[Video] Hirnleiste mit Lamello-Metall-Verbindern

Eine Hirnleiste ist eine von vielen Möglichkeiten eine Brettfläche gerade zu halten. die klassische Variante ist in der Herstellung recht aufwändig. Es gibt aber eine einfache Version, für die man einen speziellen Verbinder (Knapp bzw. Lamello „Metall“) und eine Flachdübelfräse benötigt.

Und so funktioniert es:

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9 Kommentare zu [Video] Hirnleiste mit Lamello-Metall-Verbindern

  1. Constantin sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für das informative Video; eines der wenigen, das die Metal-Verbinder in Aktion zeigt.

    Zur Endbemerkung: Knapp hebt auf der Artikelseite des Verbinders die Lösbarkeit und auch den Einsatz ohne Leim hervor. Was veranlasst dich dazu, so eine Verbindung nicht geeignet zu halten? Ich liebäugele mit Schiebeverbindern im Allgemeinen, gerade im Vergleich zum Clamex S, nicht nur wegen dem geringeren Preis, sondern auch deshalb weil sie zu 100% unsichtbar bleiben.

    Auch würde mich interessieren, wie stark die Verbindung in Bezug auf Belastungen 90° zur Fräsung, also „von oben“ ist. Ist dort ein großer Unterschied zum Clamex S merkbar?

    Schließlich noch die Frage, ob du Erfahrungen mit eingeklebten Verbindern hast (Champ von Knapp oder Simplex von Lamello)? Ist das eine echte Alternative?

    Es würde mich sehr freuen und mir weiterhelfen von Dir die ein oder andere Antwort zu bekommen! Informiert kauft es sich doch viel besser ein 😉

    Vielen Dank und freundliche Grüße,
    Constantin

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      der Metall ist nicht dazu geeignet Bewegungen dauerhaft aufzunehmen. Wenn man die Verbindung öfter löst, bleibt sie irgendwann locker. Sie Leiert aus, die Schrauben halten dann nicht mehr ordentlich. Das passiert beim Clamex nicht. Man kann beide Verbinder nicht vergleichen. Was die Belastbarkeit bei den angesprochenen 90° angeht, ist der Clamex deutlich stabiler. die Verbinder zum einkleben hatte ich auch mal verwendet, sie begeistern mich aber nicht sonderlich. Man muss sehr aufpassen, dass kein Kleber in die Verbindungsstelle kommt und man ja auch wieder Wartezeit. Daher bin ich beim Metall hängen geblieben.

      Gruß

      Heiko

  2. Tom sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für dieses kurze Video, welches das Vorgehen denkbar einfach und gut nachvollziehbar darstellt.
    Halten Hirnleisten auch recht hohe Türen aus Leimholzplatten eben, oder sollte man hier in der Mitte lieber noch eine Gratleiste vorsehen. Konkret geht es um eine Schranktür mit ca. 180cm Höhe und 50cm Breite aus 18mm Kernbuche Leimholz (mit durchgehenden Lamellen, vertikal verlaufend).

    Viele Grüße,
    Tom

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Tom,

      im Prinzip braucht man da keine Gratleiste, die Hirnleisten halten ja die Fläche in der Breite gerade. In der Länge sollten ausreichend Scharniere dafür Sorgen, dass die Tür gerade bleibt. Dennoch bleibt bei solch großen Türen immer ein Restrisiko, dass sie sich verziehen. Daher wäre Massivholz hier nicht meine erste Wahl, sondern Tischlerplatten. Da hast du dann auch nicht das Problem, dass die Tür sehr schwer wird.

      Gruß

      Heiko

      • Tom sagt:

        Hallo Heiko,

        danke für die schnelle Antwort.

        Meine Befürchtung bei Leimholz ist eben, dass die Tür zwar oben und unten dank der Hirnleisten gerade bleibt, sich aber aufgrund der großen Länge in der Mitte doch verdreht.

        Dann muss ich bei meinen Holzhändlern (leider nur wenig Auswahl im 30-40km Umfeld) doch nochmal schauen, ob ich dort auch Tischlerplatten mit Kernbuche Messerfurnier bekomme (der Schrank soll Kernbuche werden, normale Buche gefällt dem Nutzerkreis nicht so gut 😉 ).

        Würdest Du bei einer Tischlerplatten auch mit Hirnleisten arbeiten, oder ist das dort unnötig und man kann die Tür aus „einem Stück“ machen?

        Wenn ich keine geeignete Tischlerplatte bekomme, hatte ich als Alternative eine Rahmen-Füllungskonstruktion aus Kernbuche 18mm Leimholz überlegt, mit schwimmend gelagerter Füllung. Wäre das aus Deiner Erfahrung bei der Größe auch möglich, evt. mit den oberen und unteren Rahmenleisten als Hirnleisten ausgeführt (sprich in der Mitte mit geleimten Lamello fixiert, zu den Rändern hin mit Knapp Metall Verbindern „beweglich“ gehalten)?

        Schönen Wochenanfang noch,

        Tom

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Tom,

          wenn dein Holz sich so stark verziehen sollte, hilft dir weder eine Hirn- noch eine Gratleiste. Daher würde ich mal behaupten, dass zwei Hirnleisten reichen sollten. Rahmen und Füllung würde auch funktionieren, aber dann sollte die Füllung höchstens halb so dick sein, wie der Rahmen. Die Füllung wird dann eingenutet und nicht verleimt. Bei Tischlerplatten brauchst du weder Hirn- noch Gratleisten.

          Gruß

          Heiko

  3. Reinhard sagt:

    Klasse Tipp!
    Sieht wirklich recht einfach aus und gibt neue Design-Möglichkeiten.
    Danke!
    Reinhard

  4. Christian sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für dieses sehr schöne Video!
    Die Lösung mit den Flachdübelverbindern ist wirklich sehr schön beschrieben
    und scheint mir eine schnelle und sichere Arbeitsmethode zu sein.
    Eine gute Alternative für all jene, welche keine Dominofräse besitzen,
    we’re ich demnächst gleich mal ausprobieren.

    Viele Grüße und mach bitte
    weiterhin solch interessante Beiträge

    Christian

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