Video: Schärfen in Echtzeit

Ich schärfe nun schon seit vielen Jahren mit Wassersteinen und habe so manches ausprobiert. Daher ist es mal wieder Zeit für ein kleines Update zu meiner aktuellen Schärfmethode. An der Methode selbst hat sich kaum etwas geändert in den letzten Jahren. Aber bei den verwendeten Werkzeugen hat sich einiges getan. Ich bin bei den Steinen von CERAX zu Shapton gewechselt. Die Shapton-Steine brauchen nur sehr wenig Wasser, sind schnell einsatzbereit und recht hart. Dennoch schleifen sie sehr gut. Allerdings sind sie noch teurer als die Steine von CERAX.

Was die Führung angeht, so verwende ich schon seit geraumer Zeit keine Veritas MK2 mehr zum Schärfen, sondern eine Zweibacken-Führung. Von der einfachen Zweibacken-Führung bin ich vor einigen Monaten jedoch zu der Führung von Lie-Nielsen gewechselt. Eine wirklich tolle Führung, die aber auch ihren Preis hat. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich so viel Geld für so wenig Metall ausgeben soll. Am Ende bin ich aber froh, es getan zu haben. In der aktuellen Ausgabe (Nr. 65)  der Zeitschrift HolzWerken stelle ich die Führung in einem kurzen Artikel vor.

Die Steine halte ich mit einem Abrichtblock von NANIWA plan und das nun schon seit mehr als einem Jahr. Der Block ist immer noch plan und erfüllt seien Zweck zu meiner vollsten Zufriedenheit. Wie das Schärfen nun im Werkstattalltag bei mir aussieht zeige ich Ihnen in diesem Video:

Folgendes wird im Video verwendet:

  • Steine aus der SHAPTON Ha-no-kuromaku Serie Korn 220 / 1000/ 8000
  • Großer NANIWA Schärfsteinabrichtblock
  • Schärfführung von Lie-Nielsen

Links:

Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. Die vorgestellten Werkzeuge wurden mir auch nicht kostenlos oder preisvergünstigt zur Verfügung gestellt.

 

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14 Kommentare zu Video: Schärfen in Echtzeit

  1. Michael sagt:

    Hallo Heiko

    ich finde den Stein aus der SHAPTON Ha-no-kuromaku Serie mit Korn 400 nicht.
    Liegt es an mir oder nutzt du ggf. einen anderen Stein?
    Gefunden hab ich Körn 220 und 320, danach kommt schon Korn 1.000.

    Gruß
    Michael

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Michael,

      da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen, es handelt sich um den 220er Shapton.

      Gruß

      Heiko

  2. Andreas sagt:

    Hallo Heiko,
    Vielen Dank für diesen Einblick. Gibt es irgendwo eine Übersicht, welche Abstände man auf der Winkellehre für verschieden Winkel einstellen muss? Danke für die Info.

    Beste Grüße,
    Andreas

  3. Bernd sagt:

    Hallo Heiko,

    früher hattest du auch auf der Unterseite durch unterlegen eines Stahllineals eine leichte Vase angeschliffen, davon bist du abgekommen?

    Gruß Bernd

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Bernd,

      diese sogenannte Rückenfase kann man bei Hobeleisen machen, nicht aber bei Stemmeisen.

      Gruß

      Heiko

  4. Felix sagt:

    Hallo Heiko,

    weshalb bist du von deiner Fliese mit dem Nassschleifpapier auf den Naniwa Abrichtstein umgestiegen?
    Neben dem Naniwa auf Siliziumkarbid-Basis gibt es ja auch noch einen Abrichtstein von Juuma auf Aluminiumoxid-Basis, mit dem es angeblich noch schneller geht, die Schärfsteine zu planen. Der Juuma ist auch noch mit Mangan versetzt und soll wohl formbeständiger sein.
    Kannst du über den Juuma etwas sagen? Und was hältst du von zu Abrichtsteinen umgearbeiteten Klinkern?

    Viele Grüße
    Felix

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Felix,

      auf Dauer wurde mir die Schleifpapierlösung einfach zu teuer. Daher habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Denn Abrichtblock von Juuuma gab es noch nicht, als ich meinen NANIWA gekauft habe. Daher kann ich zum Juuma auch nichts sagen.

      Die Klinkermethode ist mir in der Herrichtung zu zeitintensiv. Auch die Benutzung erscheint mir für meine Arbeitsweise nicht passend. Man muss immer die richtige Reihenfolge der drei Steine einhalten usw. Wenn ich beispielsweise nach einem Kurs ca. 40-50 Werkzeuge schärfen muss, ist mir meine Abrichtblock einfach lieber. Da muss ich dann nicht aufpassen oder nachdenken.

      Gruß

      Heiko

      • Felix sagt:

        Hallo Heiko,

        ich werde es nun erst einmal mit dem Nassschleifpapier versuchen. Habe mir nun einen schön planen Rest einer Fensterbank als Unterlage besorgt und gutes Papier (Klingspor) bei meinem Werkzeughändler.
        Papier aus dem Baumarkt ist ja leider meistens nicht so sehr langlebig.
        Von der Lebensdauer und der Schleifleistung dürfte das von mir gekaufte Papier gut sein. Sobald es allerdings feucht wird, rollt es sich an zwei Schnittkanten ein. Man muss dazu sagen, dass es das Papier einen gewebten Leinenträger hat.
        Auf jeden Fall klappt das Fixieren des Papiers auf der Platte mittels Wasserfilm logischerweise so nicht. Das Abrichten der Seine war entsprechend umkomfortabel.
        Welches Papier hast du denn früher genutzt?

        Viele Grüße
        Felix

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Felix,

          ich habe früher Papier benutzt, das ich hier im Baustoffhandel gekauft habe. Es trug keine Herstellerkennzeichnung. Es war ein Papierträger und Korn 120.

          Gruß

          Heiko

  5. Ralf Jennes sagt:

    Hallo Heiko,

    was war der Grund warum Du von der MK2 auf die Zweibackenführung gewechselt bist?

    Gruß

    Ralf

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      die Veritas MK2 ist schon eine gute Führung, so ist das nicht. Die Zweibacken-Führung hat mir aber irgendwann eher zugesagt, weil es mit ihr einfacher und ohne Umrüstung möglich ist verrundete Schneiden von Hobeln zu schärfen. Auch schmale Werkzeuge halten darin viel besser.

      Gruß

      Heiko

      • Philipp sagt:

        Das Video finde ich eine tolle Idee. Gut es mal so zu sehen statt teilweise 1 Stunden Videos bei YouTube.

        Auch interessant mit der Schleiffführung. Ich will nämlich gerade auf die Veritas umsteigen weil meine einfache Führung zu nervig/ungenau ist.

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