Holzauswahl für Einsteiger – Tanne/ Fichte vs. Kiefer

Tanne/ Fichte

Holzarten - Tanne / fichte

Tanne/ Fichte

Am fertig aufgesägten Holz ist der Unterschied zwischen Tanne und Fichte nicht zu sehen. Daher werden diese Hölzer in der Regel unter dem zusammenfassenden Begriff beider Holzarten verkauft. Tanne/ Fichte erhalten Sie in verschiedenen Dimensionen und oft auch in bereits gehobelter Form in jedem Baumarkt und natürlich auch im Holzhandel. Aufgrund seiner guten Verfügbarkeit und des niedrigen Preises ist es auch sehr beliebt. Es ist aber eines der Hölzer, das ich dem Einsteiger nur sehr bedingt empfehlen würde.  Das günstig gehandelte Holz wird vom Schreiner meist nur für sehr untergeordnete Aufgaben verwendet. Unterkonstruktionen sind ein gutes Beispiel, wo die klassische Dachlatte aus Tanne/ Fichte Verwendung findet. Die Verfügbarkeit als günstige Leimholzplatte und die Marktdominanz der schwedischer Nadelholzmöbel in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts machten dann aus dem Bauholz ein Möbelholz.

Es gibt auch sehr schönes Tannen, bzw. Fichtenholz. Aus diesen Hölzer werden und wurden besonders in der Alpenregion auch sehr schöne Möbel gefertigt. Dabei handelt es sich aber in der Regel um langsam gewachsenes Holz, das auch entsprechend sorgfältig ausgesucht wurde. Also kein Vergleich mit dem schnell gewachsenen Holz, das für Dachlatten und Glattkantbretter verwendet wird. Es ist im übrigen auch nicht auszuschließen, dass die Dachlatte, die für wenig Geld im Regal steht im Raubbau gewonnen wurde.  (siehe auch: Holzratgeber von Greenpeace)

Die folgenden Hinweise beziehen sich ausschließlich auf das schnell gewachsene Holz, das viele Anfänger sehr gerne verwenden, weil es eben preiswert ist und für die ersten Gehversuche im Möbelbau geeignet scheint.

Tanne/ Fichte verlangt nach sehr scharfen Werkzeugen. Vielleicht verwundert Sie das im ersten Moment, da das Holz doch sehr weich ist. Aber eben das ist einer der Gründe, warum die Werkzeuge scharf sein müssen. Das weiche Holz ist nämlich auch langfaserig. Sind also die Werkzeuge stumpf, werden die Fasern nicht sauber abgeschnitten, sondern aus dem weichen Faserverbund herausgezogen. Besonders gut sieht man das beim Stemmen von Zinken, wenn man sich den meist ausgefransten Zinkengrund betrachtet. Mit einem Scharfen Hobel bearbeitet bekommt Tannen bzw. Fichtenholz einen sehr schönen Glanz und die Fläche wird auch sehr glatt. Allerdings wird der Hobel nicht selten durch sehr harte, oft aus lose oder offene Äste gebremst. Ein solcher Ast kann in einem weichen Stahl auch Scharten hinterlassen.

Mit Maschinen kann man Tanne/ Fichte zwar recht einfach bearbeiten, saubere Fräsungen verlangen aber auch hier nach scharfen Werkzeugen. Erschwerend kommt noch der hohe Harzgehalt hinzu, der die Werkzeugschneiden verklebt. Beim maschinellen Hobeln sollten Sie daher immer für ausreichend Gleitmittel auf dem Maschinentisch sorgen. Es verhindert, dass dort Harz anhaftet. Beim Bearbeiten werden Sie auch gelegentlich auf sogenannte Harzgallen stoßen. Wenn Sie nicht die Möglichkeit haben diese heraus zu schneiden, entfernen Sie das darin enthaltene Harz. Dazu wird das zähflüssige Harz erwärmt (mit einem Fön, oder mit Heißluft). Das Harz läuft aus und kann abgewischt werden. Anschließend werdend die letzten Reste noch mit Lösemittel entfernt.

Aufgrund der Eigenschaften dieses Holzes verwende ich es nur für untergeordnete Zwecke und würde es dem Einsteiger nicht unbedingt empfehlen. Vor allem um den Umgang mit Handwerkzeugen zu erlernen ist es weniger gut geeignet.

Kiefer als Alternative

Holzarten - Kiefer

Kiefer

Als Alternative bietet sich jedoch Kiefer, besonders aus nördlichen Regionen an. Es ist härter und je nach Herkunft auch feinjähriger (die Jahresringe stehen näher zusammen) Farblich sehen sich Tanne/ Fichte und Kiefer im Rohzustand nicht sonderlich ähnlich. Kiefer hat einen dunklen Kern, der bei Tanne/ Fichte fehlt. Der Grundfarbton ist jedoch nach dem Nachdunkeln der Hölzer sehr ähnlich. Kiefer ist schwerer und fester als Tanne/ Fichte. Wenn es keine, oder nur wenige Äste enthält, lässt es sich gut mit Handwerkzeugen bearbeiten.

Da Kiefer auch ein harzhaltiges Nadelholz ist, neigen auch bei dessen Bearbeitung die Werkzeuge und Maschine zum Verharzen.

Die Oberfläche von Kiefernholz wird in der Regel glatter, als die von Tanne/ Fichte. Verallgemeinern kann man dies jedoch nicht. Ein fein gewachsenes Tannenholz lässt sich glatter Hobeln und Schleifen, als ein schnell und grob gewachsenes Kiefernholz. Gleiches gilt auch anders herum. Nur sind, wie oben erwähnt diese schönen Tannen/ Fichtenhölzer schwer zu finden.

Einige Beispiele für Möbel aus Kiefernholz finden Sie auf meiner “alten” Internetseite http://heiko-rech.de

Eine Wickelkommode: http://heiko-rech.de/moebelbau/kommode.php

Ein Spielzeugregal: http://heiko-rech.de/moebelbau/sregal.php

Ein Kinderbett: http://heiko-rech.de/moebelbau/kbett.php

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29 Kommentare zu Holzauswahl für Einsteiger – Tanne/ Fichte vs. Kiefer

  1. Thomas Wicke sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank auch von mir für deinen Blog und die Mühe, die Du Dir mit der ganzen “Öffentlichkeitsarbeit” machst.
    Ich habe kürzlich ein Regal aus fertigem Kiefern-Leimholz vom Holzhändler für mein Kind gebaut und bin damit auch recht zufrieden.

    Nun baue ich aktuell noch ein Bett das gleiche Zimmer aus massiven Kiefern-Bohlen. Allerdings habe ich hier das Problem, dass nach dem Abrichten und Dickenhobeln die Oberfläche der Kiefern-Bohlen an einigen Stellen relativ großflächig von Harz (zumindest bin ich davon überzeugt, dass es Harz ist) schimmert. An diesen Stellen fühlt sich das Holz auch irgendwie schmierig an (das verwirrt mich etwas, da ich eine klebrige Oberfläche erwarten würde). Ein Bild von der Oberfläche kann ich bei Bedarf auch noch machen.

    Davon ausgehend, dass es Harz ist, was sich da in größeren Strähnen durch das Holz zieht, wie sollte ich damit umgehen? Einfach dran lassen und das Bett weiter bauen ist wahrscheinlich keine gute Idee…
    Man hört und ließt immer nur von “Harzgallen”, aber das was ich da vor mir habe ist eher großflächig. Wie machen das industrielle Leimholz-Hersteller? Das Holz für das Kinderzimmer-Regal war völlig “harzfrei” (ich habe zumindest keine Harzgallen entdeckt, höchstens vertrocknete). Wie kann ich als Hobby-Anwender damit umgehen?

    Ich stehe hier vor einem kleinen Rätsel und komme nicht so recht weiter mit dem Projekt. Vielen Dank für deinen Rat.

    Viele Grüße,
    Thomas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      eine Ferndiagnose ist schwer. Bist du dir sicher, dass es sich um Harzaustritt handelt? Oft fühlt sich Kiefer einfach nur harzig an. Wenn es wirklich harz ist, kanst du es verflüssigen, indem du es mit einem (Heißluft) Fön erwärmst. Dann läuft es heraus. Danach kannst du es noch mit Lösemittel auswaschen, solange es noch warm ist.

      Der bessere Weg wäre allerdings der, dass du besseres Holz nimmst.Wie schon erwähnt, würde ich Kiefer aus nördlichen Regionen wie Schweden bevorzugen.

      Gruß

      Heiko

      • Thomas Wicke sagt:

        Hallo Heiko,

        vielen Dank für die schnelle Antwort. Angehängt ein Bild von den Stellen, die ich meine.
        Ich hoffe man erkennt ein wenig. Ich werde es mit dem Heißluft-Fön mal ausprobieren und auch, ob sich mit dem richtigen Lösemittel etwas tut. Wenn es tatsächlich Harz ist, sollte ich ja recht schnell eine Sättigung des Lappens erzielen können (damit bekomme ich zwar nicht alles Harz weg, aber zumindest weiß ich, woran ich bin).

        Was würde passieren, wenn ich dieses Holz einfach verarbeite, so wie es ist? Hast du mit harzigem Holz bereits Erfahrungen machen müssen?

        Gruß,
        Thomas

        • Thomas Wicke sagt:

          und noch eins…

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Thomas,

          ja, das ist Harz und es wird dir Probleme bereiten. Wenn du es so verbaust, wird es dir früher oder später durch die fertige Oberfläche hindurchkommen.Probier es mal mit dem erwärmen und auswaschen. Die bessere Lösung wäre allerdings, das holz so nicht zu verbauen und besseres zu kaufen.

          Gruß

          Heiko

          • Arnd S. sagt:

            Hallo Heiko,

            hast du einen Tipp wo man im Netz gute Kieferbretter für den Möbelbau bekommt? Ich habe intensiv gesucht, finde aber keine vernünftige Seite.

            Danke!

            Arnd

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Arnd,
              da wüsste ich jetzt nicht, habe aber auch noch nie danach gesucht. Holz kauft man eher lokal beim Holzhändler. Online ist Holz denke ich nur schwer zu verkaufen.

              Gruß

              Heiko

  2. Jürgen T. sagt:

    Hallo Heiko,
    ich möchte mir eine Werkbank bauen und möchte für das Untergestell Buchenbretter benutzen. Diese haben eine Restfeuchte von 15-18% ist das in Ordnung oder soll ich davon lieber die Finger lassen?

    Gruß Jürgen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jürgen,

      für eine Werkbank finde ich das in Ordnung. In den meisten Werkstätten ist es sowieso etwas feuchter, als im Wohnraum. Du kannst die Bretter ja zur Sicherheit noch einige Zeit in der Werkstatt lagern, bevor du sie verarbeitetest.

      Gruß

      Heiko

      • Jürgen T. sagt:

        Hallo Heiko,
        vielen Dank für den Rat, ich wollte mir mehrere Bretter bestellen weil die Versandkosten so hoch sind und dann noch einen Wohnzimmertisch und ein neues Bettgestell bauen. Ich Lese aus Deiner Antwort, dass es für den Wohnraum wohl nicht geeignet ist. Welchen Werkstoff würdest denn Du für das Untergestell einer Werk- bzw. Hobelbank nehmen. Die Werkbankplatte ist 30mm Siebdruck.

        VG
        Jürgen

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Jürgen,

          ich schrieb nicht, dass es ungeeignet ist, sondern dass die Holzfeuchte für den Wohnraum noch zu hoch ist. Bei entsprechender Lagerung kann die sich ja ändern. Das Problem hast du bei allen Hölzern, die im Handel im freien gelagert werden. Statt im Internet zu bestellen solltest du dir daher bessser einen Holzhändler in deiner Nähe suchen, bei dem du dir ansehen kannst, wie das Holz gelagert ist. Der sollte auch ein MEssgerät haben, mit dem er die Holzfeuchte in deinem Beisein bestimmen kann.

          Für eine WErkbank kannst du je nach Kopnstruktion auch Multiplex oder Bauholz (Ta/Fi) nehmen.

          Gruß

          Heiko

  3. Christian S. sagt:

    Guten Tag!

    Sie schreiben:

    “Beim maschinellen Hobeln sollten Sie daher immer für ausreichend Gleitmittel auf dem Maschinentisch sorgen.”

    Was für ein Gleitmittel meinen Sie?

    Beste Grüße

    Christian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich verwende Silbergleit. Ein Produkt mit dem Namen Waxilit ist aber auch sehr beliebt in Schreinereien.

      Gruß

      Heiko Rech

      • Christian S. sagt:

        Danke für die Antwort, aber gleich noch eine Frage:

        Wenn Sie sehr lange Bretter zu hobeln hätten, wie würden Sie da herangehen? Die Abrichte ist schließlich nicht unendlich lang und wie kann man verhindern, dass man unsauber arbeitet, sprich wie kann man eine gleichmäßige Auflage des Bretts auf der Abrichte erreichen?

        VG Christian

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Christian,

          erst einmal muss man bei sehr langen Teilen hinterfragen, wie genau diese abgerichtet sein müssen. Nicht immer ist höchste Präzision überhaupt erforderlich. Benötigt man hohe Präzision, kommt man mit kleinen Abrichthobelmaschinen schnell an die Grenzen. Da kann man sich dann mit genau eingestellten Rollenböcken behelfen. Mit der Zeit bekommt man auch einfach mehr Übung und die Ergebnisse werden besser. Ein Anfänger wird sich mit großen Werkstücken an der Hobelmaschine sicherlich schwer tun.

          Gruß

          Heiko Rech

          • Christian S. sagt:

            Zu meinem ‘Glück’ muss ich viel üben. 🙂

            Eine weitere Frage:

            Ich habe bei woodworker.de gelesen, dass jemand in seinem Betrieb eine Mischung aus Petrolium und Maschinenöl als Gleitmittel einsetzt. Was halten Sie davon?

            VG Christian

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Christian,

              ich würde eine solche Mischung nicht einsetzen, da mir das Risiko zu groß wäre dass zu viel Öl auf das Holz kommt. Eine Dose Silbergleit kostet ca. 20 Euro. Im Hobbybereich wird diese vermutlich für die kommenden 10 Jahre reichen. Einen Einsparung von 2 Euro pro Jahr gegenüber dem Risiko bei der Oberflächenbehanlung eines fertigen Möbels probleme wegen Maschinenöl im Holz zu bekommen? Da weiß ich wie meine Entscheidung aussehen würde.

              Gruß

              Heiko

  4. Christian W. sagt:

    Hallo Heiko,
    eine Frage zu langsam gewachsenen Holz, in speziellen zur Fichte:
    man liest oft, für eine Sauna sollte man “nordische” oder “sibirische” Fichte nehmen. Wie kann ich erkennen, ob das Holz auch wirklich langsam gewachsen ist? Gibt es z.B. eine Faustregel, die besagt, wie viele Jahresringe pro Zentimeter vorhanden sein sollten?

    Danke schon mal und viele Grüße
    Christian

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christian,

      wie so oft, gibt es auch hier keine festen Regeln. Ich habe kürzlich Lärche gekauft, die hatte auf 1 cm zum Teil nur 5 Jahresringe An anderen stellen des Stmmes hingegen waren die Ringe wesentlich breiter.Das ist ja auch normal, da es ja Jahre gibt, die milder sind und in denen mehr Wachstum stattfinden kann.

      Geh mal zu einem Holzhändler und lass dir nordische Nadelhölzer zeigen. Den Unterschied zwischen den schnell gewachsenen Hölzern unserer Breitengrade wirst du diret sehen.

      Gruß

      Heiko

  5. Gustav sagt:

    Guten Tag Heiko
    Ich will die Schranktüren im Gästezimmer durch Rahmentüren mit Füllungen ersetzen. Jetzt sind 3 Schicht Fichte verbaut. Neu wir Kiefer verwendet.
    Untere Tür: 159,4 x 49,6 cm wird einmal in der Mitte geteilt.
    Obere Tür : 78,8 x 49,6 cm
    Rahmenhölzer: 8 cm breit und 2,4 cm stark
    Füllungsgröße: 78,7 x 39,6 cm
    Jetzt zur Frage: Wie viel Luft / Abstand muss ich bei den Füllungen einrechnen. Genügen 8 mm in der Breite und 4 mm in der Höhe.
    Danke für deinen Blog
    Gustav

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Gustav,

      in der Höhe reichen die 4mm locker. Bei der angedachten Türbreite reichen die 8mm Luft auch auf jeden Fall.

      Gruß

      Heiko

  6. Guten Tag Heiko,
    es gibt kein langsam und schnell wachsendes Holz. Das die Jahrringe mal weiter und mal weniger weit sind, liegt am Wetter und wie gut oder schlecht der Boden für eine Holzart ist. Ausnahme sind die Nadelhölzer die aus Skandinvien, Sibirien kommen, da ist der Sommer sehr kurz und der Winter sehr lang, damit ist die Wachstumzeit eines Baumes auch sehr kurz, daher sind die Jahrringe dort meist immer sehr klein. Als schnell wachsende Hölzer bezeichnet man die zur Zeit gerne genutzen Energiehölzer wie Pappel und Birke, auch einige Weiden zählen dazu, da sie sehr schnell sehr viel zuwachs haben.

    • Mahyongg sagt:

      Hi Michael,
      sehe ich das richtig und du widersprichst dir in deinem Beitrag selbst?
      Ein Freund von mir arbeitet im Holzhandel in Vancouver, der verkauft so ca. ein, zwei Schiffe voll Weichholz pro Monat, hauptsächlich nach Asien mit den zwei völlig unterschiedlichen Märkten Japan (kompromisslose Qualität, old growth Western Red Cedar etc..) und China (meist billiges SPF – Spruce, Pine, Fir, entspricht in etwa unserer “Fi/Ta” Bezeichnung – Bauholz). Das nur mal zum Hintergrund meiner Weisheit.
      Die schnellwachsenden Nadelhölzer des Pacific Northwest sind interessant, weil man sie über ihr Alter sehr gut vergleichen kann – sie stellen sozusagen auch eine Klimadatenbank dar, denn wie du richtig sagst, ist die Wachstumsgeschwindigkeit (Geschwindigkeit = Zeit x Weg, also in Bezug auf Holz..Stärkenzuwachs pro Jahr) vom Wetter abhängig. Old Growth Bäume, die natürlich ohnehin schon sehr rar werden, verfügen so z.B. über wesentlich dichteres Holz, da es langsamer gewachsen ist. Die gleiche Art wächst in den letzten 20,30 Jahren wesentlich schneller zur selben Größe heran – Co2 als Nahrungs- und Erwärmungsmittel der Athmosphäre hat da einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet. Ja, es gibt also unterschiedlich schnell gewachsenes Holz – schon in einer Art, wenn man nun zwischen Spezies auch noch unterscheidet, liegt ohnehin auf der Hand dass es Bäume wie die Fichte gibt, die innerhalb einer einzigen Generation Nutzbar sind, und Bäume wie Eiche & Buche, die eher langfristig geplante Zeitreisende sind. Die Eichen, die jetzt in Deutschland gepflanzt werden, deren schlussendliche Nutzung können wir noch nicht mal erahnen.

      Cheers!

      Jan

  7. Alexander O. sagt:

    Hallo Heiko,

    danke das du da Thema aufgegriffen hast.
    Wenn du nicht davon schreiben würdest, hätte ich die nächsten Jahre auch noch mit Fichte/Tanne zu kämpfen gehabt.
    Ich werde gleich bei nächster Gelegenheit Kiefernholz ausprobieren.
    Dein Blog ist super,
    Freue mich schon auf deine nächsten “Holztipps”

    Danke nochmal
    Alex

  8. Christoph Schlegel sagt:

    Hallo Heiko,

    genau die Fragen hab ich mir auch immer gestellt. Ich hab zwar das Glück einen Holzhändler gleich um die Ecke gefunden zu haben, der auch kleinere Mengen an Hobbyholzwerker verkauft, aber die Frage nach dem richtigen Holz ist dadurch noch nicht beantwortet. Und einige meiner Probleme bei Projekten mit Fichte-/Tanne/-Kiefer-Leimholz aus dem Baumarkt erklären sich jetzt.

    Ich bin schon sehr gespannt auf die Forsetzung!

    Dann finde ich bestimmt das richtige Holz für mein Weihnachtsprojekt. Eine Werkbank für meinen Patensohn.

    Gruß
    Christoph

  9. Steven sagt:

    Ach welche Freude!
    Kurz und Bündig, dennoch alles drinn was mich als Hobbyanwender interessiert. Wenn das so weiter geht bin ich über dieses Geschenk sehr erfreut.

    Danke!

    Gruß
    Steven

  10. HJW sagt:

    Hallo, Heiko!
    Das Thema kommt wieder einmal zur rechten Zeit für mich. Vielen Dank für Deine Arbeit in diesem Blog.
    Beste Grüße aus dem Rheinland
    HJW

  11. Christoph W. sagt:

    Einfach nur klasse, diese neue Themenreihe! Großes Lob und Dankeschön!

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