Holz gekauft – und jetzt?

Holzeinkauf - Holzlager

Ein typisches Lager eines Holzhändlers

Holzkauf ist vor allem für Einsteiger in die Holzbearbeitung ein schwieriges Thema. In der Artikelreihe „Holzauswahl für Einsteiger“ bin ich auf einige wichtige Punkte bereits eingegangen. In diesem Artikel möchte ich meinen heutigen Holzeinkauf einfach einmal nutzen um zu zeigen wie ich nach dem Holzkauf weiter vorgehe.

Das meiste Holz ordere ich bei meinem Stammhändler telefonisch und es wird mir bis vor die Werkstatt gebracht. Diesmal habe ich allerdings bei einem anderen Händler gekauft, da ich Holz benötige, das mein Stammhändler nicht führt: Bubinga. Bei meinem Stammhändler lagert das Holz in einer geschlossenen Halle, bei diesem Händler ist die Halle ringsum offen. So wird es vermutlich bei den meisten Händlern aussehen.

vorgeschnittene Bohle in der Werkstatt

Vorgeschnittene Bohle in der Werkstatt

Das Holz habe ich gleich mitgenommen. Allerdings habe ich es mir schon beim Händler in etwas handlichere Stücke schneiden lassen. Die Bohle war ursprünglich 5,2m lang, 65cm breit und 35mm stark. Mit Hilfe einer Motorsäge wurden daraus „handliche“ Stücke von unterschiedlicher Länge. Ganz nach dem späteren Bedarf. aus diesem Holz werden ein kleiner Tisch, eine Lampe und ein Bilderrahmen gefertigt.  Aber auch diese handlichen Stücke sind noch sehr schwer. Eine solche bohle komplett zu hantieren wäre mir alleine nicht möglich gewesen. Für die weitere Verarbeitung sind die Teile auch noch viel zu groß. Es wird also erst einmal gesägt.

Die beiden kleineren Teile konnte ich noch auf meiner Tischkreissäge in Streifen schneiden. Für die Tischplatte habe ich aus dem kleinsten Teilstück Streifen von 110mm Breite geschnitten. Aus dem nächst längeren Stück wurden ebenfalls noch zwei Teile mit dieser Breite abgeschnitten. Den Rest dieses Abschnittes habe ich auf eine Breite von 300mm geschnitten. Das entspricht der maximalen Durchlassbreite meiner Dickenhobelmaschine.

zu diesem Zeitpunkt stehen lediglich die genauen Maße für die Teile des Tisches fest. Daher werden auch nur die dafür benötigten Teile auf ihr späteres Maß geschnitten. Alle anderen Teile bleiben noch so groß es irgendwie geht. Dennoch wird schon alles abgeschnitten was als Abfall zu erkennen ist. Dazu gehören die eingerissenen Enden und die Waldkante.

Vorhobeln der einzelnen Bohlen

Vorhobeln der Bohlen

Damit ich später besser entscheiden kann welche Teile aus welcher Bohle geschnitten werden hobele ich die Oberfläche des Holzes bereits soweit sauber, dass die Maserung und eventuell vorhandene Fehler zu erkennen sind.

Die Stücke die zur Lampe und zum  Bilderrahmen werden sollen sind zu diesem Zeitpunkt alle noch ca. 300mm breit, die Längen betragen 2,6m und 1,7m.  Das Holz ist wunderbar gerade, wenn es sich während der späteren Lagerung nicht noch verzieht werde ich auf jegliches Abrichten verzichten können. Dieses Holz ist wirklich ein Traum. Auch Farbe und Maserung sind genau so wie ich es mir vorgestellt habe.

Bubinga

Bubinga

Das Holz lag wie eingangs erwähnt beim Holzhändler in der offenen Halle. Vor der weiteren Verarbeitung gebe ich dem Holz noch Zeit sich zu akklimatisieren. In meiner Werkstatt herrschen zum Glück Klimabedingungen wie in einem normalen Wohnraum. Den Teilen für den kleinen Tisch werde ich etwa eine Woche gönnen sich an das Klima und vor allem an die Umgebungsfeuchte anzupassen. Erst dann werde ich mit dem Bau des Möbels beginnen. So lange bleibt es im Nebenraum der Werkstatt liegen.

Zugeschnitten und vorgehobelt

Zugeschnitten und vorgehobelt

Diese Vorgehensweise ist meiner Meinung nach sehr wirtschaftlich, da der Verschnitt durch das Vorhobeln und die danach erst getroffene Holzauswahl gering bleibt.  Böse Überraschungen und dadurch resultierend neu zugeschnittene Teile habe ich sehr selten. Außerdem lagere ich durch diese Arbeitsweise nur gutes Holz in der Werkstatt und keine Abschnitte und Waldkanten.

Verlust beim zuschnitt

Der Abfall vom Zuschnitt

Der Holzverlust bis zu diesem Zeitpunkt ist gering. Einige Waldkanten und Endstücke, sowie ca. 50l Späne.

Natürlich werden im Laufe der weiteren Verarbeitung noch viel mehr Brennholz und Späne entstehen. Bei der Verarbeitung von Massivholz von der Bohle ausgehend kann man locker mit 50% Verschnitt und mehr rechnen. die gezeigte bohle mit 0,116 Kubikmetern ist also garnicht mal so viel Holz.

Ich verarbeite zum ersten Mal Bubinga. Die ersten Arbeitsschritte waren vollkommen problemlos. Das Holz hat sich sehr gut Sägen und Hobeln lassen.

Welches Öl passt zum Holz?

Welches Öl passt zum Holz?

Allerdings bin ich mir im Bezug auf die Oberflächenbehandlung noch unsicher. Also nutze ich die Wartezeit in der das Holz noch in meiner Werkstatt lagert für einige Tests mit verschiedenen Ölen um das am besten zum Holz passende Öl zu finden. Hier spielt erst einmal nur die Optik eine Rolle. Ich suche mir also das Öl aus, das die nach meinem persönlichen Empfinden schönste Oberfläche auf diesem Holz erzeugt. Auch das dauert ein paar Tage.

Sie sehen also dass nach dem Holzkauf doch noch einige Arbeitsschritte notwendig sein können bis man mit dem eigentlchen Bau des Möbels beginnen kann.

 

 

 

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22 Kommentare zu Holz gekauft – und jetzt?

  1. Constantin sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für interessanten Beitrag.

    Ich hab mir heute eine Nussbaumbohle 40x4000x450 mm bei einem Holzgroßhandel gekauft. Entsprechen der winterlichen Winterung herrschen in der Halle frostige Temperaturen.
    Für den Transport muss ich die Bohle auf 2m Länge kappen.
    Aus den beiden Bohlen soll eine Tischplatte entstehen.
    Das heißt die Bohlen bleiben in der Breite weitestgehend erhalten.

    Wie akklimatisiere ich das Holz am besten bevor ich es verarbeite?
    Abstapeln auf Fichtenleisten im Keller und dann später im Wohnraumklima?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    Grüße
    Constantin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Conatantin,

      da treue ich mich nicht wirklich dir einen Zeitraum zu nennen. Es wäre gut die aktuelle Holzfeuchte zu wissen. Das hätte dir der Händler noch messen können. Ohne die zu keennen wird es unmöglich sein den frühest möglichen Zeitpunkt zu bestimmen wann du das Holz verarbeiten kannst.

      Gruß

      Heiko

  2. Eric sagt:

    Hallo Heiko,
    im letzten Herbst musste ich mein Bastelholz zwangsweise in der Garage lagern,
    da ich das Projekt Werkbank mit Unterschränken unterbrechen musste.
    Jetzt sind hier unschöne Schimmelflecken auf der Tischlerplatte entstanden.
    (Platte 1.25×2.50m). Habe ich die Möglichkeit diese noch zu bearbeiten oder
    ist das „Brennholz“ ?

    Gruß Eric

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Eric,
      eine Ferndiagnose ist da nicht möglich. Es kommt ja darauf an, was das für ein Pilz ist. Ich würde die Platte erst einmal in eine trockene Umgebung schaffen. Eventuell hilft es, die Platte dann nach einiger Zeit zu schleifen. Es kommt wirklich darauf an, wie weit der Pilz schon im Holz ist.

      Bedenke bitte, dass Schimmelpilze gesundheitsgefährdend sind.

      Gruß

      Heiko

  3. remomu sagt:

    Hallo Heiko,

    ich habe mir einen Wandschrank für meinen Smart-TV aus 18 mm dicken Multiplex-Birke Platten gebaut. Um nun die jeweils drei Topfschaniere nicht zu überlasten wählte ich für die Türen eine
    Leichtere Holzplatte bzw. 16 mm dicke Stab-Tischlerpatte aus Gabun.

    Eine Gabun Tischlerplatte hat die Abmaße:

    Höhe der Tür: 125,6 cm

    Breite der Tür: 85,2 cm

    Nun möchte ich die leichte aber leider auch sehr weiche Gabun-Platte mit Öl behandeln.
    Welches Öl würde das Holz zusätzlich härter machen bzw. Stabilisieren und vorm Verziehen
    und Feuchtigkeitsaufnahme schützen ?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      kein Öl macht das Holz selbst härter. Was du suchst ist ein Oberflächenschutz, der eine robuste Schicht bildet und die Fläche möglichst dicht abschließt. Da kämen Lösemittel-Lacke oder ein schichtbildendes Öl wie OSMO Hartwachsöl in Frage.

      Gruß

      Heiko

  4. xootyr sagt:

    Hallo Herr Recht,
    ich bin dabei mir einen Fernsehschrank aus 18mm dicken Birke Multiplex zu Bauen. Die Schranktiefe beträgt dabei 20cm. Schrankbreite 170cm und Höhe 140cm.

    Nun habe ich mir dummerweise auch schon die Beiden Türen aus demselben Holz zuschneiden lassen. Diese Türen wollte ich mit 170°-Topfschanieren befestigen.

    Eine Tür ist somit 85cm breit und 120cm hoch. Nun habe ich starke bedenken das diese Tür viel zu Schwer ist als das es die Schaniere halten könnten.

    Was würden sie als Türmaterial empfehlen ?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      das Gewicht sehe ich weniger als das Problem an, da für gibt es spezielle Scharniere und man kann auch an der oberen Ecke zwei scharniere direkt untereinander platzieren (Dort ist die Belastung am größten). Das Problem sehe ich eher darin, dass Multiplex gerne verzogen ist, oder sich noch verzieht. Es kann also durchaus sein, dass die Türen krumm sind oder krumm werden. Eine Tischlerplatte wäre hier mit Sicherheit geeigneter.

      Gruß

      Heiko Rech

  5. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    ich war heute beim Berthold. Die hatten nur noch 2 AMI Nussbaum da. Die habe ich dann mal mitgenommen. Es sind schon mehr Endstücke, mit Rinde ca. 35 cm breit, vermutlich sind die übergeblieben. Eines ist nicht so dolle, das andere für meine Begriffe schön. Und das Holz ist ziemlich gerade. Über das Aufmass der Endstücke kann ich auch nicht meckern.

    Nur frage ich mich natürlich ob ich hier den Rest vom Stamm genommen habe den sonst keiner haben wollte, kann das aber nicht einschätzen. Adhoc würde ich sagen die Mittelstücke sind am besten, die vom Rand würde ich vermuten verziehen sich leicht. Dafür denke ich sind die Randstücke interessanter von der Maserung.

    Kannst Du mir sagen wie man hier am Besten vorgeht? Sind die Mittelstücke am Besten, oder sollte man Mittel- und Endstücke mischen? Sollte ich mir das beim Händler aussuchen können? Wäre prima, aber dann bekommt der die letzten Stücke ja nicht verkauft, ausser vielleicht an mich 😉 Und wenn Du eine Bohle bestellst machst Du da Angaben darüber aus welchen Stück die sein sollte.

    Was Leimholz angeht fühle ich mich bei meinem Großhändler bestens aufgehoben, die sind kompetent, haben m.E. sehr gutes Leimholz und ich kann da auch mal nur 2 Platten holen. Das Thema Schnittholz aber finde ich ausgesprochen schwierig. Man hat keine Ahnung was man eigentlich nehmen soll, ob ich mir das aussuchen kann, welcher Händler bietet das überhaupt an. Zudem habe ich beim Großhändler dann noch ein schlechtes Gewissen die Leute wegen einer Bohle zu belästigen und dann noch dumme Fragen zu stellen oder Wünsche zu äussern.

    Gruß Ralf

    Welches

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      Bohlen aus der Mitte sind schlichter und werden nicht so schnell krumm, die nimmt man dann z.B. für Rahmen. Die interessanter aussehenden Teile mit viel Maserung, von außen, die sog. Seitenbretter nimmt man dann beispielsweise für die Füllung. Man kann also nicht sagen was besser ist, es kommt auf die Anwendung an. Ob ein Händler erlaubt die Teile rauszusuchen ist ihm überlassen und sicherlich sehr unterschiedlich. Ich gebe meinem Händler an, was ich brauche und der liefert dann in der Regel das Passende.

      Gruß

      Heiko

      • Ralf sagt:

        Hallo Heiko,

        ich habe meine Bohlen mal von der Rinde befreit. Dabei habe ich gemerkt dass die eine Bohle Schrott ist. Die habe ich zur Hälfte sofort zu Brennholz verarbeitet, die andere Hälfte gab nicht viel Holz her.
        Gut ich wollte ja unbedingt etwas Holz zum Üben mitnehmen, dennoch sollte mir ein Fachverkäufer sowas nicht verkaufen. Es geht mir nicht um den finanziellen Verlust sondern dass ich gerade als Anfänger erstmal ein vernünftiges Stück Holz bekommen möchte womit ich vernünftig arbeiten und erste Erfahrung sammeln kann. Dass hatte ich dem Herrn auch so gesagt. Schade!

        Was mich aber mehr in Wallung versetzt ist dass in der einen Bohle keine Unmengen aber doch etliche Holzwurmlöcher waren. Wo ich sie gesehen habe, das habe ich natürlich entsorgt, aber im Rest der Bohle sind auch sicher noch einige. Nun frage ich mich was das bedeutet. Die Viecher breiten sich normaleweise aus und ich habe ja da den Rest vom Nussbaum und jede Menge Leimholz da liegen, Hobelbank und Werktisch natürlich auch. Muss ich um mein Holz in der Werkstatt fürchten oder ist das normal dass man schonmal wurmstichiges Holz in der Werkstatt hat? Bisher habe ich ja nur Leimholz verarbeitet und mir darum keine Gedanken machen müssen.

        Zur Info: Die Werkstatt ist eine Kellergarage, also nicht geheizt, im Winter konstant 12° und so 50-60% Luftfeuchte.

        Gruß Ralf

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Ralf,

          dass man dir so schlechtes Holz verkauft hat, spricht nicht gerade für den Händler.

          Was die „Holzwürmer“ angeht: Wenn es sich wirklich um solche handelt, dann ist das noch ein Minuspunkt für den Händler. Denn Ein Holzlager mit Wurmbefall kann sich eigentlich weder ein Händler, noch ein Schreiner leisten. Die Frage ist, ob es sich wirklich um Holzwürmer handelt, die noch leben, oder um alte Frasgänge von Schädlingen, die das lebende Holz befallen haben und die Trockenkammer nicht überlebt haben. Das kannst du feststellen, indem du das Holz gut reinigst, Holzmehhl abklopfst und einige Tage beobachtest. Wenn kein neues Holzmehl aus den Löchern kommt, ist auch kein Wurm drin. Wenn immer weider neues Holzmehl kommt, solltest du das Holz dem Händler auf den schreibtisch knallen und dein Geld zurüc fordern.

          So oder so, solltest du mal Ausschau nach einem besseren Holzhändler halten.

          Gruß

          Heiko

  6. Hallo Ralf und Heiko,
    das mit der Eiche kann ich gut verstehen. In unserer Schreinerei wurden immer vier Holzarten verarbeitet. Kiefer, Meranti, Buche und Eiche. IMMER. Da war ich mit meinem Esche Gesellen Stück schon eine Ausnahme. Der Trend zum Eiche Rustikal geht aber weg. Heutzutage gibt es sehr schöne und vor allem Moderne Arten ein Eiche Möbelstück zu bauen. Dann noch eine schöne Oberfläche und du hast einen Möbelstück im jungen Design. Nussbaum finde ich ist auch ein sehr schönes Holz das mit der richtigen Oberfläche richtig gut zur Geltung kommt. Bei Kirschbaum trennen sich die Geschmäcker. Es ist bestimmt ein schönes und gut zu verarbeitendes Holz aber nicht so mein Geschmack. Liegt vielleicht auch daran, das ich so viele Hochglanzkirschbaummöbel gesehen habe. Wenn die jetzt noch vergoldete oder Messing Griffe/Beschläge haben ist der Graus perfekt. Wie gesagt Geschmack Sache. Glaube ich würde Nussbaum nehmen, auf lange Sicht für mich das Interessantere Holz. Was auch immer du für ein Holz nimmst Ralf, egal, lass die Hobelmaschine laufen und sag uns ob mit der Maschine, Glücklich bist.

    Gruss Patrick.

    • Ralf sagt:

      Hallo Patrick,

      ob ich mit meinem Projekt „Massivholz“ glücklich werde hängt nach meiner jetzigen Einschätzung nicht an der Makita 2012. Ich habe bisher Schubladenseiten und Füllungen aus Buche Leimholz dünner gehobelt. Dann wird sie auch das Schnittholz können. Meine ersten Eindrücke:

      – Sie ist sehr kompakt
      – Sie ist überraschend „leise“
      – Ich habe mehr Ausrisse als ich gedacht habe. Nur habe ich keinen Vergleich. Das ist aber im grünen Bereich, kann mit 80er schnell weggeschliffen werden.
      – Sehr einfache Bedienung. Anfangshöhe wählen, Brett durch, halbe Umdrehung and der Kurbel, Brett durch … Geht ratz fatz.
      – Ich nehme immer nur 1mm ab, sonst muss die Maschine schonmal ackern. Da ich ja nur kleine Mengen zu hobeln habe und das wirklich flux geht ist das für mich völlig ok das Brett ein oder zweimal öfter durch zu schieben.
      – Zur Absaugung kann ich nichts sagen, habe ich (noch) keine.

      Eine allgemeine Erkenntnis: Keilgezinktes Leimholz eignet sich nicht zum Dünnerhobeln! So hat der Heiko es dann über Umwege doch geschafft mich zu den durchgehenden Lamellen zu überreden. 😉

      Ich habe damals lange überlegt die Makita oder die Metabo zu nehmen. Die Metabo ist 3 cm breiter. Das ist nicht viel aber meine Türfüllungen sind so 32-33 cm breit. Schade. Aber das wußte ich ja vorher, also auftrennen, hobeln, fügen, leimen. Ich habe die Makita genommen weil es damals einen (deutschsprachigen) Testbericht gab, zur Metabo (wie so oft) keinen. Jetzt gibt es ja einen im Kompass, habe ich aber noch nicht gelesen. Will ich auch garnicht!! Die Metabo ist aber auf jedenfall von den Massen her m.W. deutlich grösser.

      Gruß Ralf.

  7. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    ich habe den Makita 2012 und alle Handhobel die ich brauche, keine Ausreden mehr, es kann also losgehen. Ich würde dann auch gern mal mit einer Massivholzbohle starten. Habe mir Deinen Bericht angeschaut. So ähnlich würde ich dann auch vorgehen.

    Ich weiß nur nicht welches Holz ich nehmen soll. Bisher habe ich nur Buche Leimholz verarbeitet, also fällt Buche aus. Eiche erinnert mich immer stark an die hier in der Eifel sehr beliebten belgischen Rustikalmöbel. Ich hätte jetzt mal Kirschbaum genommen, allerdings hat mir im Oberflächenkurs der Ami-Nussbaum sehr gut gefallen. Also hätte ich zur Auswahl
    – Kirsch EUR
    – Kirsch AMI
    – Nussbaum EUR
    – Nussbaum AMI
    Was würdest Du mir empfehlen? Oder lieber etwas ganz anderes? Dabei geht es mir natürlich um die Optik aber genauso um die Hobelbarkeit des Holzes, da habe ich null Ahnung und möchte mir nicht gleich den Spaß verderben. Birke z.B. ist ja m.W. nichts für Anfänger.

    Gruß Ralf.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      wenn es dir um gute Eigenschaften zur Bearbeitung mit Handwerkzeugen geht, dann nimm amerikanischen Kirschbaum.

      Gruß

      Heiko

  8. Christoph Meyer sagt:

    Hallo Heiko,

    das Bild der offenen Lagerhalle für Holz kenne ich auch. Da stellt sich mir dann die Frage wie sinnvoll ist da noch der Hinweis auf kammergetrocknete Ware? Einige Partien werden da sicherlich auch mal mehrere Monate liegen bis die abverkauft sind, da wäre Lufttrocken wohl die bessere Bezeichnung.

    Bestimmst du immer die Holzfeuchte der einkauften Bohlen?

    Grüße
    Christoph

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christoph,

      stimmt, der Begriff Kammergetrocknet relativiert sich da. Ich habe kein Messgerät für die Holzfeuchte. ich vertraue einfach auf meine Erfahrung. Das Holz lag nun etwas über eine Woche in der WErkstatt und wird gerade weiter verarbeitet (Bericht folgt). Es direkt zu verarbeiten hätte ich mich nicht getraut. Das Ganze ist aber auch ein wenig davon abhängig, was aus dem holz wird. Es gibt Konstruktionen da ist es nicht dramatisch wenn das Holz noch ein wenig arbeitet. so ist es auch bei diesem Tischlein. Bis ich an die kritischen Arbeiten komme wird noch eine Woche vergehen.

      Gruß

      Heiko

  9. Swen sagt:

    Hallo Heiko,
    tolles Holz und schönes Projekt. Ich befasse mich seit einiger Zeit mit der Planung eines schönen schweren Tisches für unsere neue Terrasse die ich über Sommer gebaut habe.
    Ich habe nicht viel Erfahrung mit dem Bau von Möbeln bin aber beim Terrassenprojekt auf den Holzgeschmack gekommen. Außerdem sieht unser 160 cm auf einer 6 m Terrasse wie Speilzeug aus.
    Jedenfalls würde ich gerne was standhaftes bauen, scheue mich aber beim Kauf von ganzen Bohlen am Ende böse Überraschungen zu erleben und das Holz umsonst gekauft habe. Auf der anderen Seite gibt es kein Schnittholz in z.B. Eiche auf die ich beim Händler zugreifen könnte. Ich komme in der Sache nicht wirklich weiter und das einzige was es in Hülle und Fülle gibt ist KVH aus Fichte/Tanne.
    Hast du einen Tipp für mich?

    Ansonsten freue ich mich auf dein Tischprojekt das in Kürze folgt.

    Viele Grüße
    Swen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sven,

      wenn ich dich richtig verstehe suchst due bereits gehobeltes Holz. Das wird in unseren Breitengraden schwer werden. Es sei denn du findest einen Holzhändler, der auch hobelt. Ansonsten bleibt dir nur der Gang zum Schreiner, der dir das Holz eventuell vorbereitet.

      Gruß

      Heiko

  10. Jochen sagt:

    Das Holz sieht echt toll aus. Eine Frage habe ich. Hättest Du für die Tischplatte nicht gleich ein passendes massives Stück oder breitere Streifen herausschneiden können? Aber wahrscheinlich würde sich eine solche Platte zu start verziehen, oder?

    Viele Grüße
    Jochen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jochen,

      die drei sTreifen für die Platte haben mit der Gesamtkonstruktion des Tischleins zu tun. Kommende Woche, wenn ich die Zeichnnung zeige wird das klarer werden. Ansonsten hast du natürlich Recht, am Stück würde eine Bubinge Tischplatte klasse aussehen. Gegen Verzug müsste sie halt gesichert werden. aber wie gesagt, bei diesem kleinen Tisch wird das anders sein.

      Gruß

      Heiko

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