Video „geschraubte Gratleisten“

Ich habe den Bau eines Esstisches Aus Nussbaum zum Anlass genommen ein Video zum Thema Gratleisten zu machen. Konkret geht es um aufgeschraubte Gratleisten. Ich gehe aber im Video auch auf die klassische Variante ein und auch auf den Sinn und Zweck einer Gratleiste.

Hier finden Sie sie komplette Baudokumentation des gezeigten Esstisches:
http://holzwerkerblog.de/meine-mobel/esstisch-und-bank-aus-nussbaum/

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53 Kommentare zu Video „geschraubte Gratleisten“

  1. Oliver Ulrich sagt:

    Hallo Heiko,
    erstmal vielen Dank für deinen Blog.
    Ich bin gerade bei der Planung eines Schlafzimmerschrankes. Der Korpus des Schrankes soll aus Leimholzplatten hergestellt werden mit durchgehenden Lamellen entweder aus Buche, Esche oder Eiche. Was würdest du nehmen?
    Die zweite Frage geht um die Türen, wenn ich die auch gerne aus Leimholz bauen möchte, dann mit Gratleiste oder Hirnholzleiste damit die Türen sich nicht verziehen oder lieber die Türen aus einem anderen Material bauen? Die Tür wäre 2,10 m hoch und 0,40 m breit.
    Vielen Dank für deine Antwort im voraus und mach weiterso.
    Mfg Oliver

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Oliver,

      die Holzart ist Geschmackssache. Ich würde aber den Schrank nicht aus Leimholz bauen. dAs wird viel zu schwer, zu teuer und wird dir im Nachinein bei diesen Dimensionen nur Ärger machen. Wenn der Schrank glatte Flächen ohne Unterbrechung haben soll, nimm Tischlerplatte. Soll der Schrank massiv werden, solltest du eine entsprechende Konstruktion wählen, also Rahmen-Füllung, mit dünnen Füllungen.

      Gruß

      Heiko

  2. Michael sagt:

    Hallo Heiko,
    Ich verfolge deinen Blog nun schon eine ganze Weile und habe schon viele interessante Beiträge bei dir gesehen.

    Ich plane einen Tisch aus massiver Eiche zu Bauen.
    Der Tisch soll 300x100cm werden. Die Beine sind 50cm vom Rand angebracht so dass die platte in der Mitte nur ca. 170cm freitragend ist.
    Ist das bei einer Tischplatte mit 4,5cm Stärke Zargen los machbar?
    Wie viele Gratleisten würdest du empfehlen?

    Gruß Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      Ohne Zarge wird die Platte alleine durch ihr Eigengewicht dennoch durchhängen. Da werden auch Gratleisten nichts nützen.

      Gruß

      Heiko

      • Bernd sagt:

        Hallo Heiko,
        ich habe leider nicht herausgefunden wie ich hier etwas Neues posten kann und benutze daher die „Antworten“ Funktion, auch wenn meine Frage nichts mehr der vorherigen zu tun hat, bitte entschuldige mir das.

        Meine Frage bzw. mein großes Problem:
        Ich habe mir einen Tisch aus alten Eichenbalken gebaut. Die Balken sind weit älter als 15 Jahre, daher gehe ich davon aus, dass sie komplett durchgetrocknet sind.
        Hat alles super geklappt und am Ende habe ich die Oberfläche 3 x mit Leinöl geölt…Nun steht mein Tisch in meiner Wohnung doch das Leinöl trocknet nicht. Also der Tisch fühlt sich nicht klebrig an und es steht natürlich auch keine Ölschicht drauf, aber jeden Morgen ist es um die Risse der alten Balken „feucht“. Ich habe versucht das immer mit Papier aufzusaugen, aber es hört nicht auf…

        Ich habe natürliches Leinöl für Pferde von Makana (also kein Firnis) benutzt. Mir war klar, dass das natürliche Leinöl länger zum Trocknen braucht, aber 3 Wochen?!
        Habe ich irgendwas falsch gemacht? Kann ich die Trocknung irgendwie beschleunigen oder soll ich eventuell nochmal drüber Ölen, eventuell mit einem Firnis?

        Vielen Dank im Voraus für deine Antwort!
        Gruß Bernd

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Bernd,

          Leinöl trocknet nicht, es vernetzt. Das kann bei deinem Öl, das nicht für die Behandlung von Holzoberflächen gedacht ist durchaus mehrere Monate dauern. Noch dazu, da du gleich mehrmals geölt hast und somit vermutlich viel zu viel Öl auf der Fläche und in den Ritzen ist. Da wirst du wohl entweder warten müssen, oder die Oberfläche mechanisch (Schleifen, Ziehklinge) vom Öl befreien müssen. Es könnte auch mit Testbenzin gehen.

          Gruß

          Heiko

          • Bernd sagt:

            Vielen Dank für die schnelle Antwort!

            Da die Tischplatte 3 x 1 m ist und dazu noch 5 cm stark, würde ich den Tisch natürlich äußerst ungern wieder raustragen zum schleifen.
            Wie viel müsste ich denn abschleifen? Reicht es da mit einem Tellerschleifer zu arbeiten oder muss da mehr runter?

            Eine andere Möglichkeit gibt es nicht? Ich habe im Internet gelesen, dass man eventuell mit einem Firnis leicht drüber ölen kann und die Sikkative da bereits aufgetragende Leinöl schneller zum trocknen bringen.

            Gruß
            Bernd

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Bernd,

              ob das mit dem Firnis funktioniert kann ich dir nicht sagen, das habe ich nie ausprobiert. Wenn du dich für das Schleifen entscheidest, muss da schon so einiges runter. Da kommt es weniger auf die Maschine an, sondern eher auf das Schleifmittel. Nimm ein offen gestreutes Papier. Ich würde aber erst einmal versuchen den klebrigen Überstand mit Testbenzin (Shellsol-T) zu entfernen.

              Gruß

              Heiko

          • Babette sagt:

            Hallo Heiko,
            Ich habe eine Frage die zu dem Thema passt. Ich habe einen sehr rustikalen noch unbehandelten (Wild)Eiche Tisch aus einer sehr hellen Eiche. Ich möchte den Tisch nun Ölen um die Maserung richtig anzufeuern. Wenn möglich sollte die Tischplatte auch dunkler werden, so ein bisschen bräunlich.
            Zuerst dachte ich auch an Leinöl, da dieses Öl gut anfeuert aber nachdem Bernd solche Probleme hat, möchte ich natürlich kein reines Leinöl nehmen. Bei mir um die Ecke gibt es einen obi. Auf der Seite reintechnisch.de empfiehlt der Autor das biopin Arbeitsplatten Hartöl. Ist dies ein „gutes“ Öl für meinen Zweck oder kann ich den Tisch vielleicht ganz dünn mit Leinöl grundieren und nach 2 Tagen das Hartöl drüber Ölen? Ich hoffe du hast einen Rat für mich.

            Liebe Grüße
            Babette

  3. Jürgen Taschka sagt:

    Servus Heiko,

    ich bin auf der Suche nach dem fertigen von Gratleisten auf Deinen Blog gestossen. Danke! Ich hatte schon befürchtet ich muss an meinen Tisch mit der Oberfräse ran!

    Wie oft muss ich denn die Schrauben setzen? 1 Schraube je Bohle?

    Meine Tischplatte ist etwa 190 x 80, aus den alten Lärchenbohlen meiner Terrasse. Wie viele Gratleisten sollte ich hier setzen?

    Danke im Voraus!

    Jürgen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jürgen,

      das kann man pauschal nicht sagen. Es kommt auch auf die Unterkonstruktion deines Tisches an. Wenn du eine umlaufende Zarge machst und die Querzargen als geschraubte Gratleisten dienen würde ich nur noch zwei Stück dazwischen machen. Alle 20cm eine Schraube sollte reichen. Aber ohne die genaue Konstruktion zu kennen, zu wissen, ob das Holz stark gemasert ist oder stehende Jahresringe hat, nach Verleimregeln zusammengefügt oder nicht, ist das alles nur eine grobe Schätzung.

      Gruß

      Heiko

  4. Henning Gohlke sagt:

    Hallo Heiko,
    Ich möchte aus einer Baumscheibe (längs geschnitten) einen Tisch bauen. Dabei soll die Waldkante erhalten bleiben. Diese Platte soll ca 100x2000x50 groß sein und auf quardratische Stahlfüße geschraubt werden. Sollte man hier auch Gratleisten verwenden und kannst Du sagen wie sie dimensioniert sein sollten?

    Vielen Dank

    Henning

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Henning,

      du meinst sicherlich eine Bohle und keine (Kreisrunde) Baumscheibe. Ein Tisch dieser Größe arbeitet sicherlich sehr stark. Da ist es mit ein paar Gratleisten nicht getan, da würde ich auf jeden Fall eine Zargenkonstruktion machen und nicht nur ein paar Füße drunter schrauben. Im Prinzip kannst du da die Konstruktion des Tisches wie hier gezeigt übernehmen.

      Gruß

      Heiko

  5. Anonymous sagt:

    Hallo Heiko,
    ich baue mir gerade einen Tisch aus 2 Eichenbohlen.
    Die Tischplatte ist 180 x 85 cm und 4,5 cm stark.
    Die Eichenbohlen sind noch nicht ganz trocken, ich schätze sie haben momentan eine Restfeuchte von 30%. Ich habe die beiden Bohlen jetzt satt mit Weißleim verleimt, so dass der Leim teilweise aus der Leimfuge gedrückt wurde.
    Meine beiden Fragen:
    1. Meinst du die Leimfuge wird aufreißen, wenn das Holz schwindet?
    2. Als Gratleisten habe ich 3 Winkelstahlprofile eingelassen, Dimension 30 x 30 x 3 mm. Meinst du die Dimension reicht aus um die Platte am Werfen zu hindern?

    Beste Grüße
    Marlon

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Marlon,

      eine solche Konstruktion bei einer Holzfeuchte von 30% ist schlicht und ergreifend falsch. Selbst für die Verwendung im Außenbereich wäre mir die Holzfeuchte noch zu hoch. Was nun mit deiner Platte passieren kann ist unvorhersehbar. Du musst dich da einfach überraschen lassen.

      Gruß

      Heiko

  6. Christian sagt:

    Hallo Heiko,

    habe Schranktüren aus Fichte 3-Schicht (19mm) gebaut. Nach dem ölen haben die sich leider verzogen, so daß sie nach dem anbringen am Schrank nicht abschließen (ca. 1cm Verzug auf 2.30m Türlänge)
    Könnte man sowas auch mit den Gratleisten wieder hinbekommen?
    Habe sei bei Buche Leimholz nach dem Beitrag hier schon verwendet, da funktionierte es super.

    Gruß
    Christian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christian,
      das sollte bei deinen Dreischichtplatten ebenso funktionieren.
      Gruß

      Heiko

      • Christian sagt:

        Danke für Deine schnelle Antwort.

        Wieviel Gratleisten sollte ich auf die 2.30m lange Schranktür am besten aufbringen?
        Würden 3 ausreichen, der Druck ist ja nicht groß, bei so einer dünnen Platte.

        Grüße
        Christian

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Christian,

          ich würde erst einmal nur zwei Leisten anschrauben, eine unten und eine oben. Wenn das nicht reicht kannst du ja immer noch weitere Leisten anbringen.

          Gruß

          Heiko

  7. Gerwin sagt:

    Hallo Heiko,
    ich habe massive Tischkufen aus Rohstahl (10 cm breit, 1 cm dick und 70 cm breit). Diese sollen auf eine Eichentischplatte (1,80 x 90 x 4 cm ) montiert werden.
    Muss die Tischplatte eine Gratleiste bekommen oder übernehmen die Tischkufen diese Funktion.
    Hiervon unabhängig stellt sich mit die Frage, wie ich die Tischkufen mit der Tischplatte verschrauben muss. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, brauch der Tisch noch etwas Spiel, um arbeiten zu können. Wie kann ich das sicherstellen?

    Gruß
    Gerwin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      wenn deine Kufen nur 10mm dick sind,werden sie das Holz nicht am krummwerden hindern können. Dann wären Gratleisten angesagt. Wenn deine Kufen dicker sind, kannst du sie mit Langlöchern versehen und wie die Leisten im Video anschrauben.

      Gruß

      Heiko

  8. Aris sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin es noch mal zum Thema Gratleisten und einem Punkt den ich deinem Video nicht entnehmen konnte, der jedoch für mich als Laie nicht ganz klar ist.

    Wenn ich meine Gratleiste bzw. Querzargen mit Sechskantschrauben in der Größe M6 befestige, muss ich das Langloch dann auch genau 6mm breit bohren oder sollte man 1mm dazugeben? Ist 1 bis 1,5cm in der Länge ausreichend für das Loch?

    Es handelt sich um eine Leimholzplatte Wildeiche mit durchgehenden Lamellen in der Stärke 26mm (135 x 80). Sollte also nicht viel arbeiten. Wie tief würdest du in die Platte bohren? Vom Gefühl her hätte ich gesagt bis zu max. 20mm.

    Vielen Dank und beste Grüße
    Aris

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Aris,

      das Langloch muss nicht breiter sein, 6mm sind also in Ordnung. Eine Bohrtiefe von 20mm scheint mir auch zu passen. Du schreibst von „M6“ Willst du Gewindemuffen verwenden? Wenn ja, warum? Das ist ein Aufwand, der nicht notwendig ist.

      Gruß

      Heiko

      • Aris sagt:

        Guten Morgen Heiko!

        Um Gottes Willen, nein, entschuldige, mein Fehler. Habe mich nur letztens tatsächlich mit Rampamuffen beschäftigt und das „M“ ist irgendwie hängengeblieben? Verwende natürlich ganz normale Sechskantschrauben in der Stärke 6.

        Länge des Langlochs von 1 bis 1,5cm sind ausreichend?

        Beste Grüße
        Aris

  9. Aris sagt:

    Hallo Heiko,

    ich verfolge deinen Blog schon länger und habe bereits zahlreiche Tipps mitgenommen. Vor allem besitzt du die Gabe die Dinge auch Laien wirklich sehr verständlich zu machen. Ein großes Dankeschön hierfür.

    Ich interessiere mich schon lange für Holzarbeiten, habe aber bislang nur Kleinstprojekte umgesetzt. Zu größeren Projekten habe ich eine genaue Vorstellung das Design betreffend, diese jedoch aus diversen Gründen nicht realisieren können. Da ich viele Fragezeichen habe -die sich jedoch nach und nach auflösen- stoße ich immer wieder auf neue Herausforderungen. Zuletzt habe ich mich über das Arbeiten von Holz informiert und bin daher unweigerlich auf das Thema Hirn-/Gratleisten gestoßen, welches mich dann doch sehr demotiviert hat, da ein Akku-Schlagbohrschrauber das einzige elektronische Werkzeug ist das ich besitze. Eine Realisierung schien wieder in weite Ferne gerückt, bis ich dein Video über die aufgeschraubten Gratleisten gesehen habe.

    Und nun zu dem aktuellen Projekt. Ich möchte einen Esstisch bauen. Die Tischplatte soll 80cm breit und 135 cm lang sein bei einer Stärke von 27mm; Leimholzplatte (Wild)Eiche mit durchgehenden Lamellen. An den Ecken jeweils einen sich verjüngenden Fuß aus Kantholz, rundum Quer- und Längszargen. Also an sich alles recht klassisch gehalten. Nun zu den noch verbleibenden Fragen/Herausforderungen. Es wäre sehr nett wenn du mich korrigieren bzw. den ein oder anderen Tipp geben könntest.

    1. Ich nehme an, Nutklötzchen an den Zargen sind bei diesen Dimensionen nicht mehr ausreichend. Wie viele aufgeschraubte Gratleisten würdest du empfehlen und wo sollte ich diese befestigen? In deinem Video zu dem Thema hast du kurz erwähnt, dass die Querzargen auch die Funktion einer Gratleiste übernehmen können; das habe ich leider nicht ganz verstanden. Du hast von angeleimten Halteleisten gesprochen in die Schrauben eingedreht werden. Wie kann man sich das vorstellen?

    2. Für die Gratleisten verwende ich im Idealfall ebenfalls Eiche oder ein ähnlich hartes Holz mit stehenden Jahresringen und 1,5 facher Stärke der Tischplatte (also 1,5*27mm=~40mm).

    3. Muss ich zur Befestigung der Gratleisten neben Flachkopfschrauben an bestimmten Stellen auch Leim verwenden?

    4. Die Längszargen kann ich vollflächig verleimen und damit diese nicht ausreißen wenn sich mal bspw. jemand auf dem Stuhl sitzend an den Tisch ziehen möchte, auch zusätzlich verschrauben.

    5. Die Querzarge wird nur aufgeschraubt, da wenn Quer- und Längsholz miteinander verleimt wird, die Leimfuge aufreißen kann.

    6. Können die Längs- und Querzargen (sofern diese nicht als Gratleisten fungieren müssen) sowie die Füße aus Kostengründen bspw. aus Fichte bestehen? Da diese in creme gestrichen werden, ist es m.E. nicht notwendig hierfür ein edles Holz zu verwenden.

    7. Wie verhält sich das Thema Gratleisten zu einer Tischplatte die aus bspw. 5 gehobelten Eichenbrettern zusammengesetzt ist, welche einfach aneinander gelegt werden, ohne diese zu Verleimen. Bei den selben Dimensionen des Tisches führt dies zu einer Breite von 16cm und einer Länge von 135cm je Brett. Könnte ich hier die selbe Konstruktion unterhalb des Tisches verwenden oder gibt es etwas besonderes zu beachten. Insbesondere bei der Breite der Bretter hätte ich die Befürchtung dass sich einzelne Bretter verwerfen und Gratleisten dem nichts entgegensetzen können.

    Ich hoffe die meisten Punkte sind kurz zu beantworten und danke dir vorab für deine Zeit.

    Schönen Gruß
    Aris

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Aris,

      bei dieser Tischgröße kommst du mit einer Mittelstrebe, die gleichzeitig als Gratleiste fungiert gut hin. Die kannst du so hoch machen, wie die umlaufenden Zargen. An der Gratleiste wird nichts verleimt und es ist auch zwingend notwendig diese mit Schrauben zu befestigen, die einen flachen Kopf haben. Ob du die Tischplatte mit Nutklötzen oder Schrauben befestigt spielt eigentlich keine Rolle. Du musst die Nutklötze nur entsprechend dimensionieren, dann halten die auch.

      Ich würde den Tisch nicht aus zwei verschiedenen Holzarten bauen. Schon garnicht aus einem so weichen Holz wie Fichte. Das sieht nicht gut aus und ist nicht stabil. Deine letzte Frage verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Warum willst du die Teile der Platte denn nicht miteinander verleimen? Das macht man normalerweise nur bei Tischen im Außenbereich und dort bleiben dann etwa 10mm breite Fugen offen. Das willst du doch bei einem Esstisch bestimmt nicht haben,

      Gruß

      Heiko

      • Aris sagt:

        Hallo Heiko,

        danke für die schnelle Antwort.

        Zu der letzten Frage muss ich sagen, dass es mich stört, dass die Lamellen bei den im Handel erhältlichen Leimholzplatten selten breiter als 5cm sind. Das erzeugt für mein Befinden ein optisch sehr unruhiges Bild, daher ist mir der Gedanke gekommen mir gehobelte Eichenbretter zu besorgen. Nachdem ich jedoch nicht die notwendigen Gerätschaften zum Verleimen besitze, dachte ich mir ich könnte die Bretter einfach aneinander legen mit einem maximalen Spalt von 1mm dazwischen. Ich kann mir vorstellen, dass das in den Ohren eines Profis womöglich leicht dilettantisch klingt, aber bei einer gebürsteten sowie einer lebhaften Oberfläche wie Wildeiche sollte dies m.E. zumindest optisch nicht negativ auffallen. Würde also nur von der Unterkonstruktion abhängen!? Was meinst du?

        Welches günstigere Hartholz könnte deiner Meinung nach für die Tischbeine, etc. herhalten? Wie gesagt, in Eiche ist das ganze doch ziemlich preisintensiv (Kantholz 75mm) und schade drum wenn es sowieso lackiert wird. Da fällt mir ein, dass ich letztens in einem Werkmarkt Rechteckleisten aus Eiche gesehen habe in 20mm Stärke. Die könnten zumindest als Längs- und Querzargen sowie für eine Mittelstrebe (Gratleiste) verwendet werden.

        Schönen Gruß
        Aris

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Aris,

          wenn man einzelne Lamellen verschrauben würde, würde jede Lamelle für sich Platz zum Ausdehnen unz zusammenziehen benötigen. Dazu braucht man dann die breiteren Fugen. Bei einer verleimten Platte arbeitet die komplette Platte, daher braucht man da keine Fugen. Mi einer Fugenbreite von einem Millimeter wird das nichts.

          Die Tischbeine und die Zargen würde ich nur aus einem anderen Holz machen, wenn es deckend lackiert wird. Dann kannst du Buche nehmen.20 Millimeter ist aber für Zargen und Gratleisten zu dünn. Da musst du schon 26mm nehmen.

          Gruß

          Heiko

          • Aris sagt:

            Hallo Heiko,

            so langsam verstehe ich die Zusammenhänge, es sei denn die folgende Frage disqualifiziert mich;-)

            Wenn ich dich richtig verstanden habe, so können zur Verbindung der Unterkonstruktion die Quer- und Längszargen mit der Tischplatte verschraubt werden. Gibt es hierbei etwas zu beachten? Langlöcher, spezielle Schrauben, etc…

            Vielen Dank nochmal
            Schöne Grüße
            Aris

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Aris,

              die Querzargen werden ebenso verschraubt wie die Gratleisten. Die Längszargen kannst du auch so verschrauben, aber da ist es nicht notwendig Langlöcher zu machen.

              Gruß

              Heiko

  10. Neal sagt:

    Guten Abend,

    ich hätte eine Frage, nämlich ob ich eine Gratleiste bräuchte. Ich habe eine Tischplatte aus Lärchenholz (90cm lang, 60cm breit; teilweise Mittelbretter, teilweise Herzbretter) verleimt. Später wird diese Platte auf ein Untergestell, aus Metall geschraubt. Bräuchte ich wirklich Gratleisten?
    Hirnleisten scheiden aus, denn dann würden deren Breite sich nochmals zur Gesamtlänge addieren, und damit wäre die Platte in Relation zum Untergestell zu groß.
    Vielen Dank im Vorraus!

    Mit freundlichen Grüßen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Neal,

      normalerweise sollten dann Langlöcher im Untergestell ausreichen. Das Untergestell, sofern es stabil genug ist, übernimmt dann die Aufgabe der Gratleisten. Vielleicht ist es ja möglich im Untergestell noch eine Art Mittelstrebe quer zur Maserrichtung der Platte einzubauen.

      Gruß

      Heiko

      • Neal sagt:

        Nochmals guten Abend,

        erstmal danke für die Antwort.
        Ok, sowas dachte ich mir, aber sicher ist sicher. Mir fällt aber noch etwas ein: Die Platte steht im Außenbereich für einen Gartentisch.
        Im Außenbereich sind die Feuchtigkeitsschwankungen ja deutlich größer als im Innenraum.
        Ginge das immernoch?
        Notfalls nehme ich ein Stück Flachstahl als Gratleiste.

        Liebe Grüße

        P.S. Natürlich werde ich Langlöcher anbringen, sonst sehe ich jetzt schon Risse. 🙂

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Neal,

          eine durchgehende Massivholzplatte ist für den Außenbereich nicht gut geeignet und wird dir mit Sicherheit Probleme bereiten. Egal, ob mit oder Ohne Gratleiste. Zumindest dann, wenn der Tisch bewittert wird. Es hat schon seinen Grund, warum solche Tische, die man kauft, eigentlich nie durchgehend verleimte Platten haben. Daher würde ich dir von diesem Vorhaben komplett abraten. Ein Flachstahl taugt als Gratleiste auch nichts. Nimm dir mal einen Flachstahl in der entsprechenden Länge und versuch ihn zu biegen. Das geht bis zu einer Dicke von mehreren Millimetern recht problemlos. Also wird das Holz auch eher das Eisen verbiegen, als dass das Eisen das Holz gerade hält.

          Gruß

          Heiko

          • Neal sagt:

            Ok…das hätte ich nicht gedacht. Naja jetzt ist es schon zu spät, dann lege ich einfach eine Plane auf, um die Platte wenigstens ein wenig zu schützen.
            Dennoch Danke.

            Herzliche Grüße

  11. Felix sagt:

    Hallo Heiko,

    habe noch einmal eine Frage zu dem Tisch den ich bauen möchte. Deinen Hinweis bezüglich der Stärke der Gratleisten habe ich umgesetzt und sie dicker geplant. Danke dafür!

    ich wollte fragen, ob man bei einer geschraubten Gratleiste die Schraube in der Mitte kräftig anziehen kann und die weiter außen liegenden Schrauben nur so fest anzieht dass das Holz arbeiten kann. Oder sollten alle nur leicht angezogen werden?
    Hintergrund ist, dass bei meinem aktuellen Projekt die Gratleiste teil des Untergestells ist und so wie ich es oben beschrieben habe würde ich mehr Stabilität erreichen.

    Danke und Grüß,

    Felix

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Felix,

      solange du die Gratleite (Untergestell) nur punktuell fixierst, spricht nichts dagegen. Von diesem Punkt aus kann das Holz ja immer noch frei Arbeiten.

      Gruß

      HEiko

  12. Felix sagt:

    Hallo Heiko,
    ich habe eine Frage zur Anwendung von Gratleisten: Ich möchte eine Tisch (2,2m x 0,9m Plattengröße, Stärke 4cm) bauen ohne Zarge und dabei Gratleisten verwenden von denen man nicht sieht. Daher habe ich überlegt, ob man unter die Platte zwei große mächtige Gratleisten setzt (per Schwalbenschwanzprofil eingefräst und in der Mitte der Platte durch eine einzige Schraube fixiert) und diese Gratleisten dann zu einem Teil des Untergestell macht. Einen groben Entwurf habe ich als Bild angehängt.
    Glaubst du das dies funktionieren kann oder hättest du konstruktive bedenken?

    Danke und Gruß Felix

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Felix,

      ich denke das würde so funktionieren. Der Tisch kann dann aber niemals zerlegt werden. Eventuell wäre es aber auch eine Option die beiden Untergestelle mit Schrauben und Langlöchern am der Platte zu befestigen. Das kommt aber auf die Stärke der beiden „Gratleisten“ an. Denn die Schraubenköpfe brauchen ja auch Platz und sollen nicht zu sehen sein.

      Gruß

      Heiko

      • Felix sagt:

        Hallo Heiko,

        vielen Dank für deine Einschätzung. Das stimmt natürlich dass eine Tisch dieser Größe wenn er nicht zu zerlegen ist eine Transportproblem darstellen kann.

        Ich denke dass ich es vielleicht so mache: die Untergestelle baue ich so, dass diese mit Schrauben und Langlöchern befestigt werden. Diese versenke ich so, wie du es bei dem Nussbaumtisch gemacht hast, dass sie von der Seite nicht zu sehen sind. Den oberen Teil des Untergestellt (als die Gratleiste) mache ich etwas dicker als den Rest des Untergestells und Fräse dann eine entsprechende Aussparung in die Platte.

        Die Platte hat gut 4 cm Stärke, die Gratleiste hat denn 6cm und ist 2 cm in die Platte eingelassen.

        Meinst du so würde es auch funktionieren?

        Gruß Felix

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Felix,

          es kommt dabei auch sehr auf die Holzart an. Bei einem eher gutmütigen Holz wie Amerikanischem Nussbeum würden die 60mm sicherlich reichen. Bei Buche würde ich auf mindestens 80mm gehen. Es kommt auch noch auf den Maserverlauf an. Eine Platte mit stehenden Jahresringen arbeitet in der Regel weniger, als eine aus Seitenbrettern.

          Gruß

          Heiko

  13. özi sagt:

    Hallo Heiko,
    Kann man die Gratleisten auch im Nachhinein verbauen wenn das Holz bereits auf 70vm Breite 1mm geschwindet ist ? Zieht die geschraubte Leiste das Holz dann wieder gerade mit der Zeit ?

    In der Mitte sind es 0.8 bis 1 mm

    Gruß özi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Özi,

      1mm ist ja nicht sonderlich viel. Auf dem Bild sieht es auch so aus, als handele es sich um eine recht dicke Platte. Das würde dann bedeuten, dass du auch recht starke Gratleisten brauchst. Daher würde ich auf jeden Fall erst einmal probieren, wie dick die Gratleisten sein müssten, um die Platte gerade zu bekommen. Das kannst du tun, indem du die Leisten est einmal mit Schraubzwingen fest machst. Dann siehst du ja ob die Platte gerade werden würde und wie dick dann die Leisten sein müssten.

      Gruß

      Heiko

      • Özi sagt:

        Hallo Heiko,
        Die Tischplatte ist genau 3,5 cm dick. Ich wollte jetzt 5 Gratleisten drunter setzen mit je 4- 5 cm Höhe und 3,5 cm Breite ( dann kann ich das selbe Holz benutzen) und nur die Höhe ist ja wichtig also entgegen der Kraft oder ?
        Bei dem Holz handelt es sich um (europ.?) Eiche und ich habe den Tisch letzten Winter gebaut leider ohne Gratleisten. ( Damals kannte ich deinen großartigen Blog noch nicht.)

        Gruß Özi

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Özi,

          mit 5cm bewegst du dich immer noch im unteren Bereich. Als Minumim sagt man 1,5 mal die Plattenstärke. Ein Versuch sollte hier aber Klarheit bringen.

          Gruß

          Heiko

  14. K281 sagt:

    Kannst du nochmal ein Video machen wo du detailiert erklärst wie man genau eine gefräste Gratleiste herstellt? Das wäre Super.

    Auch welchen Fräser man benötigt usw.

    LG Stefan

  15. Leon E. sagt:

    Hallo Heiko,

    Wo haben Sie die Fräser her bzw. von welcher Firma sind diese Fräser?
    Bin gerade auf der suche nach vernünftigen Fräsern, weil die 20€ Baumarktdinger nix tauchen. Mit dem 20mm Fräser lässt sich nur ca. 3mm ins Werkstück eintauchen, weil nur am Rand zwei sehr kurze Schneiden sind.

    Gruß

    Leon

    PS: die Gratleisten sehen interessant aus. Werde ich bei Gelegenheit auch einmal probieren. Nur ich habe nicht den Luxus einer Domino also muss ich die Langlöcher wohl mit der Oberfräse erstellen…

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