Asia Tischlein – Teil 3

Anzeichnen der Schwalben am der Querstrebe

Die untere Querstrebe gibt dem kleinen Tisch viel Stabilität. So kann er auch mal als Bank benutzt werden. Außerdem ist diese Strebe auch ein gestalterisches Element. Die Schwierigkeit daran ist jedoch die Verbindung zwischen Tischfüßen und Strebe. Durch den Versatz ergibt sich nur eine recht kleine Fläche die zur Verbindung benutzt werden kann. Ich habe mich für Handarbeit entschieden. Eine Schwalbe macht zwar keinen Sommer, stellt aber an dieser Stelle eine ideale Eckverbindung dar. Die vier Schwalben werden zunächst an der Querstrebe angerissen. Das geschieht mit Streichmaß und Anreißmesser. Ich benutze sehr gerne ein Anreißmesser wenn es genau werden soll. Dabei ist mir eines mit dicker Klinge lieber als eines mit langer und flexibler Klinge. Die Anrisse sind auf dem Bubinga-Holz besser zu erkennen als ein Bleistiftstrich. Außerdem hat man so auch gleich eine Kante in die man die Säge oder das Stemmeisen einsetzen kann.

Vorsägen mit der Japansäge

Für solche, eher feinen Arbeiten nehme ich eine Japansäge – Eine kurze Dozuki mit Universalverzahnung.  Mit diesen kurzen Japansägen arbeite ich viel lieber als mit den langen. Sie neigen weniger zum Verlaufen.

Diese Verbindung ist im Prinzip eine halbverdeckte Zinkung. Genau wie bei dieser, wird auch hier erst einmal so weit gesägt wie es machbar ist.  Das betrifft alle Schnittlinien. Das Einsägen erleichtert das spätere Ausstemmen sehr.

Bei dieser Art der Eckverbindung wird viel gestemmt. Mit einem Stemmeisen dessen Seitenfase möglichst groß ist, oder wie hier gar auf null ausläuft arbeitet es sich bei Schwalbenschwanzförmigen Verbindungen am besten.

Ausstemmen der Schwalben

Nach dem Ausarbeiten dieser vier Schwalben wurde der Quersteg auf den verleimten Tischteilen genau positioniert und die Schwalben wurden auf die Tischfüße übertragen. Hier wäre das Anreißen mit dem Messer schwierig gewesen. Zu schnell verrutscht ein Teil und hinterher passt nichts mehr. Daher habe ich den gut gespitzten Bleistift genommen und die Linien im Anschluss mit dem Messer nachgezogen. Anschließend wurde wieder gesägt und gestemmt.

Beim Nachputzen der Innenecken kommen zwei Schrägbeitel zum Einsatz. Mehr dazu findesn Sie hier:
Schrägbeitel selbst machen

Uns so sieht die fertige Verbindung aus. Irgendwie schade dass davon bald schon nichts mehr zu sehen sein wird.

Fertige Verbindung

Nun sind die Teile fast fertig zum Verleimen. Aber nur fast. Denn zuvor werden noch alle Flächen und Kanten, die nach dem Verleimen nicht mehr zu erreichen sind bis Korn 320 geschliffen. Da ich schon so viel zum Thema Schleifen gezeigt und geschrieben habe erspare ich es Ihnen und mir an dieser Stelle.

Das Verleimen war dank gut passender Verbindungen und bereit liegenden Zwingen ein Kinderspiel. Alles wurde wie Legosteine zusammengesetzt nur eben mit Leim. Zwingen Ansetzen, festziehen- Fertig.

Eine ganz einfache Verleimung, trotz vieler Schraubzwingen

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