Sonderheft: Holzwerken Werkzeugkompass 2014

Werkzeugkompass 2014

Werkzeugkompass 2014

Eine geballte Ladung an Werkzeugtests für Holzwerker bietet das neue Sonderheft der Zeitschrift Holzwerken. Es nennt sich “Werkzeugkompass 2014” und kann problemlos im Onlineshop der Zeitschrift Holzwerken bestellt werden.

Die Tests wurden alle sehr praxisnah durchgeführt. Lange Tabellen mit technischen Daten, Messwerten und bunten Diagrammen sucht man vergebens. Ein einfaches Punktesystem verrät den Testsieger und einen Sieger nach Preis- Leistung.

Die Bandbreite an getesteten Werkzeugen reicht von Spann- und Messwerkzeugen über klassische Handwerkzeuge, bis hin zu den Dauerbrennern bei den Elektrowerkzeugen. Wer in naher Zukunft die Anschaffung von Werkzeugen plant, sollte auf jeden Fall in dieses Sonderheft investieren. Denn so manches Testergebnis ist schon sehr überraschend. Einige der Testberichte (z.B. Oberfräsen, Flachdübelfräsen, Exzenterschleifer) sind von mir und waren der Grund, warum es im Sommer so wenig hier zu lesen gab.

Das Inhaltsverzeichnis ist frei einsehbar und findet sich hier:
Inhaltsverzeichnis Werkzeugkompass 2014

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12 Antworten zu Sonderheft: Holzwerken Werkzeugkompass 2014

  1. Hallo Herr Hild,
    da Sie recht ausführlich auf unseren Werkzeugkompass eingehen, möchte ich als Autorin einiger der genannten Artikel gerne Antworten.
    Zunächst einmal danke ich Ihnen für die ausführliche und konstruktive Kritik an unserem Werkzeugkompass. Was Ihre Worte zum Ständerbohrmaschinentest und zur Saugkraftregelung des Starmix-Saugers betrifft, so ist diese Kritik nachvollziehbar.
    Beim Werkstatt-Reinigungsset war das D 36 WB-RS-Plus gemeint, dieses kostet auch jetzt, einen Monat nach der letzten Preisprüfung knapp 250 Euro. Andere Sets mit Düsen und Rohren, (etwa das Standard-Reinigungsset), da haben Sie recht, ist deutlich günstiger und hätten auch Erwähnung finden müssen. Dass nicht alle Details Erwähnung finden können, ist letztlich (leider) der Kürze der Beiträge geschuldet.
    Zur Carvex kann ich nur Folgendes sagen: Eines der ersten Dinge, die ich nach Bemerken des Problems gemacht habe, war der Versuch, den Kolben manuell zu bewegen. Er ließ sich nur leider keinen Millimeter bewegen.
    Da auch meine Recherche kein Ergebnis gebracht hat und ich keine größere Gewalt ausüben wollte (was ich auch mit meinen eigenen Geräten nicht tun würde), rief ich beim Festool-Service an. Was ist, wenn ich mich nicht auf die Auskünfte der dortigen Techniker verlassen kann, wie Sie vermuten?
    Es spricht nicht gerade für ein komfortables Handling der Maschine, wenn ich eigene Bedienfehler, wie Sie sie bezeichnen, nicht selbst beheben kann.
    Dieser Fehler gehört zum Sägeblattwechsel (die Mechanik greift nun ins Leere, die normalerweise das Sägeblatt entlässt). Das hat sich auf die Bewertung für den Sägeblattwechsel ausgewirkt, aber auch auf die Verarbeitung im Vergleich zu anderen Fabrikaten, die ohne Komplikation funktionierten.
    Ich denke, dass viele Holzwerker wie ich vorgegangen wären. Unsere Tests hatten ja zum Ziel, eine werkstatt-taugliche Untersuchung zu bieten.

    Noch einmal möchte ich betonen, dass ich für die Kritik dankbar bin. Sie kann nur dazu beitragen, dass zukünftige Beiträge verbessert werden.
    Ich hoffe sehr, dass der Nutzen den Ärger über den Artikel übersteigt, er dennoch Orientierung bietet, und Lesern so wie Ronny (s.o.) hilft, sich ihre eigene Meinung zu den Maschinen bilden zu können.

    Beste Grüße aus der HolzWerken-Redaktion
    Sonja Senge

    • Michael Hild sagt:

      Hallo Frau Senge,

      danke für Ihre Rückmeldung.
      Ich bin doch nicht verärgert über den Artikel. Im Gegenteil.
      So Sachen fallen Außenstehenden, die häufig mit den Maschinen arbeiten ja eher auf, wie Ihnen als Autorin, die die Maschinen nicht schon Monate oder Jahre besitzen. Geht mir ja nicht anders, wenn ich einen Bericht über eine Maschine schreibe, die ich erst kürzlich bekommen habe.
      An das große Reinigungsset hatte ich bei dem Preis auch gedacht, allerdings gehört da ja noch ein 36mm Schlauch dazu und es war ja nur von Düsen und Rohren die Rede. Daher war ich da etwas irritiert.

      Die Sache mit der Carvex, der wirkliche Fehler lag eigentlich beim Festool-Service. Die Funktionsweise ist ja schon ziemlich einmalig und dann müssen die auch eigentlich wissen, wie man das behebt.
      Es stimmt aber schon, das rein drücken der Hubstange geht ziemlich schwer. Am besten das Sägeblatt auf den Werkstisch setzten und von oben auf die Maschine drücken.

      Grüße

      Michael

  2. Michael Hild sagt:

    Hallo,

    eigentlich nur aus purer Neugier habe ich mir ebenfalls den Werkzeugkompass gekauft.
    Am besten gelungen finde ich ebenfalls die Test der Handwerkzeuge und die Einzeltests, diese sind leider nur etwas knapp geschrieben. Wobei man natürlich ganz klar sagen muss, Tests sind immer etwas subjektiv und spiegeln die Vorlieben der Tester wieder, solange Menschen mit im Spiel sind wird man das nie ganz ausschalten können, auch wenn die Tester sich noch so bemühen. Ebenfalls spielen die Geschmäcker der Leser eine Rolle, der eine will nur die nötigsten Infos, der nächste (so wie ich) dafür lieber etwas detailierter. Z.B. fehlt mir bei dem Tischbohrmaschinen Test, eine Angabe über die Rundlaufgenauigkeit, der Punkt ist ja bei einer TBM nicht ganz unerheblich.
    Die Punktevergabe erschließt sich mir auch nicht so recht, wie da was bewertet wurde.
    Bei den Absaugmobilen wird bei dem Festool ein Reinigungsset mit Düsen und Rohren mit über 200€ angegeben, dieses Set kostet aber nicht einmal 100€ UVP.
    Warum ein Sauger (der Starmix), der nicht einmal eine Saugkraftregelung besitzt, die in der Werkstatt eigentlich unabdingbar ist (gerade beim schleifen von Holz) in der Werkstatt-Eignung volle 10 Punkte bekommt ist der nächste Punkt. Auf das Fehlen wird gar nicht eingegangen.

    Bei der Carvex PS420 muss, um das Sägeblatt einzusetzen, kein Knopf oder ähnliches betätigt werden, einstecken und fertig, der Auswurf geschieht per Knopfdruck, das Sägeblatt muss nicht mal angefasst werden, trotzdem bekommt sie das zweit schlechteste Ergebnis. Die Metabo, bei der es nicht so einfach funktioniert wie bei der Carvex oder auch Mafell, bekommt dafür volle Punktzahl.
    Da ich schon bei den Stichsägen bin, der Defekt der Carvex ist eigentlich keiner, sondern ein Bedienfehler in Kombination mit einem nicht richtig informiertem Festool Mitarbeiter. Sorry, wenn ich das so schreiben muss.
    Die Carvex “merkt” sich die Position des Sägeblattes im ausgeschaltetem Zustand. Diese Position wird beim Ausschalten immer wieder angefahren. Normalerweise ist die Position der OT (obere Totpunkt). Wenn nun z.B. die Maschine ausgeschaltet wird, solange das Blatt noch im Material steckt und dabei etwas klemmt oder ausgeschaltet aus dem Material herausgezogen wird, kann es vorkommen, dass die Säge im Auslauf den OT durch die Schwergängigkeit nicht mehr erreicht bzw. das Sägeblatt wieder etwas zurück gezogen wird.
    Die Carvex bekommt das nicht mit und die falsche Position ist ab dem Zeitpunkt die neue Ruhestellung, die immer wieder angefahren wird.
    Um das zu beheben, reicht es nicht, die Maschine einfach nochmal laufen zu lassen, die richtige Position kennt die Carvex dadurch immer noch nicht. Das Sägeblatt muss einfach manuell nach oben in die richtige Position geschoben werden und der Fehler ist “repariert”.
    Genau genommen hat die Säge keine Ahnung, wie die Hubstange steht, es wird lediglich mit der Info gearbeitet, in welcher Position der Rotor des Motors steht, bevor er anläuft.

    Grüße

    Michael

  3. Peter R. sagt:

    Hallo Heiko,

    nach etlichen Verlags Ankündigungen vom Werkzeugkompass, letztlich zum Vorzugspreis, halte ich es nun in meinen Händen! Ernüchterung macht sich breit!

    Für mich nicht nachvollziehbar, warum Exzenterschleifer Ø 150 mm mit Ø 125 mm Schleifteller verglichen werden! Das dann die Abtragsleistung vom SXE 450 Turbotec dementsprechend höher ist, mit zugeschalteten 6,2 mm Schwingkreis sowieso! Da kann doch ein ETS 125 EQ mit Schwingkreis von 2 mm nicht verglichen werden!

    Wurden da nicht Äpfel mit Birnen verglichen! Wenn es um Abtrag geht, ist ein Bandschleifer die erste Wahl!

    Der Oberfräsen vergleich LO 50E mit der OF 1010 EBQ hat mich verwirrt!
    Obwohl der so einfach und bereits im Lieferumfang enthaltenen Kopierring bei der Mafell, einen nicht unerheblichen Versatz zur Fräserachse fabriziert, und auch nicht Justierbar ist! Trotzdem werden 9 Punkte für Qualität / Verarbeitung gegeben! Wieso?

    Das Stellrad der Tiefen-Feineinstellung bei Festool, lässt sich doch benutzerfreundlicher bedienen. Eine Schnell-Bremse ist ebenfalls eine sehr gute Sache!
    Dass der Kopierring bei der OF 1010 EBQ über einen Zentrierdorn Justieren werden muss, ist zugegeben, schon einwertig Antiquiert. Aber die Fräserachse ist mittig und das Arbeitsergebnis passt!

    Für den Preisunterschied von immerhin fast EUR 60, kann man ebenfalls eine „Praxisnahe Zusammenstellung“, wie bei der LO 50E erwerben!

    Ganz außer Acht und nicht angesprochen, das reichliche Festool Systemzubehör! Lässt keine Wünsche offen.

    Wirklich gelungen, finde ich dangen, die Tests der Handwerkszeuge.

    Mit freundlichem Gruß
    Peter

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Peter,

      dass man nur gleiche Maschinen miteinander vergleichen sollte, denke ich nicht. Eben die Unterschiede zwischen verschiedenen Maschinen, wie zum Beispiel unterschiedlichen Exzenterschleifern machen doch so einen Vergleich aus. So stellte sich ja dann auch heraus, dass verschiedene Maschinen unterschiedliche Stärken haben, wie zum Beispiel der Festool Schleifer, der sehr gut für den Feinschliff geeignet ist. Würde man beispielsweise nur Maschinen mit 125mm Teller und 2mm Hub vergleichen, wären die Unterschiede marginal und dem interessierten Laien wäre immer noch wenig geholfen. Daher verglichen wir eben nicht ganz gleiche Maschinen.

      Was deine Fragen zu den Oberfräsen angeht, so fließt die Bewertung des Kopierringes in den Punkt Präzision ein, nicht in die Verarbeitung. Die Festool Maschine verlor Punkte durch die Positionierung des Absaugstutzens und eben beim Lieferumfang. Ansonsten schneidet sie besser oder gleich ab wie die Mafell. Beides sind hervorragende Maschinen. Das verfügbare Zubehör spielt in der Bewertung erst einmal keine Rolle. Allerdings passt viel Zubehör von Festool auch auf die Mafell, aber das nur so am Rande.

      Sicherlich kann man es bei Testberichten nicht immer allen recht machen.

      Gruß

      Heiko

  4. Dominik sagt:

    Hallo Heiko,

    erst einmal Danke für die ganze Arbeit von euch, die ihr in den Werkzeugkompass gesteckt habt! Ich habe einige Tests die Woche mit viel Freude und zum Teil Überraschung gelesen. Über manche Tests lässt sich möglicherweise diskutieren, insgesamt finde ich den Kompass trotzdem sehr gelungen und informativ.

    Meine Frage zur Makita-Flachdübelfräse. Wird die immer im Tanossystainer geliefert oder muss man diesen mitbestellen? Ist dann der Preis erheblich teurer?

    Schöne Grüße aus dem Schwarzwald,
    Dominik

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dominik,

      danke für das Lob.

      Die Makita PJ7000 wird inzwischen bereits in der Grundausstattung im sogenannten Makpack geliefert. Einem Koffer, der kompatibel mit den Systainern von Tanos ist. Es handelt sich dabei aber nicht um einen origianal Tanos Systainer.

      Man muss also nichts extra bestellen.

      Gruß

      Heiko

  5. Ronny sagt:

    Überall wo Menschen testen, muss man beachten, dass auch persönliche Befindlichkeiten und Vorlieben im Test einfliessen. Das kann bewußt oder auch unbewußt passieren. Habe ich z.B. ein Gerät einer Marke zur Hand, mit der ich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht habe, werde ich da sicherlich doppelt so genau hinschauen – möglicherweise sogar mit Vorbehalte an die Sache rangehen. Beispiel für mich war die von Heiko getestete Makita Flachdübelfräse. Der Blog hier kam zu einer Zeit in der ich mit einer Neuanschaffung beschäftigt war. Von Makita hatte ich seit Jahren gute Erfahrungen mit einem Akkuschrauber. Von daher fiel die Entscheidung in Sachen Flachdübelfräse leicht. Die Entscheidung war für mich die absolut richtige. Ich persönlich nehme Tests zum Anlass mich mit den getesteten Maschinen auseinander zu setzen. Die Meinung über den Testsieger muss ich dabei aber nicht unbedingt teilen.

    @Heiko: Möchte an dieser Stelle auch mal Danke für den tollen Blog sagen.

  6. Frank sagt:

    Voller Vorfreude habe ich mir heute den Werkzeugkompass 2014 besorgt. Da die Anschaffung einer Flachdübelfräse und eines Werkstattsaugers anstehen, war ich sehr gespannt auf die Tests und die Ergebnisse. Leider ist nicht alles für mich nachvollziehbar.

    Warum erhält z. B. ein Kärcher Sauger in Sachen “Ausstattung” weniger Punkte als der Festool-Sauger, der in der getesteten Version nur einen Filtersack und einen Saugschlauch mit sich bringt? Vom Lieferumfang abgesehen, bietet der Kärcher sogar noch eine Reinigungsfunktion.

    Ähnlich verwirrt war ich beim Test der Flachdübelfräsen. Auf Seite 65 kann man ganz leicht den Lieferumfang der Mafell und der Milwaukee vergleichen. Der Umfang ist lt. Heft identisch. In der Bewertungstabelle bekommt die Mafell dafür 10 Punkte, die Milwaukee 6. Wo liegt hier mein Denkfehler?

    Und warum die Festool Stichsäge trotz eines Defektes (der dem Hersteller auch noch bekannt ist und offenbar öfter vorkommt), nirgends weniger als 8 Punkte bekommt, kann ich auch nicht verstehen. Die gelobte Metabo-Säge bekommt im Härtetest z. B. nur 6 Punkte, obwohl Sie nicht kaputt gegangen ist.

    Das Heft halte ich insgesamt für sehr informativ, aber mir fehlt z. T. die Logik oder der persönliche Durchblick die Punktevergabe nachvollziehen zu können.

    Zum Blog kann ich nur sagen: Weiter so.

    Viele Grüße,
    Frank

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Frank,

      ich kann dir nur diene Frage zur Flachdübelfräse beantworten, da die anderen beiden Artikel nicht von mir sind. Da wird dir aber die Redaktion der Holzwerken sicherlich gerne Auskunft geben.

      Zu deiner Frage bezüglich der Ausstattung:
      Die Gewichtung der Ausstattung beträgt lediglich 10%. Entsprechend groß sind die Unterschiede in der Punktzahl, auch wenn es sich bei den eigentlichen Unterschieden nur um Kleinigkeiten handelt. Die Unterschiede liegen darin, dass die Mafell in einem Systainer kommt, in dem Maschine und Zubehör super verstaut sind. Die Millwaukee kommt in einem nicht so gut verarbeiteteten Koffer (Es ist kein Systainer). Der Mafell liegt noch ein (Wiha) Schraubendreher zum öffnen der Grundplatte bei, ebenso Boxen um Flachdübel im Systainer zu verstauen. Ansonsten unterscheiden sich die Maschinen in Ausstattung und Lieferumfang nicht. Die ansonsten super ausgestattete Lamello Classic verlor hier beispielsweise Punkte durch das viel zu kurze Netzkabel.

      Leider kann man in einem solchen Artikel nicht auf alle diese Details eingehen.

      Ich hoffe ich konnte dir zumindest eine deiner Fragen zu deiner Zufriedenheit beantworten.

      Wenn du noch weitere Fragen zu den Tests hast, stelle sie ruhig hier.
      —–
      Folgende Testartikel sind von mir:

      • Flachdübelfräsen
      • Exzenterschleifer
      • Oberfräsen
      • Festool Quadrill
      • Kress Akkuschrauber
      • Stubay Spannzulage
      • Lamello Zeta
      • Schälbeitel von Sorby

      —–

      Gruß

      Heiko

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