Hunde fürs Raster – Bench Dogs

Ich habe ja schon einige Zeit einen MFT/3 (Multifunktionstisch) von Festool. In letzter Zeit stand er aber eigentlich nur recht unnütz in der Werkstatt und wurde nur selten richtig benutzt. Ein Grund war, dass mir das Hantieren mit der Schiene am Klappmechanismus zu umständlich und fehlerträchtig war. Auch so mancher Kursteilnehmer tat sich damit schwer. Ein weiterer Grund war die Instabilität des Tisches. Ich schreibe das in der Vergangenheitsform, da ich inzwischen beide Missstände beseitigt habe. In diesem Artikel geht es aber erst einmal nur um das Anschlagsystem und die neue Lösung mit sogenannten “Bench Dogs”.

Das Grundprinzip ist einfach

Bench Dogs sind im Grunde genommen nichts anderes als Metallbolzen, die in die Bohrungen der Tischplatte eingesteckt werden. Da die Tischplatte des MFT/3 ein sehr präzises Lochraster hat, kann man mit Hilfe von vier Bolzen exakte rechte Winkel oder 45° Schnitte machen. Das Grundprinzip ist also sehr einfach.

Veritas oder Sauter?

Es gibt derzeit in Deutschland solche Bench Dogs von unterschiedlichen Anbietern. Ein bekannter Anbieter ist Veritas, ein weiterer ist die Firma Sauter. Die Bolzen von Sauter passen sowohl in den hauseigenen Arbeitstisch (Vario-Bench) als auch in alle anderen Platten, die mit 20-Millimeter-Bohrungen versehen sind. Ich habe mir beide Systeme angeschafft, da ich nicht genau wusste, welches wohl das für mich geeignete ist. Schnell kristallisierte sich jedoch heraus, dass die Bankhaken von Sauter meiner Meinung nach die bessere Wahl sind. Die recht preisgünstige Veritas-Lösung aus den langen Bolzen (“Parf Dogs”, nach dem Erfinder Peter Parfitt) und den flachen “Surface Dogs”, funktioniert grundsätzlich, hat aber gegenüber den Bolzen von Sauter einen entscheidenden Nachteil: Die Bauhöhe. Man kann mit der Handkreissäge eigentlich nur zwischen den beiden Bolzen, an denen die Schiene anliegt sägen. Es sei denn, man legt noch etwas schmales zwischen Bolzen und Schiene um den benötigten Abstand zu bekommen. Ansonsten stößt der Motor der Handkreissäge am Bolzen an.

Bei der Sauter-Lösung ist das besser gemacht. Hier gibt es zwei unterschiedlich lange Bolzen, zum Sägen von dünnerem und dickerem Material. Für Materialstärken von bis zu 25 Millimetern kann man die kurzen Bolzen nehmen. Sägt man dickeres Holz, nimmt man die langen Bolzen. Die meisten Anwender werden daher wohl mit den kurzen Bolzen auskommen. Was mir allerdings bei Veritas gut gefallen hat, sind die sogenannten „Surface Dogs“ Diese, an einer Stelle abgeflachten Bolzen sind wirklich sehr gut geeignet, um die Werkstücke daran anzulegen. Meine favorisierte Lösung besteht daher aus den Sauter-Bankhaken zum Anlegen der Schiene und den Veritas Surface Dogs zum Anlegen des Werkstückes.

Die unterschiedlich hohen Bolzen sind eine gut funktionierende Lösung.

Der Clou ist der Magnet

Es sind aber nicht nur die beiden unterschiedlichen Längen, welche die Bankhaken von Sauter ausmachen. Die eigentliche Besonderheit sind zwei Magnete mit passenden Haltern, die in die Führungsschiene eingeschoben und dort befestigt werden. Diese starken Magnete halten Die Schiene durch das Aluminium hindurch fest an den Bolzen. Die Bolzen sind aus einem magnetischen Edelstahl. Leider funktioniert das bei den Parf Dogs von Veritas nicht, da diese nicht magnetisch sind. Die Magnete können auch nur in Führungsschienen mit sogenannter Zubehörnut eingesetzt werden. Diese Nut gibt es derzeit bei Festool und Makita-Schienen. Da ich keine Schiene von Makita habe, kann ich allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen, ob die Magnete dort hineinpassen.. Zum Glück lassen sich inzwischen fast alle Tauchsägen und viele andere Handkreissägen auf den Führungsschienen von Festool betreiben. Holzwerker ohne Festool- Tauchsäge könnten die Sauter Bankhaken also dennoch mit Magneten benutzen.

Der Magnet wird durch zwei Klemmen sicher in Position gehalten. Selbst bei nicht festgezogenen Madenschrauben kann der Magnet nicht herausfallen.

So unscheinbar diese beiden Magnete auch sein mögen, sie bieten einen enormen Komfort. Die Schiene bleibt beim Sägen an den Bolzen liegen, das Werkstück lässt sich bequem unter der Schiene positionieren und verschieben. Die Schiene ist immer in der richtigen Position. Eine tolle Sache!

Während die Schiene durch die beiden Magnete an den Bolzen gehalten wird, kann man das Werkstück ganz bequem unter der Schiene Positionieren. Besonders bei Schnitten nach Anriss funktioniert die magnetisch gehaltene Schiene hervorragend.

Details die überzeugen

Neben der cleveren Lösung mit den beiden Magneten gibt es noch weitere Details, welche für die Bankhaken von Sauter sprechen. So zum Beispiel die ausgezeichnete Passung. Während die Parf Dogs und die Surface Dogs von Veritas recht locker in den 20-Millimeter-Bohrungen meines MFT/3 sitzen, passen die Bankhaken von Sauter wirklich perfekt. Man geht sogar noch einen sehr konsequenten Schritt weiter: Die beiden Enden der Sauter-Bolzen haben minimal unterschiedliche Durchmesser (Differenz ca. 0,1 mm). Sie passen daher gut in neuen Bohrungen, als auch in schon etwas ausgeleierten Löchern. Schließlich wird so eine Platte ja auch älter. Damit man die Enden besser unterscheiden kann, hat ein Ende der Bolzen jeweils ein Querloch. Das Querloch ist auch nützlich, wenn man die Halteschraube mal zu fest angezogen hat. Man steckt einen Schraubendreher oder etwas Ähnliches hindurch und kann den Bolzen damit drehen, gegenhalten, herausziehen, wie auch immer. Die Magnete, die in die Führungsschiene eingeschoben werden, sind nicht nur eingeschoben. Sie werden mit je zwei kleinen Nutensteinen gehalten, die mittels Madenschrauben geklemmt werden. Sollte man einmal vergessen diese Madenschrauben anzuziehen, fallen die Magnete nicht heraus, da die Nutensteine kleine Federn haben. Selbst an solche Kleinigkeiten hat man gedacht.

Zweckmäßigkeit bis ins kleinste Detail. Die kleinen Federn halten die Nutensteine.

Sowohl die Bankhaken von Sauter, als auch die Parf Dogs und die Surface Dogs haben an den Enden M8 Gewinde. In diese können passende Halteschrauben von unten eingedreht werden. Die Halteschrauben fixieren die Bolzen dann bombenfest. Nichts wackelt und die Bohrungen werden geschont.

Problemfall Fräsen

Bei beiden Bench Dog-Lösungen macht es nichts, wenn sich die Führungsschiene beim Schneiden mit der Tauchsäge etwas in Schnittrichtung verschiebt. Zumindest solange man keinen ganz präzisen Tauchschnitte macht. Verschieben wird sich die Schiene mit Sicherheit gelegentlich, wenn auch nur um wenige Millimeter. Auch wenn sie mit Magneten gehalten wird. Bei Anwendungen, bei denen sich die Führungsschiene aber auf keinen Fall verschieben darf hat man als Anwender also erst einmal ein Problem. Ein Pluspunkt, der erst einmal an die herkömmliche Schienenbefestigung des MFT/3 mit Scharnier geht. Da verschiebt sich nämlich in Vorschubrichtung die Schiene nicht.

Abhilfe schafften bei mir zwei Klötzchen aus Multiplex. Diese Klötzchen können in der Zubehörnut der Führungsschiene befestigt werden. Leider passen dort keine metrischen Schrauben direkt hinein. Ich habe mir zwei Schrauben M8x20 passend geschliffen, so dass der Schraubenkopf gut in der Nut gehalten wird. Eine Flügelmutter sorgt für den notwendigen Halt. Die Klötzchen werden an die Bolzen herangeschoben und fixiert. Die Schiene bleibt in Position.

Ein Anwendungsbeispiel:

Damit man sich das ganze System zum Fräsen besser vorstellen kann, zeige ich Ihnen auf den folgenden Bildern ein Anwendungsbeispiel. Der Aufbau zeigt das Fräsen einer Saftrinne in einem Schneidbrett. Das Schneidbrett liegt unter der Schiene. Es wird seitlich gegen die Surface Dogs gelegt, gegen das Verrutschen nach hinten wirken die beiden Holzklötzchen, die mit Zwingen fixiert sind. Die beiden Stopper (Festool Rückschlagstopp Art.Nr. 491582) begrenzen den Weg der Fräse. Die Schiene liegt an zwei Sauter Bankhaken an und wird durch die Magnete gehalten. Die beiden Multiplex-Klötzchen hindern die Führungsschiene daran zu verrutschen.

Beispiel: Fräsen einer Saftrinne in einem Schneidbrett

Fazit

Bereits nach wenigen Tagen, in denen ich die Bankhaken von Sauter in Verbindung mit den Veritas Surface Dogs nutzte, machte mir mein MFT/3 endlich wieder richtig Spaß. Die Bolzen sind in der Anwendung einfacher und genauer, als die Scharnierlösung von Festool. Zumindest empfinde ich das so. Mit den Bolzen hat man weitaus mehr Möglichkeiten, sowohl beim Fräsen, als auch beim Sägen. Man ist als Anwender nicht mehr nur auf eine Schienenposition festgelegt. Die Schiene kann dort platziert werden, wo man sie für die jeweilige Anwendung haben möchte. Das macht viele Arbeitsgänge einfacher.

Die Bankhaken von Sauter in Verbindung mit den Magneten sind ein gutes Stück teurer, als die Parf Dogs, aber auch konsequenter umgesetzt. Da stimmt einfach alles und die Dinger funktionieren ohne die Einschränkungen, welche die langen Parf Dogs haben.

Der MFT/3 wird so ausgestattet meine Tischkreissäge sinnvoll ergänzen und auch wieder mehr zum Fräsen genutzt werden Ich habe große Schrankseiten mit einer Länge von 2100mm abgelängt, was auf dem MFT/3 mit den Bench Dogs viel entspannter war, als es auf der Tischkreissäge gewesen wäre. Im Kursbetrieb ist der MFT mit den Bench Dogs sicherlich für viele Teilnehmer eine sehr interessante Angelegenheit. Schließlich hat nicht jeder Holzwerker die Möglichkeit eine Tischkreissäge in seiner Werkstatt aufzustellen. Und der MFT von Festool ist da eine beliebte Alternative.

Leider funktioniert das Grundsystem der Bench Dogs nur mit breiten Führungsschienen gut. Die schmalen Schienen von Mafell oder Bosch können nicht so richtig mit den Bolzen benutzt werden. Der Motor der Säge steht über und man kann nur den Platz zwischen den Bolzen nutzen. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Bohrungen in der Tischplatte wirklich ganz präzise im Raster gebohrt sind.

Wenn Sie einen MFT von Festool oder einen entsprechenden Selbstbau in Ihrer Werkstatt haben, sollten Sie sich die Sauter Bankhaken mit den Magneten unbedingt einmal als Alternative zur Scharnierlösung durch den Kopf gehen lassen. Ich für meinen Teil bereue es nicht, dass ich die Scharniere abmontiert habe. Ob es die teure Lösung von Sauter, oder die günstige Veritas-Variante sein soll, muss jeder Holzwerker für sich selbst entscheiden. Die günstige Lösung funktioniert grundsätzlich und ist in Ordnung, wenn man die “Dogs” nur gelegentlich benötigt. Wer einen höheren Anspruch hat und öfter mit diesem System arbeiten möchte, sollte dann doch zur teuren Sauter-Lösung greifen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. Die vorgestellten Werkzeuge wurden mir auch nicht kostenlos oder preisvergünstigt zur Verfügung gestellt.

Links:

Ergänzung:

Hier finden Sie noch eine Ergänzung zu diesem Artikel:

UJK Dog Rail Clip – Ergänzung zu „Hunde fürs Raster“

 

 

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50 Kommentare zu Hunde fürs Raster – Bench Dogs

  1. Andreas sagt:

    Hallo Heiko Rech,

    hätte da auch eine Frage zur Aussage bezüglich der Stabilität des MFT.
    Mein Keller ist recht klein und beheimatet wertvolle Fahrräder. Daher plane ich den MFT3 als schnelle Möglichkeit, einfache Zuschnitte mit Tauch-/und Stichsäge (leichter Überhang der Werkstücke) ausserhalb des Kellers. Mir ist schon klar, dass auch mit den Querstreben der Tisch nicht bombenfest sein wird, aber wie Instabil ist “Instabil”? Wackelt er schon wenn ich dagegen stoße, oder muss ich schon deutlich dran wackeln?

    Vielen Dank!

    Mfg
    Andreas

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andreas,

      zum Sägen ist der MFT schon stabil genug. Zum Stemmen und Hobeln taugt er aber nicht ohne Wandbefestigung. Geh doch einfach mal zu einem Festool-Händler und schau ihn dir dort live an.

      Gruß

      Heiko

  2. Stephan sagt:

    Guten Morgen Heiko,

    meine Frage ist etwas “off topic”, aber: wie hoch ist der Original-Winkelanschlag von Festool, das heißt wie dick müssen die Platten mindestens sein, damit ich OHNE Zulage sägen kann? (Ich möchte evtl. vom 1080 auf den MFT/3 wechseln) Beim MFT 1080 ist der Anschlag 15 mm hoch…

    Danke Dir 🙂

    Gruß
    Stephan

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Stefan,

      die Schiene kann ganz auf den Tisch abgesenkt werden. Der Winkelanschlag dürfte bei beiden Tischen das gleiche Profil haben. Bei dünnen Materialien kann man den Anschlag aber auch einfach zurückziehen, so dass er nicht unter der Führungsschiene liegt. Oder einfach gleich Benchdogs benutzen 🙂

      Gruß

      Heiko

  3. Moritz sagt:

    Hallo Heiko,
    das Problem beim Eintauchen und der Berühung mit den Parf Dogs gibt es mit ner TS 75 nicht.

    Gruss Moritz

  4. Rene sagt:

    Hallo Heiko,
    ich habe nun genau wie du beide System gekauft. Nun ist es aber so, dass wenn ich die Führungsschiene gegen die Benchdogs drücke um diese auszurichten, die Sägeseite FS knapp in der Löcherreihe des MFTs endet. Beim Sägen fallen also immer spähne durch die Löcher. Ist das korrekt so / bei dir auch so? Oder mache ich etwas falsch?

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Rene,

      das ist richtig so. Ich sehe darin allerdings keinen echten Nachteil.

      Gruß

      Heiko

      • Leo Martin sagt:

        Moin Heiko,

        Ich kann die Frage von Rene denke ich nachvollziehen:
        Gemeint ist ob der Sägeschnitt eine Lochreihe kreuzt und diese damit eingesägt und “zerstört” wird… und das setzt voraus das die Führungsschiene immer an der gleichen Stelle angesetzt wird. Das sehe ich doch schon als Nachteil, gerade weil die Platten zwar als Ersatzteil verfügbar sind aber mal eben ~120€ verschlingen… für eine MDF Platte, trotz CNC gebohrten Lochreihen, finde ich das schon heftig.

        Ich hab zusätzlich eine Makita und eine Mafell Schiene getestet, bei der Makita (~185mm breit) tritt das Problem auf, bei der Mafell (~145mm breit) nicht…

        Grüße,
        Leo

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Leon,

          ich würde nicht behaupten, dass die Löcher durch einen wenige Millimeter tiefen Einschnitt zerstört werden. Es schadet der Funktion nicht. Wenn man allerdings die unversehrte Optik einer guten Funktion vorzieht, dann stört einen der Schnitt vielleicht. Die teure Platte kann man sich auch selbst neu machen, wenn man die Originalplatte hat. Einfach ein passendes Stück MDF nehmen, alte Platte draufspannen, die Löcher grob mit einem 15mm Forstnerbohrer ausbohren und dann mit einem Bündigfräser nachfräsen.

          Gruß

          Heiko

  5. Christof sagt:

    Hallo Heiko!
    Bei mir sind die Vario-Dogs im MFT/3 mit ordentlich Spiel. Für einen raschen winkelingen Schnitt geht das noch, aber die Dogs sitzen nicht schön fest und einen halben Millimeter würde sagen neigen sich die auf der Höhe einer 19mm Platte; ist das auch deine Erfahrung oder sitzen die Vario-Dogs bei dir wirklich schön schlüssig im Loch? (Und ich bezieh’ mich hier auch auf die “dickere” Seite der Dogs)
    Gruß, Christof

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Christof,

      das kann ich nicht bestätigen. In meiner alten MFT-Platte sitzen sie ordentlich. In den neu gebohrten sitzen sie sogar richtig straff. Entweder sind deine Bohrungen also ausgleiert, oder zu groß. Du kannst ja auch mal die Bohrungen ausmessen und mit den Bankhaken vergleichen.

      Gruß

      Heiko

  6. Werkzeug-Feinschmecker sagt:

    Hallo in die Runde,

    vielleicht noch ein kleiner Hinweis bzgl. der Durchmesser der Sauter Bankhaken:
    die Durchmesser auf der, der Querbohrung abgewandten Seite sind so gewählt, dass sie sich gerade so (Ziel war: spielfrei) d.h. ohne grösseren Kraftaufwand in die Bohrung der Vario-Bench Platte montieren lassen. Wenn die Platte quellen sollte lassen sich diese umdrehen weil die Durchmesser auf der anderen Seite – wie völlig richtig beschrieben – geringfügig kleiner sind. In der MFT Platte haben die Sauter-Bankhaken aber etwas mehr Spiel als in der Vario-Bench aber weniger als die Parf Dogs (die das Quellen nicht ausgleichen können und daher etwas schlanker sind). Es hat halt jeder irgendwie “andere” 20mm… 😉

    Beste Grüße
    mika

  7. Stephan Selzener sagt:

    Hallo Herr Rech,

    eine kurze Frage, Sie sagen, dass die Parf Dogs nicht mit den Magneten in der Schiene zusammenarbeiten. Allerdings sieht man z.B. bei feine Werkzeuge, dass die Parf Dogs aus Stahl sind. Und Stahl sollte magnetisch sein.

    Oder gib es da einen mechanischen Grund das es nicht passt.

    Würde mir gerne die Parf Dogs und die Magnete zulegen, da mir die Kombination als ziemlich hilfreich erscheint…

    Viele Grüße

    Stephan Selzener

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      nicht jeder Stahl ist magnetisch. Die meisten Edelstähle sind es nicht, oder nur schwach. Ich bin kein Metaller, vielleicht kann jemand aus der Matallbranche das besser erklären als ich. Die Parf Dogs sind aus Edelstahl und definitiv nicht magnetisch.

      Gruß

      Heiko

  8. Heinz Rottmann sagt:

    Hallo Heiko,

    erst mal Danke für den Vergleich – war mit den Parfdogs schon viel zufriedener als mit der originalen Schienenbefestigung, aber man verliert bei Plattenmaterial durch das Anstoßen mit dem Motor an Schnittbreite. Habe mir gleich die Sauter Teile bestellt – liest sich sehr gut. Hast Du auf dem MFT3 auch schon mal die “Sauter Platte” im MFT Format ausprobiert – sieht auch spannend aus.

    Du hattest bei einem Kurs mal erwähnt, dass Dir als Idee “das technisch Machbare” eines Frästisches aus Standardkomponenten durch den Kopf geht – würde das in die Richtung des neuen Sauter Tisches mit OFL2, T10 und Woodpeckers Anschlag gehen ?

    Grüße aus Willich und bis demnächst mal wieder zu einem Kurs,
    Heinz

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Heinz,

      die Platte von Sauter habe ich seit gestern. In den kommenden Tagen werde ich sie ausprobieren und auch im Kurs am Wochenende vermutlich schon benutzen. In einer der kommenden Ausgaben der HolzWerken wird es dann auch einen ausführlichen Artikel geben, in dem es um das Thema Lochplatten und Zubehör geht. Wie mein zukünftiger Frästisch aussehen wird kann ich momentan noch nicht sagen. Dieses Thema werde ich frühestens im Sommer mal angehen.

      Gruß

      Heiko

  9. Martin Kintrup sagt:

    Hallo Heiko,
    machst du ein Video zu den Sauterdogs mit Magneten in der Führungsschiene?
    Mich würde würde es interessieren wie das Handling und die Haltekraft sind.

    Liebe Grüße
    martin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Martin,
      nein, ein Video wird es von mir dazu nicht geben.

      Gruß

      Heiko

      • Martin Kintrup sagt:

        Danke für die Info

      • Werkzeug-Feinschmecker sagt:

        Hallo,

        darf ich als Entwickler der Vario-Bench und hier auch posten ?
        Ich habe neulich mal ein Video gemacht; mir ging es dabei zwar mehr um die mit der Vario-Bench erreichbare Genauigkeit aber man kann glaube ich trotzdem einigermaßen erkennen wie das System funktioniert – zumindest für 90°-Schnitte:

        https://www.youtube.com/watch?v=4p4aFtEvTSg
        oder auch hier: https://de.pinterest.com/werkzeugfeinsch/vario-bench-auf-deutsch/

        Ist kein Profi-Video da bitte ich um Verständnis; Video ist nicht so meine Stärke…

        Beste Grüße
        mika

        PS: bin für Nutzerhinweise immer dankbar – jeder arbeitet anders und ich bin immer daran interessiert das System weiter zu verbessern.

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Mika,

          ich denke das geht in Ordnung.

          Gruß

          Heiko

        • Jens sagt:

          Hallo mika,

          gibt’s schon Pläne die Bosch/Mafell Schienen auch zu unterstützen?
          Eigentlich müssten ja zwei dünne (bzw. so dick wie die Schiene) Metall-Ringe, die man als Abstandshalter über die Bankhaken stülpt, ausreichen. Vielleicht noch mit einer feinen Madenschraube aus Kunstoff fixierbar? Wobei das vermutlich überflüssig ist, weil der Ring ja auf dem Werkstück aufliegt.
          Ich habe mir nämlich eine Vario-Bench Platte samt den Bankhaken “gegönnt” und hab leider dann erst gemerkt, dass meine Bosch-Schienen gar nicht kompatibel sind.

          Gruß,
          Jens

          • Heiko Rech sagt:

            Hallo Jens,

            die Frage kann ich dir nicht beantworten. Damit musst du dich an die Firma Sauter wenden. Ich bin ja auch nur Anwender.

            Gruß

            Heiko

  10. Axel J. sagt:

    Hallo Heiko,

    man kann die langen Parfdogs auch umdrehen und mit einer M8 Sechkantschraube unter die FS schrauben, die Schraubenköpfe passen ja in die Nut, dann hab man oben nirgends was überstehen.

    LG
    Axel

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Axel,

      diese Methode hat aber zwei gravierende Nachteile:
      1. Die Führungsschiene liegt nur dann auf dem Werkstück auf, wenn das Material dicker als 27 Millimeter ist.
      2. Man muss die Schiene regelrecht in die Löcher der Tischplatte einfädeln.

      Ich habe auch zwei Bolzen, die ich wie du beschreibst unter die Führungsschiene montieren kann. Diese haben aber keinen Bund, wie ihn die Parf Dogs haben. Daher spielt bei diesen Bolzen die Materialstärke keine Rolle. Ich empfand aber das Einfädeln in die Löcher immer als recht fummelig. Das war bisher der Hauptgrund, weshalb ich diese Bolzen nur selten benutzt habe.

      Gruß

      Heiko

  11. Mario sagt:

    Hallo Heiko,
    kannst Du einschätzen, ob man die Magnete irgendwie an den “Rücken” von den Bosch/Mafell Schienen befestigen kann? Bei diesen Schienen ist ja das Problem, dass die Mafell MT55CC ja über die Schiene hinaus schaut, so 3 mm oder sowas. Und man müsste eh mit einem Abstand arbeiten… Die Magnete sind ja rund 8mm breit, meinst Du die kann man da irgendwie an die Bosch Schienen fixieren, damit die gleichzeitig als Abstandshalter fungieren?

    Viele Grüße
    Mario

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Mario,

      da kann man bestimmt was basteln wenn man möchte. Ausprobiert habe ich das aber nicht. Die Magnete sind schon recht kräftig.

      Gruß

      Heiko

  12. Matthias Preis sagt:

    Hallo Heiko

    Zitat: “Die Magnete können auch nur in Führungsschienen von Festool eingesetzt werden, da nur diese die sogenannte Zubehörnut zur Aufnahme der Magnete besitzen.”

    Das stimmt so nicht! Die Führungsschiene von Makita funktioniert auch, da auch sie diese Nut hat.

    Viele Grüße
    Matthias

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Matthias,

      ich habe den Satz ein wenig umformuliert. Hast du die Magnete in der Zubehörnut der Makita Schiene? Ich habe keine solche Schiene hier und kann das daher nicht ausprobieren.

      Gruß

      Heiko

  13. Thomas Götz sagt:

    Hallo ich benutze schon seit einiger Zeit Edelstahlrohre die eigentlich für die Wasserinstallation gedacht sind, die sitzen schön satt in dem Bohrungen des MFT , mann die Höhe stufenlos einstellen indem sie einfach mehr oder weniger tief in die Löcher schiebt und wenn man sie als Reste beim örtlichen Installatuer holt sind sie auch noch Preisgünstig obendrein.

    Gruss Thomas

  14. Lukas Hallmann sagt:

    Hallo Heiko,

    wer die langen Parf Dogs besitzt, für den könnten die UJK Rail Clips von Axminster noch recht interessant sein. Sie werden wie die Magneten in die Führungsschienennut eingesetzt und halten die Führungsschiene über einen Metallbügel an den Parf Dogs fest.

    Gruß Lukas

    http://www.axminster.co.uk/ujk-technology-dog-rail-clip-pair-102973

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Lukas,

      danke für den Link. Ich glaube die werde ich mir bei meiner nächsten Bestellung mal ordern und ausprobieren.

      Gruß

      Heiko

      • Martin Kintrup sagt:

        Hallo ihr zwei,
        die UJK Rail Clips funktionieren ausgezeichnet, die halten die Führungschiene auch in der Luft, um zu Beispiel Material zu wechseln oder einzurichten.
        Ich verwende das System sowohl an der kurzen, wie auch an der langen Seite meines MFT mit eigener Lochplatte.

        Schade ist bei all diesen Lösungen, dass der Schnitt mit der Festool Führungsschiene durch eine Reihe 20er Löcher geht. Bei meinem Eigenbau mittels des UJK Parf Guide Systems von Axminster/Peter Parfitt habe ich dann Anpassungen gemacht und in beiden Richtungen jeweils eine Reihe ausgelassen.

        Mit der Länge der langen Parf Dogs muss ich dir Recht geben, Heiko, die sind für Plattenmaterial zu lang und stören oft, ich habe meine gekürzt und werde für den Fall, dass ich auch stärkeres Holz schneiden möchte, (ich habe (noch) keine Kappzugsäge) mir beim nächsten Mal einen zweiten Satz bestellen.

        • Martin Kintrup sagt:

          Ich habe mir übrigens einen der Parf Dogs auf 5 mm Höhe abgedreht, der sitzt jetzt in Reihe zum Längsanschlag unter der Führungsschiene, damit kann ich auch dünnere Materialien sägen, und die Führungsschiene liegt immer noch satt auf.
          Hier sind die langen Sauter Dogs auch leicht im Vorteil. Bei den den langen Parf Dogs ist der 10 mm Kragen beim Sägen von Material unter 11 mm im Weg.

          PS. die UJK Rail Clips sind für 20 mm Dogs gemacht, bei den Sauter gehen sie nicht drüber!

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Martin,

          das Parf Guide System wird am Montag bei mir ankommen, da bin ich schon sehr gespannt darauf. Leider sind die Rail Clips derzeit nicht lieferbar. Sobald sie aber verfügbar sind werde ich mir davon ein paar bestellen und dann auch hier wieder berichten.

          Gruß

          Heiko

          • Martin Kintrup sagt:

            Hallo Heiko,
            ich bin gespannt, wie dir das System gefällt.

            Liebe Grüße
            martin

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Martin,
              die ersten beiden Platten sind gelocht. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat das super funktioniert.

              Gruß

              Heiko

              • Martin Kintrup sagt:

                Hört sich doch gut an, ich hatte keine Probleme, wenn auch mein MDF (ich hatte Probleme welches in 19mm zu bekommen, und nur ein schwarzes erhalten, welches wie Medite über zwei Außenschichten verfägt, sich aber etwas blöd bohren ließ. So sind viele meiner 20mm Löcher nach unten etwas ausgefranst. 🙁

  15. Jochen sagt:

    Hallo Heiko,

    abgesehen vom Preis 😉 hat mich beim MFT/3 auch immer etwas die auch von Dir angesprochene Instabilität des Tisches abgeschreckt. Für Zuschnitte und kleinere arbeiten ist der Tisch sicher sehr gut geeignet. Aber freistehend im Raum ist er als universelle “Werkbank” für meinen Geschmack einfach viel zu leicht, oder? Klar könnte man sich einen schweren Unterbau bauen …. ich glaube Marc Koch hat mal sowas gemacht …. aber das ist ja bei einem “fertigen” Tisch für mehr als 500 € auch nicht Sinn der Sache.

    Würdest Du sagen, dass man die Festool Schienen genau so gut mit einer Mafell Tauchsäge verwenden kann, oder sollte man lieber zum “Original” greifen, wenn man noch keine Tauchsäge hat?

    Schöne Grüße
    Jochen

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Jochen,

      seit einigen Tagen steht mein MFT wieder bombenfest. Allerding nicht mehr mobil. In ein paar Tagen werde ich ein paar Bilder zeigen. Man muss bedenken, dass der MFT als mobiler Tisch für die Baustelle konzipiert ist. Da muss man dann natürlich Kompromisse eingehen, wenn man ihn zweckentfremdet.

      Was die Mafell Säge auf der Festool Schiene angeht, das funktioniert, man sollte aber einen der Gleitbeläge umkleben, sonst liegt die Säge nur auf einem Belag auf. Das führt dann zu einem kleinen Winkelfehler.

      Gruß

      Heiko

      • Harald S. sagt:

        Guten Abend Herr Rech,

        Ihre Information über das Umkleben eines Gleitbelages ist nicht korrekt. Macht man es so, wie von Ihnen hier angegeben, hat man wieder einen Winkelfehler. Und was bringt das? Gar nichts.
        Wenn dann müssen beide Gleitbeläge versetzt werden. Wer sich die Schiene mal anschaut, erkennt sofort, dass die grünen Streifen in kleinen Vertiefungen sitzen. Versetzt man nur einen, ist es wieder schief. Logisch oder?

        Bei dem Hild kann man nachlesen, wie man es richtig macht:
        http://michael-hild.blogspot.de/2012/02/anpassung-der-festool-fuhrungsschienen.html

        Mit freundlichem Gruß
        Harald Schneider

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Herr Schneider,

          danke für den Hinweis. Ich habe mir die Schiene natürlich genauer angesehen und auch bemerkt, dass der Gleitbelag in einer Vertiefung sitzt, Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre der Bereich in dem das Festool-Logo angebracht ist ebenso tief. Dort würde ich dann auch instinktiv den Gleitbelag hinkleben. Leider ist dieser Bereich aber 0,2mm höher, als die Vertiefungen für den Gleitbelag. Wer also von seiner Handkreissäge absolute Präzision erwartet, muss in der Tat beide Gleitbeläge umkleben.

          Gruß

          Heiko Rech

          • Leo Martin sagt:

            Moin,

            eine Verständnisfrage hätte ich zum Umkleben der Gleitbeläge der Festool Schiene: technisch ist das ja keine große Sache um die FS Schiene für eine Mafell nutzbar zu machen.
            Aber die Tauchsäge TS 55 (Festool) ist ja nicht das einzige Gerät was auf der Führungsschiene läuft, also würde ich mir mit der Anpassung an die Mafell die Kompatibilität zum restlichen Festool Sortiment nehmen, oder??

            Makita hat doch z.B. auch passende Führungsschienen für die Mafell (ich hab’s getestet, funktioniert einwandfrei, weil die Gleitbeläge breiter sind), wäre die Anschaffung einer zweiten Führungsschiene daher nicht sinnvoller?

            • Heiko Rech sagt:

              Hallo Leon,

              mir fällt auf Anhieb kein anderes Zubehör ein, das auf die genaue Position der Beläge angewiesen ist. Was schwebt dir denn da genau vor?

              Gruß

              Heiko

              • Leo Martin sagt:

                Moin Heiko,

                also das Problem kenne ich jetzt nur von der Tauchsäge, dachte es verhält sich mit dem Oberfräsenanschlag genau so. Aber freut mich wenn du da Entwarnung geben kannst.

                Grüße,
                Leo

                • Heiko Rech sagt:

                  Hallo Leo,
                  als Entwarnung würde ich das nicht sehen. Ich kenne auch nicht alle Zubehörteile auswendig und kann dir daher auch nicht genau sagen, ob es nicht doch etwas gibt, das die Gleitbeläge genau an dieser Stelle braucht.

                  Gruß

                  Heiko

  16. Thomas sagt:

    Danke für den hilfreichen Artikel.
    Es gibt aber auch noch die kurzen Parf Dogs, die nur 1cm raus stehen. dort ist oben ein M8-Gewinde drin. Dort könnte man ja nach Säge noch was aufschrauben um noch die Schiene zu halten, aber die Säge dran vorbei zu lassen.
    Und so wie sie sind, kann man sie als Werkstückhalter verwenden.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Thomas,

      das geht bestimmt. Die Frage ist nur, ob man das so genau hin bekommt und ob man am Ende dann nicht doch wieder eine Bastellösung hat, die einen unnötig nerven kostet.

      Gruß

      Heiko

  17. André sagt:

    Hallo Heiko,

    ich selbst besitze seit ca. zwei Jahren die kurzen und langen Parf Dogs von Veritas. Kurz darauf habe ich mir noch als Ergänzung RDOGs und BDC Dogs von MarxIng angeschafft.

    Speziell für die Festool Führungsschiene kann ich die MarxIng RDOGs ausnahmslos empfehlen! Auf Wunsch soll Herr Marx die RDOGs auch für Bosch- bzw. Mafellschienen anfertigen.
    Die BDC Dogs nutze ich als Halter für eine Nut 8 Aluprofilschiene. Das Aluprofil wird zum Queranschlag und ein darauf montierter verschiebbarer Reiter dient als Ablänganschlag.

    Viele Grüße,
    André

    Ach ja, hier noch der Link zu den Bench Dogs von MarxIng, http://marxing.de/produkte/einzelkomponenten/

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo André,

      ich kenne die Teile. Mir hat mal jemand welche selbst gemacht und geschenkt. Die Lösung mit den Bolzen unter der Schiene konnte mich aber nie so recht überzeugen. Wenn es zu locker ist, wird das Ergebnis nicht genau, macht man die Bolzen zu straff, kann die Schiene nicht mehr so bequem hochgenommen werden. Mir fehlt da schlicht und einfach die Bequemlichkeit.

      Gruß

      Heiko

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