Ansichtssache – Ist ja nur fürs Hobby

Nussbaum Schatulle - Abrichten der Kanten

Kanten Abrichten mit der Rauhbank

Jeder, der regelmäßig in Onlineforen zum Thema Holzbearbeitung und Werkzeug liest, kennt die Beiträge, in denen nach preisgünstigen Maschinen und Werkzeugen gefragt wird. Regelmäßig liest man dann auch den Satz “Ich brauche es ja nur fürs Hobby”. Und schon gehen die Diskussionen los….

Das Problem ist, dass der Hobbyanwender ja oft die gleichen Anforderungen an das Endergebnis hat, wie der professionelle Anwender eines Werkzeuges. Oft sind die Ansprüche der Hobbyanwender sogar noch höher.  Was ist also mit dem Satz “Ich brauche es ja nur fürs Hobby” gemeint? Ich denke es ist der Versuch ein Werkzeug zu finden, dass professionellen Ansprüchen genügt, aber eben günstiger in der Anschaffung ist.

Das ist einerseits verständlich, aber andererseits auch wieder unlogisch. Maschinen und Werkzeuge für den professionellen Anwender sind anders ausgelegt, als Werkzeuge für den Heimwerker. Sie müssen härteren Belastungen standhalten, haben Funktionen, welche das Arbeiten erleichtern, sie sind oft genauer gefertigt und es werden bessere Materialien und Komponenten verarbeitet. Dazu kommen oft auch noch Dienstleistungen des Herstellers, die der professionelle Anwender braucht, wenn ein Werkzeug mal ausfallen sollte.

Wird ein Werkzeug zu einem günstigeren Preis angeboten, muss der Hersteller natürlich irgendwo sparen. Oft geht das zu Lasten der Präzision und der guten Handhabung. Aber dennoch kann man auch mit günstigeren Werkzeugen gute Ergebnisse erzielen. Es kostet nur manchmal mehr Zeit und Geduld. Manchmal kostet es auch einige Probestücke, die zersägt, verfräst oder verbohrt werden, bis die richtige Einstellung gefunden ist.

Und schon sind wir wieder beim Satz “Ist ja nur fürs Hobby”. Da muss nun jeder für sich selbst definieren, was am Hobby wichtig ist. Wer Zeit und Lust am Basteln hat. für den stellt es sicherlich kein Problem dar, mit günstigen Maschinen und größerer Investition von (Frei) Zeit zum Ergebnis zu kommen. Das gesparte Geld und das gute Gefühl es dennoch vollbracht zu haben können durchaus ein großer Teil des Spaßes am Hobby sein.

Andere Holzwerker haben weniger Zeit , wollen schneller zum Ziel kommen und investieren lieber Geld, als Zeit. So hat jeder seine eigene Definition von “Ist ja nur fürs Hobby”. Am Ende ist aber eigentlich nur wichtig, dass das Endergebnis stimmt, die eigene Sicherheit nicht durch ein Werkzeug gefährdet wird und dass das Arbeiten in der Werkstatt Spaß macht.

Vielleicht haben Sie ja Lust diesen Beitrag zu kommentieren. Mich (und sicherlich auch andere Leser) würden verschiedene Meinungen dazu sehr interessieren.

 

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28 Kommentare zu Ansichtssache – Ist ja nur fürs Hobby

  1. Sebastian sagt:

    Hi!
    Schöne seite, interessante Diskussion. Bin hier so hergerutscht.
    Würde auch gern meinen Senf dazu geben:

    Bei dem Thema Heimwerken gibt es bei dem Ausdruck “fürs Hobby”, wie bei vielem, zwei unterschiedliche Nutzer:
    1. Einen der Handwerkszeug in die Hand nimmt um einfach mal so was zu bauen und das soll dann auch gut sein (wirklich Hobby).
    2. Einen der gelegentlich Handwerkszeug in die Hand nimmt, weil er der Ansicht ist, dass er das auch selber kann (Gelegenheits-Heimwerker).

    Der große Unterschied: Der eine ist solz auf den hohen Standart den er zu Stande gebracht hat, der andere ist stolz darauf, dass er es fertig gebracht hat.

    Bei Anfragen im Internet wird das oftmals nicht klar welche Art anfragt.

    Ich zähle mich zur zweiten Gruppe. Bin auch kein ausübernder Handwerker mehr, sondern nur noch in der Verwaltung. Wenn ich was baue nehme ich das Werkzeug das ich habe und versuche damit ein gutes und realistisches Ergebnis zu erzielen (weil ich denke dass ich es kann). Dass es nicht wie vom Handwerker ist, ist klar.

    Bsp.
    Da erste was ich damals mit ca. 13 unter Anleitung meines Opas gebaut habe war eine Transportkiste für meine Schlagzeugständer. Werkzeug: Schraubenzieher, Bohrmaschine, Schleifpapier, Holzklotz, Stichsäge wo immer das Blatt raus fiel. Das Ergebnis war entsprechend. Aber trotzdem stolz das geschaft zu haben und die Kiste hält heute noch (nach 20 Jahren).

    Mittlerweile habe auch ich mir Werkzeug angeschaft, mit dem ich bessere Ergebnisse erziele. Tischkreissäge, Oberfräse, Akkuschrauber oder aus einem anderen Bereich ein Inverterschweissgerät. Weitestgehend grüne Boschs. Für meine Zwecke ausreichend genau, vielseitig einsetzbar, mehr oder wenig robust und preislich im (mittleren) Rahmen.

    Weil man ja auch mal irgendwann gerade Schnitte machen will und nicht immer mit der Stichsäge Wellenlinien, stand auch beim mir der Kauf einer Kreissäge (bis ca. 400 Euro) an. Hab mich auch im Internet erkundigt.
    Für mich irgendwie immer das gleichen Ergebnis dort: Festool TS, Erika, man sollte nur einmal kaufen. Hab mich dann aber doch für die Bosch pts 10 entschieden, weil für mich das richtige. Die Zeit hat das auch gezeigt.

    Das Internet kann da sehr verwirrend sein, aber auch helfen, vor allem der Tests wegen.

  2. Boris 2-12-4 sagt:

    Hallo die deutschsprachige Gemeinde!

    Mir hat diese Diskussion sehr angetan.
    Auch finde, dass man eigentlich sehr ehrlich mit sich selbst sein soll, wenn einer sagt: “Nur fürs Hobby!”.
    1.Was will er?
    2.Wieveil Zeit zum Basteln, Geld, Zeit zum Lernen kann er investieren?
    3.Ist er in der Lage mit der eventuellen Abneigung seinen Mitmenschen zu umgehen.
    4.Macht er das nur um Geld zu sparen, oder wirklich macht ihm Spaß etwas mit den eigenen Händen zu schaffen?
    5.Zahlt dieser Hobbyst Steuer “Öffentliche Meinnung”? – verstehe – manche werden mit guter Auge gesehen, NUR wenn sie “DIE” Produkte, bzw. Werkzeuge unbedingt haben, sonst kaum…

    Ich stimme ANDREAS völlig zu – “billig” ist nicht gleich “billig” (leider) und “preiswert” ist oft auch etwas ganz anderes.
    Leider kann man heutzutage vielen Herstellern nicht (mehr) glauben, dewegen sind solche Foren sehr zu begrüßen!!! Denn man kann nicht ohne Übung mit der besten Maschiene etwas machen. ( 2500 Stunden damit man im Metallbearbeitungsbranche auf Meitserniveau feilen kann!!!)

    Auch die Stellung und das Verständnis fürs Hobby sind sehr wichtig. Da ich viele Schiffsmodellbauer kenne(kannte)- die haben Geduld –
    1.Einige Monaten nach bestimmtem Baum suchen.
    2.Erlaubnis vom Förster bekommen.
    3.Der Baum zur einer bestimmten Jahreszeit fallen lassen.
    4.Holz bearbeiten und zur Seite stellen, bzw. lagern bis es genügend trocken ist.
    5.1 bis 5 Jahren an das Schiff bauen…

    Die machen es auch fürs Hobby. Wissen aber mit Zielen, Erwartungen und Resultaten zu handeln…

    Will niemanden in Neandertaler Ära zurückrufen – spreche nur über Stellung, Verständniss und Erwartungen – diese drei kann man auch lernen.

    Ich will u.a. eine Flachdübellfräse ,nebst die beiden DOMINOS, aber für alle drei fehlen die Finanzen. Ich soll mit einer Neue, oder zwei gebrauchten Maschienen leben lernen und keine Tragödien davon machen.
    Daeswegen sind solche Foren sehr hilfsreich…DANKE HEIKO!!!

    Sonst teile ich die Meinung von RICO – wenn man kann, so ist Verfeinern und Tüning der Maschienen auch ein Muss!

    Und viele Wege führen zu Rom…

    Schöne Feste noch!!!

    Seid gesund!

    Frohe Weihnachten!

    Boris aus Varna/ Bahnhof Kaspitschan – Bulgarien

  3. Rico sagt:

    Ich habe einen recht großen Maschinenpark für die Holz und Metallbearbeitung, aber alles eher aus der billig Ecke oder gebraucht und teilweise sogar defekt günstig erstanden. Aus vielen günstigen Geräten kann man problemlos durch paar Umbauten oder Modifikationen recht gut funktionierende Geräte herstellen. Diese Möglichkeit lassen die meisten Bastler leider außer acht. Auch wenn ich das Geld übrig hätte für ein teueres Markengerät, stelle ich mich dann doch lieber selber an die Drehbank und spendiere zum Beispiel der alten klapprigen Oberfräse paar neue Gleitbuchsen. Einfach nur weil basteln und handwerkeln mir Spass macht, plus der Freude darüber, wenn das billige Werkzeug dann doch noch Qualitätsarbeit leistet.

  4. Carsten sagt:

    Ist ja nur fürs Hobby… so einer war ich auch mal billig gut muss ich haben… das geht solange gut wie Du mit den Ergebnissen zufrieden aber wehe wenn Du merkst was Du für einen Mist Du produzierst… Und spätestens wenn Du mal gefragt wirst ey kannst Du mir da und da helfen dann stehst Du da mit Deinen Werkzeugen von Aldi und CO und bekommst nicht wirklich saubere Ergebnisse nicht weil Du schlampig an das Projekt gehst sondern weil Deine Geräte den Anforderungen nicht gewachsen sind… spätestens dann fängst Du an umzudenken und Dich nach Werkzeugen um zusehen welche der “Profi” einsetzt…. Dann kaufst Du dir die teuren Geräte und siehst Dir dann Deine Ergebnisse an das Du selber anfängst zu sabbern weil es einfach nur Hammer ist… Bestes Beispiel Stichsäge vom Discounter das Sägeblatt mal direkt aus der Führung gesprungen krumm und Schiefes Schnittergebnis nerv… Heute ohne mich dann lieber was sparen und den Profigeräten den Vorzug lassen… Gibt es auch keine Diskussion mehr…. Auch wenn man die Geräte selber nicht täglich einsetzt aber wenn Du sie brauchst dann hast Du was vernünftiges Keller…

  5. Andreas sagt:

    Worauf eigentlich garnicht bzw. kaum eingegangen wird ist die Lebensdauer der Geräte! Es kann durchaus Geräte geben die brauchbare Ergebnisse liefern und das zu einem sehr günstigen Preis! Nur sind sie halt nicht auf Dauerbetrieb ausgelegt und werden mit der Zeit unpräzise durch Abnutzung.

    Und genau fängt das Thema für mich eigentlich an! Nicht bei der Präzession oder der Zeitersparnis. Man muss unterscheiden zwischen:
    – Billig > Ist Schrott und bleibt Schrott (verlorenes Geld)
    – Billig > Funktioniert einwandfrei, ist aber nicht für Dauernutzung ausgelegt und hat eine eingeschränkte Lebensdauer. (präzise, aber nicht für kommerzielle Nutzung geeignet)

    Letzteres ist genau das was ICH suchen würde, wenn es “nur ums Hobby geht”. Speziell bei Maschinen die ich nicht so oft brauche, habe ich mit billigen Geräten durchaus schon gute Erfahrungen gemacht.

    Klar ist ne Festool auch nach 10 Jahren noch ok, auch bei gewerblicher Nutzung, aber das sollte der Unterschied sein, nicht in der Präzession selbst. Dass es in der Realität oft anders aussieht, ist mir leider bewußt!

    Aber zum Bsp Oberfräse hab ich mir die Perles bestellt die Heiko auch mal vorgestellt hat. Ich finde die vollkommen ausreichend für meine Zwecke! Und auch wenn die Nutzungsdauer vielleicht nicht kommerziellen Wünschen gerecht wird, finde ich dieses Produkt ein super Beispiel für ein Gerät “nur fürs Hobby”! Funktioniert gut und ist relativ günstig! Da würde ich mir mehr Geräte in dieser Klasse wünschen!

    mfg
    Andreas

  6. Fafnir sagt:

    So ziemlich jedwede Ansicht wurde hier schon kund getan. Ein jedes Argument, Für und Wider hat seine subjektive Berechtigung.
    Vom Einsteiger, der vielleicht – trotz Festo – nach 2 Regalen aufsteckt bis zum Profi, der auch aus der Billig-Hausmarke durch Know-How was vernünftiges rausholt.
    Hier wurde schon vorgerechnet, dass die Ausbildung ca. 5000 Arbeitsstunden Erfahrung ausmacht.
    Ich schätze die Wahrheit liegt, wie immer, dazwischen. Der Einsteiger muß sich von dem Gedanken verabschieden, dass die ersten Projekte aussehen wie vom Profi. Bzw. einen wesentlich höheren Zeitaufwand treiben muß, um schöne Ergebnisse zu erzielen.
    Mit dem Billigteil vom Baumarkt ist das halt nicht so einfach z.B. reproduzierbare Schnitte zu bekommen. Und hier liegt m.E. auch die Gefahr, den Spass an der Sache zu verlieren.
    Aber auch dies ist nur eine Meinung unter tausend. 🙂

    MfG
    Fafnir

  7. Kay sagt:

    Hallo zusammen,

    sehr spannend. Ich fange gerade erst an mit dem Holzwerken. Wie jeder muss ich mir also Gedanken machen, welche Werkzeuge ich brauche (Bis auf den üblichen Werkzeugkasten zum Fahrrad reparieren und Bilder aufhängen einschließlich Billigakkuschrauber gab es nix) und in welcher Qualität. Ich fänd es natürlich super, wenn ich Werkzeuge, die ich selten brauche, für wenig Geld kaufen könnte. Ausprobieren geht halt selten bis nie. Also kaufe ich – Hobbybudget im Auge behaltend – die Werkzeuge, die ich meine zu benötigen. Ich glaube, dass ich nicht darum herum komme, die ein oder andere Maschine im Laufe der Zeit durch eine bessere und teurere austauschen zu müssen. Die Balance, den Einstieg mit kleinem Budget hinzubekommen, ohne viel “Lehrgeld” bezahlen zu müssen, ist schwer. Wenn zB in den Foren bei der Frage nach einer TKS sofort die hochpreisigen genannt werden, nutz mir das nix, wenn ich das Budget nicht dafür habe. Ich bin gespannt, ob ich mit meiner Stichsäge und OF Bosch grün Projekte hinbekomme. Der Akkuschrauber wird ausgetauscht, wenn er den Dienst quittiert oder dieser einen hochwertigen “Bruder” an die Seite bekommt.
    Ich persönlich finde Blogs super, in denen auch die “Billigheimer” genutzt und gezeigt, die Probleme und Erfolge damit geschildert werden. Ich vermeide Fehler gerne auch wenn andere diese gemacht haben und freue mich mit den Werkern, wenn Projekte gut gelingen.

    Ich wünsche Allen unfallfreie wunderbare Hobbystunden!

    Kay

  8. Andreas sagt:

    Hallo Heiko beim lesen der geschriebenen Kommentare ist mir noch was eingefallen. Die meisten Hobby Handwerker würden am liebsten nur mit namentlichen Herstellern ( Festool, Maffel, Bessey usw.) arbeiten, also mit Qualitäts Produkten. Mein Einfall ist der, das du auf deiner Seite ein neues Thema einführen könntest ( wo sich alle beteiligen können). Das sich mit dem Thema befasst, welsches Werkzeug von Profi Hersteller auch als No-Name gibt ( man siehe deine einhand zwingen von Würth, die selbigen benutzt auch Michael Hild, so wie ich auch mitlerweile, von wolfcraft, natürlich um einiges günstiger )

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,
      es gibt Hersteller, die für andere Hersteller Werkzeuge machen, das ist den meisten bekannt. Aber mir ist noch kein umgelabeltes Produkt untergekomen, das dadurch nennenswert billiger verkauft wird. Auch meine Würth Zwingen kosten in etwa das gleiche wie Zwingen von Wolfcraft. Würth stellt schließlich keine Zwingen her, sondern kauft diese zu.
      Ein solches Thema lädt auch sehr zu Spekulationen ein, dann werden Dinge geschrieben, die nicht stimmen und ich trage die Verantwortung für diese Inhalte. Das geht leider nicht.

      Gruß

      Heiko

  9. Alex sagt:

    Unser Hobby soll Spaß machen und meiner Meinung nach liegt genau hier das Problem. An sich ist es mir völlig egal, welcher Markenname auf der Maschine / dem Werkzeug steht.
    Meine Erfahrungen sind leider, dass ich mit günstigen Maschinen nur mit viel Geduld und Fummelei oder gar nicht zu einem vernünftigen Ergebnis kommen konnte. Das Werkstück sieht dann oft einfach nicht zufrieenstellend aus und man gibt sein neues Hobby schnell wieder auf, weil man meint, dafür einfach nicht begabt genug zu sein.
    Manchmal sind es aber die Maschinen, die kein besseres Ergebnis zulassen und so uns das Hobby verleiden.
    Ein kleines Beispiel: ich habe zu Anfang einen Schreinerwinkel aus einem lokalen Baumarkt erstanden und mich immer wieder gewundert, warum ich denn nie einfachste Werkstücke passend bauen kann. Erst durch einen Zufall kam heraus, dass dieser Winkel nie ein 90-Grad- Winkel war, sondern eher 95-Grad. Woher soll ein Anfänger die Erfahrung haben, dass er ansich gute Arbeit geleistet hätte, wäre das Werkzeug von entsprechender Qualität gewesen.

    Die Billigmeierei und Trennung in Billig, – Hobby, Semi-Pro- und Profiwerkzeug hat es früher SO nicht gegeben, so dass z.B. meine ca. 25-Jahre alte Bohrmaschine tadellos läuft, aber ein Baumarktakkuschrauber nicht mal eine Woche überlebt.
    Oft sind die Preise der Profimaschinen auch den geringeren Stückzahlen bei der Produktion und dem Verkauf geschuldet. Ein 25€-Akkuschrauber verkauft sich halt massenweise (und wird im selben Umfang entsorgt), während eine Profimaschine wesentlich seltener über den Ladentisch geht.

    fast alle von uns sind vermutlich den Weg von Baumarktartikeln zu Profimaschinen – zumindest in einigen Bereichen – gegangen und haben den Kauf nicht bereut. Was hätte man an Zeit, Geld und Frust sparen können, hätte man gleich gutes Werkzeug gekauft!?

  10. Gerald sagt:

    Ich stimme grundsaetzlich Dammam zu, muss aber dazu sagen, dass gerade “Typen” wie Heiko zeigen, was sich alles aus den Maschinchen herausholen laesst, mit Koennen und Ideenreichtum.
    Die Ingenieurskunst der Maschinenentwickler und deren Kreativitaet sollte auch Beachtung finden.

  11. Dammam al Labern sagt:

    Manchmal stellt man sich dabei schon die Frage, wie früher gute Dinge – auch von Heimwerkern – hergestellt wurden als es die ganzen Zaubereien noch nicht gab. Und wieviel von dieser Diskussion dem Motto “Mein Auto, mein Boot, mein Privatjet” folgt. Zumindest zweiteres wird man wohl nicht so einfach beantworten können.

    Ich gönne jedem sein Maschinchen, den Herstellern den Umsatz und der Internetgemeinde die niemals endende Diskussion darüber.

    Schade finde ich allerdings, dass es in den einschlägigen Foren und Diskussionen immer wieder mal so rüber kommt, als bräuchte man mit günstigem Werkzeug erst gar nicht anfangen. Das ist für Einsteiger nicht gerade motivierend und dient häufig genug nur dem Ego des schreibenden Marken- oder Werkzeuggeeks.

  12. FlyingT sagt:

    “Das Problem ist, dass der Hobbyanwender ja oft die gleichen Anforderungen an das Endergebnis hat, wie der professionelle Anwender eines Werkzeuges. ”

    Das bezweifel ich doch recht stark bzw sollte man da Hobbyanwender und Hobbyanwender unterscheiden. Es wird einen großenteil geben die ganz blutige anfänger sind und mit nix anfangen ( Geräte und Erfahrung). Da gleich mit Festool und co anzufangen sprengt erst mal jeden finanziellen Rahmen, zusätzlich besteht eine große Gefahr das sie nach einem Regal einfach keine lust mehr haben, dann fängt das Zeug nur noch staub. Diese Hobbyisten sind sich meistens mehr als sicher, dass sie das Werkstück nicht in Profiqualität hinkriegen. Was ja auch mehr als logisch ist, schliesslich macht der Schreiner nicht ohne Grund eine 3 jährige Ausbildung. Bei ca 220 Arbeitstagen im Jahr sind das bei einem 8 Stunden Tag über 5000Stunden Erfahrung die der Schreiner nach seiner Ausbildung besitzt. Das man beim ersten Versuch das gleiche Ergebniss erziehlt wie jemand mit so einer Erfahrung ist mehr als utopisch. Eine Abweichung von 1-2mm sind somit für viele Hobbyschreiner am anfang völlig akzeptabel. Daher eignet sich für diese Gruppe auch LowBudget Werkzeug.

    Natürlich gibt es auf der anderen Seite auch nur die Hobbyschreiner die “jede” freie Minute in der Werkstatt verbringen. Schon viel gebaut haben oder Erfahrung mit bringen und daher auch ein mehr an Können mit bringen. Diese Gruppe ist sich bewusst was teures Werkzeug kann, was sie brauchen und sind daher auch bereit den Preis zu zahlen. Ganz davon ab besitzen sie meistens schon eine recht gut ausgestattete Werkstatt. Dadurch müssen die Investitionen für neues Werkzeug nicht auf einmal getan werden, sondern hier die TKS erneuern oder da mal ne neue OF. Sie können ja jederzeit auf ihr vorhandendes LowBudget Werkzeug zurück greife. Für diese Gruppe sind 1-2mm abweichung natürlich nicht hinnehmbar.

    In Foren oder Blogs wird jedoch meistens nur auf die 2. Gruppe eingegangen, sie macht auch oft den Großteil der User/Leser aus. Leider werden so ambitionierte Hobbyisten oft verschreckt, da sie gleich gesagt bekommen das sie erstmal 5000€ investieren müssen um etwas anständiges zu bauen. Und das obwohl niemand der “Profis” so angefangen hat…

  13. Wolfgang_P sagt:

    Hallo Holzwerker

    Das ist ein bisschen Einstellungssache. Ich mag einfach gute Qualität und hab Freude daran. Fürs Bergwandern kaufe ich mir auch nur die besten Sachen, ebenso fürs Holzwerken. Sparen tue ich an Dingen, die mir nicht wichtig sind.

    Freude am Sparen habe ich nicht, und die Schnäppchenfreude meiner schwäbischen Landsleute geht mir völlig ab. Das teuerste am Hobby ist mir meine Zeit – sie soll Freude und Erfüllung dazu. Da will ich mich nicht über schlechtes Material ärgern.

    Wenn ich aufs Geld schauen muss, arbeite ich eher weiter mit den Dingen, die ich habe oder verzichte, anstatt schlechte Qualität zu kaufen. Dann habe ich die Chance, zu merken, dass ich manches gar nicht brauche, was ich vorher unbedingt anschaffen wollte.
    Oder ich kaufe gebrauchtes Qualitätswerkzeug und setze es instand.

    Viele Grüße

    Wolfgang

  14. Hans-Joachim sagt:

    Hallo Heiko,
    wieder mal ein sehr interessanter Beitrag.
    An den bereits vorhandenen Kommentaren ist ja schon sehr schön abzusehen wohin es führt. Hier lesen hauptsächlich ambitionierte Heimwerker mit.
    Und auch vollkommen klar, da sind Projekte etwas anspruchsvoller und das Ergebniss muß den Erwartungen entsprechen.
    Meine Meinung spiegelt sich in den bisherigen Beiträgen größtenteils.
    Wenn ich ein gutes Ergebniss in halbwegs annehmbarer Zeit erzielen möchte komme ich an gutem Werkzeug nicht vorbei.
    Besonders Geräte die eine gewisse Präzision mitbringen müssen bekomme ich nur im Fachhandel, und dann zum entsprechenden Preis.
    Mit einem Handhobel aus dem Baumarkt brauche ich garnicht erst anfangen, Zeitverschwendung. Andererseits gibt es einige Geräte aus dem Heimwerkersortiment die durchaus gut ist.
    Schade finde ich das es manche Geräte/Handwerkzeuge entweder nur im Billigsegment oder in der gehobenen Preisklasse gibt.
    Beispielsweise Flachdübelfräse oder Abricht/Dickenhobel.
    Entweder Billigheimer oder für einige Hundert gutes.
    Auch bei Handhobeln/Schärfmitteln geht es richtig ins Geld bis eine brauchbare Ausrüstung vorhanden ist. Stemmeisen sind da auch so ein Thema.

    LG H.-J.

    • Jan sagt:

      Hallo HaJo,

      Handhobel und Schleifmittel findet man nicht nur im schwarz/weißem Bereich!! Ich habe mir Handhobel von Juuma gekauft und Schleifsteine von King, dazu eine Schleiflehre MK2 von Veritas. Das ist wie ich finde eine vernünftige Grundausstattung für die meisten Holzwerker.
      Heiko hat ja auch Juuma Hobel, die preislich in einem sehr guten Verhältnis stehen zu “HalliGalli” und Veritas oder LieNielsen. Die King Steine stehen auch in einem sehr attraktivem Preisleistungsverhältnis.
      Die Schleifhilfe ist für das was man, für den Preis erhält, auch eher günstig anzusehen. Ich arbeite mit diesem Set jetzt ca. ein 3/4 Jahr und bereue keinen einzigen Cent.

      Gruß aus HH
      Jan

  15. Christopher sagt:

    Hallo,
    ein sehr interessantes und wahrscheinlich auch brisantes Thema!

    Ich bin sicherlich einer der vermeintlichen Hobbyanwender welche sehr auf das Geld schauen. Wobei es für mich diese Schwarz-Weiß-Welt zwischen Festool und Baumarkt nicht gibt. Ich bewege mich sehr viel im (großem) Raum dazwischen.
    Ein Beispiel wären hier Stechbeitel:
    Man kann sich natürlich die sicherlich sehr guten, langlebigen, aber auch sehr teuren Beitel von Veritas kaufen. Für mich “tut’s” (ich finde die Qualität hervorragend!) aber auch ein Beitel von Stubai. Oder z.B. Zwingen wo ich mit den Einhandzwingen von Juuma mehr als glücklich bin, state of the art wären halt Bessey-Zwingen.
    Maschinen kaufe ich vorranging gebraucht und habe schon sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Zum Beispiel verrichtet meine (beim Kauf) 25 Jahre alte Elektra Beckum HC260 sehr gute Dienste, aber auch mit der gebrauchten DeWalt DW682 Flachdübelfräse lässt es sich ausgezeichnet arbeiten. Und auch im Baumarkt kaufe ich auch immer wieder Werkzeuge ein (Fräser von Wolfcraft, Bohrer von Alpen etc.).

    Kurz gesagt:
    Es gibt sicherlich viele Bereiche wo man mit einer gewissen Einstellung wenig Kompromisse bei der Werkzeugqualität eingehen will. Das bedeutet für mich aber nicht automatisch, daß es das teuerste Werkzeug sein muss.

  16. Martin sagt:

    Es gibt Menschen die sich ein teureres Werkzeug oder eine teurere Maschinen von festool als von bosch und das ist auch nur für ihr Hobby die aber auch gute Ergebnisse erzielen

  17. Jürgen S. sagt:

    Hallo zusammen!
    Ich denke dass jeder weiß das qualitativ gutes Werkzeug seinen Preis hat und Discounter oder Baumarktware nicht mithalten kann. Es ist für viele nicht eine Frage des nicht Wollens, sondern nur des Budget. Meiner Meinung man kann auch Baumarkt-maschinen kaufen um sich eine Grundausstattung zuzulegen. Ich habe auch eine Bosch POF 1400 als festeingebaute Oberfräse für meinen Frästisch gekauft, denn bei 20% auf den Kaufpreis und sieben Jahren Baumarktgarantie kann man meiner Meinung für diesen Zweck nichts falsch machen. Ich verwende auch eine Festool OF1010, eine Festool Tauchsäge und eine Flachübelfräse von DeWalt da die Flachdübelfräsen der Baumärkte zu billig verarbeitet waren. Ich werde mir auch weiterhin Werkzeug der Profimarken zulegen wenn ich es mir leisten kann, aber es geht halt nicht immer, denn ich bin auch Familienvater und ich werde deswegen nicht auf mein Hobby verzichten

  18. Andreas W sagt:

    Hobby hin oder her, es geht nichts über Qualität. Aber erst einmal Hallo.

    Ich bin nun 25 Jahre alt und gedenke noch Elter zu werden.
    Qualität macht sich in meinem alter ja wohl nur bezahlt. Wen meine Frau in meine Hobby Werkstatt kommt, und sieht die ganzen Festool Kisten sich da stapeln, schlägt sie die Hände überm Kopf zusammen, zu meinem glück kennt sie die waren preise nicht. Dann sage ich ihr immer das es sich spätestens beim Haus bauen bezahlt macht das ich jetzt schon einiges habe was auch länger hält wie 10 Löcher und 5 schnitte.

    Aber jetzt mal was ganz anderes. Ich lege nicht nur wert auf die Qualität, sondern auch auf das Design.
    Ich freue mich immer wieder aufs neue wen ich in meiner Werkstatt was schreinern kann und das liegt mit unter auch daran das wen ich eine Maschine in die Hand nehme mich an ihrer Präzision, Aussehen und Handling ergötze.
    Als beischbiel, Ihr haltet zwei Maschinen in den Händen, sagen wir zur linken eine grüne Bosch für 50 Euro und zur rechten eine Festool carvex PS 420 für 373,66 mit welcher schneidet ihr wohl die Schablone aus ? Eben.
    Aber so wie ich denke, denken ja wohl mehr Hobby Schreiner. Und wen nicht sollte ich aber mal auf meine Frau hören.

    Und jetzt bitte wider ihr, den draußen scheint die Sonne.

  19. Stefan sagt:

    obwohl nur Hobby leg ich sehr großen wert auf Präzision und Qualität. für mich macht es keinen unterschied, ob ich einen zuschnitt mit mit der fks, der tks oder einer tauchsäge erledige, daß Ergebnis muss bei allen passen. das läst sich aber sehr häufig nur mit entsprechenden Maschinen, die halt leider in einer gewissen preiliga spielen, realisieren.
    da für große Maschinen oft der platz und das Geld fehlt, leg ich also zumindest bei den handwerkzeugen die Messlatte schonmal etwas höher und bezahl dann auch einen entsprechenden preis.
    für aufgaben, denen ich mit meinem Maschinenpark dann nicht gewachsen bin, muss ich halt zum örtlichen in die Schreinerei/Tischlerei.

    oft sind die unterschiede zwischen heim- und handwerkermaschinen nicht sofort ersichtlich, aber spätestens beim arbeiten damit merkt man schnell, was man da in der Hand hat. das Ergebnis der arbeit sieht entsprechend aus (meistens jedenfalls 🙂 ).
    ich spar also auch lieber etwas länger und kauf was vernünftiges. mit dieser Einstellung bin ich schon immer gut gefahren.
    der spruch: ” ich verdien zu wenig um billiges Werkzeug zu kaufen..” hat schon seine Berechtigung, in der heutigen zeit mehr denn je.
    allerdings seh ich auch bei vielen werkzeugherstellern in der letzten zeit und bedauerlichen trend. auch “premium” marken glänzen mittlerweile oft mit spielerein, die Präzision allerdings bleibt auf der strecke bzw. wurde halt früher besser umgesetzt.
    ebenso frag ich mich auch, ob man wirklich alles mit akkubestückung braucht? schrauber und co. ohne frage, aber staubsauger, multimaster (und deren Abkömmlinge), hobel (ach ja, deswegen wohl auch der staubsauger mit Akku), Kreissäge, …..
    bin schon gespannt wann die erste formatkreissäge oder dickte mit Akku angeboten wird 🙂

    was will ich eigentlich sagen? ach ja, ich lass mir mein Hobby was kosten.

  20. Björn (Beertackle) sagt:

    Für mich ist das ganze Thema Holzwerken auch “nur” ein Hobby und als solches betreibe ich es auch.
    Ich habe in der Vergangenheit zum Teil sehr schlechte Erfahrungen mit billigem Werkzeug gemacht. Durch meinen Beruf und meinen Arbeitgeber bin ich es zusätzlich gewohnt mit gutem Werkzeug zu arbeiten, deshalb lege ich auch bei meinem Hobby wert darauf mir gutes Werkzeug zu kaufen und ausserdem bin ich der Meinung dass sich das auch später bezahlt macht, da ich der Überzeugung bin dass solches Werkzeug auch länger hält.
    Wie mein Vorredner kann es deshalb aber auch sein dass sich die Neuanschaffung eines Werkzeuges/Maschine ein paar Jahre hinauszögert.
    Ich nutze ausserdem viel die bekannten Holzmessen um die Maschinen und Werkzeuge auszuprobieren und gleichzeitig bekommt man auch noch gute Rabatte.
    Die lange Wartezeit auf neue Werkzeuge kann ich aber auch verkraften dass es ja ein Hobby für mich ist.

    Schönen Tag noch

  21. Ingo sagt:

    Hallo Heiko,

    sehr gute Überlegung von Dir. Für mich ist der Beruf zum Hobby geworden. Also kenne ich all die Vorzüge von großen und teuren Maschinen. Doch wenn ich in meiner kleinen Werstatt etwas für mich oder uns fertigen möchte, dann möchte ich mich auch über das Arbeiten freuen. Dabei ist es egal ob die Maschine/ das Werkzeug nun 200 € oder 600€ gekostet hat. Es ist Freizeit und Hobby. Wir ärgern uns schon öfter über Dinge die wir nicht ändern können. Warum also noch über Dinge ärgern, die wir mit Sparen oder guten Überlegungen abschaffen können. Der Weg ist das Ziel, oder nicht!? Für mich ist es auch Hobby mich mit dem Kauf selber zu fragen, od die Maschine/ oder das Werkzeug den Preis Wert ist. Gute Maschinen haben zB auch mehr Zubehör, mehr Möglichkeiten usw. Ob die Anschaffung auf 20 Jahre dann auch noch so TEUER ist, sollte man sich auch noch Fragen. Die meisten Maschinen sind bei mir älter als 10- 15 Jahre. Wenn ich jetzt etwas kaufe, dann nur noch etwas, was genau meinen Bedürfnissen entspricht. So ein Kauf kann dann auch mal schnell 3 Jahre dauern, weil das Geld nicht so schnell da ist, wie ich es ausgeben könnte. Aber habe ich mich dann entschieden, ist alles andere nicht mehr wichtig.

    Schönen Tag noch

  22. Roland G. (lunateide) sagt:

    Hallo Heiko,
    Guten Abend Woodworker,

    bereits in der Überschrift gefällt mir das Wort “nur” nicht. Hobby ist etwas, was jeder freiwillig tut; nicht des Broterwerbs wegen, nicht einer Weisung folgend, noch nicht einmal aus einer Notwendigkeit heraus.

    Hobby ist eine Tätigkeit, bei der (zumindest) ich Freude und Erfüllung finde. Das kann ich aber nur, wenn ich nach Lernen, Ausprobieren und Üben mit dem Ergebnis zufrieden bin.
    Ich bin noch sehr in den Anfängen, aber bei den eher bescheidenen Werkstücken stelle ich an mich die gleichen Anforderungen, wie ich sie von einem Profi erwarte, der sie gegen Bezahlung herstellt.
    Vorne “Hui” und hinten “Pfui” oder zugeschmiert und überstrichen – sieht doch keiner – war noch nie mein Ding.
    Dazu brauche ich Werkzeug, mit dem das möglich ist, aber hier muß jeder für sich die Latte legen.

    Auch das Argument: Brauche ich doch nur selten, ist kein gutes, wie auch ich feststellen mußte.
    Ich habe vor langer Zeit bei einem Discounter einen kleinen Winkelschleifer gekauft, hier und da mal benutzt, aber dann sollte das Geländer der Außentreppe entrostet werden. Das Teil lief mit Pausen einige Stunden und dann nicht mehr.
    Ähnlich ging es mit einem Exzenterschleifer aus der gleichen Quelle.

    Daß in Bau- oder anderen Märkten teilweise wirklich Schrott verkauft wird, liegt aber einzig und alleine an dem Käuferverhalten.
    Manchmal lese ich in Foren z.B. Ich will eine Kreissäge kaufen, darf aber nur X Eur kosten und diese Einstellung auch in den Märkten vertreten wird, dann wird eben irgendwann zu diesen Preisen produziert und angeboten, egal wie minderwertig es auch ist.

    Wieviel Geld man für sein Hobby oder auch Arbeiten im privaten Bereich ausgeben kann, was wirklich gebraucht und was übertriebener Firlefanz ist, muß auch jeder für sich entscheiden.
    Auch ich. Ich brauche keinen Winkelschleifer mit Navigationseinrichtung oder Rettungsfallschirm für den Fall, daß er einmal beim Arbeiten vom Dach fällt, aber das Entrosten eines Treppengeländers sollte er schon überstehen.

    Gruß
    Roland

  23. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für den Post. Hoffentlich hast Du genug Platz auf dem Server, für die wahrscheinlich vielen Ansichten.

    Auch ich bin “Hobby Holzwerker”. Auch ich bin ständig in diesem Konflikt. Kosten – Nutzen. Vor allem, wie oft nutze ich ein Werkzeug.

    Ich denke man könnte da noch eine Abstufung einbauen. Primärmaschinen /Werkzeug und Sekundärmaschinen / Werkzeug.

    Einen Akkuschrauber definiere ich als Primärmaschine, die ich ständig benötige und dort erleichtert mir ein meist hochpreisiges Produkt das Leben und erhöht den Spass am werkeln und erzeugt ein zufriedenstellendes Ergebnis.

    Allerdings kann man auch mit einem Discounter Schrauber eine Schraube eindrehen.

    Es gibt aber auch Werkzeug, was ich tatsächlich nur 2 Mal im Jahr benutze. Dort kann es dann auch Werkzeug aus dem unteren/mittleren Preissegment sein.

    Vorraussetzung: Die Mehrzeit hält sich noch in Grenzen (die muss ich ja nicht zahlen) und das Ergebnis muss ähnlich dem werden, wie ich es womöglich etwas schneller und komfortabler mit der Profimaschine herstellen hätte können.

    Allerdings hat auch hier die Geduld eine Grenze. 🙂

    Das Problem an der heutigen Zeit ist eher eine anderes. Daher kommen auch meines Erachtens “Einige” ins Wanken.

    Die Zeit und der Markt ist sehr schnelllebig. Früher hat man eine Maschine gekauft, und ist davon ausgegangen, die Maschine hält nun 20 Jahre und wird meinen Ansprüchen genügen. Heute sind die Maschinen aber definitv seitens des Hersteller nicht auf 20 Jahre Nutzung ausgelegt. Und das Fiesere, der Hersteller bringt alle 2-3 Jahre neue Sachen mit neuen Features und angeblichen Verbesserungen auf den Markt. Meist sind die Maschinen tatsächlich besser.

    Jetzt kommt der Hobbywerker in Konflikt. Will ich eine Maschine 10 – 20 Jahre nutzen, oder habe ich nicht die Lust oder den Bedarf oder werden die Medien mich so lange beeinflussen, bis ich zum neuen Modell greife.

    Das ist natürlich Verschwendung von Ressourcen.

    Ich denke das Problem an jedem Hobby: Zum Anfangen bedarf es meist schon einer ziemlich großen Ausststattung. Und ohne eine gewisse Grundausststattung kann man nicht einmal einen 4 eckigen Kasten bauen.

    Ich bin mal gespannt, wie andere Woodworker das so sehen.

    Gruß Andi

    P.S. Ich bleib hier dran 🙂

  24. Dusi sagt:

    Ich glaube wir müssen uns alle klar machen, dass es sich beim Holzwerken um eine Hobby handelt. So wie Skifahren oder Kunst sammeln oder oder oder. Geld sparen kann man dabei nicht. Vielfach ist das Material schon teurer als ein gesamter Schrank beim Schweden mit den vier Buchstaben.

    Insofern kann man auch Dinge kaufen, die einen Spass machen wenn es eben der Geldbeutel zulässt. Ich selber kaufe gerne gebrauchte Profimaschinen in gutem Zustand. Die kann man dann auch wieder verkaufen ohne großen Verlust zu machen.

  25. Anonymous sagt:

    Wieder mal schön geschrieben,
    aber ich finde es kommt auch einfach auf den Geldbeutel des Holzwerkers an:
    Manch einer hat halt mehr Geld zur Verfügung als andere und auch solche wollen präzise arbeiten. Ich finde somit die Frage nach einem Werkzeug mit dem besten Preis Leistungsverhältnis angemessen, nicht aber die Frage nach billigem Werkzeug.

    Gruß

  26. Neal sagt:

    Hallo Heiko,
    meine Meinung ist folgende:Wenn man nur paar mal was werkelt,reichen günstige MAschienen locker aus,da sie nicht die Welt kosten.Wer viel arbeitet kann sich Profiwerkzeug ordern.Manche hingegen sind ein wenig bequemer 🙂 und kaufen sich fürs Hobby die Festool Of 1400 für locker 650 Euro obwohl sie im Jahr 4 mal benutzt wird.Solche Leute definieren ,, fürs Hobby” anders wie es die meisten tun, sie kaufen sich die Maschienen grade weil sie nur ein Hobby haben und ihnen das Geld mehr oder weniger egal ist!!!Solchen Anwender geht es einfach nur um Präzision,Komfortabiltät und Kraft und gute Ergebnisse!

    Fazit die Definition von ist nur ein Hobby ist unterschiedlich,der eine will Geld sparen und kauft sich die Aldi Oberfräse und nimmt Fumelleien o.ä. in Kauf,andere kaufen sich die Of 1400 mit Vollaustattung weil sie,wie schon erwähnt Präsizion Kraft Ausdauer und gute Ergebnisse haben wollen ohne große Fummeleinlagen!

    Liebes Grüßlie 🙂 Neal

    P.S. Ich bin ein Mann und keine Frau 🙂

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