Werkzeug trockener schärfen

Ich muss oft und viel schärfen. Daher habe ich nun wieder eine Maschine für den Trockenschliff angeschafft. Das Ausschleifen von Scharten, das Umschleifen von Winkeln und ganz allgemein, das Schleifen vor dem Abziehen geht mit einer Maschine viel schneller, als von Hand. Die Dewalt DW 753 ist eine Maschine, die genau diese Aufgabe gut erfüllt. Gleichzeitig wird durch das maschinelle Trockenschleifen das Arbeiten mit Wassersteinen verringert. Der Schärfvorgang wird also eine etwas trockenere Angelegenheit, als bisher.

Dewalt DW 753 Werkzeug Schärfmaschine

Dewalt DW 753 Werkzeug Schärfmaschine

Mit einem sehr guten und feinen Schleifstein, einer Werkzeughalterung für Stemmeisen und Hobeleisen und einem Schleifband ist alles vorhanden, was zum Schärfen gebraucht wird. Naja, fast alles. Zwar kann man mit einer solchen Maschine die Schneide bearbeiten, aber nicht die Endschärfe herstellen. Dazu bedarf es immer noch eines Abziehsteins. Es gibt diese Maschine in unterschiedlichen Ausführungen. Eine Variante wird auch mit einer Abziehscheibe aus Gummi geliefert. Aus der Arbeit in Schreinereien kenne ich diese Variante und sie hat mich nie so recht überzeugt. Daher ist meine Wahl auf den DW753 gefallen. Das Schleifband erweitert den Einsatzbereich noch einmal.

An dieser Stelle weise ich erst einmal auf einen Artikel hin, den ich auf meinem Blog bei HolzWerken geschrieben habe. Er behandelt den Trockenschliff, seine Vor- und Nachteile im Vergleich zum Nassschliff. Den Artikel finden Sie hier:

http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Nass-oder-trocken

Schleifhilfe für Stemm- und Hobeleisen

Eine Besonderheit dieser Doppelschleifer- Serie von Dewalt ist die mitgelieferte Führung zum Schleifen von Stemm- und Hobeleisen. Dieses System ist nicht neu, sondern wurde bereits von der Firma ELU vertrieben, die ja von Dewalt aufgekauft wurde.  Mehrere Generationen von Tischlern dürften bereits mit dieser Art Schleifmaschine ihre Eisen geschärft haben.

Wer der Meinung ist, dass eine Schneide in einem ganz präzise definierten Winkel geschliffen werden muss, den kann dieses System sicherlich nicht überzeugen. Wer aber etwas pragmatischer an das Thema Schärfen heran geht, der erzielt schnelle und gute Ergebnisse. Mit einer selbst gebauten Einstelllehre könnte der Fasenwinkel recht genau bestimmt werden. Die Herstellung der Lehre bedarf jedoch sicherlich einigen Versuchen. Man müsste den gewünschten Winkel anschleifen und dann den Abstand zwischen Spannvorrichtung und Schneidenende messen. Einige passend zusammengeleimte Holzreste ergäben dann die Einstelllehre für diesen Winkel. Das Prinzip ähnelte der Lehre, die man auch bei einer Zweibacken- Führung bauen muss. Weiter unten im Artikel zeige ich Ihnen aber, wie es auch anders geht.

Kleiner Schönheitsfehler

Bei der Montage der Schleifführung für Stemm- und Hobeleisen zeigte sich ein kleiner Schönheitsfehler: Beim Anziehen der Schraube zur Befestigung biegt sich das Halteblech durch. Mit ein paar untergelegten Scheiben war das Problem schnell behoben. Leider hatte ich keine genau passenden Scheiben. An dieser Stelle könnte der Hersteller sehr leicht Abhilfe schaffen, indem er ein passendes Distanzstück beigelegt.

Bei vielen Maschinen dieser Bauart dreht sich der Schleifstein (Schleifband) vom Bediener weg. Bei der Dewalt-Maschine dreht der Stein zum Bediener hin. Das hat den Vorteil, dass kein so großer Grat am Ende der Schneide entsteht.

Ohne Stein geht es aber nicht

Eine solche Maschine ist für den Pragmatiker eine enorme Arbeitserleichterung. Aber wer glaubt, nun auf Schleifsteine verzichten zu können, der irrt sich. Denn mit der Maschine kann keine Endschärfe hergestellt werden und auch die Spiegelseite kann natürlich auf einem drehenden Stein nicht bearbeitet werden. Als Ergänzung zur Maschine habe ich mich für einen 8000er Cerax mit Steinhalter entschieden. Er ersetzt meinen 8000er King Abziehstein.

Abziehstein CERAX 8000 mit Steinhalter

Abziehstein CERAX 8000 mit Steinhalter

Effektiv und schnell wird das Abziehen erst, wenn es freihändig gelingt. Hier kommen die Vorteile des Hohlschliffes durch die Maschine zum Tragen. Dadurch liegt die Schneide auf zwei Punkten auf. Die Gefahr, dass die Schneide beim Abziehen ballig wird, besteht kaum.

Der Hohlschliff erleichtert das freihändige abziehen.

Der Hohlschliff erleichtert das freihändige abziehen.

Ein weiterer Vorteil des Hohlschliffes ist der, dass beim Abziehen automatisch eine sogenannte Mikrofase entsteht. Es wird also nur der vordere und hintere Bereich der Schneide abgezogen. Mit dem sehr feinen Stein wird also nur sehr wenig Material abgetragen.  Das Abziehen geht dadurch schneller und der Stein wird geschont. Nach dem Abziehen der Fase wird noch die Spiegelseite auf dem 8000er-Stein abgezogen und die Schneide ist scharf.

Mit dieser Art zu schärfen erreicht man Schneiden, die problemlos die Haare am Unterarm rasieren können. Mehr braucht eigentlich niemand.

Und so wird es gemacht:

Das zu schärfende Werkzeug soll ja in der Regel wieder im gleichen Winkel geschliffen werden, den es schon hat. Man spannt das Werkzeug ein, schaut seitlich auf den Stein und verschiebt es so lange, bis die Schneidenfase sauber auf dem Stein aufliegt. Tut man dies mit leichtem Druck auf den Stein, schiebt sich das zu schärfende Werkzeug meist auch schon recht ordentlich in den rechten Winkel. Es spricht aber nichts dagegen den Winkel noch einmal zu prüfen. Dann wird geschliffen. Ohne Druck und nicht zu langsam. Natürlich entstehen dabei Funken. Man sollte also nicht unbedingt inmitten von Hobelspänen und Holzstaub seine Werkzeuge schärfen.

Bei meiner Maschine ist es so, dass ein rechtwinkliges Einspannen der Werkzeuge auch zu einer rechtwinklig geschliffenen Schneide führt. Der fertige Schliff ist etwas grober, als mit einem Wasserstein Korn 1000, aber immer noch fein genug.

So sieht das Schleifbild aus

So sieht das Schleifbild aus

Nach dem Schleifen muss abgezogen werden. Ich habe festgestellt, dass der 8000er CERAX nicht unbedingt vor der Benutzung gewässert werden muss. Für einen kurzzeitigen Einsatz reicht es aus ihn nur leicht mit Wasser zu benetzen.

Das Ergebnis ist eine wirklich scharfe Schneide mit einer sehr feinen, sauber auspolierten Mikrofase. Wie bei allen Schärfmethoden gilt auch hier: Ist die Schneide nur ein wenig stumpf, wird nur wieder leicht abgezogen, nicht neu geschliffen.

Das Schleifband

Auf der linken Maschinenseite ist ein Schleifband angebracht. Ich habe mich für das Band entschieden um auch andere Metallarbeiten mit der Maschine durchführen zu können. So kann ich beispielsweise Metallteile entgraten oder auch das Hobeleisen eines Schrupphobels schleifen. Als Zubehör gibt es Bänder in unterschiedlichen Körnungen. Im Lieferzustand ist ein Band mit Korn 80 montiert.

Der Schleifbandwechsel geht schnell und einfach. Die Abdeckung wird demontiert, dafür ist nur eine Schraube zu lösen. Das Band wird per Hebel entspannt und kann gewechselt werden. Der Bandlauf kann ohne Zuhilfenahme von Werkzeug eingestellt werden. Auch die Bandauflage kann werkzeuglos eingestellt werden.

Der Antrieb des Schleifbandes

Der Antrieb des Schleifbandes

Auch wenn die Verlockung groß ist, für das Schleifen von Holz würde ich die Maschine nur ungern benutzen. Es fehlt die Möglichkeit den Holzstaub abzusaugen. So würde sich schnell Staub im Maschineninneren ansammeln. Beim nächsten Schleifen von Metall entstehen Funken. Sie können sich sicherlich vorstellen, welche Gefahren aus dieser Kombination entstehen würden.

Für wen eignet sich eine solche Maschine?

Für Schärffetischisten ist die hier gezeigte Maschine und die daraus resultierende Schärfmethode sicherlich nicht geeignet. Wer aber rein ergebnisorientiert seine Werkzeuge scharf bekommen möchte, der ist mit einer solchen Maschine gut bedient. Der Wasserbedarf der CERAX Steine ist gering, so dass man relativ trocken arbeitet. Wer seine Hobeleisen leicht verrundet, dem sei noch ein Stein der Körnung 3000 ans Herz gelegt. Nach dem maschinellen Schliff wird die Verrundung mit diesem Stein angeschliffen, bevor abgezogen wird. Das funktioniert gut und geht schnell.

Die derzeitigen Preise für die Maschine und einen 8000er Cerax Stein liegen bei etwas über 400 Euro. Von daher wird sich diese Kombination wohl kaum für den Gelegenheitsschärfer lohnen. Bedenkt man aber, dass man mit dem Schleifband auch andere Metallarbeiten durchführen kann, relativieren sich die Anschaffungskosten schon wieder.

Weiterführende Links

Warum Hobeleisen verrunden?
Spurlos hobeln – HolzWerken Blog

Vergleich zwischen Nass- und Trockenschliff:
Nass oder Trocken

Schärfen mit einem 8000er Stein:
Heute auf dem 8000er

Arbeiten mit einer Zweibacken- Führung
Schärfen mit einer Zweibacken- Führung

Vorstellung der Cerax Steine
Die Mittelklasse existiert

Schärfen mit Diamantplatten
Kurze Katabas und abrichten mit Diamant
Update zum Schärfen mit Diamant

Schärfen mit dem Doppelschleifer
Schärfen mit dem Doppelschleifer

Schärfen mit Wassersteinen
Schärfen mit Wassersteinen

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25 Kommentare zu Werkzeug trockener schärfen

  1. André sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin ebenfalls dazu übergegangen meine Werkzeuge mit einem maschinellen Hohlschliff vorzuschleifen.

    Allerdings nutze ich für das Abziehen noch Steine von King und Naniwa, beide Steine müssen gewässert werden. Der King „schlämmt“ ziemlich stark. Und der Naniwa setzt sich schnell zu, so dass er mit dem Nagura oder Abrichtblock wieder freigemacht werden muss. Insgesamt ist das eine ziemlich nasse und schmutzige Angelegenheit.

    Den Einsatz von Wasser würde ich gerne auf ein Minimum beschränken. Ich spiele mit dem Gedanken mir Steine anzuschaffen, die nur mit Wasser besprüht werden müssen. Es gibt ein Video mit Garrett Hack auf dem er die „Hohlschliff-Methode“ zeigt. Dort verwendet er Steine von Shapton. Daher habe ich Shapton oder Cerax in der Auswahl.

    Bist du nach fast 1 1/2 Jahren mit den Cerax Steinen noch immer zufrieden? Hast du evtl. einen Vergleich zu den Steinen von Shapton? Ist das Besprühen mit Wasser ausreichend, bei „Feine Werkzeuge“ habe ich gelesen, die Steine sollen 5 Minuten gewässert werden?

    Schon mal Danke und viele Grüße,
    André

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo André,

      ich habe vor etwa 9 Monaten von Cerax-Steinen zu denen von Shapton gewechselt. Der Grund war allerdings nicht, dass ich mit den Cerax nicht zufrieden war. Im Kurs setze ich immer noch einen Cerax Kombistein ein. Die Shapton Steine brauchen in der Tat weniger Wasser und man muss sie nicht wiklich wässern. Einsprühen reicht. Lediglich beim Schruppstein ist das ein wenig anders. Der braucht etwas mehr Wasser und man muss ihn mehrfach besprühen, bis er gut arbeitet. Gründe für den Wechsel zu den Shapton waren bei mir der geringere Wasserverbrauch, aber vor allem auch, dass sie im Prinzip immer einsatzbereit sind, ohne im Wasser zu lagern.

      Die Shapton Steine sind allerdings teurer, als Cerax und King. Der Preis relativiert sich aber, da sie sehr hart sind um man sie nicht so oft abrichten muss. Für deine Ansprüche scheinen mir die Shapton Steine die richtigen zu sein.

      Ich habe einen 400er, einen 1000er und einen 8000er. Ich hatte bisher mit keinem Stahl darauf Probleme. Auch der PMV-11 von Veritas lässt sich darauf gut schärfen, sowie alle A2 Stähle von Veritas, Lie Nielsen oder Stanley.

      Gruß

      Heiko

  2. Boris sagt:

    Hallo Heiko,

    wie würdest du subjektiv das Laufgeräusch bzw. die Lautstärke der Maschine beschreiben?

    Ich habe bis jetzt statt eines Schleifbocks einen Bandschleifer mit Stationäreinrichtung verwendet, der allerdings das zeitliche gesegnet hat. Die Lautstärke hat mich immer gestört.

    Gruß
    Boris

  3. Martin sagt:

    Hallo Heiko,
    danke für die interessante Vorstellung dieser Maschine, für die ich mich auch interessiere.
    Beim Blättern in der online verfügbaren Anleitung ist mir aufgefallen, dass die Schleifführung auf der linken Seite des Halteblechs montiert werden soll. Dann sollte es die Probleme mit dem Durchbiegen nicht geben. Oder übersehe ich da etwas?
    Was ich noch nicht gesehen habe, ist, ob es irgend eine Führung für das schleifen am Band gibt. Kannst Du etwas dazu sagen?

    Gruß
    Martin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,

      die Montage des WErkzeughalters hat Bobbi in einem älteren Kommentar bereits richtig erklärt und ich habe ihn daraufhin links angebaut.

      Gruß

      Heiko

      • Martin sagt:

        Hallo Heiko,
        das ging aber schnell! Danke für den Hinweis . Da hätte ich mal aufmerksamer lesen müssen.
        Nimmst Du das schleifband nur für Schrupphobeleisen oder hast Du inzwischen noch andere sinnvolle Anwendungen gefunden?

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Martin,

          ich habe schon ein paar einfache Metallarbeiten mit dem Schleifband gemacht. Schrauben kürzen, Entgraten oder auch mal ein Metallteil dünner geschliffen. Das ging sehr gut.

          Achso, eine Führung für das Schleifband gibt es meines Wissens nach nicht.

          Gruß

  4. Daniel sagt:

    Warum sind Sie eigentlich von Ihrem 8000er King auf den 8000er Cerax umgestiegen?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      der Cerax ist härter und man muss ihn nicht so oft abrichten. Das Abrichten ist dafür aber schwieriger und geht am Besten mit einer Diamantplatte.

      Gruß

      Heiko Rech

  5. Rudi sagt:

    Hallo Heiko,

    ich möchte versuchen meinen Doppelschleifer mit Dewalt Ersatzteilen ‚hochzurüsten‘. Kannst Du mir sagen was für eine Körnung der Ab Werk installierte Stein hat? Leider steht das nirgends in den Datenblättern. Im Zubehörhandel bekommt man von Dewalt Steine bis hinunter zu Korn 800 (DT3381-QZ).

    Viele Grüße
    Rudi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Rudi,

      da kann ich dir leider auch nicht weiter helfen. In der Bedienungsanleitung steht nichts drin und auf dem Stein selbst ist auch nichts zu erkennen. Frag doch einfach mal bei DeWlat nach.

      Gruß

      Heiko

  6. F. sagt:

    Hallo!
    Holzwerken ist Hobby. Heißt: es soll Spaß machen und das Ergebnis erfordert keine Eile. Zum Bearbeiten von Holz gehört nun mal das Schärfen von Klingen und Blättern. Ich gucke bestimmt nicht auf ’ne Mark, aber diese Maschine würde ich nicht kaufen. Erstens habe ich dafür gar keinen Platz und Zweitens macht das Schärfen mit den Steinen mittlerweile Spaß. Weil das Ergebnis absolut überzeugend ist!
    Auch ich wollte die Kosten für den Sägeblatt-Schärfdienst sparen und eine Schärfmaschine für Sägeblätter kaufen. Mann, erstmal eine vernünftige finden. Und dann, diese ganzen Winkel eines guten Blattes einzuhalten und nachzuschärfen…das tue ich mir nicht an. Da lasse ich doch lieber den Profi ran.
    Den Rest kann man getrost mit den Steinen schärfen und sich am Ergebnis erfreuen. Man wird ja auch mit dem Schärfen immer besser 🙂
    Grüße
    Friedel

  7. Simon sagt:

    Hallo Heiko,
    prinzipiell mache ich es auch so, allerdings auf einem der in Verruf geratenen alten Doppelschleifer :-).
    Ich brauche aber dennoch drei Steine (bei mir z.Z 220,1000,6000). Für die Spiegelseite eines Eisens ist mir meist der 1000er noch zu fein und ich beginne mit dem 220, auf jeden Fall beim ersten mal Schleifen und nach einigem Gebrauch.
    Reicht es dir, diese nur mit dem 8000er zu schleifen?
    Viele Grüße
    Simon

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Simon,

      den Aufwand, den so mancher mit Spiegelseiten betreibt, halte ich für übertrieben. Ich poliere den vorderen Teil aus, das geht auch mit einem 8000er. Voraussetzung sind natürlich Werkzeuge, deren Spiegelseite vom Hersteller schon gut bearbeitet ist. Und gerade da hat sich viel getan. Alle Werkzeuge, die ich in den letzten zwei Jahren gekauft habe benötigten nur minimale Nacharbeit. Wenn man also ein Grundverständnis dafür hat, wieviel Arbeit an einer Schneide wirklich notwendig ist und dann noch vernünftige Werkzeuge kauft, kommt man in der Tat mit einem 6000er oder 8000er aus. Allerdings geht vieles mit einem groberen Stein schneller, das will ich nicht leugnen. Ich habe auch noch mehrere CERAX Steine im Einsatz, angefangen bei Korn 400. Aber die brauche ich inzwischen nur noch selten.

      Gruß

      Heiko

  8. Bobbi sagt:

    Moin Heiko,
    Aufgrund des gelungenen Berichts über deine neue Schärfmaschine, habe ich bei verschiedenen Herstellern versucht in den technischen Daten Angaben zur Körnung der Scheiben zu erhalten. Leider glänzen selbst gute Hersteller mit fehlender Angabe. Dabei habe ich beim Lesen des Manuals der DW 753 bemerkt, das in den Abbildungen der Werkstückhalter von der anderen Seite am Maschinenhalter befestigt werden sollte. Die Lösung mit den Unterlegscheiben wäre dann hinfällig, außer deine Anbaumethode hat Vorteile mit der Führung der Werkzeuge am Stein, weil der Halter die paar cm versetzt ist.
    Gruss Bobbi

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Bobbi

      mensch jetzt hast du mich aber voll erwischt 🙂
      Da habe ich den Wald vor Lauter Bäumen nicht gesehen. In der Anleitung gibt es zwei Bilder, das erste habe ich falsch interpretiert. Dazu kam noch, dass in den Halter der Führung genau der Schraubenkopf hineinpasste, was wohl Zufall ist. Es erschien mir so vollkommen logisch:
      Jetzt habe ich den Halter anders herum montiert, funktioniert prima. Danke für den Hinweis.

      Ich werde deinen Kommentar, meine Antwort und den Bereich im Artikel am Montag löschen, damit der Artikel richtig ist und keine unnötige Verwirrung bei den Lesern entsteht. Solange darf sich noch jeder über mein Missgeschick amüsieren 🙂

      Gruß

      Heiko

      • Bobbi sagt:

        Und ich hatte vermutet, dass deine Art der Montage eine größer Nutzbarkeit der Halterung ergibt und sinnvoll wäre. Nun ich amüsiere mich mit über typische menschliche Schwächen.
        Herzliche Grüße Bobbi

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Bobbi,

          ich hatte bei der Montage einen Versuch mit einem großen Sterngriff statt der Mutter gemacht. Das ginge nur sinnvoll bei der „falschen“ Montage. Dann könnte man den Halter schnell verstellen – Braucht man aber nicht, daher habe ich es dann auch sein lassen.

          Gruß

          Heiko

  9. Dieter sagt:

    Hallo Heiko

    Genau so !

    Mit diesen Maschinen von Dewalt/Elu wird in vielen Schreinereien und Ausbildungswerkstätten gearbeitet.

    Dank der Möglichkeit zum einspannen der Stemm.- u. Hobeleisen, erhält auch der weniger Geübte schnell gute und scharfe Ergebnisse.

    Wenn ich lese, was manche hier beim Werkzeug schärfen veranstalten und welcher Hokuspokus teilweise um sogenannten Wassersteine und “Mikrofasen“ etc. gemacht wird…..

    Gruß
    Dieter, Möbelschreiner

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dieter,

      natürlich wird mancherorts viel Aufwand betrieben, der nicht notwendig ist. Auf der anderen Seite würde es aber auch so manchem Schreiner gut tun, mal über seinen Tellerrand zu sehen. Ich habe in den Schreinereien, in denen ich tätig war meist kein wirklich scharfes Werkzeug gesehen. Die Leute dachten es sei scharf, bis ich ihnen mal ein von mir geschärftes Stemmeisen zeigte. Da klappte so manchem die Kinnlade herunter. Hier könnten also beide Seiten voneinander lernen.

      Gruß

      Heiko

  10. Andreas sagt:

    Hallo Heiko,

    hattest Du bei Deiner Maschinenwahl auch die DW755 bedacht, bei der das Schleifband anscheinend mit Wasser gekühlt werden kann?

    Danke
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      diese Variante war im Werkzeugkompass der Zeitschrift „HolzWerken“ und eben diese Funktion schnitt dort nicht so gut ab. Dazu noch der recht hohe Preis. Ich gleube nicht, dass die Wasserkühlung wirklich notwendig ist, daher habe ich diese Maschine schnell wieder aus der engeren Wahl heraus genommen.

      Gruß

      Heiko

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