Handhobel: JUUMA vs. DICK

Ich erhalte sehr oft Anfragen, welche Hobel denn besser seien, JUUMA oder DICK Hobel. Da ich inzwischen von beiden Marken mehrere Hobel habe, kann ich beide gut vergleichen.

Juuma und Dick Hobel im Vergleich

JUUMA und Dick Hobel im Vergleich

Der Vergleich bezieht sich auf die Einhand- Flachwinkelhobel, sowie auf die Schlichthobel No.5

Einhand- Flachwinkelhobel

Vergleich Juuma und DICK Hobel - Zerlegte Hobel

Die zerlegten Hobel

Ich habe einen Einhandhobel von JUUMA mit einem Bettungswinkel von 20°. Dieser war einer der ersten und hat nun schon einige Zeit in meiner Werkstatt hinter sich. Diesen Hobel werde ich gelegentlich noch mit in den Vergleich nehmen, ansonsten zeige ich einen JUUMA und einen DICK Flachwinkel- Einhandhobel mit einem Bettungswinkel von 12°. Beide wurden im gleichen Zeitraum gekauft. Etwas erstaunt war ich, als ich den JUUMA zum Entfernen des Öls zerlegte und das Hobeleisen sah. Hier wird ein Eisen verwendet, dass sich nicht in den JUUMA mit 20° Bettungswinkel und auch nicht in die DICK Hobel einsetzen lässt.

Vergleich Juuma und Dick Hobel - Die Hobeleisen

Unterschiedliche Hobeleisen

Von DICK habe ich nur Einhandhobel mit einem Bettungswinkel von 12°, kann also hier keinen Vergleich anstellen. Ein Blick auf die verfügbaren Hobeleisen für DICK Hobel bringt hier Klarheit: Auch hier gibt es zwei Eisen, allerdings wurde das Eisen mit den Querrillen, das auch dem Juuma Eisen entspricht nur bis Dezember 2011 verwendet. Ab dann waren die Eisen bei beiden DICK Einhandhobeln gleich. Bei den JUUMA Hobeln werden auch heute noch zwei verschiedene Eisen verwendet.

Die Qualität der Hobeleisen selbst ist sehr gut. Es ist nur wenig Nacharbeit notwendig um sowohl das DICK Eisen, als auch das Eisen den JUUMA Hobels einsatzbereit zu machen.

Vergleich Juuma und Dick Hobel - Die Hobeleisen

Die Hobeleisen

Die Spiegelseiten sind schon recht fein geschliffen und die Fase ist rechtwinklig und auch genau auf 25° geschliffen. Es gibt keine groben Schleifspuren, die entfernt werden müssen. Im Prinzip reicht es eine Mikrofase anzuziehen und man kann mit dem Hobeln beginnen. Besser ist es jedoch die Spiegelseite im vorderen Bereich zu polieren und eine Rückenfase anzuschleifen. Aber auch das ist in weniger als 15 Minuten je Eisen erledigt. Dann hat man ein perfekt vorbereitetes Hobeleisen. Das Nebenstehende Bild zeigt die Spiegelseiten nach jeweils 10 Zügen auf einem Wasserstein mit Körnung 1000. Anhand des Schleifbildes sieht man, dass die Spiegelseiten sehr gut geplant sind. Im Unteren Teil des Bildes sieht man die Eisen mit angeschliffener Mikrofase. Die Hauptfase wurde bei beiden Eisen nicht nachgearbeitet.

Vergleich Juuma und DICK Hobel - Einstellmechanik

Einstellmechanik

Die unterschiedlichen Eisen bei JUUMA und Dick haben natürlich auch unterschiedliche Mechaniken zur Folge. Beim JUUMA Hobel liegt das Eisen mit den Rillen in einem Schlitten mit zwei kleinen Zapfen. Wird das Hobeleisen kürzer, legt man es in andere Rillen ein, die Einstellschraube bleibt immer gut zu greifen. Bei der Mechanik des DICK Hobels und des JUUMA mit 20° Bettungswinkel kann die Einstellschraube mit kürzer werdendem Eisen immer schlechter mit den Fingern erreicht werden. Dafür gibt es weniger bewegliche Teile. Beide Mechaniken haben etwas Spiel. Einen Unterschied in der Präzision konnte ich bisher nicht feststellen. Beide Hobel lassen sich sehr feinfühlig einstellen.

Vergleich Juuma und Dick Hobel - Messing vs. Edelstahl

Unterschiedliche Farbgebungen

Der auffallendste Unterschied zwischen beiden Hobeln ist die Farbgebung. Der JUUMA zielt optisch mit schwarz und Messing ganz klar auf die amerikanischen Hobel von Lie Nielsen ab, während der DICK ganz eigene Wege geht. Die braune Farbgebung mag nicht jedem gefallen, ist aber für die Funktion nicht von Bedeutung. Die silberfarbene Klappe hat allerdings den Vorteil, dass sie nicht anläuft, wie es bei Messing der Fall ist. Bei Messing hat man nur zwei Möglichkeiten: Ständig polieren, oder angelaufen lassen. Ich persönlich poliere nicht mehr, oder nur noch sehr selten und lasse die Messingteile matt werden. Man darf einem Werkzeug auch ansehen, dass es genutzt wird.

Vergleich Juuma und DICK Hobel - Oberflächenqualität

Die Oberfläche

Die Hobelkörper selbst unterscheiden sich neben der Mechanik und der Farbe noch durch die Oberfläche. Die Oberfläche des JUUMA wirkt eher grob und porig, während die des DICK Hobels feiner strukturiert ist. Beide Hobelkörper sind sehr genau gearbeitet. Die Sohlen sind soweit ich es messen kann plan und die Seiten stehen rechtwinklig zur Hobelsohle. Das Hobelmaul ist bei beiden Hobeln sauber gearbeitet und rechtwinklig zur Längskante. Der Eisensitz ist sauber gefräst, alles wie es sein soll. Interessant ist, dass die Oberfläche bei meinem älteren JUUMA Hobel richtig glatt ist.

Vergleich Juuma und Dick Hobel - Schliff der Hobelsohle

Schliff der Hobelsohle

Einen Unterschied gibt es auch bei den Hobelsohlen, besser gesagt beim Schliff der Sohlen.  Die Sohle des JUUMA  Hobels weist ein etwas feineres Schleifbild auf, als die des DICK Hobels. Das heißt jetzt aber nicht, dass der DICK Hobel grob geschliffen ist. Beide sind für die Nutzung ausreichend fein geschliffen. Es schadet beiden Hobeln nichts, wenn man die Sohle noch ein wenig weiter poliert, zum Beispiel mit Schleifpapier auf einer absolut ebenen Unterlage bis zur Körnung 1000, oder aber auf einem planen Wasserstein.

Mein erster JUUMA Hobel kam noch in einem passenden Holzkasten. Aktuell werden die JUUMA Einhandhobel in einer Pappschachtel geliefert, ohne gesonderte Verpackung zur Aufbewahrung. Beim DICK Hobel ist ein passender Beutel dabei, in dem man den Hobel gut aufbewahren kann. Das ist zwar nun kein Muss, aber doch eine Erwähnung wert.

 

Vergleich Juuma und Dick Hobel - Dick Hobel mit Aufbewahrungssäckchen

Dick Hobel mit Aufbewahrungssäckchen

 

Was die Ergebnisse angeht, so sind diese bei gleich geschärften Hobeleisen und gleichen Einstellungen absolut gleich. Beide Hobel arbeiten sehr gut, erzeugen feine Späne, auch bei Hirnholz. Beide Hobel lassen sich gut einstellen und  auch bei der Handhabung gibt es keine Unterschiede.

 

Vergleich Juuma und DICK Hobel - Das Ergebnis

Das Ergebnis

 

Schlichthobel No.5

Vergleich Juuma und Dick Hobel - Schlichthobel No.5

Schlichthobel No.5

Der Vergleich der beiden Schlichthobel No.5 fällt sehr kurz aus, denn es gibt keine nennenswerten Unterschiede. Beide Hobel unterscheiden sich lediglich durch unterschiedliche Farbgebung und leicht unterschiedliche Griffe. Die Griffe an beiden Hobeln könnten etwas größer sein. Beim Hobel von DICK sind die Griffe aus Buche und etwas dicker, als die Bubinga Griffe des JUUMA. Auch der vordere Knopf ist beim DICK ein wenig breiter und dicker, als der Knopf des JUUMA. Ich habe den JUUMA bereits gesondert vorgestellt. Diese Vorstellung kann man 1:1 auch auf den Hobel von DICK anwenden. Hier kann man also in der Tat nach optischen Gesichtspunkten den Hobel auswählen. Technisch und qualitativ gibt es keine Unterschiede.

Fazit:

Bei den Einhandhobeln sollte man darauf achten, welche Variante man im Bezug auf die verwendete Mechanik bevorzugt. Besonders wenn schon ein Einhandhobel vorhanden ist, mit dem die Hobeleisen kompatibel sein sollen spielt das eine Rolle. Ansonsten sind die Unterschiede sehr gering. Egal ob JUUMA oder DICK, bei beiden bekommt man für relativ wenig Geld einen sehr gut verarbeiteten Hobel, bei dem auch das Hobeleisen nur wenig Zuwendung braucht, bis es scharf ist. Die Unterschiede bei den Einhandhobeln zeigen aber, dass Werkzeuge, die gleich aussehen nicht unbedingt auch gleich sein müssen.

Links:

Vorstellung Juuma No.5
Vorstellung DICK Einhand Simshobel
Video: Welchen Hobel zuerst kaufen

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28 Kommentare zu Handhobel: JUUMA vs. DICK

  1. Flo sagt:

    Vielen Dank für diesen großartigen Blog! Dies hier ist zwar ein älterer Blog-Eintrag aber ich wollte auf Nummer sicher gehen mit einer Frage die ich irgendwie nicht hundert prozentig beantwortet bekomme: Sehe ich das richtig dass die mit Dictum gelabelten Werkzeuge die hier beschriebenen DICK Werkzeuge sind? Im Dictum shop linken alle DICK Suchen zu Dictum und ich hatte nun Sorge dass es sich hier nicht nur um einen Rebrand sondern auch um eine andere Qualitätstufe/Produktreihe handelt. Ich würde mich freuen für meine verspätete Nachfrage noch eine Antwort zu bekommen. Liebe Grüße!

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Nils,

      als ich den Artikel geschrieben habe hießen die Hobel noch „DICK“. Inzwischen heißen sie „DICTUM“. Auch die Farbe wurde etwas geändert und ist nun meiner Meinung nach ansprechender. Ansonsten sind die Hobel gleich geblieben.

      Gruß

      Heiko

  2. Niclas sagt:

    Hallo Heiko,

    meine Frage mag etwas off-topfic sein, trotzdem hoffe ich einen Ratschlag von dir zu bekommen. Als angehender Tischler steht der erster Einkauf für Handwerkzeuge an.. das heißt Hobel, Stecheisen, Sägen etc..

    Ich grübel ob ich alles bei DICK bestellen sollte, allerdings habe ich viel Gutes über die neuen MHG Eisen und den kleinen Kunz No.3 Putzhobel gelesen..

    Lohnt es sich hier bei verschiedenen Herstellern umzugucken, oder dann doch lieber bei DICK bleiben, vielleicht noch einen Einhandhobel dazu und ich kann mit gutem Gewissen in meine Lehre starten.

    Der Kunz spricht mich Optisch natürlich ein bisschen mehr an, auch der Aufbau gefällt mir.. allerdings frage ich mich hier ob es Sinvoll ist bei den ersten Hobeln gleich eine solche Spezialität zu haben mit dem kurzen Hobeleisen – das gleiche könnte ich auf Kurze MHG Stechbeitel oder Standard DICK beziehen…

    Gruß

    Niclas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Niclas,

      ich würde die Wahl der Werkzeuge nicht daran festmachen, dass man alles in einem Shop bestellen kann. Viel wichtiger ist, dass du die für dich am besten geeigneten Werkzeuge kaufst. Die Stemmeisen von MHG mag ich sehr gerne. Ich persönlich finde auch die kurzen Beitel, egal von welchem Hersteller, für feine Arbeiten wie das Ausstemmen von Zinken besser, als die langen.

      Einen Hobel No. 3 würde ich als ersten Hobel nicht empfehlen. Er ist schon recht kurz und taugt eigentlich wirklich nur zum Putzen. Ich hrate eher zu einer Kombination aus No.5 bzw. No.62 und Einhandhobel.

      Ob du wirklich eigenes Werkzeug benötigst, hängt auch von deinem Lehrbetrieb ab. Ich denke mal, aus deren Sicht brauchst du kein eigenes Werkzeug. Dir muss auch klar sein, dass du mit deinem „Neumodischen Kram“, also Metallhobel und moderne Stemmeisen auf große Skepsis bei den älteren Schreinern stoßen wirst. Das deutsche Schreinerhandwerk ist da sehr konservativ.

      Gruß

      Heiko

      • Niclas sagt:

        Hallo Heiko,

        danke für deine Antwort.

        Von meinem Betrieb aus bräuchte ich nicht unbedingt Handwerkzeuge. Die werden eher für die Berufsschule und die Kurse benötigt, dort werden wir viel mit Handwerkzeugen arbeiten und Kleinmöbel bauen.

        Ich denke es werden als erste ein paar kurze MHG Stemmeisen angeschafft. Du hattest mal erwähnt das Breiten von 8, 16 und 20mm gut geeignet sind. Das breiteste vielleicht auch in der langen Ausführung.

        Sehr gut gefällt mir der Veritas Flachwinkel-Einhandhobel, interessant wären hier auch die Griffe, da ein größer dann wohl leider erst später dazukommen würde. Allerdings ist Veritas vielleicht ein wenig hoch gegriffen. Ein JUUMA und dafür ein Schärfsystem wären natürlich auch toll.

        Es bleibt einfach Die Qual der Wahl..

        Gruß

        Niclas

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Niclas,

          mit den Stemmeisen machst du nichts falsch. Mit Sicherheit wäre ein Eisen mit 26mm auch noch nützlich.

          Der Veritas Einhandhobel gefällt mir persönlich nicht so gut, da er wesentlich größer ist, als ein 60 1/2- Nachbau wie die Einhandhobel von Juuma und Dictum. Ich habe einen 60 1/2 von Lie-Nielsen, der ist super, aber für dein Budget sicherlich zu teuer. Ich denke mit einem Einhandhobel von Juuma oder Dictum bist du gut bedient.

          Gruß

          Heiko

  3. Peter sagt:

    Hallo,

    ich habe mir den No.5 von DICK gekauft und eine Frage.
    Was mir sofort aufgefallen ist, ist das die vordere Kante des Hobelmauls nicht 100% rechtwinklig in der Sohle abschließt. Der Unterschied von der linken zur rechten Seite (also wenn man einen Winkel links bündig anlegt) ist ca. 0,3-0,5mm.
    Da das mein erster Hobel ist kann ich nicht beurteilen ob das dramatisch ist oder ganz egal oder eine übliche Fertigungstoleranz der ich einfach mit einer Feile selbst bei kommen kann.
    Es wundert mich nur, da ja eigentlich immer gesagt wird es soll möglichst exakt rechtwinklig sein.
    Auf Holzwerken [1] steht zum Beispiel, das zum Putzen das Maul teilweise bis auf 0,5mm geschlossen werden soll. Das ginge ja dann gar nicht mehr vernünftig.

    Kannst du mir dazu kurz einen Tip geben?

    Vielen Dank und liebe Grüße, Peter

    [1] http://www.holzwerken.de/techniken/eisenhobel.phtml

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Peter,

      solche Ungenauigkeiten hatte ich bei keinem meiner Hobel von Dick. Zwar verstellt man das Maul bei diesem Hobel nicht ständig, aber 0,5mm wären mit zu viel. Ich würde bei Dictum anrufen und nachfragen. Normalerweise sollte ein Tausch kein Problem sein.

      Gruß

      Heiko

      • Peter sagt:

        Hallo,
        vielen Dank für deine Antwort. Du hast Recht gehabt. Ich hab nochmal nach gemessen. Es ist alles in Ordnung, weiß nicht was ich da gestern abend für ein Quatsch gemessen habe.
        Grüße, Peter

  4. Al sagt:

    Hallo Heiko,

    möchte mir, nachdem ich eines Deiner Videos gesehen habe, einen Einhandhobel zum Glätten von Kanten kaufen. Bitte, könntest Du mal einen Überblick geben, wieviel Material soein Hobel mit einem Rutsch maximal bzw. minimal ca. abträgt?
    Womit wird der Abtrag eines solchen Hobels reguliert?
    Habe noch nie mit einem Hobel gearbeitet.

    Vielen Dank!

    MfG
    Al

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Al,

      Maximal vielleicht einen halben Millimeter. da musst du aber schon rechst stark drücken und es kommt dann auch schnell zu Ausrissen. Minimal wenn alles stimmt, einige hundertstel Millimeter.

      Gruß

      Heiko

  5. Beerendonk sagt:

    Hallo,

    Habe ich es gut verstanden dass heute das Verstellmechanik von Juuma das gleiche ist als von der Dick?

  6. Emil sagt:

    Hallo,
    Ich habe die Vermutung,dass DICK,JUMA und Quancheng Planes http://www.workshopheaven.com/tools/Quangsheng_Planes.html
    im gleichgen Werk produziert werden.
    Hierfür würde sprechen,dass Dick im Kattalog hauptsächlich die Entwicklung der Griffe beschreibt.
    Zitat dicktum:(https://www.dictum.com/de/werkzeuge/holz-metallbearbeitung/hobel/dick-hobel/703409/dick-schlichthobel-nr-4-12)“Die leicht zu justierende Eisenzustellung ermöglicht einfache Korrekturen, während ergonomisch geformte, in Tests entwickelte Griffe und polierte Klappen gut in der Hand liegen. Griffe aus heimischem Rotbuchenholz.“Interessant sind ebenfalls Die ähnlichen Streichmassebei Dick und Quancheng.
    Es wäre also schön,wenn irgendwer mal die genauen Maße der Bauteile vermessen könnte.
    Ps.
    Vielen Dank für die Lebensnotwendige Internetseite.Mit gut Recherchierten Tipps und Kniffen.
    Pps.
    Wenn Ich Hobeleisen vergleiche,schärfe ich sie immer auf die gleiche Mikrofase,(gleicher Stein 6000) und vergleiche die Schneiden mit einem billigen Mikroskop. So lässt sich die Feinkörnigkeit leicht vergleichen.
    Gruß
    Emil

  7. Uwe sagt:

    Hallo Heiko,

    eine kurze Frage zum Entfernen des Öls eines fabrikneuen Hobels.

    Wischst Du das Öl nur ‚trocken‘ ab oder benutzt Du Chemikalien?

    Viele Grüsse aus Hessen


    Uwe

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Uwe,

      ich wische trocken ab und benutze dann einen Entharzer für Kettensägen. Du kannst aber auch Universalmittel wie WD40 benutzen.

      Gruß

      Heiko

  8. Matze sagt:

    Hallo Heiko

    Hast du eigentlich Erfahrungen mit den „Anant“ Hobeln die man bei Dictum bestellen kann?

    Gruß Matze

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Matze,

      ich hatte einige Anant Hobel bevor es die Hobel von Juuma und Dick gab. Seither sind die Anant auch vom MArkt fast verschwunden. Die Qualität war wesentlich schlechter, als bei Juuma oder Dick.
      Hier kannst du dir ansehen wieviel Arbeit man hinenstekcen muss, damit sie funtkionieren:
      http://holzwerkerblog.de/werkstatt-2/hobeln/gunstige-metallhobel-herrichten/

      Ich würde heute keine Anant Hobel mehr kaufen udn empfehle sie auch nicht. Die Juuma bzw. Dick Hobel sind nicht so viel teurer, aber um Längen besser.

      Gruß

      Heiko

  9. Matthias Ulrich sagt:

    Hallo Heiko,

    Danke für Deine prompte Antwort. Ich hatte zwischenzeitlich schon überlegt, ob ich das Hobelmaul gerade feilen soll. Hab aber dann doch Dieter Schmitt kontaktiert, welcher mir völlig unkompliziert einen Austausch angeboten hat.
    Ich bin jetzt am überlegen, ob ich doch einen Veritas nehmen soll.
    Bin halt ein kleiner Pedant.

    Gruß

    Matthias

    • Ralf sagt:

      Hallo Matthias,

      die Veritas die ich habe sind m.E. super exakt gefertigt. Der Preis macht aber nicht immer den Unterschied. Ich habe vor 2 Jahren einen teuren Clifton N0.5 bei Dieter Schmid bestellt. Hatte das gleiche Problem, das Hobelmesser war nicht parallel zum Hobelmaul einzustellen, somit ein sehr enges Hobelmaul nicht möglich. Als Antworten bekam ich dass ein Jack Plane ja nicht so ein schmales Hobelmaul bräuchte und dass ich erstmal hobeln sollte. Bei fast 300€ fand ich das nicht akzeptabel, Clifton verweist im Support aber netterweise wieder auf Dieter Schmid.

      Letztlich habe ich mich im Web schlau gemacht und selber den Frosch seitlich soweit abgeschliffen dass er mit diesem mehr an Spiel nun parallel zu stellen ist. Das ist aber bei jeder Änderung des Hobelmauls wieder eine Fummelei, weil er ja nun mehr Spiel hat. Mittlerweile bin ich mit diesem Hobel super zufrieden, tolles Teil.

      Dennoch: Ein solch teures Teil darf nicht durch die Endkontrolle und man darf einen Anfänger damit nicht im Regen stehen lassen.
      Also Eure Lobeshymen auf die Kulanz vom Dieter Schmid, bei dem ich übrigens ein sehr guter Kunde und ansonsten auch sehr zufrieden bin, kann ich an dieser Stelle nicht teilen.

      Ralf.

      • Heiko Rech sagt:

        Hallo Ralf,

        wenn du gleich zu Beginn an diesem Hobel einen Mangel festgestellt hast, hättest du ihn einfach zurück senden sollen.

        Gruß

        Heiko

        • Matthias Ulrich sagt:

          Hallo Ralf,

          Sorry, aber bei mir hat sich Dieter Schmitt wirklich sehr kundenfreundlich verhalten. Ich hab ihm den Juuma geschickt und eine Woche später hatte ich den Veritas Small Bevel Up Smoother. Alles ohne Probleme. Ich bin der Meinung man kann auch mal was Gutes über eine Firma schreiben. Wir tun uns aber mit dem Schlechten deutlich leichter. Wenn ich schreibe, dass ich zufrieden war, kann ich natürlich nur für mich sprechen. Ich hoffe aber, dass ein Lob dazu beitragen kann, dass auch in Zukunft fair miteinander umgegangen wird.

          Gruß Matthias

          • Ralf sagt:

            Hallo Matthias,

            erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem SUBS. Ich hoffe Du bist damit so froh wie ich. Meiner ist übrigens von … Dieter Schmid.

            Mein Lob ist dass ich in diesem tollen Shop schon für einige tausend Euro eingekauft habe und auch weiterhin tun werde. Ich hoffe Du lobst den Dieter Schmid auch so fleißig.

            Gruß Ralf

        • Ralf sagt:

          Hallo Heiko,

          recht hast Du. Der ginge heute auch postwendend zurück. Seit ich meine Veritas Hobel habe weiß ich wie ein Hobel in dieser Preisklasse zu sein hat.

          Der Clifton war mein erster Hobel. Bitte bedenke dass man als Anfänger eben nicht weiß ob es ein Mangel ist und eher davon ausgeht dass man etwas falsch macht. Da bin ich auf die Unterstützung meines Händlers angewiesen.

          Damals kannte ich auch Deinen Blog noch nicht sonst hätte ich eine Foto gemacht und Dich um Rat gefragt.

          Gruß Ralf.

  10. Matthias Ulrich sagt:

    Hallo Heiko,

    Erstmal schließ ich mich den Kollegen an die Deinen Blog wirklich toll finden. Für mich, als absoluten Neuling in Sachen Holzbearbeitung, ist Deine Seite hier ein Quell der Informationen. Zu meinem Anliegen: mich faszinieren vor allen Dingen die Englischen und Amerikanischen Eisenhobel. Da ich klein einsteigen wollte, kaufte ich mir auf der Messe einen Juuma Einhandhobel. Nach dem Schärfen und Einbauen des Eisens stellte ich fest, dass das Hobelmaul auf der hinteren Seite, also hinter dem Eisen, leicht fransig ist. Desweiteren ist das Hobelmaul nicht parallel. Ist das normal? Hab ich da einen „Montagshobel“ erwischt? Ich konnte das beim Kauf nicht erkennen, da der Hobel in Folie eingeschweißt war. Oder mach ich mich da wieder unnötig verrückt?

    Gruß Matthias

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Matthias,

      wie es der Zufall will habe ich heute noch zwei dieser Hobel bekommen. Nun habe ich vier Juuma Einhandhobel. Bei zweien dieser Hobel sind in winzige Ausbrüche im Guss zu erkennen. Vielleicht 0,3mm groß. Da dies lediglich ein optischer Fehler ist, ist er mir bisher nie aufgefallen. Es stört also bei der Anwendung nicht. Bei allen meinen vier Hobeln ist das Hobelmaul Parallel.

      Beim Hobelmaul solltest du prüfen, ob es zum gut eingestellten Eisen parallel ist, also Eisen parallel zur Hobelsohle einstellen, Hobelmaul schließen und dann solltest du sehen, ob der Spalt zwischen Hobelmaul und Schneide parallel ist, oder nicht. Wenn nicht, wäre es natürlich erst einmal interessant zu wissen, wie groß die Abweichung ist. Im Zweifel ist aber immer der Verkäufer dein Ansprechpartner. Und ich denke bei Dieter Schmid wird es kein Problem mit dem Umtausch geben, wenn der Hobel wirklich nicht in Ordnung ist.

      Gruß

      Heiko

  11. Tom_B sagt:

    Hallo Heiko,

    Danke für den Vergleich – dachte mir schon lange, dass das mal „einer“ machen könnte.

    Eine Frage habe ich aber doch – zu den beiden Einhandhobeln bzw. deren Eisen. Du zeigst die Spiegelseiten der beiden Hobel und schreibst, so sehen sie nach 10 Zügen auf dem 1.000 Wasserstein aus. Man kann sehr gut sehen, dass die Spiegelseiten sehr gut geplant sind.

    In meinen Augen ist da nicht sehr viel plan. Der Abtrag – auf diesem Bild – ist nicht an der Fase sondern nur im hinteren Bereich (insbeseonder beim JUUMA). Bei einer Mikrofase ist dieser Bereich egal – „was zählt ist vorne an der Schneide“.

    Ich hatte auch JUUMA Hobel (Einhand & Drei Große). Deren Eisen sahen „ähnlich“ aus. Will heißen, dass ich nach jeweils ca. 1,5 Stunden Schleifen / Planen mit einer (neuen) Diamantplatte der Spiegelseite aufgegeben habe und mich auf eine Mikrofase beschränkt habe. Klar, reicht für eine scharfe Schneide – plan ist es aber nicht.

    Aber ich bin bei Dir. Für „das Geld“ bekommt man einen recht brauchbaren Hobel, den man mit Nacharbeit gut nutzen kann. Unterschiede z. B. in der Standfestigkeit der Schärfe finden sich gegenüber sehr guten Hobeln (Veritas / Lie Nielsen) aber doch. Die halten die Schärfe – bei weitem – länger. Aber, das ist eine völlig andere Liga, klar.

    Herzliche Grüße

    Tom

    PS: Finde Deine Seite sehr schön. Ich schaue da jeden Tag drauf und freue mich, wenn’s wieder was Neues gibt. Der Tisch gefällt mir sehr gut (insbesondere die selbst bis in die Verlängerung reichenden, durchgehenden Lamellen).

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tom,

      ich habe inzwischen etwa 12 -14 dieser Hobeleisen hergerichtet. Das Bild zeigt die Eisen natürlich nicht fertig bearbeitet, sondern eben nur nach einigen Strichen auf dem Stein, damit man sich ein Bild von der Planheit machen kann. Bei allen DICK und JUUMA Eisen war ich bisher nach ca. 5-10 Minuten fertig mit Plan schleifen. So gesehen sind die Eisen schon sehr gut. 1,5 Stunden habe ich bisher noch nie gebraucht. Auch heute habe ich in einem Kurs ein solches Eisen hergerichtet und es war nach 10 Minuten fertig. Da hatte ich schon viel schlimmere Eisen in der Hand.

      Ich schleife aber auch nur die vorderen 20mm, nicht die ganze Spiegelseite.

      Gruß

      Heiko

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