Neue Stemmeisen von MHG

MHG-Stemmeisen im neuen Design

MHG-Stemmeisen im neuen Design

Vor einigen Tagen habe ich bereits kurz über die neuen Stemmeisen vom deutschen Hersteller MHG geschrieben. Die Bestellung lief reibungslos ab. Ich konnte die Stemmeisen drei Tage nach der Bestellung in Augenschein nehmen. Ich war angenehm überrascht. Die Verarbeitung ist tadellos. Lediglich die Griffe könnten etwas besser geölt sein. Ab Werk sind sie nur schwach eingeölt. So gesehen ist das auch kein Mangel, denn nicht jeder mag ganz glatte Griffe. So hat man selbst die Wahl, ob man die Griffe seiner Stemmeisen so belassen möchte oder noch nacharbeitet.

Die Seitenfasen sind bis auf wenige Zehntel Millimeter heruntergeschliffen. Das Schleifbild ist nicht so fein wie bei meinen Stemmeisen von Veritas. Das hat aber auf die Funktion keinerlei Auswirkungen. Der Schliff der Fase und der Spiegelseite ist nicht sonderlich fein, aber meiner Meinung nach in dieser Preisklasse üblich. Ein feinerer Schliff oder gar geläppte Oberflächen würden den Preis mit Sicherheit erheblich in die Höhe treiben.

Wie bei den meisten neuen Stemmeisen ist auch bei den neuen Eisen von MHG das Nachschärfen notwendig. Beim Schärfen kann man auch sehr gut abschätzen, ob der Stahl der Werkzeuge eher hart oder weich ist. Ganz unabhängig von der Härte, die der Hersteller angibt. Im Vergleich zu anderen Stemmeisen, die ich habe, erscheinen mir die MHG als recht hart. Meinem Empfinden nach kommen sie an meine Veritas Eisen in Kohelnstoffstahl-Variante (O1) heran.  Die Spiegelseite benötigte ein wenig Zuwendung auf einem 1000er Stein mit anschließender Politur auf einem Stein mit der Körnung 8000. Nach etwa zehn Minuten war der vordere Bereich der Spiegelseite plan und auspoliert. An die Fase habe ich lediglich eine Mikrofase angezogen. Danach waren die Eisen einsatzbereit.

Eine Mikrofase ist ausreichend, die Hauptfase habe ich im Lieferzustand belassen.

Eine Mikrofase ist ausreichend, die Hauptfase habe ich im Lieferzustand belassen.

Den ersten Einsatz hatten meine beiden MHG-Eisen beim Kurs „Grundlagen Handwerkzeuge“ am letzten Wochenende. Ich habe damit Zinken gestemmt und auch einige Kursteilnehmer haben die Stemmeisen ausprobiert. Normalerweise arbeite ich sehr gerne mit einem Messingklüpfel von Veritas. Dieser eignet sich aber wie es aussieht nicht für die Arbeit mit den kurzen MHG-Eisen ohne hintere Zwinge. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich habe mit dem Klüpfel schlicht und einfach nicht getroffen. Er rutschte regelrecht ab. Vielleicht liegt es an der starken Rundung am Ende des Heftes. Mit einem einfachen Buchenklüpfel (Bildhauerklüpfel) hat es hingegen sehr gut funktioniert.

Die MHG-Stemmeisen mögen Holzklüpfel

Die MHG-Stemmeisen mögen Holzklüpfel

Die Standzeit erwies sich als sehr gut, besser, als bei meinen vielen Stemmeisen von Dick, die ich in den Kursen einsetze. Auch bei weitem besser, als die Standzeit der sehr weichen NAREX Stemmeisen, die ich mal hatte. Die weit heruntergeschliffenen Fasen machen viele Arbeiten einfacher. sie sind aber nicht so weit heruntergeschliffen, dass man sich an den Seiten verletzen kann – also gerade richtig. Bei Arbeiten ohne Klüpfel liegt der Griff aus Esche sehr gut in der Hand.

Ich bin mir sicher, dass es nicht bei diesen beiden MHG-Stemmeisen bleiben wird. Ich habe bereits einige Jahre einen Satz der herkömmlichen kurzen MHG Eisen im Einsatz und bei diesen empfinde ich das Preis-Leistung-Verhältnis als sehr gut. Mit den Stemmeisen der neuen Serie hat MHG das da noch einmal nachgelegt. Ich glaube ich habe neue Lieblings- Stemmeisen.

Bezugsquelle:
http://www.mhg-shop.de/

Links:

Stemmeisen Marke „DICK“

NAREX Stemmeisen (wurde inzwischen aktualisiert)

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Endlich kommt mal einer in die Gänge!

Gestern Abend erreichte mich die E-Mail eines Kursteilnehmers (Danke Heinz!). Er hatte eine Frage zu den neuen Stemmeisen von MHG. Neue Stemmeisen von MHG? Bei den üblichen Onlinehändlern war nichts zu finden. Auf der Herstellerseite sind sie nur unter „Neuheiten“ zu finden, nicht aber unter den anderen Produkten, daher habe ich sie erst einmal übersehen. Schaut man genauer hin sieht man aber gleich mehrere Serien neuer Stemmeisen unter dem Menüpunkt „Neu“. Es war halt ein langer Tag.

Die neuen Eisen haben große Seitenfasen, was nun überhaupt nicht dem üblichen Design bei deutschen Werkzeugherstellern entspricht. Die Eisen gibt es in kurzer und langer Bauform, wie die bisherigen Stemmeisen von MHG auch. Allerdings werden die kurzen Eisen auch ohne hintere Zwinge angeboten. Endlich!

Zusätzlich gibt es auch sogenannte „Fishtail“ Eisen, mit denen man vor allem beim Herstellen von halbverdeckten Zinken die Ecken säubern kann. Ich gebe zu, dass ich positiv überrascht war, als ich all die neuen Werkzeuge sah. Endlich hat es ein deutscher Hersteller gewagt von der üblichen Philisophie „Das was bei uns schon immer so und bleibt auch so“ abzuweichen. Man richtet sich nach den Wünschen der Kunden. Und das sind inzwischen nicht nur (oder immer weniger) die gelernten Schreiner, bei denen ja auch immer schon alles so war. Die Zielgruppe für diese wErkzeuge dürfen eher die Hobbyanwender sein. Und diese schauen meiner Erfahrung nach eher über den Tellerrand und in andere Länder als die Gelernten Schreiner.

So, die neuen Eisen waren also gesichtet, ich warf noch einmal einen Blick auf die üblichen Onlineshops – Nichts! Scheinbar sind die Werkzeuge doch noch sehr neu. Aber man kann bei MHG direkt bestellen. Und das sehr komfortabel und ab 20 Euro innerhalb Deutschlands ohne Versandkosten. Noch eine positive Überraschung! Gestern Abend noch landeten zwei der neuen Eisen im Warenkorb und ich hoffe, dass sie bald bei mir in der Werkstatt ankommen. Soviel also dazu, dass die Kursteilnehmer nach einem Besuch bei mir eine lange Einkaufsliste haben. Es geht auch umgekehrt.

Ich nutze bereits seit einigen Jahren einen Satz Stemmeisen von MHG und bin damit sehr zufrieden. Meine Erwartungen an die neuen Serien sind nun entsprechend hoch. Mal sehen wie sie in echt sind. Nach dem Debakel mit meinem letzten Stemmeisen von Kirschen kann es ja eigentlich nur noch besser werden. Bestellt habe ich zwei Eisen in kurzer Bauform ohne Zwinge. Bei den Fishtail bin ich noch unschlüssig.  Sie scheinen eine recht kurze Lebensdauer zu haben, da die Bauform ein häufiges Nachschärfen ja nicht erlaubt. Dazu sind sie nicht gerade günstig (O.K. im Vergleich zu amerikanischen Modellen schon). Ich bin mir im Klaren darüber, dass man solche Eisen nur selten einsetzt und nicht ständig über die Wassersteine Schubbert. Aber mich würde interessieren, ob jemand von Ihnen solche Eisen benutzt und wie die Erfahrungen damit sind. Ich nutze ja Schrägbeitel und mich würde vor allem interessieren, ob die Fishtail etwas können, was mit den Schrägbeiteln nicht funktioniert.

Ich gehe einmal davon aus, dass die Stemmeisen in den kommenden Tagen ankommen werden. Dann kann ich gerne die ersten Bilder zeigen und etwas über das Schärfverhalten sagen. Mehr kann ich bei einem neuen Werkzeug natürlich noch nicht tun. Bis ich Aussagen über Standzeit, Handhabung und Sinnhaftigkeit treffen kann, wird noch einige Zeit vergehen.

Und hier kann man die neuen Stemmeisen sehen und ordern:

http://www.mhg-shop.de/index.php?cat=c84_NEUE–PRODUKTE.html

 

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Mein Schaaaatz!

Nein, es ist kein magischer Ring. Aber es kann glänzen, wenn ich das will.  Das hier ist das bisher teuerste Material, das ich in meiner Werkstatt verarbeitet habe, oder besser gesagt demnächst verarbeiten werde. Es ist ein Mineralwerkstoff. mit dem Namen „Staron“.

Staron von Samsung

Staron von Samsung

Was aber genau daraus wird, das wird erst im Oktober verraten.

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Aktuelle Werkstattbilder

Seit dem letzten virtuellen Rundgang durch die Werkstatt ist ja schon etwas Zeit vergangen. Es wird Zeit für aktuelle Werkstattbilder.

http://kurswerkstatt-saar.de/die-werkstatt/

Bitte beachten Sie, dass die Bilder auf der Seite zur Kurswerkstatt eingestellt sind. Dort sind keine Kommentare möglich. Wenn Sie einen Kommentar schreiben möchten, tun Sie das bitte hier.

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Stationärmaschinen – Ein Zwischenbericht

aufmacher_stationärmaschinen

Dass ich für meine (Kurs)Werkstatt Stationäre Maschinen angeschafft habe und noch eine weitere anschaffen werde hat so manchen Leser doch stutzig gemacht. Nicht jeder HolzWerker kann sich damit anfreunden mit solchen Maschinen zu arbeiten. Es gibt aber auch viele Leser und auch Kursteilnehmer, die sich sehr für dieses Thema Interessieren. Es wird also Zeit für einen Zwischenbericht zu den Maschinen.

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SketchUp macht mobil

Bisher war SketchUp seinen Anwendern lediglich als „normale“ Desktop- Anwendung bekannt. Seit kurzem gibt es aber Neuerungen mit denen SketchUp mobil wird. Nicht ganz neu ist eine App für Android und iOS. Der Sketchup Mobile Viewer. Bisher war dieser nur mühsam zu bedienen und nicht wirklich komfortabel. Es fehlten beispielsweise die Verschiebe-Funktion (Pan) und die Möglichkeit Maße innerhalb der Zeichnung nachzumessen. Das hat sich nun endlich geändert. Sketchup Mobile View ist erwachsen geworden. Das Navigieren innerhalb der Zeichnung ist nun sehr komfortabel. Bemaßungen werden angezeigt und man kann Strecken messen. Der Viewer hat noch einige weitere Funktionen, wie zum Beispiel die Anzeige von Szenen, Layern, verschiedene Ansichtseinstellungen etc.

Kostenlos ist der Viewer allerdings nicht. Die App kostet etwa zehn Euro.

Der Mobile Viewer funktioniert auf einem 10 Zoll Tablet sehr gut.

Der Mobile Viewer funktioniert auf einem 10 Zoll Tablet sehr gut.

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„Neuer“ Parallelanschlag für die Festool OF1010

Der Parallelanschlag der Festool OF1010 im Originalzustand

Der Parallelanschlag der Festool OF1010 im Originalzustand

Es gibt vieles was mich an der Festool Oberfräse OF1010 stört. Ein Punkt ist dabei der Parallelanschlag. Meiner Meinung nach ist passt dieser absolut nicht zu einer hochwertigen Oberfräse. Was mich am Anschlag stört sind folgende Punkte:

  • Die fehlende Absaugmöglichkeit am Anschlag
  • Die Anschlagbacken sind nicht seitlich verschiebbar
  • Die Feineinstellung muss separat gekauft werden, sie ist unhandlich und weit recht viel Spiel auf.
So sieht der Anschlag von unten aus

So sieht der Anschlag von unten aus

Das muss aber nicht sein. Mit ein paar kleinen Veränderungen kann man den Parallelanschlag der Festool OF1010 auf den aktuellen Stand der Technik bringen. Und das Beste ist: Alle benötigten Teile sind original Festool.

Die Einkaufsliste:

  • 4 Stk. Art. Nr. 400142 Linsenschraube M16x 18 DIN 7985 PZV (je 0,70 Euro)
  • 2 Stk. Art. Nr. 463148 Anschlagbacken (je 1,20 Euro)
  • 1 Stk. Art.Nr. 463147 Stange (5,10 Euro)
  • 1 Stk. Art. Nr. 467328 Absaughaube  (8,55 Euro)
  • 1 Stk. Art. Nr 488754 Feineinstellung FE-FS (22,40 Euro)
  • 2 Stk. Holzschraube 3,5 x 17 Panhead (je 0,02 Euro)

Die Kosten belaufen sich also auf 41,29 Euro, wenn man die Listenpreise zugrunde legt. Die Preise entstammen dem Elektronischen Ersatzteilkatalog von Festool (http://ekat.festool.de). Jeder Festool-Händler kann die Teile besorgen.

Der Umbau

Als erstes müssen die Kunststoffauflagen der Anschlagbacken entfernt werden. Die jeweils beiden äußeren Befestigungslöcher werden auf 5,5mm aufgebohrt. Nun wird es den gestandenen Metallern wahrscheinlich übel werden, aber ich habe die Schrauben (400142) einfach in das so gebohrte Loch gedreht. Das Metall des Parallalanschlags ist recht weich, so dass die Schraube ein Gewinde schneidet. Wer möchte kann natürlich auch ein sauberes Gewinde schneiden. Nun können die beiden Anschlagbacken bereits befestigt werden. Die Länglöcher der Backen passen hervorragend.

Die Absaughaube passt genau zwischen die beiden Stege im Blechteil des Parallelanschlages. Sie muss lediglich mit zwei Schrauben befestigt werden. Mit einem drei Millimeter Bohrer werden die Schrauben lediglich im Metall vorgebohrt. Befestigt wird die Haube dann einfach mit zwei Schrauben Spanplattenschrauben 3,5 x 17.

Das i-Tüpfelchen ist die Feineinstellung. Das geschieht über das Zubehörteil FE-FS, das Festool zum Verstellen des Führungsschienenadapters vorgesehen hat. Ich habe dieses Teil bereits einmal vorgestellt:

Alles mit System – Teil 6 – Feineinstellung

Um diese Feineinstellung gut montieren zu können sind die original Stangen zu kurz. Es muss aber nur eine der beiden Stangen durch eine längere ausgetauscht werden.

Fazit:

Der Umbau wertet den Anschlag enorm auf. Ich selbst hatte die Feineinstellung und die Haube bereits, also musste ich lediglich die Kleinteile neu bestellen.  Erstaunlich (oder beschämend) ist, dass der gesamte Umbau nur mit original Festool Teilen machbar ist. Es wäre also mit geringem Aufwand auch für Festool möglich der OF 1010 endlich einen vernünftigen Parallelanschlag zu spendieren.

Der fertig modifizierte Parallelanschlag

Der fertig modifizierte Parallelanschlag

Übrigens: Die Absaughaube Art.Nr. 467328 kann auch am Führungsschienenadapter befestigt werden. Die notwendigen Löcher sind schon vorhanden. So kann man sich auf die Schnelle eine handliche, seitliche Absaughaube improvisieren. Mit der Haube kann man auch eine seitliche Absaugvorrichtung für jede andere Oberfräse bauen:

Alles mit System – Teil 2 – seitliche Absaughaube

 

 

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Der GRR-Ripper von Microjig. Nützlich oder gar gefährlich?

Das Video:

Der Artikel

Der GRR-Ripper von Microjig – Nützlich oder gefährlich?

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hobelmaschine_titel-13

Die neue Hobelmaschine ist da

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Zusatztermin „Massivholz aber modern“ im Juni

Wegen starker Nachfrage gibt es einen Zusatztermin für den Kurs „Massivholz aber modern“.

Wenn sie gerne mit Massivholz arbeiten aber die Nase voll haben von altbackenen Konstruktionen, dann ist dieser Kurs genau das Richtige für Sie.

Neu: Zusatztermin wegen starker Nachfrage
25.06.2016 – 26.06.2016
Massivholz- aber modern |
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