbindung – bitte siehe Bild im Anhang, ohne die Option mit dem Spannschloss) untereinander zu verbinden. Nach meiner Einschätzung müsste dies doch eine sehr stabile und dauerhafte Verbindung hierfür sein, da sich Beine und Zargen quasi selbst zusammen halten. Oder gibt es Nachteile durch diese Methode, die mir derzeit nicht ersichtlich sind. Wäre klasse, wenn Du mir antworten würdest!

    Besten Gruß und Dankeschön
    Robert

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Robert,

      das bild konnte ich nicht freigeben, da du daran nicht die Bildrechte hast. Bitte nur Bilder hochladen, an denen du auch die Nutzungsrechte hast, sonst bekomme ich Ärger.

      Die Eine gegratete Verbindung scheint mir unnötig aufwändig. WEnn sie nicht verleimt wird, wird dein Tisch auch bald wackeln, weil sich die Verbindung lockert.

      Es kommt auch darauf an, welche Möglichkeiten du in deiner Werkstatt hast und ob der Tisch zerlegbar bleiben soll. WEnn er nicht zerlegbar sein soll würde ich die Teile mittels Dübeln oder Zapfen fest verleimen. Wenn er zerlegbar bleiben soll gibt es ein sehr schönes System von Scheulenburg:
      https://www.scheulenburg-direkt.de/de/xs-beschlag-o15-mm

      Gruß

      Heiko

  4. benjamin teutsch sagt:

    Hallo heiko, ich baue mir gerade einen esszimmertisch aus erle. Ich möchte hierbei auf eine zargenunterkonstruktion verzichten, also quasi nur platte und vier füsse. Die befestigung der füsse habe ich schon gelöst. Das eigentliche problem sind die gratleisten. Diese wollte ich gerne aus stahlprofilen realisieren die ich in die tischplatte einlasse. Die platte ist 30mm stark und 1600x850mm. Denkst du das man das so machen kann oder wütdest du eher gratleisten aus holz empfehlen? Freue mich auf deine antwort.

    Gruß Ben

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ben,

      ich bin immer sehr für materialgerechte Konstruktionen. Diese Tischkonstruktionen ohne Zarge und mit eingelassenen Gratleisten sind bei Massivholzplatten aber grenzwertig. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Du kannst ja nur recht dünne Stahlprofile einlassen. Nimm dir mal ein solches Profil und bieg es mal mit der Hand. Du wirst merken, dass du schon ein ordentliches Profil brauchst.

      Es gäbe noch die Gratleiste der Firma Meyer:
      http://www.meyer-systeme.ch/index.php/tischbeschlaege/gratleisten

      Ich habe aber bisher weder diese Gratleiste verwendet, noch Stahlprofile eingelassen, da ich das eben für sehr grenzwertig halte.

      Wenn dein Tisch nun einmal so aussehen soll, würde ich zu einem Material raten, das für diese Konstruktion auf jeden Fall geeignet ist. Das wäre dann aber kein Massivholz. Eine furnierte Platte wäre die einfachste Lösung. Mit Massivholzanleimern versehen sieht eine hochwertige Tischlerplatte auch recht gut aus. Wenn du die Möglichkeit haben willst den Tisch mehrfach abzuschleifen, kämen auch die G3 Platten der Firma Alfa in Frage:

      http://www.alfa-massiv.com/de/3-schichtplatten/3-schichtplatte-alfag3

      Da musst du aber die Kanten einleimen, oder aber die Platte direkt bei Alfa fertig herstellen lassen.

      Gruß

      Heiko

  5. Günter sagt:

    Hallo zusammen,
    zunächst mal tausend Dank für die tollen Blog-Einträge. Ich habe hier schon so viel gelernt, grandios! : )

    Dieser älteren Beitrag zum Thema Tischbau ist mir wieder in Erinnerung gekommen, weil ich demnächst auch ein kleines Projekt mit Buche-Leimholz angehen möchte. Und zwar geht es um ein Sideboard; im Wesentlichen ein länglicher Korpus mit 24mm Stärke und darin 19mm starke Regalbretter (ein langes horizontal und vier vertikal ergeben sechs Fächer).

    Meine Frage ist nun [und da kommt die Verbindung zum Tischbauprojekt] ob ich all diese Platten einfach fix verschrauben kann, oder ob ich die Verbindungen so auslegen muss, dass die Platten arbeiten können. Ich will ja nicht, dass mir das Material beim nächsten Wetterwechsel reißt. Andererseits möchte ich natürlich Verzug vorbeugen.

    Und je mehr ich dazu lese, desto verunsicherter bin ich, ob ich die Platten am besten direkt verschraube, oder ob ich sie erst mal ein paar Wochen lagere (dafür habe ich eigentlich keinen Platz). Auch frage ich mich, ob ich das Holz erst öle (ich möchte Leinölfirniss benutzen) und dann, nach einem Trocknungstag, verbaue, oder doch lieber andersrum (so wie es hier wohl beim Tisch gemacht wurde).

    Fragen über Fragen ; ) Ich freue mich über jede Antwort. Danke schon mal und beste Grüße

    Günter

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Günter,

      ob du die Teile verschrauben kannst, hängt im wesentlichen von der jeweiligen Konstruktion ab. Aber willst du denn wirklich schrauben? Es gibt doch so schöne Verbindungen, bei denen keine Schrauben sichtbar sind. Geölt wird in der Regel nach dem Zusammenbau. Leinölfirnis wird noch sehr lange riechen, das sollte dir bewusst sein. Ob du die Platten lagern solltest, ist von deinen Gegebenheiten abhängig. Es müssen keine Wochen sein, ein paar Tage reichen meist aus.

      Deinen Fragen nach zu urteilen bist du noch absoluten Anfänger. Vielleicht solltest du erst einmal an einem kleineren Möbel üben und dabei die notwendigen Grundkenntnisse im Möbelbau erlernen.

      Diese Artikel solltest du dir unbedingt noch vorher ansehen:

      http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Nicht-immer-gleich-krummnehmen

      http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Feuchtgebiet-oder-Trockenzone

      Gruß

      Heiko

      • Günter sagt:

        Hallo Heiko,
        Danke für die unfassbar schnelle Antwort!

        Tatsächlich habe ich zwar schon einige Erfahrung mit Restaurations-Arbeiten, aber noch kein Möbelstück von Grund auf selbst gebaut, daher bin ich noch recht unbedarft was den Umgang mit „frischem“ Leimholz angeht.

        Deine beiden Artikel habe ich schon gelesen. Ich muss meinen Holzhändler (kein Baumarkt) bei Abholung auf jeden Fall fragen, wo und wie das Material gelagert wurde und was er mir für das weitere Vorgehen empfiehlt. Gut zu wissen jedenfalls, dass ein paar Tage Lagerung reichen dürften.

        Die Konstruktion genauer zu beschreiben wird schwierig, aber tatsächlich wollte ich sichtbare Schrauben möglichst vermeiden. Schrauben würde ich nur dort, wo eine Vertikalplatte von oben auf eine Horizontalplatte stößt, sodass die Schraubenköpfe nach unten zeigen. Dazu wollte ich so weit einsenken, dass die Schraubenköpfe ca.1mm (im Inneren der Vertikalplatte) versinken. Für die restlichen Verbindungen (Vertikalplatte stößt von unten auf eine Horizontalplatte) hätte ich dann entweder Vierkantleisten Buche genommen oder – etwas plump – kleine Stuhlwinkel. Da es ja ein flaches Regal wird (80cm hoch) und die Winkel ja nur an Brettunterseiten sitzen, sollten diese nicht zu dominant in Erscheinung treten.

        Ich hatte auch über Holzdübel nachgedacht, aber habe mir sagen lassen, dass das ohne Standbohrmaschine nach hinten losgeht. Für kreativere Verbindungen fehlt mir wahrscheinlich die Fräse.
        Aber ich bin natürlich immer offen für Vorschläge – sofern sie sich eben mit recht einfachen Werkzeugen umsetzen lassen.

        Wichtiger als unsichtbare Verbindungen ist mir auf jeden Fall, dass das Holz weder schüsselt noch reißt.

        Beste Grüße
        G

        PS: Ja, dass Leinöl riecht ist mir bewusst, kann ich aber mit leben.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Günter,

          du solltest dich wirklich etwas näher mit dem Massivholz- Möbelbau beschäftigen bevor du an dieses Projekt herangehst. Stuhlinkel und Leisten sind alles andere als Materialgerecht. Da wirst du nicht viel vom Endergebnis erwarten dürfen. Ich könnte dein Vorhaben jetzt schönreden aber das würde dir nicht viel bringen. Daher mein Rat: Versuch dich erst an einfachen Projekten und versuche den Werkstoff Holz und seine Eigenschaften zu verstehen. Mit der Zeit kannst du dich dann an immer schwierigere Möbel wagen.

          Gruß

          Heiko

          • Günter sagt:

            Okay, danke auch für diesen ehrlichen Ratschlag. Wobei ich durchaus der Meinung war, dass diese eher simple Regalkonstruktion ein nicht so schlechter Start in den Möbelbau sein würde. Aber klar, mit dem widerspenstigen Buchen-Leimholz habe ich mir wohl eine harte Nuss angelacht…

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Günter,

              beschäftige dich mal mit den Möglichkeiten für Eckverbindungen. Das wird dich einen enormen Schritt weiter bringen. Einsteigern empfehle ich meist eine Flachdübelfräse. Damit ist schon sehr viel möglich.

              Gruß

              Heiko

  6. Ulrich kunz sagt:

    Hallo in die Bastlerrunde wenn es Eiche sein soll und etwas rustikal sein kann gibt es bei Bauhaus recht günstig Eiche 25 stark und 220 x 60 ganze Stäbe. Wenn man etwas im Stapel aussucht findet man ganz gute Exemplare, aktuell jetzt uach gleiche Platten in „lebhafter“ Buche ganze Stäbe. Es ist mit 82€ (?) oder 86 immer noch sehr günstig.

  7. Frank sagt:

    Hallo Heiko,

    lassen sich die Zargen und Tischbeine auch aus normalen Baumarkt Leimholzplatten (keilgezinkte Lamellen) herstellen oder fehlt es dann an Festigkeit? Denn Leimholzplatten mit durchgehende Lamellen sind als Hobbyhandwerker irgendwie schwer zu beschaffen.

    Danke dir
    Frank

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Frank,

      das kann man natürlich machen. Ich bin aber der Meinung, dass sich die investierte Arbeit dann nicht wirklich lohnt. Denn so richtig schön wird ein Tisch aus einem solchen Flickenteppich ja auch nicht. An deiner Stelle würde ich nach einem Holzhandel suchen, der Platten mit durchgehenden Lamellen führt. Auch wenn der Weg etwas weiter ist, es wird sich lohnen.

      Gruß

      Heiko

      • Frank sagt:

        Danke für die mal wieder schnelle Antwort. Da hast du wohl recht, ich werde mir langsam mal eine Baumarktalternative suchen müssen. 🙂

        VG
        Frank

      • Frank sagt:

        Ach ja, wie groß hast du die Zargen gefertig? Im Breitrag steht aus der Tischplatte entstanden. Ist das Maß 40 x 80?

        PS: Gibt es ein Spendenkonto wo man dich unterstützen kann? Wirst ja doch oft mit vielen Fragen gelöchert. 😀

        VG
        Frank

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Frank,

          die genauen Maße kann ich dir leider incht mehr sagen, aber 40×80 könnte hinkommen.

          Ein Spendenkonto gibt es nicht, aber du kannst den Blog gerne über einen Einkauf im Shop unterstützen.

          Gruß

          Heiko

  8. David sagt:

    Hallo Heiko,

    Tolle Seite, insbesondere die Hilfsbereitschaft den vielenAmateuren wie mir auch mit Rat und auch Tat zur Seite zu stehen. VIELEN Dank. Jetzt meinekurze Frage, ist es möglich die Beine auch mit einer TS55 und Führungsschiene so genau hinzukriegen? Ich möchte nicht so viel rumsägen um dann rauszufinden das das nicht hinhaut.

    Vielen Dank,

    David

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo David,

      das wird sehr schwierig. Die Festool Schienen sind nicht dafür gemacht, solch schmale Teile zu spannen. Mit einier Hilfskonstruktion wäre es eventuell machbar, aber wie baut man die Hilfskonstruktion, wenn eben nur eine Handkreissäge zur Verfügung steh?

      Eine Lösung für die Mafell/ Bosch- Schienen wäre folgende: Erst alle Teile mit Aufmaß zuschneiden. Dann jeweils eine Gehrung an jedes Teil schneiden. Anschließend mit Zwingen in der hinteren Nut der Schiene einen Anschlag befestigt. An diesen Anschlag werden die Streifen mit der bereits angelegten Nut gelegt. Dann alle Teile an diesem Anschlag auf Gehrung schneiden. Die Mafell/ Bosch- Schienen haben zwei Nuten für Zwingen, da kann man dann auch schmale Teile schneiden. Problem wäre aber bei dieser Lösung, den Anschlag genau auszurichten und die Gehrung ansich genau zu sägen.

      Wie man es auch dreht und wendet, egal mit welcher Schiene und mit welcher Säge: Es wird immer sehr grenzwertig und viel Aufwand. Egal, was die Hersteller auch versprechen oder an Zubehör anbieten. Eine Handkreissäge ist und bleibt eine Handkreissäge.

      Wenn du das vernünftig machen willst, brauchst du eine Tischkreissäge, oder du lässt dir die Schnitte bei einem Tischler machen.

      Gruß

      Heiko

      • David sagt:

        Lieber Heiko,

        vielen lieben Dank für die Antwort (die ich leider so fast erwartet habe), ich werde mich also entweder nach einer anderen Konstruktion umschauen müssen oder mir eine Erika anschaffen…

        Freue mich auf den Kurs im Januar bzgl. der Oberfräse bei Dir.

        Gruss,
        David

  9. Achim sagt:

    Hallo Heiko,

    Bin absoluter Neuling. Ich möchte mir einen Couchtisch aus 4 Eichenbohlen (800x160x25mm) bauen. Auch möchte ich eine Gratleiste einbauen. Das mit den Langlöchern in der Gratleiste hab ich soweit verstanden, doch mit welchen Schrauben wird die Gratleiste befestigt. Gibt es da etwas ganz spezielles?

    Grüsse, Achim

  10. Markus Mildner sagt:

    Hallo Heiko.
    Ich möchte mir einen Holztisch für meine Terrasse bauen und habe da noch ein paar offene Fragen:
    Meine Terasse ist auf der Südseite des Hauses, also fast immer in Sonneneinstrahlung. – Welches Holz wäre hier das richtige?
    Da ich im Keller wohne, am Berg bei 26% Gefälle, gehe ich zur Terrasse ebenerdig aus meinem Wohnzimmer heraus. Über mir, ist demzufolge das Erdgeschoss und da ist ein Überstand von ca. 2m, also etwas geschützt.
    Zudem möchte ich den Tisch aber so bauen, dass ich ihn zum Herbst leicht abbauen und über den Winter innen lagern kann.
    Für den Unterbau, speziell das Gestell bin ich mir noch nicht sicher, wie ich die 4 Füße miteinander verbinde oder auch nicht….
    Abmaße hatte ich für ca. 6 Leute ( davon 2 Kinder – also stabil sollte er schon sein:-))) geplant: 180x80x75 – reicht das?
    Was wäre da ihr Rat?
    Schon mal im Vorraus: Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen Markus Mildner

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      irgendwie fehlen mir in diesem Kommentar ein wenig die konkreten Fragen. Ich probiere es dennoch:
      Als Holzart wären Eiche, Robinie, Lärche oder Douglasie eine gute Wahl. Es gibt aber auch noch viele andere Holzarten, die geeignet wären. Zum Beispiel Teak oder Meranti. Das ist eine Geld- und Geschmacktfrage. Mit Hölzern der Resistenzklassen 1-2 ist man aber auf der sicheren Seite. Die Sonneneinstrahlung hat nicht unbedingt einfluss auf die Holzauswahl. Holz, dass ständig der prallen Sonne ausgesetzt ist, vergraut schneller und bekommt oft Risse. Das ist aber unabhängig von der Holzart.

      Bei der Konstruktion wäre eine umlaufende Zarge meine Erste Wahl. Sollen die Tischbeine demontierbar sein, gibt es dafür spezielle Beschläge. Die Tischplatte würde ich keinesfalls als eine Platte verleimen, sondern als einzelne Leisten ausführen, mit Luft dazwischen.

      Bei den Abmessungen rechnet man in der Regel mit 60cm breite als Platzbedarf für eine Person. Die Maße wären also soweit in Ordnung.

      Gruß

      Heiko Rech

      • Markus Mildner sagt:

        Hallo Heiko Rech.
        Vielen Dank für ihre Antwort. Ich war jetzt im Urlaub und konnte mich daher erst heute über ihre Antowrt freuen.
        Sie haben mir trotz meiner Umständlichkeit sehr geholfen.
        Ihre Tipps sind für mich sehr hilfreich und sie haben alles genau beantwortet.
        Nochmals vielen Dank und alles Gute.
        Mit freundlichen Grüßen Markus Mildner

  11. Max sagt:

    Hallo Heiko,

    habe im Internet gelesen, dass Gratleisten nur in ungerader Anzahl auftreten dürfen. Ist das wirklich so, wenn ja warum? Möchte nämlich für meinen Tisch auch deine geschraubten Gratleisten verwenden, und bin mir unsicher über die Anzahl. Dachte an 4 für eine Eichenplatte 27mm, 1,6m lang, 1m breit.

    Dann noch eine Frage:

    Langlöcher herzustellen ist für mich aufwändig da ich keine Fräse habe. Deshalb dachte ich einfach an große Löcher, mit einer Lochfräse für die Bohrmaschine. Wie viel größer sollte hier das Loch als die Schraube sein? Habe für die Gratleisten 40mm breite Hölzer, und wollte ein 20mm Loch bohren.

    Bin gespannt auf die Antwort.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Max,

      das mit der ungeraden Anzahl habe ich noch nie gehört und ich wüsste auch nicht warum das so sein sollte. Das mit den 20mm Bohrungen sollte bei 8mm Schrauben funktionieren.

      Gruß

      Heiko

  12. Udo Schelp sagt:

    Hallo,
    ich arbeite leidenschaftlich mit ist Holz (Hobby; leider nicht gelernt), und habe mir mein ganzes Können von meinem Vater (Tischler/Schreiner) praktisch abgeschaut und trotzdem ist es eine (innere) Hürde, sich viel Material zu kaufen und dann evtl. einen Fehler zu machen…
    Ich bin erst vor 1 Woche auf diese Seiten gestoßen und bin begeistert von deinen Anleitungen und würde gerne sowohl einen Esstisch(Wohnzimmer; 160×100 cm, evtl Ansteckplatten) und einen kleineren TV-Schrank (nur 2 Schubladen) erstellen. Beide sollen wie hier, eckige, aber masive Tischfüße haben, die aber die Oberfläche durchstoßen.
    1) Kann ich nun die Tischplatte ähnlich befestigen? Durch das Arbeiten des Holzes würden sich ja jeweils 2 Tischfüße voneinander weg bewegen (wenn auch wenig), da die Platte ja zwischen den Füßen liegt…
    2) Wenn ich Ansteckplatte realisieren, spare ich dann einfach die Öffnungen in den Querzargen, also dort wo sich die stabiliesierenden Hölzer (Nut in der Querzarge) befinden aus?

    Gruß

    Udo

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Udo,

      du kannst die Platte genau wie gezeigt befestigen. Allerdings bin ich selbst kein Freund von durchgehenden Füßen. Wenn man zu wenig Luft zwischen Fuß und Platte macht, kann die Platte das Untergestell auseinander drücken. Macht man ausreichend Luft, hat man eine Dreckfuge um die Füße herum. Das gilt es zu bedenken.

      Was die Ansteckplatten angeht, kann man natürlich einfach die Zarge aussparen. Schön ist das aber nicht. vielleicht gefällt dir ja diese Lösung besser:
      http://holzwerkerblog.de/meine-mobel/esstisch-und-bank-aus-nussbaum/

      Gruß

      Heiko

      • Anonymous sagt:

        Hallo Heike,

        das ging ja superschnell. Vielen dank für die Antwort und den Link; schaue ich mir gleich noch einmal an.
        Ja, an die Dreckfugen habe ich schon gedacht, daher bin ich mir auch noch nicht ganz sicher, wie ich es nun realisiere…

        Udo

  13. Bene Wibmer sagt:

    Hallo

    Wunderschöner schlichter Tisch.

    Zu der Verbindung mit Dominos und ob man eventuell auch zwei Lamellos hernehmen kann, wurde ja oben schon eine Frage gestellt. (Auch ich habe keine Dominofräse, sondern nur eine Flachdübelfräse)
    Ich wäre da auch nicht so sicher, ob die Lamellos die Belastungen aushalten würden.
    Zu den Löchern für die Lamellos: Die könnte man ja auch mit einer Oberfräse herstellen, oder? Das wäre sicher zeitintensiv und und auch nicht soooo einfach, spart aber die Anschaffung einer, doch sehr teuren, Maschine. Gerade, wenn man nicht dauernd Möbel baut.

    Schöne Grüße
    Bene

    PS: Toller Blog mit vielen sehr lehrreichen Videos! Weiter so! 😉

    • Bene Wibmer sagt:

      Ich meinte natürlich Löcher für Dominos und nicht Lamellos 😉

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo Bene,

        Dominos sind ja nichts weiter als los Zapfen, dafür kann man sich sehr einfach eine Schablone bauen. Siehe hier:
        http://heiko-rech.de/moebelbau/bregal.php?seite=4

        Gruß

        Heiko

        • Bene Wibmer sagt:

          Hallo ,

          danke für die schnelle Antwort. Die Schablone sieht sehr einfach in der Herstellung aus.

          Eine Frage hab ich noch.

          Oben schreibst du ja, dass du zu dem Zeitpunkt nichts zu den Lamellos sagen konntest, da du keine Flachdübelfräse hattest. Dies hat sich ja mitlerweile geändert.
          Hat sich darüber auch deine Meinung bezüglich der Verwendung in so einem Projekt geändert? Glaubst du, dass das stabil genug wäre, z.B. mit den erwähnten 2 Lamellos nebeneinander?

          Gruß
          Bene

          • Heiko Rech sagt:

            Hallo,

            ich habe inzwischen eine Flachdübelfräse, würde diese aber nicht für die Verbindung zwischen Tischfuss und Zarge nehmen. Das wäre mit nicht stabil genug.

            Gruß

            Heiko

  14. Werner sagt:

    Hallo Heiko,
    einen wunderschönen Tisch habt ihr da gemacht!
    Ich hätte noch eine Frage zum Thema „Arbeiten des Holzes“: Was würde passieren, wenn man die Leisten ohne Langlöcher fix mit der Tischplatte verschraubt?
    Muss man das Arbeiten des Holzes immer berücksichtigen, auch bei einfachen Leimholzplatten aus dem Baumarkt?

    Vielen Dank und schöne Grüße

    Werner

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Werner,

      Leimholzplatten verhalten sich diesbezüglich wie jedes andere Vollholz auch. Wenn du da eine Leiste fest, ohne Langlöcher verschraubst, wird die Platte krumm werden und die verschraubte Leiste gleich mit.

      Gruß

      Heiko

  15. Florian Schlachter sagt:

    Hallo Heiko,
    Ich habe vor, mir einen Esstisch zu bauen, ähnlich dem, den Du hier vorstellst. Ich frage mich nun aber schon eine ganze Weile, wie man die Tischbeine am Rahmen (ausser unlösbare Leimverbindungen mit dicken Stabdübeln o.ä.) befestigen könnte, wenn sie statt aus vier Brettern aus einem Stück wären?

    Viele Grüße

    Florian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Florian.

      es gibt hierfür spezielle Beschläge. Die findest du unter dem Suchbegriff „Zargenbeschlag“. Eine weitere Möglichkeit sind Berbindungsbeschläge, die ähnlich wie Arbeitsplattenverbinder funktionieren. Auch diese findest du mit dem Suchbegriff „Tischbeschläge“ bei den meisten Beschlagherstellern.

      Gruß

      Heiko

      • Florian Schlachter sagt:

        Hallo Heiko,
        danke für deine schnelle Antwort. mit den Stichworten habe ich entsprechende Verbinder gefunden!

        Viele Grüße

        Florian

  16. Thomas Keimel sagt:

    Hallo Thomas,

    vielen Dank. Ich habe sowohl die Abmessungen als auch die Holzstärken etwas angepasst. Naja, ich hab ja eigentlich nur abgekuckt…..;-)

    Ebenfalls viele Grüße,
    Thomas

    Ach ja, habt ihr vielleicht schon ein neues Projekt für “ Möbelbau in 2 Tagen“?

    • Thomas Blank sagt:

      Hallo Thomas,
      es stehen noch ein paar Dinge auf der Liste, u.a. Couchtisch, Parfüm-Spiegelschrank, Waschtischunterschrank, usw.
      Heiko soll aber erstmal in Ruhe seine neue Werkstatt beziehen 😉

      Noch eine kurze Frage zu Deinem Couchtisch: Welches Öl hast Du verwendet?
      Viele Grüße,
      Thomas

    • Thomas Blank sagt:

      Hallo Thomas, hallo Heiko,

      ich möchte nun den Tisch ebenfalls als Couchtisch nachbauen. Kannst Du mir die von Dir verwendeten Maße durchgeben?
      Insbesondere die Abmessungen der Füße und der Zargen würden mich interessieren.

      @Heiko,
      kannst Du aus Deiner Sicht ein paar Worte dazu schreiben? Unser Couchtisch soll quadratisch, 70x70cm, werden. Die Platte ebenfalls 40mm stark, die Füße nur 60x60mm, die Zargen 60mm hoch.
      Eine geschraubte Gratleiste sollte ja reichen.
      Einwände?

      Viele Grüße und schöne Osterfeiertage,
      Thomas

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo Thomas,

        bei der geringen Größe und der Ausführung mit Zarge kannst du auf eine Gratleiste komplett verzichten.

        Gruß

        Heiko

        • Benno sagt:

          Hallo Heiko,

          eine interessante Seite, besonders, da ich mich auch gerade an einem Tisch aus Eiche versuche.

          Die Platte ist 130cm x 85cm x 4cm. Die Befestigung erfolgt mit Nutklötzchen.

          Mich beschäftigt, ob ich Gratleisten benötige und wenn ja, wie viele? Kannst Du mir einen Rat geben?

          Vielen Dank
          Benno

          • Heiko Rech sagt:

            Hallo Benno,

            Nutklötze lassen ja auf eine umlaufende Zarge schließen. Wenn dem so ist, reicht eine geschraubte Gratleiste in der Mitte. zwei schaden aber auch nicht.

            Gruß

            Heiko

  17. Thomas Keimel sagt:

    Hallo Heiko,

    heute ist mein Couchtisch fertig geworden und ich wollt ihn dir doch noch eben zeigen. Im Prinzip sieht er ja genauso aus wie der Esstisch, nur etwas kleiner. Es hat Spaß gemacht diesen Tisch zu bauen, und wieder steht ein selbst gefertigtes Möbelstück in der Wohnung.
    Tisch

    • Thomas Blank sagt:

      Hallo Thomas,
      sehr sehr gelungene Arbeit! Ich würde zu gerne sehen, wir er mit seinem großen Bruder zusammen aussieht.
      Hast Du nur die Abmessungen verringert oder auch die Holzstärken angepasst?

      Viele Grüße,
      Thomas

  18. Ivo sagt:

    Hallo Heiko

    Der Tisch ist ja wirklich gelungen und gefällt mir sehr. Da ich schon lange mit dem Gedanken spiele, unseren zukünftigen Esstisch selbst herzustellen (bin nicht Schreiner, aber ein Hobby-Holzbearbeiter), spricht mich das Konzept des Tisches sehr an und gibt mir gute Ideen.
    Meine grösste Unsicherheit besteht bezüglich Tischgrösse: Meine Frau und ich möchten eine Tischgrösse von ungefähr 2500 x 1000, ich frage mich aber, ob diese Grösse überhaupt realisierbar ist, da doch ziemlich viel Abstand zwischen den Tischbeinen wäre.

    Was meinst Du, ist diese Tischgrösse überhaupt machbar (mal unabhängig vom Gewicht, das dann auch recht hoch ist)? Müssten allenfalls zusätzliche Verstärkungen angebracht werden?

    Vielen Dank und beste Grüsse
    Ivo

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      2500mm bei 40mm Plattenstärke geht. Ich würde vielleicht die Zargen noch ein wenig höher machen und auf 100mm gehen. Eine Gratleiste mehr würde ich dann auch machen.

      Gruß

      Heiko

      • Ivo sagt:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort.

        Würdest Du bei der Grösse dann „richtige“ Gratleisten verwenden, oder einfach eine mehr der „angeschraubten“, wie Ihr sie verwendet habt?

        Beim Holz sind wir noch nicht sicher … zur Diskussion (wir sind uns noch nicht einig bezüglich Farbe) steht momentan Eiche, Nussbaum, Buche oder Ulme (sofern man das hier in CH überhaupt kriegt). Ändert sich aufgrund der Holzwahl irgend etwas an der Konstruktion?

        Beste Grüsse
        Ivo

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo,

          die aufgeschraubten Gratleisten reichen meiner Meinung nach aus. Die Holzart wirkt sich nicht auf die Konstruktion aus. Buche arbeitet ja schon recht stark. Die anderen Hölzer, die du aufführst sind da viel gutmütiger. Dahingehend würde ich mir keine Sorgen machen.

          Gruß

          Heiko

  19. Sebastian B. sagt:

    Hallo, der Tisch sieht sehr gut aus, Kompliment!

    Frage 1: Der Falz an der Oberkante der Beine ist gefräst oder wie kommt sie zustande? Also die Zargen 20 mm zurückspringen lassen von der Vorderkante der Beine und oben falzen? Oder liegt dem ein konstruktives Detail zugrunde, welches ich übersehen habe?

    Frage 2: Was wurde mit Lamellos verbunden?

    Danke schon jetzt für Antworten und viele Grüße
    Sebastian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sebastian
      Der Falz wurde mit der Oberfräse an die Tischfüsse gefräst,nachdem die Zangen angeleimt waren.
      Lamellos haben wir keine verwendet.
      Gruß
      Heiko

      • Sebastian B. sagt:

        Danke für die schnelle Antwort, Heiko! Hab Dominos und Lamellos durcheinander geworfen, sorry.

        Aber es geht sicherlich auch mit zwei Lamellos rechts und links von den zwei Schrauben, oder? Ich habe nämlich leider keine Domino-Fräse.

        Viele Grüße
        Sebastian

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Sebastian,

          theoretisch geht das, ich kann aber nichts zur Haltbarkeit einer solchen Verbindung sagen, da ich keine Flachdübelfräse habe. Zu bedenken ist aber, dass wir beim Tischbau Dominos in der Größe 10×50 benutzt haben, die sind viel tiefer im Holz und auch breiter, als Flachdübel.

          Gruß

          Heiko

  20. Hannes Gimmel sagt:

    Hallo Heiko
    Der Tisch ist super und die Doku wie immer wunderbar. Trotzdem noch eine Frage: Die Beine sind ca 5mm zu den Längs- und Querzargen des Untergestells abgesetzt, damit man den Druck für die Fixierung der Platte erhält und natürlich auch das schöne Design.
    Danke und Gruss
    Hannes

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Hannes,

      die Zargen springen gut 20mm zurück. Das hat eigentlich nur gestalterische Gründe. Ein angenehmer Nebeneffekt ist aber, dass man die Zargen besser mit den Füssen verschrauben kann.

      Gruß

      Heiko

  21. HdH sagt:

    Ich bin durch einen Forumbeitrag von dir auf dieses Prokjekt gestoßen und ärgere mich nun das ich unseren Esszimmertisch gekauft und nicht selber gebaut habe 🙂

  22. Thomas Keimel sagt:

    Hallo Heiko, ja genauso hab ich es auch gemacht. Die Zeichnung hab ich schon fertig. jetzt brauch ich noch das Holz und dann kann es los gehen.
    Vielen Dank,

    Gruß
    Thomas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      na dann viel Spass beim Bauen.

      Gruß

      Heiko

      • Anonymous sagt:

        Hallo Heiko,
        das Untergestell ist so gut wie fertig. Ein Frage hab ich aber noch: Der Falz zwischen Tischplatte und den Tischbeinen, hast du den komplett an allen vier Seiten eines Tischbeines gefräst, oder nur an den Aussenseiten?

        Gruß
        Thomas

  23. Thomas Keimel sagt:

    Hallo Heiko, ich bin gerade dabei meinen Couchtisch in Sketchup zu zeichnen. Du hast ja die Beine direkt unterhalb der Tischplatte ein wenig abgesetzt. Wie hast du das in Sketchup gemacht?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      dazu zeichnet man einfach eine Linie, dort wo das Abgesetzte sein soll, dann kann man die so entstandene Teilfläche mit dem Drücken/Ziehen Werkzeug nach innen ziehen. So entsteht dann der Falz.

      Gruß

      Heiko

  24. Martin Keßler sagt:

    Hallo Heiko,

    Vielen Dank. Finde es toll das du die Fragen so schnell und kompetent
    beantwortest !
    Habt ihr die Tischplatte nur auf der Oberseite geölt ?

    Gruß

    Martin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,

      nein, die Platte wurde beidseitig geölt. Ansonsten würde sie krumm werden.

      Gruß

      Heiko

      • Werner sagt:

        Hallo Heiko,

        du schreibst, dass die Platte krumm werde, wenn nicht beidseitig geölt wird. Man liest immer wieder, dass man Innenseiten von Schränken, Schubladen usw. nicht ölen soll. Verhält es sich da nicht ebenso?
        Danke

        Werner

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Werner,

          bei einem Schrank sollte die Konstruktion des Möbels die Platten gerade halten. Dennoch öle ich auch Schränke und Schubladen innen. Ich nehme dann ein wenig riechendes Öl und lasse dieses auch lange genug ausdünsten. Eine Alternative ist Schellackmattierung.

          Gruß

          Heiko

  25. Martin K sagt:

    Hallo Heiko,

    was für einen PU-Leim verwendest du ?
    Nimmst du den aufschäumenden Leim frisch auf oder läst du ihn aushärten ?

    Gruß

    Martin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,

      ich verwende immer den Leim, den mein Händler gerade da hat. Das war in der letzten Zeit ein Leim von „Otto Chemie“. Ich lasse den leim komplett aushärten bevor ich ihn entferne. Ansonsten verschmiert man den Leim auf dem Werkstück und man bekommt ihn auch kaum von den Werkzeugen runter.

      Gruß

      Heiko

  26. Thomas Blank sagt:

    Hallo zusammen,
    der Tisch steht nun seit gut vier Wochen in unserem Esszimmer und wir erfreuen uns jeden Tag daran!
    Die Tischplatte ist durch das hervorragende Möbelöl sehr gut strapazierbar – sogar die Feiertage mit den verschiedenen Festessen hat sie problemlos überstanden. Fettflecken usw. lassen sich rückstandslos wegwischen.
    @Christian Gebhardt, den Tisch ausziehbar zu gestalten haben wir uns ebenfalls überlegt. Eine ansteckbare Platte ist auch bei dieser Konstruktion relativ einfach erstellt. Es sollte ja die Ausnahme sein, dass der Tisch erweitert genutzt wird.

    Ich bin sehr froh, dass Heiko mir die Möglichkeit gegeben hat, den Tisch zusammen mit ihm zu bauen. Wir überlegen uns bereits, was wir als nächstes für den „Möbelbau in 2 Tagen“ in Auftrag geben…

    Viele Grüße, Thomas

  27. Thomas Keimel sagt:

    Hallo Heiko, da ich noch einen neuen Couchtisch brauche und mir euer Tisch so gut gefällt, werde ich ihn in einer etwas kleineren Ausführung wohl nachbauen. Natürlich nur, wenn ihr nichts dagegen habt.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      natürlich darfst du den Tisch nachbauen. Viel Spaß dabei. Vielleicht schickst du mir ja ein Foto des fertigen Tisches.

      Gruß

      Heiko

  28. Christian Gebhardt sagt:

    Hallo Heiko.

    Der Tisch ist euch wirklich sehr gut gelungen. Gefällt mir ausserordentlich gut.
    Vor allem, wenn man bedenkt, welche Logistik und Zeitdruck hinter dem Projekt stand.
    Ich beneide Thomas um diesen Tisch.

    Könnte man einen solchen Tisch auch ausziehbar gestalten ?

    Christian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christian,

      natürlich kann man einen solchen tisch auch ausziehbar bauen. Ich würde in diesem Fall entweder einen speziellen Beschlag und eine Einlegeplatte verwenden, oder mit Ansteckbaren Platten arbeiten. Das macht die Konstruktion natürlich viel komplexer und so ein Tischbau ist dann nicht mehr in zwei Tagen erledigt.

      Gruß

      Heiko

  29. H. Teichmann sagt:

    Hallo, zuerst grosses Lob fuer das Projekt, wirklich eindrucksvoll und es macht Lust selbst den Tisch nachzubauen. Eine Frage dazu habe ich, die kleinen Kloetzchen an der Laengszarge sind verschraubt mit der Zarge und einem Langloch zur Platte (soweit ich das verstanden habe). Aber warum ist an der Querzarge das ganze mit einer Nut verbunden statt Schrauben?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      das Holz arbeitet quer zur Faser am meisten, daher ist es unproblematisch die kleinen Klötze nur zu schrauben. Bei den Endleisten, die in die Nut eingreifen ist das etwas anders. Diese erfüllen auch die Funktion einer Gratleiste, welche die Platte gerade halten soll. Diese sowohl an der Platte, als auch an der Zarge zu verschrauben erschien mir zu riskant. So kann die Platte in der Querrichtung freier Arbeiten, wird aber fest auf der Zarge gehalten.

      Gruß

      Heiko

  30. Martin Keßler sagt:

    Hallo Heiko,

    hast du die Gehrungen der Beine gesägt oder gehobelt ?
    Sind die Beine nur stumpf verleimt oder mit Dübeln etc.
    Sehr schöne Umsetzung !

    Gruß

    Martin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,

      die Gehrungen sind nur gesägt, aber mit einem recht feinen, scharfen Blatt. Anschließend wurden die Beine stumpf verleimt. Dübel oder Lamellos würden beim Verleimen nur stören. Die Verleimung ist extrem stabil, da ja nur Langholz miteinander verleimt wird.

      Gruß

      Heiko

  31. Benedikt sagt:

    Hallo,

    welches Holz habt Ihr für den Bau benutzt? Ich möchte mir gerne irgendwann einmal eine Wohnwand bauen und tendiere hierbei zu Leimholz Buche.

    Gesegnete Weihnachten!
    Benedikt

  32. Thomas Keimel sagt:

    Hallo Heiko, einen wirklich wunderschönen Tisch habt ihr beide da gebaut. Schlicht, aber sehr stabil. Besonders gut gefällt mir die 40mm starke Platte.

    Gruß Thomas

  33. Arnold sagt:

    Hallo Heiko,

    was sind denn Wurzelschrauben?, sind das normale Holzschrauben?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      als Wurzelschrauben werden Holzschrauben mit Sechskantkopf bezeichnet. Sie haben ein anderes Gewinde als Spanplattenschrauben und eben den Sechskantkopf. Mit solchen Schrauben kann man sehr massive Schraubverbindungen herstellen. Der Vorteil ist auch, dass man Unterlegscheiben verwenden kann, welche den Druck der Schraube nochmals verteilen und verhindern, dass sich der Kopf ins Holz versenkt.

      Gruß

      Heiko

      • Arnold sagt:

        Hallo Heiko

        Danke für die Antwort,
        Also doch Holzschrauben, Wurzelschrauben habe ich noch nie gehört.
        bei uns sagt man Schlüsselschrauben.

        Gruß Arnold

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