Alles mit System – Teil 1

Alles im System - Oberfräsen und Zubehör

Oberfräsen und Zubehör

Es gibt Werkzeughersteller die sehr stark auf den Systemgedanken setzen und es gibt Hersteller, die diesen Aspekt weniger stark herausstellen. Inzwischen arbeite ich mit Elektrowerkzeugen verschiedenster Hersteller, so dass ich persönlich dem Systemgedanken keine zu große Bedeutung mehr zumesse. Besonders bei der Oberfräse habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass einige Komponenten unterschiedlicher Hersteller sehr wohl untereinander kompatibel sind oder adaptiert werden können.  So habe ich beispielsweise den Parallelanschlag der Perles OF9e etwas verbessert und dazu (Ersatz)Teile von Festool verwendet.  Auch eine seitliche Absaughaube ist schnell gebaut und passt dann sowohl auf die Makita Oberfräsen, als auch auf Maschinen von Perles, Trend und Bosch, da dort der Stangenabstand gleich ist.

Da die Führungsschienen von Makita kompatibel zu denen von Festool sind, laufen nun sowohl die Makita RT0700 als auch die Perles OF9e auf einer Festool Schiene.

In den kommenden Artikeln werde ich diese „Systemkomponenten“ näher vorstellen und auch die genauen Teilenummern veröffentlichen, die für den Um- oder Selbstbau notwendig sind.  Den Beginn macht der Selbstbau einer seitlichen Absaughaube. Dann geht es weiter mit dem Umbau des Perles Anschlages und am Ende dieser kleinen Serie stelle ich den Führungsschienenadapter mit Kippschutz von Makita vor.

Ich freue mich natürlich, wenn auch Sie selbstgebaute „Systemkomponenten“ als Kommentar vorstellen oder auf Teile und Zubehör hinweisen, das herstellerübergreifend passt.

Interessant wäre auch Ihre Meinung zum Systemgedanken als solchen und ob Sie beim Werkzeugkauf darauf Wert legen im System zu bleiben.

Alle Artikel der Reihe „Alles mit System“:

Teil 1 – Diese Seite

Teil 2 – Seitliche Absaughaube

Teil 3 –  Parallelanschlag mit Absaugung

Teil 4 – Führungsschienenadapter

Teil 5 – (Zwischen)Fazit

Teil 6 – Feineinstellung für Parallelanschlag und Führungsschienenadapter

 

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10 Kommentare zu Alles mit System – Teil 1

  1. Lucian Stefan Caliman sagt:

    Ich benutze gerne Dinge, die nicht abhängig machen. Deshalb ist mir der Systemgedanke zumindest suspekt.
    Deshalb verwende ich all das, was gerade passt. Als Bastler wird es passend gemacht, wie es gerade benötigt wird.

    Nachdem ich gesehen habe, (youtube), wie man eine (bestimmte) Oberfräse in einen Werktisch von unten einbaut, wollte ich das auch haben.
    War aber nicht bereit, 350,00€ für ein von oben verstellbares Exemplar auszugeben.

    Habe ein älteres preiswertes Modell benutzt.
    Der Drehknopf der die Höhe der Oberfräse bestimmt, läuft in seinem Hohlrohr durch eine darin befestigte Gewindemutter.
    Diese habe ich mit einem größeren Durchmesser aufgebohrt.
    So kann man nun, eine entsprechend lange Gewindeschraube mit Inbus- Zylinderkopf von oben durch das Hohlrohr in die Fräse einführen.

    Wo vorher der Verstellknopf gesessen hat, habe ich eine Rampa- Mutter (wird sonst in Holz verwendet) eingepasst. Für die 4 Zinken habe ich Löcher in den Kunststoff gebohrt, um ein Platzen oder ausfransen desselben zu vermeiden.
    Die Oberfräse habe ich mittels 2 Alu- kaschierter Kunststoffplatten (übereinandergelegt verleimt, damit ich jeweils aus einer Platte, die versenkbaren Einsatzringe, je nach Fräserdurchmesser, fertigen konnte), in den Arbeitstisch integriert.
    Uber dem der Höhenverstellung dienenden Hohlrohr, habe ich passend für einen 6er Inbusschlüssel, ein Loch gebohrt.
    Voilá! Eine von oben vestellbare Oberfräse ist fertig.

    Bin EDV – mäßig nicht in der Lage ohne Hilfe Videos oder Bilder hochzuladen.
    Werde aber daran arbeiten.

  2. Christian sagt:

    Hoi!

    Über lange Zeit habe ich mit einem bunten Sammelsurium an Geräteherstellern gearbeitet. Da jeder Hersteller in anderen Bereichen einen Schwerpunkt hat, wollte ich mich nicht auf einen Hersteller beschränken und aus allen Bereichen das Gerät meiner Wahl haben.
    Seit etwa zwei Jahren ersetze ich allerdings viele Geräte durch festool Produkte, da ich für mich den Mehrwert des Systems entdeckt habe. Das ist offenbar genau der entgegengesetzte Weg, wie Heiko ihn für sich beschreibt.
    Gerade das plug it System finde ich genial, da ich auch eine ähnliche Deckeninstallation wie Roger habe; allerdings mit einem Energiewürfel für Drehstrom für die größeren Maschinen dabei.
    Auf der Ligna habe ich den Mirka Deros gesehen, der mich begeistert hat. Ich überlege, ob ich meinen Rotex durch den Deros ersetzen soll (wieder weg von festool?!?), mich stört aber noch, dass er nicht an das plug it passt. Irgendwie hoffe ich ja noch, dass die Roadshow (bin Anfang September dort) noch eine Neuigkeit bei den Schleifern bringt. Am Ende wird aber das bessere /passendere Gerät gegenüber der „Markentreue“ siegen.

    Gruß,

    Christian

  3. roger sagt:

    Hallo Heiko
    Ich für meinen Teil habe alle Maschinen die nicht von Festool sind mit dem Plug-it
    Umbaukit umgebaut. Klar ist das etwas kostspielig aber man gibt ja des öfteren Geld für unsinnigere Dinge aus.Zudem habe ich mir über meinem Arbeitsplatz
    mit dem Resten einer Schiebetürenschiene und dazugehörigem Rollwagen ein
    Schienesystem gebaut.So hängt der Absaugschlauch vom Saugmobil von der Decke und macht zb. beim schleifen die Bewegungen mit.Um nicht die teuern Saugschläuche mit integriertem Plug-it von Festo kaufen zu müssen, habe ich ein Plugitkabel mit Kabelbinder an meinem Absaugschlauch montiert.funktioniert einwandfrei. Hätte noch Fotos weiss aber nicht wie hochladen.

    Grüsse aus der Schweiz Roger

  4. Hans-Joachim sagt:

    Hallo Heiko,
    ein seehr interessantes Thema, ich bin schon gespannt.
    Welches Systemzubehör ist mit anderen Herstellern kompatibel.
    Das gibt, glaube ich, eine neverending Story.
    In dem Gastbeitrag mit der Lochschiene wurde ja schon der Makita Führungsschienenadapter erwähnt.
    Ich habe mir den bestellt und er passt prima zur Bosch POF 1400 ACE mit Festool Schiene 🙂
    LG H.-J.

  5. Christoph sagt:

    Hallo Heiko,
    Elektrogeräte die einen eigenen Stecker haben/brauchen, habe ich alle aus der Werkstatt verbannt und neue kommen da nicht mehr hinzu. Dazu ist das Plug-It System so praktisch. Einige Geräte habe ich umgebaut (Kapp&Gehrungssäge; alte Stichsäge…) um auch da direkt mit dem Sauger/Stromstecker rangehen zu können.

    • Sascha Brechenmacher sagt:

      Hallo,

      der einheitliche kompakte Stromstecker ist wirklich praktisch, mir war aber das Festool Plug-it-System immer schon zu teuer zum nachrüsten. Ich hab jetzt meine ganzen Maschinen auf Neutrik Powercon True1 (http://www.neutrik.de/de-de/powercon/powercon-true1) umgebaut und das funktioniert auch super.

      Grüße,
      Sascha

      • Matthias sagt:

        Hallo Sascha,

        vielen Dank für die Info. Das PowerCON System von Neutrik kenne ich schon länger. Aber da man es nicht unter Spannung oder Last stecken darf, hatte ich es bis jetzt nicht in Erwägung gezogen. Das PowerCON True1 System war mir neu. Ich habe mir gleich mal testweise ein paar Teile bestellt.

        Viele Grüße
        Matthias

  6. Tommy 1961 sagt:

    Na wir warten schon seeeehnsüchtig auf diesen Beitrag.

    Junge, Junge was für eine Folter. 🙂

    Das Bild verspricht ja schon einiges an Freude, für Benutzer der Makita Fräse.

    Bzgl. des Systemgedanken müssen wir sagen, ein System ist im Grunde, eine wirklich tolle Idee (sofern die Teile auch nutzen bringen).

    Aber noch besser ist ein, wie du zeigst, Firmen übergreifendes System, dem auch wir „anhängen“ und beim kauf von Maschinen schauen, das auch Teile, anderer Maschinen auf vorhandene und neue passen.

    So und nun warten wir geduldig auf Deinen Beitrag und wünschen bis dahin alles Gute

    Sabine und Tommy

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