Evolution

Meine alte Werkstatt

Meine alte Werkstatt

Ich möchte in diesem Artikel die Entstehung meiner Werkstatt schildern. Sie ist über einige Jahre gewachsen, gereift und hat sich immer wieder verändert. Es gibt Dinge, die werden niemals fertig. Modelleisenbahnen, Häuser und Gärten gehören mit Sicherheit dazu. Aber auch Werkstätten.

Mein Vater war gelernter Tischler und hatte im Keller unseres Hauses eine kleine Werkstatt. Ich selbst habe auch diesen Beruf erlernt und ebenfalls in dieser kleinen Werkstatt hier und da was für mich gebaut. Die Maschinen und Werkzeuge waren bunt gemischt, teilweise sehr alt, teilweise auch nicht ungefährlich. einige Werkzeuge waren von eher bescheidener Qualität. Es hat aber immer irgendwie ausgereicht, um schöne Dinge selbst zu bauen.

Mein erstes eigenes Werkzeug habe ich mir angeschafft, als ich die Meisterschule besuchte. Ich habe für den praktischen Teil einen Werkzeugkoffer mit Stemmeisen, einem einfachen Hobel, Werkzeugen zum Messen und anzeichnen benötigt. Ansonsten hatte ich einen preisgünstigen Akkuschrauber und eine unsagbar schlechte Schlagbohrmaschine. Für die meisten arbeiten in der Mietwohnung war das alles auch vollkommen ausreichend.

Dann haben wir ein Haus gekauft, in dem wir sehr viel selber machen mussten. Schnell habe ich eingesehen, dass hierzu vernünftiges Werkzeug notwendig ist. Im Vorfeld hatte ich bereits eine sehr gute Handkreissäge, einen Werkstattsauger, einen Bohrhammer und einen Exzenterschleifer angeschafft. Alle Maschinen aus dem gehobenen Preissegment, für gewerbliche Anwendungen ausgelegt.

Bereits bei der Suche nach einem Haus, war klar, dass ein Raum für eine Werkstatt vorhanden sein muss. Im gekauften Haus wurde daher direkt der Werkstattraum bezogen und provisorisch hergerichtet. Die alten Küchenmöbel des Hauses wurde teilweise genutzt. Die Unterschränke nutze ich zum Teil immer noch unter der Werkbank.

Werkstatt nach dem Umbau

Werkstatt nach dem Umbau

Die erste Werkstatt bestand aus diesen alten Küchenschränken, einer OSB Platte darauf, einigen wenigen Handmaschinen, und Handwerkzeugen sowie einer billigen Tischkreissäge, ein Fehlkauf! Während der Renovierung kamen noch einige Werkzeuge hinzu. Bohrmaschine, Stichsäge, ein guter Akkuschrauber. Eine Preisgünstige Oberfräse reichte für die anstehenden Arbeiten aus.

Die vorhandenen Maschinen und Werkzeuge reichten erst einmal aus um alle anfallenden Arbeiten während der Renovierung zu erledigen. Nach der Haussanierung habe ich dann die Werkstatt weiter eingerichtet und den Fokus dabei auf den Möbelbau gelegt. Die Hobelmaschine habe ich von meinem Vater übernommen. Die Absaugung habe ich durch einen glücklichen Zufall für wenig Geld gebraucht kaufen können. Nach und nach habe ich weitere Werkzeuge angeschafft. Da ich, wie viele andere auch, mein Lehrgeld mit Werkzeugen der untersten Preisklasse gemacht habe, schaffte ich nur noch hochwertige Maschinen und Werkzeuge an. Auch wenn das bedeutete, dass ich erst mal auf einige Werkzeuge verzichten musste. Im Nachhinein war das aber die richtige Entscheidung.

Eine der wichtigsten Anschaffungen war eine wirklich gute Oberfräse. Zwar hatte ich eine Maschine aus dem Heimwerkerbereich, die für einfach Dinge auch gut zu gebrauchen war, aber ich kannte aus dem beruflichen Alltag bessere und mir war klar, dass man mit einer besseren Oberfräse mehr machen kann. Die Anschaffung dieser Maschine hat sich trotz des hohen Preises gelohnt. Nach und nach wuchs der Bestand an Werkzeugen und auch die Inneneinrichtung der Werkstatt wurde gebaut. Diese habe ich aus Resten von beschichteten Spanplatten gebaut. Die Farben waren gewöhnungsbedürftig, aber sie erfüllte erst einmal ihren Zweck.

So habe ich einige Jahre in dieser Werkstatt gearbeitet. Zwischendurch habe ich immer mal wieder das Eine oder Andere angeschafft. Ich habe viele Möbel für den Eigenbedarf in dieser Werkstatt gebaut. Eine Tischkreissäge war nicht vorhanden. Die Modelle, die ich unterbringen konnte, waren entweder zu teuer, oder aber von zu schlechter Qualität. Kompromisse wollte ich nicht eingehen. Irgendwann ergab es sich dann, dass ich meine Tischkreissäge bekam. Ich habe sie aus einer Werkstattauflösung in der Verwandtschaft bekommen.

Nun hatte ich ein Problem: Ich konnte natürlich zur geschenkten Tischkreissäge nicht nein sagen. Dennoch war die Werkstatt, so wie sie war einfach zu klein um die Maschine sinnvoll zu benutzen. Ich habe mich zu einem kleinen Umbau entschlossen. Während der Sommermonate, in denen ich nicht viel in der Werkstatt arbeite, habe ich viele Werkzeuge verkauft, die ich nicht mehr benötigte. Einen Teil der Werkstatteinrichtung habe ich abgebaut und erst einmal nicht wieder ersetzt. Die Werkzeuge, die nun keinen Platz mehr hatten, lagerte ich in einen anderen Kellerraum aus, bis ich eine bessere Lösung fand. Nach und nach habe ich dann die Werkstatt neu eingerichtet. Ohne große Skrupel habe ich weitere Werkzeuge verkauft, für die ich keine Verwendung mehr hatte. Ich bin kein Werkzeugsammler. Es ist erstaunlich, was sich in kurzer Zeit ansammeln kann, das man aber nicht mehr braucht.

Aufhängung für Handwerkzeuge

Aufhängung für Handwerkzeuge

Das schöne am Verkauf von nicht benötigten Werkzeugen ist, dass man Geld für neue Werkzeuge bekommt. Ich habe also vom Erlös einige neue Werkzeuge gekauft. Mit den Jahren hat sich meine Art an den Möbelbau heranzugehen stark verändert. In den ersten Jahren war es wichtig, überhaupt Möbel zu bauen. Den Bau einer Wickelkommode oder eines Kinderbettes kann man nicht lange hinauszögern. Mittlerweile kann ich mir für viele Dinge mehr Zeit lassen und baue meine Möbel nun anders. Der Anteil an Handarbeit steigt, die Möbel werden anspruchsvoller. Ich möchte meine Fertigkeiten weiter ausbauen, vieles noch erlernen und viele Dinge einfach ausprobieren.

Mit den Bedürfnissen und Anforderungen ist meine Werkstatt gewachsen und hat sich verändert. Sie wird sich auch weiterhin verändern. Als ich mit der Einrichtung anfing, habe ich immer neidvoll auf große Werkstätten mit teuren und großen Maschinen geschaut. Das ist aber Unsinn. Wichtig ist, dass man die eigenen Möglichkeiten nutzt und daraus das beste macht.

Ich würde jedem, der sich eine neue Werkstatt einrichten will raten, erst einmal klein anzufangen. Es ist nicht schlimm, wenn eine Werkstatt mit den Projekten wächst. Im Gegenteil. Die Vielzahl von Maschinen und Werkzeugen führt schnell dazu, dass man zu sehr auf die Fähigkeiten der Werkzeuge vertraut und die eigenen dabei zu sehr vernachlässigt. Hätte ich nicht lange Jahre auf eine Tischkreissäge verzichtet, wüsste ich nicht, was man mit einer Handkreissäge alles machen kann. Hätte Geld nie eine Rolle gespielt, wäre mir heute nicht klar, was man doch mit einfachen Mitteln, guten Ideen und dem notwendigen Wissen alles umsetzen kann. Wenn man improvisieren muss, lernt man oft am meisten.

Wenn man sich in Baumärkten umsieht, findet man in den Regalen eine Menge an oft sehr speziellen Maschinen. Auch in Heimwerkerzeitschriften und Onlineforen werden manche Maschinen als die Problemlöser schlechthin dargestellt. Ich bin der Meinung, dass man viele dieser Maschinen, nicht am Anfang anschaffen sollte. Denn viele der Probleme, die solche Maschinen lösen sollen, kann man vermeiden. Besonders die in unzähligen Varianten angebotenen Schleifmaschinen für Ecken, Kanten und unzugängliche Stellen benötigt man beim Neubau von Möbeln nicht, wenn man richtig vorgeht. Dies gilt ebenfalls für viele Handwerkzeuge, die angeboten werden.

32 Kommentare zu Evolution

  1. F. sagt:

    irgendwie habe ich mich und meine Situation im Bericht wieder gefunden… In meiner Werkstatt habe ich gerade mal 6 qm zur Verfügung. Tischkreissäge? Wohin denn? Habe dann alles mit der Tauchsäge und Schiene gemacht. Das übt! Manchmal war das Sägen schon riskant und verwegen, doch es ging.
    Wollte immer die TKS von Festool haben, das CMS. War mir zu teuer und so kaufte ich die MAKITA 100XT. Großer Fehler! Für meine Arbeiten war die nicht geeignet. Mängelrüge an Makita gesandt. Antwort; Das ist eine Bausäge!!! Habe diese dann verkauft und den CMS mit allen Teilen gekauft. Siehste! Billig kauft immer 2 x.
    Nun, eine Empfehlung über benötigtes Werkzeug zu geben ist sehr schwierig. Heute weiß ich was ich NICHT brauche. Bspw. die Stichsäge. Diese nehme ich nur zum groben Beschneiden von Rundungen vor dem Fräsen oder Schleifen. Muss aber nicht, geht auch mit jedem “Fuchsschwanz” oder Japansäge…

  2. Andi sagt:

    Hallo Heiko,
    habe mir jetzt überlegt ihn zu kaufen.
    Deshalb möchte ich gerne wissen wo du ihn damals gekauft hast und für welchen Preis es realistisch ist ihn zu kaufen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andi,

      ich habe mir den Winkel von jemandem mitbringen lassen. Wo er genau gekauft wurde, kann ich dir daher nicht sagen. Bezüglich eines “realistischen” Preises kann ich dir auch nicht weiter helfen, da musst du einfach mal die Preise in England mit denen in den USA inkl. Nebenkosten vergleichen.

      Gruß

      Heiko

  3. Andi sagt:

    Hallo Heiko,
    danke für die schnelle Antwort
    welche Erfahrung hast du mit dem Woodpecker T-Square gemacht
    und würdest du ihn empfehlen zu kaufen.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andi,

      den Winkel nutze ich relativ selten. Empfehlen würde ich ihn nur dann, wenn man die Möglichkeit hat ihn zu einem vernünftigen Preis zu bekommen. Die in England inklusive Versand verlangten Preise hätte ich dafür nicht bezahlt.

      Gruß

      Heiko

  4. Andi sagt:

    Hallo Heiko
    ich suche schon langen nach einem langen Metall Winkel und finde keinen
    ich glaube aber bei dir so einen Winkel schon mal gesehen zu haben.
    Könntest du mir vielleicht mitteilen was das für ein Winkel war?

    PS: Der Winkel sollte mindestens 60 cm lang sein

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Andi,

      ich habe zwei große Winkel, einen älteren von Wolfcraft, der erstaunlich genau ist mit 500mm Länge. Der wird aber so nicht mehr hergestellt. Dann habe ich noch einen Woodpecker T-Square mit 600mm Länge, der in Europa schwer zu bekommen- und wenn, dann sehr teuer ist.

      Gruß

      Heiko

  5. Christian Röckl sagt:

    Hallo Heiko,

    verfolge seit ner Weile deinen Seite und finde die Tipps und Anleitungen super.
    Da ich leider nur über eine kleine Werkstatt verfüge, kann ich mir leider keine Säge mit Schiebeschlitten anschaffen aber eine Tischkreissäge ohne Schlitten ha Platz.
    Ich habe die Gelegenheit eine Electra Beckum Pk 255 zu kaufen ist zwar von 1983 aber wurde selten benutzt, sie sieht aus wie gestern gekauft.
    Nun meine Frage was hältst du von der Säge und ist sie den Preis von 475 € wert?
    Danke für deine Antwort.

    Christian Röckl

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich kenne diese Maschinen auch nur von Bildern, kann dir also dazu nicht viel sagen. Ob der Preis gerechtfertigt ist, weiß ich auch nicht. Schau mal bei Maschinenhändlern, zu welchen Preisen die Maschinen gehandelt werden, das sollte dir einen Anhaltspunkt geben.

      Gruß

      Heiko

  6. Sven Gebhard sagt:

    Freu mich schon auf die Vorstellung!

  7. Sven Gebhard sagt:

    Hallo Heiko,

    Deine neue Werkstatt sieht echt klasse aus!
    Wäre es nicht so weit zu fahren,würde ich an der
    Besichtigung teilnehmen!
    Das ein andere Werkzeug würde ich auch gerne mal testen.
    Danke für den Tip mit der TKS; diese Lösung ist definitiv
    Vielseitiger.Habe mich für eine kleine Unterflur
    Tischkreissäge entschieden und bin sehr glücklich mit der Enzscheidung.
    Außerdem ist mein selbstgebauter MFT jetzt fertig!
    Hab mich aus finanziellen Gründen gegen die Mafell für
    Eine grüne Bosch PPS 7 S entschieden und bin positiv
    Überrascht über deren Schnittqualität…
    Es muß nicht immer Festool oder Mafell sein…

    Frohe Ostern und viele Grüße aus Freigericht,

    Sven

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sven,

      natürlich muss es nicht immer Festool oder Mafell sein. Wichtig ist, dass das Werkzeug zur eigenen Arbeitsweise passt. Da hätte ich mit der Bosch schon ein Problem, da mir der Scheibetisch und manch andere Funktion fehlen würde. Aber wenn du mit der Maschine klar kommst, ist ja alles bestens.

      Ich werde im übrigen auch bald ein grünes Bosch Werkzeug vorstellen.

      Gruß

      Heiko

  8. Anonymous sagt:

    Habe 3 Tischkreissägen auf meinem Wunschzettel stehen,
    Muß mich bloß noch entscheiden…vielleicht noch ein
    Bischen sparen 😉
    Die Festool Precisio CS 50 wird es nicht werden!
    Sie überzeugt mich nicht restlos!Vor allem nicht in
    Diesem Preissegment!
    Es sind nur noch zwei Sägen zur Wahl,
    Beide leider nicht bei meinem Händler des Vertrauens zur Ansicht.Er hat nur die
    Precisio und die größeren Erika Modelle.
    Werde mich zwischen Der Metabo UK 290 und
    Der Erika 60E entscheiden. Würde sie nur noch beide gerne
    Einmal live sehen.Zur Metabo liest man leider nicht all zu viel…

  9. Sven Gebhard sagt:

    Hallo Heiko,

    Danke für die erneut schnelle Antwort.Spare wohl
    Am besten für ne Erika 60 oder Precisio 50 🙁
    Bis dahin arbeite ich mit der Werkbank und der Tauchsäge.
    Auf der Werkbank ist eine feste,höhenverstellbare Schiene
    Ala MFT…

    Gruß Sven

    • Dirk sagt:

      Hallo Sven,

      ich möchte dir nur empfehlen beide Maschinen in natura anzuschauen (falls es zum Showdown zwischen Erika und Preciso kommen sollte).
      Für mich war danach die Entscheidung völlig klar. (Obwohl ich den Rest von Festool wirklich gut finde überzeugen mich die Kreissägen in dieser Preiskategorie nicht.)

      Grüße
      Dirk H.

  10. Guido H sagt:

    Hallo Heiko,

    vorab möchte ich mich für das rege Bloggen bedanken. Es macht Spaß die Artikel zu lesen und so das Wissen zu erweitern.

    Ich plage mich ebenfalls mit dem Thema Werkstattausstattung herum und möchte in diesem Jahr das ein oder andere Möbel (wenn auch vielleicht weniger im klassischen Holzstil) für meine Wohnung erschaffen. Einiges an Elektrohandwerkzeug ist vorhanden, das große Problem bleibt aber der Zuschnitt von Plattenmaterial. Da ich den Zuschnitt dennoch gerne selber vornehmen möchte, und auch nicht immer in eine fremde Werkstatt ausweichen kann (dort stände eine alte FKS), suche ich nach eine Möglichkeit sinnvoll im eigenen Keller zu sägen. Vorhanden ist eine FS1400 und eine Festool Modell vergessen (Vorgänger TS-55?). Während einzelne Schnitte damit überhaupt kein Problem darstellen, ist die Wiederholbarkeit und Winkligkeit doch ein recht großes Thema. Ich suche somit nach einer finanzierbaren Lösung, welche dieses Thema erleichtert. Ein Budget von maximal 600-700€ steht ggf. zur Verfügung.
    Derzeitige Ideen sind
    -Sägehilfe (siehe Holzwerken o.ä.), überzeug bin ich davon jedoch nicht (genauigkeit, Komfort)
    -MFT3: wohl ausreichend für die meisten Zuschnittgrößen, ebenfalls nützlich als Werktisch und sonstiges Universalgerät. Die frage für mich jedoch: Kann man darauf wirklich exakt und wiederholbar zuschneiden?
    -Gebrauchte EB PK25x oder Metabo TK 16xx? (Probleme hier: Größe, oft 400V, Ersatzteile)

    Gibt es hierzu weitere Vorschläge oder Hinweise?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.
    Viele Grüße aus Aachen
    Guido

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich zerteile Platten grob mit der Handkreissäge und mache den Rest mit der Erika. Wenn die Teile für die Erika zu groß sind, lasse ich sie mir vom Holzhändler auf Maß schneiden oder gebe mir entsprechend Mühe mit der Handkreissäge. Auf dem MFT kann man ja nur kleinere Teile schneiden. diese werden dann aber sehr genau, wenn der MFT gut eingestellt ist.

      Vielleicht wäre das Festool FS-PA System ja was für dich.

      Aber über Kurz oder lang willst du mit Sicherheit doch eine Tischkreissäge haben.

      Gruß

      Heiko

    • Gregor sagt:

      Hallo Guido
      schau doch mal in der letzten Ausgabe 39 der Holzwerken nach.Da macht Guido Henn vernüftige Vorschläge, wie man mit einer Führungs-Schiene und Tauchsäge Plattenmaterial zurechtschneidet!
      Thema:
      Erfolreich abschneiden!
      Seite 32
      Guido Henn
      Zuschnitt mit der Handkreissäge

      Mit ein paar einfachen, selbst gebauten Hilfsmitteln gelingen Ihnen auch mit der Handkreissäge und passender Führungsschiene präzise Zuschnitte. Guido Henn zeigt die superpraktischen Vorrichtungen im Detail.

      Viele Grüsse
      Gregor

  11. Sven Gebhard sagt:

    Danke für die schnelle Antwort!
    Aber welches Modell ist empfehlenswert?
    Die 60er Erika paßt leider nicht in mein
    Budget 🙁
    Alle anderen sollen angeblich so ungenau sein…

    MfG Sven

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sven,

      eigene Erfahrungen habe ich nur mit einer Säge von Lutz, die keine gute Investition war und eben meiner Erika 65 (gebraucht). An Neumaschinen soll die Metabo UK ganz gut sein, nach allem was man so hört. Preislich interessant wäre vielleicht ein Gebrauchtkauf einer Erika. Oder wenn der Bau von Möbeln erst einmal nicht im Vordergrund steht, sondern mehr der Innenausbau, vielleicht eine Maschine wie die Makita MLT 100X. Nicht ganz so vielseitig wie eine Mafell Erika oder vergleichbare Maschinen, aber noch mobil und mit Sicherheit für den Innenausbau ausreichend.

      Gruß

      Heiko

  12. Sven Gebhard sagt:

    Hallo Heiko,

    Da hab ich ja einen Riesen Stein losgetreten…
    Freu mich sehr über deine Antwort und die
    Zahlreichen Beiträge!
    Möchte in nächster Zeit einige Projekte in Angriff
    Nehmen…Eine Sitzgruppe für meine Tochter (1 1/2 Jahre alt)
    Fertigstellung meiner Werkbank, Ausbau eines Neubaus,
    Im speziellen Verlegung von Holz-Fußböden.
    Möchte mir eine Kappsäge mit Zugfunktion zulegen,
    Bin mir aber total unsicher welche ich kaufen soll?
    Braucht man die wirklich?Oder reicht ein Tauchsäge?
    Kann ich Kanthölzer nicht auch mit einer Führung und
    Der Japansäge paßgenau ablängen?

    Gruß Sven

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      ich würde eine kleine Tischkreissäge nehmen, damit kann man mehr machen. Um gelegentlich mal ein Kantholz zu schneiden kann man auch eine Gestellsäge nehmen.

      Gruß

      Heiko

  13. Dominik sagt:

    Hallo Heiko,

    die Handwerkszeuge wollte ich dir überlassen, dass du auch noch was zu schreiben hast ;-).
    Nein im Ernst, ich dachte mir es ginge in erster Linie um elektr. Werkzeug. Und die Liste an Handwerkszeug kann ja durchaus in bisschen länger sein…

    Schönen Gruß,
    Dominik

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dominik,

      die von mir aufgezählten Handwerkzeuge sollten sich in jeder Werkstatt gut machen, auch wenn in erster Linie mit Handwerkzeugen gearbeitet wird.

      Gruß

      Heiko

      • Dominik sagt:

        Hallo Heiko,

        mit dem ersten Teil deiner Liste stimme ich vollkommen überein.
        Beim Schärfen bin ich der Meinung des Woodtinkerers und halts mit den Dummys :-).

        Schönen Gruß,
        Dominik

  14. Dominik sagt:

    Hallo Heiko,

    mir gefällt dein Artikel wirklich sehr!
    Ich habe als Heimwerker die Erfahrung gemacht, dass ich lieber einmal vernüftig in ein Gerät investiere und mir die Kosten für eine zweite Anschaffung damit spare. “Ich bin zu arm um billig zu kaufen…”
    Ob es gleich Maschinen von Festool oder Mafell sein müssen, sei dahin gestellt. Die anderen Anbieter sind ja auch nicht von gestern und stellen vernünftige Geräte her. Ausserdem gibt es ja mittlerweile genügend Tests von einer Vielzahl an Geräten.

    Zur Grundausstattung an elektrischen Werkzeugen gehört meiner Meinung nach eine solide Werkbank oder Tisch, der vielseitig einsetzbar ist, eine vernünftige Tauchsäge (incl. zwei Sägeblätter für Längs- und Querschnitt) mit Schiene, eine Oberfräse (muss ja nicht gleich die Kräftigste sein), eine Schleifmaschine, ein Akkubohrer/-schrauber und ganz wichtig, der Staubsauger. Alles weitere ergänzt sich im Laufe der Zeit.

    Hoffentlich habe ich dir damit nichts vorweg genommen. Aber mir lag gerade viel daran, das los zu werden.

    Schönen Gruß,
    Dominik

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Dominik,

      du hast mir nicht vorweg genommen. Ich bin ja froh, wenn sich hier per Kommentar ausgetauscht wird. Die Auflistung von dir ist schon mal ganz gut. Es fehlen halt noch die Handwerkzeuge. Da finde ich sind folgende Werkzeuge als Elementar zu sehen:

      • Stemmeisen in den Breiten 6mm, 12mm, 16mm und 20mm
      • Holzklüpfel
      • Einhandhobel
      • Japansägen (Douzuki und Kataba, alternativ eine Zinkensäge und eine Gestellsäge
      • Kombinationswinkel
      • Streichmaß (kann selbst angefertigt werden)
      • Lineal
      • Bleistift

      Zum Schärfen:
      • Ein Kombinierter Wasserstein Korn 1000/ 6000, oder einzelne Wassersteine
      • Zweibackenführung
      • Granitfliese
      • Schleifpapier für den Nassschliff geeignet, Korn 120
      • Wasserbehälter

      Und natürlich ein paar Schraubzwingen in den Längen 20cm und 30cm (mehr würde ich dann erst nach Bedarf kaufen)

      Gruß

      Heiko

      • Jan sagt:

        Hallo,

        seit einiger Zeit schlage ich mich mit dem Gedanken herum, eine kleine “Möbelwerkstatt” für den Privatgebrauch aufzubauen.
        Zu oft gefallen mir die Möbel in den Einrichtungshäusern nicht oder es passt von den Maßen nicht.
        Zum Glück könnte ich auf viele übrige Dinge aus der alten Tischlerwerkstatt meines verstorbenen Schwiegervaters zugreifen, wie Hobel, dutzende Schraubzwingen in allen Größen(30 cm-über 2m), Stemmeisen, kubikmeterweise Furniere und und und. Einzig Maschinen sind nicht vorhanden. Die wurden nach der Tischlereiauflösung verkauft.
        Ich kaufe ungern 2x, würde da also auch etwas investieren, aber Preiswert ist immer gut. Ich muss da jetzt nicht unbedingt Festool oder sowas drauf stehen haben.
        Aktuell besteht meine Werkstatt aus einem guten Litium Akku Schrauber und einer Bosch 55GCE Handkreissäge mit Führungsschiene.
        Aktuell überlege ich was ich noch bräuchte. Mein Keller hat grob 12-15m² und davon viel Leerfläche. Mein erstes Projekt wäre die Erstellung eines ordentlichen Schreinertisches, ev schaue ich mir da die Pläne von Ihnen direkt an und versuche das nachzubauen.
        Jetzt hätte ich gerne Tips was Sie noch als Essentiell für eine erste Werkstattausrüstung ansehen würden. Ich spekuliere aktuell mit einer Bosch GOF 1250 LCE Oberfräse und einem Sauger, inkl einem preiswerten Fräserset, vielleicht so 6-10 Fräser für den Anfang. Krankheitsbedingt(Herzschrittmacher) ist für mich ein antistatischer Absauger ein Muss, irgendwelche elekt. Schläge gehen da gar nicht.
        Braucht man direkt für den Anfang eine Kapp/Gehrungssäge oder eine Tischkreissäge, ev sogar mit Aufstelltisch mit Werkstückauflagen ? Reicht ein Fuchsschwanz auch um grob etwas vorzusägen um dann mit der Fräse genau die Kanten zu bearbeiten oder ist da eine Stichsäge deutlich vorzuziehen? Schleifmaschienen? Elektrohobel?

        Lg Jan

        • Heiko Rech sagt:

          Hallo Jan,

          erst einmal würde ich an deiner Stelle in einen ordentlichen Sauger investieren. Danach kannst du noch überlegen einen Exzenterschleifer anzuschaffen. Alles andere würde ich dann kaufe, wenn es notwendig wird.

          Stichsäge und Kappsäge wirst du eventuell nie brauchen.

          Eine ordentliche Handkreissäge hast du ja schon, also kannst du dir den Fuschsschwanz auch ersparen.

          Viel wichtiger ist für dich jetzt, den Umgang mit den vorhandenen Werkzeugen zu erlernen.

          Gruß

          Heiko

  15. Sven Gebhard sagt:

    Hallo Heiko,

    Ich verfolge dein Blog schon seit längerem mit großem Interesse
    Und freue mich über jeden neuen Beitrag. Leider bekommt man
    Gerade im Internet schnell vermittelt,das man jedes erdenkliche Werkzeug
    Braucht um vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Es sollten immer die besten
    Geräte sein…Am besten alle Geräte von Festool oder Mafell! Müssen es die Handwerkzeuge von Veritas sein?!
    Leider ist es für einen Hobbyschreiner oder Änfänger sehr schwer die richtigen
    Rückschlüße zu ziehen.Deine Seite ist dabei oft sehr hilfreich,auch wenn du nur ausgezeichnetes Werkzeug nutzt stellst du immer wieder einfache Lösungen vor.Danke dafür!Würde mich trotzdem über einen Beitrag freuen in dem du zeigst welche Werkzeuge am Abfang die wichtigsten sind und in welcher Reihenfilge man sie anschaffen sollte. Bin immer auf der Suche nach Alternativen….braucht man eine Kappsäge oder geht es auch mit der Handsäge…
    Brauch ich eine Erika oder tut es eine eigene Werkbank mit Tauchsäge und Schiene…

    MfG aus Freigericht

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Sven,

      die Frage nach dem was man wohl am Anfang braucht ist schwer allgemein zu beantworten. Es kommt immer darauf an, was man so als Schwerpunkt hat und welche Projekte man machen will. Gerade beim “Kleinkram” wie Zwingen und Handwerkzeugen würde ich projektbezogen kaufen. Was die Qualität und des Werkzeuges angeht: Ein Ausspruch von Bernhard (http://holzzeitung.blogspot.de/) hat mir in diesem Zusammenhang gut gefallen “Man sollte immer das beste Werkzeug kaufen, das man sich leisten kann”.

      Ich werde mal versuchen einen Artikel über eine sinnvolle Grundausstattung zu schreiben. Das kann aber noch ein wenig dauern.

      Gruß

      Heiko

  16. Andreas sagt:

    Hallo Heiko,

    der Bericht spricht mir ziemlich aus dem Herzen. Toll wäre mal ein Bericht was man am Anfang wirklich auskommt und welche Maschinen und Handwerkzeuge auf später verschoben werden können.
    Laut Büchern braucht man von Anfang an alles …
    Grüße

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