Umbau der Mafell Erika – Teil 2 – länger und höher

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Ein Punkt, der mich schon lange an meiner Tischkreissäge gestört hat, war der Absaugschlauch der an der Schutzhaube angeschlossen ist. Nutzt man die Tischverbreiterung und schneidet auch mal Teile, die breiter als 250mm sind, stört er.  Man kann ihn auch nicht anders verlegen, dafür ist er zu kurz. Die Lösung für dieses Problem ist relativ einfach. Man benötigt lediglich einen längeren Schlauch und ein paar Sperrholzreste.

Ich hatte noch einen dreieinhalb Meter langen Absaugschlauch mit einem Außendurchmesser von 40mm (36er Schlauch) von einem Starmix-Sauger. Die Gerätemuffe passt perfekt an den Anschluss der Schutzhaube. Da musste also nichts angepasst werden. Anders sah es am anderen Ende aus. Keiner meiner Anschlüsse im Fundus passte.  Also habe ich den original Bajoett-Verschluss des Schlauchs demonstiert und versucht den Schlauch einfach über den Anschluss am Y-Stück der Tischkreissäge zu schieben.  Das funkionierte erst, nachdem ich den Schlauch ein wenig eingeschnitten hatte und den Y-Stutzen mit etwas Spülmittel eingerieben habe. Der Schlauch sitzt erst einmal bombenfest.

So wäre das aber noch keine wirkliche Verbesserung gewesen. Eine Halterung für den Schlauch sollte für mehr Komfort sorgen. Der Schlauch wird darin durch zwei 50mm messende Löcher geführt, die seitlich offen sind. So kann der Schlauch eingelegt werden, rutscht aber nicht von alleine aus der Halterung. Die Halterung selbst wird an der Schiene für die Tischverbreiterung befestigt.

Die gesamte Konstruktion wurde erst nur verleimt. Nach dem Abbinden des Leimes wurden noch Schrauben eingedreht, damit alles schön stabil ist. Eine anschließende Lackierung mit Wasserlack schützt den Schlauchhalter vor Verschmutzung.

Gehalten wird der Schlauchhalter von einer M6-Mutter, die in das Halteprofil passt. Die Rändelschraube dient zum Anziehen dieser Mutter. Die Rändelschraube stammte aus dem Fundus an Kleinteilen, der sich zwangsläufig in jeder Werkstatt ansammelt. Zusätzlich hält eine Leiste, passend zum Schwalbenschwanz- Profil den Schlauchhalter in seiner Position.

Dieser Umbau gehört definitiv zu den Dingen, die ich viel zu spät gemacht habe. Wenn ich daran denke, wie oft ich mich schon über diesen Schlauch geärgert habe…

Einen Verlust an Saugkraft kann ich übrigens nicht feststellen. Im Gegenteil. Ich habe sogar das Gefühl, dass durch den größeren Durchmesser, trotz des längeren Schlauches die Absaugleistung an der Haube besser ist.

Dieser Umbau ist sicherlich für viele Besitzer der Mafell Erika interessant. aber auch an anderen Maschinen ließe sich das mit Sicherheit ähnlich umsetzen.

Für alle, die den Schlauchhalter so oder ähnlich nachbauen möchten, hier ist die Materiallliste und zwei Skizzen mit den wichtigsten Maßen:

Materiallliste:

  • 1 Stk. Absaugschlauch Starmix z.B. Art.Nr. 413235
  • Birke Multiplex 18mm (Reste)
  • Birke Mutliplex 6mm (Reste)
  • 1 Stk. M6 Mutter
  • 1 Stk. Rändelschraube M6

 Skizzen

Ansicht Vorne

Ansicht Vorne

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Ansicht hinten

 

Links:

Umbau der Mafell Erika – Teil 1: Doch keine Formatkreissäge

Umbau der Mafell Erika – Teil 3: INCRA Ablänganschlag

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5 Kommentare zu Umbau der Mafell Erika – Teil 2 – länger und höher

  1. Frank Illigmann sagt:

    Wo kann man den Zyklonenauffangbehälter beziehen der teilweise in den Bildern zu sehen ist.

    Vielen Dank

    Frank Illigmann

  2. Ernst Plüss sagt:

    Hallo Heiko

    Ich habe mich auch schon über den störend Schlauch geärgert.

    Versuchsweise habe ich mal an der Haube einen separaten Sauger mit langem Schlauch angehängt. Den Schlauch habe ich über die Werkstattdecke von oben herangeführt. Damit war er mal nicht mehr im Weg.

    Aber: Bei der Erika 85 ist die Absaugung generell ziemlich schlecht, wenn das Sägeblatt nicht ganz im Holz sägt. (Das ist bei den Festool Precisios wesentlich besser). Sobald das Sägeblatt ganz im Holz sägt ist die Absaugung ok.
    Ich hatte erwartet, das der zweite Sauger dieses Problem behebt. Aber es war kein Unterschied feststellbar. Darauf habe ich die Absaugung über die Haube ganz weggelassen. Auch hier ist kaum ein Unterschied feststellbar.

    Mein persönliches Fazit: Die Absaugung an der Haube der Erika saugt so wenig weg, das man sie auch ganz weg lassen kann. Dann stört der Schlauch auch nicht mehr.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ernst,

      deine Beobachtung kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Bei meiner Maschine bringt die Absaugung der Haube eine erhebliche Verbesserung gegenüber der reinen Absaugung von unten. Dass die Absaugung schlechter wird, wenn das Blatt nicht ganz im Schnitt ist, wird bei allen Maschinen so sein. Es mag sein, dass es bei der Festool etwas besser funktioniert, als bei der Erika, das kann ich nicht beurteilen. Aber selbst bei einer sehr gut abzusaugenden Tauchsäge wie der MT55 oder der TS55 funktioniert die Absaugung nur noch sehr schlecht, wenn das Blatt nur an der Kante kratzt.

      Ich persönlich würde nicht auf die Absaugung an der Haube verzichten wollen. Eventuell ist auch deine Absaugung nicht stark genug. Mit welchem Schlauchdurchmesser gehst du vom Sauger an die Maschine? Eine Reduzierung oder ein zu langer Schlauch sind auch schlecht für die Absaugung.

      Gruß

      Heiko

    • Stefan Mahalsky sagt:

      Hallo Ernst und Heiko,

      ich habe eine Metabo UK333 und auch bei dieser Maschine sind im Auslieferungszustand beide genannten Probleme zu beobachten: Der Schlauch zur Haube ist gerne mal im Weg und die Absaugung war – generell – lausig.

      Den Schlauchhalter werde ich – angepasst – nachbauen und das Problem mit der Absaugung ist wesentlich besser geworden, seit ich einen größeren Schlauch verwende. Nenndurchmesser und wirklich genutzte 50mm statt der mickrigen etwa-27mm-Muffe des Saugers, wenn ich mich nicht täusche. Vielleicht bringt das eine Verbesserung auch bei Dir, mich hat mein zwei-Meter-Schlauch mit zwei Gummimuffen etwa 40 Euro gekostet.

      Viele Grüße
      Stefan

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