Werkstatterweiterung – Teil 4: Endlich Platz!

Der Umbau der Werkstatt ist wieder ein ganzes Stück vorangegangen. Die Trockenbauwand, welche aus dem großen Werkstattraum zwei gemacht hat, ist ausgebaut. Die Werkstatt ist neu organisiert worden. Die Werkbänke und die Hobelbank stehen jetzt in einer Reihe, was auch den Zuschnitt von Plattenmaterial erleichtert. Einige Kanthölzer auflegen und los gehts.

Zuschnitt von Platten auf den Werkbänken.

Zuschnitt von Platten auf den Werkbänken.

Für alles, was irgendwie mit elektrischen Sägen zu tun hat, habe ich einen fahrbaren Schrank gebaut. Vorne sind Schubladen, hinten eine Wand für Schienensysteme und Zubehör. Steht der Schrank an der Wand, ist alles gut vor Staub geschützt. An die Vorderseite habe ich ein sog. Whiteboard angebracht. Eine solche Tafel kann ich nur jedem empfehlen. Zum Aufhängen von Zetteln oder zum schnellen Skizzieren ist so eine Tafel ideal. Sie fällt ganz klar in die Kategorie „Warum habe ich das erst jetzt und nicht schon viel länger?“

Alles zum elektrischen Sägen an einem Platz

Alles zum elektrischen Sägen an einem Platz

Führungsschienen und Zubehör sind auf der Rückseite vor Staub geschützt.

Führungsschienen und Zubehör sind auf der Rückseite vor Staub geschützt.

Ein für mich wichtiger Schritt ist die Einführung eines neuen Ordnungssystems. Ich setze dabei auf Euroboxen aus Kunststoff. Diese sind preisgünstig, stapelbar und lassen sich bei Bedarf sehr leicht auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die Boxen sind durchgängig beschriftet, man sieht also von außen, was in der Box drin ist. Eine Beschriftung im Inneren (teilweise mit Foto) hilft beim richtigen Einräumen der Kisten.

Auch sonst habe ich viele Schränke und Regale mit einer Beschriftung versehen. In erster Linie hat das natürlich damit zu tun, dass ich es meinen Kursteilnehmern erleichtern, möchte sich in meiner Werkstatt zurechtzufinden. Die Euroboxen sind zum Teil passend für einen bestimmten Kurs eingerichtet, was die Kursvorbereitung und das Aufräumen erleichtert.

Die Beschriftung selbst ist mittels Computer erstellt, ausgedruckt und dann einlaminiert. Die Schilder wurden ausgeschnitten und zum Teil mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. Laminiert man noch ein weiteres Blatt Papier mit ein, hat man zwei Lagen innerhalb der Laminierung. Schneidet man die Schilder aus, hat man zwei getrennte Lagen und kann die Schilder auch mit der Papierseite mittels Holzleim direkt auf Holz kleben.

Der weitere Umbauplan sieht nun wie folgt aus:

  • Bau einer Zwischenwand, damit ein neuer Flur entsteht.
  • Erweiterung der Beleuchtung.
  • Einbau einer neuen Tür zur Küche hin.
  • Umbau der Küche, sodass ein Lagerraum entsteht.
  • Ersetzen des bisherigen Schärfplatzes durch einen neuen.

Es ist also noch viel zu tun. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich an einem Buch arbeite. Es wird also in den kommenden Monaten wenig Zeit für ausführliche Artikel hier auf dem Blog bleiben. Sehen Sie es mir also nach, wenn es hier weniger Inhalte geben wird. Ich werde aber weiterhin meinen Blog auf HolzWerken.net schreiben. Da gibt es immer dienstags einen neuen Artikel. Auch in der Zeitschrift HolzWerken wird es regelmäßig was von mit zu lesen geben. Ich schreibe also nicht weniger, die Artikel sind eben nur an anderer Stelle zu finden.

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24 Kommentare zu Werkstatterweiterung – Teil 4: Endlich Platz!

  1. Rupert sagt:

    Hallo Heike

    Ich habe da mal eine Frage wie schaffst du es das die platten beim schneiden nicht rutschen ???
    Was gibst darunter ???

    Danke Rupert

  2. Ulrich sagt:

    Hallo Heiko,

    habe eine Frage zu den Euroboxen, sind es die 600×400 die du nutzt? Würde mich für deine Bezugsquelle interessieren, die Boxen die ich im Netz gefunden habe sind alle mit dem Anbieterlogo versehen, da würde ich gerne drauf verzichten..

    Grüße

    Ulrich

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ulrich,

      ja, die Boxen sind 600x400mm und ich kaufe sie hier vor Ort im Baumarkt. Sie haben kein festes Logo, nur einen Aufkleber.

      Gruß

      Heiko

  3. Konstantin sagt:

    Hallo Heiko,

    nette Seite! Wäre ich früher drauf gekommen, hätte ich mir bei einigem leichte getan…

    Wo und wie lagerst du denn Platten und sonstiges Rohmaterial? Ich bin auch gerade mal wieder daran die Werkstatt zu optimieren, mein Hauptproblem ist die Lagerung.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Konstantin,

      die Lagerung ist ganz einfach: Ich vermeide sie wo es nur geht. Ich kaufe nur ein, was ich gerade benötige. Kleinere Restmengen lagerten bisher in einem Resteregal, aber da bin ich gerade an einer anderen Lösung dran.

      Gruß

      Heiko

      • F. sagt:

        Hallo
        ich kann auch nichts wegwerfen. „Den Rest kann man ja noch brauchen“. Lange Zeit habe ich gehortet. Jede Ecke für irgendwelche Rest benutzt. Hatte eh keinen Platz und letztendlich immer das unendlich lange Suchen nach entsprechenden Resten. Ist jetzt vorbei. Ich werfe die Reste weg! Warum? Ich kaufe nun bewußt ein! Rechne vorher den Verbrauch aus. Benutze Software zur Berechnung oder/und Konstruktion. Macht auch Spaß. Jetzt habe ich nicht nur keine Reste mehr rumstehen sondern auch noch Geld gespart.
        Grüße
        Friedel

  4. Patrick Wieland sagt:

    Hallo Heiko,
    Auf den Stanley Böcken hast du noch eine Platte liegen. Jetzt nix besonderes aber mir ist aufgefallen das da eine T-Nut Schiene verbaut ist. Hast einen Mobilen Werktisch gebaut?

    Danke und Gruß
    Patrick

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Patrick,

      das ist eine Kombination aus Arbeitsplatte mit Spannmöglichkeit und Zuschnittbrett für die Handkreissäge.

      Gruß

      Heiko

  5. Michael L sagt:

    Hallo Heiko,

    ist ja sensationell geworden. Ich habe viele Impulse für die Einrichtung meiner neuen Werkstatt bekommen.

    Angesichts der Größe („da kann man ja einen Flugzeugträger parken“) darfst Du jetzt Deine Videos auch mit „wenn man nur eine kleine Werkstatt hat“ einleiten 😀

    Freue mich auf Dein erstes Buch. Wir hatten bei einem Kurs mal darüber geredet. Darfst Du sagen, ob es sich um das Einsteigerhandbuch handeln wird?

    Grüße,
    Micha

  6. Dennis sagt:

    Hi Heiko

    Zuerst einmal tolle Werkstatt
    Auf dem 4 foto steht seitlich ein schwarzen  Koffer von stanley wenn ich mich nicht irre.

    Was machen Sie mit diesem Koffer
    und was bekommen Sie da alles rein.

    Da ich viel  bei Freunde helfe küchenumbau,renovieren und sonst soanfällt und  die selten Werkzeug haben bring ich immer meines mit und bin auf der suche mach was passendem . 

    Hab mir schon den MFTC angesehen und nur hab ich zwar den einen oder anderen systainers nur was mache ich nur mit dem ganzen Handwerkzeug. 

    Was meinen Sie so ein Koffer oder besser dem MFTC bauen und anpassen. Mit Schubladen statt  die systainers.

    Danke schon mal

    MFG DENNIS  

     Aus der heimlich Hauptstadt des Saarland 

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      der Koffer nennt sich „Rollende Werkstatt“ und ist ganz praktisch. Auf der Stanley Internetseite ist die rollende WErkstatt recht gut beschrieben und maln kann Abschätzen ob man alles rein bekommt, was man möchte. Ob nun für Sie die Stanley Lösung in Ordnung ist, oder ob ein Selbstbau besser ist, kann ich nicht beurteilen.

      Gruß

      Heiko Rech

  7. Patrick Wieland sagt:

    Hallo Heiko, eine Frage zu deinem fahrbaren Werkzeugschrankes, hast du kugel gelagerte Vollauszüge für den Seitenauszug (Sägeblatt Aufbewahrung) verbaut. Frage bezieht sich auch auf Belastung und Stabilität der Schublade.

    Danke und Gruß
    Patrick

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Patrick,

      die Auszüge sind normale Accuride, die hatte ich noch da. Die Belastung ist nicht sonderlich hoch, das sollten maximal 15 Kg. sein, eher weniger. Das schaffen die Locker. bei seitlichem Druck geben die Auszüge natürlich etwas nach, aber das stört nicht weiter.

      Gruß

      Heiko

  8. Christoph Meyer sagt:

    Hallo Heiko,

    die Leitlinie – alles hat seinen Platz, alles ist an seinem Platz – hast du wirklich hervorragend umgesetzt!

    Bei den Bilder ist mir der Fußboden in deiner Werkstatt aufgefallen. Bist du mit den Fliesen zufrieden? Vor der Hobelbank liegt einen Matte auf dem Boden, magst du verraten was das für ein Material ist?

    Grüße
    Christoph

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      mit dem Boden bin ich zufrieden, er ist leicht zu reinigen und nicht zu glatt. Zur Matte habe ich hier mal was geschrieben:
      http://holzwerkerblog.de/2013/07/10/anti-ermudungsmatte-schont-die-gelenke/

      Wenn die Werkstatt fertig ist, werde ich dahingehend an einigen Stellen noch nachrüsten. Dann aber vermutlich mit sogenannten „STallmatten“. Die sind eigentlich zum Auslegen von Pferdeställen gedacht und haben Puzzle-Ränder, so dass man sie auch um die Ecke legen kann.

      Gruß

      Heiko

  9. Axel sagt:

    Hallo Heiko,

    sehr gut gemacht, ich vermute Du hast Dir Anregungen geholt bei einem Lean-Experten. Ich habe diese Systematik zur Herstellung von Ordnung in meinem Berufsleben schön öfter angewendet (metallverarbeitende Industrie bei deutschem Großkonzern), es war immer ein Schritt nach vorne. Wie Thomas schon schreibt, man will gleich mitmachen.
    Meine einzigen Bedenken beträfen die Gabelschlüssel, ob die sich nicht soweit Dauer-Magnetisieren, dass sie beim Einsatz schwieriger zur handhaben sind.
    Aber ansonsten alles super!
    Nicht ganz so ernst gemeinter Tipp: Du brauchst noch eine Besenstation und einen Reinigungsplan.

    Grüße aus Mittelfranken,
    Axel.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Axel,

      in meinem vorherigen Berufsleben hatte ich viel mit Produktionsoptimierung zu tun, daher ist es klar, dass diese Erfahrungen auch in meine Werkstatt einfließen. BEi den schlüsseln habe ich keine Bedenken, die sind ja nur für die Spannzangen der Oberfräsen. Sollten sie mal magnetisch werden, ist das nicht so schlimm.

      Eine Besenstation ist übrigens geplant 🙂 Aber kein Renigungsplan. Es wird einfach immer alles gleich sauber gemacht.

      Gruß

      Heiko

      • Jochen sagt:

        Gibt es noch keine Saugroboter mit Zyklonabscheider? 😉

        Schöne Grüße
        Jochen

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Jochen,

          sowas habe ich noch nicht gesehen, wäre sicherlich eine gute Idee. Eine Alternative wäre auch ein selbstabsaugender Fußboden. Allerdings wäre mir bei den aktuellen Temperaturen eine Klimaanlage viel lieber.

          Gruß

          Heiko

  10. Bernd sagt:

    Hallo Heiko,

    wirklich sehr schön und eine deutliche Optimierung. Freue mich auf den nächsten Kurs 😉

    Gruß Bernd

  11. Christoph sagt:

    Heiko,
    wenn du jetzt noch eine Schublade für Socken machst, würde ich gerne in deine Werkstatt einziehen. Man kann sich daran garnicht satt sehen…

  12. Thomas Götz sagt:

    Schaut sauber aus, da bekommt man gleich Lust loszulegen.
    Super gemacht.

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