Festool Baustellenradio Sysrock BR10

Festool Sysrock BR10

Festool Sysrock BR10

Früher waren Baustellenradios meist ausgemusterte Radiowecker, oder Kassettenrekorder (die älteren unter Ihnen werden sich noch an Musikkassetten erinnern). Sie flogen in irgendeine Werkzeugkiste und wurden mit auf die Baustelle genommen.

Diese Zeiten sind vorbei, statt Musikkassetten hat man heute MP3 Player, Internetradio und Handys, auf denen die Musiksammlung Ihren Platz findet und immer dabei ist. Entsprechend sind Baustellenradios auch nicht mehr das, was sie früher waren.  Sie sind oft Akkubetrieben, laden die Akkus der Schrauber auf, sind robust und bieten Anschlussmöglichkeiten für unterschiedliche Musikquellen. Dank Bluetooth auch Kabellos. Jeder Werkzeughersteller, der etwas auf sich hält, hat auch ein Baustellenradio im Sortiment. Mit dem Sysrock BR10 kommt im Januar 2016 nun auch ein Radio vom schwäbischen Hersteller Festool auf den Markt. Einige Menschen konnten das Sysrock aber schon früher ausprobieren. Ich gehöre auch zu diesen Testern. Ich bekam von Festool ein Vorserienmodell zum Ausprobieren. Das Gerät läuft nun schon einige Wochen bei mir in der Werkstatt. Ich möchte in diesem Artikel nicht groß auf die technischen Details eingehen. Das haben andere Tester bereits getan. Warum also soll ich noch einmal alle Knöpfe zeigen?

Michael Hild hat das Sysrock sehr detailliert vorgestellt:

http://michael-hild.blogspot.de/2015/12/werkzeugvorstellung-festool-sysrock-br.html

Und Peter Parfit hat das BR10 in einem Video vorgestellt:

https://www.youtube.com/watch?v=-xNJLCGpJJQ

Das Bedienfeld ist übersichtich und die Anzeige ist gut ablesbar.

Heute bin ich mal faul und lasse andere die Funktionen im Detail erklären

Das wird keine Produktbeschreibung

Statt auf die Technik selbst einzugehen, werde ich Ihnen also meine bisherigen Erfahrungen schildern, was ich gut finde und was mir nicht so gut gefällt. Mit den positiven Dingen möchte ich anfangen, das gehört sich ja schließlich so.

Gut gefallen hat mir, dass das Sysrock einfach zu bedienen ist. Alle Funktionen sind nahezu selbsterklärend, sodass man die Bedienungsanleitung kaum braucht. Der Klang ist für so ein kleines Gerät in Ordnung.  Sehr bequem ist die Möglichkeit Musik über Kurzstreckenfunk (Bluetooth) vom Handy oder auch von anderen mobilen Geräten aus, an das Sysrock zu übertragen.  Das funktionierte in meiner Werkstatt sehr gut, auch von den Nebenräumen aus. Entfernt man sich also mal etwas weiter vom Gerät, spielt die Musik immer noch. Kommt man außer Reichweite ist das Gerät so oder so nicht mehr laut genug, das passt also.  Der Radioempfang ist auch ganz ordentlich. Man muss die Integrierte Antenne also nicht immer ausklappen.

Ist doch logisch, oder?

Das waren die positiven Dinge. Nun kommt aber das „Aber“. Und es wird nicht nur bei einem „Aber“ bleiben. Viele Punkte wirken auf mich einfach unlogisch.

Es gibt am Sysrock einen Haken, mit dem man das Gerät aufhängen kann. Eine an sich sehr pfiffige Idee. Betreibt man das Radio aber mit einem Akku, muss der Haken abgenommen werden.  Gerade dann, wenn der Haken also vermutlich am nützlichsten ist, kann man ihn nicht benutzen. Stattdessen gibt es aber eine Stativaufnahme. Ich kenne den Baustellenbetrieb und da ist man eigentlich froh, wenn nicht zu viel Zeug im Weg steht. Ich käme da nicht auf die Idee, mir ein Stativ mit einem Radio drauf in den Weg zu stellen. An diesen Stellen würde ich mir mehr Praxistauglichkeit wünschen.

Aufhängen geht nur im Netzbetrieb

Aufhängen geht nur im Netzbetrieb

So richtig praxistauglich finde ich auch die Freisprechfunktion nicht. Man kann am Sysrock direkt Anrufe vom Handy entgehen nehmen. Das stelle ich mir in der Praxis dann so vor: Mein Handy klingelt auf der Baustelle. Ich gehe an das Sysrock, nehme dort den Anruf entgegen. Mein Handy befindet sich dabei eventuell sogar in meiner Hosentasche. Dann erzählt mir meine Frau, was ich noch von unterwegs mitbringen soll. Oder aber ein Kunde erzählt mir was. Muss das die ganze Baustelle hören? Es mag auch daran liegen, dass ich nicht gerne mit Freisprecheinrichtung telefoniere, aber ich könnte auf diese Funktion sehr gut verzichten.

Dann gibt es noch einen Punkt, der mich stört: Das Netzteil. Es passt nicht richtig in die weit verbreiteten Verteilerstecker mit Deckel. Es hält darin einfach nicht richtig.  Ein externes Netzteil ist meiner Meinung nach auch nicht gerade ideal für ein Gerät, das auf einer Baustelle eingesetzt werden soll. Da wäre ein internes Netzteil mit einem ordentlichen Kabel und einem vernünftigen Stecker besser gewesen. Ich kenne aber die Problematik aus meiner beruflichen Vergangenheit. Netzteile sind für unterschiedliche Spannungsausführungen in unterschiedlichen Ländern für den Hersteller sehr bequem. Das ist bei Hifi- und Audiogeräten ja keine Seltenheit.

Einmal um die halbe Welt

Das Sysrock wird in China hergestellt.

Das Sysrock wird in China hergestellt.

Und genau darin liegt auch der Grund, warum das Sysrock in China gebaut wird. Es ist kein Werkzeug, sondern ein Hi-Fi- Gerät.  Auf eine Nachfrage, warum das Sysrock in China gefertigt wird erhielt ich folgende Anwort von Festool:

„Wir haben uns in diesem speziellen Fall und nach intensiver Recherche dazu entschieden, bei dem SYSROCK von unserer sonst üblichen Produktionsstrategie abzuweichen. Hauptgrund dabei war, dass unsere Expertise in dem Bereich der Elektrowerkzeugherstellung liegt und nicht in der Entwicklung und Herstellung von Geräten im Hifi-Bereich. Das Know-How für Audio/Visio-Produkte ist heute im asiatischen Raum, wo sich hoch kompetente Firmen finden. Selbst wenn wir einen Entwicklungspartner in Europa gefunden hätten und das Radio bei FESTOOL montieren würden – der Großteil aller Komponenten müsste dafür dennoch in Asien gesourct werden, weil eben dort die Hersteller davon ansässig sind. Unsere Kunden können sich aber sicher sein, dass das Radio unter Einhaltung aller gewohnten Festool-Qualitätsstandards entstanden ist. Wir haben selbstverständlich auch hier auf eine hohe Qualität Wert gelegt.“

Das ist eine klare und ehrliche Ansage. Festool geht in dieser Sache, wie ich finde, mit gutem Beispiel voran. Keine Ausflüchte und keine Versuche die Produktion in Fernost irgendwie zu vertuschen. Mir persönlich ist ein ehrliches „Made in China“ viel lieber, als ein „Made by Festool“.

Am Ende: Mein Fazit

Und nun? Was halte ich vom Sysrock BR10? Ich teile ich die Meinung von Michale Hild in vielen Punkten. Ich hätte mir von einem Baustellenradio mit einem Festool Schriftzug mehr erwartet. Das Sysrock BR10 erscheint mir nicht sonderlich durchdacht. Nicht so richtig für die Baustelle konzipiert. Es spielt Musik ab, aber das können andere Baustellenradios auch. Zum Teil können sie das sogar besser. Es ist kompakt, das muss man dem BR10 zugutehalten. Wirklich begeistert hat es mich aber nicht. Begeistert wäre ich sicherlich von einem Festool Radio in einem Systainer gewesen, in dem dann ein Plug-it Kabel Platz findet, mit dem man es auch an jede Steckdose problemlos anschließen kann. In diesen Systainer hätte ich gerne in ein Deckelfach mein Handy gelegt, eventuell sogar dort per USB- Ladegerät mit Strom versorgt. Dort hätte man auch bessere Lautsprecher einbauen können. Man müsste das Radio dann auch nicht in eine Stofftasche packen, die dann wieder irgendwo verstaut werden soll, wenn es auf die Baustelle geht.

Das Sysrock wird in einer Tasche geliefert.

Das Sysrock wird in einer Tasche geliefert.

Es mag eine Zielgruppe für dieses Baustellenradio geben, sonst hätte es Festool nicht auf den Markt gebracht. Ich wüsste aber jetzt auf Anhieb nicht, wie diese Zielgruppe aussieht.

Links:

Mehr Informationen auf  der Herstellerseite:
https://www.festool.de/Produkte/Pages/Produktdetailansicht.aspx?pid=200183&name=Baustellenradio-BR-10-BR10

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20 Kommentare zu Festool Baustellenradio Sysrock BR10

  1. Markus Uhl sagt:

    Also ich begreife denn Sinn dieses Radios nicht.
    Gut mich konnte bisher noch keines dieser Baustellenradios wirklich überzeugen, es will mir nicht in den Schädel warum die fast alle keine Ladefunktion haben.

    Meiner Meinung nach haben bisher alle Produktmanager auf diesem Gebiet erbärmlich versagt – egal von welchem Hersteller.

    FESTOOL ist so wie das Holzwerken völlig neu für mich.
    Für die Firma kaufen wir jährlich kistenweise diverse Akkuwerkzeuge.
    Nachdem ich nun ca. 1 Jahr durchweg positive Erfahrungen mit FESTOOL Maschinen sammeln durfte hatte ich sogar evaluiert das Akkusortiment der Firma ab 2016/2017 auf FESTOOL zu ändern (CXS, TI18 und Stichsägen).

    Meine Stimme wird beim Systemwechsel der Hersteller bekommen der auch ein vernünftiges Radio mit Ladestation hat. Als vom FESTOOL Radio gemunkelt wurde stand mein Entschluss quasi fest: FESTOOL Soll neben meinem Hobby nun auch in meiner Firma einziehen. Das konnte ja nur geil werden, was soll man auch anderes erwarten als praxistaugliche in einen Systainer gepresste Allientechnologie? Ich hätte das Teil ungesehen vorbestellt – so sicher war ich mir.

    Als ich dann aber die ersten Berichte zum Sysrock sah war ich BITTER enttäuscht. „WAS SOLL DASS?!“ Mir fällt nichts ein was man an diesem Ding hätte noch schlechter machen können. Das einzig Positive scheint zu sein dass man die Akkus der FESTOOL Geräten – zumindest teilweise – verwenden kann.

    Überzeugt hat mich bei FESTOOL von Anfang an der Systemgedanke.
    Dieses Plastikding aus China hat mit dem FESTOOL System aber kaum mehr zu tun als jedes beliebige Radio aus dem Blödmarkt.

    Wo ist der verdammte Systainer?
    Was will ich mit dieser dämlichen Stofftasche?
    (Es reicht doch wenn die mich bereits von diese komischen Lampe fernhält)
    Wo ist Pluq it?
    Was soll dieses lächerliche Steckernetzteil vom 1€ Wühltisch?
    Was hat dieser PM für Pillen genommen?
    Wieso kann das Ding keine Akkus laden?
    Wo ist dieses gewisse Briese „FESTOOL“ die es von anderen abhebt?
    Soll das etwa dieser Haken sein den man praktisch eh nicht verwenden kann?

    Made in China mag in diesem Fall plausibel sein, das sehe ich auch so.
    Objektiv betrachtet war das vermutlich die richtige Entscheidung.
    Allerdings geht es bei einer Traditionsfirma wie FESTOOL auch um Prinzipien.
    Da diese Grenze nun überschritten wurde wird es zukünftig immer leichter sein – ich hoffe das wird nicht eintreten.

    Meine Empfehlung:
    1. Dieses Ding als Fanartikel deklarieren oder wieder vom Markt nehmen.
    2. Systainerradio – wie so was auszusehen hat haben im Netz ja schon einige gezeigt.

    • Andi Schmid sagt:

      @Markus
      Das hat schon seinen Grund weshalb viele die Baustellenradios ohne Akkuladestation machen! Denn damit hat man wegen der hohen Ladeströme keinen oder sehr schlechten Radio empfang. Vorallem wenn noch DAB im Spiel ist! Bei den Bosch-Baustellenradios hört man dies immer wieder! Musst nur ein bisschen im Netz surfen, findest viele negative Antworten!

      Ich finde die Radiolösung von Festool gut, schon das es nun eine DAB Version gibt! Bei dieser kann man nun auch das Handy laden. Was viele bisher vermisst haben.

      Noch eine Plastikkiste für ein so kleines Radio kann wohl nicht dein Ernst sein!? Da ist doch die handliche Tasche 100x besser! Aber wie es ist jeder sieht es anders… man muss das Gerät nicht kaufen!

      Gruss Andi

  2. Dieter sagt:

    Hallo Michael,
    ich bin schon etwas erstaunt, was du alles aus meinem Kommentar herauslesen willst.
    Was ich geschrieben habe hat nichts mit schlechter Qualität oder Markenbashing zu tun.

    Als der Festo Konzern, der übrigens nicht nur aus der Festo Tooltechnik/Festool besteht bzw. bestand, anfang der 90er Werke in Russland und ich glaube mich erinnern zu können auch in der Ukraine eröffnete war dies für einen deutschen Mittelständler eher ungewöhnlich und ging damals durch alle Medien.
    Mitte der 90er wurde dann der tschechische ELEKTROwerkzeughersteller Narex übernommen (die Narex Stemmeisen haben damit nichts zu tun). Etwa zur gleichen Zeit kamen auch die Elektrowerkzeuge der deutschen Firma Holz-Her/Reich zu Festo.
    Für Osteuropa wird die Marke Narex bis heute weitergeführt. Für die westlichen Märkte wurde aus Narex und Holz-Her Produkten die Marke Protool geschaffen. Produziert wurde Protool meines Wissens immer in Tschechien, nicht in Neidlingen. Die Farbe der Protool Produkte war das von Holz-Her übernommene Orange-Schwarz. Blau-Grün ist mir unbekannt.
    Der Marke Protool wurde eingestellt. Heute werden die Geräte als Festool verkauft. Produziert werden sie weiterhin in Osteuropa.

    Während Festo/Festool seit den 90er Jahren auch in Osteuropa produziert (was nichts über die Qualität aussagen soll) kamen Metabo Produkte bis weit in die 2000er Jahre ausschließlich aus Deutschland. Auch heute stellt Metabo einen großen Teil seiner Geräte im Stammwerk Nürtingen her. Einen Teil im Zweigwerk Shanghai. Die Qualität ist die gleiche, die günstigeren Herstellungskosten werden an den Kunden weitergegeben. Der jeweilige Herstellungsort steht auf dem Typenschild.
    Das Metabo aufgekauft wurde stimmt so nicht.
    Nur der Anteil, den bisher ein französischer Investor hatte, wurde vor kurzem von einer Hitachi-Tochter übernommen.

    Gruß
    Dieter, Möbelschreiner

    • Michel.K sagt:

      Hallo Dieter,

      inwieweit man die Übernahme , Weiterführung und den Aufbau eines bereits bestehenden Unternehmens in einem europäischen Land mit der Verlagerung eines Teiles der Produktion nach China 1:1 miteinander vergleichen kann, will ich einmal dahingestellt sein lassen.
      Über den Qualitätsstandard der Metabogeräte aus Shanghai kann ich mir kein Urteil erlauben, da ich noch nie eines in Händen hatte. Meine Metabogeräte sind alle 20 Jahre und älter.
      Dass bei dem Metaboverkauf nur die Anteile des französischen Inverstors Chequers Capital den Eigentümer gewechselt haben, ist definitiv falsch.
      Aus der Fülle der Presseveröffentlichungen, die man im Internet lesen kann, will ich nur eine aus der Stuttgarter Zeitung vom 13.11.2015 hier erwähnen. Dort stehen unter der Überschrift „Hitachi übernimmt Metabo „ die folgenden Anfangssätze:
      „Stuttgart – Der Elektrowerkzeug-Hersteller Metabo wird Teil des japanischen Mischkonzerns Hitachi. Wie Metabo am Freitag in Nürtingen mitteilte, übernimmt die Konzerntochter der Japaner, Hitachi Koki, 100 Prozent der Anteile an dem schwäbischen Traditions-unternehmen…….“
      Da die Informationen hierüber über das Internet leicht zu erlangen sind, erspare ich mir hier weitere Quellen oder Verlinkungen.

      Bezüglich der Festool-Werke in Russland bzw. Ukraine, kann ich momentan nur sagen, dass ich davon weder etwas gehört habe, noch über das Internet irgendwelche Informationen erlangen konnte.
      Das kann natürlich allein noch kein Argument gegen die Richtigkeit Deiner Behauptung sein.
      Da Du selbst ja keine Quelle dafür genannt hast und damit wir uns hier nicht weiter in Spekulationen und Vermutungen verlieren, habe ich Deinen Hinweis einmal an Festool weitergeleitet.
      Falls eine Antwort darauf kommen sollte, reiche ich die hier nach.

      Gruß
      Michael

  3. Dieter sagt:

    Hallo Michael,
    wenn ausdrücklich ,,Made in Germany“ auf dem Gerät steht, gehe ich auch davon aus, daß zumindest die Endmontage in Neidlingen stattfand.

    Gruß
    Dieter, Möbelschreiner

  4. Dieter sagt:

    Hallo

    Festo war bereits Anfang der 1990 Jahre einer der ersten deutschen Elektrowerkzeughersteller, der damals schon massiv in den Aufbau von Produktionsstandorten im Osteuropa investierte.

    Made by Festool und ein hoher Preis bedeutet noch lange nicht hergestellt in Deutschland.

    Gruß
    Dieter, Möbelschreiner

    • Anonymous sagt:

      Hallo Dieter,

      nun lass uns nicht dumm sterben und teil uns doch bitte auch noch mit, in welche Produktionsstandorte in Osteuropa Festo ab 1990 massiv investiert hat. Bisher ging ich nämlich immer davon aus, dass der Aufdruck -Made in Germany- auf Festoolgeräten bedeutet, dass das Gerät in Deutschland gefertigt wurde. Den Aufdruck -Made by Festool- habe ich zumindest bei den Geräten, die ich von Festool habe, noch nicht gesehen.

      Gruß
      Michael
      PS: Ich gehe davon aus, Du meinst mit „Festo“auch die ab 2000 übliche Firmenbezeichnung „Festool“.

      • Tommy1961 sagt:

        Hallo,

        bekam Mitte der 90er ne Handkreissäge von meinem Vater geschenkt.

        Eine Faktor aus Tschechien, mit 55er Blatt und in einem Systainer verpackt.

        Läuft heute noch top, obwohl sie nicht geschont wurde.

        Also ein Billigheimer war das nicht, denke eher, das die aus Richtung Festool kommt und somit eine der oben genannten Firmen sein könnte.

        Gruß

        Tommy

        • Michel.K sagt:

          Hallo,

          bei dieser Firma handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Mitte der 90er von Festo übernommene Fa. Narex, ein tschechischer Hersteller von Elektro-/ und anderen Werkzeugen, der im osteurop. Raum wohl sehr bekannt und verbreitet war und ist. Das ist aber eine allseits bekannte Tatsache. Von dort kamen dann auch die orange-schwarzen Protool-Maschinen, die seit 2014 in blau-grün immer noch dort herkommen. Ein Großteil ( ob alle, weiß ich nicht ) dieser Protool-Maschinen wurde immer schon bei Festool in Wendlingen ( eigentl. Neidlingen ) hergestellt.
          Die blau-grünen Machinen aus Chzeska Lipa, so heißt dieser Standort, haben heute übrigens das Label -Product of Festool-Made in Czech Republic-.
          Einen anderen Fertigungsstandort außerhalb Deutschlands gibt es laut Festool ( TTS-Tooltechnik… ) nicht. Die bekannten Holzbearbeitungsmaschinen wurden immer schon komplett im Stammwerk in BW hergestellt.

          Mich hat halt nur gewundert, dass Dieter vom
          -Aufbau von Produktionsstandorten in Osteuropa-, also in Mehrzahl sprach. Solche allgemeinen Behauptungen stören mich eben immer etwas. Wenn jemand schlechte Erfahrungen mit Werkzeugen gemacht hat, dann soll er das sagen und beschreiben, dann haben alle etwas davon. Dieses Marken Bashing ist eben nicht sehr hilfreich.
          Was Dieter über die Fertigungsstandorte von Festool sagt, trifft vielmehr auf Firmen wie Metabo oder Bosch zu, die seit Jahren Fertigungswerke in China und …… betreiben, wobei China und Qualität sich nicht unbedingt ausschließen müssen.
          Metabo wurde vor einigen Wochen übrigens vom Hitachi-Konzern aufgekauft.

          Gruß
          Michael

  5. Peter R. sagt:

    Hallo Heiko,

    ich stelle mir jetzt schon die Frage, wie weit diese „Made in China“ Kooperation bei Festool ausgeweitet wird?

    Solange es sich hierbei nur um „nützliche Accessoires“ handelt, habe ich persönlich kein Problem!
    Wenn sich aber diese Gewinnoptimierende Maßnahme auf das Kerngeschäft ausweitet, als fließender Übergang, ist der hohe Qualitätsanspruch bei „Made by Festool“ verspielt!

    Noch gilt das Motto, für jedes einzelne unserer Werkzeuge gilt: Robustheit und Langlebigkeit überlassen wir seit 90 Jahren nicht dem Zufall – sondern unserer deutschen Ingenieurskunst und Produktionserfahrung.

    Gruß Peter

  6. philipp sagt:

    Zur Montage an Gerüsten kann ich eigentlich nur die SuperClamp von Manfrotto empfehlen. Da ist dann auch der fehlende Haken bei Akkubetrieb zu verschmerzen. Einziger Nachteil ist dann das Gewicht der Kombination Sysrock mit SuperClamp – dafür hält das Ding dann auch bombenfest am Gerüst…

  7. Stefan sagt:

    Die Kritik an der Freisprechfunktion finde ich bemüht. Klar kann ich die nicht überall nutzen, genauso wie das Radio an sich. Wenn ich aber alleine auf der Baustelle bin oder in meiner Werkstatt, muß ich nicht erst nach dem Handy kramen und die Musik ist auch gleich ausgeschaltet. Außerdem kann man in gewissen Maße weiter arbeiten.

    Zur Stativbefestigung möchte noch ergänzen, dass es nicht nur Dreibeinstative, sondern z.B. auch Klemmstative gibt.

  8. Florian sagt:

    Kein Wlan, kein Internetradio kein Digitalradio ? Also ein echter Witz…

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Florian,

      WLAN halte ich bei einem Baustellenradio für überflüssig.

      Gruß

      Heiko

    • Gerd sagt:

      Geh doch einfach mit der Zeit Florian,
      dein Handy hat beides, die Musik einfach per Bluetooth rüber und alles ist super.

      • Philipp sagt:

        Hallo Gerd,

        wenn es mit der Zeit gehen würde, wäre Softwareunterstützung für Internetradio, Spotify, Google Music, Apple Music etc pp dabei. Und der Handy Akku findet Bluetooth auch nicht so lustig. Und wenn man dann mein Handy, für Musik an Strom lassen muss (um mal den ganzen Samstag Musik zu haben) wo war dann der Vorteil von Bluetooth? Bluetooth ist ganz nett aber nicht für diesen Anwendungsfall (längere zeit Musik hören) geeignet.

  9. Anonymous sagt:

    Ich verstehe das Problem auch nicht, festool packt alles in ihre Systainer sogar einen Staubsauger und da kommt bei denen keiner auf die Idee ein Radio darein zu stopfen ???

    Die kritisierten punkte von Heiko und Michael sind bekründet.
    Einen 3 sys mit jedermenge dB, der Möglichkeit einen Akku einzustecken und an die Steckdose zu gehen ( Plug it Kabel oder kabelaufwiklung wie bei einem Haus Staubsauger) würde ich mir sofort kaufen

    • J Stephan sagt:

      Für mich auch unverständlich.
      Es gibt auf Youtube diverse Beispiele von Eigenbauten.
      Was mich auch überrascht. Es fehlt DAB+ und ein USB Anschluss

      Was ich mir von Festool auch noch wünsche. Einen Systainer mit integ. KAbeltrommel.
      Mein Favoriten auf Youtube.
      Systainer Kabeltrommel Festool Radio Baustellenradio Stromverteiler
      radiosys 123

  10. Andi sagt:

    Hallo Zusammen,

    wie es mir scheint, handelt es sich hier eher um einen Fan Artikel mit vielen Raffinessen. Aber mit Baustellenbetrieb hat das doch nichts mehr zu tun.

    Ich würde dem Handwerker was erzählen, wenn er von 2 Arbeitsstunden 30 Minuten mit seinem Baustellenradio und MP3 Auswahl und Handy Kopplung beschäftigt wäre. Und alle 10 Minuten auf dem Ding rumdrückt und prüft ob der MP3 Titel richtig angezeigt wird.

    Freisprechen auf der Baustelle ? Ich glaube der Entwickler dieses Gerätes war noch nie auf einer Baustelle. Da ist es zumeist laut. Daher gehen alle Handwerker die ich kenne oft vor die Tür zum telefonieren. Aber Keiner wird um diesen Würfel kauern und schwierig telefonieren während im Hintergrund die anderen Gewerke zu Gange sind.

    Desweiteren sollte man dann auf Großbaustellen immer eine Wache zum begehrten Radio stellen sonst stehen nachher 2 da.

    Ich kann mir nicht vorstellen, das dieses Gerät einen großen Absatz haben wird.

    Sorry, aber für mich liest sich das alles wie ein Witz. Das ist aber meine persönliche Meinung.

    Gruß Andi

    • Andi sagt:

      Hallo Heiko,

      ich muss wohl noch ein richtig stellen.

      Meine Wortwahl im letzten Satz ist etwas zweideutig. Für mich lesen sich die Specs. des Radios wie ein Witz.

      Nicht aber dieser Artikel, den ich wieder sehr gerne gelesen habe !

      Gruß Andi

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