Veritas Bevel Up Jointer (Flachwinkelrauhbank)

Dieser Hobel  wurde mir von Lee Valley (http://leevalley.com) kostenlos zur Verfügung gestellt.

Veritas Bevel Up Jointer- Ansicht

Veritas Bevel Up Jointer

Beim Veritas Bevel Up Jointer handelt es sich um eine Rauhbank mit einem flachen Bettungswinkel des Hobeleisens, also einen sogenannten Flachwinkelhobel. Eine Rauhbank benutzt man üblicherweise zum Abrichten, also Begradigen von Holzflächen und Kanten. Durch ihre Länge, der beschriebene Hobel ist 559mm lang, überbrücken diese Hobel viele Unebenheiten und folgen ihnen nicht, wie es kurze Hobel tun. Das Ergebnis sind dann gerade Flächen und Kanten.

Bei diesem Hobel von Veritas handelt es sich um eine Modell mit obenliegender Eisenfase. Im Gegensatz zu vielen anderen Hobeln, mit einer unten liegenden Fase am Hobeleisen, kann man bei dieser Bauart den Schnittwinkel durch den Einsatz eines Hobeleisens mit einem frei wählbaren Fasenwinkel ändern. Der Flache Bettungswinkel erlaubt Schnittwinkel ab ca. 37° (12° Bettungswinkel + 25° Fasenwinkel). Einen solchen Hobel können Sie sehr flexibel einsetzen, flacher Schnittwinkel für Hirnhohlz, steiler Winkel für schwer zu bearbeitende und stark gemaserte Hölzer.

Vor dem ersten Einsatz

Der Veritas Jointer kommt in der gewohnt guten Qualität, prinzipiell sofort einsetzbar. Prinzipiell daher, weil man das Hobelergebnis durch das Abziehen des Hobeleisens auf einem feinen Stein nochmals stark verbessern kann. Mehr als einige Züge auf dem Abziehstein sind aber wirklich nicht notwendig. Die Spiegelseiten der Veritas Hobeleisen sind in der Regel plan und bedürfen keinerlei Nacharbeit. Neben dem Abziehen des Hobeleisens ist noch das Befestigen des Hinteren Griffes vor dem ersten Einsatz zu erledigen. Die Griffe sind bei allen Veritas Hobeln im Lieferzustand lose, damit sie auf dem Transport durch unterschiedliche Klimazonen nicht reißen können. Ein loser Griff ist also nicht auf eine Nachlässigkeit des Herstellers zurückzuführen. Die blanken Gussteile sind mit einem Rostschutzmittel behandelt. Dieses sollten Sie vor Gebrauch entfernen. Sehr gut ist hierzu Kamelienöl geeignet.

Einstellmöglichkeiten

Veritas Bevel Up Jointer - Die Mechanik

Die Mechanik

Die Einstellung des Hobeleisens erfolgt über den für Veritas- typischen Verstellmechanismus (sog. Norris Adjuster). die Tiefeneinstellung ist sehr feinfühlig durchführbar. die Lateraleinstellung per Hebel ist nicht ganz so feinfühlig. Besser als per Druck am Hebel lässt sich diese mit einem kleinen Hammer vornehmen. Das zeigt Lee Valley auch in einem eigenen Video. Zu beachten ist, dass man nach dem Zurückstellen des Hobeleisens die Stellschraube wieder ein wenig zurückdrehen sollte.  Dies kommt daher, dass ein Gewinde einen sogenannten „Toten Gang“ hat. Einfach ausgedrückt, ein wenig Spiel. Dreht man das Eisen zurück, ohne die Schraube wieder bis zu einem merklichen Wiederstand in die andere Richtung zu drehen, kann es passieren, dass sich bei den ersten Hobelzügen das Hobeleisen noch ein wenig mehr zurückschiebt. Diese Vorgehensweise ist bei allen Hobeln zu empfehlen, die mittels Gewinde eingestellt werden.

Ein typisches Merkmal der Veritas Hobel sind die beiden seitlichen Madenschrauben im Hobelkörper. Mit ihnen lässt sich die Lateraleinstellung fixieren (und auch einstellen, wenn man das möchte), so dass das Eisen nicht versehentlich verstellt werden kann. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte kann die Schrauben problemlos ganz entfernen.

Veritas Bevel Up Jointer -Verstellbares Hobelmaul

Verstellbares Hobelmaul

Das Hobelmaul des Veritas Bevel Up Jointers ist verstellbar. Bei dieser Flachwinkelrauhbank erfolgt das Lösen des Hobelmaus zum Verstellen jedoch nicht über den vorderen Griff, wie bei den kürzeren Veritas Hobeln. Der Griff ist zu weit vom Hobelmaul weg. Daher erfolgt die Klemmung der Hobelmaulverstellung durch eine separate Messingschraube. Die Endstellung der Hobelmaulplatte kann mit einer Schraube begrenzt werden. Dies hat zwei Vorteile: Zum einen verhindert diese Schraube, dass das Hobelmaul komplett geschlossen wird, dies könnte die empfindliche Schneide des Hobeleisens beschädigen. Des weiteren ist es so möglich, das Hobelmaul zwischendurch immer wieder einmal zu öffnen, Späne zu entfernen und wieder zu schließen, ohne es jedes Mal neu einstellen zu müssen. Das ist sehr praktisch.

Die Hobelsohle

Die Hobelsohle ist soweit ich das mit meinen Möglichkeiten prüfen kann nahezu perfekt plan. Der hintere Teil der Hobelsohle scheint minimal hohl zu sein. Es ist beim Prüfen mit einem Rischtscheid oder einer Aluleiste ein minimaler Lichtspalt zu sehen. Da aber der vordere Teil plan ist, der Bereich vor und hinter dem Eisen ebenfalls, macht sich das in der Praxis nicht bemerkbar. Wichtig bei einer Hobelsohle ist, dass der Hobel an beiden Enden, sowie vor dem Hobeleisen gut auf dem Holz ausfliegt.

Veritas Bevel Up Jointer -Hobelsohle

Die Hobelsohle

Die Oberfläche der Hobelsohle ist fein geschliffen. Das verstellbare Hobelmaul passt perfekt. Eine so glatte Hobelsohle neigt dazu sich regelrecht am Holz festzusaugen. Aus diesem Grund ist es ratsam die Sohle während der Arbeit ein wenig zu schmieren. Ein gutes Mittel hierzu ist Paraffin in fester Form. Es hinterlässt keine Nennenswerten Rückstände auf dem Holz, bleibt lange auf der Hobelsohle, riecht nicht und ist in keinster Weise Gesundheitsschädlich. Die einfachste Form an festes Paraffin zu kommen sind Teelichter. Entfernen Sie den Docht und reiben Sie die Sohle während der Arbeit gelegentlich damit ein.

Ergonomie

Veritas Bevel Up Jointer - Griffposition

Die Griffposition

Die hinteren Griffe von Veritas Hobeln sind recht steil. Das ist bei einer niedrigen Werk- oder Hobelbank nicht sehr ergonomisch.  Das ist ein Punkt, den viele Veritas Nutzer bemängeln. Ergonomie ist aber ein Punkt, den jeder Anwender für sich sehr individuell beurteilt. In meinem Fall passt die Ergonomie. Meine Werkbank ist 90cm hoch. Der Griff ist groß genug, dass die ganze Hand ihn greifen kann. Das ist auch notwendig, da eine Rauhbank auch mal für gröbere Arbeiten genutzt wird, die viel Kraft erfordern. Der vordere Griff ist gut zu greifen, nicht zu niedrig und im oberen Teil so flach gehalten, dass die Hand ihn gut umschließen kann. Dieser Griff ist dazu geformt um von oben Druck ausüben zu können, was beim Abrichten oft notwendig ist. Die Bedienelemente der Mechanik sind gut erreichbar und die Rändelschrauben sind ausreichend groß dimensioniert. Sehr angenehm ist der niedrige Schwerpunkt, der sich aus der Flachwinkel- Bauweise ergibt. Trotz seines Gewichtes von 4000g ist der Hobel sehr angenehm zu handhaben.

Befestigung des Fügeanschlages

Veritas Bevel Up Jointer - Befestigung Fügeanschlag

Befestigung Fügeanschlag

Zur Veritas Flachwinkelrauhbank gibt es einen speziellen Fügeanschlag, der nur auf diesen Hobel passt. Er kann rechts und links am Hobel montiert werden. Im Hobelkörper gibt es hierzu auf jeder Seite zwei Gewinde. Die Madenschrauben zur Lateraleinstellung des Hobeleisens bleiben auch bei der Montage des Fügeanschlages zugänglich.

Eine detaillierte Vorstellung des Veritas Fügeanschlages für den Bevel Up Jointer, sowie des magnetischen Fügeanschlages finden Sie hier: Veritas Fügeanschläge

Der Fügeanschlag ist ein sehr schönes Hilfsmittel, dass es leicht macht eine rechtwinklige Kante zu hobeln.

Verschiedene Hobeleisen

Die Hobeleisen der Veritas Rauhbank sind 57mm breit und 4,5mm dick. Die Eisen können in der Rauhbank, dem Flachwinkel Bankhobel (Low Angle Jack Plane) und den Flachwinkel Putzhobel (Bevel Up Smoother) verwendet werden. Diese Eisen sind mit verscheiden vorgeschliffenen Fasenwinkeln erhältlich. Es gibt Eisen mit 25°, 38° und 50°, sowie ein Zahneisen.

Erste Anwendungen

Veritas Bevel Up Jointer - Fügeanschlag bei Eiche

Kante Abrichten

Die erste Anwendung für den Hobel war das Bearbeiten von Tanne/ Fichte und Buchenholz für den Werkzeugschrank.  Hier konnte ich das beste Ergebnis mit einem auf 25° geschliffenen Hobeleisen erreichen. Es wurden allerdings nur die Kanten von Leimholzplatten bearbeitet. Hierbei kam auch der Fügeanschlag zum Einsatz.

Der erste Einsatz des Veritas Bevel Up Jointers auf der Fläche war das Bearbeiten bereits grob vorgehobelter Eichenbretter. Auch hier war das beste Ergebnis erstaunlicherweise mit dem auf 25° geschliffenen Eisen zu erreichen.  Weiter unten auf dieser Seite finden Sie ein Video, dass das Hobeln der Eichenbretter zeigt.

Veritas Bevel Up Jointer - Flächen Abrichten

Fläche abrichten

Da ich auf Absehbare Zeit auf eine Abrichthobelmaschine verzichten möchte (siehe auch „Ein Experiment beginnt„), musste die Flachwinkelrauhbank bald zeigen, was sie kann. Schließlich gehört das Abrichten von Bohlen und Brettern zu den typischen Aufgaben einer Raubank.  Ich habe dies an einem Bohlenabschnitt aus Ahorn ausprobiert.  Hier zeigte sich sehr deutlich welche Vorteile es hat, Hobeleisen mit verschiedenen Schnittwinkeln benutzen zu können. Das Ahornholz ließ sich mit dem auf 25° geschliffenen Eisen kaum bearbeiten. Mit dem auf 38° geschliffenen Eisen gelang das Hobeln jedoch Problemlos. Feine Späne so breit wie das Hobeleisen und über die gesamte Brettlänge waren kein Problem.  Zum Ende des Abrichtens konnte ich die Spanabnahme so weit verringern, dass die Oberfläche nicht nur abgerichtet war, sondern auch gleich verputzt. Weiter unten auf der Seite finden Sie ein Video, welches das Abrichten des Ahornbrettes zeigt.

Erstes Fazit:

Veritas Bevel Up Jointer - Ansicht von hinten

Veritas Bevel Up Jointer

Der Veritas Bevel Up Jointer wird in Zukunft eine sehr große Rolle in meiner Werkstatt spielen, wenn ich versuchen werde ohne Abricht- Hobelmaschine auszukommen. Denn zum Abrichten von Holz benötigt man natürlich eine Rauhbank.  Die Veritas Rauhbank wird diese Aufgabe mit Sicherheit gut erfüllen.

Die Verarbeitung des Hobels ist Veritas- typisch auf sehr hohem Niveau. Mit den Messingschrauben, den sehr gut gemachten Griffen aus Bubinga, dem schwarzen Lack und den geschliffenen Gussflächen macht dieses Werkzeug auch optisch eine gute Figur. Leider sind die Seitenflächen nicht durchgehend, was den Einsatz auf einer Stoßlade leider nicht ermöglicht.

Die Mechanik hat kaum Spiel, könnte aber ein wenig massiver für diesem großen Hobel sein. Die Lateralverstellung ist nicht ganz so feinfühlig durchzuführen, wie beim Small Bevel Up Smoother. Sehr gut gelungen ist das verstellbare Hobelmaul. Die Anschlagschraube ist praktischer, als beim kleinen Putzhobel, bei dem diese als Madenschraube ausgeführt und nicht Werkzeuglos verstellt werden kann.

Man muss sich allerdings an diesen Hobel ein wenig gewöhnen, wenn man zuvor keinen so großen Flachwinkelhobel hatte. Das Handling ist aufgrund der niedrigen Bauform erst einmal ungewohnt, aber nicht unangenehm.  Die große Fläche der Hobelsohle offenbart einen Nachteil von Metallhobeln gegenüber Holzhobeln sehr deutlich: Der Hobel gleitet nicht so gut auf dem Holz. Hier muss man gelegentlich mit Paraffin (Teelicht) oder einem Gleitmittel für Hobelmaschinen nachhelfen.

Bald steht das erste anspruchsvolle Projekt an, bei dem ich auf die Abrichthobelmaschine verzichten möchte. Hierbei wird es viel Arbeit für den Veritas Bevel Up Jointer geben.

Videos:

Hier ist leider kein Video mehr zu sehen!

Produktvorstellungen auf Youtube sind inzwischen rechtlich gesehen nicht mehr unproblematisch. Um mich vor Abmahnungen und Bußgeldforderungen zu schützen habe ich dieses Video entfernt. 

Links:

Detaillierte Vorstellung der Veritas Fügeanschläge: Veritas Fügeanschläge

13 Kommentare zu Veritas Bevel Up Jointer (Flachwinkelrauhbank)

  1. Achim Jelken sagt:

    Hallo Heiko,

    ich bin jetzt soweit daß ich auch mit dem hobeln anfangen möchte.
    Mein Ziel ist, Bretter/Bohlen (bis 2,20mtr.) abzurichten. Ich frage mich welche Länge des Hobels (Raubank) hier für meinen Zweck in Frage kommt. ?
    Jetzt habe ich den Veritas Bevel up Jointer (Länge=559mm) im Visier und frage mich ob es auch eine Rauhbank Nr.6 z.B. von Juuma / Veritas (ca.450mm) tun würde.? Wonach bestimme ich die Länge des Hobels.? Kannst du mir hier eine Empfehlung geben (Speziell für meinen Zweck) !? Gerne eine „kostspielige“ und eine „günstige“ Variante. (Hab in Deinem Shop den Veritas Bevel up Jointer aufgerufen, dieser ist derzeit nicht erhältlich.)

    Grüße, Achim

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Achim,

      je länger der Hobel ist, umso besser eignet er sich zum Abrichten. Ich habe den hier gezeigten Hobel und einen No.7 von Juuma. Wenn viel Material weg soll, nehme ich den Juuma, für eher feine Arbeiten den Veritas. Müsste ich mich für einen der beiden entscheiden, wäre das der Juuma No.7. Ich habe ihn deutlich öfter im Einsatz als die Veritas Raubank..

      Gruß

      Heiko

  2. Ralf sagt:

    Hallo Heiko,

    ich möchte mir auch einen Jointer zulegen. Kanten von Leimholz fügen und Holz aus dem Makita 2012 ebnen soll er erstmal verrichten, also ähnlich wie im Artikel.

    Nun ist Dein Bericht ja schon etwas älter. Würdest Du (Stand heute) für diese Arbeiten den Veritas empfehlen? Ich würde auch einen 6er in Betracht ziehen weil der sicher handlicher ist, Du schreibst ja auch Gutes über den Juma 6. Allerdings ist der 6er ja nur unwesentlich länger als ein 5er. Die „echten“ Holzwerker schwören ja auf den 8er, je länger und breiter destso besser. Wer soll das Teil denn schieben?

    Hier ist das Netz eher ein Quell der Verunsicherung als der Information.

    Gruß Ralf.

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Ralf,

      scheinbar verdienen die „echten“ Holzwerker mehr als ich und können sich den No.8 lleisten. Derzeit kann man einen neuen No. 8 bei uns nur von Lie Nielsen kaufen. Es gibt zwar einen aus chinesischer Produktion in England, aber da die deutschen Händler diesen noch nicht anbieten traue ich dem auch noch nicht so ganz. Also bleibe ich bei der Größe No.7.

      Inzwischen habe ich neben dem Veritas auch einen Juuma No.7. Für Arbeiten, bei denen viel Material runter soll ist mir der lieber. Der Veritas ist da eher was fürs feine. Der Juuma kann aber auch fein. Nachteil beim Juuma sind die kleinen Griffe. Bei längeren Einsätzen sind die schon recht unbequem.

      Den No.6 verwende ich sehr oft mit einem stark verrundeten Eisen für die grobe Vorarbeit. Damit geht mehr runter, als mit dem No.5. Aber es kostet auch viel mehr Kraft. Der 6er sit ein Hobel, den man sich kauft, wenn man die anderen Größen schon hat. So zumindest ist meine Meinung.

      Der Veritas Jointer ist ein guter Hobel, aber der Juuma No.7 eben auch. Mit beiden machst du keinen Fehler. Es ist nur für mich nicht zu beurteilen, mit welchem du besser klar kommen würdest.

      Gruß

      Heiko

      Gruß

      Heiko

  3. Neal sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für die Antwort! Sorry ich verwechsele gern mal Bevel up and Bevel down Hobel, aber nur von den Worten her! Nichts desto trotz, hast Du mir die ein oder anderer Entscheidung abgenommen!

    Grüße Neal

  4. Neal sagt:

    Guten Tag Heiko,

    ich habe mal eine Frage die mich seit längerem interessiert, nämlich ob man mit einem Flachwinkelhobel genauso viel Material abnehmen kann wie mit einem normalen Bevel up Hobel?

    Schöne Grüße Neal

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Neal,

      Flachwinkelhobel sind eigentlich normale Bevel Up hobel. Ich nehme an du meinst Bevel Down Hobel.

      Im Prinzip kann man mit beiden das gleiche machen, also ein Flachwinkler (Bevel Up) kann für feine und auch grobe Arbeiten genommen werden. Sauber eingestellt und scharf, kann man mit einem Bevel Down auch feinste Späne abheben oder auch viel Material abtragen.

      Gruß

      Heiko

  5. Marc sagt:

    Hallo Heiko,

    den Stein habe ich wohl hohl geschliffen. Eigentlich war ich der Meinung, dass ich den Stein schon sehr oft plangeschliffen habe. War scheinbar einfach zu wenig.
    Habe jetzt den Schruppstein anständig geplant und mit einem Haarlinial überprüft. – Sieht jetzt richtig gut aus.

    Auf ein Neues mit dem Hobeleisens die Tage.

    Herzlich Dank!!!
    Marc

  6. Marc sagt:

    Hallo Heiko,

    heute habe ich endlich Zeit gefunden, mit dem Herrichten des Hobeleisen meines Veritas bevel Up Jointer (Rauhbank) zu beginnen. Dabei habe ich festgestellt, dass die Schneide keine 25 Grad hat. Ist aber eher nebensächlich.
    Ich habe zuerst die Spiegelseite hergerichtet. Danach habe ich einen 25 Grad Winkel auf dem Schruppstein geschliffen. Demnächst geht das Schleifen weiter.

    Nun zu meiner Frage. – Ich habe leider nicht vor dem Schleifen meinen Kombiwinkel an der Seite des Eisens angehalten und wollte überprüfen, ob der Winkel von der Seite zur Schneide 90 Grad beträgt. Dabei habe ich festgestellt, dass die Schneide gerundet ist. Die Mitte des Eisens liegt am Winkel an und zu den Seiten fällt die Schneide jeweils gleichmäßig ab. Geschätzt knapp unter einen mm.

    Ist das normal und so gewollt? Oder habe ich da Bockmist gebaut?

    Vielen Dank für Deine Hilfe.
    Marc

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo,

      wenn die Schneide ungewollt hohl wird kann das zwei Gründe haben:
      1. Der Stein ist nicht plan
      2. du drückst beim Schleifen nicht gleichmäßig.

      Als erstes würde ich mal den Stein prüfen,

      Gruß

      Heiko

  7. Guido sagt:

    Hallo Heiko,

    vielen Dank für Deinen Bericht. Ich schleiche um den Veritas Hibel schon länger herum, drücke mich aber wieder vor den knapp 300€ (oder sogar mehr mit einem zweiten Eisen) die mit dem Anschlag zusammen zu Buche schlagen.

    Hast Du Erfahrungen mit klassischen Eisenhobel #7 bzw. spezifisch mit denen die unter dem Label von Dick vertrieben werden? Erfordern diese große Nacharbeit an der Sohle?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

    Viele Grüße aus Aachen
    Guido

    • Heiko Rech sagt:

      Hallo Guido,

      den No.7 kenne ich nicht, ich habe aber einen Einhandhobel von DICK, mit dem ich sehr zufrieden bin und auch die Stemmeisen von DICK sind sehr gut. Ich gehe mal davon aus, dass die Qualität des DICK No.7 auch entsprechend gut ist. Wenn er nicht in Ordnung sein sollte, kannst du ihn ja wieder zurücksenden. Das Risiko bei einem Kauf wäre also gleich Null und mit Sicherheit einen Versuch wert.

      Gruß

      Heiko

  8. Michael Hild sagt:

    Hallo Heiko,

    danke für den Bericht und die beiden Videos. Wieder was dazu gelernt.

    So ein bisschen macht sich wieder so ein „haben wollen“ Gefühl breit. 🙂

    Grüße

    Micha

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