Bau einer neuen Werkbank – Teil 2

Bau einer sandgefüllten Werkbank - Die Füllung

Füllung aus Styropor und Sand

In diesem Teil geht es um die Füllung der Hohlräume. Erst einmal möchte ich kurz ausführen, weshalb ich die Hohlräume füllen möchte: der Hauptgrund ist die Schalldämmung. Während eines Kurses wird zum Teil viel gestemmt. Die vorhandene Werkbank wirkt hierbei aufgrund der Hohlräume wie ein Resonanzkörper. Das ist wahnsinnig laut. Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass es sich an einer massiven Bank wesentlich angenehmer arbeiten lässt. Meine Hobelbank ist sehr massiv und gibt in keinster Weise nach. Das gefällt mir sehr gut und das will ich auch bei meinen neuen Werkbänken haben. Außerdem ist Gewicht nie schlecht. Daher der Sand. Die Hohlräume sind allerdings sehr groß. Würde ich diese komplett mit Sand füllen, würde die Bank zu schwer werden und es wäre fraglich, ob die Holzkonstruktion dieses Gewicht noch tragen könnte. Ich habe daher die Hohlräume erst mit Styropor aufgefüllt. Das ist gut zu verarbeiten und gibt dem Gewicht des Sandes nicht nach. Natürlich hat es keine Dämmenden Eigenschaften, aber darum geht es nicht.

Normalen Bausand kann man für so eine Füllung nicht nehmen. der wäre feucht und es würde irgendwann im Inneren der Bank schimmeln. Ich habe feinen Quarzsand in Säcken gekauft. Grober Quarzsand wäre auch gegangen, aber der war gerade nicht an Lager. In den Seitenteilen besteht die Füllung nun aus 40mm Styropor, darauf 20mm Sand und wieder 40mm Styropor. In den beiden Seitenteilen sind 25Kg Sand eingebracht.

Bau einer Werkbank mit Sandfüllung - Die Füllung der Platte

Die Füllung der Platte

In die Platte habe ich eine dickere Sandschicht gegeben. Hier sind die beiden Felder in der Mitte mit 40mm Styropor und 60mm Sand gefüllt. Die schmalen, vorderen Felder sind nur mit Styropor gefüllt. So habe ich hier die Option später noch Bohrungen für Spannelemente einzubringen. In der Bank sind am Ende 75Kg Quarzsand und 8 Platten (50 x 100cm) 40mm starkes Styropor als Dämmung verbaut. Die ersten Klopfversuche nach dem aufschrauben der Bankplatte waren sehr vielversprechend. Keine Vibrationen, kein Schwingen und kein Hall. Die Akustik ist die einer massiven Platte.

Die Gesamte Werkbank ist übrigens so gebaut, dass der Sand jederzeit entnommen werden könnte.

 

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7 Responses to Bau einer neuen Werkbank – Teil 2

  1. Boris sagt:

    Hallo Heiko,

    Sehr inspirierende Projekt hast du da!

    Ich bin gerade bei der Planung meiner Werkbank und darüber gestolpert.
    Ich werde 60mm Birken Mpx mit zusätzlichen Verstrebungen/Unterbau, Laden und Rahmen etc. machen. Insgesamt wird das Ding 250x95x98. Ich bin von der Idee mit dem Sand angetan, verwende aber einen 100er Lochraster und müsste immer dazwischen Fächer rein basteln die ich dann befüllen kann. Denkst du macht es Sinn unter die 60mm Arbeitsplatte drunter noch eine Ebene zu bauen mit solchen Fächern mit Sand oder ist das schon schwingungsarm genug? Die seitenteil/Füße könnte ich auf jeden Fall füllen.

    Danke für deine Einschätzung,
    LG Boris

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Boris,

      so kleine Fächer werden dir nichts bringen. Eine zweite Ebene auch nicht. Du kannst die Beine füllen, und die Platte wie geplant bauen.

      Gruß

      Heiko

  2. Dimitri sagt:

    Hallo Heiko,

    wie Du im Text erwähnst hat Styropor keine schalldämmenden Eigenschaften, dazu würde man Basotect o.Ä. nehmen.

    Grüße
    Dimitri

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dimitri,

      die Kombination Styropor und Sand funktoniert gu. Die Schalldämmung ist mit dem enthaltenen Sand sehr gut. Wie schon mehrfach erwähnt dient das Styropor nur dem Auffüllen der Hohlräume, die aufgrund der Stabilität nun einmal so groß sein müssen. Es gibt also keinen Grund auf ein anderes Material zu wechseln. Styropor ist billig, leicht zu beschaffen und gut zu bearbeiten.

      Gruß

      Heiko

  3. Carsten sagt:

    Hallo Heiko,
    Du hast geschrieben, die neuen Werkbänke seien kleiner und könnten bei Bedarf zusammengestllt werden.
    Wie willst Du sie verrücken, wenn sie mit dem Sand so schwer werden (>100kg?)?
    Bekommen die Bänke eine extra Vorrichtung die das Bewegen ermöglichen?
    Viele Grüße, Carsten

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Carsten,

      ich kann die Bank immer noch verschieben. Zwar nicht so einfach, aber es geht. Ich habe aer auch einen gefliesten Boden. Auf Beton oder einem Holzboden wäre das Verschieben vielleicht nicht mehr möglich.

      Gruß

      Heiko

  4. Richard sagt:

    Hallo,

    ich war bei Teil 1 irgendwie total skeptisch. Ich hatte mich zuletzt mit klassischen Hobelbänken und mit „verzierten“, hübschen Werkzeugtruhen und -schränken beschäftigt, dagegen sind Deine neuen Werkbänke wirklich sehr, sehr nüchtern. Aber manchmal muss man einfach mal das Gehirn umschalten, es ist ja kein Ziermöbel.

    Das mit dem Sand, Styropor – insgesamt sehr gut durchdacht! Ich glaube da liegt eine wirklich große Stärke.

    Insgesamt wirklich äußerst motivierend. Man möchte sofort in die Werkstatt gehen und eine der Bänke nachbauen, eine Geräuschreduzierung wäre so wünschenswert. Als Hobbyist kämpft man ja um jedes kleine Dezibel…

    Danke. Und viel Spaß wünsche ich!

    Richard

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