Grundausstattung Handwerkzeuge

Ich werde oft gefragt, was denn eine gute Grundausstattung an Handwerkzeugen ist. In diesem Video beantworte ich diese Frage. Ich stelle einen kleinen Werkzeugsatz vor, welcher die meiner Meinung nach wichtigsten Handwerkzeuge beinhaltet.

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20 Kommentare zu Grundausstattung Handwerkzeuge

  1. Felix sagt:

    Hallo Heiko,

    in der Vergangenheit haben deine Beiträge und Antworten auf meine Fragen mir schon sehr geholfen, wenn es um neues Werkzeug ging.
    In letzter Zeit kam es immer häufiger vor, dass bestimmte Arbeiten beim Bau von Möbeln mit einer Feile leichter von der Hand gegangen wären.
    Welche Art von Feilen und Raspeln würdest du als sinnvoll erachten.
    Da ich im Raum Stuttgart wohne, hätte ich die Möglichkeit direkt beim Werksverkauf von F. Dick Feilen zu kaufen. Diese sollen ja qualitativ gut sein.

    Vielen Dank und Grüße
    Felix

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Felix,

      da muss ich dich enttäuschen, ich benutze bei Holz weder eine Feile, noch eine Raspel. An welche Arbeiten denkst du denn da?

      Gruß

      Heiko

      • Felix sagt:

        Hallo Heiko,

        ich dachte dabei an kleinere Nacharbeiten.
        Wenn beispielsweise in einer bereits verleimten Ecke aus Leisten an einer abgerundeten Kante nochmal etwas angepasst werden muss. Unter Umständen auch bei Zapfenverbindungen wo Loch und Zapfen nicht direkt 100%ig passen, oder wenn ein Holzdübel etwas „nachjustiert“ werden muss, um die Position der zu verbindenden Teil einzustellen.
        Habe gesehen, dass Geigen- und Gitarrenbauer Anpassungsarbeiten gerne mit der Feile machen. Für vieles kann man aber bestimmt auch einfach das den Stechbeitel nehmen.

        Viele Grüße
        Felix

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Felix,

          für solche Arbeiten nehme ich entweder einen kleinen Hobel, oder ein scharfes Stemmeisen. Eventuell auch Schleifpapier, aber keine Feile.

          Gruß

          Heiko

  2. FabianB sagt:

    Hallo Heiko,

    ich habe eins, so ist das nicht. Ich benutze das Veritas-Anreißmesser, was du glaube ich auch in deinen Kursen verwendest. Deswegen habe ich auch geschrieben „Ein Messer verspricht mehr Genauigkeit und Hilfestellung zum Ansetzen von Werkzeug wie zum Beispiel Stemmeisen, aber als ungeübter Mensch ist diese Genauigkeit in meinen Augen schwer durchzuhalten, da die handwerkliche Übung fehlt.“

    Ich arbeite größtenteils nur mit dem Messer, auch arbeite ich mit Streichmaßen (habe sogar mittlerweile zwei, weil ich sie sehr zu schätzen weiß). Aber rückblickend würde ich sagen, dass ich sie besser noch nicht in der Erstausstattung, eher so in der zweiten oder dritten Nachkaufrunde hätte anschaffen brauchen.

    Vielen Dank für die Anmerkung. Sowas freut mich natürlich sehr.

    Liebe Grüße,
    Fabian

  3. FabianB sagt:

    Hallo,

    ich habe mir mal erlaubt, meinen subjektiven Senf dazu aufzuschreiben. Das deckt sich im Wesentlichen mit dem hier geschriebenen, wenngleich es auch Unterschiede gibt. Da ich aber selber zur Kategorie Einsteiger gehöre, weiß ich auch, dass man sich gerne mehrere Meinungen durchliest.

    Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und in höchstem Maße subjektiv hier meine Erfahrungen zur Erstausstattung: http://ownservices.dtdns.net/werkstatt_und_werkzeug-werkzeug-grundausstattung

    Liebe Grüße,
    Fabian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Fabian,

      interessanter Bericht. Aber du solltest wirklich mal ein Anreißmesser ausprobieren. Es kann ja auch ein einfaches Cuttermesser sein. Gerade beim Stemmen ist es sehr hilfreich einen Riss zu haben, in dem man das Stemeisen ansetzen kann.

      Gruß

      Heiko

  4. Michael sagt:

    Hallo Heiko,

    ich denke in Deiner Grundausstattung fehlt auf jeden Fall eine Zwinge, sonst wird das mit dem Stemmen nix.

    Das bringt mich auch zu meinem größtem Aha-Erlebnis: der Hobelbank. Diese finde ich für das stromlose Holzwerken wirklich hilfreich und eigentlich auch Teil der Grundausstattung. Uneigentlich ist eine Hobelbank sowohl preislich als auch vom Platzbedarf her natürlich nicht das, was man sich als erstes anschafft. Wenn man gerne stromlos werkelt, sollte man aber darüber nachdenken.

    Zu einer Grundausstattung könnte man auch noch eine einfache Sägelade zählen, die man sich auch ganz leicht selber bauen kann.

    Gruß,

    Michael

  5. Jonas sagt:

    Mein Favorit neben Kombiwinkel und Einhandhobel ist ganz klar die Ziehklinge. Wirklich bei jedem Projekt immer hilfreich – egal ob zum Leim kratzen oder zum Oberflächenfinish

    Günstig und weitehend staubfrei

  6. Michael_ZZ sagt:

    Hallo Heiko,
    erneut vielen Dank für ein weiteres sehr aufschussreiches Video.

    Mein bisher größtes stromloses Aha-Erlebnis hatte ich, als ich zum ersten Mal eine japanische Zugsäge eingesetzt habe. Das Sägen gestaltete sich plötzlich um so vieles einfacher und schneller, dass ich diese Sägenart keinesfalls mehr missen möchte.

    Auf meinem Wunschzettel steht längst ein Einhandhobel, mit dem ich wohl den nächsten großen Aha-Effekt erzielen werde.

    Gruß, Michael

  7. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    mein größter „Aha“ Effekt war definitiv bis heute beim Einhandhobel von Juuma.

    Das kleine Ding ist so vielseitig. Ich habe in wirklich in jedem Projekt im Einsatz. Sei es nur zum Kanten brechen oder zum verputzen von Umleimern etc. Dieses Werkzeug macht Spaß.
    Der zweite Aha Effekt ist der Kombinationswinkel von Baco. Unglaublich, seit ich das kleine Teil habe, bin ich nur damit zu Gange. Die Genauigkeit des Kleinen habe ich nicht überprüft. Mir reicht das, was raus kommt, und das ist Gerade und Winklig.

    Vielen Dank für das schöne Video, man merkt, Du kannst bald wie beim Duden, auf ein Sammel Kompendium auf Themen zurück greifen, die Du erarbeitet hast. Hoffentlich gehen Dir die Themen nie aus 🙂

    Gruß Andi

    • Andreas sagt:

      Hi,

      bisher steht ja in einigen Kommentaren, dass der kleine Einhandhobel für große Aha-Effekte sorgt. Ich habe mir den Juuma Nr. 5 angeschafft mit Veritasanschlag sowie einen Einhand-Simshobel von Juuma. Mit diesem komme ich leider überhaupt nicht klar trotz textueller Anleitungen und Erwähnungen in den Filmen. Eine eigenes Video, in dem nur Anwendungen des kleinen Hobels gezeigt werden, fände ich klasse.

      Je nachdem, was man unter Handwerkszeug versteht, würde ich noch einen Satz Schraubendreher und ein Cuttermesser als Basics dazunehmen.

      Den größten Ahaeffekt hatte ich mit der Dominofräse, geniale Sache.

      Gruß
      Andreas

  8. Tester sagt:

    Am Besten gefällt mir von meinen Holzbearbeitungsgeräten, die TS55 von Festool, da man einfach alles damit machen kann. Der Grobe Problemlöser für eigentlich alle Fälle ist der Fein Multimaster.

    Egal welches Werkzeug/ Maschine ich kaufe es ist immer Profiwerkzeug. Durfte mich schon genug mit den Billigkram abärgern. Arbeiten im Hobby soll Spaß machen und ohne Bastelleien an Maschine oder Werkstück ablaufen, daher ist eine hochwertige Maschine Voraussetzung für eine gute Arbeit.

  9. Thomas Blank sagt:

    Hallo zusammen,
    mein größtes Aha-Erlebnis kam bei den ersten Einsätzen des im Video erwähnten Einhandhobels. Entweder von Hand geführt oder mit einer ganz einfachen Stoßlade. Genial einfach und absolut präzise!

    Ich bevorzuge den Einsatz eines Minenbleistifts – die Striche sind hauchdünn und immer gleich breit.
    Ein ordentlicher Winkel ist unerlässlich – sonst hilft noch so genaues Arbeiten nichts.

    Aus meiner Sicht wird beim Thema schleifen leider zu wenig Wert auf die manuelle sprich händische Arbeit gelegt. Insbesondere sind Berichte über Schleifblöcke eher rar – drum wundert es mich nicht, dass beim Nachschleifen ohne Schleifblock Schnittkante verrundet werden.
    Ich suche heute noch nach einem guten/sinnvollen Schleifblock (nein, nicht das Korkmodell) – hat vielleicht jemand einen Tipp?

    Danke Heiko, für das hilfreiche Video!
    Viele Grüße, Thomas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      für das Schleifen von Hand habe ich einen absaugbaren Schleifklotz von Festool (gibt es auch von Mirka und Norton) auf dem ich das Schleifpapier der Größe 130×80 vom RTS400 nutze. Außerdem habe ich von Mirka einen Handschleifklotz, auf den Scheiben mit einem Durchmesser von 150mm passen. Beide funktionieren tadellos.

      Gruß

      Heiko

  10. Hallo Heiko,

    wie immer ein sehr schönes Video. Danke dafür. Erst mal eine Frage. Ist das der 150mm Winkel von Baco? Da du sicher mehr gekauft hast würde mich interessieren ob bei dir alle auch den richtigen Winkel haben? Ich habe einen 450mm bei dem alle Winkel stimmen und einen 150mm bei dem der Winkel am Anschlag past (90° Fläche zu 45° Fläche) aber beide passe nicht zum Lineal (89,6°).

    Das größte aha Erlebnis hatte ich mit einem Flachwinkel-Einhandhobel. Ich habe anfangs alle Fasen (auch kleine mit 1mm) mit der Oberfräse gemacht und überstehendes Hirnholz geschliffen. Mit dem Hobel ging das dann einiges fixer :-).

    Gruß Alex

  11. Christoph Meyer sagt:

    Hallo Heiko,

    mir gefällt die Zusammenstellung der Handwerkszeuge, insbesondere die einfachen Dinge wie Teelicht oder Bleistift passen auch sehr gut.

    Es ist zwar nicht ganz Handwerkszeug, aber eine einfache Ausrüstungen zum Schärfen gehört für mich dazu, zumindest sollte es erwähnt werden. Starten kann man ja mit Naßschleifpapier oder einem kleinem Kombistein.

    Meinen ersten Aha Erlebnisse kamen erst mit der Zeit, also mit der Übung. Das waren zum Beispiel die ersten geraden Schnitte mit der Japansäge am Riss entlang. Oder sauber gehobelte Flächen mit einem scharfen, fein eingestelltem Eisen. Die ersten kleinen Erfolgserlebnisse halt.

    Grüße
    Christoph

  12. Christian sagt:

    Hallo Heiko,
    vielen Dank für das tolle Video!
    Ein schönes Aha-Erlebnis hatte ich kürzlich mit den Juuma Nr5 in Zusammenhang mit dem 90°-Anschlag von Veritas. Hiermit habe ich versucht, Bretter seitlich abzurichten und zu fügen. Zunächst gelang es mir nicht, die 90° hinzubekommen. Nach ein paar Einstellungsveränderungen am Hobelmesser klappte es allerdings verblüffend gut. Das war für mich ein erfüllendes Erlebnis.
    Da bei mir – wie wahrscheinlich bei Vielen – die Wunschliste lang ist, muss ich überlegen, was ich mir als nächstes spendiere. Ich bräuchte u.a. einen Schrupphobel und einen Einhandhobel. Ich weiß nun nicht, ob ich einen Fehler mache, wenn ich mir einen günstigen Kunz kaufe oder ob der Veritas oder Clifton die bessere Wahl ist, die sich am Ende auszahlt.
    Für Tipps bin hierzu ich sehr dankbar.
    Ich beabsichtige, mit meinen Werkzeugen die nächsten 20-30 Jahre zu arbeiten. Daher ist es mein Ziel, gleich mit dem ersten Kauf das richtige Produkt zu finden. Zweimal kaufen ist ärgerlich und teuer. Gleichwohl weiß ich, welche Beträge sich bei den Premium-Werkzeugen zusammenläppern.

    Viele Grüße und bis demnächst
    Christian

    • Jan sagt:

      Hallo Christian,

      die Einhandhobel von Juuma sind sehr zu empfehlen!! Sie liefern tolle Ergebnisse bei einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis.
      Ich habe mir den Einhandsimshobel von Juuma gegönnt und bin sehr zufrieden.

  13. HJ sagt:

    Hallo, Heiko!

    Vielen Dank für das Video. Auch wenn ich über die Phase der Grundausstattung hinweg bin, so ein paar kleine Einsichten kann ich auch aus diesem Video gewinnen.
    Wenn man, wie ich, lange der Meinung war, dass Werkzeug aus dem Dicounter für den Anfang reicht, hat man mit fast jedem Qualitätswerkzeug neue AHA-Erlebnisse. Es fängt an mit dem Schnittergebnis einer guten Fein- oder Japan-Säge, erfreut beim ersten guten Loch im Brett, das man mit einem scharfen Stecheisen gefertigt hat und endet noch nicht beim ersten Zischen eines Handhobels. Letzteres Erlebnis wird besonders intensiv, wenn man 3 Tage vergeblich versucht hat, ein Schrottteil zum Leben zu erwecken. Ein nachhaltiges Erlebnis war auch für mich, zu entdecken, wie unterschiedlich 90° sein können, wenn man einige Winkel aus dem unterpreisigen Segment untereinander oder mit wertigeren Winkeln vergleicht.
    Alles in Allem wächst aber mit der Zeit die Einsicht, dass nicht nur der Kauf eines (Profi-)Werkzeugs automatisch zu guten Ergebnissen führt, sondern Üben, Üben, Üben usw. . Diese Einsicht und der stets wachsende Respekt vor Handwerkern und vor allem den Handwerkern, die vor langer Zeit mit einfachen Werkzeugen hervorragende Möbel und Projekte geschaffen haben, ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis meines Beginnerdaseins in der Holzbearbeitung.
    Mit Dank für Deine Arbeit und freundlichen Grüßen
    H.-J.

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