Umbau der Mafell Erika – Teil 3 – INCRA Ablänganschlag

Der Ablänganschlag auf dem Schiebetisch bei der Mafell Erika funktioniert grundsätzlich sehr gut. Aber er hat ein paar Eigenarten, die mich in der letzten Zeit doch ein wenig geärgert haben. Da wäre zum Beispiel:

  • Das Klemmstück (Zusatzklemmung) fixiert den Anschlag zwar im Winkel, zieht ihn aber an der Klemmung nach unten, wodurch er vom eigentlichen Maschinentisch absteht.
  • Der Anschlagreiter ist nicht der stabilste und hatte mit den Jahren doch recht viel Spiel bekommen.
  • Das Lineal, das ich habe ist nur einen Meter lang.
Der Schiebetisch mit Ablänganschlag im Original

Der Schiebetisch mit Ablänganschlag im Original

Nu kann es durchaus sein, dass die Unzulänglichkeiten auch durch das Alter der Komponenten zustande gekommen sind. Zwar ist die Maschine neu, der Schiebetisch und die Kleinteile dürften aber schon gute zwanzig Jahre auf dem Buckel haben. Statt nun neue Teile zu ordern und den ausziehbaren Anschlag zu kaufen, entschied ich mich für einen Umbau des Schiebetisches mit einem Anschlagsystem von INCRA. Ich versprach mir davon einige Vorteile:

  • Mehr Schnittlänge am Queranschlag
  • Einen stabileren Anschlag
  • Bessere Einstellbarkeit
Der umgebaute Schiebetisch mit INCRA-Anschlag

Der umgebaute Schiebetisch mit INCRA-Anschlag

Ich entschied mich für den ausziehbaren Kappanschlag (INCRA Telescoping Flip Fence) in der Länge 914 – 1625 mm mit einem Klappbaren Anschlag (Incremental Flip Shop Stop) Das INCRA-System ist recht speziell. Es erlaubt den Klappanschlag in Schritten von genau einem Millimeter zu positionieren. Maße zwischen diesen Millimeter-Schritten können mittels Feineinstellung oder einer frei verschiebbaren Stange im Anschlag realisiert werden. Das Ein-Millimeter-Raster reicht aber mit Sicherheit in mehr als 90% der Fälle aus und ist dabei absolut wiederholgenau.

Das Problem an der Sache ist jedoch, dass dieses Anschlagsystem nicht einfach so an die Mafell Erika oder auch an andere bei uns übliche Tischklreissägen mit Schiebetisc angebaut werden kann. Es erforderte einige Tüftelei, bis ich eine für mich gute Lösung gefunden hatte. Ich lege bei solchen Umbauten immer großen Wert darauf, dass der Umbau problemlos wieder rückgängig gemacht werden kann. Das ist mir auch beim INCRA-Umbau gelungen.

Schritt 1 – Vorbereitung des Schiebetisches

Der Umbau erfolgt in mehreren Schritten. Der erste Schritt besteht darin, den Schiebetisch vorzubereiten. Auf der linken Seite des Schiebetisches wird ein Stück INCRA-T-Nut-Schiene befestigt. Als Träger für die Schiene dient ein Stück Vierkantrohr aus Aluminium. In dieses Rohr wird ein Stück Hartholz eingepasst. Dadurch kann die Schiene am Rohr und das Rohr an der Schiene mit herkömmlichen Holzschrauben befestigt werden. Zur Befestigung des Vierkantrohres am Schiebetisch wird dieser an der linken Kante viermal von innen her durchbohrt. Durch diese Löcher kann das Vierkantrohr samt T-Nut-Schiene mit Schrauben befestigt werden. Die Schiene muss dabei mit Schraubzwingen absolut plan mit der Oberfläche des Schiebetisches fixiert werden. Zum Schluss bekommt das Vierkantrohr noch Schutzkappen an den beiden Enden.

Auf der rechten Seite des Schiebetisches wird ein Alu-Winkel mit einer Schenkellänge von jeweils 20 Millimetern befestigt. Er wird mit Sekundenkleber fixiert. Er sollte minimal unterhalb der Tischoberfläche positioniert werden. Dafür sorgen aufgespannte Leisten, mit zwei Lagen dünnem Klebebeand. Mit einem 4 Millimeter Bohrer werden vier Löcher durch den Winkel und die Kante des Schiebetisches gebohrt. Der Winkel wird dann mit Holzschrauben 5 x 20 Millimeter angeschraubt. Das Schneiden von Gewinden ist nicht notwendig.

Baut man nun den orginalen Queranschlag an, ist das schon einmal eine enorme Verbesserung. Mit einer Zwinge, statt einem Klemmstück, kann der Anschlag gesichert werden. Außerdem bietet die T-Nut Schiene eine Spannmöglichkeit für Werkstücke. Das Klemmstück zog den Anschlag zum Sägeblatt hin immer nach oben, das passiert nun nicht mehr.

Alleine das wäre schon eine Verbesserung.

Alleine das wäre schon eine Verbesserung.

Schritt 2 – Das INCRA-Profil muss an den Universalanschlag

Die meisten Schnitte, die man mit dem Schiebetisch erledigt, sind rechtwinklige Schnitte. Gehrungen schneide ich an der Erika lieber mit dem Multifunktionsanschlag (MFA) und der Zugfunktion. Dennoch wollte ich mir die Option offen halten, auch mal Gehrungsschnitte mit dem Schiebetisch zu machen. Da ich noch einen kompletten Universalanschlag hatte, wurde dieser, und nicht der MFA genutzt um das INCRA- Profil aufzunehmen. Dazu müssen alle Teile der Linealklemmung abgebaut werden. Das geht recht schnell, da sie nur von Federringen gehalten werden. Als “Adapter” zwischen Universalanschlag und INCRA-Profil kommt ein Stück Hartholz (Bubinga) zum Einsatz. Es wird mit Senkschrauben M6 und Muttern am Universalanschlag befestigt und mit zwei Bohrungen passend zur T-Nut im INCRA-Profil versehen. Zwei 1/4 Zoll Schrauben mit Sternmutter halten das Profil am Anschlag und machen es verschiebbar.

Das INCRA-Profil am Universalanschlag

Das INCRA-Profil am Universalanschlag

Mit dieser Adaption ist aber noch kein so großer Fortschritt gegenüber dem Original von Mafell erreicht. Das kommt erst durch zwei Winkel (INCRA Build-It Brackets), die für viel mehr Stabilität sorgen.

Einer der Winkel wird mit der T-Nut-Schiene und dem Anschlagprofil verschraubt. Der zweite Winkel wird am Alu-Winkel an der rechten Tischseite befestigt. So ist die gesamte Befestigung erst einmal realisiert.

Schritt 3 – Details

Damit sich das gesamte Anschlagsystem bequem bedienen und gut justiert werden kann, bedarf es aber noch ein paar Details. Da wäre zum einen die Bauhöhe des Anschlagprofiles. Das erlaubt es nicht, das Sägeblatt abzusenken, wenn am Queranschlag geschnitten wird. Das geht so auch nicht mit allen originalen Mafell- Anschlagprofilen. Es muss ein kleiner Ausschnitt gemacht werden, damit die Schutzhaube samt Befestigungsschraube am Anschlag vorbei geht, ohne dass die volle Schnitthöhe eingestellt ist. Dieser Ausschnitt ist 35 Millimeter breit und reicht bis an die untere Kammer des Profiles. Den Ausschnitt habe ich mittels MFA und Zugfunktion gemacht.

Zwei 1/4 Zoll Schrauben (Sub Fence Mounting Hardware Pack) mit Nutenstein und Unterlegscheibe dienen als Fixpunkte für die Position des Anschlaglineals zum Sägeblatt hin und für den exakten rechten Winkel des Anschlages. Mit diesen Fixpunkten kann der Anschlag viel leichter justiert werden und man kommt jederzeit wieder zu dieser Einstellung zurück.

Das Anschlaglineal wird vor der Justage etwa einen Millimeter vom Sägeblatt entfernt fixiert. In dieser Position kann der Fixpunkt im Anschlaglineal an die Holzleiste herangeschoben und befestigt werden. Ein versehentliches, zu nahes Heranschieben, ans Sägeblatt wird damit verhindert. Und was noch vil wichtiger ist: Ist die Skala einmal justiert muss man nach einer Verstellung des Anschages für Gehrungsschnitte nur wieder den Fixpunkt anfahren und die Skala stimmt wieder.

Im Lieferzustand wird der ausziehbare Teil des Anschlages durch eine 1/4 Zoll Inbusschraube fixiert und zum Verschieben gelöst. Das erschien mir ein wenig umständlich. Mit einem M6 Nutenstein und einer Sternschraube geht das bequemer. Das Gewinde der Sternschraube muss allerdings eingekürzt werden.

Eine Sternschraube ist hier bequemer, als eine Inbusschraube

Eine Sternschraube ist hier bequemer, als eine Inbusschraube

Schritt 4 – Rechten Winkel jusiteren

Das Justieren des Anschlagsystems geschieht in zwei Schritten. Zunächst wird der rechte Winkel eingestellt. Dazu wird ein Probeschnitt gemacht und der Winkel gemessen. Muss korrigiert werden, löst man die im Bild rot markierten Schrauben. Die Schraube an der rechten Tischkante (blau markiert) muss wieder angezogen werden, nachdem man den Winkel fest gegen die Schraube gedrückt hat. So entsteht ein fest definierter Drehpunkt.

Nun wird der Fixpunkt in der T-Nut Schiene an den Winkel herangeschoben. Alle Schrauben werden wieder angezogen und man macht einen weiteren Probeschnitt. Zum Korrigieren des Winkels werden wieder die rot markierten Schrauben gelockert Die blau markierte bleibt zu!. Der Fixpunkt in der T-Nut Schiene wird gelockert und verschoben, Der Anschlag wird mit dem linken Winkel gegen den Fixpunkt gezogen. In dieser Position werden alle Schrauben angezogen. Die Skala am Universalanschlag wird automatisch mit justiert. Diesen Vorgang wiederholt man so lange, bis der Winkel am Werkstück genau stimmt. Achtung: Entscheidend ist der am Werkstück geschnittene Winkel. Der Winkel zwischen Anschlag und Sägeblatt ist nicht von Bedeutung!

Der Anschlag kann für Gehrungsschnitte immer noch geschwenkt werden

Der Anschlag kann für Gehrungsschnitte immer noch geschwenkt werden

Schritt 5 – Skala justieren

Erst wenn der Winkel einjustiert ist, kann die Skala eingestellt werden. Dazu benötigt man ein Stück Sperrholz mit einer Länge von genau 500 Millimetern. Das legt man genau an einem Zahn des Sägeblatte an. Der Klappanschlag wird ebenfalls auf 500 Millimeter nach Skala eingestellt. Nun muss man nur noch mittels der seitlichen Schraube den Klappanschlag sie einstellen, dass er an der 500-Millimeter Leiste genau anliegt. Das war’s eigentlich schon. Bei meinem Anschlag haben die anderen Skalen und auch alles andere gepasst. Die Skalen können beliebig verschoben werden und auch sonst kann man am gesamten Anschlagsystem alle Mögliche nachjustieren. Es gibt dazu ein sehr gutes Video von Peter Parfit, der die Montage und das Justieren des Systems an einer Kappsäge zeigt.

How to fit the Incra Flip Fence on your mitre station

Mit einem 500mm langen Sperrholzstreifen wird die Skala justiert.

Mit einem 500mm langen Sperrholzstreifen wird die Skala justiert.

Fazit:

Der Umbau braucht ein wenig Zeit, er hat sich aber für mich gelohnt. Ich kann nun problemlos Ablängschnitte bis 1600 Millimeter machen. Ich kann präziser und vor allem wiederholgenauer ablängen als zuvor. Das INCRA- System kostet in etwa so viel, wie die originalen Mafell Teile, sie sind aber einfach durchdachter und stabiler. Der einzige Nachteil, den das System auf der Erika hat ist, dass Gehrungsschnitte nun nicht mehr ganz so einfach einzustellen sind. Aber das geht ohnehin mit der Zugfunktion und dem MFA als Doppelgehrungs-Anschlag viel besser.

Stückliste

  • ca. 40cm Vierkantrohr Alu 20 x 20 x 1mm
  • ca. 40cm Alu- Winkel 20 x 20mm
  • ca. 40cm Hartholzleiste 16 x 16mm
  • 1x T-Nut Schiene einfach -INCRA T-Track Regular 457 mm lang (314520)
  • 4x Holzschraube 5 x 20mm
  • 4x Holzschraube 4 x 35mm
  • 4x Holzschraube 3,5 x 17mm
  • 1x ausziehbarer Kappanschlag INCRA Telescoping Flip Fence 914 – 1625 mm (314942)
  • INCRA Incremental Flip Shop Stop Metrisch (314866)
  • 1x 2er Set Winkel  INCRA Build-It Brackets (314514)
  • 1x Set Drehknöpfe mit Verschraubung -INCRA Build-It Knobs (314516)
  • 1x Incra Zollschraubenset – Sub Fence Mounting Hardware Pack (314506)
  • 1x Quadratische Mutter M6 (314756)
  • 1x Sterngriffschraube Gewindelänge 35mm Auflagefläche Stahl (323234)
  • 2 Stk. Senkschraube M6 x 20mm
  • 2 Stk. Mutter M6
  • 1 Stk. Inbusschlüssel 3/16 Zoll
  • 1 Stk. Hartholz ca. 300mm lang, Querschnitt 40 x 9mm

Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. Die vorgestellten Komponenten wurden mir auch nicht kostenlos zur Verfügung gestellt.

Links

Video: How to fit the Incra Flip Fence on your mitre station

Umbau der Mafell Erika – Teil 1: Nun doch keine Formatkreissäge

Umbau der Mafell Erika – Teil 2: Ein Schlauchhalter

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14 Kommentare zu Umbau der Mafell Erika – Teil 3 – INCRA Ablänganschlag

  1. Johan sagt:

    Hallo Heiko,

    Im ersten Bild zeigst du ein Anschlaglineal, dass am Ende wie gekröpft ist. Ich habe eine Erika 85 Ec mit Schiebetisch und das 1000mm MFA Anschlaglineal. Dieses ist jedoch quadratisch eckig, was heisst, dass ich auch bei dünnen Bretter, die Absaughaube sehr hoch einstellen muss. Welches Anschlaglineal verwendest du in dem obigen Bild? Hast du das Standard Lineal angepasst?

    Beim Mafell Zubehör meinte ich das Lineal gefunden zu haben, es ist jedoch vermerkt, dass dieses nur mit den Standard Anschlag funktioniert und nicht mit dem MFA. Ich habe, wie du im Bild, den MFA.

    Vielen Dank im Voraus für einen Hinweis,

    Johan

  2. Johannes sagt:

    Hallo Heiko,

    Vielen Dank für super Idee, bin gerade dabei sie umzusetzen.
    Ich habe allerdings keinen zweiten Anschlag, den ich verwenden könnte, weshalb ich überlegt habe, ob der den wirklich notwendig ist. Meinst du das System ist auch noch steif genug, wenn ich den eigentlichen Mafell Anschlag weglasse und nur mit den Fixierungen in der T-Nut und der Metallschiene arbeite?

    Vielen Dank und Grüße

    Johannes

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Johannes,

      das sollte auch stabil genug sein. Allerdings ist dann die Winkelverstellung nicht mehr ganz so einfach machbar.

      Gruß

      Heiko

  3. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin Anfänger was das Hobby-Schreinern betrifft und habe vor 4 Jahren eine CS70 gekauft, bei der ich den Schiebetisch nie vernünftig eingestellt bekam, wobei ich schon einige Register gegen die Weichheit gezogen hatte (stabiles Anschlaglineal von einer Formatsäge, Zusatzklemmung etc.). Messmittel waren wenig da, Wissen und Erfahrung noch weniger.

    Jetzt bin ich hier zufällig über deinen Erika-Umbau gestolptert und lese hier diesen Satz:

    “Entscheidend ist der am Werkstück geschnittene Winkel. Der Winkel zwischen Anschlag und Sägeblatt ist nicht von Bedeutung!”

    Und was soll ich sagen? So leicht und auch einleuchtend kann es sein.
    Ich habe den Schlitten so eingestellt, dass er leicht vom Sägeblatt wegläuft und dann geschnitten bis es gepasst hat.

    Früher habe ich mich immer nach dem Winkel zwischen Sägeblatt und Lineal gerichtet, und war frustriert wenn es dann doch nicht passte.

    Ich bin übrigens der HW-Typ “Ingenieur” (http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Welcher-Holzwerkertyp-sind-Sie), daher die “Blindheit” 😉

    Jetzt bin ich mit der 5-Schnitt-Methode bei 2/10mm (als Vierfachfehler) auf 50 x 50cm Testplattengröße. So gefällt das dem Ingenieur, was produziert habe ich seitdem aber noch nicht! 😛

    Gruß,
    Andi

  4. Andreas W. sagt:

    Hallo,
    Vielen Dank für die Tolle Anleitung und deine Mühe.
    Wenn ich das richtig sehe, fehlt bei deiner Einkaufsliste den INCRA Incremental Flip Shop Stop Metrisch Anschlag mit der Bestellnr 314866.

    Ich wünsche Dir um allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      in der Tat, eines der wichtigsten Teile hatte ich nicht aufgelistet. Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe das jetzt eingepflegt.

      Gruß

      Heiko

  5. Giggi sagt:

    Hallo,
    würde es Sinn machen die Tischverbreiterung und Parallelanschlag auch mit Incra Teilen zu erweitern?
    Ich plane auch demnächst mir eine Erika 85 zuzulegen und hab schon einen Fräsanschlag von Incra.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      als Fräsanschlag habe ich das Incra-System auch schon eingeplant. Für die Tischkreissäge halte ich es aber für weniger Geeignet. Er geht über die komplette Tischlänge und er ist sehr hoch. Ein Parallelanschlag für die Tischkreissäge geht nur bei wenigen Anwendungen über die ganze Länge. Der sehr hohe Anschlag wird auch sicherlich oft störend sein. Das ist mein Eindruck, ausprobiert habe ich es aber noch nicht.

      Gruß

      Heiko

      • Giggi sagt:

        Hallo Heiko,
        nachdem ich mir die Mafell erst zulegen will und auch noch kein Zubehör habe kommt mir noch eine Idee.
        Was hältst davon statt den Schiebeschlitten von Mafell gleich den Miter 5000 von Incra anzubauen, man müsste evtl. kleine Lücke lassen für den Mfa? Von den Kosten her sogar günstiger.

        Gruß Giggi

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Giggi,
          das System benötigt ein T-Nut, welche die Erika nicht hat. Wenn ich die Bilder richtig deute ist es auch so, dass der Miter 5000 eine viel geringere Schnittbreite vor dem Sägeblatt bietet, als der Schiebetisch der Erika. Von daher spricht meiner Meinung nach erst einmal nichts dafür dieses System statt statt eines Schiebeschlittens zu nutzen.

          Gruß

          Heiko

  6. Peter sagt:

    Was wirklich schade ist, ist, dass mafell zwar über die Jahrzehnte kontinuierlich die Erika-Modelle verbessert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht hat, das Zubehör aber leider noch Stand 1985 ist.
    Wie einfach wäre es, dem Anschlaglineal eine vernünftige Ablängklappe zu spendieren oder den Parallelanschlag mit allen Eigenschaften auszustatten, die ein solcher bieten sollte (siehe der der Festool CS 70). Auch der schiebeschlitten bietet zu wenig justagemöglichkeiten. Ich musste meinem an div. Stellen mit der Feile zu Leibe rücken, um ihn perfekt passend zur Säge einstellen zu können. Weiterhin hatte die Kugellagerführung seitlich etwas Spiel, so dass ich auch hier umständlich tricksen musste, um Winkelabweichungen zu vermeiden.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Peter,
      ich glaube hier kollidieren der angedachte Einsatzzweck einer Maschine seitens des Herstellers und die Ansprüche von Hobbyschreinern. Die Mafell Erika ist eine Montagesäge, auch wenn man sie inzwischen in vielen Hobbywerkstätten als Ersatz für eine Stationärmaschine findet. Für den Montageeinsatz ist das Zubehör präzise genug.

      Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich mir nicht auch bessere Lösungen ab Werk wünschen würde.

      Gruß

      Heiko

  7. Andi sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen, vielen Dank für den Satz: “Entscheidend ist der am Werkstück geschnittene Winkel. Der Winkel zwischen Anschlag und Sägeblatt ist nicht von Bedeutung!”

    Mir fällt es wie Schuppen von den Augen ……..

    Seit Jahren versuche ich meinen Schiebetisch auszurichten. Und ich wundere mich immer, warum der Schnitt nicht 100 %ig rechtwinklig ist, obwohl der Anschlag 100 %ig rechtwinkling zum Blatt steht. Allerdings bin ich noch nie auf de Idee gekommen, mich von diesem “mechanischen Gesetz” zu lösen. Ist ja eigentlich wurscht……das Ergebnis zählt.

    Dieser Satz erklärt alles. Ich werde das gleich versuchen umzusetzen. 🙂

    Danke,

    Gruß Andi

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